Alles anzeigenSo, der Tag nach dem Ausscheiden. Enttäuscht ja, frustriert Nein. Das Team hat gestern in Davos einen ordentlichen Auftritt hingelegt und alles gegeben. Das es nicht reichte war wohl dem Umstand zuzuschreiben, dass der HCD in dieser Serie einfach einen Tick effizienter war. So ist Sport und das gilt es zu akzeptieren.
Was mich zum Teil aber wirklich stört sind einfach Schuldzuweisungen, die weder Hand noch Fuss haben. Es geht nicht, dass man Beyer bei den Titeln letztes Jahr quasi jegliche Erfolgsbeteiligung verweigert, um ihn dann in diesem Jahr als alleinschuldigen hinzustellen. Ist nicht korrekt und nicht fair.
Wie weiter? Ein Scheitern im Halbfinale bedeutet nicht, dass nun alles umgestoßen werden muss. Gewisse Änderungen sind ja bereits in de Pipeline. Knak, Berni und Stömwall werden uns guttun.
Das mit den jungen ist so eine Sache, viele fordern sie, aber ist es dann OK im Viertelfinale zu scheitern dafür haben 5 Junge gespielt? Ein junger muss sich seinen Platz erkämpfen, und bei einem solchen Kader geht, dass halt nicht direkt über den ersten Block, es sei denn er sei ein Jahrhunderttalent.
Brauchen wir einen neuen Trainer? Ich weiss es nicht, vor allem wüsste ich nicht wer. Ein Kanadischer NHL Haudegen; eher nicht, die kennen das CH Hockey zu wenig und wahrscheinlich blieben da die Jungen auch auf der Strecke. Mit Skandinaviern hatten wir mässigen bis gar keinen Erfolg.
Ein Schweizer? Evtl. ja, aber die Erwartungshaltung bei uns ist halt eine andere wie in Langnau oder Ambri oder sonst wo?
Was mir an unserer Organisation eigentlich sehr gut gefällt, ist die Tatsache dass man die Spieler und den Staff als Menschen betrachtet, auch mit viel Empathie! Das kann zuweilen sicher auch dazu führen, dass man ab und an zu lange an einer Personalie festhält. Ist mir aber lieber als die Hire and Fire Mentalität von z.B. Lausanne, Bern oder Zug. Es wird schon auch einen Grund geben, dass viele Spieler lange bei uns bleiben, und es wird nicht nur das Geld sein.
Und an alle die frustriert sind, es ist halt auch so dass es keine Erfolgsgarantie gibt, egal was man macht. Wenn man eine Saisonkarte kauft, bedeutet das nicht automatisch einen Meistertitel oder 26 fantastische Heimspiele.
Ich bin gespannt an welchen Schrauben man dreht.
Jetzt freu ich mich auf die WM und an weiteren sachlichen anständigen Diskussionen im Forum!
Hebed eu Sorg und vergesst nicht dass Hockey am Ende des Tages immer noch ein Spiel ist!
Gebe dir in gewissen Punkten recht. Aber ich traue einem Leuenberger oder Paterlini einfach mehr zu als Bayer. Es muss für mich kein NHL General sein. Aura etc. gibt es ja nicht nur in der NHL.
Und bin auch nicht der Meinung das alles was gut war von der Mannschaft kam und alles andere war der Coach. Und vielleicht hatte Bayer Pech in eine Saison einzusteigen, in der von Anfang an vieles harzig lief. Aber er hat seine Handschrift nie vermitteln können oder die Mannschaft hat sie nie umgesetzt. Das PP war eine Dauerbaustelle. Und er hat lieber einen Hollenstein noch 7x gebracht, als einen Gruber einzubauen. Bayer ist selten bis nie Risiken eingegangen. Er sagt selber es sei kein Freund von dauernden Veränderungen. Das hat man wahrlich gesehen. Das ist für mich am Ende zu wenig. Weil es die Mannschaft UND die Organisation nicht weiterbringt. Weil es der ZSC ist und nicht Langnau. Eine Garantie auf Erfolge hat man nie und man gewinnt auch keine 26 Heimspiele Egal wer an der Bande steht. Aber unser Hockey war am Ende weder attraktiv noch erfolgreich. Und das hat AUCH stark mit Bayer zu tun.
Es geht auch nicht darum Jugend forscht zu proklamieren. Wir sind wie erwähnt weder Ambri noch Langnau. Aber junge Spieler sollen ab und an eine Chance kriegen. Und damit meine ich mehr als einen 15 Sekunden Einsatz, wenn es 6-0 steht. Und in der Quali geht das auch ohne Risiko. Und dann geht es halt dann in den Playoffs um Qualität. Und wer sie nicht hat spielt nicht. Aber wie willst du die Aufbauen, wenn du vorher nie spielst.