Beiträge von Larry

    Ich habe Adi Wichser mit ca. 15 mit Winti gegen Dübi in der 1. Liga spielen sehen.

    War schon immer ein riesen Talent, ging dann ja nach Kloten und wurde für mich somit uninteressant. :razz:

    Kam zu uns in der fatalen ersten Saison in der neuen Halle, wo wir doch tatsächlich in die Playouts mussten.

    Hatte dann bei uns auch gute Zeiten, speziell als wir Meister wurden und in der CL.

    War aber halt nie mein Typ Hockeyspieler, für das war er zu sehr Filigrantechniker.

    Später nervten mich seine ewigen Verletzungen und Krankheiten, auch wenn er dafür nichts kann.

    Was jetzt passiert ist für alle Seiten das Beste!

    Zitat von Caro

    ok, dänn isch das es missverständnis gsi.

    ja, es mag si, dass dur das die einte (0.01%, wänn überhaupt), wo de fcz überhaupt i die unkomfortabel situation bracht händ, jetzt trotzdem an match chönd. wärets aber au, wänns en offene verkauf gäh hetti...
    und ebe, wieso söll die ganz sk büesse für die wixxer??! zudem isch das agebot, wo de fcz jetzt däne usem d abütet, mit rücksprach und genehmigung vo de disziplinarkommission gscheh... und de leutwiler söll eifach d'frässi hebe, gc isch ja meh als guet wäg cho i dere ganze aglägeheit!!!

    Ja ich verstahn dass die gross Mehrheit us de SK au nüt defür chan, aber es sind scho meh als 0,01%.... :razz:

    Mit de GC Fans hani übrigens kei Mitleid :twisted:

    Und wänn de SFV das akzepiert, was mich wundered, isch ja okey.

    Zitat von ZSColin

    Trotz enorm grossen Fussstampfen:
    Lukas Flüeler spielt z.Z. sensationell! Kloten war besser, einiges besser. Wir hatten aber den besseren Torhüter zwischen den Pfosten!

    "obwohl Lukas Flüeler erst ein guter, aber noch lange kein grosser Goalie ist."

    K.Z. in seinem neusten Bericht über den Z.

    Chan mer glaub so stah lah.

    Zitat von Caro


    du redsch vo 40%, wo kei karte händ. was isch/wär däne mit däne 100%, wo eini händ?!?!

    Du verstahsch mich falsch!

    Bimene Schnitt vo 11'000 im Momänt und ca. 7000 Saisoncharte händ ca. 40% kei Charte, und die chönd all nöd an Match!

    Die vo OT und WT mit Charte chönd natürli gah.

    Und dass jetzt die us de Südkurve no motzed (ich hans au gläse) isch ja wohl de Gipfel, die chönd froh si chönds an Match!

    Aber who cares.....was reg ich mich uf? Isch glaub z'heiss da..... :cool:

    Zitat von snowcat

    es chömed ja nur registrierti, a de "krawall" unbeteiligti, fans es ticket über! und das isch au richtig eso!

    guet wänn en clubpräsi differenziere chan und die allgemein kollektivstraf- und schwarz-wiss hetz vo press und einige zueschauer nöd mitmacht!

    die aktion bewist eimal meh, dass de cillo mit em heusler zäme immer no de bescht präsi i dere liga isch!

    gruess roli c.

    :facepalm:

    Han gwüsst dass en Du wieder in Schutz nimmsch.

    Und genau so isch es nöd!

    Dutzendi (hunderti?) wo damals übers Feld bzw. Tribühne gseckled sind, all mit SK Saisonkarte, gönd jetzt wieder an Match.

    "Der FCZ hat nach Massnahmen gesucht, um seinen Saisonkarten-Inhabern/innen im Sektor D doch noch eine Möglichkeit zu bieten, die Partie zu besuchen."

    "Gstraft" werded die ca. 40% FCZ Fans wo kei Sainsoncharte händ!

    Mir chans ja gliich si, bin eh nöd da, und bi -20 Grad isch es wohl eher e Straf a de Match müesse zgah.....

    GC wirft dem FCZ Provokation vor

    (ths.)


    Beim nächsten Derby erhält die Südkurve trotz Sperre Tickets für anderen Sektor.

    Das Derby vom 12. Februar zwischen dem FCZ und GC sorgt für erste Misstöne. Es ist das Spiel, bei dem nach dem Abbruch vom 2. Oktober beide Fankurven geschlossen bleiben müssen. Der FCZ informierte nun, wie er den Ticketverkauf dafür organisieren will. Die registrierten Inhaber von Saisonkarten für die Südkurve (Sektor D) werden die Möglichkeit haben, für 30 Franken ein Billett für den Sektor A zu kaufen.

    Der FCZ beruft sich dabei auf das Urteil der Disziplinarkommission der Swiss Football League, wonach «sich der weitaus überwiegende Teil der Fans» am letzten Derby korrekt verhalten habe. Darum habe er, erklärt Präsident Ancillo Canepa, «in Absprache mit der Swiss Football League, der Stadtpolizei Zürich und Vertretern der Südkurve beschlossen, den Sektor A für die Südkurve zu öffnen». Er argumentiert mit Sicherheitsgründen.

    Die Grasshoppers reagieren verstimmt auf diese Ankündigung. Weil es für diesen Match keinen öffentlichen Ticketverkauf gibt, werden ihre Anhänger keine Möglichkeit haben, ihn irgendwo im Stadion zu sehen. Präsident Roland Leutwiler reagiert harsch: «Das Vorgehen des FCZ ist vor allem auch eine Provokation unserer Fans.» Um eine Konfrontation mit der Polizei zu vermeiden, empfiehlt er ihnen, am übernächsten Sonntag nicht zum Stadion zu kommen. GC will für sie ein Public Viewing organisieren. Canepa wiederum hält dagegen: «Von bewusster Provokation kann keine Rede sein.»
    ------------
    Mein Senf:
    Canape..... :roll:

    Die Derbys als Balsam für den ZSC

    Dritter Sieg über die Flyers in Serie dank eines späten Eigentors von DuPont zum 3:2.

    Von Simon Graf, Kloten

    Nach dem ersten Saisonderby hätte bei den ZSC Lions wohl kaum jemand vermutet, dass die Kantonsduelle für sie in diesem Winter noch zu den emotionellen Höhepunkten werden sollten. Die Flyers deklassierten ihre Rivalen damals, am 20. September, im Hallenstadion 5:0, liessen sie zeitweise aussehen wie Junioren. Doch offenbar hat man sich bei den Städtern jene Lektion zu Herzen genommen. Sie gewannen seitdem vier von fünf Derbys und liessen dabei nie mehr als zwei Tore zu.

    Gestern Sonntag in der Kolping-Arena waren sie nicht das bessere, aber das glücklichere Team. Flyers-Quarterback DuPont lenkte 56 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit, als alle schon mit einer Overtime rechneten, eine Hereingabe Bärtschis mit dem Schlittschuh zum 2:3 ins eigene Tor ab. «Wir hatten die erfahrensten Leute auf dem Eis, das darf einfach nicht passieren», sagte Coach Anders Eldebrink kopfschüttelnd. DuPont, der nach dem Spiel wegen einer Schnittwunde am Fuss ins Spital musste, mochte er bei der entscheidenden Szene nicht freisprechen von Schuld.

    Intensiv, emotionell, fehlerhaft

    Für die Klotener war es die sechste Niederlage in acht Partien, für die ZSC Lions der dritte Sieg in Folge. Hätten sie nicht eine solch gute Derbybilanz, ihre Situation am Strich würde noch besorgniserregender aussehen. «Vier Teams kämpfen um drei Playoff-Plätze», erinnerte Bob Hartley nochmals an die Ernsthaftigkeit der aktuellen Phase. «Wir können es uns nicht leisten, Geschenke zu verteilen. Wir wollen noch hochkommen auf Rang 6.» Diesen besetzt Lugano, das noch im Hallenstadion gastieren wird.

    Der ZSC-Coach zeigte sich begeistert vom sechsten Derby und sprach davon, es habe «Playoff-Eishockey» geboten. In der Tat gefielen die Intensität, das Tempo und die Emotionen, die sich ab und zu in kleinen Scharmützeln entluden. Doch die wünschenswerte Präzision und Kaltblütigkeit liessen beide Teams vermissen. Hartleys Plan, mit zwei ausländischen Verteidigern für defensive Stabilität zu sorgen, ging letztlich auf. Vor allem dank Goalie Flüeler, der sich zusehends zu einem Derbyspezialisten entwickelt. «Solche Spiele machen Spass», sagte der frühere Klotener Junior. «Wenn die Emotionen stimmen, sind wir meistens gut. Die Atmosphäre war fantastisch. Hier in Kloten nehme ich unseren Anhang noch besser wahr als im Hallenstadion.»

    Die Partie verlief so, wie sich die ZSC Lions das vorgestellt hatten. Sie überstanden den ersten Klotener Ansturm schadlos und gingen im Mittelabschnitt durch den frei stehenden Monnet (30.) und einen präzisen Schuss Murphys (36.) 2:0 in Führung. Eldebrink durfte immerhin zur Kenntnis nehmen, dass sein Team durch Stancescu (38.) und Jenni (52.) zurückfand, seinen grossen Aufwand noch mit Toren und etwas Spannung belohnt sah.

    Es dürfte, wenn man die Tabelle betrachtet, das letzte Derby dieser Saison gewesen sein. Realistischerweise könnten sich die Zürcher Rivalen wohl erst im Final wieder treffen. Ein Szenario, das nicht gerade naheliegend erscheint. Auch wenn bei beiden Mannschaften durchaus noch Potenzial brachliegt.

    Powered by© Tages Anzeiger

    Sonntag, 29. Januar 2012, gm

    Saisonende für Philippe Koch

    Der FC Zürich muss am Samstag beim Start in die zweite Phase der Axpo Super League auf insgesamt acht Kaderspieler verzichten. Zusätzlich zu den bereits bekannten Absenzen Stjepan Kukuruzovic, Silvan Aegerter, Ludovic Magnin, Asmir Kajevic, Marco Schönbächler (alle verletzt), Amine Chermiti und Yassine Chikhaoui (beide Afrika-Cup) wird in Luzern auch Philippe Koch fehlen. Der rechte Verteidiger hat sich am Samstag im Testspiel im Tessin gegen den FC Locarno bei einem Zweikampf am rechten Knie verletzt. Nähere Untersuchungen am Sonntagabend in Zürich haben ergeben, dass Philippe Koch das Innenseitenband und das hintere Schrägband gerissen hat. Der 20-Jährige wird in den nächsten Tagen von FCZ-Teamarzt José Romero operiert. Er wird mindestens vier Monate ausfallen und in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen.

    Testspiel gegen Wohlen vorwiegend mit U21-Team

    Aufgrund der zahlreichen Absenzen will Cheftrainer Urs Fischer im Hinblick auf das Meisterschaftsspiel vom 4. Februar in Luzern keine weiteren Risiken eingehen. Aus diesem Grund wird beim Testspiel am Dienstag, 31. Januar, 18.30 Uhr, im Stadion Letzigrund gegen den FC Wohlen vorwiegend die zweite Mannschaft (U21-Team) zum Einsatz kommen.

    Der FC Zürich wünscht Philippe Koch gute Besserung.

    Kolumne Werner Schweizer

    Der siebte Anlauf der Lausanner

    Der Lausanne HC ist einer der ältesten Eishockeyklubs der Schweiz und feiert in diesem Jahr das 90-Jahr-Jubiläum. Ausserdem liegen die europäischen Wurzeln des Sports ganz in der Nähe: in Les Avants oberhalb von Vevey. Einst gehörte der Traditionsverein zum festen Bestand der obersten Spielklasse. Seit 20 Jahren turnt er um die Schnittstelle zwischen den beiden Ligen. Seit 1995 bestritt er nur fünf Saisons in der Nationalliga A. 2005 musste er dem damaligen Emporkömmling EHC Basel Platz machen. Im Februar beginnt er seinen siebten Anlauf in Serie für eine Rückkehr in die Elite.

    Die Verankerung in der treuen Anhängerschaft liess ihn eine Serie von Nachlässen, Rückschlägen, Abgängen und Enttäuschungen überstehen. 2009 und 2010 scheiterte der Klub jeweils erst im siebten Spiel der Ligaqualifikation am EHC Biel. Kevin Schläpfer, der jeweils als Nothelfer an der Bande einsprang, als alles verloren schien, wurde zur Nemesis für die Lausanner.

    Der bald sprichwörtlichen Begeisterung der Lausanner für die Mannschaft tat dies keinen Abbruch. In der laufenden Saison hat der Klub trotz Gegnern mit schwacher Resonanz wie Thurgau oder die GCK Lions mit 4848 einen höheren Zuschauerschnitt als fünf A-Teams (Davos, Lugano, Biel, Ambri und die Lakers). Und der Höhepunkt folgt mit dem Playoff erst. Die Halle in Malley fasst über 9000 Besucher. Wenn Lausanne die Ligaqualifikation gegen den letzten A-Klub erreicht, kann es mit rund einem Dutzend Heimspielen und entsprechenden Einnahmen rechnen. Der Schweizer Aufsteiger hat wie der Stanley-Cup-Sieger in der NHL vier Playoff-Serien zu gewinnen.

    Aus dem sportlichen Scheitern der jüngeren Vergangenheit haben die Verantwortlichen ihre Schlüsse gezogen. Das Team stützt sich nicht mehr auf eine Ü-40-Fraktion, der in der entscheidenden Phase der Treibstoff fehlte. Jan Alston ist nur noch Sportchef, Igor Fedulow in der ersten Liga bei Verbier und Zarley Zalapski verschwunden. Lausanne ist auch dank dem überraschend guten Exilrussen Alexei Dostoinow (23) jünger und spielt dank schnellen Stürmern wie den A-erprobten Sven Helfenstein oder

    Florian Conz auf einem höheren Rhythmus. Und das Ausländerduo Setzinger-Genoway könnte man sich auch in einem A-Team vorstellen.

    Lausanne erscheint stark wie selten in seiner turbulenten jüngeren Geschichte. Es dominierte die B-Liga bisher so klar, dass sich der eine oder andere auf den Rängen statt leichten Siegen noch eine Niederlage oder einen starken Gegner in den Viertelfinals wünscht. Denn spätestens in der Ligaqualifikation gewinnen Defensive und der emotionale Faktor entscheidend an Bedeutung.

    Neben Lausanne dürften nur noch Langenthal und Visp als Aufstiegsanwärter infrage kommen. Im Oberaargau hat der Bieler Aufstiegscoach von 2007, Heinz Ehlers, eine Mannschaft mit der bisher besten Verteidigung zur Verfügung. Und in der Offensive war das Duo Kelly-Campbell, das deutlich am meisten Skorerpunkte sammelte, der Erfolgsgarant. Die Visper, die im letzten Frühling als B-Meister an Ambri scheiterten, wirkten allerdings zuletzt zu unkonstant. Dazu sind die Kanadier Forget und Tremblay im Herbst, wenn nicht schon im Winter ihrer Karrieren. Und Trainer Bob Mongrain hat seinen Abgang als Hallenchef nach Champéry angekündigt.

    Der grosse Abwesende im kommenden Playoff wird der einstige A-Klub Sierre sein. Der Klub, der im Sommer drei Schweizer Nationalspieler verpflichtete (Di Pietro, Wirz und Paterlini), stürzte im freien Fall bis auf den letzten Rang ab. Namen machen kein Team, auch wenn es «nur» die National League B ist.

    Powered by© Tages Anzeiger

    Ha, ha! :razz:

    D Bucs händ de neu Head Coach bekannt geh: Greg Schiano

    Uf FB wird gfluecht und gwättered, schöner als da! :twisted:

    Vor allem d' Familie Glazer chunt wieder ganz schlächt weg..... :fight:

    Die Milliardenlöcher

    Hohe Verluste bei Europas Fussballklubs

    (TA)

    Die 734 Klubs aus den höchsten europäischen Landesligen haben 2010 zusammen Verluste von 1,6 Milliarden Euro geschrieben, davon sind 933 Millionen allein auf negative Transferbilanzen zurückzuführen. Die Gesamtschulden der Klubs sind laut der Uefa-Statistik auf 19,1 Milliarden Euro gestiegen.

    Gegenüber 2009 konnten die Vereine ihre Einnahmen zwar von 12 auf 12,8 Milliarden Euro erhöhen, gleichzeitig stiegen aber auch die Ausgaben von 13,3 auf 14,4 Milliarden. 56 Prozent der Klubs machten Verluste, bei den Teilnehmern in Champions und Europa League waren es sogar 65 Prozent. In der Schweizer Super League (fünf von zehn Klubs mit roten Zahlen) gaben drei (nicht genannte) Vereine allein für die Saläre mehr aus, als sie einnahmen.

    Powered by© Tages Anzeiger

    Ausverkauf – mit 50 Prozent für den FCZ

    Mit Alphonse’ Abgang verlieren die Zürcher weiter an Substanz. Und nur die Hälfte der Transfer-Gesamteinnahmen geht an den Klub.

    Von Peter Bühler

    Fredy Bickel, wie viel Spass macht es, über eine volle Kasse und ein Spielerkader ohne Perspektiven zu verfügen? Der Sportchef des FC Zürich fühlt sich ob der Frage weder provoziert noch brüskiert. Er versteht die Bedenken und Ängste unter den Anhängern, Sponsoren und Gönnervereinigungen wegen des Ausverkaufs der letzten Wochen. Anderseits bemerkt er, dass die Klubführung in der Winterpause nur das getan habe, was sie schon lange angekündigt hatte: Die Veränderung der Mannschaft, den Umbau des Kaders. Nur sagt Bickel: «Ich hätte nie erwartet, dass die Wechsel in dieser hohen Kadenz erfolgen würden.»

    Fünf Stammspieler verliessen den Klub in den letzten zwanzig Tagen – und jeder Transfer hatte seine eigene Geschichte. Ein Wechsel von Admir Mehmedi hatte sich seit der U-21-EM im Sommer abgezeichnet, der Abgang von Ricardo Rodriguez wurde im Verlauf der Vorrunde immer wahrscheinlicher. Sie verdienen in Kiew respektive Wolfsburg ein Vielfaches ihres Gehalts beim FCZ. Bickel hätte beide gern noch bis Sommer in Zürich gehalten, gleichwohl sagt er nicht ohne Stolz: «Wir verlieren zwei Spieler, die im Verein gross geworden sind. Und auch wenn der FCZ damit ein weiteres Stück seiner Zürcher Identität einbüsst, sprechen die Transfers für die gute Nachwuchsarbeit im Klub.» Dusan Djuric entliess der FCZ aus seinem bis Sommer laufenden Vertrag, weil der Schwede in Gesprächen mit dem Verein stets bekräftigt hatte, er werde den FCZ im Sommer auf jeden Fall verlassen. Dann wäre er ablösefrei gewesen.

    Hunger, aber kaum Erfahrung

    Nicht unbedingt gerechnet hatte Bickel mit den Abgängen von Xavier Margairaz und Alexandre Alphonse, obwohl auch deren Verträge per 30. Juni 2012 endeten. Der 28-jährige Spielmacher verliess die Mannschaft Hals über Kopf im Trainingslager in der Algarve, weil ihm Sion einen Vertrag über dreieinhalb Jahre anbot – offenbar mit einem Fixum von 700 000 Franken pro Saison. Damit sei seine Zukunft abgesichert, liess er die Klubverantwortlichen und vor allem seinen Zimmerkollegen Alexandre Alphonse wissen. Der bald 30-jährige Stürmer unterschrieb am Dienstagabend mit ähnlicher Begründung wie Kumpel Margairaz kurzerhand für zweieinhalb Saisons in Brest. Bickel zieht ein schonungsloses Fazit: «Der FCZ hat innerhalb von nur drei Wochen sehr viel an spielerischer Substanz verloren.»

    Den fünf Abgängen stehen bis anhin drei Zuzüge gegenüber. Der Montenegriner Asmir Kajevic soll Margairaz ersetzen, der Brasilianer Pedro den Schweden Djuric. Beide sind erst 21-jährig, aber Bickel ist von ihnen überzeugt: «Sie werden beim FCZ eine gute Zukunft haben.» Am schwersten zu beurteilen ist für ihn der neue 1,93 m grosse Stürmer Ramazotti (23), auch er Brasilianer. Ihm fehlen nach zweimonatiger Pause Spielpraxis und Fitness. «Er wird Zeit benötigen», weiss der Sportchef. Er sieht in den vielen Veränderungen durchaus die Chance, die Genügsamkeit und den Minimalismus, die sich während der Vorrunde in breiten Teilen des Kaders eingenistet hatten, zu vertreiben. Bickel ist überzeugt: «Die neuen Spieler sind viel hungriger nach Erfolgen als die meisten, die uns verlassen haben.»

    Glarner als nächster Kandidat

    Gleichzeitig kündigt er weitere Transfers an. Ein Stürmer soll noch verpflichtet werden, dazu ein Allrounder für die Aussenpositionen im Mittelfeld. Erster Kandidat dafür ist Stefan Glarner von Sion, den der FCZ vorerst leihweise bis Saisonende verpflichten möchte. Um den ehemaligen Thuner buhlt auch St. Gallen. Die Ostschweizer sollen 300 000 Franken für eine definitive Übernahme bieten. Bickel lässt sich nicht verdriessen: «Wenn Glarner nicht kommt, dann hat der FCZ genügend Zeit, Alternativen zu finden.» Die Frist für Transfers aus dem Ausland endet am Dienstag, in der Schweiz sind Übertritte bis Mitte Februar möglich.

    Sicher zwei Saisons schuldenfrei

    Geld genug für weitere Zuzüge sollten die Zürcher haben – auf den ersten Blick. Auf rund 17 Millionen Franken belaufen sich die Transfer-Gesamteinnahmen. Nur: Beileibe nicht der ganze Betrag fliesst in die FCZ-Kasse. Verschiedene Privatpersonen, darunter der langjährige Präsident Sven Hotz und der frühere Vizepräsident René Strittmatter, hatten den FCZ bei der Finanzierung der fünf Spieler nachhaltig unterstützt. Nun partizipieren sie auch entsprechend an den Einnahmen aus dem Weiterverkauf. Der Klub wird sich mit rund der Hälfte des Ertrags zufriedengeben müssen. Immerhin genügen die gut acht Millionen Franken, um zwei Saisons ohne Europacup-Teilnahme schuldenfrei zu überstehen. Doch das könne kein Ziel sein, sagt Bickel: «Der FCZ will jede Saison in den Europacup – sogar noch in dieser.»

    Powered by© Tages Anzeiger