Beiträge von Larry

    Eishockey statt Autostopp

    Er wolle Gilbert Brulé sein, sagte U2-Sänger Bono, nachdem ihn der NHL-Spieler im Auto mitgenommen hatte. Nun stürmt Brulé für den ZSC und möchte wieder sportlich für Aufsehen sorgen.

    Von Philipp Muschg

    Es gibt Schlimmeres für einen Sportler, als unter 65 000 Zuschauern von einem weltberühmten Rockstar zu hören, dass er gerne wäre wie man selbst. Und trotzdem ist die minutenlange Ansprache, die Bono am 1. Juni 2011 während eines Konzerts in Edmonton hielt, nicht nur eine Lobrede: Einer mit den Möglichkeiten von Gilbert Brulé sollte nicht in erster Linie als Pointe einer Show von U2 bekannt sein. Schliesslich galt der 25-Jährige noch vor wenigen Jahren als eines der grössten Talente in Kanada. Nachdem die Columbus Blue Jackets ihn 2005 an sechster Stelle im Draft gezogen hatten, gewann er als Topskorer und wertvollster Spieler die nationale Juniorenmeisterschaft. Er war ein kreativer Stürmer, der mit seinem verwegenen Stil über hundert Strafminuten pro Saison sammelte. Brulé war der Traumspieler jedes NHL-Managers.

    Sieben Jahre später sitzt er auf einer Bank in der Kunsteisbahn Oerlikon und atmet schwer. Am Sonntag ist der neueste ZSC-Transfer aus Vancouver in die Schweiz gekommen, gerade hat er sein erstes Eistraining absolviert. «Es war hart», sagt Brulé, noch immer vom Jetlag gezeichnet, «ich habe kaum geschlafen in den letzten Tagen.»

    Brulé wirkt erschöpft, aber glücklich. Er steht vor seiner ersten Saison in Europa, ist erstmals in Zürich, vom Team kannte er nur Trainer Marc Crawford, mit dem er einst im selben Club spielte, und Jeff Tambellini, dessen Vater in Edmonton sein General Manager war.

    «Das ist Bono!»

    Es macht ihm nichts aus, als Erstes auf die Begegnung mit Bono angesprochen zu werden. Zu erzählen, wie er mit Freundin Kelsey und Hund Bella im Westen von Vancouver unterwegs war, als er im strömenden Regen zwei Autostopper entdeckte. Wie Kelsey zuerst vorbeifuhr, er «Das ist Bono! Das ist Bono!» rief, ehe sie kehrtmachten und die beiden durchnässten Touristen aufnahmen. Wie Bono und sein Assistent mit Labrador Bella im Fond Platz nahmen. Wie Bono die beiden als Dank für die Taxidienste am nächsten Tag zum Konzert in Edmonton einlud und Brulé dafür seine Tickets fürs Auftaktspiel des Stanley-Cup-Finals verkaufte. Der Rest ist auf Youtube zu sehen. «Ich will Gilbert Brulé sein!», spricht Bono ins Mikrofon. «Dabei müsste ich doch wie er sein wollen», sagt Brulé in Oerlikon.

    In Wahrheit will Brulé vor allem er selber sein – so, wie er früher war. Der produktive, gefürchtete Erstlinien-Stürmer seiner Juniorenzeit, nicht der Mann für den vierten Sturm, der er tatsächlich immer mehr wurde. Weder in Columbus noch in Edmonton oder Phoenix kam er über diese Rolle hinaus. Als ihn ZSCSportchef Edgar Salis im Januar beobachtete, stürmte er in der AHL für Oklahoma City. Am Saisonende stand er mit Phoenix im Stanley-Cup-Halbfinal, an seiner Rolle aber ändert sich nichts. «Ich bin nach Zürich gekommen, um meine Hände und das Gefühl für den Puck wiederzufinden», sagt Brulé.

    Die Tattoos: Nicht nur Schmuck

    Daran, dass das möglich ist, glaubt nicht nur Salis. Brulé hatte mehrere Angebote aus der Schweiz, vor allem Zug zeigte grosses Interesse. Am Ende habe Trainer Crawford den Ausschlag gegeben, erklärt der Kanadier: «Er ist ein NHL-Coach, ich bin vertraut mit ihm und seinem Stil.»

    Salis freut sich über seinen Transfercoup. «Er ist ein guter Skorer und pflegt einen Kamikazestil», beschreibt er die neue Nummer 9, die am Freitag im Test gegen IFK Helsinki debütieren soll.

    Bis dann dürfte der Jetlag verklungen sein und Brulé bereit für neue Taten. Die Vorfreude ist ihm ins Gesicht geschrieben, als nach dem Training seine neuen Mitspieler einer nach dem andern in die Garderobe kommen. Der Kanadier sitzt, schweisstriefend und im ärmellosen Hemd, an einem Tisch, sein Körper mit zahlreichen Tätowierungen bedeckt.

    Manche wirken wie reiner Schmuck, andere zeugen von mehr. «Das ist sie», sagt Brulé und deutet mit dem Zeigefinger auf seinen rechten Oberarm, wo ein Kindergesicht prangt. Es ist Leah, seine Schwester, die mit zwölf an Zerebralparese starb. Brulé war damals neun, und die Erfahrung wirkt bis heute nach: «Ein hartes Training oder ein schlechter Tag sind nichts im Vergleich zu dem, was sie durchmachte.»

    Gilbert Brulé hat viel erlebt für einen 25-Jährigen. Vielleicht ist das ein Grund für seine Körperkunst: Im Gegensatz zu Schicksalsschlägen und Erwartungen kann er über seine Tattoos selbst bestimmen. Seine Wade zieren die Namen zweier Rockstars: Jimi Hendrix und Kurt Cobain. Bono ist nicht dabei.

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    Zitat von Iceman


    Man könnte sich höchstens fragen, weshalb Sulander dieses Amt (Goalitrainer) nicht übernimmt. Evtl. habe ich da etwas verpasst, auch ist mir bewusst dass nicht jeder - unabhängig von seinem Können - ein guter Trainer werden kann. Der "lange Schatten" von Sulander würde Flüeler ja nun kaum mehr stören.

    Wurde ihm angeboten.

    Ein Abschiedsspiel für Sulo

    17.08.2012

    Ari Sulander kommt noch einmal ins Hallenstadion! Am Samstag, 29. September 2012, kehrt ZSC-Legende Ari Sulander an jenen Ort zurück, an dem er zuvor 14 erfolgreiche Jahre verbracht hat. Ein Abschiedsspiel der besonderen Art im Hallenstadion! Und eines mit vielen Programmpunkten sowie günstigen Kombitickets.

    Ari Sulander ist Kult. Mit seinen Leistungen und Erfolgen hat sich der Goalie in die Herzen der ZSC-Fans gespielt. Ende September bietet sich nun die Gelegenheit, um Sulo Danke zu sagen und ihn gebührend zu verabschieden. Für sein Abschiedsspiel steigt Sulander natürlich nochmals in die Goalierüstung. Er wird aber nicht etwa das Tor im Meisterschaftsspiel der ZSC Lions gegen Ambri-Piotta hüten, welches um 19:45 Uhr beginnt. Ari "the wall" tritt bereits am Nachmittag in Aktion, wenn die Sulo All Stars auf die Swiss Legends treffen und sich 2 x 20 Minuten duellieren werden. Mit dabei sind dann unter anderem auch die beiden Meisterschützen Morgan Samuelsson und Adrien Plavsic sowie Jan Alston, der ebenfalls eine lange Vergangenheit beim Stadtklub hinter sich hat.

    Kombitickets und DVD

    Im Nachhinein ist eine Autogrammstunde mit unserer Nummer 31 geplant, begleitet von einem Unterhaltungsprogramm. "Ich freue mich riesig und zähle auf die Fans", blickt Hauptakteur Sulander auf den 29. September voraus. Besonders attraktiv: Es werden Kombitickets für CHF 20.- für alle Kategorien in den Verkauf kommen (exklusive Business und DeLuxe). Damit können die Fans sowohl den Sulo-Match am Nachmittag als auch das Abendspiel der Löwen gegen Ambri mitverfolgen. Für eine zehner Note wird zudem ein DVD mit allen Meilensteinen in Sulanders Karriere erhältlich sein. Der Zutritt zur Züspa ist mit dem Kombibillet an diesem Samstag ebenfalls möglich - Sulander wird dort, genauer am ZSC Lions-Stand, schon vor seinem Spiel Autogramme verteilen. Saisonkarten haben für beide Partien und an beiden Schauplätzen ihre Gültigkeit!

    Das genaue Programm samt Line-up und den Verkaufsstart der Tickets werden die ZSC Lions rechtzeitig kommunizieren.

    Zitat von Sputnik

    Ich denke es wird zu einem Lockout kommen, allerdings nicht so, dass die komplette Saison ins Wasser fällt. Rechne eigentlich damit das die NHL im Dezember beginnt.

    Dito!

    Seitenblick

    FCZ-Kater an Naegelis Hundertstem

    (pb.)

    Gestern wäre Edi Naegeli, der legendäre FCZ-Präsident der 1960er- und 70erJahre, 100-jährig geworden. Der populäre Mann mit dem Filzhut, der Hornbrille und dem Stumpen war der erfolgreichste Präsident in der Clubgeschichte: Er führte die Zürcher in seiner Amtszeit von 1957 bis 1979 zu 6 Meistertiteln, 5 Cupsiegen und zweimal in den Halbfinal des Meistercups. Und er entdeckte grosse Spieler wie Köbi Kuhn, Fritz Künzli oder René Botteron für den FCZ. Naegeli verstarb am 3. Dezember 1979, er ist auf dem Friedhof Sihlfeld beerdigt, unweit vom Letzigrund.

    In Feierstimmung ob Naegelis Wiegenfest war beim Stadtclub indes niemand. Vielmehr herrschte nach dem 1:4 vom Sonntag bei den Young Boys Katerstimmung, angesagt war Wundenlecken. Die Atmosphäre in Mannschaft und Verein beschrieb Sportchef Fredy Bickel so: «Wir sind nach der klaren Niederlage ziemlich geschockt. Alle haben sich den Saisonstart ganz anders vorgestellt.» Nach fünf Runden liegt der FCZ auf Rang 7, er hat erst einmal gewonnen, aber zehn Gegentore erhalten – so viele wie kein anderer Verein in der Super League. Bickel sagt: «Wir müssen auf den schwachen Start reagieren, sofort.»

    Am nächsten Sonntag folgt die Partie beim Tabellenletzten Servette. Kukeli und Pedro Henrique, die gegen YB vom Platz gestellt wurden, fehlen in Genf. Bevor der FCZ über interne Sanktionen gegen den brasilianischen Heisssporn wegen seines groben Fouls an Nuzzolo entscheidet, will er das Strafmass der Liga abwarten. Obwohl das Kader dezimiert ist, erwartet Bickel in Genf den zweiten Saisonsieg – «wenn immer möglich». Nicht nur er weiss: Die grossen FCZ-Zeiten unter Edi Naegeli liegen sehr weit zurück.

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    Es chömed nur Spieler i d CH wo de Durchbruch i de NHL nie ganz gschafft händ, vo dem her alles völlig normal.

    Und de Club gaht keis Risiko ih mit em Einjahresvertrag, findi guet!

    Schaun mer mal was er bringt!

    ZSC Lions verpflichten Gilbert Brulé

    13.08.2012

    Die ZSC Lions freuen sich, die Verpflichtung des 25-jährigen Stürmers Gilbert Brulé bekannt geben zu dürfen. Der Kanadier unterschrieb bei den Lions einen 1-Jahres-Vertrag.

    Gilbert Brulé spielte zuletzt für die Phoenix Coyotes, wo er seit Januar 2012 45 Spiele absolvierte und dabei 17 Skorerpunkte erzielte. In der ersten Saisonhälfte war er beim Farmteam der Edmonton Oilers, den Oklahoma City Barons unter Vertrag gestanden. Dort realisierte Brulé 18 Skorerpunkte in 27 Partien.

    Insgesamt kommt der 25-Jährige auf 308 NHL-Spiele für die Organisationen von Columbus, Edmonton und Phoenix. Dabei schoss Brulé 45 Tore und erzielte 53 Assists. In der AHL lief der Kanadier gesamthaft 95 Mal für Syracuse, Springfield und Oklahoma auf (57 Skorerpunkte).

    2005/2006 gewann Gilbert Brulé mit den Vancouver Giants die Western Hockey League (WHL), woran er mit 68 Punkten aus 45 Spielen massgeblichen Anteil hatte.

    Quelle: ZSC HP

    http://www.hockeydb.com/ihdb/stats/pdisplay.php?pid=72051

    Beschämend in den Untergang

    Der FCZ verlor bei YB 1:4, die Nerven und den Anstand – er musste das Spiel zu neunt beenden.

    Von Peter M. Birrer, Bern

    Der Präsident schimpfte: «Inakzeptabel! Frust total! Frust hoch drei!» Der Sportchef sagte unumwunden: «Ich schäme mich.» Und schliesslich das Eingeständnis des Goalies: «Das war desaströs.»

    Was immer sie von sich gaben, von Ancillo Canepa über Fredy Bickel bis David Da Costa: Es passte alles zu einem Nachmittag, an dem der FCZ Negativwerbung in jeder Hinsicht machte. Er verlor bei YB nicht nur ein Spiel, sondern am Ende auch die Nerven und den Anstand. Und er ist nach dem 1:4 von Bern bereits an einem Punkt angelangt, an dem Ratlosigkeit um sich greift. Stellvertretend dafür stand die ungläubige Frage Bickels: «Wie kann man so auftreten? Wie nur?» Er zuckte mit den Schultern. Canepa neben ihm wusste auch keine Antwort. Er schüttelte den Kopf.

    Geschenke für Bobadilla

    Vor einer Woche war das 4:0 gegen Lausanne gewesen, es sollte als verspätete Starthilfe dienen. Lange hielt die Leichtigkeit aber nicht an, was zum einen am wesentlich robusteren Gegner lag, zum andern aber auch am FCZ selber, der in dieser Verfassung überall willkommen ist. Erschreckend war, wie er verteidigte. Fehler reihte er an Fehler: Das 0:1 leitete Kukuruzovic mit einem Ballverlust im Mittelfeld ein; vor dem 0:2 und nach einem weiten Freistoss von Torhüter Wölfli gab der 19-jährige Djimsiti ein erstes Mal eine schlechte Figur ab, Da Costa sah ebenfalls nicht gut aus. Und beide Male profitierte der Argentinier Raul Bobadilla, der nach sechs Spielsperren sein Comeback in der Liga gab, ohne grossen Aufwand. So ging das mit dem FCZ in der zweiten Hälfte weiter. Statt sich an Drmics 1:2 aufzubäumen, statt Widerstand zu leisten und an Laufbereitschaft zuzulegen, verweigerten die Zürcher die Abwehrarbeit. Djimsitis schlechtes Stellungsspiel erlaubte Farnerud das 3:1. Schliesslich stand auch Béda Spalier, als Nuzzolo zum Lob gegen Da Costa ansetzte. Buff hatte kurz davor mit einem Lattenschuss zwar Pech, aber das machte die Leistung keinen Deut besser. Zu verantworten hatte das nicht nur eine überforderte Defensive, sondern auch der ganze Rest einer Mannschaft, die Zerfallserscheinungen offenbarte. Drmic hatte seinen besten Moment bei seinem Treffer, daneben blieben Gavranovic und Chiumiento unsichtbar.

    Was der FCZ lieferte, war nichts als trostlos. Und er brachte es nach dem 1:4 fertig, sich selber zu schwächen. Zuerst sah Kukeli die Rote Karte, weil er Gonzalez ins Gesicht griff, so jedenfalls wertete Schiedsrichter Jaccottet die Aktion. Dass sich der Young Boy zu einer höchst unsportlichen Schauspieleinlage hinreissen liess, war wieder eine andere Sache.

    Pedro Henriques brutale Aktion

    Keinen Spielraum für Diskussionen gab es aber für das, was sich Pedro Henrique leistete. Mit gestreckten Beinen ging er auf den ballführenden Nuzzolo los und nahm mit seinem brutalen Einsteigen billigend eine Verletzung des Gegners in Kauf. Der Platzverweis war die logische Bestrafung für den Brasilianer, der nun auch mit Sanktionen seines Arbeitgebers rechnen muss. Sportchef Bickel kündigte das jedenfalls an, während Canepa anmerkte: «Es ist unentschuldbar, was Pedro Henrique gemacht hat. Zum Glück hat sich Nuzzolo nicht verletzt.»

    Den effizienten Young Boys machte es zusehends Spass, mit den Zürchern zu spielen. Nie brauchten sie sich Sorge um ihren zweiten Saisonsieg zu machen. «Das war souverän», durfte Trainer Martin Rueda bilanzieren und hielt die vier Tore als angemessenen Lohn für den Aufwand. Und Rolf Fringer? Der FCZTrainer verzichtete auf verbale Rundumschläge unter anderem mit dem Hinweis auf die Vergangenheit: «Der FCZ kommt aus einer sehr schwierigen Situation.»

    Bei zehn Gegentoren steht der Club nach fünf Runden. Etwa neun, rechnete Bickel vor, seien auf Eigenverschulden zurückzuführen. «Wahnsinnig», fand Fringer, wie einfach dem Gegner das Toreschiessen gemacht werde, um zum Schluss die Erkenntnis des Tages zu liefern. «Das passiert eben, wenn man nicht gut genug ist.»

    Young Boys - Zürich 4:1 (2:1) Stade de Suisse. – 18 160 Zuschauer. – SR: Jaccottet. – Tore: 27. Bobadilla 1:0. 35. Bobadilla 2:0. 44. Drmic 2:1. 54. Farnerud 3:1. 69. Nuzzolo 4:1.
    YB: Wölfli; Sutter, Nef, Ojala, Raimondi; Spycher; Mayuka (72. Gonzalez), Schneuwly, Farnerud (79. Doubai), Nuzzolo (85. Frey); Bobadilla.
    FCZ: Da Costa; Glarner,Béda,Djimsiti,Benito; Kukuruzovic (46. Pedro Henrique), Buff, Kukeli, Chiumiento (60. Schönbächler); Gavranovic (70. Chermiti), Drmic.
    Bemerkungen: YB ohne Simpson (verletzt). Zürich ohne Chikhaoui, Kajevic (verletzt), Philippe Koch, Magnin,Frimpong und Gonçalves (nicht imAufgebot). – Platzverweise: 75. Kukeli (Tätlichkeit). 82. Pedro Henrique (Foul). – Verwarnungen: 49. Gavranovic (Reklamieren). 66. Drmic (Foul). 76. Gonzalez (Foul).

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    Erste Ansagen an die Meister

    Der neue ZSC-Coach Marc Crawford leitete gestern sein erstes Training.

    Von Silvan Schweizer, Zürich

    Seine Stimme klingt bereits ziemlich heiser. Das sei immer so zu Beginn der Vorbereitung auf eine Saison, erklärt Marc Crawford. Sie müsse sich halt zuerst wieder an den rauen Umgangston in einer Eishockeyhalle gewöhnen. Und der Kanadier fügt an: «Ich kenne Trainer, die gehen zuerst einmal in die leere Garderobe, um ein bisschen zu schreien und ihre Stimme so aufzuwärmen.»

    An diesem Dienstagmorgen leitet Crawford seine erste Einheit als ZSCCoach. Verstanden wird er auch trotz des Krächzens. Sachlich, aber bestimmt gibt er seine Anweisungen an die Meisterspieler durch, die in ihrer Laufarbeit noch ein wenig eingerostet wirken. Sie machen Übungen in der Anordnung einer Würfel-Fünf, fahren im Kreis, passen im Dreieck, kämpfen mit und ohne Stock um die Scheibe. Crawford fordert dabei «Tempo, Tempo und Tempo» und ruft Dinge wie: «Wenn ihr freie Schussbahn habt, dann schiesst! Ich will keine Umwege sehen!»

    Komplettes Team zum Start

    Der 51-Jährige kann zum Trainingsauftakt auf ein gesundes Kader von 23 Feldspielern und 2 Goalies zurückgreifen. Noch nicht dabei ist der amerikanische Testverteidiger Matt Lashoff (26), der erst am Abend aus Nordamerika eintrifft. Dafür ist der junge Cédric Hächler nach einem Jahr in Schweden zurück. Auch die Zugänge, der solide Defensivcenter Morris Trachsler (Genf ) und der wuchtige Verteidiger Marco Maurer (Rapperswil-Jona) sowie der hagere, aber flinke Kanadier Ryan Shannon (Tampa Bay) sind anwesend. Und dann ist da noch Roman Wick, der UrKlotener, der nach dem Beinahe-Bankrott und der Freigabe seines Stammclubs zum Rivalen in die Stadt zog.

    «Ich will Kloten gar nicht mehr erwähnen, mit keinem Wort», stellt Wick sogleich klar. Natürlich habe es sich zunächst komisch angefühlt, das Trikot mit dem Löwen überzustreifen. Aber das sei jetzt abgehakt. Über die Vergangenheit wolle er nicht mehr sprechen, sondern den Blick in die Zukunft richten. Und diese gehöre den Lions. Deshalb habe er Crawford bei den ersten Einzelgesprächen letzte Woche auch nicht seine aufwühlende Geschichte erzählt. «Er bringt neue, coole Übungen ein. Er ist ruhig, legt viel Wert auf Präzision und Perfektion», das sind Wicks erste positive Eindrücke vom neuen Chef.

    «Mannschaft, die viel denkt»

    Auch Crawford gefällt, was er bisher beobachten durfte. «Es ist ein smartes Team, vielleicht das intelligenteste, das ich je gecoacht habe», sagt er. «Mit Phil Baltisberger, einem sehr Jungen wohlgemerkt, sprach ich zum Beispiel über die Regierung. Oder Andri Stoffel: Er hat sein UniStudium abgeschlossen. Ich habe das Gefühl, es ist eine Mannschaft, die viel denkt. Und ich glaube, das passt zu meiner Philosophie ‹push to react› – ich treibe die Spieler an, richtig zu reagieren. Das funktioniert nur mit intelligenten Spielern.»

    Dennoch muss er sie zuerst richtig kennen lernen, ihre Fähigkeiten auf dem Eis, ihren Charakter, ihre Rolle innerhalb des Teams. Dafür sei die erste Woche vor allem da. Am Nachmittag steht eine zweite Trainingseinheit an. Thema: Über- und Unterzahl sowie Technik. «Ich werde schon niemanden foltern. Aber es wird nicht immer Spass machen. Die Spieler wissen jedoch, dass diese Arbeit nötig ist», sagt Crawford. «Nun wollen wir gemeinsam unsere Gewohnheiten entwickeln.»

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    Ein erster Schritt

    Der FCZ bekam mit dem schwachen Lausanne den perfekten Gegner auf dem Weg zu einem 4:0 serviert.

    Von Thomas Schifferle, Zürich

    Auf dem Papier war Lausanne vor dieser Runde Vierter, gestärkt durch das 5:1 eine Woche zuvor gegen Servette. Auf dem Platz des Letzigrund trat es gestern wie ein Absteiger auf, 0:4 abgefertigt von einem spielfreudigen FC Zürich.

    Seine Mannschaft sei «inexistent» gewesen, sagte Trainer Laurent Roussey. Und verkniff sich jeden weiteren substanziellen Kommentar zu ihrem Auftritt. Was auch er wusste: In ihrer Wehr- und Hilflosigkeit gab sie den perfekten Gegner für den FCZ ab, der nach einem Punkt aus drei Runden dringend ein Erfolgserlebnis benötigte.

    4:0 also gewann er, und er tat das um kein Tor zu hoch. Josip Drmic hatte nach einer Viertelstunde das 1:0 erzielt, dem so viel Befreiung zukam. Das zweite gelang Amine Chermiti mit einem Penalty, den er glückhaft verwertete, und das dritte gleich nach der Pause mit einem wunderbaren Heber über den Goalie. Und zu jedem dieser Treffer leistete Davide Chiumiento die Vorarbeit: Zweimal spielte er einen exzellenten Pass in die Tiefe, einmal tat er alles, um gegen Katz den Elfmeter herauszuholen, den der Schiedsrichter grosszügigerweise auch gab. Chiumiento selbst schmunzelte: Er habe sich bei dieser Aktion jedenfalls nicht verletzt.

    Drei Spieler, drei Geschichten

    Drmic, Chermiti und Chiumiento – und jeder hatte seine Geschichte. Drmic war wie Oliver Buff bei der Olympiaauswahl gewesen, und Trainer Rolf Fringer war nie müde geworden zu betonen, wie wichtig diese beiden Spieler seien. Drmic verdrängte gestern Chermiti auf die Bank und deutete an, was an Qualität in ihm steckt. Er war stets in Bewegung und tat das so geschickt, dass er sich dafür das Lob von Chiumiento verdiente. «Er macht es uns einfacher, aus dem Mittelfeld heraus die Pässe in die Tiefe zu spielen», sagte er.

    Chermiti bekam gestern anfänglich eine Pause, weil er dreimal enttäuscht hatte. Nach 18 Minuten kam er für den an der Hüfte geprellten Gavranovic, und kaum bot sich ihm die Chance, etwas für die eigenen Interessen zu tun, nutzte er sie: Als der Penalty gepfiffen war, schnappte er sich den Ball und gab ihn nicht mehr her. Er wollte unbedingt schiessen und war erfolgreich, wenn auch mit Glück.

    «Ich war nicht so glücklich, weil ich nicht viele Bälle hatte», erklärte er später seine Unzufriedenheit, die er gerade zuletzt in St. Gallen gestenreich deutlich machte. Gestern aber bekam er den perfekten Ball, der ihm ein weiteres Glückserlebnis bereitete. «Jedes Spiel hat eine andere Realität», sagte Chermiti, «jetzt sind wir zufrieden.»

    Diese Zufriedenheit hatte auch mit Chiumiento zu tun. Die ersten drei Wochen in Zürich habe er sich anders vorgestellt, erzählte er, «ruhiger». Die Resultate fehlten, um diese Ruhe zu erzeugen. Gestern nun fühlte sich Chiumiento fit, anders noch als zuvor, als er seine defensiven Aufgaben noch nicht ausreichend versah – und darum Ludovic Magnin nicht helfen konnte, wie er in einem Anflug von Selbstkritik anfügte.

    Fringers Hinweis

    Gegen Lausanne gehörte Magnin nicht einmal zum Aufgebot. Fringer verstand das nicht als zusätzliche Degradierung des viel kritisierten Routiniers, sondern als Konsequenz aus dessen körperlichen Problemen: «Magnin war zuletzt zweimal fit gespritzt worden. Und wenn er nicht fit ist, macht es wenig Sinn, ihn auf die Bank zu setzen.»

    Loris Benito, im gestrigen Team der vierte neben Buff, Djimsiti und Drmic, der 20 oder jünger ist, vertrat Magnin als Linksverteidiger und erfüllte seine Aufgabe fehlerfrei. Er hatte allerdings auch gar keine Gelegenheit, etwas gross falsch zu machen. Dieses Lausanne war kein Massstab: so wenig für Benito wie für die ganze Mannschaft.

    Ein Spiel hat der FCZ nun gewonnen, mehr auch nicht. Das brachte Fringer zum Ausdruck, als er sagte: «Wir müssen auf dem Boden bleiben.»

    Zürich - Lausanne 4:0 (2:0) Letzigrund. – 8471 Zuschauer. – SR Jaccottet. – Tore: 14. Drmic 1:0. 39. Chermiti (Foulpenalty) 2:0. 48. Chermiti 3:0. 82. Schönbächler 4:0.
    FCZ: Da Costa; Glarner,Beda,Djimsiti,Benito (75. Raphael Koch); Kukuruzovic, Buff, Kukeli, Chiumiento; Gavranovic (18. Chermiti), Drmic (79. Schönbächler).
    Lausanne: Favre; Chakhsi (86. Gabri), Katz, Tall, Facchinetti; Sanogo, Rodrigo, Marazzi (26. Avanzini), Malonga; Moussilou, Roux (52. Khelifi).
    Bemerkungen: FCZ ohne Chikhaoui und Kajevic (verletzt). – Verwarnungen: 42. Rodrigo (Foul). 51. Sanogo (Hands). 52. Facchinetti (Foul). 76. Chakhsi (Foul).

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    Ein Problemfeld – von hinten bis vorne

    Von Thomas Schifferle, Zürich


    Nach drei Spielen mit nur einem Punkt findet sich der FCZ bereits in seinem ersten Tief wieder. Er braucht dringend eines: Stabilität.

    Als Rolf Fringer die Pflicht und den Pressetermin absolviert hat, läuft er davon und beginnt irgendetwas vor sich hin zu singen. So ist und bleibt er. Als wollte er sagen: Mir geht es gut, und alles kommt gut.

    Die Lockerheit, die er habe, würde er der Mannschaft wünschen, hat der Trainer des FCZ vorher einmal gesagt. Was sie vor allem aber nötig hätte: Konstanz und Klasse, Tore und Punkte. Von allem fehlt ihr nach drei Runden eine Menge. Das Spiel morgen Sonntag gegen Lausanne wird für sie alles andere als einfach.

    Die Defizite der Routiniers

    Geduld hatte sich Fringer vor dem Saisonstart erhofft. Um Geduld bittet er auch jetzt und mindestens für das erste Saisonviertel, obschon er weiss, dass das rund um diesen Verein herum ein Gut ist, das nur schwer zu bekommen ist. «Etwas zappelig» seien die Leute, sagt er; dass alle angespannt seien, sei normal, fügt er bei. Aber zumindest er will sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Also sagt er: «Ich weiss, was ich mache. Darauf konzentriere ich mich.»

    Der erste Match vor drei Wochen in Luzern war von der Leistung her noch akzeptabel gewesen, aber auch nicht mehr, wie Fringer im Rückblick zugibt. Schon da erkannte er die Probleme, die in den folgenden beiden Auftritten gegen Thun und in St. Gallen so richtig an die Oberfläche drangen: Es fehlt der Mannschaft an Stabilität, nicht nur hinten oder vorne, sondern von hinten bis vorne.

    Die insgesamt sechs Gegentore, gerade jene beim 1:3 in St. Gallen, legten die bedenkliche Erkenntnis offen, dass es dem FCZ an einem Fundament fehlt. Mit dem jungen Innenverteidiger Berat Djimsiti ist Fringer bislang «noch am ehesten» zufrieden. Was auch für ihn schon genug über die Leistungen der drei Nebenleute verrät, gerade von Mathieu Beda und Ludovic Magnin, den eigentlich als Stützen eingeplanten Routiniers. Beide aber haben ihre körperlichen Defizite aus der alten Saison mitgenommen. Und die Mannschaft zahlt fürs Erste dafür.

    Leidenschaft gefordert

    Beda wird auch morgen als Captain auflaufen. Aber weil es sich Fringer nicht nochmals erlauben kann, gleich beide Problemfälle in der diffizilen Defensivzone einzubauen, wird Magnin wohl durch Benito ersetzt. Jener Magnin, der in Zürich schon lange in der Kritik steht wie kaum einer sonst, eigentlich schon seit dem Tag im Januar 2010, als er für einen hoch dotierten Vertrag bis 2013 aus Stuttgart kam. Ein Leader sollte er sein, ein späterer Nachfolger von Hannu Tihinen, er ist das nie geworden, weil er leistungsmässig nie überzeugt hat.

    Und hier tut sich ein weiteres zentrales Problem dieses FCZ auf: Es fehlt ihm an Führungsfiguren, nicht seit neuem, sondern schon viel länger. Er hat keinen Gennaro Gattuso, der Sion bereits eindrucksvoll prägt. Seine Hoffnungsträger für die nächsten Tage und Wochen heissen Oliver Buff und Josip Drmic. Die Olympia-Rückkehrer sind beide erst 19 Jahre alt.

    Mit Buff soll das Mittelfeld ein Stück an der spielerischen Kreativität gewinnen, die ihm bislang trotz des Zuzugs von Davide Chiumiento so sehr fehlte. Es ist für Buff eine höchst anspruchsvolle Aufgabe. Drmic wiederum soll im Sturm die Alternative zu Mario Gavranovic und Amine Chermiti sein. Zu Gavranovic, der, kaum da, schon davon redet, den FCZ nur als Zwischenstation auf dem Rückweg ins Ausland zu sehen. Zu Chermiti, in dessen Fall sich Fringer bemüssigt sieht, ihn nach drei schwachen Leistungen in Schutz zu nehmen. Chermiti habe eine «Topeinstellung», sagt Fringer, aber weil es ihm nicht laufe, ärgere er sich über sich selbst und verkrampfe.

    Fringers Zusammenfassung heisst: «Wir müssen defensiv solid stehen, wir müssen torgefährlicher werden, wir müssen uns auf dem ganzen Feld steigern.» Vielleicht lernen seine Spieler nur schon einmal so zu kämpfen, eine solche Leidenschaft zu entwickeln, wie das die St. Galler vor einer Woche vorlebten.

    Mögliche Aufstellung: Da Costa; Glarner, Djimsiti, Beda, Benito; Kukuruzovic, Buff, Kukeli, Chiumiento; Gavranovic, Chermiti/Drmic.

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    Ich han mer nöd mal d Müeh gmacht, mich z informiere und nei, ich känn de nöd, häd ja au nöd viel gspielt!

    Isch eifach mini Vermuetig gsi, aber wänns so isch machts no weniger Sinn.

    Aber lömmers mache, isch nöd schlächt cho letscht Saison... :razz:

    Edit:

    round 1 #22 overall

    De isch schiinbar mal es Talänt gsi wos nöd häd chöne umsetze.

    Ich dänk mer mal die vo Toronto händ de empfohle.

    Zitat von Gysino

    sinnlos isch das. gschiider de mccarthy bhalte.


    "Die Wege des Herrn sind unergründlich"

    :roll:

    Begriifs au nöd, aber häd vermuetlich mit em Wunsch nach meh Spektakel z tue.