Beiträge von Larry

    Er wird wohl hin und her geschoben.

    Nein. Er ist im Moment die Nummer 2 oder 3 bei den Checkers in der AHL. Spencer Knight hat 5 Spiele gemacht, Guzda und Ludo je 2. Beide Spiele mit Ludo wurden gewonnen, nach dem ersten Spiel erhielt er viel Lob.

    Stolarz hat ziemlich abgekackt beim letzten Einsatz mit den Panthers, denke sie holen hoffentlich bald Spencer Knight rauf zu den Panthers.

    Ludo wird Geduld brauchen aber ich finde es gut macht er das, den Ersatzclown beim ZSC spielen bringt ihm nichts, das hatte er ja schon.

    Und er lernt den Unterschied zwischen der NHL wo nur die Besten spielen und der geschützten Werkstatt in der Schweiz kennen.

    Zurück kommen würde ich nur als Nummer 1.

    Tapatalk funzt nicht mehr, habe unser Forum dort deshalb gelöscht und versucht es neu hinzuzufügen.

    Fehlermeldung: Code 2208, ich soll mich an den Forums Admin wenden.....

    App neu geladen, Problem bleibt das gleiche

    Habe heute beim Durchstöbern von alten Videos noch einen Zusammenschnitt gefunden aus der Zeit, in der ich jeweils mit meiner Kamera am Spielfeldrand gestanden bin und bei den Spielen ab und zu ein paar Szenen gefilmt habe.

    Jetzt, wo wir nicht mehr im Hallenstadion spielen, finde ich die Erinnerungen noch recht cool und vielleicht hat ja der eine oder andere Freude daran.

    8)

    PS: Ein paar Leute aus dem Video sind unterdessen nicht mehr unter uns, so Peter Jaks, Simon Schenk und Erwin der Funktionär.

    Der weggeworfene ZSC-Sieg

    Trotz Unfug in Ambri sind die Lions gut unterwegs

    Auch weil Trainer Marc Crawford die Breite im Zürcher Kader nutzt, gefällt die Mannschaft bislang. Das Spiel im Tessin kann als Lehrstunde positive Folgen haben.

    Kristian Kapp
    Kristian Kapp
    Publiziert heute um 20:49 Uhr

    Schockmoment für den ZSC: Dean Kukan ist am Boden, Rudolfs Balcers sinniert über seinen Fehlpass, während Ambris Laurent Dauphin (links) und Dario Bürgler das 3:3 von Michael Spacek (nicht im Bild) feiern.


    Schockmoment für den ZSC: Dean Kukan ist am Boden, Rudolfs Balcers sinniert über seinen Fehlpass, während Ambris Laurent Dauphin (links) und Dario Bürgler das 3:3 von Michael Spacek (nicht im Bild) feiern. Foto: Marusca Rezzonico (Freshfocus)

    Es ist natürlich der letzte Eindruck vom Wochenende, der für diesen schalen Nachgeschmack sorgt: Der ZSC verlor in Ambri mit 3:4 nach Verlängerung, und das Ärgerlichste daran war nicht einmal, dass die Lions drei Minuten vor Schluss noch 3:1 führten. Nein, was die zweistündige Zugfahrt zurück aus dem Tessin (ja, der ZSC war für einmal mit der Bahn unterwegs) gefühlt einiges länger gemacht haben dürfte, war die Art und Weise des vier Sekunden vor Ende kassierten Ausgleichstreffers.


    So wirft der ZSC in Ambri den Sieg weg Aus der Sicht von Goalie Simon Hrubec: Rudolfs Balcers bleibt mit seinem Pass hängen, vier Sekunden vor Ende des Spiels liegt der Puck zum 3:3 im Zürcher Tor. Video: MySports

    Denn drei Sekunden zuvor war der ZSC noch in Puckbesitz, Rudolfs Balcers hätte die Scheibe in die Zone Ambris chippen und das Spiel damit mit einem 3:2-Sieg seines Teams beenden können. Doch er entschied sich mit Denis Malgin für die Variante Empty Netter und blieb mit seinem riskanten Backhandpass mitten in der eigenen Zone prompt an Ambris Verteidiger Tim Heed hängen. Wahnsinn statt Genie, Überheblichkeit statt Souveränität, Skorerpunkt statt Sieg vor Augen – noch selten dürfte ein Sieg derart fahrlässig weggeworfen worden sein.

    Die bestmögliche Lehrstunde


    Marc Crawford dürfte sich über die zwei verlorenen Punkte (wann war die eigentlich unsinnige Formulierung «verlorene Punkte» derart zutreffend?) im ersten Moment geärgert haben. Seiner Mannschaft war zudem auswärts gegen einen aufsässigen und leidenschaftlich spielenden Gegner fast ein ganzes Spiel lang eine vorzügliche Leistung gelungen, ohne sich dafür zu belohnen. Sie machte in der stürmischen Anfangsphase Ambris mit kämpferischer Gegenwehr und vielen geblockten Schüssen genauso alles richtig wie ab dem Mitteldrittel, als sie nach und nach die fast totale Kontrolle über die Partie übernahm und auf Kurs war zu einem ungefährdeten Sieg.

    Doch schon eine Nacht Schlaf später dürfte der ZSC-Trainer auch positive Schlüsse aus dem weggeworfenen Sieg gezogen haben. Denn kaum ein anderes Spiel in dieser Saison dürfte sich besser eignen, um es seiner Mannschaft künftig als Lehrstunde vorzuhalten. Dass Crawford in der engen Schlussphase mit Balcers und Malgin zwei Offensivstars einsetzte, ist nachvollziehbar, da diese speziellen Shifts immer auch Zeichen des Vertrauens Richtung der Spieler sind. Auch Künstler sollen spüren, dass sie in allen Lagen wichtig sind. Mit Biss unterwegs: Reto Schäppi beschäftigt Ambris Goalie Benjamin Conz.


    Mit Biss unterwegs: Reto Schäppi beschäftigt Ambris Goalie Benjamin Conz. Foto: Marusca Rezzonico (Freshfocus)

    Doch wenn dieses Vertrauen missbraucht wird, kann Crawford bei nächster Gelegenheit mit identischer Ausgangslage andere Stürmer aufs Eis schicken – Stürmer, die unspektakulär «langweilig» nur an den Sieg denken und entsprechend handeln. Center Reto Schäppi zum Beispiel, der, obwohl in ungewohnter Flügelstürmer-Rolle eingesetzt, im Schatten aller offensiven Genies im Team zu den stillen Gewinnern unter Crawford gehört. Gemäss offizieller Statistik der National League ist Schäppi jener Angreifer, mit dem der ZSC am wenigsten Gefahr vor dem eigenen Tor befürchten muss – ligaweit ist der 32-jährige Routinier in dieser Kategorie die Nummer 4.

    Die schier unendliche Breite in der ZSC-Offensive: Crawford hat sich bislang nicht gescheut, sie zu nutzen. Als Stammkräfte wie Malgin, Sven Andrighetto oder Juho Lammikko fehlten, fanden sich junge Stürmer wie Vinzenz Rohrer (19) oder Joel Henry (20) im Powerplay wieder. Der Österreicher Rohrer verlor seinen bislang sogar fixen Platz im Überzahlspiel erst letzten Freitag, als Andrighetto nach langer Verletzungspause sein Saisondebüt gab.

    Im Konkurrenzkampf um einen Platz in den vier Sturmreihen rotieren gestandene Spieler wie Simon Bodenmann und Yannick Zehnder mit Jungen wie Nicolas Baechler (20) oder Henry, auch Justin Sigrist oder Willy Riedi können sich ihres Platzes nicht sicher sein. Und Spieler wie Jérôme Bachofner oder Kyen Sopa spielen seit Saisonbeginn gar keine Rolle mehr.

    Selbst in der Abwehr ist ein Rennen um Einsatzzeit im Gange, in Ambri musste gar Captain Patrick Geering seine Eiszeit mit dem 7. Verteidiger Phil Baltisberger teilen und kam nur auf knapp acht Minuten. Baltisberger selbst war am Freitag gegen Langnau überzählig, um Platz für das 17-jährige Talent Daniil Ustinkov zu schaffen. Es geht was in der ZSC-Aufstellung, es ist jene Dynamik im Gange, die man sich in Zürich erhofft hatte.



    Es sind auch Zeichen an die Konkurrenz, wie stark und unberechenbar im positiven Sinne die Zürcher auftreten können – selbst wenn sie wie in den Schlusssekunden in Ambri groben Unfug veranstalten. Sie gefielen selbst bei weiteren Niederlagen wie gegen Davos und Zug mit phasenweise derart druckvollem Spiel, dass der Gegner nur noch reagieren und in den Überlebensmodus schalten konnte, um nicht komplett überrollt zu werden.

    Auch die Liga-Analytics bestätigen diesen Eindruck: Bei 5-gegen-5-Hockey sind die Zürcher nicht nur grundsätzlich das mit Abstand torgefährlichste Team. Sie sind auch die Nummer 1, wenn es um Druckphasen mit Puckbesitz geht, und die Nummer 2 im Konterspiel. Sie gehören gleichzeitig in allen Situationen zu den am besten verteidigenden Mannschaften und sind mit Abstand die Besten im Penalty-Killing, wenn es um zugelassene Torgefahr geht. Die Kalberei in Ambri soll also nicht darüber hinwegtäuschen: Die ZSC Lions sind gut unterwegs.

    Es tut wirklich gut, sich jetzt seit Jahren über den SCB lustig zu machen.

    Die Nummer 1 in Europa in Sachen Zuschauer könnten sie auch verlieren:

    Die Kölner Haie haben aktuell 17'748 im Schnitt, Bern 14'490........

    Mehr als 17.000 erwartet: Das Zuschauer-Wunder der Kölner Haie geht weiter - volle Arena auch gegen Augsburg
    Der KEC erwartet gegen die Panther mehr als 17.000 Besucher in der Lanxess-Arena und ist auf einem guten Weg, Zuschauer-Champion in Europa zu werden.
    www.ksta.de

    Gemäss Larry keine Überraschung.

    Nein. Bei den Panthers sind Bob (1) und Spencer Knight (2) gesetzt, dahinter wurde mit Stolarz noch ein Goalie mit NHL Erfahrung verpflichtet.

    Bei den Checkers muss er sich mit dem etablierten Mack Guzda sowie zwei anderen Goalies den Job teilen.

    Stolarz wird wohl auch in der AHL Spielpraxis erhalten und somit wird jemand in die ECHL zu den Florida Everblades geschoben werden.

    Solange alle Fit sind wird es sehr schwer bei den Panthers zum Einsatz zu kommen.

    Ausnahmsweise auch mein Senf:

    Die ersten 20 Minuten waren etwas vom Besten das ich je vom ZSC gesehen habe!

    Crawford Hockey is back und es erinnert mich an die Saison 13/14 als wir unter MC mit 20 Punkten Vorsprung auf Platz 1 standen und Meister wurden.

    Stoppen können uns wohl nur Verletzungen (Horst!).

    Weiter so! Macht Laune! :geil:

    NHL Pre Season:

    Beim 5:0 Sieg der Panthers über die Preds beim Spiel 1 von heute Nachmittag kamen im Tor Spencer Knight und Ludo je 30 Minuten zum Einsatz.

    Ludo stoppte dabei 10 Schüsse.

    Beim Spiel 2 von heute Abend wieder gegen die Preds kommen dann Bobrovsky und Guzda im Tor zum Einsatz.

    Das Kader wurde aufgeteilt in zwei Teams, das gleiche natürlich bei den Preds.

    Die Panthers spielen heute in Florida ihre ersten zwei Pre Season Spiele gegen die Preds, eines um 14 Uhr, das andere um 18 Uhr.

    Im ersten Spiel ist Ludo der Backup von Spencer Knight.

    Ist ein Abo Artikel, hier der Text:

    Jetzt verdient er Millionen in der NHL

    Sie mussten selber aufstehen und kochen – da war er in der 3. Klasse

    Jonas Siegenthaler hat sich in New Jersey zu einem der solidesten NHL-Verteidiger entwickelt. Mit seinem 17-Millionen-Vertrag gilt er als Schnäppchen. Doch das stört ihn nicht.

    Simon Graf
    Simon Graf
    Publiziert heute um 06:00 Uhr


    In New Jersey ist er gross herausgekommen: Jonas Siegenthaler.


    In New Jersey ist er gross herausgekommen: Jonas Siegenthaler. Foto: Jonathan Labusch

    Selbstständig werden musste Jonas Siegenthaler lange bevor er nach Übersee auswanderte. Schon als Drittklässler musste er sich mit seiner zwei Jahre älteren Schwester Julia zu Hause in Zürich-Affoltern oft selber organisieren. «Meine Mutter ging um vier Uhr morgens aus dem Haus, mein Vater um sieben. Und dann arbeiteten sie bis spätabends.» Das heisst, dass die beiden Kinder selber schauen mussten, dass sie zeitig aufstanden, frühstückten und in die Schule kamen. Mittags kehrten sie heim und kochten sich etwas, dann ging es zurück in die Schule.

    «In all diesen Jahren haben wir nie verschlafen», sagt der heute 26-Jährige stolz. «Zum Glück hatte ich noch meine Schwester. Wir meisterten es zusammen recht gut. Für uns war das ein guter Lernprozess. Er brachte uns bei, wie man durchs Leben kommt.» Seine Mutter arbeitete in der Migros in Altstetten, sein Vater bei einer Baufirma in Dübendorf. Inzwischen sind sie beide pensioniert und nach Thailand ausgewandert, ins Heimatland der Mutter. «Ich gönne es ihnen sehr», sagt Siegenthaler. «Sie haben beide mega hart gearbeitet, jetzt können sie mit ihren zwei Hunden und den Katzen ein schönes Leben führen.»

    Für Siegenthaler ging es diese Woche wieder los. Der Eishockeycrack hatte den Sommer mit einem achttägigen Besuch bei seinen Eltern und Verwandten in Thailand sowie meist in Zürich verbracht, wo er nun in Höngg wohnt. Zusammen mit seinen Teamkollegen Nico Hischier und Timo Meier flog er am Dienstag nach New Jersey. Für den 26-Jährigen ist es bereits die siebte Saison in Nordamerika. Am Hudson River ist er inzwischen sesshaft geworden. Im Sommer 2022 unterschrieb er vorzeitig einen Fünfjahresvertrag bis 2028. Auf ins nächste Abenteuer: Jonas Siegenthaler mit Timo Meier (Mitte) und Nico Hischier (rechts).


    Auf ins nächste Abenteuer: Jonas Siegenthaler mit Timo Meier (Mitte) und Nico Hischier (rechts). Foto: Instagram

    New Jersey ist zum Aussenposten des Schweizer Eishockeys geworden. Mit Goalie Akira Schmid (23), Abwehrturm Siegenthaler und den Stürmern Nico Hischier (24) und Timo Meier (26) spielen vier Schweizer für das gleiche NHL-Team. Das gab es noch nie. Eine ideale Anzahl, um ab und zu einen Jass zu klopfen. Doch Siegenthaler sagt: «Ich kann nicht jassen.» Entschuldigend fügt er an: «Aber im Flugzeug sitzt man auch nicht gemeinsam an einem Tisch.» Früher, im Bus der ZSC Lions, gelang es Captain Mathias Seger meist, eine Jassrunde zusammenzutrommeln. Da war Siegenthaler noch einer der Jungen.

    Dafür pflegt dieser in der Ferne andere helvetische Bräuche. Über die Festtage, wenn es kalt wird an der Ostküste, isst er zu Hause ab und zu ein Raclette mit Nico Hischier, der in Jersey City nebenan wohnt. In New York gibt es sogar Raclettekäse aus der Schweiz zu kaufen. Und wenn das Team in Washington spielt, organisiert Siegenthaler für das Schweizer Grüppchen ein Abendessen im Schweizer Restaurant, in dem er während seiner Zeit bei den Capitals einmal die Woche gegessen hatte. «Die haben Zürcher Geschnetzeltes, Rösti mit Speck und Ei oder Apéroplättli mit Käse und Fleisch. Da fühlt man sich gleich wie zu Hause.»


    Der Transfer, der ihn befreite


    Sportlich fand Siegenthaler sein Zuhause aber erst in New Jersey so richtig. In Washington etablierte er sich mit 21 zwar in der NHL, doch in seiner dritten Saison geriet er da in eine Sackgasse. Unter dem neuen Coach Peter Laviolette sass er in der verkürzten Corona-Saison meist auf der Tribüne, im April 2021 gaben ihn die Capitals für einen Drittrunden-Draftpick an die Devils ab. «Für mich war es eine Saison zum Vergessen. Ich spielte auch nur ein paarmal für New Jersey, dann bekam ich Corona und bestritt erst am Schluss noch einige Spiele.» Abklatschen mit den Kollegen: Im Playoff gegen die Rangers schoss Jonas Siegenthaler das Siegestor in Spiel 4.


    Abklatschen mit den Kollegen: Im Playoff gegen die Rangers schoss Jonas Siegenthaler das Siegestor in Spiel 4. Foto: Frank Franklin II (AP Photo)

    Aber der Transfer befeuerte seine Karriere. «Ich bin froh, bekam ich eine zweite Chance und konnte sie packen», sagt er. Anders als Laviolette erkannte Devils-Coach Lindy Ruff den Wert Siegenthalers. Es half wohl auch, dass dieser in Captain Hischier einen prominenten Fürsprecher hatte. Der Walliser hatte sich schon vor dem Transfer für Siegenthaler starkgemacht. In New Jersey entwickelte sich der Zürcher rasch zu einem der verlässlichsten und zweikampfstärksten Verteidiger der Liga. Und in Washington nervte sich nun mancher Fan, wie man Siegenthaler einfach so hatte abgeben können.


    Wie ein 1,90 Meter grosser Buddha


    Das Verblüffende am 1,90-Meter-Hünen ist: In diesem so körperbetonten Sport gewinnt er seine Zweikämpfe ohne Aggression, scheinbar mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen wie ein Buddha. «Diese Ruhe hatte ich schon als Junior», sagt er. «Das Spiel wird immer schneller. Für einen Verteidiger ist es sehr wichtig, den Zweikampf fokussiert anzugehen und ruhig zu bleiben. Es ist nicht entscheidend, wie gross oder schwer du bist. Sondern wie du in diese Zweikämpfe steigst. Vieles ist taktisch und technisch. Das habe ich recht gut im Griff.» So kommt er fast immer als Sieger aus der Spielfeldecke heraus.

    Inzwischen gilt Siegenthaler mit seinem Fünfjahresvertrag über 17 Millionen Dollar, der ab dieser Saison zu laufen beginnt, als Schnäppchen für die Devils. Das stört ihn nicht, im Gegenteil. «Ich nehme es als Kompliment. Ich bin zufrieden mit meinem Vertrag und der Laufzeit. Klar hätte ich ein Jahr warten können, erst in diesem Sommer unterschreiben und ein bisschen mehr Geld herausholen können. Aber mein Lebensglück hängt nicht davon ab. Ich verdiene genug und will etwas erreichen mit New Jersey. Ich hoffe, wir können in den nächsten Jahren um den Stanley-Cup spielen.»

    Zitat
    «Ich verdiene ein bisschen mehr, aber ich gehe immer noch im Zara posten.»
    Jonas Siegenthaler

    3,4 Millionen Dollar pro Jahr sind, auch wenn Siegenthaler davon knapp die Hälfte für Steuern abziehen muss, in der Tat immer noch eine eindrückliche Summe. Wie verändern diese Millionen sein Leben? Gar nicht, sagt er. «Ich verdiene ein bisschen mehr Geld, aber ich lebe mein Leben immer noch gleich. Ich gehe immer noch im Zara posten. Klar gönne ich mir ab und zu etwas Teureres. Aber ich könnte viele Beispiele nennen von Spielern, die nur noch mit Markenkleidern herumlaufen, die immer nur das Teuerste haben müssen. Für mich ist Zara tipptopp. Die Kleider sind gut geschnitten für mich. Darum wüsste ich nicht, wieso ich mir einen anderen Kleiderladen suchen sollte.»

    In der NHL ist der Luxus aber allgegenwärtig. Die Teams reisen alle in Privatjets und steigen nur in den besten Hotelketten ab, wie dem Ritz Carlton oder dem Four Seasons. «Uns geht es schon gut», sagt Siegenthaler. Aber die vielen Reisen setzen den Spielern auch zu. «Nach dem Auswärtsspiel geht es meist direkt zum Flughafen, um an den nächsten Ort zu fliegen. Dort kommen wir um ein, zwei Uhr morgens an und fahren ins Hotel. Und dann probierst du, so schnell wie möglich zu schlafen, um wieder fit zu sein fürs nächste Spiel.» Am liebsten hat er die Roadtrips nach Florida oder Tampa, um der Kälte der Ostküste zu entkommen. (Super Satz Simon Graf... :roll: )


    Die Traumwelt NHL


    Er sei sich bewusst, dass er sich in einer Traumwelt bewege, sagt Siegenthaler. «Aber das Schönste ist das Spiel selber. Die NHL ist das Grösste, besser geht es nicht. Jeden Tag aufzuwachen, in dieser Liga zu spielen und deinen Traum zu leben, ist schon mega speziell. Vor allem als Schweizer. Wir sind ja nur ein kleines Grüppchen in der NHL. Diese Möglichkeit bekommen so wenige. Ich konnte sie nutzen. Und jetzt habe ich noch fünf Jahre vor mir.» Mindestens.


    Siegenthaler ist nicht nur einer von zehn Schweizern in der NHL, sondern auch der Einzige mit thailändischen Wurzeln. Seinen Verwandten in Thailand habe er zuerst erklären und zeigen müssen, was er so mache. «Mittlerweile wissen sie, wo ich spiele und wie gross die Liga ist. Sie finden es recht cool. Aber ich würde nicht sagen, dass sie es gross verfolgen. Sie freuen sich einfach, wenn sie mich sehen.» Den thailändischen Pass hat er übrigens nicht. «Ich könnte ihn beantragen. Aber das Risiko ist mir zu gross, dass ich in Thailand ins Militär eingezogen werde.» Daran hätten wohl auch die Devils keine Freude. Seine Reichweite ist ein grosser Vorteil: Jonas Siegenthaler in Aktion.


    Seine Reichweite ist ein grosser Vorteil: Jonas Siegenthaler in Aktion. Foto: Rebecca Blackwell (AP Photo)

    Siegenthaler ist aufgewachsen zwischen zwei Kulturen. Ihm gefallen die thailändische Lebensart, die Freundlichkeit und die Gelassenheit der Menschen. «Alle sind gut drauf, auch wenn sie nicht viel haben. Davon könnten wir uns in der Schweiz eine Scheibe abschneiden. Wir motzen schon, wenn der Zug eine Minute verspätet ist.» Er habe einen guten Mix aus beiden Kulturen, glaubt er. Punkto Verlässlichkeit sei er ganz der Schweizer. «Das schätzt man an uns vier Schweizern in New Jersey: Wir tun, was verlangt wird. Da sind wir uns alle recht ähnlich.»

    Zitat
    «Besuch aus der Schweiz muss mir immer Darvida mitbringen.»
    Jonas Siegenthaler

    Wenn er nach dem Sommer jeweils wieder abreise nach New York, falle ihm das zunächst schwer, gesteht Siegenthaler. «Für mich gibt es fast nichts Schöneres als einen Sommer in Zürich. Diese Stadt liegt mir am Herzen. Aber dann geht bei den Devils alles recht schnell los, und ich freue mich wieder auf die neue Saison.» Aus der Schweiz nimmt er jeweils ein paar Pack Darvida mit, dem beliebten Vollkorngebäck. Die kann man in New York nicht kaufen. Am liebsten mit Meersalz, Thymian oder Gruyère. «Besuch aus der Schweiz muss mir immer Darvida mitbringen», sagt er schmunzelnd.

    Die Devils starten nach einer Saison, in der sie am drittmeisten Punkte holten und im Playoff ihren grossen Rivalen eliminierten, die New York Rangers, als Mitfavoriten. «Jetzt müssen wir das aber auch bestätigen», sagt Siegenthaler. «Uns ist bewusst, dass uns viele Schweizer die Daumen drücken. Wir wollen sie stolz machen.»

    Ja aber er wird optimal gefördert werden, Chicago kann gar nicht anders. Sie waren letzte Saison auf Platz 30 von 32 Teams, die müssen total neu aufbauen.

    Er wird viel Eiszeit bekommen und auch PP spielen können. Aber klar, am Ende muss er abliefern! Denke das wird er auch.