sooo schlimm wars scheinbar nicht wirklich. finde im netz jedenfalls nirgends vernichtende worte. ausser von der immergleichen wutbürgerfraktion, die bei 10 spielen erst ab 36 punkten und einem torverhältnis von 54:0 zufrieden sind, aber auch dann noch vom drohenden barrageplatz schwabulieren.
habe mir noch die aufzeichnung rein gezogen im tevau. für was gibts eigentlich den var, wenn ein abseitstor gilt und ein klarer handspenalty nicht gepfiffen wird? so kann man es auch sein lassen und das geld besser in die juniorenabteilung investieren...
nzz am sunntig:
Verloren, aber nicht untergegangen
Da waren sie wieder, die quälenden Momente des Zerfalls, während deren jenen, die mit dem unberechenbaren FC Zürich sympathisieren, angst und bange wird. Der FC Luzern kehrte innerhalb von 15 Minuten den frühen 0:1-Rückstand in eine komfortable 3:1-Führung. Als könnte das im Letzigrund leichter nicht sein, als hätte er eine ausgebuffte, gefestigte Mannschaft, die sich des Siegens sicher ist; als hätte seine Vorrunde nicht das eine oder andere Fragezeichen nach sich gezogen. Doch der weitere Verlauf des Abends offenbarte, dass man keine voreiligen Schlüsse ziehen sollte.
Die Zürcher sind nicht in Auflösung begriffen, drohten nicht 0:5 unterzugehen und hätten sich diesmal am Ende wenigstens das Remis verdient. Die Luzerner ihrerseits liessen im zweiten Teil erkennen, dass sie nicht den Fussballhimmel erreicht haben. Noch nicht. Ihr Torhüter Marius Müller wehrte sich zuweilen bravourös, einmal, zweimal, drei- und viermal. Sie spielten immer passiver und versuchten auf der anderen Seite rare Nadelstiche zu setzen. Als in der Nachspielzeit auch noch der Kopfball des Zürcher Verteidigers Nathan am Tor vorbeiflog, war die Niederlage des FC Zürich Tatsache und das Fazit von dessen Trainer Ludovic Magnin gezogen: «Diesmal war das Wettkampfglück nicht auf unserer Seite.»
Dabei hatte für die Seinen alles so gut begonnen, um einen Tag nach der Vertragsverlängerung mit dem Trainer auf dem Rasen ein positives Signal nachzuschicken. Keine 5 Minuten waren gespielt, ehe Marco Schönbächler das 1:0 erzielte. Zuvor hatte sich der noch nicht 19-jährige Luzerner Ashvin Balaruban bei seinem Debüt einen Fehler zuschulden kommen lassen. Der Luzern-Trainer Fabio Celestini sagte hinterher selbstkritisch, dass «das für Balaruban auf der linken Seite gegen Aiyegun Tosin etwas viel gewesen ist». Das mag sein. Doch wenn in einem Fussballspiel 5 Tore und dazu zahlreiche Torchancen zu konstatieren sind, steht dies immer auch mit Fehlern im Zusammenhang.
Auf jeden Fall sahen die etwas mehr als 8600 Zuschauer in der nebligen Zürcher Kälte ein überdurchschnittliches und gefälliges Super-League-Spiel. Auf eine gewisse Intensität weisen nicht weniger als 8 Verwarnungen und teilweise im Grenzbereich geführte Zweikämpfe hin. Und nicht zu vergessen: Zu Beginn standen neben den beiden Torhütern lediglich 5 Spieler auf dem Terrain, die älter als 24 Jahre sind. Da muss sich der eine oder andere Fehler zu viel einschleichen. Das Publikum bedankte sich.
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