Beiträge von Larry

    Verloren, aber erneut nicht zufällig

    Die nächste Niederlage des FCZ – das 0:1 gegen Servette bedeutet das Ende der Europacup-Hoffnungen.

    Von Peter Bühler, Zürich

    Die Südkurve wünschte mit einem riesigen Transparent allen FCZlern «en gsägnete 13. Mai». Gestern jährte er sich zum sechsten Mal, der grösste Sieg in der jüngeren Geschichte des Vereins. Das 2:1 beim FC Basel in der 93. Minute mit dem ersten Meistertitel nach 25 Jahren.

    Jene erfolgreichen Zeiten sind längst vergangen und weit weg von der heutigen Situation. Die Zürcher spielen die schwächste Saison seit jenem historischen Triumph in Basel, vergleichbar ist sie höchstens mit jener von 2009/10, welche sie auf Rang sieben beendeten, aber mehr Punkte gewannen.

    Jetzt ist der FCZ Sechster und nach der Niederlage gegen Servette ohne Chance, das letzte Saisonziel noch zu erreichen. Der Club spielt in der kommenden Saison nicht international, und das ist vielleicht besser so. Das 0:1 gegen die Genfer, die ihrerseits vor der Qualifikation für die Europa League stehen, war die 3. Niederlage in Folge, die 7. in einem Heimspiel und schon die 15. insgesamt. Sie war unglücklich, aber alles andere als zufällig. Die Zürcher hatten mehr und die besseren Chancen, aber sie vergaben sie – allen voran Stürmer Josip Drmic. Servette traf durch Eudis den Pfosten und durch De Azevedo ins Tor. «Wir sind ein glücklicher Sieger», sagte Servettes Trainer João Alves hinterher.

    Eine verheerende Bilanz

    Der FCZ, der kurz vor der Pause Kajevic durch einen Platzverweis verlor, musste sich nicht den Vorwurf gefallen lassen, nicht ausreichend gekämpft zu haben – wie zuletzt bei der 1:5-Blamage gegen Basel. Er wollte sich im letzten Heimspiel und dem letzten Auftritt von Goalie Johnny Leoni vom Publikum mit einem Sieg verabschieden.

    Das sollte an sich selbstverständlich sein, doch in diesem Verein ist in dieser Saison nichts selbstverständlich. Dank der Teilnahme am Playoff zur Champions League und diverser Spielerverkäufe resultiert wenigstens kein finanzielles Defizit, die sportliche Bilanz aber ist verheerend und seit der Entlassung von Trainer Urs Fischer am 12. März noch schlechter geworden. Fischer erreichte einen Schnitt von 1,2 Punkten pro Spiel, bei Nachfolger Harald Gämperle sind es 0,75. Der FCZ ist mit 14 Punkten aus 14 Spielen die zweitschwächste Mannschaft der Rückrunde, schlechter ist nur GC.

    Für das Spiel gegen Servette meldeten sich neun (!) Spieler verletzt ab, darunter die gegen Basel ungenügenden Innenverteidiger Teixeira und Béda sowie wieder einmal Chikhaoui, der an einer entzündeten Patellasehne leidet. Für alle diese Spieler ist die Saison genauso vorbei wie für den gesperrten Chermiti, der in dieser Rückrunde mit einem fahrlässig verschossen Elfmeter in Sitten und dem Platzverweis gegen Basel nur ein Ärgernis war.

    Der neue Trainer Rolf Fringer zieht in Betracht, Chikhaoui als Spielmacher aufzubauen. Das Risiko ist beträchtlich. Der Tunesier ist derart verletzungsanfällig, dass man mit ihm eigentlich nur von Spiel zu Spiel planen kann. Auch wenn Fringer mit der Darbietung der jungen FCZ-Mannschaft gegen Servette mehr oder weniger zufrieden war und «von einem couragierten Auftritt und einer unverdienten Niederlage» sprach, liess er erneut keinen Zweifel daran, dass er «frisches Blut und neue Spieler» fordert.

    Vier Neue – und noch Zarate?

    Zwei Zuzüge sind getätigt: Kukeli kommt von Luzern, Da Costa von Thun. Und Benito spielte gestern mit der U-21, er hat den Beinbruch überwunden. Zudem rückt Nachwuchsmann Djimsiti ins Kader. Ein Spieler wie Gonzalo Zarate von Salzburg ist auf dem Markt, aber nicht ablösefrei und teuer im Unterhalt.

    Er ist eine Option für den FCZ, denn die Verantwortlichen erkennen immer deutlicher, dass das Team weiter verändert und verstärkt werden muss, wenn es nächste Saison in der Super League eine bessere Rolle spielen will. Andernfalls droht die Erinnerung an den 13. Mai 2006 immer mehr zu verblassen

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    Kommentar Von Silvan Schweizer

    Simpsons fehlende Überzeugung


    Sean Simpsons Nationalteam verpasst den WM-Viertelfinal – zum zweiten Mal in Folge. Das war in der zwölfjährigen Ära Ralph Krueger zuvor nur einmal vorgekommen und ist eine Ernüchterung. Die Schweizer konnten mit dem bestbesetzten Team seit Jahren antreten. Doch mit Namen allein gewinnt man keine Spiele. Die weniger prominente Konkurrenz Europas hat noch mehr aufgeholt. Nicht die Slowaken wurden an dieser WM zum Stolperstein, sondern die Franzosen. Beim 2:4 wurden die Schweizer vom hart arbeitenden Gegner überrascht.

    Simpson scheint die Überzeugungskraft zu fehlen, sein Team auf solche entscheidenden Spiele einzustimmen. Seine Aussage, er habe schon vor dem Frankreich-Match ein ungutes Gefühl gehabt, aber die Mannschaft nicht mit Nachdruck darauf angesprochen, weil er keine Nervosität verbreiten wollte, zeugt auf fatale Weise davon. Der Coach wirkt oft mürrisch, angespannt und wenig selbstbewusst. Wie sonst ist zu erklären, dass er eine kanadische Entourage um Andy Murray mitschleppt?

    Simpsons fachliche Fähigkeiten sind unbestritten. Er lässt ein attraktives, optimistisches Eishockey spielen, das jedoch im Vergleich zu Kruegers Defensivstrategie viel weniger krisenresistent ist. Die Schweizer verlieren unter ihm ihre Vormachtstellung als «beste Mannschaft der Kleinen». Der Verbandsspitze muss gemessen an den Ansprüchen klar werden, dass das Projekt Simpson nach gut zwei Jahren gescheitert ist.

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    Mein Senf:

    Kann mann so stehen lassen.

    Enttäuschend, einmal mehr!

    Zitat von Ali Bengali

    Er trittf es ziemlich gut.
    Top-Stürmer auf internationalem Niveau fehlen uns aber auch in anderen Sportarten. Irgendwie ein Gen das den Schweizern fehlt.

    Ja, ein guter Artikel von Roost, der Mann versteht ja auch etwas von der Sache, im Unterschied zu gewissen Zeitungsfritzen..... :roll:

    Wir haben nur einen Weltklasse Mann: Roger Federer, und der ist die Ausnahme der Regel, dass wir eben keine solchen Leute haben!

    Sulander entdeckt die alte Heimat

    Nach 14 ZSC-Jahren ist Goalielegende Ari Sulander nach Helsinki zurückgekehrt und geniesst seine Freizeit.

    Von Silvan Schweizer, Helsinki

    Ari Sulander erscheint 15 Minuten zu früh zum Treffen in Kauppatori, unten am Hafen von Helsinki. Der Finne zeigt schweizerische Überpünktlichkeit. «So könnte man es nennen», sagt er und lächelt verschmitzt. Nach 14 Jahren und dem meisterlichen Karriereende in Zürich ist die Torhüterlegende in die finnische Hauptstadt zurückgekehrt. Im Westen Helsinkis wuchs er einst auf, beim Traditionsclub Jokerit wurde er gross, bevor er bei den ZSC Lions eine unerwartete zweite Heimat fand.

    Nun zieht Sulander bei seiner Freundin Kaisu ein. Sie besitzt eine Wohnung in Lauttasaari auf einer Insel im Osten der Stadt. «Wir haben Meerblick und sogar einen kleinen Strandstreifen in der Nähe», sagt der 43-Jährige. Sein Blick schweift auf die See hinaus und auf das riesige Passagierschiff, das am Pier angelegt hat und bald Kurs Richtung Stockholm nimmt. «2500 Leute haben da Platz», sagt er nicht ohne Stolz über die Konstruktion seiner Landsleute.

    Das Meer und die Küste gefallen Sulander am besten hier. Als Kind sei er mit seinem Vater oft in einem kleinen Boot hinausgefahren, rund um die vielen verstreuten Inseln. «Wir angelten und gingen baden. Es war perfekt», erzählt er. Er sei zwar nicht der Fischertyp, aber solche Boottrips werde er nun bestimmt wiederholen. Nun, da er zum ersten Mal seit langem für alles genügend Zeit findet. «Der Sommer ist wunderbar hier, es wird rasch warm», sagt er. Er freut sich darauf, öfter zu relaxen und das zu essen, wonach ihm gerade ist.

    Mit wackligen Beinen auf Ski

    Schon kurz nach seinem vierten Meistertitel mit dem ZSC vor drei Wochen, dem «perfekten Abschluss», gönnte er sich Erholung. Erstmals seit 23 Jahren reiste er zum Skifahren nach Lappland. In seiner Laufbahn war ihm das vertraglich meist untersagt gewesen. «In der ersten Abfahrt war ich noch etwas unsicher auf den Beinen», erzählt Sulander. «Danach lief es immer besser.»

    Stressiger ging es für ihn in den letzten Tagen zu. In der Forch packte er am Wochenende wehmütig seine Sachen, bevor er mit seinem Auto in den Norden fuhr. In zwei Wochen kehrt er nochmals in die Schweiz zurück, um mit der ZSCFührung ein allfälliges Abschiedsspiel zu planen und den Umzug zu koordinieren. Eine finnische Firma holt dann seine Möbel ab und transportiert diese per Lieferwagen und Fähre nach Helsinki. Es habe sich in all den Jahren einiges angestaut, sagt Sulander.

    Zuvor hatte die finnische Botschaft von seinem Abschied vernommen und in Bern extra eine Ehrung für ihn organisiert. Sulanders Eltern waren zugegen, seine Freundin und deren Eltern, GCKCoach Matti Alatalo und auch SCB-Trainer und Finalgegner Antti Törmänen, mit dem Sulander 1995 den WM-Titel errungen hatte. Er erhielt Briefe von Bundesrat Ueli Maurer und von Weltverbandspräsident René Fasel, in denen der Altmeister gerühmt wurde für das, was er als Finne in der Schweiz alles geleistet habe. «Es war schön», sagt der Geehrte in seiner reservierten Art. Seine Mimik aber verrät, dass ihn die Feier bewegt hat.

    Mehr Freunde in Zürich

    Nun ist Sulander also zurück in Helsinki. In der Markthalle am Hafen schaut er fasziniert in eine Vitrine, wo getrocknetes Rentierfleisch angepriesen wird. «Das beste Fleisch, das es gibt», findet er. «Leider sehr teuer.» In dieser Bucht habe sich nicht viel verändert, die Häuser, die Marktstände, die alten Schiffe, alles sei so wie früher. Als er hingegen durchs Zentrum flaniert sei, habe er schon ab und zu innegehalten und gedacht: «Hier war doch mal ein Restaurant.»

    Helsinki und Zürich. Die beiden Städte stellt Sulander auf eine Stufe. «Ich habe aber mittlerweile mehr Freunde in Zürich als hier», stellt er fest. Er ist nun daran, die alten Freundschaften aufzufrischen. Als er am Dienstag den Match Finnland - Schweiz im Stadion besuchte, kamen Dutzende früherer Wegbegleiter auf ihn zu: «Sulo, du bist wieder da! Lass uns abmachen!» Sulander beobachtete den Match für einen TV-Sender und wurde nach einem Resultattipp gefragt: «Ich musste 2:2 sagen. Auch wenn es kein Unentschieden gibt an einer WM. Aber immerhin habe ich ja beide Pässe.»

    In den nächsten Wochen wird er sich mit Jukka Rupponen treffen. Der einheimische Torhütertrainer plant für den Sommer ein Camp, in dem sich unter anderem Minnesotas Niklas Bäckström auf die neue NHL-Saison vorbereitet. Sulander wird assistieren und lernen. Er sagt: «Früher wartete ich immer darauf, was der Coach mir sagte. Nun muss ich mich selbst vorbereiten und Übungen überlegen. Das wird spannend.»

    Eine fiese Postkarte versenden

    Wie seine Zukunft im Trainergeschäft genau aussieht, dürfte sich erst im August entscheiden. Er habe mehrere Optionen, sagt Sulander. Dann wird er auch erneut nach Zürich zurückkehren, weil am 25. August ausgerechnet seine beiden Vereine ZSC Lions und Jokerit gegeneinander testen. Zwei Tage später findet zudem die traditionelle ZSC-Golftrophy statt. Er werde den Kontakt sicher nicht einfach so abreissen lassen, sagt Sulander. So hat er sich schon genau überlegt, was er macht, wenn er in seinem neuen Leben erstmals im Winter ins warme Asien verreisen kann: «Ich schicke eine Postkarte an meine ZSC-Kollegen, wenn sie drei Spiele in vier Tagen haben.» Der stille Finne lacht nun. Schallend.

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    :cool:

    Zaugg kolportiert, dass Streit auf Kosten von Josi als Stürmer eingesetzt werden sollte.

    Glaube nicht dass Simpson dies machen wird, denn Streit würde das grausam anscheissen.

    Er ist u.a. zu den NYI gegangen, damit er dort so spielen kann wie er sich das vorstellt:

    Als Verteidiger, der bei jeder Über- und Unterzahl auf dem Eis steht.

    Schubiger

    Unendlicher Spass mit dem Flieger


    Schubiger machte auf seinem Bürostuhl eine halbe Drehung und schaute zum Fenster hinaus. Er war philosophisch gefordert.

    Ihn beschäftigte ein Problem, seit er am Wochenende mit seiner Familie hinaus zu Schwester Schubiger gefahren war, hinaus ins Kloten-Land, international auch bekannt als unendliche Eishockey-Provinz des Zürcher Unterlandes. In seiner Zeitung hatte Schubiger den Niedergang des Klotener Fliegers verfolgt. Und jetzt fragte er sich: Wenn es Kloten bald nicht mehr gibt, ist dann die Eishockey-Provinz des Zürcher Unterlandes noch unendlich oder schon unendlicher?

    Zuerst hatte er mit dieser Frage Neffe Schubiger genervt, im Prinzip ein herzensguter Bub, aber eishockeytechnisch leider dem Flieger zugewandt. «Wir spielen auch nächste Saison in der Nationalliga A», sagte Neffe Schubiger, setzte sich vor den Fernseher und erklärte damit die Diskussion zu Schubigers Unvergnügen für beendet. Neffe Schubiger war mit seiner Trotzigkeit so wenig eine philosophische Hilfe wie GC- und Kloten-Fan Ginser. Der hatte Schubigers SMS-Frage, ob es unendlicher denn überhaupt gebe, einfach ignoriert. Und auch nicht Stellung bezogen, ob er nächstes Jahr eine Saisonkarte bei Bülach oder Bassersdorf kaufe, wenn die Eishockey-Provinz des Zürcher Unterlandes tatsächlich noch unendlicher werde.

    Schubiger schaute weiter zum Fenster hinaus. Ob unendlich, unendlicher oder unendlich + 1: Er wusste nicht so recht, ob er sich überhaupt freuen könnte über einen endgültigen Niedergang des Fliegers. Oder ob er nicht auf die Rettung hoffen musste. Der Niedergang bot zwar zweifellos grösste Schadenfreude, aber das war ein kurzer Spass. Bei einer Rettung versprach sich Schubiger Unterhaltung auf Dauer. Die Kloten Flyers auf Sparkurs müssten Wick, Du Bois und Stancescu an den ZSC verkaufen. Sie wären nicht nur ein hervorragender Derby-Gegner, sie könnten auch jedes Jahr Freude bereiten in ihrem Kampf gegen das Play-out.

    Schubiger drehte sich zurück an sein Pult und sagte zu sich: «Ja, das wäre unendlicher Spass.» Er ging mit einem Lächeln in die Mittagspause.

    sc hubiger@tagesanzeiger.ch

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    Streit hatte schon in der NHL eine der schlechtesten (!) Plus/Minus Werte der ganzen Liga!

    Tatsache ist: Streit ist einer der besten Offensivverteidiger, aber defensiv ist er nur Durchschnitt.

    Analyse Bei den Kloten Flyers wird der Führungswechsel erneut vertagt. Die Lage spitzt sich weiter zu. Von Philipp Muschg

    Birchers verzweifeltes Spiel auf Zeit

    Heute hätte Jürg Bircher gerne die Rettung der Kloten Flyers bekannt gegeben. Der 10. Mai ist der Tag, bis zu dem der Flyers-Präsident eine «Gesamtlösung» für den finanziell schwer angeschlagenen NLA-Club präsentieren wollte. Nun ist offensichtlich: Der selbst gewählte Termin war so unrealistisch wie willkürlich. Der Bericht über das Geschäftsjahr 2011/12, das am 30. April zu Ende ging, war schlicht nicht schnell genug fertig und bis gestern noch in Revision. «Das dauert halt eine gewisse Zeit», erklärt Bircher inzwischen, einen Widerspruch sieht er nicht. «Ich hatte eben gehofft, dass bereits früher eine Lösung möglich ist.»

    Es ist ein Muster, das viel sagt über den Präsidenten, unter dem die Flyers leistungsmässig zulegten, aber finanziell abstürzten. Denn zwei Dinge hat sein Wunschnachfolger Hans-Ulrich Lehmann stets klargemacht: dass er für die Fehlleistungen der bisherigen Führungscrew finanziell nicht geradestehen will; und dass für ihn eine Zusage ohne definitiven Jahresabschluss nicht denkbar ist. Bircher hat wider dieses Wissen anderes angekündigt. Heute sagt er: «Ich hoffe, dass wir nächste Woche eine glaubwürdige Lösung haben.»

    Nächste Woche Ja oder Nein

    Aus dieser Haltung spricht Hilflosigkeit – und sie kontrastiert scharf mit der Position Lehmanns. Der Geschäftsmann, der die Flyers als Vehikel sieht, sein Hotel- und Kongresszentrum in Glattfelden zu bewerben, gibt sich klar und verbindlich. Bis zum Wochenende weilt er im Ausland, den Geschäftsbericht will er mitnehmen. «Nach meiner Rückkehr sage ich Ja oder Nein», verspricht er, «und dabei bleibt es dann auch.» Die Region, der Club und insbesondere dessen Juniorenbewegung lägen ihm zwar am Herzen. Doch in der Rolle des Retters sieht er sich deswegen nicht: «Es muss businessmässig Sinn machen.»

    Und wenn nicht? Bircher spricht von weiteren Investoren, doch das Problem der massiven Überschuldung hätten auch sie. Dass Bircher und sein Vizepräsident Jan Schibli die Millionen, die sie seit Jahren in den Club stecken, abschreiben müssen, ist inzwischen auch ihnen klar.

    Unklar dagegen ist, wie hoch die Nachforderungen weiterer wichtiger Gläubiger ausfallen – in Bezug auf Steuern und Pensionskassenbeiträge insbesondere. Weil die Liga zusätzlich zur Jahresrechnung eine Vollständigkeitserklärung verlangt, könnten die Zahlen noch dramatischer ausfallen als ohnehin schon. Und bezüglich Zahlungsmodalitäten gab es mit den Behörden noch nicht einmal Kontakt. «Es wäre besser, wenn mein Nachfolger das macht», so Bircher, «ich hätte da wohl ein Glaubwürdigkeitsproblem.»

    Lauter falsche Versprechen

    Damit nennt er einen weiteren Grund, warum seine Nachfolgersuche so schwierig ist. Mit TV-Mann Adrian Fetscherin trat der Einzige, der verbindlich zusagte, von seinem Vertrag zurück – weil ihm Informationen vorenthalten worden seien. Vor sechs Wochen wurde dem Team mitgeteilt, die Löhne für die nächsten drei Monate seien gesichert – trotzdem konnten sie schon im April nicht mehr bezahlt werden. Danach versprach die Clubführung der versammelten Mannschaft, die Saläre seien Teil der Lösung vom 10. Mai – nun bleibt auch dieses Versprechen unerfüllt.

    «Langsam läuft uns die Zeit davon», hat Bircher immerhin erkannt. Allein die Hoffnung dürfte aber nicht mehr lange genug sein. Weder für die Liga, die ihre Reglemente durchsetzen muss. Noch für die bisher solidarischen Spieler, die weitere Lohnausfälle kaum noch einmal kommentarlos schlucken und sich anderweitig umsehen würden. Und schon gar nicht für einen möglichen Investor, den Schuldentilgung und Anschubfinanzierung schlimmstenfalls einen zweistelligen Millionenbetrag kosten könnten.

    Die Lage bei den Flyers spitzt sich noch einmal zu.

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    Zitat von Simms


    Trotzdem bin auch ich skeptisch was die NHL angeht, aber seine Chancen sind in meinen Augen grösser als bei Wick, weil Brunner einfach noch deutlich bessere Scorerqualitäten als Wick hat.

    Vergleich Brunner vs Tambellini:

    Beide in der CH Top, Tambellini in der NHL aber in seiner besten (!) Saison mit 17 (!) Punkten in der Quali, in den Saisons davor mit 14 bzw. 15 Punkten.

    Für einen Stürmer ist der Schritt in die NHL noch einiges grösser und schwerer als für Torhüter und Verteidiger, die Konkurenz ist noch grösser! Brunner kann man nur in der 1. bzw. 2. Linie bringen, und dort hin zu kommen ist sehr, sehr schwer!

    Stanley-Cup

    Ein Hauch von ZSC in der NHL

    (ewu)

    In der NHL sind die ersten Halbfinalisten bekannt: Nach den LA Kings haben sich auch die Phoenix Coyotes für das Finale der Western Conference qualifiziert. Das bedeutet: Es stehen sich die nach Punkten Nummern 6 und 8 gegenüber. Ihr Steigerungslauf erinnert ans NLA-Playoff, wo der SC Bern und die ZSC Lions, von den Rängen 5 und 7 gestartet, das Finale bestritten. Halten sie sich an die «NLALogik» (mit dem ZSC als Meister), so ziehen die schlechter klassierten Kings in den Stanley-Cup-Final ein. Es wäre zum zweiten Mal in der 45-jährigen Vereinsgeschichte: 1993 unterlagen die Kings um Wayne Gretzky Montreal 1:4. Für Phoenix, erst seit 1996 und dem Umzug der Winnipeg Jets ein NHL-Ort, ist es bereits jetzt der grösste Erfolg der jungen Geschichte. Bemerkenswert: Der bankrotte Club wird seit drei Jahren von der Liga getragen, das Minus beträgt jährlich 30 Millionen Dollar. Immerhin scheint es sich nun auszuzahlen.

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    Zitat von Ali Bengali


    Wobei sein Agent ja den Markt sondiert. Rofl.

    Wenn Brunner umsverrecken will wird sein Agent schon was finden, aber natürlich nicht mit Einwegvertrag!

    Er wird also in der AHL beginnen müssen und wird aus meiner Sicht dann, wenn überhaupt, eine Saison wie Wick haben, für mehr reicht es einfach nicht.

    Ist für mich ein fragiler Schillerfalter (sorry Klaus!), ein Qualikönig und Playoffbettler.

    Gibt es drüben auch zur Genüge!

    Zitat von Studi66


    Und überhaupt: wo?? NLA? EUROPA? ECHL? AHL?? NHL???

    Brunner hat IMHO gar kein Angebot aus der NHL.

    Falls überhaupt tippe ich auf eine Saison wie sie Wick hatte.

    Die Schweizer Medien schreien schnell "NHL" und wie im Fall Berra musste dieser dann kleinlaut zugeben dass absolut keine Anfrage da war.

    Oberstadtgass.....anno 1956....han immer krass gfunde dass er no de einzig us dem Film isch wo no läbt, sogar de Bueb us dem Film (Jürg Grau als Mäni Brändli) starb mit nur 64 vor ihm.

    Unvergässe natürli für mich de Fackelzug :rofl:

    Schöns, langs Läbe, so wies sött si!

    Machs guet, Rodi!