Beiträge von Larry

    Geering dämpft die Zuger Lockout-Euphorie

    Der Verteidiger steuerte zwei Tore zum 4:1 der ZSC Lions bei, dem achten Sieg über den EVZ in Serie.

    Von Simon Graf, Zug

    Ist die Zuger Euphorie über die temporäre Rückkehr von Rafael Diaz und Damien Brunner schon verflogen? Bei ihrem Debüt hatte der EVZ am Samstag Ambri in einer ausverkauften Bossard Arena 6:3 deklassiert, lokale Chronisten hatten schon von der neuen, alten Zuger Leichtigkeit geschrieben. Doch davon war bereits gestern nichts mehr zu sehen. Sie unterlagen den ZSC Lions 1:4, und zahlreiche Zuschauer machten sich bereits vor der Schlusssirene kopfschüttelnd auf den Heimweg. Coach Doug Shedden baute danach in seiner Analyse immer wieder den beliebtesten englischen Kraftausdruck ein, um seinen Statements Nachdruck zu verleihen. Sogar das Glas Rotwein, das er nun trinke, um seinen Ärger herunterzuspülen, wurde mit einem Zusatz versehen.

    Ganz anders war die Gemütslage seines Gegenübers Marc Crawford, der mit sanfter Stimme vom besten ZSCAuftritt in dieser Saison sprach. So alt ist die Saison noch nicht, und wahrscheinlich war es noch eindrücklicher, wie sein Team das Derby nach einem 1:3 noch herumriss. Doch es war nach zwei Niederlagen und einem zuletzt miserablen Auftritt in Lugano (2:5) eine wichtige Reaktion der Zürcher.

    Geerings Mut wurde belohnt

    Mit Patrick Geering löste ein Spieler, der sonst selten Tore schiesst, die Steigerung aus, die zu einem letztlich ungefährdeten Erfolg führte. Der Verteidiger, der vergangene Saison einen grossen Schritt vorwärts machte und ein blendendes Playoff spielte, traf erstmals in einem NLA-Spiel zweimal, zum 1:1 (38.) und 3:1 (46.), – und machte sich damit zum Matchwinner. «Geering war der Nutzniesser zweier guter Aktionen unserer Stürmer», fand Crawford und lobte Wick und Cunti für ihre Vorarbeit. Er vergass aber nicht zu erwähnen, dass er es begrüsse, wenn sich der läuferisch versierte Geering vermehrt in die Offensive einschalte. «Wahrscheinlich gibt es ihm Sicherheit, dass neben ihm ein so erfahrener Mann wie Seger spielt.»

    Der Ausgleich kurz vor der zweiten Pause veränderte den Charakter des Spiels. Zumal Shannon nur 30 Sekunden danach in Überzahl mit einem nicht unhaltbar scheinenden Schlenzer bereits das 2:1 gelang. Shedden mochte Goalie Markkanen nicht explizit zu kritisieren, aber immerhin implizit: «85 Prozent abgewehrte Schüsse sind keine besonders gute Statistik», rechnete er vor.

    Sheddens Neid auf den ZSC

    Keine gute Statistik sind auch die acht Spiele, die der EVZ nun in Serie gegen den ZSC verloren hat. Shedden sprach einst davon, der Respekt gegenüber dem Team aus der Grosstadt, gegenüber dem «grossen Bruder», sei zu gross. Davon wollte er nun nichts mehr wissen. «Ich hätte gerne das Geld und das Talent des ZSC zur Verfügung», knurrte er nur.

    Die Zuger befinden sich im Umbruch, darüber konnten auch Diaz und Brunner nicht hinwegtäuschen. «Noch nie hatten wir ein so junges Team», bemerkte Christen. Zudem entwickelt Holden längst nicht mehr so viel Spielvolumen wie früher, und Künstler Omark hat seine Rolle noch nicht gefunden. Bei den Zürchern wirkte sich die Rückkehr Trachslers stabilisierend aus, auch im Boxplay. Zudem zeigte sich Flüeler gegenüber dem Lugano-Spiel stark verbessert.

    Allzu euphorisch mochte Crawford aber nicht werden. Er ist immer noch daran, sein neues Team kennenzulernen. Und es wird für ihn in den nächsten Wochen und Monaten weitere Überraschungen bereit haben. Gestern war es eine positive, nämlich die Erkenntnis, dass Geering auch ein Goalgetter ist.


    Powered by © Tages Anzeiger

    Zitat von Simms

    Hoffe, dass das Spiel Seahawks vs. Packers nun endlich auch Goodell klarmacht, dass er den Schiris einfach mehr bezahlen muss und den Lockout endlich endlich beendet. Fast jedes zweite Spiel wird seit den Ersatz-Refs durch ebendiese entschieden, gelbe Flaggen fliegen bei jedem zweiten Down. Es ist nicht zum aushalten.

    Die Schiris können ja eigentlich nichts dafür, es sind ja nicht einmal die besten aus dem college football.

    Ich jedenfalls schauen vorläufig kein Football mehr diese Saison, es ist himmeltraurig, was Goodell mit der Sportart macht, nur um noch ein paar Dollari mehr zu verdienen. :kopfschlag: :kopfschlag:

    Hier mehr dazu:

    http://sidelinereporter.wordpress.com/2012/09/25/der…hrei/#more-9306

    PS: Kein Mitleid mit dem Pack, das sonst in der NFL den gleichen Bonus hat wie in der CH der FCB :razz:

    Der ZSC will sich nicht verlocken lassen

    (sg.)

    Nach den Niederlagen gegen Bern (2:3) und in Lugano (2:5) steht für die ZSC Lions eine wegweisende Woche an, in der sie dreimal auf Lockout-Gäste treffen: heute in Zug auf Diaz und Brunner, am Freitag am Obersee auf Spezza und am Samstag gegen Ambri wohl auf Pacioretty. «Ich schaue nur immer voraus aufs nächste Spiel», sagt Coach Marc Crawford. «Wir müssen uns nach unserem schwächsten Saisonauftritt deutlich steigern. Ich erwarte, dass die Zuger durch ihre Verstärkungen Aufschwung haben. Brunner ist ein sehr dynamischer Offensivspieler, und Diaz habe ich letzte Saison bei Montreal genau beobachtet, er ist ein sehr intelligenter Verteidiger.»

    Auf die Frage, ob er nicht neidisch sei auf die anderen Trainer, denen NHLCracks zur Verfügung stehen, verneint Crawford. Gemäss Edgar Salis ist vorderhand auch keine Verpflichtung geplant: «Wir ändern unsere Meinung nicht von einem Tag auf den anderen», sagt der Sportchef. «Wir wollen der Mannschaft Zeit geben, sich zu entwickeln. Wir haben einen neuen Trainer und viele neue Spieler, die Gruppe muss sich zuerst finden.» In Zug dürften Trachsler und Blindenbacher wieder spielen.

    Powered by © Tages Anzeiger


    Fans, Clubs, Anwohner – alle sind für das neue Stadion

    FCZ und GC unterstützen das 150-Millionen-Projekt der Stadt ohne Vorbehalte, obwohl es noch kaum jemand gesehen hat.

    Von Jürg Rohrer

    Zürich – Nur die Wettbewerbsjury und die Architekten wissen, wie das ersehnte Stadion aussieht. André Dosé, Präsident der Grasshoppers, sass in der Jury. Herr Dosé, wie sieht denn der neue Hardturm aus? «Ich darf nichts sagen. Nur so viel: Dieses Projekt war von Anfang an der Favorit beider Clubs. Wegen der Kombination von Optik und Funktionalität.» Auch Ancillo Canepa, Präsident des Fussballclubs Zürich, war in der Jury.

    «Herr Canepa, wenn wir schon kein Bild sehen dürfen, wie würden Sie das Stadion beschreiben? «Sie wissen, ich darf nichts sagen.» «Aber wenigstens ein Eindruck.» «Es ist sehr schön. Und wenn es mir gefällt, gefällt es allen.» «Wie schön?» «Südländisch.» «Beton?» «Nein, Stein. Es passt ins Quartier.»

    Volksabstimmung 2013

    Letzten Dienstag gab das Hochbaudepartement bekannt, dass das Architekturbüro Burkard Meyer aus Baden den Wettbewerb für das Stadion mit 19 000 Sitz- und Stehplätzen gewonnen habe, dass das Projekt aber erst am 24. Oktober der Öffentlichkeit vorgestellt werde, weil erst noch der Jurybericht aufbereitet werden müsse. So lange wollten aber auch die beiden Präsidenten der Fussballclubs nicht warten und haben am Samstagabend im Stadion Letzigrund, kurz vor Spielbeginn, eine Erklärung unterschrieben, worin sie sich vorbehaltlos hinter das Projekt eines gemeinsamen Stadions stellen. «Es ist der dritte Anlauf, der in Zürich für den Bau eines neuen, ‹echten› Fussballstadions unternommen wird. Diesmal wollen es beide Clubs zusammen mit der Stadt packen.»

    Um die Gemeinsamkeit zu demonstrieren, gaben FCZ und GC die Erklärung vor ihrem Derby ab. Urs Egger, Präsident des Stadtzürcher Fussballverbandes, sagte, diese Erklärung sei der Startschuss für die Abstimmungskampagne. Voraussichtlich im September 2013 wird den Stimmberechtigten der Stadt Zürich ein Kredit von etwa 150 Millionen Franken für den Bau des Stadions vorgelegt. Gleichzeitig auch ein Kredit von etwa 70 Millionen Franken für den Bau einer städtischen Siedlung neben dem Stadion mit 160 Wohnungen, ein Drittel davon für kinderreiche Familien. Diese Abstimmung sei kein Selbstläufer, mahnte André Dosé, um sie zu gewinnen, müsse noch viel getan werden. Ancillo Canepa betonte nochmals, dass beide Clubs zu 100 Prozent hinter dem Projekt stünden. Die Zusammenarbeit mit den Anwohnern sei konstruktiv gewesen, was enorm wichtig sei angesichts der Vergangenheit. Von 2003 bis 2009 hatten die Bewohner des Hardturmquartiers alle möglichen Rechtsmittel ergriffen, um das fünfeckige Stadionprojekt der Credit Suisse zu bekämpfen, weil es ihrer Meinung nach zu gross war und mit dem Einkaufszentrum zu viel Verkehr produzierte. Wegen fehlender Wirtschaftlichkeit gab die CS das Vorhaben schliesslich auf, und die Stadt lancierte ein neues Projekt ohne Mantelnutzung.

    Die Nachbarn sind zufrieden

    Die Anwohner stehen hinter dem neuen Projekt, versicherte Katharina PreliczHuber von der IG Hardturmquartier, die ehemalige Nationalrätin der Grünen. Sie nannte drei Gründe: Erstens ist es ein wirkliches Fussballstadion und kein Shoppingcenter mit Fussball. Zweitens ist es kombiniert mit einer Wohnsiedlung für Familien, und drittens gibt es zudem noch einen Park. Als Co-Präsidentin der IG Hardturmquartier sass auch Monika Spring, Architektin und SPKantonsrätin, in der Wettbewerbsjury. «Frau Spring, wie sieht das Stadion aus?» – «Sie wissen, ich darf nichts sagen.» Nur so viel: ein Superprojekt, das sich mit seinen maximal 25 Metern städtebaulich bestens in die Umgebung einordne und dennoch ein auffallender Bau sei – ein Original und keine Imitation. Darin seien sich alle einig gewesen, die Jury habe einstimmig entschieden.

    Köbi Kuhn hilft mit

    Um die Begeisterung fürs Projekt auf die Bevölkerung zu übertragen, wurde einerseits die Interessengemeinschaft Stadion Zürich ins Leben gerufen, die von Urs Egger geleitet wird. Ihr gehören neben Canepa und Dosé drei Vertreter der Anwohner und die beiden Capos der Fankurven an. Anderseits befindet sich ein Komitee Stadion Zürich im Aufbau, das von Köbi Kuhn und Ricardo Cabanas präsidiert wird.

    Um die gemeinsame Erklärung von FCZ und GC unter die Leute zu bringen, wurden am Derby 6000 Flyer verteilt, und die beiden Clubpräsidenten wandten sich vor dem Spiel über Lautsprecher ans Publikum – um dann vom jeweils anderen Fanblock gnadenlos ausgepfiffen zu werden. Ab 2017 sollen sie im neuen Stadion pfeifen können.


    Powered by © Tages Anzeiger

    "Der FCZ hat eine blutleere Mannschaft und muss sich darum auch jetzt wieder der Kritik stellen, sich auf dem Transfermarkt zu oft vergriffen zu haben."

    Fussball Erkenntnisse und Prognosen nach dem ersten Saisonviertel der Super League. Von Thomas Schifferle

    Die Auferstehung von GC

    Vor einem Jahr lag bei den Grasshoppers alles schon fast in Schutt und Asche. Sie waren Neunter, mit sieben Punkten und 8:22 Toren. Sie hatten alles, nur keine Mannschaft.

    Und jetzt sind sie Zweiter, nach zuletzt fünf Siegen ohne Gegentor in Serie. Sie sind nach neun Runden so gut platziert wie seit 2002 nicht mehr.

    Vieles ist anders bei ihnen, die Führung, der Trainer, die Mannschaft. Der Personalbestand ist nicht mehr aufgeblasen, dafür effektiv gestaltet, deshalb hat GC wieder, was ihm in den letzten zwei Saisons so sehr gefehlt hat: eine Achse, die das Team trägt.

    Im Moment passt alles zusammen. Das Derby vom Samstag ist bezeichnend dafür. GC war spielerisch nicht gut, aber effizient, erzielte mit der ersten klaren Chance das Tor, das dem FCZ später nicht glückte, und als Goalie Bürki rambomässig Chermiti aus dem Weg räumte, kam es um einen Elfmeter herum.

    Veroljub Salatic, mit Stéphane Grichting der Kopf dieser Mannschaft, fasst zusammen, was sie derzeit auszeichnet: die Automatismen, die zu spielen beginnen; die Eigendynamik, wonach Erfolg weiteren Erfolg nach sich zieht; und das Glück, das es immer braucht.

    Natürlich ist Salatic bestens beraten, wenn er im Namen von GC mahnt, es werde auch wieder Rückschläge geben. Dass erst ein Viertel einer Saison gespielt ist, gebietet Zurückhaltung. Und doch lässt das erste Saisonviertel gewisse Erkenntnisse zu, nicht nur was GC betrifft.

    Bei Aufsteiger St. Gallen hatten sie sich zum Saisonstart, so Captain Philippe Montandon, noch gefragt: «Funktioniert die Mannschaft? Oder verlieren wir 0:5?» Mit dem 1:1 gegen YB aber hat etwas angefangen, was sich zur Erfolgsserie ausgewachsen hat. Das heisst: St. Gallen ist stilsicher geworden, unbesiegt geblieben. Und wenn das immer so weitergeht, ist der internationale Fussball keine Utopie mehr. So sagt das Trainer Jeff Saibene, allerdings mit der Betonung, dass er «jetzt nicht grössenwahnsinnig werde».

    Sion ist da, wo man es mit seiner teuren Mannschaft erwarten konnte. Dass der Trainer die Nerven verlor und deshalb unlängst zum Rücktritt gezwungen wurde, passt zum Dampfkessel Tourbillon. Basel und YB tun sich schwer mit ihrer Selbstfindung. Beim Meister wurde das erwartet nach dem Umbruch im Sommer, wobei das nachträgliche Werben um GC-Captain Salatic das Eingeständnis ist, das Personal nicht optimal ausgewählt zu haben. YB schreibt die alte Geschichte: Die Konstanz fehlt.

    Thun ist und bleibt Thun, man macht, was man kann. Aber wenn es den Trainer nicht gäbe, den impulsiven Bernard Challandes, könnte man diesen Club einfach übersehen. Der FCZ hat eine blutleere Mannschaft und muss sich darum auch jetzt wieder der Kritik stellen, sich auf dem Transfermarkt zu oft vergriffen zu haben.

    Luzern ist gefangen in seinem provinziellen Denken. Darum musste Murat Yakin als Trainer gehen, darum ist die Vermutung gross, dass der FCL mit diesem Sportchef (Hermann), diesem Coach (Komornicki) und diesem Kader am Tabellenende hängen bleibt. Brav begleitet von Lausanne und Servette. Lausanne fehlt für mehr das Geld, und das sieglose Servette kann eines nicht kaschieren: Der finanzielle und emotionelle Kraftakt des Frühjahres hat ihm die Substanz entzogen.

    Powered by © Tages Anzeiger

    «Den ganzen Schaden hat der FCZ»

    Wenig Schlaf, viel Ärger, aber nicht ohne Zuversicht: FCZ-Trainer Rolf Fringer nach dem 0:1 im Derby gegen GC.

    Mit Rolf Fringer sprach Peter Bühler

    Um ein Uhr in der Nacht zum Sonntag war FCZ-Trainer Rolf Fringer nach dem Derby zurück an seinem Wohnort Stansstad am Vierwaldstättersee. Nach kurzem und unruhigem Schlaf setzte er sich am Sonntagmorgen um sechs vor den Bildschirm und sah sich das 0:1 seiner Mannschaft gegen GC nochmals an, die entscheidenden Szenen gleich mehrmals. Ein paar Stunden später leitete er auf der Zürcher Allmend Brunau das Training, am Nachmittag verfolgte er auf dem Heerenschürli den Match der U-21 gegen YF Juventus in der 1. Liga Promotion. Für den 55-jährigen Adliswiler war es ein arbeitsreiches, aber enttäuschendes Wochenende. Niedergeschlagen ist er gleichwohl nicht. Mit dem ihm eigenen Optimismus erklärt er: «Weiterarbeiten, nach vorne schauen – und am Mittwoch St. Gallen schlagen.»

    Rolf Fringer, welche Erkenntnisse haben Sie aus der TV-Analyse am frühen Morgen gezogen?

    Mehr oder weniger die gleichen wie unmittelbar nach dem Spiel: Wir hätten dieses Derby nicht verlieren müssen. Das Gegentor war ein Geschenk von uns. Und weshalb der Schiedsrichter in der Schlussphase das Foul von Bürki an Chermiti nicht mit einem Elfmeter bestraft hat, ist mir ein Rätsel. Den ganzen Schaden hat nun der FCZ: keinen Punkt gewonnen und Chermiti verloren. Wegen einer tiefen Fleischwunde am Oberschenkel fällt er vier bis sechs Wochen aus.

    Ist es typisch für die Situation des FCZ, dass er das Derby nicht zwingend verlor?

    Ich denke schon. GC hat seit Wochen einen positiven Lauf, die Mannschaft kommt mit breiter Brust auf den Platz, hat gewaltiges Selbstbewusstsein. Es gelingt ihr momentan fast alles. Wir aber haben einen schwierigen Saisonstart hinter uns, es fehlen die positiven Resultate. Wir stehen hinten nicht sicher, und vorne sind wird nicht torgefährlich genug . . .

    . . . Drmic und Gavranovic waren wirkungslos.

    Ich möchte keine einzelnen Namen kommentieren. Nur so viel: Sie sind beide Nationalspieler und wurden von Ottmar Hitzfeld für die Spiele gegen Slowenien und Albanien aufgeboten . . . Ich will es so sagen: Sie hatten im Derby gewiss nicht ihren besten Tag.

    Genau wie Captain Béda in der Abwehr. Er war mitschuldig am Gegentreffer und generell ein Unsicherheitsfaktor.

    Ihn plagen seit Wochen Achillessehnenprobleme. Er kann nicht regelmässig trainieren. Und auf den angeschlagenen Benito mussten wir gegen GC sogar ganz verzichten, Philippe Koch kommt aus einer siebenmonatigen Verletzungspause. Béda, Benito und Philippe Koch bilden drei Viertel unserer Stammverteidigung. Und ihre Probleme sind alles Altlasten aus der letzten Saison.

    Der FCZ hat nach neun Runden nur neun Punkte auf dem Konto. Das ist eine schwache Bilanz.

    Sie ist gewiss nicht gut, aber sie ist für mich nicht überraschend. Der FCZ erreichte in der letzten Saison den sechsten Platz, ohne die bekannten Fälle von Xamax und Sion wäre es der achte Rang gewesen. Und der FCZ hat innert des letzten Jahres 15 Spieler abgegeben, darunter alle seine regelmässigen Torschützen. Der Club muss sparen, in der Grössenordnung von drei Millionen Franken. Jetzt kommen neue Probleme dazu mit vielen angeschlagenen oder nicht ganz fitten Spielern. Einen Kajevic konnte ich noch nie einsetzen, von Chikhaoui ganz zu schweigen. Er fängt jetzt langsam mit einem Ausdauertraining an. Wir können mit unserem Kader mithalten – aber nur, wenn wir keine gröberen Verletzungsprobleme haben.

    Sie haben den radikalen Umbruch ja befürwortet und mitgetragen.

    Ja, das habe ich. Aber ich habe gleichzeitig vor zu grossen Erwartungen gewarnt. Man braucht keinen Hochschulabschluss zu haben, sondern nur gesunden Menschenverstand, um zu merken, dass dieser Umbruch nicht von heute auf morgen zu verkraften ist. Der FCZ braucht schon noch ein wenig Zeit und Geduld, bis er wieder um die Tabellenspitze mitspielen kann.

    Kriegen Sie als Trainer diese Zeit?

    Ich denke schon. Ich bin überzeugt, dass es in der gegenwärtigen Situation des FCZ nicht den geringsten Sinn machen würde, den Trainer zu ersetzen. Wir, also Ancillo Canepa (Präsident), Fredy Bickel (Sportchef ) und ich, haben uns entschieden, diesen Weg zu gehen. Jetzt wollen wir das auch gemeinsam durchziehen.

    Canepa träumt aber vom Europacup, er will nächste Saison zumindest in die Europa League.

    Es ist sein gutes Recht, hohe Ziele anzustreben. Und der vierte Platz ist für den FCZ auch möglich, wenn er denn seine wichtigsten Spieler zur Verfügung hat. Wir sind in dieser Saison noch nie total dominiert worden oder gar desolat aufgetreten. Die Unterschiede zwischen den Teams der Super League sind klein, im Prinzip kann jeder jeden schlagen.

    Auch der FC Zürich am Mittwoch den Leader St. Gallen?

    Ja klar, davon bin ich überzeugt.

    Zürich - Grasshoppers 0:1 (0:0) Letzigrund. – 17 358 Zuschauer. – SR Hänni. – Tor: 54. Zuber 0:1.

    Zürich: Da Costa; Philippe Koch, Béda, Teixiera, Glarner; Pedro Henrique (64. Schönbächler), Buff (84. Chermiti/89. Djimsiti), Kukeli, Chiumiento; Gavranovic, Drmic.

    Grasshoppers: Bürki; Lang, Vilotic, Grichting, Pavlovic; Salatic; Feltscher (82. Xhaka), Abrashi, Toko, Zuber (80. Brahimi); Ben Khalifa (85. Paiva).

    Bemerkungen: Zürich ohne Chikhaoui, Kajevic (beide verletzt), Frimpong, Kukuruzovic und Gonçalves (alle nicht im Aufgebot). GC ohne Hajrovic, Hossmann, Coulibaly und Adili (alle verletzt). 72. Pfostenschuss von Ben Khalifa. 89. Chermiti nach Zusammenstoss mit Bürki verletzt ausgeschieden. Verwarnungen: 50. Salatic (Foul). 76. Pavlovic (Foul). 94. Xhaka (Schwalbe/ Unsportlichkeit).

    Powered by © Tages Anzeiger

    Da ist einer ein ganz schlechter Verlierer:

    SCB-Coach Antti Törmänen

    «Haben die Referees etwas gelernt?»

    (ebi.)

    «Gedanken an jenes späte Tor kommen bei mir immer noch hoch. Wieder vermehrt, seit wir nach der Sommerpause aufs Eis zurückgekehrt sind. Plötzlich siehst du eine Spielsituation, die ähnlich ist, in der aber nicht auf Tor entschieden wird. Ich frage mich jeweils: Haben die Referees etwas aus jenem Tor gelernt? In unserem ersten Spiel in Genf etwa erzielte Danielsson einen ähnlichen Treffer, bei dem viel Verkehr vor dem Tor war. Sie anerkannten ihn, schauten sich das Video an – und entschieden dann auf Torhüterbehinderung. Das hätten sie auch vor fünf Monaten tun können.

    Als damals die Torlampe aufleuchtete, war mir sofort bewusst: Das war es. Ich wollte auch keine Hoffnung aufkommen lassen, nur um ein zweites Mal enttäuscht zu werden. In der Kabine hielt ich eine kleine Rede, deren Kernbotschaft war: Du musst nicht unglücklich sein, wenn du alles, was du hattest, in dieses eine Spiel reingelegt hast.

    Ich werde immer wieder an jene Partie erinnert. Jetzt, vor dem Spiel in Zürich, sowieso. Wir wollen es ihnen zeigen, es ist eine kleine Revanche. Ich glaube, in meinem Team gibt es viele Spieler, die solche Revanchegedanken im Kopf haben. Natürlich hat jenes Ende meine Sichtweise aufs Eishockey verändert. Es muss von nun an unser Ziel sein, immer 60 Minuten unser Spiel durchzuziehen, bis zur Schlusssirene. Mein Vater sagte zudem: ‹Künftig musst du immer mit zwei Toren Vorsprung führen, um dir sicher zu sein. So hast du je eines in Reserve – für einen Fehler der Schiedsrichter oder für einen des Goalies.›»

    Powered by © Tages Anzeiger
    --------------------------------

    Loser! :warnix:

    Wie es der Tagi geschrieben hat:

    Warum auf die Party verzichten?

    Das haben wir nun zwei mal gemacht, ohne Erfolg!

    Ich kann auf Streit verzichten, auf die anderen Schweizer sogar sehr gut, aber ich sehe es quasi als Pflicht, dem Publikum in der Halle was zu präsentieren!

    Analyse Die Engagements von NHL-Gästen bergen Gefahren für die Eishockeyclubs. Trotzdem wäre es falsch gewesen, sie zu verbieten. Von Simon Graf

    Die Lockout-Feste feiern, wie sie fallen

    Die Sportchefs der Schweizer Eishockeyclubs müssen sich dieser Tage vorkommen wie kleine Kinder in einem Süsswarenladen. Für einmal werden ihnen nicht Spieler angeboten, bei denen die Frage ist, wieso sie es nicht in die NHL geschafft haben. Sondern solche, die in der besten Liga prominente Rollen spielen. Sogar Sidney Crosby, der Posterboy dieses Sports, will während des Arbeitsstreits in der National Hockey League in Europa spielen – am ehesten in der Schweiz oder in Russland. Der HC Davos hat sich wieder die Dienste von Joe Thornton und Rick Nash gesichert, die nach wie vor zwei der weltbesten Stürmer sind. Und natürlich überbrücken die Schweizer NHL-Cracks die ungewisse Zeit mit Gastspielen in der Heimat.

    Als die beste Liga 2004/05 letztmals stillstand, ja sogar die ganze Saison ausfiel, strömten insgesamt 53 LockoutSpieler in die Schweiz. Und obschon damals die Mutigsten belohnt wurden, der HCD mit Thornton, Nash und Hagman Meister wurde, ist die Skepsis diesmal grösser als vor acht Jahren. Einige Clubexponenten forderten sogar, man hätte wie die schwedische Elitserien die Verpflichtung von NHLGästen generell verbieten sollen. Allerdings kam ihnen dies erst in den Sinn, als es schon zu spät war. Und ob Schwedens höchste Liga ihr Verbot aufrechterhält – die zweithöchste lässt LockoutSpieler zu –, bleibt abzuwarten.

    Aufmerksamkeit hilft der Liga

    Beschränkungen und Verbote können Sinn machen. Die National League A hat etwa gut daran getan, nur vier Ausländer pro Team und acht Ausländerlizenzen pro Saison zuzulassen, um das heimische Schaffen zu schützen. Doch NHL-Verstärkungen zu verbieten, wäre zu viel der Regulierung gewesen. Das Schweizer Eishockey soll vom Lockout profitieren, so gut es kann. Man stelle sich vor, Messi, Ronaldo, Xavi und Iniesta würden in der Super League für einen Bruchteil ihres Gehalts auftreten, weil die Primera Division ihre Stars ausschliesst. Es würde auch niemandem in den Sinn kommen, dies zu verbieten. Man würde es geniessen, solange es dauert.

    Die NHL-Stars sind in Europa zwar nicht so bekannt wie die erwähnten Fussballer, weil sie hier kaum am Fernsehen zu sehen sind, aber auch bei ihnen gibt es einiges zu bestaunen. Erinnern Sie sich noch an die Übersicht Thorntons? An Heatleys wuchtigen Schuss? An Brières Energie? An St. Louis’ Antritt? Oder an Brind’Amours Muskeln? Das Playoff 2005 bescherte dem Schweizer Eishockey denkwürdige Spiele. Und je mehr Aufmerksamkeit die hiesige Liga bekommt, umso besser. Die Stars wie Thornton halfen dem Ansehen der Schweiz auch in Nordamerika, und dies dürfte langfristig die Ausländersuche der NLA-Clubs begünstigt haben.

    Ein Flirt, der böse enden kann

    Das soll nicht heissen, dass die LockoutVerlockungen keine Gefahren bergen. Ein gutes Beispiel dafür ist der SC Rapperswil-Jona, der 1994 in eine Krise stürzte, nachdem Doug Gilmour abgereist war. Die NHL-Verstärkungen sind, solange eine Einigung in Nordamerika noch möglich ist, ein Flirt, der sich rächen könnte, wenn er vorbei ist und man sich wieder mit seinem Stammpersonal begnügen muss. Die Chemie in einer Mannschaft kann dadurch nachhaltig gestört werden. Wie behandelt der Trainer die Stargäste? Wie pflegt er seine «normalen» Spieler? Das ist ein Balanceakt, den ein über Jahre gewachsenes Team wie der HCD besser bewältigen dürfte als eines, bei dem die Hierarchie nicht so gefestigt ist.

    Aber es wird ja niemand gezwungen, NHL-Spieler zu beherbergen. Und das Argument, die Meisterschaft werde durch diese verfälscht, ist nicht stichhaltig. Natürlich können es sich die grösseren Clubs eher leisten, die Versicherungssummen (und das Salär) für die Lockout-Cracks aufzubringen. Doch man geht auch das Risiko ein, Spieler zu erhalten, die nicht passen oder aus den falschen Gründen angereist sind. Zudem erhöht das grössere Angebot auch für die kleinen Clubs die Chance auf «Schnäppchen». Das Risiko, dass man sich deswegen finanziell übernimmt, besteht zwar. Aber die Kloten Flyers haben aufgezeigt, dass man auch ohne teure NHL-Gäste unvernünftig geschäften kann. Und im vergangenen Winter wurden in der National League A 78 Ausländerlizenzen vergeben. Die Hoffnung, der nächste Transfer sei der entscheidende, gäbe es auch ohne Lockout.

    Gut möglich, dass das Schweizer Eishockey einen Kater verspürt, wenn die NHL-Saison doch noch beginnen sollte. Aber nur aus Angst vor einem Kater ganz aufs Fest zu verzichten, wäre doch etwas gar puritanisch.

    Powered by © Tages Anzeiger

    Zitat von Der Weise


    Die Vergangenheit ist passe, es ist Streits Bubentraum als Stadtberner beim SCB zu spielen; das ist absolut normal und legitim.
    Er ist dem Z nichts schuldig, er hat sich zu seinen ZSC Zeiten immer zu 100% eingesetzt und sich mit dem Verein identifiziert, genau wie es sein sollte.

    Da hast Du sicher recht.

    Bin gespannt ob die Z Fans in Zukunft immer noch ihre Streit NHL Shirts in der Halle zeigen.

    Glaube eher nicht.

    Zitat von ZSColin

    In der heutigen Ausgabe von 20 Min. steht, dass ein "Mob" von ca 40 Leute (z.T. mit Kloten-Schals) am Sa. Abend/Nacht einen Mann beim ehem. Britannia (sorry, weiss nicht mehr wie's jetzt heisst - bin eine Generation zu alt) ziemlich übel zusammengetreten hat. Meine Frage: wird das ganze Kloten/ZSC - Ding einfach wiedereinmal durch die Presse hochgehyped? Falls nein, wäre ja schon krass ..........

    http://www.20min.ch/schweiz/zueric…hrigen-13831198

    Ich glaube nicht dass hier irgendwas "hochgehyped" wird.....es ist einfach nur noch tragisch!

    De Streit wieder i de Halle wär scho :cool: , aber ich hett scho gern no eine vo dänne!

    De Salis söll mal uf Toronto ahlüüte, die sölled em Phil Kessel mal en Tipp geh!

    Gem. em Sputnik sinere Liste chäm de ja in Frag.

    Oder de Ryan Nugent-Hopkins.

    Mal luege!

    Zitat von Rangersfan

    Morgen werde ich beim Giants v. Bucs spiel sein. Go Bucs und natuerlich go Jets in Pittsburgh!

    :cool:

    Ich werde am 11.11. gegen die Chargers erstmals wieder in Tampa live vor Ort sein! :geil:

    Ich dachte eigentlich, dass ich diese Zeiten hinter mir habe!

    Von meinem Sohn ans Derby eingeladen, musste ich doch tatsächlich wieder einmal eine Achterbahn der Gefühle durchmachen!

    Danke Kloten dass ihr unsere Jungs aus ihrem Meisterschlaf gerissen habt!

    Und an Wick werden wir noch sehr, sehr viel Freude haben! :cool:

    Der beste Artikel bis jetzt im Netz kommt wieder mal aus dem Hause NZZ:

    http://www.nzz.ch/aktuell/sport/…t-34-1.17611276

    Es kommt gut! :geil: