Beiträge von Larry

    http://www.20min.ch/sport/dossier/timeout/story/11183576

    Reicht den Schweden dafür die Zeit bis zu den Playoffs? Oder ist er zu spät gekommen? Das ist die erste von mehreren Fragen. Die zweite: Findet auch Verteidigungsminister Mathias Seger (33)die Balance in seinem persönlichen Spiel? Er macht viel zu viele Fehler. In Bern stand er bei vier Gegentreffern auf dem Eis. Die dritte: Wird aus Lukas Flüeler (22) ein Torhüter, der für seine Mannschaft grosse Spiele zu gewinnen vermag? Er ist es nach wie vor nicht. Gerade die Partie in Bern hätte ein wirklich grosser Torhüter (einer wie Ari Sulander in seinen besten Tagen) für die ZSC Lions entscheiden können. Die vierte: Wird Owen Nolan - sofern er bleibt - die Beine und den Atem finden, um in den Playoffs Spiele zu dominieren?

    Auf drei dieser vier Fragen kann Gustafsson im Training eine Antwort finden. Möglicherweise aber auf eine nicht: Auf jene, ob Lukas Flüeler ein Meistergoalie ist. Selbst dann, wenn Gustafsson weiterhin alles richtig macht, könnte er im Titelkampf am Goalie scheitern. Letztmals haben die Stadtzürcher 1961 mit einem Schweizer Schlussmann (Hugo Heinzer) die Meisterschaft gewonnen.

    Am Montag habe ich (als Aussendienstler) immer Bürotag.

    Sprich: Ich hocke zu Hause und sollte (!) Termine mit meinen Kunden fixieren.

    Als ich gegen 9 Uhr (also mitten in der Nacht!) den Tagi aus dem Briefkasten holte, lag da noch ein Paket dabei.

    Das neue Buch über den FCZ (Eine Stadt-ein Verein-eine Geschichte) war gekommen!

    Der Kopf sagte Nein aber das Fleisch war (wieder einmal...) schwach, also blätterte ich mal kurz (...) die 430 (!) Seiten durch.

    Im Gegensatz zu den Büchern zum 75. und 100. Jubiläum, wo oft die gleichen Fotos verwendet wurden, wird hier viel neues (altes) Material gezeigt, steht wohl in direktem Zusammenhang mit dem neu geschaffenen Archiv sowie mit dem Museum das 2011 eröffnet wird.

    Habe viel wieder gesehen dass ich seit 1968 selber erlebt habe.

    Ein MUSS für jeden FCZ Fan!

    :cool:

    Zitat von Iceman


    So schlecht, wie die diversen Vorredner hier den ZSC schreiben, ist er nicht.

    Ich sehe den Z auf Platz 5 - höchstens!

    Kloten/Davos/Zug sind im Moment für mich die Favoriten auf den Titel.

    Der SCB hat den Meisterblues und machte die selbe schlechte Vorbereitung (int. Grümpi) wie der Z - Resultat bekannt!

    Ob Bern und/oder der Z in den PO's zulegen können bleibt abzuwarten.

    Für den Z sehe ich wieder ein Scheitern in den 1/4 voraus, ausser es geschehen noch Zeichen und Wunder....

    Sind wir ehrlich:

    Das Resultat dieses 08/15 Quali Spieles wird vor den PO's nicht Matchentscheidend sein!

    Da lobe ich mir die Abwechslung die der Fight gebracht hat!

    Dass man sich in einer knappen PO Serie ev. anders verhält ist eine andere Geschichte.

    Zitat von ZSColin


    Viellicht isch es au "der Zahn der Zeit", aber: vor 15 Jahr hett' ich das au no geil gfunde - aber jetzt isch das nur no unprofessionell und peinlich...

    Weder - noch!

    Peinlich wärs gsi wänn er, vom Snell ahgriffe, kneift hetti.

    D' Medie hetted ihn i de Luft zerrisse! Feigling! Angsthas!

    Er häd MÜESSE retour geh, und das isch au guet so!

    Übrigens isch de Snell viellicht nöd de gröscht aber er isch es böses Muskelpacket und de Ryser frisst er vor em Zmorge!

    Zitat von snowcat


    freu di nöd z'früeh, gc wird nie abstiege, weder uf em spielfeld, no dur fehlendi finanze... :?:
    sötti dass unvorstellbare trotzdem doch emal passiere, bisch du selbstverständlich min gascht, wämmer euis 3 täg dur de chreis 4 durefäschtet! :suff:

    Bisch sicher?

    GC – schönreden, lächeln, untergehen

    Die Grasshoppers verloren gegen Bellinzona 2:3. Von Abstieg spricht bei ihnen niemand. Dabei ist er schon zum realistischen Szenario geworden.

    Von Ueli Kägi und Thomas Schifferle


    Als die Grasshoppers am Samstag gegen Bellinzona 2:3 verloren, spielte Ciriaco Sforza seine liebste Rolle: die des unaufgeregten, zuversichtlichen Trainers. Sein Auftritt hatte einen wahrlich demonstrativen, theatralischen Zug. Er nahm seine Zuversicht aus der letzten halben Stunde des Spiels mit einem Sturmlauf und zwei Toren vom 0:3 zum 2:3. «Mit Herz, nach vorne, mit Qualität» habe sein Team in dieser Phase gespielt, das sei ein gutes Zeichen, sagte er. Und: «Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir unseren Weg nach oben machen.»

    Es gehört zum Prinzip von diesem GC, überzeugt zu sein, dass alles besser wird. Eine andere Erklärung für den flächendeckend verbreiteten Optimismus kann es nicht mehr geben in diesen Tagen. Das führt dazu, dass die Fakten ausgeblendet werden. Und die sind beunruhigend.

    Siege nur gegen St. Gallen

    Die Grasshoppers haben von ihren jüngsten elf Ligaspielen eines gewonnen. Sie leiden unter ihren vielen Absenzen und spielen mit einer verstärkten U-21. Sie verteidigen miserabel, dafür stehen zehn Gegentore in den letzten drei Partien. Sie liessen Bellinzona mit drei ernst zu nehmenden Angriffen drei Tore erzielen. Sie konnten in bislang 16 Spielen nur zweimal gewinnen – beide Male gegen St. Gallen. Sie haben in der Super League am wenigsten Tore erzielt. Sie stehen am Ende der Rangliste. Und wenn nicht alle Eindrücke täuschen, werden sie auch bis zur Winterpause dort bleiben. Sion auswärts und Basel im Letzigrund sind die letzten Gegner der ersten Saisonhälfte.

    Ein «Diamantenschleifer» sei Sforza, hat Urs Linsi dem «Tages-Anzeiger» im Mai gesagt, weil er aus Talenten aus dem Nachwuchs begehrte Spieler forme. Darauf baut das Überlebenskonzept des früheren Nobelklubs, der keine Gönner mehr hat, die Millionen sprechen. Er will Jahr für Jahr die besten Spieler verkaufen und damit das chronisch gewordene Defizit von 5 Millionen Franken ausgleichen. Er gab während und nach der vergangenen Saison ein paar seiner Schlüsselfiguren und grössten Talente (Zarate, Ben Khalifa, Lulic, Seferovic) wirtschaftlich erfolgreich weiter.

    Linsis geflügeltes Wort

    Aber danach konnte er die entstandenen Lücken nicht vernünftig schliessen. Dafür war die Nachwuchsabteilung nicht gut genug besetzt, weil beim Werben um die besten Jungen im Land längst das Geld bestimmt (und Basel, YB sowie der FCZ den Takt vorgeben). Und weil frühere Klubführungen die Nachwuchsarbeit vernachlässigt hatten, bevor Linsi ein altes Konzept neu lancierte – in der wirtschaftlichen Not lancieren musste.

    Anders gesagt: Sforza fehlt jetzt der wesentlichste Werkstoff, um ein Diamantenschleifer sein zu können: der Rohdiamant. Seine Grasshoppers zeigen in diesen Tagen unverrückbare Anzeichen eines Krisenklubs. Sie sind in dieser Zusammensetzung qualitativ ungenügend und in dieser Verfassung nur eines: Abstiegskandidat. Darüber spricht im Verein allerdings niemand. Der Klub lebt lieber die Zuversicht. Das tut der Trainer. Das tun die meisten seiner Spieler. Das tut der Präsident. Nach dem 0:1 Ende Oktober bei YB verkündete Sforza: «Wir greifen noch an.» Und Urs Linsi strahlte glücklich und prägte den Satz, der bereits zum geflügelten Wort geworden ist: «Es kommt schon gut.»

    Die Verantwortlichen glauben nicht nur an eine Rückrunde wie in der vergangenen Saison, als die Mannschaft in 18 Partien 39 Punkte gewann und sich von Rang 5 auf Platz 3 verbesserte. Sie rechnen sogar damit. Wieso aber soll es wieder so sein – so ideal, so stürmisch, unterhaltsam, erfolgreich?

    Wer soll helfen?

    Bei GC steht jetzt der gealterte Benito und nicht mehr der hochtalentierte Sommer im Tor. Sie haben keinen Zarate und Ben Khalifa mehr, die zusammen 22 Treffer erzielten oder wie Zarate auch noch 10 Treffer vorbereiteten. Jetzt haben sie noch Zubers, Freulers, Emegharas, Grafs, Lenjanis, Langs, aber wenigstens von denen ganz viele. Den 16 bislang eingesetzten Mittelfeldspielern und Stürmern gelangen in 132 Einsätzen 11 Tore.

    Wer denn soll diese Bilanz aufbessern? Cabanas und Rennella, verbrauchtes Knie der eine, verletzungsanfällige Muskulatur der andere? Vielleicht kehren der Altmeister und das (Sturm-)Talent im Frühling zurück, aber sie werden dann monatelang nicht mehr gespielt haben. Callà? Er ist jetzt ins Mannschaftstraining zurückgekehrt, aber nach seinen vielen schweren Knieverletzungen kann er alles andere als ein dauerhafter Hoffnungsträger sein. Der junge Riedle? Der unbekannte Silas? Es wäre vermessen, auf sie zu setzen.

    Auf dem Papier, mit gesunden Spielern, mögen die Grasshoppers zu gut besetzt sein für den Abstiegskampf. Das heisst es in Deutschland von Schalke auch. Nur gibt es einen Unterschied: Schalke leugnet wenigstens die Realität nicht. Und was heisst schon: zu gut? Mit den tatsächlichen personellen Voraussetzungen und der mentalen Belastung im Abstiegskampf kann bei GC niemand ernsthaft mit einer sorgenfreien Rückrunde rechnen. Zudem werden sich die personellen Gegebenheiten nicht verbessern, wenn die Führung an ihren Überzeugungen festhält.

    Der Fehler mit Salatic

    Die finanzielle Vernunft des Moments, aber nicht der Weitblick bestimmt den Kurs und verankert Prinzipien. Die alternden Boris Smiljanic (34) und Ricardo Cabanas (bald 32) stehen nicht für die spielerische Zukunft. Der Vertrag von Veroljub Salatic läuft im nächsten Sommer aus.

    Eine Vertragsverlängerung mit dem 25-Jährigen wäre ein Zeichen, dass der Klub für die Rückkehr an die Spitze wenigstens plant. Salatic ist im aktuellen Kader der Einzige, der die Führungsrolle eines Smiljanic, eines Cabanas einmal wirkungsvoll ausfüllen könnte. Der Klub jedoch will die finanziellen Forderungen des Mittelfeldspielers nicht erfüllen. Er ist nicht einmal bereit, wenigstens zu verhindern, dass Salatic im nächsten Sommer ablösefrei weggeht. Das ist naiv, fahrlässig gar, weil er doch jeden Franken braucht. Und genau das droht ihm: dass Salatic nach zehn Jahren keine Lust mehr hat auf die Grasshoppers. Jedenfalls dürfte es nicht überraschen, wenn er nächstens über seinen Abschied informiert. «GC auf dem Weg zur Billigmarke», stand an dieser Stelle im September vor einem Jahr zum Einstand von Urs Linsi als CEO. GC-Zentralpräsident Andres Iten verteidigte damals das Konzept, konsequent auf Junge zu setzen. Er deutete an, es soll gar so konsequent verfolgt werden, dass GC «den sportlichen Abstieg in Kauf nehmen würde». Und schob den fatalen Satz nach: «Das wäre kein Unglück.» Sforza und seine Mannschaft sind auf dem besten Weg, herauszufinden, ob das wirklich kein Unglück wäre.

    Wer glaubt, die Junge vo GC chönged ois i dere Situation hälfe isch schwer uf em Holzwäg.

    I de Verteidigung inkl. Goalie häds eifach zwenig Qualität!

    Und die Qualität wo mer händ isch nöd in Form.

    Vorne hetts Qualität aber au dört sind zviel nonig in Topform.

    So isch meh als 5. Platz gar nöd möglich!

    Zitat von u2

    he hallo , eus isch spitzehockey verpsroche worde, vom ceo und sportchef.

    Ich weiss!

    Dänn chasch aber nöd en eigne Junior im Goal welle ufbaue umsverrecke, was jetzt aber gmacht wird. Dezu chömed no div. Transferflops vom Salis.

    Zitat von Joey_88

    12 Gegentore in 2 Spielen....Das kanns einfach nicht sein...Die gegner (Bern und Zug) waren keineswegs übermächtig...Enttäuschend die Ausbäute aus den letzten beiden Spielen...

    Nöd entüschend sondern realistisch!

    Meh als Platz 5 lied nöd dinne, au nöd will mir nur en höchstens durchschnittliche Goalie händ!

    Aber nur wiiter über de Nolan rüssle, nur wäge dem verlüret mir kei Spiel!

    Gott, die Halle ist explodiert als die Handschuhe gefallen sind!

    So ein Faustkampf ist Faktor 1000 x weniger gefährlich als die vielen dreckigen Checks die in letzter Zeit auf Schweizer Eisfeldern zu sehen sind!

    Weiter so! :cool:

    PS: Die SoZ hat eine Top Ten / Flop Ten der Ausländer gemacht.

    Top Ten: 7. Nolan, 8. Pittis

    Flop Ten: 5. Westcott

    Test nicht bestanden!

    Flüeler war für einmal kein Rückhalt und muss div. Tore klar auf seine Kappe nehmen!

    Meine Fresse Seger!

    Was ist nur mit dem los??? :roll:

    Der Platz von Bärtschi kann doch nicht im dritten Sturm sein!

    Ich würde ihn am liebsten im ersten sehen, aber Bastl spielt so gut im Moment.....schwierig!

    Auch dank Snell, der Nolan herausforderte (und nach Punkten verlor) war es trotzdem ein unterhaltsamer Abend.

    Nächster Test: Heute in Bern, wird schwierig...

    Sie händ 6 Verteidiger gha.

    Aber das isch de Hauptgrund:

    Blindenbacher wurde noch am Mittwoch wieder nach Austin geschickt, nachdem er in Chicago den Anschlussflug nach Ottawa verpasst hatte. :rofl: Dort hätte er in der Nacht auf Donnerstag spielen sollen. Blindenbacher trifft für den verpassten Flug keine Schuld und seine Rückversetzung ist auch keine Disziplinarmassnahme. Der Grund für den Verbleib in der AHL sind die Finanzen: Jeden Tag, den Blindenbacher im NHL-Team verbringt, kostet er natürlich Geld – sein NHL-Salär beträgt rund 875´000 Franken. Nun gilt es für «Blindi», wieder auf einen Auftrag zu warten. (D.K./ds)
    Blick

    Update 27.11:

    Wieder nöd gspielt:

    DAL Scratches:K. Barch, S. Blindenbacher

    740 000 Franken aus der Stadtkasse für die Fankultur

    Von Beat Metzler

    Die FCZ-Fans erhalten ihre lang ersehnten Stehplätze. Dafür sollen sie sich stärker gegen Gewalt engagieren.

    Zürich – Der Stadtrat hat bestätigt, was seit vorgestern vermutet wird: FCZ- und GC-Fans bekommen Stehplätze im Letzigrundstadion, unter der Bedingung, dass sich die Fussballvereine an den Kosten beteiligen. Das Einrichten der zwei separaten Stehplatzrampen kostet 1,44 Millionen Franken. Mit dem Geld werden «Wellenbrecher» und Zwischenstufen gebaut, zusätzliche Fluchttore geschaffen und die Einzäunung verstärkt. 740 000 Franken wird die Stadt selber übernehmen. Je 350 000 Franken sollen der Grasshopper Club Zürich (GC) und der FC Zürich beisteuern.

    Der FCZ hat sich dazu bereits verpflichtet. Der Verein muss aber lediglich 200 000 Franken bezahlen, 150 000 haben die Südkurve-Fans bereits gesammelt. Sie waren es auch, welche die Sitzplätze am lautesten gefordert hatten. Anders bei GC: Der Verein kann sich den Betrag derzeit nicht leisten (TA von gestern). Gerold Lauber (CVP), Vorsteher des Schul- und Sportdepartements, sagte auf Anfrage, dass die Stadt GC eventuell helfen würde, die «Durststrecke zu überbrücken». Ansonsten bleiben die Sitzplätze im GC-Fansektor bestehen. Für einen solchen Entscheid ihres Vereins hätten die Fans «vollstes Verständnis», teilte die IG GC Züri gestern mit.

    Noch im August hatte die Stadt gefordert, dass die beiden Clubs vollständig für die Umbauten aufkommen müssten. Man habe die Meinung unterdessen geändert, um mit den Fans eine «Vertrauensbasis» zu schaffen, sagt Gerold Lauber. Stehplätze bildeten einen zentralen Teil der Fankultur. «Nach unserem Entgegenkommen erwarten wir aber auch ein solches von der Fanseite», so Lauber. Sprich: Die Südkurve-Fans sollen stärker mithelfen, die Gewalt im Stadion zu verringern.

    Hardturm könnte kippen

    Lauber will die Stadionsicherheit auch mit baulichen Massnahmen erhöhen. Bisher hätten sich während FCZ-Heimspielen jeweils mehr Fans in der Südkurve aufgehalten als erlaubt. «Die geplanten höheren Abschrankungen ermöglichen bessere Kontrollen.» Durch die Stehplätze entsteht zudem mehr Raum. Ab Sommer 2011 dürfen sich in der Südkurve 4600 Fans aufhalten. Für internationale Spiele und das Leichtathletikmeeting werden die Sitze jeweils wieder montiert.

    Die GC-Fans hoffen auf einen raschen Bau des Hardturmstadions. Dieses wird mit Stehplätzen geplant, da es, anders als der Letzigrund, als reines Fussballstadion gilt. 2016 soll der neue Hardturm stehen – falls die Bürgerlichen am 8. Dezember nicht wie angekündigt das Budget zurückweisen. «Dann müssen wir die grossen Budgetposten überdenken. Dazu gehört leider auch der Hardturm», sagt Gerold Lauber.

    Gleichzeitig bewilligte der Stadtrat 1,2 Millionen Franken, um die Umzäunung der Gästesektoren zu verstärken. Zudem werden Sicherheitstore und mannshohe Drehkreuze eingebaut.

    Rivalität als Ansporn

    Die ZSC Lions und die Kloten Flyers sind im Nachwuchsbereich schweizweit führend. Im Bestreben, besser als der andere zu sein, bauen die beiden Klubs ihre Talentschmieden stetig aus.

    Von Kai Müller

    Die Playoff-Finalisten der letzten Saison geben bei den Elite-A-Junioren erneut den Ton an: Die GCK Lions führen die Tabelle an, der Kantonsrivale aus Kloten ist auf Platz 3 abgerutscht, nachdem das Direktduell am Wochenende mit 3:2 an die Stadtzürcher ging. Gestern bauten diese den Vorsprung mit einem 6:4-Erfolg in Genf weiter aus. Dass die LionsOrganisation den amtierenden Meister und Leader stellt, widerspiegelt deren Vormachtstellung. Das Pyramidensystem ist finanziell zwar ein Minusgeschäft, bewährt sich aber, wie die Beispiele Patrick Geering, Reto Schäppi, Sven Ryser oder Lukas Flüeler zeigen – sie gehören mittlerweile zum Stamm der NLA-Mannschaft. «Wir profitieren von unserem riesigen Einzugsgebiet», sagt Hansjörg Egli, Sportchef der im Frühjahr gegründeten GCK/ZSC Lions Nachwuchs AG.

    Dank der Zusammenarbeit mit GCK und Dübendorf ist der Stadtklub im Zürcher Oberland sowie am Zürichsee breit verankert und verfügt über 800 Nachwuchsspieler. Egli stellt aber klar: «Abwerben ist nicht unser Stil. Die Spieler kommen zu uns, weil sie wissen, was sie bei uns erwarten können.» Das sei der Lohn für die akribische Arbeit in den letzten 12 Jahren.

    Ein wichtiger Baustein für den Erfolg ist die Kontinuität. «Die meisten Trainer sind schon sechs bis zehn Jahre dabei.» Bezeichnend ist, dass Egli selber in seiner 12. Saison im Dienst der Organisation steht. Der Erfolg beschränkt sich nicht nur auf das Aushängeschild, die Elite-A-Junioren, sondern zieht sich hin bis zu den jüngsten Alterskategorien und den Frauen. «Überall steht auf Platz 1 oder 2 ein Team mit dem Namen ZSC, GCK oder Dübendorf.»

    Die gezielte Förderung setzt schon im Kindesalter an, etwa mit der Hockeyschule. «Fussball ist eine grosse Konkurrenz. Deshalb müssen wir aktiver sein bei der Erfassung von Talenten und Eltern überzeugen, dass ihre Kinder bei uns gut aufgehoben sind», sagt Egli. Nachlassen wäre fatal. «Wenn man zwei, drei Jahre nichts macht, entsteht ein riesiges Loch.» Zu Beginn hatten die Lions fünf bis sieben ambitionierte Spieler pro Jahrgang, das Ziel seien 15. Damit das Konzept aufgeht, ist diese Steigerung essenziell, denn: «Die Breite macht Druck auf die Spitze.»

    Elite hat wieder Priorität

    Bezüglich Quantität kann der Kantonsrivale Kloten noch nicht mit den Lions mithalten. Mit den Junioren der Partnerklubs Bülach und (seit dieser Saison) Dielsdorf kommen die Unterländer aber auch auf eine stattliche Anzahl: «Wir haben rund 550 Nachwuchsspieler. Und das ist erst der Anfang», sagt Gérard Bouvard, Nachwuchssportchef des Vereins EHC Kloten.

    Er hat das Amt vor vier Jahren übernommen – also in der Zeit, in welcher der Erfolg der zuvor dominierenden Elite-AJunioren der Flyers abflachte. 2006/07 und ein Jahr später schieden sie jeweils im Playoff-Viertelfinal aus, 2008/09 schafften sie es nicht einmal unter die besten acht. Bouvard führt verschiedene Erklärungen für den jüngsten Aufschwung ins Feld. Angefangen bei Trainer Tomas Tamfal, der in seiner zweiten Saison amtet und dessen Vertrag kürzlich um drei Jahre verlängert wurde. «Er macht einen ausgezeichneten Job», lobt Bouvard. Als weiteren Grund erwähnt er, dass es «bessere und schlechtere Jahrgänge gibt». Zudem hätten viele gar nicht in der Elite, sondern bei Partnerklubs in der 1. Liga gespielt. Mittlerweile räumen die Flyers dem Elitebereich wieder grössere Bedeutung ein und stellen Talente nicht mehr in diesem Ausmass ab. «Ein Spieler reift in einem professionellen Umfeld besser», lautet die Erkenntnis.

    Die Praktik, Junioren mit langfristigen Verträgen auszustatten und an sich zu binden, behalten die Flyers bei, auch wenn deshalb zuletzt hoffnungsvolle Spieler wie Andrea Cavegn oder Kristof Hentes absprangen – beide spielen mittlerweile bei den GCK Lions in der NLB. «Das ist wie bei einem Lehrling», erklärt Bouvard. «Er verpflichtet sich für ein paar Jahre, erhält dafür eine gute Ausbildung und hat Aussichten auf Einsätze in der ersten Mannschaft.» Wenn jemand wechseln wolle, um kurzfristig ein paar Franken mehr zu verdienen, müsse man das hinnehmen. «Es ist aber schon enttäuschend, wenn man so viel in jemanden investiert und ihn dann verliert.»

    Mehr NLA-Spieler aus Kloten

    Ungeachtet der Überläufer: Die Rivalität bewegt sich auf Juniorenstufe in einem gesunden Rahmen, zumal sich viele Spieler aus der Schule oder gemeinsamen Tagen bei den Nationalmannschaften kennen. «Die Konkurrenzsituation belebt das Geschäft», ist Bouvard überzeugt. Egli, für den der nächste Entwicklungsschritt ein eigenes Lions-Stadion wäre, sagt dazu: «Besser zu sein als Kloten, ist für uns ein Ansporn. Wir wollen unsere Position als Nummer 1 behalten.»

    Interessanterweise stellen die Lions mit 26 aktuellen NLA-Spielern (Stand September), die der eigenen Nachwuchsabteilung entsprungen sind, nur den zweitgrössten Anteil – Kloten führt diese Rangliste mit 34 an.

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