dieses spiel hat ganz sicher nicht der trainer des fcz vergeigt! überhaupt sehe ich seit der winterpause einen sehr gut organsierten, kampf- und lauffreudigen fcz, der sich etliche torchancen erarbeitet. alles attribute, welche 100% dem trainer zuzusprechen sind.
wenn man aber auch das leere tor nicht trifft, kannst du auch mit 5 stürmern antreten. der trainer kann nur die taktik vorgeben, die tore schiessen müssen die spieler. ganz abgesehen davon, geht kein schweizer verein nach basel und spielt ein 4-4-2…
der fcz war gegen basel übers ganze spiel gesehen absolut ebenbürtig, in der 1. hz sogar besser. aber gegen eine mannschaft, die für ch-verhältnisse auf jeder position, individuell überdurchschnittlich besetzt ist und einen wahnsinnslauf und dementsprechend selbstvertrauen hat, reicht ebenbürtig sein eben nicht. dann kommen noch die in dieser situation üblichen dinge dazu wie: degen muss für seine notbremse an pedro rot und nicht gelb sehen etc.
dieser nzz artikel von heute, trifft es ziemlich genau:
Ärger des FCZ über vergebene Chancen
Hansjörg Schifferli, Basel
Der FCZ-Coach Urs Fischer verlor auch das zweite Spiel gegen den FCB des Trainers Heiko Vogel 0:1. Das muss nicht zwingend ein Ärgernis sein, zumal gegen einen gefeierten Champions-League-Achtelfinalisten.
Dazu wird es aber dann, wenn eine Mannschaft wie der FCZ diesen Baslern eine überlegene erste Halbzeit aufzwingt und dann in der 92. Minute noch eine letzte Torchance vergibt, die eigentlich nicht zu vergeben war.
Für die Zürcher war es, nach fünf Punkten aus den ersten drei Spielen, die erste Niederlage 2012. Das ist keine schlechte Zwischenbilanz für eine Mannschaft, die recht jung ist und sich im Umbruch befindet. Sie ist jedenfalls besser als noch vor ein paar Wochen für den Februar befürchtet. Aber sie hätte besser sein können, denn «wir haben beim 1:1 gegen Thun zwei Punkte verschenkt und hätten auch heute im Minimum einen Punkt verdient», so Fischer. Deshalb sind es weiterhin acht Längen Rückstand auf Platz 3, der nach der verpatzten Vorrunde als letztes bedeutenderes Saisonziel gilt. Der FCZ könnte dem Europa-League-Platz also ein paar Punkte näher sein.
Anderseits war der Basler Auftritt ein Hinweis darauf, dass sich das FCZ-Team doch allmählich entwickelt. Es war seine beste Gesamtleistung in diesem Jahr; der Beitrag zu einem guten Match. So lieferte beispielsweise Sturmspitze Josip Drmic (19) eine weitere Talentprobe; er ist in diesem Kader nach den Abgängen von Mehmedi und Alphonse der beste Stürmer, besser jedenfalls als der Tunesier Chermiti. Und die positive Entwicklung des Brasilianers Pedro Henrique geht weiter. Ein Gewinn war auch Scott Sutter, der neue Rechtsverteidiger, anstelle von Raphael Koch.
Anderseits fehlt es der Mannschaft immer wieder an Durchschlagskraft und Effizienz in entscheidenden Momenten. Der FCB nutzte die Phase, in der er überlegen war in der halben Stunde nach der Pause, zum Tor, das eine Klasseaktion war. Derlei brachte der FCZ nicht zustande, selbst aus bester Ausgangslage. «Und wer aus Chancen, wie wir sie hatten, nicht Kapital schlägt», fasste Fischer korrekt zusammen, «der hat es schwer, in Basel zu gewinnen.» Genau genommen: Es ist unmöglich.
gruess roli c.