konsequenzen? eigentlich keine, aber eine andere art des umgangs mit dem problem:
- die möglichkeit der strafverfolgung der einzelnen täter (endlich) mehr nutzen. wenn nötig mit gesetzesänderung im datenschutzgesetz
- bei erwischten tätern grundsätzlich die nach strafrecht höchstmögliche strafe verhängen, dafür reicht bereits das vorhandene gesetz. heute wird, vor allem bei ersttätern, eher richtung mindeststrafe tendiert. was dann am stammtisch mit kuscheljustiz quittiert wird
- das strafmass der urteile jeweils sehr prominent und zeitnah in den medien veröffentlichen. wenn niemand weiss wie verurteilt wurde, bleibt die abschreckende wirkung aus
- aufhören mit diesen unsinnigen und unnötigen kollektivstrafen. ausser das sie nichts bringen sind sie auch noch illegal, weil wider die verfassung. wie übrigens so einiges im hooligankonkordat nicht vereinbar ist mit meinen in der verfassung definierten grundrechten.
- rayonverbote und die anwesenheitspflicht auf dem polizeiposten vor-, während und nach den spielen, viel öfter und konsequenter durchsetzen. und auch hier: prominent in den medien die zahlen der betroffenen - in direktem bezug zu ihrem fussballclub - nennen und monatlich veröffentlichen
- aufhören die clubs für vorkommnisse welche weit weg von stadien oder gar ausserhalb von spieltagen geschehen in die pflicht nehmen zu wollen. kann und darf nicht deren problem sein und übersteigt deren ressourcen in jeder beziehung massiv
- auch sollte man den leuten vielleicht mal bilder aus den 1970-/1980-er jahren zeigen. das problem der gewalt IN und UM die sportstadien wurde seither nämlich weniger. vor allem IN den stadien hat die gewalt sogar massiv abgenommen. nicht weil die menschen besser wurden, aber räumliche trennung zu den gegnerischen fans, viel mehr sitzplätze, also weniger bewegungsfreiheit und nicht zuletzt die überwachungskameras haben das nötige dazu beigetragen.
- à propos kameras: die entanonymisierung der gewalttäter ist grundsätzlich eines der tauglichsten mittel um die gewalt einzudämmen. im fussball und auch ausserhalb vom sport. dazu bräuchte es aber, zumindest in teilbereichen, eine änderung des datenschutzes. die krux dabei: aufweichen des datenschutzes, heisst automatisch auch aufweichen des rechtstaates. was an und für sich nicht dramatisch tönt, kann aber durchaus unliebsame konsequenzen haben. je weniger datenschutz, desto grösser die chance, dass unbescholtene bürger plötzlich in etwas hineingezogen werden, mit dem sie nichts zu tun haben. kann dann unter umständen sehr aufwändig, zeitraubend und vor allem teuer werden, dass gegeteil zu beweisen…
- und nicht zuletzt: endlich akzeptieren, dass wir hier von einem gesellschaftlichen problem reden, welches sich zwar eindämmen, aber niemals vollständig kontrollieren lässt. ausser man ist den preis der aufgabe der rechtsaatlichkeit bereit zu bezahlen. es gibt auch tatsächlich leute die meinen, würde man den fussball gänzlich abschaffen, hätte man das problem gelöst…
lange rede kurzer sinn: ich werde weiterhin diejenigen mit der nötigen ironie begleiten, welche ja „genau wissen“ wie man das problem lösen muss! 
Gesendet von iPhone mit Tapatalk