Beiträge von Larry

    Zitat von Studi66


    Mit Zaugg habe ich gar kein Mitleid. Ein Wunder, dass es offensichtlich 30 Jahre gedauert hat, bis jemand nachhaltig juristisch gegen ihn vorgegangen ist. Klaus Zaugg ist Hockeyfan und aller-aller höchstens Boulevard-Journalist, aber kein sachlicher Sportjournalist. Seine Kolumnen und Berichte zielen immer auf Polemik und Theater ab. Das gibt er ja selber zu. Staub aufwirbeln, Entlassungen provozieren, sich selbst darstellen. So kennen wir Klausi und so nerven wir uns ab ihm, auch wenn wir uns doch amüsiert jeden seiner Ergüsse reinziehen. Und in diesem Artikel heult er rum, weil sich Gaydoul das nicht mehr bieten lässt...schon eigenartig, wie das Leben manchmal spielt...

    Tja, lieber Klaus…mit Deinem “Wesen und Wirken” hast Du Dir selber ans Bein gepisst. Fortan bist Du nur noch ein medialer „Schillerfalter“, aber kein „Rock n’ Roller“ mehr. Der „mächtigste Eishockeyjournalist ausserhalb der NHL“, „dessen Name mir soeben entfallen ist“, hat einen Maulkorb verpasst bekommen….mir kommen die Tränen… :gaehn:

    :rofl: :applaus:

    Da geht es Dir wie mir!

    Der gleiche Zaugg, der es einmal nicht lassen konnte, gegen einen User dieses Forums vorzugehen ist nun halt an einen Mann geraten, der mehr Möglichkeiten als er selber hat.

    Die ständige Polemik von Zaugg habe ich seit Jahren satt!

    Zitat von ZSC4E


    Das Spiel hätte in der Verlängerung auch auf unsere Seite kippen können. Penaltyschiessen ist dann in meiner Meinung nach viel Kopfsache und ein bisschen Lotterie.

    Ist so.

    Wick, Nilsson und McCarthy fehlten.

    Den 22er kann ich akzeptieren, erwarte aber klar mehr in Zukunft, vor allem Tore im PP!

    Der 48er ist (noch) total neben den Schuhen, ob der noch kommt? :nixwiss:

    Aber es ist erst Oktober.

    Tolle Kulisse, sehr gutes Spiel, leider in der Penalty Lotterie noch einen Punkt verloren.

    Torschüsse 33:30, also wer Davos im Vorteil sah war blind.

    Schade dass sich der kleine Wixer mit dem Minderwertigkeitskomplex wieder in den Vordergrund schieben musste.

    http://www.nzz.ch/aktuell/sport/…avos-1.18168099

    http://www.20min.ch/sport/dossier/…iessen-12878885

    Bei den beiden Penaltys von Davos übrigens gut zu sehen dass Flüeler leider jeweils zu früh zu Boden geht und somit oben offen ist:

    http://www.srf.ch/player/tv/spor…9d-6ed9dee0946a

    Blick nach Übersee

    Tanz der Jünglinge

    Sven Bärtschi zeigt sich nach der harschen Kritik des Flames-Präsidenten erstarkt. Auch dank der Harmonie mit seinem Sturmpartner.

    Von Silvan Schweizer

    Es gehört zur Show der NHL, dass man regelmässig seine Zähigkeit beweist. John Tavares, der Star der New York Islanders, zog sich kürzlich einen lockeren Zahn gleich selbst aus dem Mund. Sven Bärtschi wiederum musste einen Schnitt am Kinn mit sechs Stichen nähen lassen. Eine auffällige Schramme zeugt davon. Der 21-jährige Langenthaler sagt in seinem zweiten NHL-Jahr mit ungespielter Lockerheit: «Ich weiss nicht einmal, wer mir die zugefügt hat. Das gehört einfach dazu.»

    Bärtschi musste sich zuletzt einen ganz anderen Härtetest gefallen lassen. Noch vor dem ersten Match war er vom neuen Präsidenten der Calgary Flames, Brian Burke, attackiert worden: «Alles, was ich bei ihm sehe, ist ein kurzes Aufblitzen von Brillanz. Das ist schön für Leute in einer Universität. Aber nicht für Leute in einem Eishockeystadion.» Nach seinen Eindrücken aus dem Trainingscamp tadelte er den Schweizer, nur auf die Offensivzone zu fokussieren – und auch das bloss sporadisch.

    Es war ein heftiger Weckruf. Aber Burke, ein Mann der alten Schule, ist bekannt dafür, mit aufstrebenden Talenten besonders hart ins Gericht zu gehen. Das war schon so, als er bis im Januar noch die Toronto Maple Leafs führte. Und wie deren Burke-Opfer Nazem Kadri zeigte auch Bärtschi die einzig richtige Reaktion auf die Kritik.

    Er nahm sie ruhig an – und spielte stark: «Ich habe mich nicht darauf konzentriert, sondern nur auf meine Leistung.» Er steht mit drei Skorerpunkten da und hat Anteil daran, dass der Aussenseiter aus Calgary erstmals in seiner Clubgeschichte in den ersten fünf Spielen stets punktete. Zuletzt bereitete Bärtschi das Siegtor gegen New Jersey mit einem magistralen Pass vor. Zuvor hatte er gegen Montreal seinen «bei weitem besten Match im Flames-Dress» gezeigt, wie Coach Bob Hartley fand.

    Ein neues Element im Spiel

    Bärtschi fiel nicht nur mit seiner Technik und Laufarbeit auf, sondern auch mit ungewohntem Körpersatz. Gegen die Canadiens ermöglichte er ein Tor, indem er mit einem kernigen Check gegen P. K. Subban, einen der besten Verteidiger der Liga, Raum für seine Sturmkollegen schuf. Bärtschi erzählt: «Er hatte angekündigt, dass er mir das Spiel zur Hölle machen würde. Er ging auf mich los. Da musste ich zurückgeben, damit ich nicht als feige dastehe.»

    Es sind Worte, die in den Ohren von Präsident Burke wie Musik klingen müssen. Und noch etwas dürfte ihm gefallen: dass Bärtschi mit einem anderen Jungen, Sean Monahan, bestens harmoniert. Der erst 19-jährige Kanadier, ein weiterer Erstrundendraft, erzielte gar schon sechs Punkte. «Manchmal passt es einfach, man kann es nicht richtig erklären», sagt Bärtschi über das Duett. Für ihn ist die Ankunft Monahans ein Glücksfall. «Vorher lastete die Aufmerksamkeit extrem auf mir. Nun kann ich etwas durchatmen, muss mich nicht mehr so oft gegenüber den Medien erklären», sagt er. «Jetzt hat er den Druck. Aber er scheint nicht einer zu sein, der sich selbst zu viel davon auferlegt. Und ich versuche auch, ihn zu unterstützen.»

    Burgerbraten im Imbisslokal

    Bärtschi bleibt dennoch eine Hauptfigur bei der Renovation der Flames. Weil er in der Stadt schon tief verwurzelt ist, etwas ausserhalb mit Freundin Laura und Huskie Bear ein Haus bewohnt, flog er schon im Juli zurück nach Calgary. Im Gegensatz zu den anderen NHL-Schweizern daheim schuftete er mit dem Fitnesstrainer seines Clubs dem Saisonstart entgegen. Und nebenbei besuchte er im Namen der Flames diverse Wohltätigkeitsveranstaltungen. Er war in Schulen und im Kinderspital zu Gast, briet als Fast-Food-Angestellter Burger und stellte Glace her – immer mit einem Lächeln für die Kundschaft.

    «Ich finde solche Events Weltklasse», sagt Bärtschi. «Ich arbeite gern mit Menschen und will helfen.» Als neues Gesicht seiner Organisation sieht er sich allerdings nicht: «Das ist immer noch Jarome Iginla.» Der Altstar zog letzten Frühling nach 17 Jahren in der Hoffnung weg, irgendwo doch noch den StanleyCup zu gewinnen – mittlerweile ist er in Boston gelandet. Bärtschi sagt: «Es wird noch sehr lang dauern, bis sein Name hier in den Hintergrund rückt.» Doch momentan haben er und Monahan die Schlagzeilen auf sicher.

    Die anderen NHL-Schweizer

    Streits Mühen, Hillers Glanz

    Es ist im Osten schwieriger geworden, das Playoff zu erreichen, weil dort nach der Neueinteilung der Liga nun 16 Teams (statt 15) um 8 Plätze kämpfen. Diese Aussicht scheint die Teams an der Ostküste zu hemmen. Buffalo, Philadelphia, Washington, New Jersey und die Rangers sind miserabel in die Saison gestartet – und mittendrin sind mit Mark Streit und Damien Brunner auch zwei Schweizer. Der Verteidiger hat seine Rolle bei den kriselnden Flyers noch nicht gefunden und ist im Powerplay nur die Nummer 2 hinter Veteran Timonen. Brunner startete beschwingt, blieb zuletzt aber dreimal torlos. Beide Teams tun sich ohnehin schwer mit dem Toreschiessen.

    Von allen Schweizern am besten gestartet ist Anaheim-Goalie Jonas Hiller, der in drei Spielen nur vier Tore zugelassen und 95,9 Prozent der Schüsse pariert hat. Luca Sbisa hat bei den Ducks wegen einer Knöchelverletzung noch keinen Match bestritten. Nino Niederreiter macht in Minnesota mit physischem Spiel (schon 13 Checks) auf sich aufmerksam, stieg auf in die Paradelinie mit Koivu und Parise und traf am Samstag erstmals. Auch Raphael Diaz, der in Montreal im letzten Vertragsjahr steht, hat bislang überzeugt (3 Assists) und spielt regelmässig in Überzahl. Yannick Weber erhält in Vancouver kaum Eiszeit. Bei Nashvilles Roman Josi ist nach seiner Gehirnerschütterung noch kein Comeback absehbar. (sg.)


    © Tages Anzeiger

    ZSC: Wick verletzt, Nilsson bald zurück

    Montag, 14. Oktober 2013, 18:49 - Roman Badertscher


    Laut einer Meldung von "Blick.ch" hat sich der ZSC-Stürmer Roman Wick im letzten Spiel gegen die Rapperswil-Jona Lakers am Oberkörper verletzt.

    Wick wird dem "Z" rund eine Woche fehlen. Dafür gibt es gute Nachrichten von Robert Nilsson. Der Schwede mit Schweizer Lizenz hat sich von einer Hirnerschütterung erholt und hat heute erstmals wieder voll Eishockey trainiert. Nilsson wird wohl bald sein Debut geben können, morgen gegen den HC Davos bleibt er allerdings noch als "verletzt" auf dem Matchblatt aufgeführt.

    (hockeyfans.ch)

    Top Favoriten bleiben für mich Bern und Fribourg.

    Dahinter Davos, Kloten, ZSC.

    Glaube nicht dass jemand anders den Titel holt.

    Die Saison dauert aber noch lange, es kann noch viel passieren.

    Viel wird bei uns auch davon abhängen ob Nilsson zurückkommt und ob und wie viel Bergeron und Latendresse noch zusetzen können.

    Den Faktor Glück sollte man dann in den PO's auch nicht vergessen:

    Bern konnte nur Meister werden, weil sie im Viertelfinale nur mit viel Glück nicht schon an Servette gescheitert sind: Ein Lattenschuss von Picard in der 59. Minute von Spiel 5 hätte das Ende bedeuten können!

    Daffos häd e Doppelrundi gäge s nöd minder inferiore Biel gha, und eis Spiel..... zu Null verlore!

    Ou wänn das eus passiert wär!

    O weh, o klag, o nörgel!

    Und was lauft eigentlich bi Lugano (!!!) und Zug (!!)???

    Bern isch bis jetzt au nöd de Börner und Gotteron, DER Top Favorit, ist gleichauf mit uns.

    Soo schlecht sind wir nicht im Moment!

    Und ich glaube, es kommt noch besser! :cool:

    Nach der Niederlage in Davos wurde hier (wieder mal) vieles in Frage gestellt.

    Nur: Das Schussverhältnis in Davos war 42:19 für den ZSC, solche Spiele gewinnt man in 9 von 10 Fällen!

    Die Fakten vor dem Spitzenspiel morgen:

    4. Platz, 38 Tore geschossen (3.), 28 Tore erhalten (2.)

    PP: 6. / BP: 7.

    Unsere Stürmer treffen nun das Tor regelmässig, die Quote im PP ist steigend.

    In der Halle haben wir 5 von 6 Spielen gewonnen, also! :cool:

    Bärtschis entscheidende Zentimeter

    Der ZSC-Flügel trifft wieder, ist mit acht Toren die Nummer 2 der Liga. Das Toreschiessen sieht Patrik Bärtschi nicht als Kunst, aber als Mysterium. «Wenn es läuft, überlegt man am besten nicht gross.»

    Von Simon Graf

    In seiner legendären Motivationsrede im sehenswerten Sportfilm «Any Given Sunday» sagt Al Pacino als Footballcoach: «Man findet heraus, dass es im Leben auf Kleinigkeiten, auf Zentimeter ankommt. Und so ist es auch im Football.» Man könnte die Liste erweitern ums Eishockey. Wohl nur wenige wissen das so gut wie Patrik Bärtschi. Es sind Zentimeter, die entscheiden, ob der Puck reingeht oder an die Torumrandung prallt, ob man ein Spiel gewinnt oder verliert, eine Saison im Meisterjubel endet oder in der Frustration. Im Playoff 2012 waren die Zentimeter auf Bärtschis Seite, traf er plötzlich Mal für Mal und trug er mit seinen neun Toren viel zum Titel bei.

    Im vergangenen Frühjahr war dann wieder alles anders. Symbolhaft war die Szene im dritten Halbfinalspiel in Freiburg, als der ZSC-Flügel in den Schlusssekunden statt ins offene Tor an die Latte traf, Gottéron im Penaltyschiessen siegte und in der Serie uneinholbar auf 3:0 davonzog. Manchmal läuft der Puck für einen, manchmal nicht. So lapidar es tönt, Bärtschi hat mit den Jahren gelernt, dies zu akzeptieren. «Mir ist es immer noch ein Rätsel, wieso die Pucks manchmal reingehen und manchmal nicht», sagt er. «Am besten überlegt man gar nicht gross, wenn es läuft.» So wie jetzt. Zum 6:3 gegen die Lakers steuerte der 29-Jährige am Samstag zwei weitere Tore bei, mit deren acht ist er in der Liga die Nummer 2 hinter dem Davoser Schweden Marcus Paulsson (elf ).

    Das Vertrauen von Crawford

    Für eine solche Ernte hatte Bärtschi im vergangenen Winter 41 Spiele gebraucht, jetzt schaffte er es in 12. In der Meistersaison, in der er nach seinem Kreuzbandriss noch eine Schiene am rechten Knie hatte tragen müssen, hatte seine durchzogene Qualifikation körperliche Gründe gehabt. 2012/13 fühlte er sich wieder fit und spritzig, doch ihm fehlte das Glück im Abschluss. Und das nagt an jedem, der ein designierter Goalgetter ist. Obschon Bärtschi betont, er sei mit den Jahren kompletter geworden und stolz darauf, wenn er auch im Boxplay dem Team helfen könne. «Ich versuche, mich immer noch weiterzuentwickeln, und orientiere mich dabei an Mathias Seger und Berns Martin Plüss.»

    Coach Marc Crawford hielt in seiner ersten ZSC-Saison trotz fehlender Tore stets an Bärtschi fest, nahm ihm seinen Platz im Powerplay nicht weg und wurde nun belohnt für sein Vertrauen. «Bärtschi erarbeitete sich immer viele Chancen», sagt der Kanadier. «Und bei einem Spieler mit seinen Qualitäten war es unvermeidlich, dass die Tore irgendwann fallen würden. Er schiesst schnell und präzise, geht in die Zonen, wo es wehtut, und hat schnelle Hände.»

    Mit seinen Toren kompensiert Bärtschi den Abgang von Thibaut Monnet, des besten ZSC-Torschützen der vergangenen Saison, der ein so ganz anderer Typ Goalgetter ist. «Monnet ist ein Künstler. Aber was hatte er mit einem Namen, der so klingt, auch für eine andere Wahl?», scherzt Crawford in Anlehnung an den Impressionisten Claude Monet. Bärtschi betont, er sehe das Toreschiessen nicht als Kunst: «Zu schiessen, ist schon einmal ein guter Ansatz», sagt er. «Man muss dem Puck die Chance geben reinzugehen. Und ich hatte schon immer die Angewohnheit, den direkten Weg aufs Tor zu suchen und den Puck auch einmal reinzuwürgen.»

    Lockerer als Ehemann?

    Mit 41 Torschüssen führt er denn auch teamintern vor Roman Wick und Ryan Keller ( je 38). Das aktuelle Hoch ist Bärtschi anzusehen, mit geschwellter Brust fährt er übers Eis, und er scheint noch besser zu antizipieren als sonst, wohin der Puck kommt. Bei ihm, dem Ehrgeizigen, besteht keine Gefahr, dass er sich ausruht. Sondern, dass er zu verbissen ist. Entscheidend ist bei ihm, dass er sich eine gewisse Lockerheit bewahrt.

    Vielleicht hat auch eine Entwicklung in seinem Privatleben dazu beigetragen: Im Sommer heiratete er. «Das wird nun überall als Grund genannt, wieso ich so viele Tore schiesse», sagt er etwas amüsiert. «Dabei hat sich für mich nicht viel verändert.» Scherzhaft fügt er an: «Jedenfalls heisst das für mich nicht, dass ich nun jeden Sommer heirate.»

    © Tages Anzeiger

    Und neben dem Eis? Nun neben dem Eis war von der angekündigten Geburtstagsparty so gut wie nichts zu sehen. Jeder Kindergeburtstag hat mehr zu bieten als das, was die Rapperswiler heute an ihrer Party dem Publikum zeigten. Wer sich auf Retroshirts und ein Treffen mit Grössen aus 20 Jahren NLA-Geschichte der Lakers gefreut hatte, wurde bitter enttäuscht. Stattdessen gabs Klatschfecher wie in den Playouts und eine Vorstellung der Juniorenabteilungen. So, liebe Lakers, huldigt man bestimmt nicht seiner Helden vergangener Tage! :roll: :warnix:

    Dank Flüeler und Kenins die Heimstärke zementiert

    Die ZSC Lions fertigten die kriselnden Lakers 5:0 ab und feierten so in ihrem sechsten Auftritt im Hallenstadion den fünften Sieg.

    Von Simon Graf, Zürich

    Es soll noch jemand behaupten, die ZSC Lions genössen in der zuweilen unterkühlten Atmosphäre des Hallenstadions keinen Heimvorteil. Die Resultate sprechen da eine ganze andere Sprache. Im sechsten Heimspiel feierten die Zürcher mit dem 5:0 gegen die Lakers ihren fünften Sieg, 16 ihrer 19 Punkte haben sie auf eigenem Eis geholt. Derweil sie in der Fremde in fünf Versuchen noch sieglos sind, haben sich die Lions in Oerlikon ein Torverhältnis von 22:8 erspielt. Und Flüeler blieb zu Hause bereits zum dritten Mal ohne Gegentor. «Wir hatten nach den letzten beiden Auftritten etwas gutzumachen», fand der Goalie, der sich den vierten Saison-Shutout im Schlussabschnitt noch verdienen musste. «Das ist uns gelungen.»

    Man muss der Vollständigkeit halber anfügen, dass die kriselnden Lakers für die Zürcher gerade richtig kamen, um ihre Heimserie zu zementieren. Die Handschrift von Anders Eldebrink ist bei den St. Gallern beim besten Willen nicht zu erkennen. Aber natürlich wird es auch mit jeder Niederlage schwieriger. Die gestrige war die sechste in Serie, und der Vergleich zu den letztjährigen Lakers fällt nicht günstig aus. Damals wiesen sie – es war soeben die SpezzaManie am Obersee ausgebrochen – nach 11 Runden 18 Punkte auf, jetzt sind sie mit nur 7 Punkten Letzter und haben 8 Punkte Rückstand auf den Strich. Wenigstens gibt es heute in der Diners Club Arena im Rematch gegen den ZSC etwas zu feiern: das 999. NLA-Spiel.

    Krachende Checks und Tore

    Nebst Flüeler stach bei den Stadtzürchern im Hallenstadion vor allem Kenins heraus, der zweifache Torschütze. Der Lette, der die ersten beiden Saisonspiele wegen einer Ellbogenverletzung verpasst hatte, ist mit sieben Punkten aus neun Partien inzwischen einer der produktivsten ZSC-Stürmer. Und da er nun in einer der ersten zwei Linien und im Powerplay spielen darf, wird er in diesem Winter neue offensive Bestmarken aufstellen. Das ist gute Werbung für seine Zukunft in Kanada. Im Juli unterschrieb er einen Vertrag bei den Vancouver Canucks, nachdem er zuvor auch das «Prospect Camp» in Winnipeg besucht hatte. «Die Stadt Winnipeg gefiel mir überhaupt nicht», erzählte er. «In Vancouver spürte ich sofort eine gute Energie. Deshalb zögerte ich nicht mit der Unterschrift.»

    Die Verantwortlichen der Canucks hätten gestern ihre liebe Freude am Kenins gehabt. Allein im Startdrittel teilte er mehrere krachende Checks aus, bei seinen Toren zum 2:0 (19.) und 4:0 (33.) stand er nach einem Abpraller nach einem Bergeron-Schuss sowie einem schönen Pass Bärtschis richtig. Er müsse sich bei seinen Mitspielern bedanken, sagte Kenins. Und er betonte, dass er, obschon er die NHL und insbesondere die Canucks auf «NHL Gamecenter Live» aufmerksam verfolge, noch mit ganzem Herzen in Zürich sei: «Ich bin hier gross geworden und liebe es hier.»

    Der kantige Flügel lobte Flüeler für seine gestrige Leistung und sagte zum Journalisten: «Bitte erwähne auch, dass es uns sehr geholfen hat, dass Luca Cunti zurück war.» Der Center hatte sich gefreut wie ein kleines Kind, als er nach seiner Rippenverletzung das Okay für einen Einsatz erhalten hatte. Er wirkte noch etwas gehemmt, war mit seiner ordnenden Hand aber eine wichtige Figur. Für den Jubel des Abends war der sonst diskrete Latendresse nach seinem verwerteten Penalty zuständig. Der sanfte Riese hat schnelle Hände, aber noch nicht die Beine, um sie wie gewünscht einzusetzen. Der Penalty, bei dem keine Gegenspieler störten, kam ihm da gelegen.

    ZSC Lions - Lakers 5:0 (2:0, 2:0, 1:0) Hallenstadion.– 8248Zuschauer.– SR: Koch,Kaderli/ Mauron. – Tore: 7. Keller (Blindenbacher) 1:0. 19. Kenins (Bergeron/Ausschluss Seger!) 2:0. 32. (31:49) Latendresse (Penalty) 3:0. 33. (32:19) Kenins (Bärtschi, Shannon) 4:0. 57. Wick (Shannon, Blindenbacher/Ausschluss Sejna) 5:0. – Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 5-mal 2 Minuten gegen die Lakers.
    ZSC Lions: Flüeler; Seger, Geering; Blindenbacher, Bergeron; Stoffel, Schnyder; Maurer; Keller, Cunti, Wick;Bärtschi,Shannon,Kenins;Latendresse,Schäppi, Zangger; Künzle,Senteler,Bastl; Baltisberger.
    Lakers: Aebischer; Lüthi, Nodari; Fernholm, Berger; Collenberg, Weisskopf; Gmür, Geiger; Camichel, Persson, Jörg; Rizzello, Earl, Hürlimann; Sejna, Wichser, Frei; Friedli, Burkhalter, Neukom.
    Bemerkungen: ZSC Lions ohneTrachsler,Nilsson und McCarthy, Lakers ohne Walser, Camenzind und Geyer (alle verletzt). – 32:19 Timeout Lakers.

    © Tages Anzeiger
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    Jetzt heute in Rappi gewinnen und am DI in der Halle gegen Davos, gegen die man schon beim letzten Spiel überlegen war, aber die Tore nicht machte. Dann wirds auch besser mit dem Nörgeln hier :razz:

    Sonderfall am Obersee

    In ihrer 20. NLA-Saison feiern die Rapperswil-Jona Lakers Jubiläum: Das morgige Heimspiel gegen den ZSC ist ihr 999. Auftritt in der obersten Spielklasse – und ein Zeugnis ihrer Andersartigkeit.

    Von Philipp Muschg

    Sie haben die Dinge schon immer etwas anders gemacht am Obersee. In den 1980er-Jahren zog der Eishockeyverein in einen Ballon, 1994 verpflichtete er einen Weltstar, 2005 erfand er sich neu. Mut zu unkonventionellen Lösungen gehört zu den Lakers, und dazu passt, dass sie in ihrer 20. NLA-Saison nicht ihr 1000., sondern ihr 999. Spiel zur Jubiläumsfeier nutzen. Ein Rückblick in 9 Kapiteln auf einen ganz eigenen NLA-Club.

    Prolog: Der Fischweiher

    Bei drei jungen Männern aus Jona hatte ein Aufenthalt in Davos die EishockeyLeidenschaft entfacht, am 17. Januar 1945 gründeten sie SCR, den Schlittschuh Club Rapperswil. Die Heimspiele wurden auf einem gefrorenen Fischweiher ausgetragen, die ersten Gegner hiessen Hoh-Ruck Rüti und Oerlikon – beide am selben Tag. Als Banden wurden Holzbalken aufs Eis gelegt, später installierten die Spieler die Banden selbst, meist in Nachtarbeit. Ein geregelter Trainingsbetrieb war so kaum möglich, weshalb man auf die Kunsteisbahn Dolder nach Zürich auswich, bis 1961 die eigene im Lido gebaut wurde.

    NLB und Aufstieg

    Die 1970er waren gezeichnet von der Erweiterung des Clubnamens um den Buchstaben J, was die Bindung der Joner besser zum Ausdruck bringen sollte, sowie vom Aufstieg in die NLB 1977. Die Spiele im Lido fanden erst unter freiem Himmel statt (dabei! :cool: ), ab 1982 in einer Traglufthalle aus Kunststoff, dem berüchtigten Ballon. Er war laut und fiel gelegentlich in sich zusammen – aufgrund von Schlitzern oder unter zu viel Schnee. Ab 1987/88 blieben den Matchbesuchern solche Risiken erspart: Die Eishalle Lido wurde eingeweiht und keine sieben Jahre später, im Frühjahr 1994, zur Bühne für den sensationellen Aufstieg unter einem ehrgeizigen Präsidenten.

    Der Macher: Bruno Hug

    Als Verleger Bruno Hug 1986 angefragt wurde, ob er nicht Präsident des SCRJ werden wolle, hatte er erst ein einziges Spiel live verfolgt. Trotzdem sagte er Ja – und prägte danach den Club 24 Jahre lang wie kein Zweiter. Hug hatte eigene, oft visionäre Vorstellungen – und keine Angst, sie zu verfolgen. Er begleitete den Club mit seinen «Obersee Nachrichten» publizistisch. Er trieb den Umbau des Lidos zur Diners Club Arena 2006 auch politisch voran. Und er sah immer auch den Marketing-Aspekt: Unter Hug wurde der SCRJ zu den Lakers und die Schweizer Provinz zur Heimat eines NHL-Stars.

    NHL-Glanz: Gilmour und Spezza In der ersten Rapperswiler NLA-Saison kam es zum Lockout in der NHL, die 1994 noch unerreichbar fern schien – kein Schweizer hatte dort je gespielt. Ausgerechnet der unscheinbare Aufsteiger landete den Transfercoup des Jahres, indem er Doug Gilmour, den viertbesten Skorer der NHL, für 9 Spiele an den Obersee holte. Der Kanadier hatte seinen Stock bei 15 Toren im Spiel, bleibt aber vor allem als Figur in Erinnerung. In seiner Latzhose pflegte er bündelweise Tausendernoten mit sich zu führen, seine Suite im Hotel Schwanen war Fluchtpunkt zahlloser Kneipentouren im Mannschaftsverbund, und als Gilmour einmal mit blauem Auge im Training erschien, konnten ein Dutzend Zeugen bestätigen, dass er in der Nacht zuvor in einen geparkten Mercedes gestolpert war. 18 Jahre später verbrachte mit Jason Spezza erneut der viertbeste NHL-Skorer einen Lockout am Obersee. Er war ein ruhigerer Typ, aber auch seine Verpflichtung zeugte vom Rapperswiler Wunsch, etwas Besonderes zu sein.

    Integrationsfigur Rogenmoser «Rappi war anders, ein spannender Club», sagt Harry Rogenmoser auf die Frage, warum er 1987 nach dem Abstieg seiner Dübendorfer nicht wie mehrere Teamkollegen zum damaligen B-Ligisten ZSC wechselte, sondern an den Obersee. 26 Jahre später ist Rogenmoser die Personifizierung des Clubs. Er trug – mit einem kurzen Abstecher zum SCB – 9 Jahre lang als torgefährlicher Flügel dessen Farben, war Publikumsliebling und kehrte 2011 nach 12 Jahren in der Privatwirtschaft als Trainer und Sportchef zurück. Als Trainer scheiterte er wie fast alle seine Vorgänger, Sportchef ist er geblieben – und das Gesicht der Lakers sowieso. Seine Verbundenheit zum Obersee ist inzwischen amtlich: Seit einem Jahr hat Rogenmoser das Bürgerrecht von Rapperswil-Jona.

    Die ewige Trainerfrage

    Die Antwort auf die erste Trainerfrage in der NLA gab der Übungsleiter selbst: Pekka Rautakallio, Verteidigerlegende, Aufstiegscoach und Gentleman, nahm 1998 nach vier NLA-Saisons freiwillig den Hut – er wollte dem Team einen letzten Impuls geben. Bis zur Ankunft des Berner Meistermachers Bill Gilligan 2005 wurden vier weitere Trainer verschlissen, danach steigerte sich die Frequenz. Vom Abgang des Amerikaners 2007 bis zur Ankunft von Anders Eldebrink wurde neunmal gewechselt. Geholfen hat das kaum: In den letzten fünf Saisons kamen die Lakers nie mehr ins Playoff.

    Vom SCRJ zu den Lakers Die Identitätsfrage ist am Obersee gewissermassen Programm. Verwaltungstechnisch gehört Rapperswil-Jona zum Kanton St. Gallen, doch kulturell ist es stark nach Zürich orientiert, wo mit ZSC und Kloten schon zwei NLA-Clubs beheimatet sind. Zum Einzugsgebiet des Clubs gehören auch Glarus und das finanzkräftige Ausserschwyz, und um diesen besonderen regionalen Charakter besser vermarkten zu können, wurde unter Hug eine neue Marke kreiert. Lakers statt SCRJ hiess ab 2005 das NLA-Team, «Eisblau» die neue Clubfarbe. Als besonderes Merkmal trug man bei Heim- und Auswärtsspielen das gleiche Leibchen – in Eisblau natürlich. Diese Identitätsänderung stiess bei manchen Fangruppen lange auf starke Ablehnung, inzwischen hat sich die Lage beruhigt. Hartnäckig hält sich das Gerücht, Hug sei auch bei der Fusion der politischen Gemeinden Rapperswil und Jona im Jahr darauf eine treibende Kraft gewesen.

    King Richard und Gefolge Der erste Ausländer im Lido hiess 1977 Mike McKegney – und wurde mangels Produktivität frühzeitig abgeschoben. Zu den erfolgreichen Gastarbeitern in der NLB zählte dagegen Pekka Rautakallio, der beim Aufstieg 1994 auch als Trainer tiefe Spuren hinterliess. Die überragende Spielerpersönlichkeit stiess dann ein Jahr später zum Club: Mike Richard. «Gib ihm alles Geld, was du hast», riet Rogenmoser seinem Präsidenten auf die Frage, ob man den 29-Jährigen verpflichten solle. Der Kanadier kam und prägte als «King Richard» 7 Jahre lang das Spiel am Obersee (305 Partien, 375 Skorerpunkte). Stacy Roest stürmte länger, skorte mehr, war beim grössten Erfolg dabei – und erreichte doch nie Beliebtheit und Wirkung des Kings, die bis heute anhalten. Inzwischen trainiert Richard die Elite-Junioren des Clubs.

    Unvergessliche Höhepunkte Sportliches Highlight der Vereinsgeschichte war die Playoff-Serie gegen Zug 2006 – die einzige, die Rapperswil-Jona je gewann. Gilligan hiess damals der Trainer, Berglund, Reid und Roest die ausländischen Stürmer, der 35-jährige Claudio Micheli wurde mit 10 Toren in 12 Spielen bester Playoff-Skorer. «Mit Rapperswil-Jona die Halbfinals zu erreichen, war schwieriger, als mit Bern Meister zu werden», sagte Gilligan anschliessend. Die schönste Saison der Clubgeschichte fand aber schon 10 Jahre zuvor statt: In der zweiten NLA-Spielzeit blieb das Team um Richard, Thibaudeau und Rogenmoser bis zum Oktober ungeschlagener Leader und beendete die Qualifikation auf Rang 3. «Der Zusammenhalt damals war einmalig», sagt Rogenmoser, «wir haben auch in der Freizeit alles gemeinsam unternommen.» In der ersten Playoff-Runde gegen Ambri war aber trotz aller Freundschaft Schluss

    © Tages Anzeiger
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    Mein Senf:

    Im Gegensatz zu einigen hier mag ich Rappi und hoffe, sie bleiben auch die nächsten 20 Jahre oben! :cool:

    Zitat von Gysino


    so wie die mannschaft unfähig isch zum chance verwerte und jewiils im letschte drittel schiinbar
    iibricht muess mer scho gwüssi sache hinderfrööge. au d'vorbereitig und trainingsmethode. isch
    ja letscht saison oftmals nöd andersch gsi, au gäge fribourg i dä PO's.

    trainer hinderfrööge isch sicherlich legitim.

    edit: de sportchef mit siini immer wieder schlächte uusländer woner holt und spieler mit verletzigs-
    gschicht (Nilsson als Biispiel) muess zudem au grad hinderfröögt werde.

    Vorbereitung:

    Der ZSC (Zahner?) will an der ET teilnehmen, warum auch immer. Ist nun quasi bewiesen dass dies nicht die beste Art der Vorbereitung ist, kann aber dem Coach nicht angekreidet werden.

    Trainingsmethoden/Coach:

    Ich finde es gewagt, nach der (mehr oder weniger) guten letzten Saison mit PO HF und danach mehr verkauften Saisonkarten nun nach ein paar Spielen den Coach, notabene ein Stanley Cup Sieger, in Frage zu stellen.

    Sportchef Salis:

    Gebe Dir recht was die verletzungsanfälligen Spieler betrifft, hier scheint er ein Händchen zu haben bzw. der Sozialarbeiter bricht durch. Ansonsten sind wir mit (trotz? :razz: ) Salis Meister geworden!

    Seit dem neuen Jahrtausend wurden nur Davos (5), der ZSC (4), der SCB (3) und Lugano (2) Meister - so falsch kann nicht sein was bei uns passiert.

    Ich wünsche mir ein bisschen mehr Gelassenheit und Zuversicht bei den Fans, denn die Wahrheit über diese Truppe wird sich erst nach dem letzten Spiel der Saison zeigen!

    42:19 Schüsse, aber 3:4 Tore

    Die ZSC Lions waren besser als Leader Davos und verloren trotzdem.

    Von Simon Graf, Davos

    Oft ist im Sport die Rede vom Glück des Tüchtigen. Dabei ist das Glück des Erfolgreichen wohl ein noch weiter verbreitetes Phänomen. Im Volksmund heisst es: «Wenn es läuft, dann läufts.» Es ist die lapidare Erklärung für die zahlreichen Siegesserien, die wir immer wieder erleben. Servette startete im letzten Winter mit neun Siegen, gleich oft gewonnen hat inzwischen auch der HC Davos. Nach dem 4:3 gegen die ZSC Lions wurden die Bündner von ihrem Anhang nochmals aufs Eis zurückbeordert, und sie liessen, die meisten inzwischen im Unterleibchen, die Ovationen gerne über sich ergehen.

    Wenn man gewinnt, fällt alles leichter, und dann fällt einem der Puck auch etwas öfter vor die Füsse als sonst. Wie dem zum Verteidiger umfunktionierten Rizzi in der 45. Minute beim Abpraller nach einem Wieser-Schuss. Der Captain verwertete zum wegweisenden 3:2, und weil ZSC-Verteidiger Schnyder kurz darauf den Puck noch ins eigene Tor ablenkte, war die Partie also doch noch auf die Seite der favorisierten Davoser gekippt. Schäppis Anschlusstor zum 3:4 25 Sekunden vor der Sirene kam zu spät, dokumentierte aber immerhin, dass die Zürcher bis zum Schluss kämpften.

    Gegenüber dem blamablen Auftritt in Ambri (1:4) zeigte sich das Team von Marc Crawford deutlich verbessert. Es spielte mit dem Leader nicht nur auf Augenhöhe mit, sondern war sogar meist das spielbestimmende Team. Doch man hat sich inzwischen daran gewöhnt, dass sich Genoni gegen die ZSC Lions jeweils in Bestform präsentiert. Der Kilchberger parierte 39 Schüsse und gab so seinen Vorderleuten die Chance, das Spiel zu gewinnen. Und das taten sie denn auch. Es sei kein optimaler Auftritt gewesen, sagte Rizzi. Aber im Moment laufe der Puck eben auch für den HCD.

    HCD: Neue Gesichter tun gut

    Gefragt nach den Gründen für die Erfolgsserie nannte der Engadiner die verbesserte Kompaktheit, das Selbstvertrauen nach den ersten Siegen und die neuen Gesichter, die für eine neue Dynamik im Berufsalltag gesorgt hätten. Auch bei den ZSC Lions gibt es einige neue Gesichter, doch der Findungsprozess ist noch in Gange. Die erneut neu zusammengewürfelten Linien Crawfords funktionierten gestern schon recht gut, und Latendresse kam seinem ersten NLA-Tor ziemlich nahe. Aber zu etwas Zählbarem reichte es trotzdem nicht.

    42:19 Schüsse für die ZSC Lions, 12:5 im Schlussabschnitt, doch zuletzt standen sie wieder mit leeren Händen da. Es war im fünften Auswärtsspiel ihre fünfte Niederlage – nur in Biel und Kloten, als sie erst nach Penaltys unterlagen, haben sie auf fremdem Eis gepunktet.

    Im vergangenen Frühjahr gewannen die ZSC Lions den Viertelfinal gegen den HCD nach einem 1:3 noch, nach zehn Runden trennen die beiden designierten Spitzenteams schon zehn Punkte. Nach dem gestrigen, temporeichen Spiel darf man sich aber auf ihre nächsten Duelle freuen. Trotz der Niederlage war die gestrige Zürcher Leistung ein Schritt in die richtige Richtung. Und am Wochenende treffen sie zweimal auf die Lakers, den Tabellenletzten. Doch einfach fällt den ZSC Lions momentan nichts zu. Auf das Glück des Erfolgreichen wie der HCD können sie dieser Tage nicht zählen, also müssen sie es mit dem Glück des Tüchtigen versuchen.