Beiträge von Larry
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Mir händ es Heimspiel meh!

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Lausanne schockt den Favoriten
Die ZSC Lions gerieten im 1. Viertelfinalspiel früh in Rückstand, erholten sich nicht mehr und verloren 1:4.
Von Silvan Schweizer, Zürich
Natürlich hatten sie alle vor diesem unberechenbaren Gegner gewarnt. Von seinem Defensivkorsett, seiner Zweikampfstärke. Gleichwohl waren die ZSC Lions im Innern mit der Sicherheit des souveränen Qualifikationssiegers ins Playoff gestiegen, mit der Gewissheit, über die statistisch beste Abwehr und den besten Angriff zu verfügen. Das müsste doch eigentlich problemlos reichen gegen dieses Lausanne, den Underdog, der im Gegensatz zum ZSC keine Schweizer Olympioniken in seinen Reihen weiss, vorab in der Abwehr auf wenig klangvolle Namen setzt.
Nun, problemlos wird diese Serie nicht. Das zeigte bereits das erste Spiel des Viertelfinals, das der Aufsteiger 4:1 für sich entschied. Der meistgenannte Titelfavorit ist morgen in der emotional aufgeladenen Patinoire de Malley unter Zugzwang. Die letzte Mannschaft, die sich nach einer Startniederlage noch zum Meister küren konnte, war vor fünf Jahren der HCD; der letzte Qualifikationssieger, der dies schaffte, war ebenfalls Davos 2007.
«Wir fühlten uns nicht wohl»
Der ZSC hatte den denkbar schlechtesten Start erwischt: Nach nur 18 Sekunden lag er bereits 0:1 zurück, weil Antonietti von hinter dem Tor Verteidiger Blindenbacher anschoss, und der Puck von da im Netz landete. Ab diesem Moment nahm die Nervosität überhand. Oder wie Coach Crawford beobachtete: «Wir fühlten uns offenbar nicht wohl.» Die Zürcher reihten einen Puckverlust an den anderen. Lausanne ging erst ab der Mittellinie, dann aber unerschrocken ins Forechecking. Damit waren die Lions gezwungen, den Puck in die Ecken zu spielen und da wieder zu erobern. Das ist nicht nach ihrem Gusto, sie, die lieber mit der Scheibe am Stock in die Angriffszone laufen.
«Das war keine Überraschung für uns», sagte Stürmer Schäppi zwar, «wir waren gut darauf eingestellt, wussten, dass sie auf Konter lauern würden.» Aber die unverkrampften Waadtländer nutzten die Fehler konsequent: Setzinger erwischte Flüeler aus der Distanz, als Schnyder zu weit von ihm weg stand (8.). Dann durfte Antonietti, wieder er, dreimal nachsetzen, ohne gestört zu werden und stellte auf 3:0 (10.). Das Hallenstadion stand bald in einer Schockstarre, nur die Mitgereisten aus Lausanne sangen lautstark.
ZSC-Coach Crawford reagierte und ersetzte Flüeler durch Wolf, was vor allem ein Weckruf fürs Team sein sollte. Aber der Stammgoalie hatte nach dem unerwarteten Rückstand auch nicht gerade souveräne Interventionen gehabt, die seinen Vorderleuten ein besseres Gefühl vermittelt hätten. Crawford zeigte sich unzufrieden, verpackte seine Kritik so: «Gute und schlechte Torhüterleistungen spielen nun mal eine Rolle, so wie gute und schlechte Konter das tun.»
Erst ab Spielmitte energisch
Schon im November waren die Zürcher in Lausanne einmal 0:3 in Rückstand geraten. Damals retteten sie sich noch ins Penaltyschiessen. Diesmal sah man erst ab der Spielmitte, dass sie eigentlich spielerische Vorteile hätten und auch in den Bandenkämpfen aggressiver auftreten könnten. Da war es jedoch schon zu spät. Weil Lausannes Goalie Huet seine Erfahrung und Ruhe ausspielte, und für ihn auch noch dreimal der Pfosten rettete. Verdient sei der Sieg des Gegners gewesen, anerkannte Crawford. Für seine Spieler bleibt zu hoffen, dass ihnen dieser Auftakt einen heilsamen Schock gebracht hat.
© Tages Anzeiger
-------------------------------------------NZZ:
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Cool bleiben und in Lausanne zurück schlagen!
Wenn dies nicht gelingt wird Segi wohl oder übel am Freitag Abend mit der Truppe im Cheyenne das eine oder andere Bier trinken müssen.......
In der fast 30-jährigen Schweizer Playoff-Geschichte verlor der Qualifikationssieger erst fünfmal das erste Heimspiel, zuletzt vor sieben Jahren der HC Davos mit 2:3 nach Verlängerung gegen die ZSC Lions. Aber nur einmal, 2005 der HC Lugano gegen den SC Bern, schied der Qualifikationssieger nach dem Fehlstart auch tatsächlich aus. Für den Zürcher SC ist noch gar nichts verloren - im Gegenteil: drei der fünf Qualifikationssieger, die das erste Heimspiel verloren, wurden am Ende Meister, nämlich der SC Bern 1997, der EV Zug 1998 und der HC Davos 2007.

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War es die Schuld von Crawford dass Blindi nach 18 Sekunden eine Scheibe unglücklich ins Tor ablenkt?
Und sie Flüeler, wie auch die nächsten zwei Schüsse, passieren lässt?
Flüeler mit 66,67% "Fang"quote (!!!!), der hier gescholtene Bergeron hat +/- 0, Blindi aber -3 (!), und der gelobte Kenins -2!
Fakten!
http://www.zsclions.ch/home/team/statistik/punkte-statistik/
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Ich muss lachen:
Und schon wird die Schuld wieder beim Coach gesucht!
Hier die klare Antwort:
"Und sollte es mit dem Meisterpokal dennoch nicht klappen, kann auch die Verantwortung für das Scheitern bereits jetzt ziemlich eindeutig zugeordnet werden: Sie wird bei den Spielern liegen."
Ganzer Artikel:
http://www.nzz.ch/aktuell/sport/…ammt-1.18260097
Es liegt an denen die auf dem Eis waren!
Und die sollen, nein müssen es jetzt auch drehen!
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Analyse Die beiden Zürcher Clubs starten unter unterschiedlichen Vorzeichen ins Playoff. Von Simon Graf
Der ZSC muss gewinnen, Kloten darf
Sie steigen von den Rängen 1 und 3 ins Playoff – und doch könnte ihre Ausgangslage kaum unterschiedlicher sein: Die ZSC Lions müssen gewinnen, die Kloten Flyers dürfen. Wer die Regular Season mit 20 Punkten Vorsprung für sich entschieden und dabei den Eindruck gemacht hat, er habe noch Reserven, kann kein anderes Ziel haben als den Titel. Das sieht auch ZSC-Coach Marc Crawford so. Doch der Qualifikationssieg garantiert fürs Playoff gar nichts. Das zeigt ein Blick auf die letzten 15 Jahre. Von Rang 1 aus wurden in dieser Zeitspanne nur gerade vier Teams Schweizer Meister: der HC Davos 2002, 07 und 11 sowie der SC Bern 2010.
Wieso ist das so? Erstens, weil die Liga, in der die Budgets der NLA-Clubs viel näher beisammen liegen als im Fussball, zusehends ausgeglichener geworden ist. Zweitens, weil in dieser
Phase, in der alles so schnell geht, ein Team vom viel beschworenen Momentum ergriffen oder verlassen werden kann. Und drittens, weil im Playoff andere Qualitäten in den Vordergrund rücken. Partien, die man allein dank seiner spielerischen Überlegenheit gewinnt, gibt es kaum mehr. Es ist die Zeit der Kämpfertypen. Der Titelsturm der ZSC Lions vor zwei Jahren, nachdem sie sich unter Schleifer Bob Hartley monatelang schwergetan hatten, ist das beste Beispiel dafür.
Sechs können Meister werden
Die Stadtzürcher wurden damals von Rang 7 aus Meister, wie 1995 einst auch Felix Hollensteins Klotener bei ihrem dritten von vier Titeln in Serie. Das beweist: Was war, wird im Playoff zur Makulatur. Realistischerweise dürfen sich sechs der acht Teams Chancen auf eine Meisterfeier ausrechnen: die ZSC Lions, Fribourg, Kloten, Genf, Lugano und Davos. Nur Ambri und Lausanne dürfte die Substanz fehlen, um über sechs Wochen auf dem nötigen Niveau durchzuspielen. Aber die PlayoffÜberraschungsgäste sind durchaus gut genug, um im Viertelfinal einen Grossen zu stürzen.
Die Kloten Flyers starten aus einer reizvollen Position: Anders als in den Jahren von Präsident Jürg Bircher, als sie zu Recht als Mitfavorit galten, flogen sie unter dem Radar durch die Qualifikation. Und auch jetzt scheint ihnen den grossen Coup kaum jemand zuzutrauen, werden sie etwa von den Wettbüros schlechter als das hinter ihnen platzierte Servette eingestuft. Eine komfortable Ausgangslage. Zumal sie Leaderfiguren haben, die dafür sorgen werden, dass ihre eigene Erwartungshaltung hoch ist. Martin Gerber war schon in Schweden und in der NHL Meister, stand beim WM-Silberteam im Tor. Headcoach Felix Hollenstein hat als Spieler oder Assistent 200 PlayoffSchlachten erlebt und weiss, was es in diesen kritischen Zeiten braucht.
Die Last der Favoritenrolle
Sind die Flyers, deren Saison der Rehabilitierung schon jetzt gelungen ist, sogar in einer besseren Lage als der ZSC? Erst die nächsten Wochen werden zeigen, wer es besser schafft, die nötigen Emotionen zu finden. Die ersten Spiele sind wegweisend. Letzte Saison brachten sich die ZSC Lions schon im
Viertelfinal gegen Davos in Probleme und fanden nie den Fluss, der sie im Jahr zuvor ausgezeichnet hatte.
Ein Blick auf die Meisterteams, die im Playoff mit der Favoritenrolle umgehen konnten, zeigt, dass sich diese meist durch Erfahrung und mentale Reife auszeichneten. Auch die ZSC Lions sind routiniert, fast alle wurden schon Meister. Das ist ein wichtiger Punkt. Jedes Team gerät im Verlaufe einer Saison in Turbulenzen. Die Zürcher, die nie mehr als zweimal nacheinander verloren, müssen diese noch vor sich haben. Also ist entscheidend, wie sie damit umgehen werden.
So unberechenbar das Playoff geworden ist, so reizvoll ist es. Fest steht erst eines: Wenn die Zürcher Teams aufeinandertreffen, dann erst im Final. Doch der Weg dorthin ist noch ein weiter.
------------------------------------------------------ZSC Lions Der Viertelfinal gegen Lausanne hat seine Tücken
Crawfords eindringliche Worte
«Die Jungs sind froh, dass es losgeht», sagt Coach Marc Crawford. Er auch. Eine Woche, um sich aufs Playoff vorzubereiten, ist lang. Und bei allem Trainieren verletzte sich auch noch Patrick Geering. Der Verteidiger, ein Muster an Konstanz, fällt eine Woche aus. Dafür sind alle anderen dabei. Auch Roman Wick, dessen Knieprellung ausgeheilt ist, und Steve McCarthy, dessen Wartezeit nach 175 Tagen vorbei ist. 25 Spieler tummeln sich am Montag auf dem Eis. Junge wie Künzle oder Zangger, die zu Saisonbeginn eine Rolle spielten, werden überzählig sein. Crawford kann gegen Lausanne fast aus dem Vollen schöpfen.
Sportchef Edgar Salis beobachtet die Szenerie kritisch. Immer wieder blitzt die Klasse des Robert Nilsson auf. Dan Fritsche pflügt sich mit Wucht durch die Gegnerschaft. Und in Ryan Keller, der treibenden Kraft beim AHL-Titelgewinn Binghamtons (2011), hoffen die Zürcher, einen Playoff-Spezialisten in ihren Reihen zu haben. «Wenn man nur seine Punkte anschaut, war er bei uns recht unscheinbar», räumt Salis ein. «Aber er ist ein gutes Element.»
Wie weit der Zürcher Weg im Playoff führen wird, darüber mag Salis nicht spekulieren. Er spricht lieber über die Konkurrenz. «Genf ist ein heisser Kandidat», sagt er. «Und wer aus der Serie zwischen Kloten und Davos als Sieger hervorgeht, wird sich ziemlich gut fühlen.»
Der Job Crawfords ist es, seine Mannschaft vor Lausanne zu warnen. Bei seiner Ansprache nach dem Training fällt das Wort «Respekt» mehrmals. Der Viertelfinal sei keinesfalls als Warm-up zu betrachten, mahnt der Coach. Zum Reporter sagt er: «Lausanne ist eine Mannschaft, die genau weiss, wie sie Spiele gewinnt. Sie war nicht nur für uns ein unangenehmer Gegner, sondern für alle. Die Lausanner werden niemanden vom Eis fegen. Aber sie verstehen es, hart umkämpfte Partien auf ihre Seite zu zwingen.» Zudem sei für ihn Huet der beste Goalie der Qualifikation gewesen.
Arbeitsethos, nicht Kreativität
Viel verändere sich für ihn nicht während des Playoffs, sagt Crawford. «Es ist für einen Coach sogar einfacher, weil man immer aufs gleiche Team trifft. Dafür ist der Druck grösser.» Die Behauptung, seine ZSC Lions seien vor allem kreativ stark, lässt er nicht gelten. «Wir arbeiten sehr hart», betont er. «Begabung allein bringt einen nirgendwohin.»
Dass die Spieler seine Botschaft verstanden haben, zeigt Ryan Shannon, der sie fast wörtlich wiederholt. «Uns steht eine sehr strukturierte Zeit bevor», sagt der Amerikaner. Immer nach dem gleichen Rhythmus zu leben, sei öde, fügt er an. Schmunzelnd erklärt er: «Aber fürs Playoff ist das okay.» Schliesslich dauert es nur sechs Wochen. Im Idealfall. (sg.)
© Tages Anzeiger -
Es war schon immer so!
Lausanne zieht halt wirklich nicht, ausserdem gibt es in den ersten zwei Heimspielen für den Event Fan nichts zu gewinnen, sprich, man kann den Sack noch nicht zumachen.
Es kommen die 9'000+ die nun unser neuer, grossartiger Schnitt sind, und die Event Fans warten noch ab.
Züri halt!
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YB - FCZ 1:3
Guter Spirit, modernes System
Der FC Zürich gewinnt auch sein sechstes Spiel in der Rückrunde und findet sich als Team immer besser zurecht. Er ist als erster Herausforderer des FC Basel ernst zu nehmen.
Bernhard Brunner, Bern
Er ist gut geworden, dieser FC Zürich. 18 Punkte aus sechs Spielen in der Rückrunde sind das eine. Das andere ist, dass die Dynamik in der Gruppe zu stimmen scheint. Für den Torhüter David Da Costa ist diese Serie von sechs Siegen «einfach geil». Er möge gar nicht ausgiebig darüber nachdenken und Theorien bilden, warum genau dies so sei. Augenblick verweile, du bist so schön! Da die Warum-Fragen in der Interview-Zone aber doch überhandnahmen, mochte sich der Goalie das Denken dann doch nicht verbieten. Von der Emotion in die Reflexion. Das Team beweise «Siegeswillen», immer wieder, von Spiel zu Spiel, das sei unglaublich, und es verstehe sich eben als «Einheit».
Und wie ist diese gewachsen? Da Costa erzählt, dass die älteren Spieler in einer dunkleren Zeit (ungefähr im Spätherbst) einen Prozess initiiert hätten, um egoistischen Tendenzen den Riegel zu schieben. Aber da wäre noch das moderne System mit dieser zweikampfstarken Dreierkette. Dies muss aus der Aussenperspektive in die Diskussion eingebracht werden.
Es sieht richtig gut aus, wie Buff als Ballverteiler, von den Hünen in der Abwehr bedient, das Spiel ankurbelt und wie variabel sich viele Akteure im FCZ im Positionsspiel erweisen. Der Trainer Urs Meier scheint das taktische Gewand gefunden zu haben, das zu den Qualitäten seiner Spieler passt. Es ist ein schönes Kleid, ein mit Ornamenten versehenes, mit einem Yassine Chikhaoui, der nach der Pause plötzlich den (überzeugenden) Chef mimt. In der 82. Minute schnappte er sich nach einem Penaltypfiff den Ball und versenkte ihn in den Netzhimmel zum 2:1-Führungstreffer. Hätte das Chikhaoui vor ein paar Monaten auch so gemacht? Der Trainer Meier lächelt. War Chikhaoui als Schütze vorgesehen? Der Trainer Meier lächelt nochmals, seine Augen strahlen jetzt ganz klein, so fest sind sie zugekniffen. Und dann sagte Meier, dass das egal sei, er verlange ja «Eigenverantwortung». Chikhaoui war also nicht als Schütze vorgesehen. Er hat sich selbst dazu auserkoren und geskort.
Wenn's läuft, läuft's. Aber Meier sagt auch, dass es für einen Lauf viel Laufbereitschaft brauche. Die hatte der Verteidiger Berat Djimsiti, der vor dem Foul, das zum Strafstoss führte, fast über das ganze Feld gelaufen war und Uli Forte, den Trainer der Young Boys, sagen liess, dass sie diese Aktion schon viel früher hätten stoppen müssen. Hätten müssen. Aber der FC Zürich war nicht so leicht zu stoppen. Der YB-Captain Moreno Costanzo hatte die Berner mit einem wunderbaren Tor 1:0 in Führung gebracht (47.) und die Zürcher herausgefordert. Mario Gavranovic glich, vom Schicksal unterstützt, mit einem Prellball – der zum Lobball mutierte – zum 1:1 aus, der eingewechselte Brasilianer Pedro sicherte nach einem Konterangriff mit dem 3:1 den Sieg.
Wohin geht die Reise, FCZ? Der Trainer Meier mahnte zu «Bescheidenheit und Demut», die Liga sei sehr ausgeglichen, das habe er immer zu Protokoll gegeben, nie habe er einen Alleingang des FC Basel vermutet. Was auch schwierig ist, spielt man wie der FCB zwölf Mal remis. Die Basler verteilen an die Herausforderer Einladungen en masse, als wären sie gar nicht interessiert, ohne Gegenwehr Meister zu werden.
Hätte YB in Sion und jetzt gegen den FCZ gesiegt, die Berner wären Leader.Forte lachte auch, aber irgendwie anders als Meier und sagte: «Nur die Fakten zählen.» Sie sprechen momentan für den FC Zürich als ersten Herausforderer der Basler. Es seien einst elf Punkte Rückstand gewesen, jetzt seien es fünf, sagen bilanzierend einige Spieler.
Im Spätherbst musste der FC Zürich viel Kritik und Häme einstecken. Im Keller der Tabelle musste er noch Gratulationen entgegennehmen, weil er dank Lausanne-Sport wenigstens nicht absteigen würde. Diese Phase ist überwunden. Der Blick ist nach vorne gerichtet: auf den Cup-Halbfinal gegen Thun und den Endspurt in der Meisterschaft. Meier wollte nie etwas davon wissen, wie schlecht alles gewesen sei, und lässt es sich nicht nehmen, auf die düstere Zeit und die Schlagzeilen in der Vergangenheit mit einem Schmunzeln zurückzublicken. Alles könne nicht falsch gewesen sein. Auch nicht, nach wiederholter Zäsur und Krankheit an Chikhaoui festzuhalten, weil der Tunesier «ein grossartiger Mensch» sei. Dieser spreche zwar nicht viel – und wenn, dann leise und ehrfurchtsvoll. Mittlerweile drängt er sich aber unangemeldet zum Penaltyschiessen vor.
Wenn's läuft, dann läuft's. Und die FCZ-Spieler laufen viel, damit es läuft. Wer stoppt sie? Luzern nächste Woche, Basel übernächste. Wer? (NZZ)
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Zitat von snowcat
jetzt chömer ja mal vo 1-3 pünkt in luzern träume/hoffe...und dänn, ja dänn isch einiges möglich! bi einigermasse schlauem wetter (und natürlich entsprechende tabellekonstellation) dörfemer dänn au uf öppe 20'000 zueschauer hoffe gege basel.Sie händ en Lauf, ganz klar!
Gäge s Krise Lozärn günne, und dänn im wohl wieder mal guet bsuechte Letzi nahdopple.
Und dänn luege wies wiiter gaht.
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Zitat von snowcat
träum witer...:-)) für mich praktisch unmöglich.
Der FCZ wird Meister
Sven Hotz ist die Attraktion, wenn die Zürcher am 18. Mai auf dem Helvetiaplatz den Titel feiern. Der TA weiss schon heute, wie es dazu kommt. Ein Orakel von Thomas Schifferle und Fredy Wettstein
Der FC Zürich im Herbst. In den Zeitungen steht: «Der Untergang des FCZ.» Oder: «Das Ärgernis Chikhaoui, er ist eine Belastung.» Oder: «Nun muss ein Trainer mit grosser Persönlichkeit her. Sofort!» – «Der FCZ zu gross für Meier.» Und auch: «In seiner gegenwärtigen Situation kann der FCZ froh sein, dass es das desolate Lausanne gibt. Ein Abstieg droht wenigstens nicht.»
Anfang November, nach einem 1:2 in Thun, liegt er auf Platz 9, zwölf Punkte hinter Basel, immerhin neun vor Lausanne.
Im Dezember bestätigt der Verein, dass der im Sommer auslaufende Vertrag mit Yassine Chikhaoui nicht verlängert wird. Der «Tages-Anzeiger» kommentiert: «Der richtige Entscheid.» Ancillo Canepa träumt an gleicher Stelle von der Rückkehr in die Champions League. Und der NZZ erzählt er: «Der FCZ ist attraktiv und sexy.» Platz 4 und Cupfinal sind die offiziellen Ziele für die Rückrunde.
Die Mannschaft stürmt in diesem Jahr in den ersten fünf Runden von Sieg zu Sieg. Der «Tages-Anzeiger» weiss schon heute, wie es weitergeht.
Der FCZ gewinnt auch morgen in Bern und eine Woche später in Luzern und trifft dann in der 26. Runde als Zweiter auf Leader Basel. «Wir reden nicht vom Titel, wir wollen Vierter werden», wehrt sich Trainer Urs Meier gegen übertriebene Erwartungen. In Basel erklärt Murat Yakin: «Wir spielen auf Sieg.» Und setzt sieben Defensivspieler ein. Der FCZ gewinnt 3:0, Canepa beisst sich vor Freude an der Pfeife einen Backenzahn aus (nicht zum ersten Mal in seinem Leben), der FCB hat nur noch vier Punkte Vorsprung.
Die Young Boys schiessen seit der Verletzung von Gerndt kaum mehr Tore und denken an die Reaktivierung ihres Chefscouts Stéphane Chapuisat, der diese Woche gegen Zidanes Freunde mit drei Toren brillierte. Bei GC gibt es abseits des Platzes gewisse Verstimmungen, weil Trainer Michael Skibbe ein Essen mit Sponsoren vorzeitig verlassen will: «Was soll ich da noch? Mein Teller ist leer.» Er kriegt ein Glas Rotwein und bleibt.
In Sitten überlegt Christian Constantin vor dem Spiel gegen Basel, Raimondo Ponte nach zwei Unentschieden in Folge durch Gilbert Gress zu ersetzen. CC sieht davon ab, weil Gress darauf beharrt, dass seine wöchentlichen Coiffeurbesuche vom Verein bezahlt werden. Der FCB bestätigt Yann Sommers Wechsel nach Mönchengladbach für 7 Millionen Franken. Der Ersatz steht bereit: Roman Bürki, GC. Er freut sich auf die Zukunft: «Wenn ich für den FCB spiele, werde ich von den Schiedsrichtern nie mehr benachteiligt.» Basel verliert im Tourbillon.
Nach 29 Runden heisst es: 1. FCB 54 Punkte. 2. FCZ 51. 3. YB 49. 4. GC 47.
Am 16. April muss der FCZ in den St.Jakob-Park. Am Vortag referiert Murat Yakin vor der Presse über das spielerische Manko seines Mittelfelds. «Hätte ich doch nur einen Spieler wie meinen Bruder!» Worauf die «Tageswoche» spekuliert: «Hakan Yakin – sensationelles Comeback beim FCB?» Von diesem Nebengeräusch gestört verliert der FCB auch das Heimspiel gegen den FCZ. Das Duo ist nun punktgleich. Am Tag danach verkündet Hakan Yakin: «Warum keine Rückkehr? Ich bin erst 37, fahre täglich auf dem Dreirad meiner Mutter.» Präsident Bernhard Heusler interveniert: «Wir haben schon zwei Degens, das reicht.»
«Vielleicht bleibt Chikhaoui doch, meine Frau war mit ihm in der Kronenhalle», sagt Canepa, nachdem der FCZ auch Luzern und Thun besiegt hat. Der Tunesier weist nach, dass er sprechen kann, und sagt: «Ich bin ein Glücksfall für den FCZ.»
«Wer hat behauptet, dass Chikhaoui bleibt?», wettert Canepa ein paar Tage später gegenüber Rentnern auf dem täglichen Spaziergang mit Hund Kookie auf der Allmend, nachdem der Tunesier nur auf dem Platz herumgestanden und der FCZ gegen Sion 0:1 verloren hat. «Glauben Sie nicht, was in diesen Zürcher Zeitungen steht!»
Die 33. Runde bringt ohnehin viel Aufregung. Basel fertigt nach GC und St. Gallen auch Luzern ab. YB verliert daheim gegen Aarau, Trainer Uli Forte droht, sich bis zum nächsten Sieg nicht mehr zu rasieren. Bei GC verwirrt Skibbe derweil seine Spieler, in der Teamsitzung ändert er die Aufstellung dreimal. Toko fragt Captain Salatic: «Du, was machen wir jetzt?» Salatic sagt: «Machen wir es wie immer.» Nach zwei Niederlagen in Folge halten sie sich gegen St. Gallen schadlos.
Drei Runden vor Schluss heisst es: 1. FCB 63 Punkte. 2. FCZ 60. 3. YB 58. 4. GC 53.
Rolf Fringer gewinnt eineinhalb Jahre nach seiner Entlassung endgültig einen Rechtsstreit mit Canepa. Und erhält die geforderten 500 000 Franken Abfindung. Canepa zürnt: «Schuld daran sind der ‹Tages-Anzeiger › und die NZZ, sie haben Stimmung gegen mich gemacht. Mit denen rede ich endgültig nie mehr.» Und er veranlasst bereits, dass TA-Sportredaktoren das FCZ-Museum, das ab diesem Sommer zusammen mit der Geschäftsstelle auf das Tagi-Areal zügelt, nicht besuchen dürfen. Seine Laune wird nicht besser, als sich «20 Minuten», das ebenfalls zur Tamedia-Gruppe gehört, über die neuen Hundehalsbänder im FCZ-Fanshop lustig macht: Sie sehen wie leuchtend rote Federboas aus. Canepa gereizt: «Kookie gefallen sie.»
Der «Blick» sichert sich die exklusiven Vorabdruckrechte an der Biografie von Erich Vogel, 75, der wegen Beihilfe zur Erpressung nur zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden ist. Sie heisst: «Mein Leben in Freiheit», ist 750 Seiten dick. Vogel ist zufrieden mit seinem Wälzer: «Wäre ich doch bloss Schriftsteller geworden!» Er denkt bereits an einen Roman und verrät den Titel: «Ein Vogel fliegt nie.»
Drei Runden sind also noch zu spielen. Die «Basler Zeitung» fragt Yakin: «Wäre Chikhaoui keiner für den FCB?» Yakin sagt: «Eine gute Idee.» Heusler ist besorgt: «Fährt der auch so schnell Auto wie Bobadilla?» Aus Zürich meldet Canepa: «Lesen die in Basel keine Zeitung? Ich habe doch immer gesagt: Chikhaoui bleibt.»
FCZ - St. Gallen, YB - Basel und Aarau - GC lauten die nächsten Partien der Spitzenteams. Der FCZ fliegt zum 4:0. GC kann deshalb den Titel trotz des Sieges auf dem Brügglifeld nicht mehr gewinnen. «Ich hätte GC zum Meister gemacht», sagt André Dosé auf einem Symposium für gescheiterte Fussballpräsidenten. Unterstützung erhält er von Aaraus Trainer René Weiler: «GC ist selbst schuld. Warum bin nicht ich Nachfolger von Uli Forte geworden?»
In Bern atmet die Frauenwelt nach dem Sieg gegen Basel auf. Forte wird den Bart wieder los, er bekommt viele Couverts in roter Schrift. Yakin versucht, die aufgebrachten Basler Gemüter zu beruhigen: «Wir sind noch immer Leader. Wir haben diese Saison Chelsea zweimal besiegt. Was soll uns in den letzten beiden Spielen also passieren?» Die Gegner heissen Aarau und Lausanne.
Bei GC erhält Sportchef Dragan Rapic einen Stellvertreter: Es ist Salatics persönlicher Berater. Im Communiqué erklärt der Verein: «Malenovic ist ohnehin schon dauernd auf dem Campus. Da kann er auch offiziell für uns arbeiten.» Zum Einstand verlangt der neue stv. Sportchef ein Handgeld von 100 000 Franken.
In Aarau sitzen sie im Restaurant «Sportplatz» beim Bier zusammen und planen die Taktik gegen Basel. Irgendwann sagt Weiler: «Unser Boden ist unsere Geheimwaffe. Da kann ohnehin keiner Fussball spielen.» Der FCB erreicht nur ein Remis und legt umgehend Protest gegen die Wertung des 2:2 ein. «Dieser Acker hat mit Profifussball nichts zu tun», begründet Heusler die Massnahme. Aaraus Präsident Alfred Schmid fällt Weiler um den Hals: «René, du bist der Grösste!» Darauf Weiler: «Endlich hast du das gemerkt.»
Der FCZ siegt in Lausanne und zieht an Basel vorbei. «Champions League, wir kommen!», ruft Canepa. Mit den Millionen, die er noch nicht eingenommen hat, plant er schon eine eigene Zeitung: «Da werde ich dann wenigstens nicht kritisiert.» Er selber will die Chefredaktion übernehmen, Herausgeberin wäre seine Frau Heliane. Für YB bedeutet das 1:1 in Thun: wieder kein Titel. Die «Berner Zeitung» fordert Seydou Doumbia zurück: «Nur mit der fleischgewordenen Rakete können wir endlich wieder einmal eine Meisterbeilage veröffentlichen.»
Die Swiss Football League verblüfft, behandelt den Protest des FCB noch über Nacht und weist ihn ab. In der Urteilsbegründung steht: «Das Brügglifeld ist Kult. Das soll bleiben, wie es ist, mindestens bis 2032.» Heusler nennt die Liga «einen Witzverein» und gibt sofort den Rücktritt aus deren Komitee.
18. Mai, letzte Runde: FCZ oder FCB? «Allah ist mit uns», verkündet Chikhaoui. «Mir ist der FCZ als Meister lieber», sagt Weiler, einst selbst FCZ-Spieler. Die Basler Volksseele kocht: «Eine Sauerei!» Weiler tritt mit Aarau ausgerechnet im Letzigrund an. Lausannes Präsident Alain Joseph ist das alles egal: «Wir haben in der Super League eh nichts verloren.»
Lausanne gerät in Basel schnell mit drei Toren in Rückstand. Der FCZ wird nervös, Chikhaoui ist lustlos, David Da Costa boxt einen Corner ins eigene Netz. In der Halbzeit ist Basel virtuell Meister. Seinem Haussender Teleclub verrät Canepa: «Das ist Chikhaouis letztes Spiel. Definitiv. Ich mag nicht mehr.»
Basel führt schon 7:0, als Mario Gavranovic für den FCZ endlich ausgleicht. Es kommt schliesslich, wie es kommen muss: Chikhaoui erzielt in der 81. Minute das 2:1. In Basel höhnt die Muttenzer Kurve: «Fussballmafia SFV!» Und lamentiert Yakin: «Mit Hakan wären wir jetzt Meister.» Im Letzigrund stürmt Canepa auf Chikhaoui los, fällt ihm um die Hüfte, herzt ihn lang und verspricht: «Yassine, du kriegst einen Blankovertrag.»
Die Schlussrangliste: 1. FCZ 69 Punkte. 2. FCB 67. 3. YB 65. 4. GC 59.
Am Abend feiert der FCZ auf dem Helvetiaplatz. Sven Hotz tanzt auf dem Volkshaus-Balkon und stiehlt allen die Show: «Gelernt ist gelernt.» Heliane, ganz in Rot, flüstert daneben ihrem Cillo ins Ohr: «Unser Hund heisst jetzt Chookie.» Chikhaoui führt den Schäferhund inmitten der Fans stolz an der Leine.
So könnte das also sein, wenn der FCZ Meister wäre.
«© Tages Anzeiger
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Berra kann die Nummer 2 werden bei COL, ja.
An Varlamov (und seinem Monstervertrag) wird er kaum vorbeikommen!
Wie gesagt: Für mich ein typischer Backup Goalie, nicht mehr, aber auch nicht weniger!
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NHL Trades:
http://www.nzz.ch/aktuell/sport/…cken-1.18257767
Tampa hat wieder mal mit dem Sieb Lindback im Tor gespielt und naürlich verloren!
Bei 19 Spielen steht er gerade mal bei 5 Siegen, die Fangquote von 87,9% ist Unterirdisch!
Warum lässt man den überhaupt noch ran?
Bishop holte in 48 Spielen 29 Siege, Fangquote 93,1%.
Die hätten besser noch einen guten Backup geholt!
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Meisterschütze in der Warteschlaufe
ZSC-Verteidiger Steve McCarthy hat eine lange Leidenszeit hinter sich. Nun ist er für das Playoff wieder fit.
Von Silvan Schweizer, Zürich
Zwei Schrauben in einem kleinen Sack sind ihm geblieben. Zwei Schrauben, die seine Schulter lange zusammenhielten, und jetzt daheim in einer Schublade verstaut sind. Zwei Schrauben, die Steve McCarthy stets an die letzten mühseligen Monate erinnern werden. Aber jetzt richtet sich sein Blick in die Zukunft, die wieder rosiger aussieht. Das Playoff steht an – die Zeit für Grosstaten. Und er, der Meisterschütze von 2012, ist endlich wieder gesund.
Ob McCarthy am Dienstag gegen Lausanne tatsächlich für die ZSC Lions antreten wird, weiss er indes noch nicht. «Das entscheidet der Coach», sagt er pflichtbewusst. Schliesslich hat Marc Crawford nach der Verpflichtung des Slowaken Jan Tabacek nun die Wahl. McCarthy jedenfalls fühlt sich bereit: Seit Dezember steht er wieder auf dem Eis, seit Januar trainiert er wieder mit dem Team, seit Olympia mit vollem Körpereinsatz. Aber er weiss auch: «Ich habe seit über fünf Monaten nicht mehr gespielt, den Rhythmus muss ich zuerst wieder finden.» Bereits nach drei Partien war er Anfang Saison ausgefallen. Schon wieder. Seine rechte Schulter war havariert, wie schon im letzten Playoff, als er deswegen nur zwei Spiele hatte bestreiten können. Als Verteidiger mit physischem Stil sind die Weichteile in seiner Schulter heftigen Belastungen ausgesetzt – die Abnutzung war gross. Schon zum dritten Mal musste die Stelle im September 2013 deswegen operiert werden. Diesmal aber sollte in einem komplexeren Eingriff als zuvor alles noch besser fixiert werden.
Den Arzt auf der Kurzwahltaste
Seither verging kein Tag, an dem der 33-jährige Kanadier nicht in irgendeiner Form in Behandlung stand. Physiotherapie und Massage wurden zum Alltag, die Handynummer von ZSC-Arzt Gery Büsser hat er auf einer Kurzwahltaste gespeichert. Er sagt: «Ich bin sehr dankbar dafür, wie man mich umsorgte.» Als vorerst letzter Schritt mussten vergangene Woche besagte Schrauben entfernt werden, weil sie hervorstanden und McCarthy in seinen Bewegungen störten. Schlimmer war der erste Monat gewesen, als er vor Schmerzen kaum schlafen konnte, sich die Nächte sitzend vor dem Fernseher um die Ohren schlug. «Die Schmerzen wurden Teil meines Lebens», sagt er.
Er sei ein geduldiger Mensch, zumindest habe er in den letzten Monaten gelernt, einer zu werden. Natürlich half es, dass seine Familie mit Tochter Morgan (6) und Sohn Jack (5) bei ihm in der Schweiz blieb – «alleine wäre es schwierig geworden». Trotzdem war die Zeit eine mentale Prüfung: «Es ist nicht einfach, deine Kollegen trainieren und spielen zu sehen, während du deine Übungen machst. Da musst du ein klares Ziel vor Augen haben.» Am meisten vermisste er «das Knistern in der Garderobe vor einem Match, wenn es alle kaum erwarten können, aufs Eis zu gehen». Immerhin habe er nie das Gefühl gehabt, nicht zum Team zu gehören: «So weit hätten es die Jungs gar nicht kommen lassen. Sie haben immer wieder gefragt, wie es mir geht. Und mit vielen verbinden mich einschneidende Erlebnisse. Das geht nicht verloren.»
Wie Plavsic und Samuelsson
Mit seinem Siegtor vor zwei Jahren im siebten Finalspiel in Bern 2,5 Sekunden vor Schluss reihte sich McCarthy unter die Zürcher Meisterschützen wie Adrien Plavsic (2000) und Morgan Samuelsson (2001), die unvergessen bleiben. Dennoch erhielt er für die darauffolgende Saison keinen Vertrag mehr – wurde für die Endphase dann aber doch wieder verpflichtet und sogar darüber hinaus gebunden.
Insofern wäre McCarthys Auftritt im diesjährigen Playoff nach seinen beiden Rückschlägen schon das vierte Kapitel seiner kurzen, aber schicksalsgeprägten ZSC-Laufbahn. Sein Vertrag läuft erneut aus. Sorgen bereitet ihm das nicht: «Ich will nur wieder spielen. Und wenn ich gut spiele und wir Erfolg haben, werden sich Wege auftun.»
© Tages Anzeiger -