Beiträge von Larry
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Leck mich!

Wie i de CH:
Vancouver, s beschte Team nach de Quali isch dusse!
Boston, de Titelverteidiger, häd de Chopf grad nomal us de Schlinge zoge, Game 7 entscheided!
d Rangers, Nr. 2 nach de Quali, sind 3:2 im Rückstand!
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Jetzt händs mal duregriffe:
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Zitat von Rangersfan
@ Larry: Well done Panthers, noch ein Sieg und sie ziehen in die naechste Runde ein.
Die Caps ueberraschen auch positiv, Holtby spielt super im Tor.
Meine Rangers spielen nicht gut, kein PP und Anderson spielt besser als Lundqvist. Ich fuerchte am Montag wird die Saison fertig sein.
Ja, hab gerade NHL Tonight geschaut.

Believe Red!
Was die Rangers anbelangt leide ich mit Dir!
Aber: It's not over till it's over!
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Die Rangliste isch vo 2008, han auf die Schnelle kei neueri gfunde.
Und de Rotschi wird aktuell uf es Vermöge vo ca. 300 Mio. gschätz.
Langed also bei Weitem nicht!
Update:
http://espn.go.com/nfl/story/_/id…eam-forbes-list
Interessant:
Keeping a lid on player costs allowed the Tampa Bay Buccaneers to be football’s fourth most profitable teams over the past five years.
The Bucs’ player costs were $35 million lower than any other team during that time and $150 million less than the Cowboys.De Glazer macht Chole mit am Schwanz umespiele....und da spielts ebe kei Rolle wänns Stadion nöd usverchauft isch.....voll krass!!!
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Nä gä!
Choschded über 1 Milliarde!

Han grad gseh dass de Chole vom Rotschi doch nöd langed für so es Team:
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Ich frage mich eher warum die überhaupt die RS absolvieren:
http://bazonline.ch/sport/fussball…/story/22104167
und auch er:
"Roger Federer liess sich aus medizinischen Gründen militärdienstuntauglich erklären. Dies führte zu einigen Diskussionen in der Schweizer Öffentlichkeit, da in der Schweiz immer noch eine Mehrheit der Männer eines Jahrganges (2006: 65 %) militärdiensttauglich ist."
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Zitat von vancouver
Auch wenn in der NHL gestreikt wird und wir zu Steve McCarthy und Jeff Tambellini
zwei NHL Stars angaieren könnten, würdest Du Pittis dann auch behalten ?Gstreikt wird sowieso nicht, es gibt aber ev. einen Lockout.
Da die Spieler beim letzten Lockout, der die ganze Saison dauerte, brutal verloren haben kann davon ausgegangen werden, dass sich die Parteien eher früher als später finden werden, sprich, die NHL Spieler werden für ein paar Spiele nach Europa gehen und dann wieder abreisen, wie beim ersten Lockout.
Also muss man sein Kader komplett haben, und dann setzt man zum Gaudi der Zuschauer während ein paar Spielen einen NHL Star ein.
Ich würde übrigens Pittis behalten, der wird unterschätzt.
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"Ebenfalls eingerückt ist SCB-Stürmer Joël Vermin. Er kommt schon am ersten Tag zu spät."
:roll:
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Zitat von Larry
Falls die Flyers nun wie der SCB 1998 über eine Nachlassstundung saniert werden und die Aktien zu einem «vernünftigen Preis» verkauft würden, könnte sich Lehmann erneut ins Spiel bringen.Das ist die Antwort, Nachlassstundung statt Konkurs. Bei einem Konkurs müssten sie wohl in der 1. Liga wieder beginnen.
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Fall Sion: Der Verband siegt, der Punkteabzug bleibtVon Peter M. Birrer
Christian Constantin erlitt seine schwerste Niederlage: Die 36 Punkte erhält sein Club nicht zurück. Das sorgt auch bei GC für Aufatmen.
Auf seiner Website demonstriert der FC Sion pures Selbstverständnis. Er zeigt die Tabelle, die für ihn Gültigkeit hat und seine einzige Wahrheit ist: Die Walliser liegen auf Platz zwei, mit 49 Punkten sind sie erster Verfolger des FC Basel. Sie foutieren sich um den Abzug der 36 Punkte durch den Schweizerischen Fussballverband (SFV) im Winter. Und um der Nation zu demonstrieren, dass sie im Recht sind, zogen sie von Gericht zu Gericht, zuletzt setzten sie den Streit vor dem Berner Obergericht fort. Für Zweifel ist im Reich, das von Präsident Christian Constantin regiert wird, kein Platz.
Die Genugtuung von Gilliéron
Die kleine Welt stürzte gestern aber doch ein, zumindest wurde sie massiv erschüttert: Das Obergericht machte sein Urteil publik – und den SFV zum Sieger. Die 36 Punkte werden nicht zurückerstattet. «Die Parteien haben sich im Streitfall auf die Anrufung der Sportgerichtsbarkeit (CAS) mit einer Schiedsklausel verpflichtet, unter Ausschluss der staatlichen Gerichtsbarkeit», schreibt das Obergericht. «Dieser Verfahrensweg war zwingend einzuhalten, was Sion nicht getan hat.»
Den Entscheid nahm der SFV mit Genugtuung auf. «Das Gericht hat auch klargestellt, dass Sion nicht glaubhaft machen konnte, dass der Punktabzug zu Unrecht erfolgt ist», sagte Robert Breiter, Leiter des Rechtsdienstes beim Verband. Präsident Peter Gilliéron meldete zunächst zufrieden: «Ich bin froh, dass das Gericht im Urteil festgehalten hat, dass man sich an Sportgerichte zu halten hat.» Er merkte aber gleichwohl an: «Besser wäre es, wenn sich diese Geschichte gar nie ereignet hätte.»
Sion-Anwalt: Barrage
Für die neue Saison hat Sion wie gewohnt das Lizenzgesuch eingereicht. «Herr Constantin hat meines Wissens erneut die Bedingungen akzeptiert», sagte Gilliéron, «aber was ist diese Unterschrift wert? Bisher hat er sich nicht an das gehalten, was er unterzeichnet hat.»
Unklar ist, wie die Sittener nun vorgehen. Verdauen müssen sie das, was ihr Trainer Laurent Roussey als «harten Schlag» bezeichnet; hinnehmen müssen sie ein Urteil, «das uns untersagt, zu träumen: Wir werden uns nicht mehr für die Europa League qualifizieren» (Roussey). Selbst Alexandre Zen-Ruffinen, einer von Constantins Anwälten, rechnet nicht mehr mit einer wundersamen Kehrtwende in dieser Geschichte. «Wir müssen objektiv bleiben», sagt er, «es ändert nichts daran, dass wir nicht einverstanden sind: Der Bescheid ist negativ, und wir können nicht mehr damit rechnen, dass sich daran etwas ändert. Das ist die Realität.»
Weitere 13 Punkte Abzug?
Offen steht dem Club, noch einen Schritt weiterzugehen und innert 30 Tagen ans Bundesgericht zu gelangen. Inzwischen ist aber nicht einmal mehr der Anwalt davon überzeugt, den Kampf weiterzuführen. «Wir müssen sehr exakt prüfen, wie viel Sinn es macht», findet Zen-Ruffinen, «nur wenn wir eine reelle Chance erkennen, fechten wir das Urteil an.» Dann liefert er den Satz nach, der auch Resignation verrät: «Wer vor dem Obergericht verliert, erhält vor dem Bundesgericht höchstwahrscheinlich nicht recht.» Das Bundesgericht würde keine vollständige Überprüfung mehr durchführen und den Entscheid nur umstossen, wenn es Verfahrensfehler eruieren würde. Noch hat der FC Sion trotz allem 13 Punkte auf dem Konto und rechnerisch die Möglichkeit, die Barrage zu vermeiden. Allerdings drohen weitere Punktabzüge: Lausanne, Thun und Luzern haben beim CAS Protest eingelegt und reklamieren Forfait-Siege aus Spielen gegen Sion. «Das Szenario ist denkbar», gesteht Zen-Ruffinen ein, «aber macht das überhaupt noch einen Unterschied?» Womit er zum Ausdruck bringt: Für ihn steht ausser Frage, dass Sion seinen Platz in der Liga via Barrage verteidigen muss.
Die Erleichterung bei GC
Bei GC hat Uli Forte das Urteil mit Interesse zur Kenntnis genommen. Der neue Trainer sagt: «Wir können die verbleibenden sieben Spiele nun mit einer Spur mehr Gelassenheit angehen.» Hätte Sion die 36 Punkte zugesprochen bekommen, hätte sich die Lage der Zürcher im Kampf gegen den Fall in die Barrage entscheidend verschärft. Forte bemerkt: «Niemand hat gerne das Messer am Hals.»
Am Einsatz und Engagement von Trainer und Mannschaft wird der Richterspruch aber nichts ändern: «Wir werden alles tun, um die Saison mit guten Spielen und positiven Resultaten abzuschliessen.» Und sein Fazit zum Verdikt gegen Sion lautet: «Es ist eine verrückte Saison, in der einen nichts mehr überraschen kann.»
(Mitarbeit: pb./zog./ukä.)
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Kloten-Rettung: Kandidat gibt sich zu erkennen
Multimillionär Hans-Ulrich Lehmann würde eine Übernahme prüfen – aber nur, wenn es bei den Flyers ein Nachlassverfahren gibt.
Von Silvan Schweizer
Nach der Auseinandersetzung an der Medienkonferenz trafen sich FlyersPräsident Jürg Bircher und sein Gegenspieler Adrian Fetscherin am Mittwochabend noch zu einer Aussprache. Es sei in Anbetracht der Umstände ein gutes Gespräch gewesen, erzählt Bircher. Er hofft auf eine einvernehmliche Lösung mit Fetscherin, der eigentlich Geschäftsführer werden sollte, nun aber seine Aktieneinlage zurückfordert, weil ihm gewisse finanzielle Posten des Vereins unzureichend oder sogar falsch dargestellt worden seien.
Auch Fetscherin spricht von einem guten Treffen. Und über Facebook meldete er sich bei zahlreichen Exponenten im Flyers-Umfeld: «Ich möchte mich bei euch für Zeitungsschlagzeilen wie Schmierentheater, Schlammschlacht etc., zu denen auch ich meinen Teil beigetragen habe, entschuldigen», schrieb er. «Ab sofort gilt es noch viel mehr, dem angeschlagenen Club Sorge zu tragen. Alle bisherigen Diskussionen gehören hinter die Kulissen – mit dem klaren Ziel, nun raschmöglichst eine Lösung zu finden – im Sinne aller Flyers-Anhänger!»
Schon früher im Gespräch
Dies ändert nichts daran, dass der Verein in einer prekären Situation steckt. Der Saisonkartenverkauf läuft verheerend, die Lohnzahlungen scheinen nicht gesichert. Nun gibt sich mit Hans-Ulrich Lehmann immerhin ein Mann zu erkennen, der die Klotener retten könnte. «Ich würde eine Übernahme prüfen», sagt der 52-jährige Geschäftsmann. «Aber nur bei einem kompletten Neuanfang. Und das wäre der Konkurs.»
Lehmann wurde von Bircher schon vor einem halben Jahr als Investor angefragt. Doch er verlangte Konditionen, die der Präsident, der im Club noch hohe Darlehen hat, nicht eingehen wollte. Falls die Flyers nun wie der SCB 1998 über eine Nachlassstundung saniert werden und die Aktien zu einem «vernünftigen Preis» verkauft würden, könnte sich Lehmann erneut ins Spiel bringen.
Er gilt als umgänglicher und unkomplizierter Typ. Von 1998 bis 2006 war er Gemeinderat für die SVP in Glattfelden. Vor allem aber verfügt er über Kapital. In den 90ern war er als Generalimporteur für den damaligen Marktführer Nokia der Schweizer Handykönig. Der Selfmade-Millionär erarbeitete sich ein Vermögen von 200 bis 300 Millionen Franken, wie das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» schätzt. Vor drei Jahren investierte er 80 Millionen Franken in die stillgelegte Spinnerei Letten in Glattfelden und machte daraus das Hotel- und Eventzentrum Riverside.
Das Riverside als Geschäftsstelle
Ein Engagement hätte vor allem auch mit dieser Immobilie zu tun. Lehmann, der seinen Sponsoringvertrag mit den Klotenern nach drei Jahren nicht mehr verlängert, führte hier für den Verein schon zahlreiche Events durch: Gönneressen, Medientag, Team-Events. Wäre er Mehrheitsaktionär und damit wohl auch Präsident, könnte er die Flyers noch effektiver mit dem Riverside verbinden. Hier würde er die Geschäftsstelle einrichten. Und im Stadion brächten er und sein Team viel Erfahrung fürs Catering mit. Er sagt: «Ich bin keiner, der blind investiert. Es muss wirtschaftlich Sinn machen.»
Lehmann ist überzeugt davon, dass die Flyers zu betreiben seien, ohne jedes Jahr Löcher stopfen zu müssen. Dafür müsse man aber eine vernünftige Lohnstruktur einführen und noch viel mehr den Mut haben, auf eigene Talente statt auf teure Schweizer und Ausländer zu setzen, so der letztjährige Nationalratskandidat. «Es braucht mehr als Emotionen und Fantum.» Lehmann ist kein eingefleischter Flyers-Anhänger, ihn interessieren vor allem die geschäftlichen Perspektiven.
«Es ist ein Trauerspiel, was mit diesem Club passiert», sagt er betrübt. «Wegen zwei Egomanen, die sich inszenieren.» Aussagen, die deutlich machen: Sein Einstieg in Kloten würde definitiv ohne Bircher und Fetscherin stattfinden.
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«Das gibt einem keine Achterbahn der Welt»
ZSC-Meistercoach Bob Hartley erklärt, weshalb er sich nie entmutigen lässt und immer auf sein Bauchgefühl hört.
Von Simon Graf, Zürich
An der ZSC-Homebase herrschte gestern Vormittag die Ruhe nach dem Sturm. Auf 11 Uhr hatte Bob Hartley ein Teammeeting anberaumt, die Spieler trafen allmählich ein, die meisten von ihnen übernächtigt, aber zufrieden. Bevor Hartley nochmals zu den Spielern sprach, traf er sich im kleinen Kreis mit Zürcher Journalisten.
Bob Hartley, waren Sie heute wie immer um sieben Uhr im Büro?
(lacht) Nein, um neun. Ich bereitete noch ein paar Statistiken auf. Wir werteten alle Spiele aus, die letzten Zahlen bin ich den Spielern noch schuldig. Was für eine verrückte Saison! Ich sollte Steven Spielberg anrufen und ihn fragen, ob er unsere Geschichte verfilmt. Und der Schluss zeigte: Jede Sekunde zählt. Wenn der Zeitnehmer bei jedem Unterbruch etwas gezögert hätte, wäre die Schlusssirene ertönt, als McCarthy den Puck auf seinem Stock hatte. Es war ein grosser Abend, für die ganze Familie Hartley.
Wie meinen Sie das?
Mein Sohn gewann am Dienstag auch ein Spiel 7. Er war mit Halifax gegen Québec (im kanadischen Juniorenhockey) sogar 0:3 zurückgelegen. Er ist der Assistent, nicht der Headcoach. Aber er ist auch noch ein Baby, erst 26. Meine Frau ist jedenfalls zufrieden mit ihren Boys.
Welches Gefühl dominiert bei Ihnen nach dem Triumph?
Stolz. Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Als ich am 26. Juli kam, wurde mir schnell klar, dass wir ein hartes Stück Arbeit vor uns hatten. Es wird viel geredet über die Schweizer Mentalität. Aber die ist nicht das Problem. Man muss diese Liga begreifen. Ich erzähle meinen Freunden in Kanada stets: Es ist unglaublich, auf welch kleinem Raum hier zwölf Profiteams funktionieren, wie viele Zuschauer sie anziehen. In Kanada ist Eishockey Religion, trotzdem wäre es nicht möglich, auf der gleichen Fläche, sagen wir von Gatineau bis Québec City, zwölf Profiteams zu betreiben. Dass die Schweiz so klein ist, hat grossen Einfluss auf die Spieler.
Inwiefern?
Wenn man hier einigermassen talentiert ist, braucht man nicht einmal einen smarten Agenten, um mit Eishockey 20 Jahre gutes Geld zu verdienen. Dazu kommt, dass man jederzeit mit jedem Club verhandeln darf. Die Spieler haben enorm viel Macht. Sie wissen, es reicht auch, wenn sie nur 80 Prozent Einsatz geben. Doch 80 Prozent garantieren ihnen nicht, dass sie Champions werden. Mein Job war es, in Zürich dafür zu sorgen, dass jeder 100 Prozent gibt.
Damit dürften Sie sich anfangs beim Team nicht beliebt gemacht haben.
Ich bin kein Politiker. Ich brauche niemanden, der für mich stimmt. Viele Coaches suchen die Nähe zu den Spielern, damit diese zum Sportchef gehen und sagen: Wow, der neue Trainer ist ein toller Typ. Ich will, dass sie von mir sagen: Er macht uns besser. Ich riss viele Spieler aus ihrer Komfortzone. Aber ich verlangte nichts Unmenschliches.
Mögen die Spieler Sie nun besser, da sie mit Ihnen Erfolg gehabt haben?
Darüber zerbreche ich mir keine Sekunde den Kopf. Ich bin immer für die Spieler da. Wenn einer ein Problem hat, auch im Privaten, kann er zu mir kommen. Ich half schon Spielern, vom Trinken wegzukommen oder von Drogen. Ich versuche, ihnen auch etwas fürs Leben beizubringen. Aber ich will keinen Popularitätswettbewerb gewinnen.
Ihre ersten ZSC-Monate verliefen wenig erfolgreich. Waren Sie jemals entmutigt?
Nein. Ich bin nicht der Typ, der sich entmutigen lässt. Als Barry Smith in Lugano zurücktrat, rief ich ihn an und versuchte, ihn zu überreden, seine Entscheidung rückgängig zu machen. Man kann doch nicht einfach so aufgeben. Wenn man eine Mission begonnen hat, muss man sie zu Ende führen. Wir verloren im Hallenstadion 0:5 gegen Kloten. Lange fühlte es sich an, als seien wir im Gotthardtunnel stecken geblieben. Doch irgendwann sahen wir Licht. Gegen Weihnachten, als wir immer besser wurden, sagte ich den Spielern, wir würden die Schweizer Eishockeywelt noch schockieren.
Wie reagierten die Spieler?
Ich fragte sie nicht. Als Coach wirft man den Spielern verschiedene Dinge an den Kopf, um sie zum Denken zu bringen. Man dringt nie zu allen durch. Einige sind mit den Gedanken immer anderswo. Aber wenn man nur einen Spieler erreicht, ist es das schon wert. Ich wiederholte meine Botschaft im neuen Jahr immer wieder, nach jedem grossen Sieg. Ich musste dies in die Köpfe der Spieler bringen. Denn wenn man im Playoff drei vor sich klassierte Teams schlagen muss, ist das eine gewaltige Aufgabe.
Sie wurden zum 6. Mal Meister. Wo stufen diesen Titel emotionell ein?
Alle stehen für mich auf der gleichen Stufe. Jede Geschichte ist einzigartig. In Hershey starb im Verlaufe des Winters ein Materialwart. Wir spielten im Playoff für ihn. In Colorado spielten wir für Ray Bourque, der noch den Stanley-Cup erringen wollte. Mit Hershey mussten wir fünf Matchpucks abwehren. Nun in einem fantastischen Final ein 1:3 aufholen. Die Adrenalinstösse, die man da erlebt, gibt einem keine Achterbahn der Welt.
Sie verzichteten in Spiel 7 am Ende auf Kolnik, tauschten Cunti und Ambühl. Woher kommt Ihr Gespür?
Ich höre immer auf mein Bauchgefühl. Wenn man nichts versuchen will, sollte man nicht coachen. Ich lebte mein Leben immer so. Ich kaufte mit 18 ein Haus. Meine Frau und ich hatten mit dem Makler abgemacht, fuhren mit den Velos zum Treffen. Der Makler sass im Auto und liess uns warten. Ich ging zu ihm, er kurbelte sein Fenster herunter und fragte: «Wo ist dein Vater?» Ich sagte: «Mein Vater ist tot. Mein Name ist Bob Hartley, und ich will dieses Haus kaufen.» Er wollte zuerst nicht einmal aus dem Auto steigen, weil er dachte, er verschwende seine Zeit. Doch obschon ich kaum Geld in der Tasche hatte, kaufte ich das Haus.
Könnte ein Grund für Ihren Erfolg als Coach sein, dass Sie kein grossartiger Spieler waren?
Das könnte sein, ja. Der Fakt, dass ich es als Spieler nie in die NHL schaffte, trieb mich dazu, immer mehr über dieses Spiel herauszufinden. Noch heute kann ich die gleiche Partie dreimal am Video anschauen, sie sezieren wie ein Arzt.
Man hört von NHL-Organisationen, die an Ihnen interessiert sind. Erfüllen Sie Ihren Vertrag als ZSC-Coach?
Man kann sein Leben nicht danach richten, was andere sagen. Es gibt immer wieder Spekulationen und Gerüchte.
Sie könnten diese Spekulationen beenden, indem Sie festhalten: Ja, ich erfülle meinen Vertrag bis 2013.
Es liegt nicht alles in meinen Händen. Wie gesagt: Das ist alles hypothetisch. Wenn ich mit NHL-Teams verhandeln würde, wäre es etwas anderes. Aber das ist nicht der Fall. Wenn ein Angebot käme, müsste man die Situation anschauen.
Planen Sie, die nächste Saison bei den ZSC Lions zu bestreiten?
Das ist mein Plan, ja. Ich sprach auch schon mit Morris Trachsler und Marco Maurer, unseren neuen Spielern.
Haben Sie in Zürich noch etwas zu beweisen?
Wenn wir in der nächsten Saison die ersten drei Spiele verlieren, werdet ihr Journalisten aufschreien. Zu Recht. Ich bereise nun mit meiner Frau per Auto einige Tage Italien. Am Samstag in einer Woche bin ich zurück für das grosse Meisterfest, danach ist der Titel schon Geschichte. Und wir müssen unser nächstes Kapitel schreiben.
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Ein geglückter Überfall
Die ZSC Lions werden auf dem Weg zum 7. Titel für ihren Mut belohnt
Was die ZSC Lions im Play-off veranstaltet haben, kann mit einem Überfall gleichgesetzt werden. Nach der mehr schlecht als recht überstandenen Qualifikation rechnete niemand wirklich mit ihnen – acht Siege und null Niederlagen später standen sie im Final.
Ulrich Pickel
Und selbst dort, als sich nach dem 1:3-Rückstand der SCB gleichsam wie ein die Handschellen schwingender Sheriff drohend vor ihnen aufbaute, konnten sie noch einmal Reissaus nehmen. Nun haben sie den Jackpot in Form des siebenten Titels in der Klubgeschichte geknackt.
Unvergleichliches Potenzial
Auf dramatischere Weise war dies kaum mehr zu erreichen. Der Siegtreffer zum 2:1, ganze 2,5 Sekunden vor Schluss durch den kanadischen Verteidiger Steve McCarthy erzielt, wird in Zürich (und in Bern) unvergessen bleiben. Neben dem packenden Ende der Finalserie bleibt im Rückblick auf die gesamte Saison noch ein anderer Eindruck: Die ZSC Lions hatten den Mut, einen neuen Weg einzuschlagen, um sich dem Jackpot anzunähern. Sie rückten von der konservativen Personalpolitik ab, die erfahrene Spieler bevorzugte. Dieses Vorgehen führte zu grossen Erfolgen, entpuppte sich in den letzten drei Jahren aber als ein Festklammern am nur noch scheinbar Bewährten.
Der Titel ist nun zum ersten Mal nicht nur das Resultat von erfolgreichem Einkaufen einer A-Mannschaft, er spiegelt das Potenzial der ganzen Organisation. Es brauchte drei Viertelfinal-Niederlagen, bis es die Zürcher wagten, die eigenen Ressourcen ernsthaft anzuzapfen. Diese sind für Schweizer Verhältnisse unvergleichlich.
Die ZSC Lions verfügen über die grösste und erfolgreichste Nachwuchsabteilung. Die Elite-A-Junioren gewannen Ende März den fünften Titel in den letzten sechs Jahren. Und die Stadtzürcher unterhalten als einziger A-Klub mit den GCK Lions ein eigenes Farmteam. Seit der Finne Matti Alatalo dort an der Bande steht, hat ein Profibetrieb in Küsnacht Einzug gehalten, der auch in Zukunft für gut geschulten Nachschub sorgen wird. Die ZSC Lions wussten, sehr zur Freude der Konkurrenz, jahrelang nicht, was genau sie mit all ihren Möglichkeiten anfangen sollten. Der Mut, auch einmal auf die Spieler aus dem Farmteam zu setzen, hat sich nun gelohnt. Luca Cunti, Reto Schäppi, Ronalds Kenins und Chris Baltisberger haben dem Klub auch eine neue Ausstrahlung gegeben, die besagt, dass man sich selbst in Zürich als junger Spieler durchsetzen kann.
Und es war mutig, mit Bob Hartley einen Trainer zu verpflichten, der zuvor noch nie in Europa gearbeitet hatte. Wie der forsche Kanadier in die Lions-Welt eindrang, kam ebenfalls einem Überfall gleich. Nur weil dieser geglückt war, konnte es zum unwiderstehlichen Steigerungslauf in den Play-offs kommen. Es ist keine Übertreibung, ihn mit seiner Erfahrung, seiner Konsequenz und Akribie als aussergewöhnlichen Trainer und Glücksfall für die ZSC Lions zu bezeichnen. Sein Verdienst am Gewinn dieser Meisterschaft ist so gross wie noch nie bei einem Zürcher Trainer. Der 51-Jährige erfüllte im ersten von zwei Vertragsjahren alle Vorgaben.
Er hat wieder eine Leistungskultur etabliert. Sie ist rein autoritär und wird deshalb von vielen Spielern nicht sonderlich geliebt. Aber es ist eine. Er hat den Jungen bedenkenlos Hauptrollen zugewiesen. Er hat den Goalie Lukas Flüeler zur nunmehr unbestrittenen Nummer 1 gemacht. Der 23-Jährige wird seit drei Jahren zum Nachfolger von Ari Sulander aufgebaut. Damit hatte er von allen Zürcher Spielern die schwierigste Mission zu erfüllen. Auch sie ist geglückt.
Der ewige Vergleich mit dem Vorgänger hat für Flüeler nun nichts Belastendes mehr. Und Hartley hat den ZSC Lions das auch für die eigene Vermarktung nicht ganz unwichtige Selbstverständnis, ein Spitzenklub zu sein, zurückgegeben. Der Titelgewinn hat schliesslich auch gezeigt, dass die Klubführung bei der Zusammenstellung der Mannschaft geschickter war, als dies lange vermutet werden musste. Die Schweizer Leader (Andres Ambühl, Mathias Seger, Patrik Bärtschi, Thibaut Monnet, Severin Blindenbacher) waren am Schluss alle zur Stelle. Und das Kollektiv hat die Unbeirrbarkeit, die Hartley in seinem Wirken prägt, verinnerlicht und auf dem Eis vorgeführt. Das Play-off der Zürcher zeichnete sich selten durch spielerischen Glanz aus. Aber dafür umso mehr durch eine beeindruckende Moral, die stark genug war, jeden Widerstand zu brechen.
Es war richtig, dass die Führung dem Trainer auch während der enttäuschenden Qualifikation immer unmissverständlich den Rücken stärkte. So kam nie Unruhe auf, und die Spieler wurden gezwungen, sich mit dem Trainer zu arrangieren. Daneben ist die Mannschaft altersmässig gut durchmischt. Der Captain Seger ist von den auch nächste Saison unter Vertrag stehenden Spielern mit 34 Jahren der älteste. Ihm kommt der 31-jährige Mark Bastl am nächsten. So gesehen können die Lions davon ausgehen, noch ein paar vielversprechende Jahre vor sich zu haben.
Imposante Erfolgsbilanz
Mit dem Titelgewinn erscheinen nun auch die enttäuschenden drei Vorjahre in einem anderen Licht. Die Erfolgsbilanz mit vier gewonnenen Meisterschaften seit der Jahrtausendwende ist imposant. Wird noch der Gewinn der Champions Hockey League 2009 hinzugerechnet, brauchen die ZSC Lions selbst den Vergleich mit dem HC Davos nicht mehr zu scheuen, der als dominierende Kraft der Liga wahrgenommen wird. Allerdings ist jetzt auch die Konkurrenz vor dem wiedererwachten Riesen aus Zürich gewarnt.
Den gleichen Überfall werden die Lions im nächsten Jahr nicht mehr veranstalten können. Es wird ihnen also kaum schaden, auch in Zukunft hin und wieder etwas mutig zu sein. An Bodenständigkeit mangelt es ihnen zumindest nicht. Nach überstandener Meisterfeier fuhr Seger am Mittwochmorgen mit dem Pokal nach Hause – im Tram.
Quelle: NZZ