Beiträge von Larry

    Ich komme ab diesem Typen und seinem Hüst und Hott Kurs nicht draus und er selber scheint auch nicht wirklich zu wissen was er will! :nixwiss:

    Ich glaube er möchte schon sehr gerne Erfolg haben (so wie das Bircher auch wollte), aber es scheisst ihn an dass er dazu jedes Jahr um die 6 Millionen einschiessen muss.

    Wobei das für einen Milliardären wie ihn eigentlich Peanuts sind!

    Denke auch das man heute Siegen könnte.

    Vor dem Sieg gegen die strauchelnden Flyer haben sie 4x in Folge verloren.

    Umsonst sind die nicht immer noch im Strichkampf.

    Die ZSC Lions treten heute in Freiburg an, wo sie seit 13 Partien nicht mehr gewinnen konnten. Allerdings beklagt Gottéron unzählige Ausfälle im Angriff, eiligst wurden deshalb Merola (La Chauxde-Fonds), Schirjajew (Martigny) und Schwarzenbach (Olten) ausgeliehen. Die Zürcher müssen neu auf Bärtschi verzichten, der gegen Biel (5:2) mit einer Oberkörperverletzung ausfiel. Als Ersatz kommt Bachofner zu seinem NLA-Debüt. Neuigkeiten gibt es auch von der Transferfront: Für die nächsten zwei Saisons verpflichtete der Meister Fabrice Herzog (20) vom EVZ. Der gross gewachsene Stürmer spielte letztes Jahr in Québec, kehrte dann nach Zug zurück. Sein Engagement deutet darauf hin, dass Mark Bastl den ZSC nach acht Saisons verlässt. (TA)

    Zitat von Supreme

    Habe ich was verpasst? Wieso soll das ein Hammertransfer sein?

    Ausserdem, wären unsere GCK Lions nicht geeigneter?

    Ich denke unsere Leute um Salis können sehr genau abschätzen ob im Moment im Farmteam ein ähnlich grosses Talent vorhanden ist oder eben nicht.

    Wenn die Möglichkeit besteht ein solches Talent zu verpflichten sollte man zugreifen!

    Und die Talente sehen dass sie beim ZSC von einem Stanley Cup Sieger ausgebildet und gefördert werden.

    Zitat von snowcat


    drum sind sie für die anderen schweizer mannschaften mittlerweile auch praktisch uneinholbar geworden.

    Sehe ich auch so.

    Sousa ist in Basel angekommen und das Team unterdessen in der Spur, siehe auch Spiel gegen Real.

    Es besteht wenig Hoffnung dass sich das ändert.

    Man muss aber auch sehen das Platz 2 (und den belegen wir!) realistischerweise der Platz ist um den sich der Rest der CH streiten kann!

    Ein kleiner Schritt für den ZSC, ein grosser für Jungstürmer Senteler

    Simon Graf Lausanne

    Mit einem 1:0 in Lausanne stoppten die ZSC Lions ihren Abwärtstrend. Was das bedeutet, bleibt abzuwarten.

    Eishockey ist ein Spiel mit vielen Unwägbarkeiten. Der Puck springt oft so unberechenbar wie der Ball in einem Flipperkasten. Das führt dazu, dass kein Spiel dem anderen gleicht – es sei denn, Lausanne und die ZSC Lions treffen sich. Dann weiss man: Es gibt nicht viele Tore, und der, der zuerst trifft, lacht zuletzt. Das war Lausanne-Captain Conz wohl nicht bewusst, als er in der 17. Minute als letzter Mann ein riskantes Dribbling wagte, den Puck an Schäppi verlor und Senteler zum 1:0 traf. Es sollte das einzige Tor in dieser kampfbetonten Partie bleiben, die wie der Playoff-Viertelfinal vom März zwei überragende Goalieleistungen bot. Flüeler stoppte für seinen vierten Shutout 19 Schüsse.

    Dank des 1:0 schlossen die ZSC Lions den enttäuschenden November doch noch einigermassen versöhnlich ab und stoppten sie ihre Niederlagenserie in der Fremde nach vier Spielen. «Uns fällt momentan nichts zu», sagte Flüeler. «Das war ein wichtiger Sieg.» Und es war kein Zufall, dass die vierte Linie nicht nur das einzige Tor schoss, sondern auch die klar beste war. Fritsche kämpfte aufopferungsvoll, Schäppi sorgte für den entscheidenden Puckgewinn, Senteler kam im 19. Saisonspiel endlich zu seinem ersten Skorerpunkt. Es schien, als hätte ihn dieses Tor von einer tonnenschweren Last befreit, in der Folge erspielte er sich noch zahlreiche weitere Chancen.

    Die schwierige zweite Saison

    Der 22-Jährige, eine der Entdeckungen der letzten Saison, hatte sich in diesem Winter schwergetan, seinen Durchbruch zu bestätigen. «Am Anfang lief es mir gar nicht», gibt er sich selbstkritisch. «Und so begann auch meine Eiszeit zu schwinden.» Er wurde ins Farmteam zurückversetzt und bezeichnet dies als Segen: «Dort spielte ich wieder mehr, wurde im Powerplay und Boxplay eingesetzt und konnte wieder Vertrauen schöpfen.» Man sieht es oft, dass sich junge Spieler in ihrer Saison der Bestätigung schwertun. Letzten Winter habe er ohne grosse Erwartungen aufspielen können, jetzt habe er sich schon einen gewissen Druck auferlegt, sagt Senteler. «Das hat mich wohl gehemmt. Aber das ist nun hoffentlich vorbei.»

    Dank des Sieges behaupteten sich die ZSC Lions in der Verfolgergruppe mit Bern und Lugano. Ob dies die Trendwende ist, bleibt abzuwarten. Viele der vermeintlichen Leistungsträger sind derzeit ausser Form oder verletzt. Das macht die Planung für Sportchef Edgar Salis nicht einfach. Denn er muss sich in den nächsten Wochen nicht nur über die Dossiers Trachsler und Bastl Gedanken machen, sondern auch, wie die Zukunft auf den Ausländerpositionen aussehen soll – nur der Vertrag von Bergeron läuft da weiter. Shannon ist bemüht wie gewohnt, derzeit aber zu wenig effizient. Keller tut sich nach seinen Verletzungen noch schwer. Smith zeigte zuletzt eine Aufwärtstendenz. Ein, zwei neue Impulse dürften dem Team im Hinblick auf die nächste Saison nicht schaden. Doch die Wahrheit bringt erst das Playoff, wenn fast alle Personalentscheide wohl schon gefallen sind.

    Flüelers Traumquote

    Der Hauptgrund, wieso die Zürcher trotz durchzogener Leistungen vorn mitspielen, steht ganz hinten: Flüeler ist mit 26 in einem idealen Goaliealter und spielt bisher, obschon er zweimal von Blessuren gestoppt wurde, seine beste Saison. Er hat in 22 Spielen von 629 Schüssen deren 593 gestoppt, also rund 94,3 Prozent. Mit diesem Wert ist er nicht nur die Nummer 1 der Stammgoalies in der Schweiz, er wäre es auch in der NHL. Mit 2,07 Gegentoren sind die ZSC Lions das defensiv stabilste Team der Liga, vor dem HCD (2,4). Doch der Leader hat 26 Tore mehr geschossen. Die Davoser Leichtigkeit des Toreschiessens geht den so versierten Zürchern derzeit ab. Das war auch in Lausanne offensichtlich.


    © Tages Anzeiger

    Für die Naivität bestraft

    Als ein defensiver FCZ zu stürmen begann, gab er das Remis aus den Händen und leitete selbst das Tor zum 1:2 gegen Basel ein.

    Thomas Schifferle Zürich

    Vor dem Spiel meldete Goalie David Da Costa: «Wir sind bereit.» Während 70, eher 80 Minuten war allerdings die Frage: bereit wofür? Am Ende war die Antwort: Der FCZ war nicht bereit, selbst für diesen FC Basel nicht.

    Darum verlor er das Spiel, mit dem Spiel auch den Kontakt zum Leader. Und blieb darum mit der Ernüchterung zurück, die Davide Chiumiento in einem Satz unterbrachte: «Das war die Dummheit von uns.» Schonungsloser ging nicht, treffender auch nicht.

    87 Minuten alt war das Spiel gewesen, als sich Suchy in einen Schuss Etoundis legte. Der Ball prallte an den Oberschenkel und von da an die Hand, was Stephan Studer reichte, einen Elfmeter zu geben, den ein Schiedsrichter nicht geben muss. Yassine Chikhaoui kümmerte derlei nicht, er machte Shkelzen Gashis Führungstor aus der 41. Minute wett.

    Keine 70 Stunden vorher hatte er gegen Apollon Limassol zwei Elfmeter verwertet. Dafür sollte er noch seine kleine Rolle in der Schlussaufführung spielen, die den FCZ in die Niederlage stürzte.

    FCZ ängstlich statt mutig

    Der FCZ war mit dem 1:1 nicht zufrieden, zumindest trat er nicht so auf. An der Seitenlinie hörte Urs Meier das Publikum, das mehr forderte, er spürte die Euphorie, die seine Spieler antrieb. Dann aber musste er auch einen Francisco Rodriguez sehen, der im Überschwang glaubte, er könnte Basler ausdribbeln, als wäre er Zidane, prompt den Ball verlor und so den Konter einleitete, der hinten Ivan Kecojevic in Nöte brachte. Kecojevic foulte Embolo und sah dafür die gelb-rote Karte.

    Da Costa lenkte den folgenden Freistoss von Diaz ins Seitenaus. Da waren 93 Minuten schon fast vorbei. Es gab Einwurf, Chikhaoui, ja er, verschuldete einen Corner, weil er nur tänzelnd eingriff statt entschlossen. Zuffi brachte den Ball zur Mitte, wo Etoundi im Fünfmeterraum stand und wo Rodriguez sah, wie Gashi sich anschlich. Aber Rodriguez verzichtete darauf, dem Basler energisch zu folgen, Etoundi sprang unter Zuffis Ball hindurch, und deshalb konnte Gashi Basel den Sieg schenken – und redete Chiumiento von der Dummheit, dass man mehr gewollt habe, statt den einen Punkt zu akzeptieren.

    1:2 also, der FCB war fürstlich belohnt für einen Auftritt, der weder begeisternd noch bestimmend war, sondern maximal solid. Dass ihm das schon zu den drei Punkten reichte, macht die Aussichten auf den ganzen Rest der Meisterschaft auch nicht viel verlockender. Wenn er schon so gewinnt, mit spielerischem Minimalismus, wer will ihn dann stoppen, wenn er überzeugend auftritt?

    Der FCZ von gestern war nicht der FCZ, wie er sich selbst gerne sieht: stürmisch, mutig, beschwingt, unberechenbar. Er war das Gegenteil: defensiv, ängstlich, gehemmt, berechenbar. Er spielte wie der Kleine gegen den Grossen, weil er Angst davor hatte, Räume zu öffnen, die Schaden anrichten könnten. So trug er seinen speziellen Teil dazu bei, dass dieses Spiel, abgesehen von den letzten wenigen Minuten, so ohne Flair und Tempo war, ohne Begeisterung und Erinnerungswert. Um das Beste herauszulesen: Die Defensivreihen erledigten ihre Arbeit sorgfältig.

    Schönbächler narrte einmal drei Basler, Chikhaoui schoss aus spitzem Winkel ins Seitennetz. Das war es an Angriffsnotizen des FCZ bis zur Pause. In der 70. Minute tauchte Schönbächler nach Etoundis elegantem Lob allein vor Tomas Vaclik auf und scheiterte. Das war der erste Schuss überhaupt, den Vaclik direkt aufs Tor bekam. Der zweite war ein wuchtiger, aber unpräziser Freistoss von Buff, der nächste und bereits letzte Chikhaouis Penalty.

    Der Verlust der «Sechser»

    «Wir wollten mehr machen», meldete Chiumiento. Bloss war davon nichts zu sehen. Der FCZ zahlte dafür, dass er nicht das Kader hat, wie es sich der FCB leisten kann. Dass er nicht die Routine hat wie der Leader. Und dass er auf Dauer Gilles Yapi und Burim Kukeli nicht ersetzen kann, die beiden «Sechser», die diese Saison so viel Stabilität und Balance in die Mannschaft gebracht haben. Der Ausfall von Avi Rikan hilft dann auch nicht weiter. Zu Spiel und Situation passte es, dass Berat Djimsiti mit einem Bänderriss am Knöchel ausschied, Alain Nef vom Platz humpelte und eben Kecojevic schon zum dritten Mal seit März vom Platz gestellt wurde.

    Fünf Punkte liegen die Zürcher nun hinter Basel. Ihr Rückstand lässt sich allein mit den Niederlagen in den Direktduellen erklären. Aber es gibt auch den Fakt: Sie haben daheim schon zuvor zweimal nicht gewonnen, weder gegen St. Gallen (1:1) noch gegen Luzern (2:3). «Wir müssen aufstehen und vorwärts schauen», sagt Meier. Vielleicht hilft, dass gegen Cham, Thun und Mönchengladbach nur noch Auswärtsspiele anstehen.


    © Tages Anzeiger

    FC Zürich - FC Basel 1:2

    Gefangen in der ungewohnten Rolle

    Flurin Clalüna, Zürich (NZZ)

    Die Zürcher trauen sich zu lange nicht, so zu spielen, wie sie es sonst tun. Sie verlieren unglücklich und haben nun fünf Punkte Rückstand auf den FCB.

    Das Spiel war längst vorbei und verloren, aber Urs Meiers Arbeit begann jetzt erst richtig. Nicht als Trainer, nein, als Anwalt seiner Mannschaft. Die Fragen, die dem FCZ-Trainer gestellt wurden, hatten einen anklägerischen Unterton, weil viele gehofft hatten, der FC Zürich werde gegen Basel mutig sein, vielleicht sogar frech. Er war es nicht, überhaupt nicht. Oder viel zu spät. Irgendwann wurde Meiers Verteidigungsrede richtig feurig; es war ein Plädoyer für seine Spieler, sich selber und seine Ideen, die an diesem Sonntag beim 1:2 so anders waren als sonst.

    «Wir wollten die gleiche Sprache sprechen wie Basel», sagte Meier. Und vielleicht war gerade dies das Problem: dass sich der FC Zürich nicht traute, so zu spielen wie sonst immer, dass er anpasserisch war und mehr als siebzig Minuten benötigte, um eine wirklich gefährliche Chance durch Marco Schönbächler herauszuspielen. Der FC Basel habe ja fast nur Offensivspieler auf dem Platz gehabt, sagte Urs Meier, «da muss man bereit sein und verteidigen».

    Das war dem FCZ recht gut gelungen, es war ein Spiel fast ohne Chancen auf beiden Seiten. «Wir haben uns sehr um die Defensivarbeit gekümmert», sagte der Spielgestalter Davide Chiumiento. So ergebe sich nicht unbedingt ein schönes Spiel, sagte Meier, aber das dürfte in diesem Moment nicht seine grösste Sorge gewesen sein. Schlimmer war: Die Zurückhaltung im Offensivspiel bekommt dem Team nicht.

    Diese Mannschaft ist das Abwarten nicht gewohnt, mit einer solchen Vorgabe wird sie passiv. Es war eine ungewohnte Rolle, die der FCZ spielen musste; vielleicht aus Übervorsicht, nicht noch einmal einzubrechen wie beim 1:4 in Basel im August; vielleicht aber auch, weil Meier weiss, dass er ohne die Verletzten Gilles Yapi, Burim Kukeli und Avi Rikan nicht über genug Qualität verfügt, um den FCB mit spielerischen Mitteln herauszufordern. Und nun wird auch Berat Djimsiti (Bänderverletzung) länger ausfallen.

    Nachdem es dem FC Zürich trotz aller Vorsicht nicht gelungen war, kurz vor der Pause die Führung durch Shkelzen Gashi zu verhindern, war es wie im Theaterstück von Samuel Beckett: warten auf Godot. Man wartete und wartete auf den FCZ, aber er kam nicht, da passierte nichts oder zu wenig. Es war, als sei die Mannschaft gefangen in ihrer ungewohnten Rolle.

    Die Gelegenheit zum Ausgleich bekam der FCZ zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit, als Franck Etoundi die Hand des am Boden liegenden Marek Suchy traf und Yassine Chikhaoui per Penalty zum 1:1 traf. Und vielleicht war es danach ja wirklich so, wie Meier sagte: Der FCZ verlor Ivan Kecojevic nach einer gelb-roten Karte, «aber die Mannschaft hatte vorher unbedingt das 2:1 schiessen wollen, vielleicht war das naiv». Naiv, weil der FCZ vergass, in den letzten Sekunden zu verteidigen, und er Gashi unbedrängt per Kopf das zweite Goal erzielen liess.

    Ja, vielleicht war der FC Zürich in diesen letzten Momenten der Partie übermütig, als er so spielte, wie er es mag. Aber vorher war er viel zu lange mutlos gewesen.

    Zitat von The Fan

    Sieg, wie fragt morgen niemand mehr.

    So ist es!

    Jetzt auch Biel vom Eis arbeiten.

    Spiel für Spiel und Punkt für Punkt nehmen und aus der offensiven Krise irgendwann raus kommen.

    Erwarte heute einen Sieg - wie ist mir egal!
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    Die Hälfte der Qualifikation ist bereits wieder rum, in 26 Spielen holten die ZSC Lions 49 Punkte. 15 Siegen stehen 11 Niederlagen gegenüber. Gar nicht so schlecht, wirft man einen Blick zurück auf die überragende Qualifikation vor einem Jahr, als die Zürcher zum genau gleichen Zeitpunkt 48 Zähler auf ihrem Konto besassen. Ein Punkt weniger also. Der Unterschied: Während die Mannschaft von Marc Crawford damals in der 25. Runde ihre Siegesserie von total elf Spielen lancierte und dadurch an der Spitze des Klassements davonzog, prägen derzeit Schwankungen die Resultate des Stadtklubs. Heuer muss der Zett darum kämpfen, nicht die Anschluss nach oben zu verlieren. Dritter respektive nach Verlustpunkten Fünfter ist er im Moment. Auf der Leistung in Zug können die Löwen durchaus aufbauen, gleichwohl wünscht man sich wieder mehr Stabilität in den Ergebnissen. Besonders was Auswärtsspiele betrifft: Zuletzt verloren die Blauweissroten auf fremdem Eis viermal hintereinander.


    Lausanne

    Ausgerechnet in der Westschweiz schaffte der ZSC seinen letzten Auswärtserfolg. Am ersten Novembertag knallte Marc-André Bergeron die Zürcher in der Verlängerung zum 2:1 und damit zu zwei Punkten. Nun, am letzten Tag des Novembers, kehren die Lions nach Lausanne zurück. Wie sie macht zurzeit auch der LHC eine schwierige Phase durch. Gleich acht Niederlagen am Stück hatten die Romands kassiert, ehe sie am Freitag in Rapperswil auf die Siegerstrasse zurückfanden. Trotz dieser Baisse befindet sich Lausanne noch immer auf Play-off-Kurs. Topskorer Ossi Louhivaara darf nach vier Spielsperren inzwischen wieder mittun. (ZSC HP)

    Zurück auf Feld 1

    Silvan Schweizer Zürich

    Verletzungen gehören zum Eishockey-Alltag. Sie sind mentale Prüfung und Chance zugleich, wie das Beispiel von ZSC-Stürmer Luca Cunti zeigt.

    Es passierte beim Match in RapperswilJona. ZSC-Stürmer Luca Cunti war einen Moment unachtsam und prallte wuchtig mit Gegenspieler Marco Pedretti zusammen. In den ersten Sekunden waren da nur Schmerzen, er krümmte sich auf dem Eis. Dann kochte die Wut hoch. Cunti schleuderte in einem Adrenalinschub seinen linken Handschuh in die Höhe. «Irgendwie musste ich Dampf ablassen», erzählt er. «Ich war nicht sauer auf Pedretti, es war eine korrekte Aktion. Ich war sauer auf die Situation.»

    Cunti wusste sofort, dass er für einige Zeit ausfallen würde: «Die rechte Schulter hing nur noch runter. Und ich kenne meinen Körper. Ich weiss, wie es sich anfühlt, einen Check sauber zu absorbieren. Diesmal fühlte es sich anders an.» In der Garderobe konnte er das Trikot und den Brustpanzer zunächst nicht ausziehen. Zu starr war die Schulter, zu stark waren die Schmerzen. Erst Medikamente halfen. ZSC-Teamarzt Gerry Büsser stellte rasch fest, dass erst eine MRI- und Röntgenuntersuchung am nächsten Tag eine genaue Diagnose ermöglichen würde.

    In der Nacht schlief Cunti miserabel. Wer wie er gewohnt ist, in Seitenlage zu schlafen, findet auf dem Rücken keine Ruhe. Und die Gedanken kreisten um das mögliche Ausmass der Verletzung. Eine Operation hätte mindestens vier Monate Pause zur Folge gehabt. Was für ein Rückfall! Am Morgen im Spital dann die Entwarnung: kein Eingriff nötig. Nicht der ganze Schulterapparat ist zerstört, nur die Bänder sind gerissen. Das bedeutet: sechs Wochen Pause. Anfang 2015 sollte Cunti zurückkehren.

    Lieber Schulter als Kopf

    Verletzungen gehören zum Alltag der Eishockeyaner wie Tore und Assists. Besonders häufig betroffen sind Leiste, Adduktoren, Rücken, Knie, Schulter und Kopf. Cunti sagt: «Ich nehme lieber diese Schulterverletzung als eine Gehirnerschütterung. Da habe ich wenigstens einen klaren Zeithorizont für meine Rückkehr. Aber bei den Kopfsachen muss man immer wieder mit Rückschlägen rechnen.» Es mutet seltsam an, wenn er sagt, dass er im Vergleich zu anderen Spielern verschont wurde: Immerhin stehen für die letzten Jahren Dinge wie Innenbandriss im Knie, Knorpelschaden im Knie oder Rippenquetschung in seiner Krankenakte.

    Ein Programm extra für ihn

    Jeder wisse um das Risiko, trotzdem werde er sich nie an solche Ausfälle gewöhnen können, sagt der 25-Jährige. Frust und Motivation wechseln sich in seinem Heilungsprozess jeweils ab. «Am einen Tag kann ich mich voll auf den Wiederaufbau konzentrieren, strotze vor Energie, glaube fest daran, dass es besser wird», sagt er. «Am nächsten Tag denke ich wieder: ‹Ach, was soll der Mist?› Und habe auf nichts Lust.»

    Ab nächster Woche wird Cunti in ein eigens für ihn konzipiertes Programm einsteigen, das die Medizinabteilung um Büsser erstellt hat. Zunächst ist Physiotherapie für die havarierte Schulter vorgesehen, dann kommt Ausdauer auf dem Velo dazu, dann Kraftübungen und schliesslich Einheiten auf dem Eis für die Schnellkraft. Nach zwei langen Saisons, zu deren Ende er noch die WM bestritt und sich so die Sommerpause verkürzte, findet Cunti in seiner Verletzung auch einen positiven Aspekt: «Vielleicht tut es meinem Körper gut, jetzt einen frischen Aufbau zu machen. Ich werde mit viel Energie zurückkommen.»

    Und weil er seine Genesung im Olymp, dem Leistungszentrum der ZSC Lions nahe dem Hallenstadion, vorantreibt, verliert er auch den Anschluss ans Team nicht. Er sieht die Kollegen täglich, doch bemerkt auch: «Wenn man nicht spielen kann, verfolgt man zwar die Heimspiele im Stadion. Richtig beteiligt fühlt man sich aber nicht. Man ist irgendwie nicht mehr am Puls des Garderobenlebens. Das fehlt mir.»

    Bessere Noten im Studium

    Die zusätzliche Freizeit, die sich unverhofft ergeben hat, will Cunti in sein Fernstudium in Psychologie investieren. Dieses vernachlässigte er in den letzten Jahren, in denen er vom Ergänzungszum Meisterspieler aufstieg. Mehr Module kann er zwar mitten im Semester nicht mehr dazubuchen – «aber eine bessere Note wäre nicht schlecht».

    Und er hat im vorweihnachtlichen Trubel genügend Zeit, um die Geschenke frühzeitig zu besorgen. Allerdings warnt Cunti seine Verlobte Ariane schon einmal: «Sorry, ich darf leider keine schweren Einkaufstaschen tragen.»


    © Tages Anzeiger

    Muss lachen! :razz:

    Da schreibt der Klaus den Plüss zu Kloten (und Brunner zu Bern) und jetzt bleibt Plüss doch in Bern!

    In letzter Zeit gehen die Geschichten von Klaus nicht mehr oft auf!

    Der eine Schuss zu viel für die ZSC Lions

    Silvan Schweizer Zug

    Die Zürcher unterlagen in Zug trotz einer Vielzahl von Chancen und einem starken Goalie Flüeler 1:3 – es war die neunte Auswärtsniederlage.

    Manchmal entscheiden sich Spiele nicht in den üblichen Bereichen: Wer etwa mehr Biss zeigt. Wer über mehr Kraft oder Selbstvertrauen verfügt. Oder die schnelleren Läufer hat. Manchmal entscheiden nur die beiden Männer, die rund 50 Meter voneinander entfernt stehen über Sieg und Niederlage: die Goalies. EVZ gegen ZSC Lions war ein solches Torhüterduell. Und Tobias Stephan entschied es mit 33 Paraden für sich – Zug gewann 3:1.

    Die Zürcher wurden für eine engagierte Leistung schlecht belohnt. Vor allem im Schlussdrittel hatten sie sich eine Vielzahl von Möglichkeiten erspielt. Einmal hatte Topskorer Wick in Überzahl das offene Tor vor sich, doch sah dann den Puck aus dem Nichts in Stephans Fanghand verschwinden. Auf der Gegenseite machte auch Lukas Flüeler einen äusserst sicheren Eindruck, er entschärfte 30 Schüsse. Stephan und Flüeler wurden einst in Kloten ausgebildet, waren phasenweise die Nummer 1 beziehungsweise 3 bei den Flyers. Derzeit sind sie die klar besten Torhüter der Liga und erste Anwärter für einen Platz im Schweizer WM-Team. Flüeler besticht mit einer Abwehrquote von 94,1 Prozent, Stephan weist 92,5 Prozent aus.

    Bei der späten Entscheidung nach 56 Minuten konnte Flüeler nicht viel ausrichten. Seine Vorderleute hatten in der Angriffsauslösung den Puck verloren – plötzlich stand EVZ-Stürmer Reto Suri frei und traf mit einer kernigen Direktabnahme unter die Latte zum 2:1. Später doppelte der Nationalstürmer noch nach, als Flüeler schon einem sechsten Feldspieler Platz machen und damit die finale ZSC-Offensive initiieren wollte. Aber Chris Baltisberger blieb in der Vorwärtsbewegung am ersten Gegenspieler hängen. Flüeler hechtete Suris Schuss noch hinterher – vergeblich. «Wir haben verdient, was wir bekommen haben», sagte er. «Es war klar, dass das zweite Tor entscheidend sein würde. Es hat wieder der Gegner erzielt. Irgendwie schaffen wir es auswärts einfach nicht, diese engen Partien für uns zu entscheiden.»

    Was ist mit Nilsson los?

    Tatsächlich war dieses 1:3 schon die neunte Auswärtsniederlage im 13. Match. Allerdings verloren die ZSC Lions nur einmal mit mehr als zwei Gegentoren, Mitte Oktober beim 0:4 in Zug. Im Hallenstadion dagegen gewannen sie 11 von 13 Partien. Sie zeigen also zwei Gesichter. «Es ist nicht so, dass wir schlecht gespielt hätten», befand Coach Marc Crawford. «Diesmal war es ein Problem im Scoring-Bereich. Wir waren einfach nicht effizient vor dem Tor.» Einer, der im Abschluss aber auch als Passeur sündigte, war erneut Robert Nilsson. Der Schwede mit Schweizer Lizenz kurvt dieser Tage mit seltsamer Lustlosigkeit übers Eis. Bis anhin fühlte sich Crawford noch nicht genötigt, den Stürmer abzustrafen – etwa in Form von verminderter Eiszeit oder gar der Degradierung auf die Tribüne. Aber vielleicht würde ja das helfen, um ihn aufzuwecken. Der Meister braucht mehr offensive Durchschlagskraft. In den letzten vier Partien kam er bloss auf für ihn bescheidene neun Tore. Und in seinem nächsten Spiel vom Sonntag trifft er auf die Defensivspezialisten von Lausanne – auswärts wohl gemerkt.

    Zug - ZSC Lions 3:1 (1:1, 0:0, 2:0) Bossard Arena. – 5951 Zuschauer. – SR: Massy/Mollard, Abegglen/Espinoza. – Tore: 9. Bärtschi (Trachsler, Nilsson) 0:1. 17. Martschini (Holden, Suri) 1:1. 56. Suri (Martschini) 2:1. 59. Suri 3:1. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Zug, 5-mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions.
    Zug: Stephan; Ramholt, Grossmann; Schlumpf, Sondell; Lüthi, Alatalo; Erni, Blaser; Zangger, Bouchard, Herzog; Martschini, Holden, Suri; Lammer, Diem, Schnyder; Christen, Sutter, Marchon.
    ZSC Lions: Flüeler; Stoffel, Bergeron; Blindenbacher, Siegenthaler; Seger, Smith; Schnyder; Baltisberger, Malgin, Wick; Bärtschi, Trachsler, Nilsson; Keller, Shannon, Sitje; Künzle, Fritsche, Schäppi.
    Bemerkungen: Zug ohne Bürgler, Earl, Morant und Stämpfli (alle verletzt), ZSC Lions ohne Bastl, Cunti, Geering und Neuenschwander (alle verletzt). ZSC ab 59:05 ohne Goalie.

    © Tages Anzeiger

    Zitat von Der Weise

    Hast Du denn fundierte Infos betreffend Nilssons Lebenswandel?

    Zitat von Silvan Schweizer/Tages Anzeiger


    Die Zwischenzeugnisse der ZSC-Spieler zur Halbzeit der Qualifikation:
    Robert Nilsson: Die Enttäuschung – bloss 12 Punkte und viele Abspielfehler. Wäre der Schwede auf dem Eis nur halb so lebhaft wie daneben . . . Note 3–4

    Wenn ein Journalist sich bemüssigt fühlt dies in eine Spielerbeurteilung einfliessen zu lassen dürfte es in etwa so sein wie bei einem Eisberg:

    Man sieht nur die Spitze, das ganz grosse Stück ist unter Wasser....

    Zitat von The Fan


    Bis zum 1/4 Final sinds no 25 spiel. Was redest du immer schon von den PO? Jetzt Ball mal flach halten! Heute wars viel besser als gegen Rappi und Biel, einfach Tore nicht gemacht. Ich denke, dass der Z auf dem richtigen Weg ist. Im Februar simmer parat.
    Aber en Usländer wo weiss wos Goal staht, ja da hetti nüt degäge!

    Sehe das auch so.

    Aber: Auf welchem Transfermarkt wollt ihr jetzt einen guten Stürmer holen? :nixwiss:

    Cunti fällt aus, macht aber gar nichts.

    Für Chügelerhockey ist jetzt nicht die Zeit!

    Darum ev. den anderen Chügeler (Nilsson), der sowieso massiv hinter den Erwartungen ist, mal auf der Tribüne Platz nehmen lassen.

    Sein Forechecking scheint sowieso vor allem abseits des Eises statt zu finden.....

    http://www.nzz.ch/sport/eishocke…nkte-1.18432286