Beiträge von snowcat
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Zitat von larlf
snowcat:
1. Du bisch no de schlimmer Tüpflischiesser/Besserwüsser als ich und
2. hani öppis verpasst oder sit wänn dörf mer da drin ungestraft gäge d‘Mannschaft, etc nörgle?!?

1. jetzt wodseisch!
2. jetzt wodseisch!
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danke snowcat, für de Artikel und danke, dass nöchst mal de Trump dusse lasch:
im Artikel isch ja ok, und logisch hät die aktuell Situation und Uswürkige/Massnahme (sehr sehr viel) mit Politik z'tue, aber händ mir nöd gseit, dass mir das Thema us dem Forum weg lönd, sprich nöd explizit no uf einzelni Persone / Parteiä druf haued?
nö, hab ich nicht, im gegenteil, guckst du:Sorry, aber Du, Muschu und Snowcat haben hier gegen Trump gezettert. Bei Muschu nicht das erste Mal und bei Roli schon gar nicht.
definitiv nicht das erste und im falle trump ziemlich sicher auch nicht das letzte mal.

ein corona fred MUSS politik beinhalten, auch wertende. sonst kannst du den ganzen fred löschen. ist ja beinahe so, als hätte man einen zsc fred, darf aber weder über präsi, noch sportchef, noch mannschaft wertend schreiben! geht ja gar nicht...

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ich sage schon seit jahren, dass (rechts-) populisten sich als komplett unfähig erweisen, sobald sie in der verantwortung stehen. zu einfach ihr schwarz-weiss denk schema. opposition ist viel einfacher...
im zusammenhang mit unfähig, einmal mehr ein trump müsterchen, welches keiner weiteren worte bedarf...
Trump dagegen bezeichnete sich als Fan der Arznei, die gegen Malaria entwickelt worden ist. Faucis Aussage sei zwar zu 100 Prozent korrekt, aber: „Es ist ein starkes Medikament“, urteilte er. „Ich habe ein gutes Gefühl damit. Das ist alles nur ein Gefühl. Sie wissen, ich bin ein schlauer Typ. Ich habe ein gutes Gefühl. ... Sie werden das noch früh genug sehen.“
Auf eine Nachfrage für seine Behauptung konnte Trump nur wenig konkret antworten: “Ich glaube, die Menschen werden überrascht sein. Das Medikament wird vielleicht helfen, vielleicht auch nicht. Ich habe ein gutes Gefühl”, so der US-Präsident.der ist auch herrlich, dt in einem einzigen abschnitt kurz und bündig zusammengefasst. mehr gibts über ihn eigentlich auch nicht zu sagen!
Donald Trump, der wohl unfähigste Präsident der US-Geschichte, hatte Corona erst ignoriert, lange gar keine Informationen zur aktuellen Lage veröffentlicht, danach die Gefahren heruntergespielt, etliche Lügen in die Welt gesetzt, dann Massnahmen zur Eindämmung verhindert und, als es viel zu spät war, letzte Woche erst, den nationalen Notstand ausgerufen. «Zwei sehr grosse Worte», faselte Trump bei der Pressekonferenz vor dem Weissen Haus, zu der er mehrere ExpertInnen eingeladen hatte, denen er vor laufenden Kameras – als würde er seine unendliche Dämlichkeit und Verantwortungslosigkeit noch mal beweisen wollen – die Hände schüttelte.
nzz am sunntig:
«Populisten werden jetzt entlarvt, da sie keine Antworten haben»
Diese Krise könne man nicht einfach aussitzen, sagt Ex-Botschafter Theodor Winkler. Man müsse die Globalisierung überdenken. Interview: Gordana Mijuk
NZZ am Sonntag: Ist die Corona-Epidemie die grösstmögliche Katastrophe, quasi der Krieg unserer Zeit?
Theodor Winkler: Die Corona-Krise ist der grösste Schock, den unsere Welt seit dem letzten Weltkrieg erfahren hat. Sie betrifft den Menschen in allen Ländern, die gesamte Wirtschaft und die gesamte Gesellschaft. Es ist eine globale Herausforderung. Und das ist das Neue daran.
Das unsichtbare Virus hat uns im Griff. Plötzlich dreht sich alles um das Virus. Und die Wirtschaft ist lahmgelegt. Wie wird es weitergehen?
Wir stehen erst am Anfang dieser Krise. Sie wird sich weiterentwickeln. Diese Woche wurden in Italien 793 Menschen allein an einem Tag Opfer des Virus. Es gibt dort nun insgesamt mehr Tote als in China wegen der Pandemie. Wenn bei uns die Gesundheitssysteme zusammenbrechen, werden die Bilder auch hier dramatischer. Gleichzeitig sind wir in unseren Häusern und warten ab. Diese Krise ist eigentümlich, da neben der globalen Herausforderung auch dieses Element der Hilflosigkeit vorhanden ist.
Sind wir wirklich verdammt dazu, zu warten, bis alles vorüber ist?
Die Situation ist kristallklar. Ohne Medikament oder Impfstoff wird sich die Epidemie ausdehnen in der Gesellschaft. Wir können zwar versuchen, mit korrektiven Massnahmen, dem Social Distancing etwa oder Reisebeschränkungen, die Geschwindigkeit zu verlangsamen und den Kapazitäten des Gesundheitswesens anzupassen. Wir können auch hoffen, dass mit der wärmeren Jahreszeit die Virulenz abnimmt. Aber ohne Gegenmittel können wir die Kette der Ansteckungen nicht durchbrechen.
Erstaunt es Sie, dass eine Pandemie ausgebrochen ist?
Nein. Die Globalisierung hat diese Gefahr mit sich gebracht. Sie hat das Virus zu uns und in andere Ecken rund um die Welt transportiert. Das Virus könnte in jeden einzelnen Haushalt eindringen. Die Schweiz hat hundert Jahre lang keine Pandemie mehr erlebt. Niemand hat persönliche Erfahrungen. Es ist neu für alle. Deshalb wissen wir auch nicht, wie wir uns verhalten sollen. Die Corona-Krise wird sich jedoch ins Bewusstsein einprägen, gerade auch weil wir wissen, dass eine nächste Pandemie jederzeit folgen kann – allenfalls noch tödlicher und mit einem noch höheren Infektionsgrad.
Die Spanische Grippe ist gut hundert Jahre her. Ebola dagegen nicht, da hätte man doch Lehren ziehen können.
Das hat man auch. Doch Ebola ist auf dem Land ausgebrochen, und man konnte es auch dort eindämmen. Besiegt ist Ebola allerdings noch nicht. Die Epidemie bricht immer wieder aus. Die Corona-Epidemie ist auf einem Markt in einer Grossstadt ausgebrochen. Dort ist sie viel schwieriger einzudämmen und zu beseitigen.
Corona ist die erste Grossstadt-Epidemie dieser Art?
Ja. Wir müssen aber davon ausgehen, dass dies zur Regel werden kann. Die Zahl der Menschen wird in Zukunft in den Metropolen massiv zunehmen. Lagos in Nigeria etwa wird im Jahr 2100 nicht weniger als 100 Millionen Einwohner zählen. Das ist eine neue Dimension der Bedrohung.
Es war voraussehbar, dass die Globalisierung diese Folgen zeitigt. Sind wir selber schuld?
Wir sind davon ausgegangen, dass wir den Gesundheitssektor mit modernen Spitälern, Instrumenten, Medikamenten und Impfungen im Griff haben. Und die Menschen werden ja auch immer älter. Corona stellt all diese Errungenschaften wieder infrage. Wir wussten von der Gefahr, aber wir glaubten, das sei wieder so eine dieser Vogelkrankheiten aus dem ländlichen Asien, die man schnell werde abwürgen können. Jetzt wütet sie in Bern, Rom und Paris. Pandemien sind jedoch nur eine von mehreren unterschätzten Bedrohungen. Der ganze Bereich der Bio-Sicherheit wurde unterschätzt und vernachlässigt.
Zum Beispiel?
Denken wir etwa an die Antibiotika. Wir stehen in einem Wettrennen zwischen Entwicklung von neuen Antibiotika und resistenten Bakterien, und wir sind im Begriff, das Rennen zu verlieren. Auch da müssen wir jetzt Konsequenzen ziehen und den Antibiotika-Einsatz etwa in der Landwirtschaft reduzieren. Wir haben zudem zugelassen, dass ein grosser Teil unserer Medikamente in China und Indien hergestellt wird, ohne daran zu denken, was passiert, wenn aus diesen Ländern aus welchen Gründen auch immer keine Medikamente mehr geliefert werden können. Wir sind auch von der Idee von Pflichtlagern und vorsorglichen Produktionskapazitäten in Schlüsselbereichen abgerückt. Das wird man überdenken und wohl rückgängig machen müssen.
Auch die Schutzmasken und Schutzanzüge werden vor allem in China produziert.
Wir werden die Schutzmasken und Anzüge künftig selbst herstellen müssen. Es wird eine saubere Analyse vorzunehmen sein, was an Material und Instrumenten benötigt wird. Wir sind gezwungen, unsere Sicherheitspolitik völlig neu zu überdenken und die Bio-Sicherheit mit einzuplanen.
Was heisst das konkret?
Ursprünglich war die Sicherheitspolitik militärisch ausgerichtet. Zuständig war der Kriegsminister. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Sicherheitspolitik erweitert. Man nahm die Idee auf, dass man Bedrohungen vor Ort verhindern kann, bevor sie uns erreichen. Ein Beispiel: Die Balkankriege haben auch uns betroffen. Es war folgerichtig, dass die Schweiz mit der Entsendung der Swisscoy nach Kosovo zur Verhinderung neuer Gewalt beigetragen hat. 9/11 brachte die Ausdehnung der Sicherheitspolitik auf die Bekämpfung des Terrors und die Sicherung der kritischen Infrastruktur. Danach kam die Gefahr aus der Cyberwelt und nun eben die von biologischen Bedrohungen. Es geht nicht nur darum, dass man Schutzanzüge und Masken auf Lager hat, sondern dass der ganze Sicherheitsapparat auch auf die Gefahren der Bio-Sicherheit ausgerichtet ist.
Da wären auch die Spitäler und Ärzte dabei.
Es braucht Führungsstäbe, in denen alle Partner des Sicherheitsverbundes tätig sind. Es braucht zivile Stellen, den Gesundheitssektor, die Kantone, den Bund und die Gemeinden. Man muss das Nachrichtenaufkommen zusammenlegen und so weiter. Es müssen Szenarien entwickelt werden, was auf uns zukommen könnte. Und es muss klar sein, wer wofür zuständig ist. Dazu gehört auch der Gesundheitsbereich. Wir haben heute zum Beispiel Militärspitalabteilungen, die aufgeboten werden. Die haben Zelte, die heute für Schussverletzungen ausgelegt sind. Wir benötigen wahrscheinlich Zelte, die für Infektionskrankheiten ausgerüstet sind. Mit Schleusen und allem, was nötig ist. Wir müssen den Schutz der Bevölkerung neu überdenken. Man kann die Schweizer Bevölkerung nicht monatelang zu Hause halten, um dann einfach so wieder zur Tagesordnung überzugehen.
Der Gesundheitssektor wäre dann Teil des staatlichen Sicherheitssystems.
Im Gesundheitswesen muss der zivile Lead erhalten bleiben. Aber alle Sicherheitspartner müssen wissen, welche subsidiären Beiträge von ihnen erwartet werden. Es wäre ein Fehler zu glauben, nach dem Ende der Epidemie bei uns sei alles vorüber. Als Nächstes könnte das Virus nach Afrika übergehen. Vielleicht kommt auch eine zweite Welle. Es ist nicht damit getan, die jetzige Krise einfach auszusitzen.
Dazu werden die Schäden auch zu gross.
Die Wirtschaft wird nicht dieselbe sein. Die kleinen und mittleren Unternehmen in der Schweiz sind zentral bedroht. Sie sind das Rückgrat unserer Schweizer Wirtschaft. Einzelne Branchen sind existenziell bedroht: die Fluggesellschaften, die Hotellerie etwa. Diese Krise unterscheidet sich fundamental von vorherigen. In der Vergangenheit hatten wir Finanzkrisen. Das Geld ist uns damals quasi ausgegangen, die Banken gingen pleite. Das ist diesmal nicht das Problem. Die Finanzspritzen der amerikanischen Federal Reserve Bank sind völlig verpufft und führten zu einer noch grösseren Panik an den Börsen. Kapital ist in Fülle vorhanden. Zum Nulltarif. Diesmal sind wir mit einer realwirtschaftlichen Krise konfrontiert. Die Nachfrage ist komplett eingebrochen und die Angebotsseite ebenfalls.
Was muss getan werden?
Die Schweiz muss blitzartig gezielte Hilfe in grossem Ausmass unbürokratisch zur Verfügung stellen, um unsere Betriebe vom Absturz zu retten und Massenentlassungen zu verhindern. Wenn die KMU einmal abgestürzt sind, kommen sie nicht mehr wieder. Welche Industrien will die Schweiz haben? Diese Frage stellt sich jetzt.
Wie viel muss der Bund aufwerfen, um die Arbeitsplätze zu schützen?
Die USA will fast eine Billion Dollar einsetzen. In der Schweiz ist derzeit von über 40 Milliarden Franken die Rede. Niemand weiss, wie lange die Krise dauert. Hält sie an, könnten auch 100 Milliarden Franken nicht reichen. Man muss bereit sein, zusammen mit der Nationalbank Lösungen zu finden. Es geht darum, gezielt die gefährdeten Teile der Volkswirtschaft zu unterstützen.
Wie wird das Virus die Geopolitik verändern?
China hatte vor dem Ausbruch der Corona-Epidemie die Ambition, Nummer eins zu werden in der Welt. Militärisch, wirtschaftlich, politisch und ideologisch. Wenn es China gelingt, als erster Staat aus der Krise hinauszutreten, wird es gestärkt sein und wieder auf Kurs. Staatschef Xi Jinping scheint ein Krisenmanagement zu machen, das erfolgreich ist. Dennoch, Chinas Probleme hören nicht mit dem Sieg über das Virus auf, denn die Märkte des Landes sind weiterhin in der Krise.
Wie disruptiv wirkt das Virus in den USA?
In den USA, wo Donald Trump die Wiederwahl schon in der Tasche hatte, muss man jetzt ernsthaft fragen, ob ihm das noch gelingen wird. Die Demokraten scharen sich jetzt um Joe Biden. Und Trump ist in einem Bereich gefordert, der nicht seine Stärke ist. Man spürte klar, dass er die Epidemie nicht ernst nahm, er verdrehte Tatsachen. Die grossen Wahlkampfveranstaltungen, auf denen Trump Stimmung für sich machen konnte, werden wohl nicht stattfinden. Amerikas Zukunft ist wieder offener. Es ist aber nicht klar, wer das Rennen machen wird.
Und Europa?
Europa ist völlig neu gefordert. Europa hat seine Grenzen nach aussen geschlossen, neue Grenzen im Innern aufgebaut. Das wird sich noch verstärken. An der griechisch-türkischen Grenze hat es seine liberale Flüchtlings- und Asylpolitik ausgesetzt. Europa, das sah man in allen Wahlen in den letzten Jahren, hatte Angst vor der grossen Migration. Nun, da die Migranten möglicherweise noch an Covid-19 erkranken, sowieso. Die EU wird deshalb kaum die so hoch gehaltene Personenfreizügigkeit, also die freie Bewegung von Arbeitnehmern, ohne jede Einschränkungsmöglichkeit durchsetzen können – weder mit Grossbritannien noch mit der Schweiz. Die Grenzen schliessen zu können, ist im Pandemiezeitalter zu wichtig.
In der EU haben die Nationalstaaten das Ruder übernommen. Die Kommission und der Rat wirken inaktiv.
Im Moment steht überall das nationale Krisenmanagement im Vordergrund. Das wird, weil niemand weiss, wie lange die Krise dauert, auch noch einige Zeit so bleiben. Auch der Rückbau der Beschränkungen nach der Krise dürfte von nationalen Kriterien geleitet sein und nicht von der EU koordiniert verlaufen. Dann aber wird es Zeit sein, den Scherbenhaufen zu analysieren, den das Coronavirus hinterlassen hat. Es wird zwingend nötig sein, Schengen, die Finanzspielräume der Staaten, das Flüchtlingswesen und die Migrationspolitik den neuen Realitäten anzupassen. Es ist mit einer tiefgreifenden Debatte über das Wesen der EU zu rechnen.
Was wird die internationale Staatengemeinschaft machen?
Es besteht ein Zwang zur Kooperation. Denn die Herausforderungen, die auf uns zukommen, sind national nicht zu lösen. Die Schweiz kann nicht eine Pandemie verhindern, sie kann sich nur wappnen. Der Zwang zu Kooperationen ist bei einer Pandemie offensichtlich. Man wird im Rahmen der WHO, der EU, der OECD und der Uno Wege suchen müssen, wie man besser vorgehen kann. Als in Afrika Ebola ausbrach, musste man das dortige Gesundheitssystem unterstützen. Die Amerikaner schickten 2000 Marinesoldaten, die Engländer und Franzosen schickten ebenfalls Truppen, die Spitäler aufbauten und sonst auch halfen. Man wird Kapazitäten in dieser Art aufbauen müssen. Die nächste Epidemie muss vor Ort bekämpft werden können, bevor sie zur Pandemie wird.
Im Moment prägen noch immer Rivalitäten und Spannungen die Beziehung zwischen den USA und China. Trump bezeichnete das Virus mehrmals als chinesisch, und die Chinesen geben US-Militärs die Schuld am Ausbruch der Epidemie.
Auch Iran propagiert, dass die Epidemie ein amerikanischer Bioangriff sei. Das gehört leider zum Politischer-Unfug-Potenzial. Die Rivalität zwischen China und dem Rest der Welt ist eine Konstante.
Vor dieser Krise fühlte man sich politisch lange in der Sackgasse. Die EU kam keinen Schritt weiter, die Uno wurde quasi ausgehebelt von Grossmächten. Ist diese Krise politisch auch eine Chance?
Die Erfahrung dieser Krise wird die Menschen, die Wähler verändern. Sie werden neue Antworten von der Politik verlangen. Antworten, die sicherstellen, dass sich die jetzige Lage nicht wiederholt. Das ist ein politischer Druck, der von der Strasse ausgeht. Das wird ähnlich wie bei der von Greta Thunberg angeführten Klimabewegung. Auch diese ging von einem konkreten Bedürfnis der Menschen aus und führte die Grünen europaweit zu Wahlsiegen. Die jetzige Krise wird dazu führen, dass die Politiker die echten Probleme angehen müssen; zielgerichtet und sofort. Die Position Trumps und seinesgleichen, Fragen zum Klima oder der Epidemie als unwichtig zu taxieren, wird an Popularität verlieren. Die Leute sehen, dass es Probleme gibt, die wir lösen müssen.
Werden es künftig die Populisten schwerer haben?
Die Populisten haben, wenn man das Beispiel Trump nimmt, die Existenz des Problems unterschätzt, ja eine Zeitlang gar geleugnet. Man glaubte, man käme davon und könnte dort Geld sparen. Doch die Taktik, dass man die Probleme, die man nicht haben will, wegredet, funktioniert nicht mehr. Diese Krise könnte Trump die Präsidentschaft kosten. Das wäre ein Erdbeben für die Populisten. Sie haben mit ihrer nationalen Sicht keine Lösungen für die heutigen Probleme, deshalb werden es die Populisten schwer haben, sich künftig politisch durchzusetzen. Die Populisten werden jetzt entlarvt, da sie keine Antworten haben. Die Regierungen werden nicht mehr nur Dinge sagen können, die schön tönen, sie werden Lösungen bieten müssen.
Welchen Rat würden Sie der Bevölkerung geben?
Wir haben etwas angestossen mit der Digitalisierung und der Globalisierung, das wir nicht loswerden. Natürlich braucht es Digitalisierung und Globalisierung. Doch wir müssen das Wachstum überdenken. Wir müssen zu einem nachhaltigeren Wachstum kommen. Und wir müssen unseren ökologischen Footprint reduzieren. Wir müssen mehr darüber nachdenken, was auf uns zukommt, und das mit unseren Fähigkeiten lösen, und zwar in Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn und der internationalen Gemeinschaft. Wir müssen aufhören zu denken, dass alles beim Alten bleibt, dass wir auf der Insel der Seligen sitzen und nichts tun müssen, weil die Probleme ohnehin nicht zu uns kommen. Sie kommen zu uns.
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nzz am sunntig:
Zurück in die Zukunft
Für den Fussball, dem keine Krise etwas anhaben konnte, wird die Corona-Pandemie zur Zäsur. Im Sommer dürften die Transfersummen deutlich sinken. Von Sebastian Bräuer
Normalerweise betonen Firmenchefs in Krisenzeiten, solide aufgestellt zu sein. Sie vermeiden jedes Anzeichen von Panik. Sie verweisen darauf, vorgesorgt zu haben.
Deutschlands wichtigste Fussballmanager machen seit Tagen das Gegenteil. «Geisterspiele sind unsere einzige Überlebenschance», warnt Christian Seifert, der Chef der Deutschen Fussball-Liga. «Wir müssen die Saison beenden, sonst wird es finanziell für zu viele Vereine so dramatisch, dass sich Dinge im Fussball verändern werden, an die man jetzt nicht einmal denken mag», sagt Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund.
Die Coronavirus-Pandemie beschert dem Fussball eine plötzliche, heftige Zäsur. Jahrelang überstand der wichtigste Sport der Welt Wirtschaftskrisen unbeschadet. Unaufhaltsam ging das Wachstum weiter, immerfort gab es mehr Spiele und Turniere, höhere Einnahmen und Transfersummen, der Boom erstreckte sich über sämtliche Kontinente. Jetzt zeigt sich: Die Geldmaschine ist doch nicht unzerstörbar. Sobald einmal nicht gespielt werden kann, und sei es nur für wenige Wochen, beginnt das Kartenhaus zu wackeln.
Die Aussagen der deutschen Fussballmanager waren teilweise auch taktischer Natur: Es ging darum, Druck auf den europäischen Verband Uefa zu machen, die Europameisterschaften wie am Dienstag beschlossen von 2020 auf 2021 zu verschieben. So steigen die Chancen, im Sommer die nationalen Ligen beenden zu können, falls die Corona-Krise rechtzeitig enden sollte. Doch unabhängig davon sind die Warnungen vor Engpässen ernst zu nehmen. Stephan Herth, der beim internationalen Sportvermarkter Infront die Fussballsparte verantwortet, sagt: «Es wird Vereine geben, die existenzielle Probleme bekommen. Alles hängt davon ab, wie solide sie gewirtschaftet haben. Wie viel Eigenkapital haben sie gebildet? Wie hoch sind die Rücklagen? Wenn ein Management zu knapp geplant hat, wird es eng.»
Moment der Wahrheit
Während einer längst vergangenen Krise schrieb der amerikanische Investor und Multimilliardär Warren Buffett seinen Anlegern einmal: «Bei Ebbe findet man heraus, wer ohne Badehose schwimmt.» Viele Branchen haben diesen schmerzlichen Moment, in dem Schwächen gnadenlos offengelegt werden, erleben müssen. Als 2000 die Dotcom-Blase platzte, traf es Internetfirmen, denen ein nachhaltiges Geschäftsmodell fehlte. In der Finanzkrise 2008 wurde grossen Teilen des Finanzsektors der Glaube zum Verhängnis, dass manche Märkte immer weiter wachsen würden. Und jetzt, 2020, geraten gewisse Geschäftspraktiken des Fussballs in den Fokus.
Vorbildlich geführte KMU versuchen, in guten Zeiten für mehrmonatige Flauten vorzusorgen. Fussballvereine budgetieren knapper. Das weitverbreitete Credo lautet, jeden verfügbaren Euro für Spieler auszugeben, weil die Konkurrenz das Gleiche macht. Das Szenario eines wochenlangen Spielverbots in den Finanzplänen ignoriert zu haben, könnte sich jetzt bitter rächen.
Die Beratungsfirma KPMG hat Schätzungen aufgestellt, wie hoch die Verluste in den wichtigsten Ligen ausfallen würden, falls die Saison nicht beendet wird (siehe Grafik). Die Zahlen machen deutlich, warum viele Manager für Spiele ohne Zuschauer plädieren: Sie verdienen mit Fernsehrechten und Werbung deutlich mehr als mit Ticketverkäufen und Gastronomie. Je grösser der Klub, desto unwichtiger sind die Einkünfte am Spieltag.
Die drohenden Verluste sind zu relativieren. Der FC Barcelona und Real Madrid erwirtschaften pro Jahr beispielsweise jeweils Umsätze knapp unter der Milliardengrenze. Jetzt stehen in Spanien im Fall eines Saisonabbruchs 970 Millionen Euro auf dem Spiel, die von allen 20 La-Liga-Teilnehmern gemeinsam zu schultern wären. Hätten Fussballvereine ausreichende Puffer für Krisenzeiten, wäre das ohne grössere Verwerfungen möglich.
Der Druck, die Spielzeit irgendwie zu beenden, dürfte in den nächsten Wochen gross werden. Zumal zwischen Klubs und Fernsehsendern eine gegenseitige Abhängigkeit besteht. Henning Vöpel, der Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts, sagt in Bezug auf Anbieter wie Sky und DAZN: «Fussball ist das Flaggschiff dieser Sender. Ohne Fussball hätten diese Sender wohl kaum eine Chance, wirtschaftlich zu überleben.»
Vertreter der Bundesliga beklagen sich besonders lautstark über die Situation, doch andere trifft die Krise noch härter. Infront-Manager Herth sagt: «Die Mannschaften der ersten beiden Ligen in Deutschland sind grundsätzlich auf einem guten Weg. In Italiens Serie A ist die Situation schlechter.» Vor allem im Amateurbereich bestehe zudem das Risiko, dass Sponsoren ausfallen, weil sie selbst wirtschaftliche Probleme bekommen.
Auch in der Schweiz ist die Situation angespannt. Die Super League nimmt mit Medienrechten nur 35 Millionen Franken pro Jahr ein. Ticketverkäufe sind für die Klubs relativ betrachtet wichtiger, Geisterspiele wären mit herben Einbussen verbunden. «Kleinere Ligen wie die Super League in der Schweiz trifft die Krise besonders hart, selbst bei solidem Management», sagt Herth. «Bei den dortigen Vereinen wird man nun sehr gut haushalten müssen, um eine Schieflage zu vermeiden. Einige werden in die Bredouille kommen.»
Die Schere geht auseinander
Der FC Thun stellte bereits ein Gesuch auf Kurzarbeit, der FC Sion spricht Spielern die Kündigung aus. An vielen Orten setzen Debatten über Gehaltsverzicht und Ausgleichszahlungen ein. Doch letztlich handelt es sich hier um Flickschustereien. Wie sehr sich der Fussball durch die Corona-Krise verändert, dürfte erst im Sommer zu beobachten sein.
«Es ist zu erwarten, dass die Transfersummen deutlich sinken», sagt Infront-Manager Herth. «Auch die Gehälter werden unter Druck kommen.» Das gelte nicht für die absoluten Topstars. Hier werde es weiterhin keinen Discount geben. Die Korrektur werde vor allem eine Stufe darunter, im mittleren Bereich der arrivierten Profis, zu beobachten sein. «Die Schere zwischen reichen und armen Klubs wird in dieser Krise noch weiter auseinander gehen», sagt Herth. «Das liegt unter anderem daran, dass kleinere Mannschaften schon bald zu Notverkäufen von Spielern gezwungen sein dürften, um finanzielle Schieflagen zu vermeiden. Ihnen bleibt keine andere Wahl, um im Budget zu bleiben.»
So unerfreulich das unmittelbar tönt, gerade aus Schweizer Sicht bleibt längerfristig eine Hoffnung. «Der Fussball kann gestärkt aus der Krise kommen», sagt Herth. «Man wird ein paar wichtige Lektionen gelernt haben, besser für schlechte Zeiten vorsorgen und Verträge sorgfältiger formulieren.» Auch im Silicon Valley und an der Wall Street war nach den Krisen 2000 und 2008 die Zeit der grössten Exzesse zunächst einmal vorbei. Herth sagt in Bezug auf den Fussball, der seinen «unvergleichlichen Wert» stets behalten werde: «Eine Korrektur ist gesund fürs System, das jahrelang nur gewachsen ist.»
die grafik kann ich nicht posten, hier die zahlen der vermuteten verluste, wenn nicht zu ende gespielt wird:
england: 1120 - 1280
spanien: 800 - 970
deutschland: 630 - 790
italien: 540 - 700
frankreich: 300 - 400in millionen euro selbstverständlich...
die ticket ausfälle sind tatsächlich überall „nur“ +/- 10% der gesamtsumme. also noch knapp verkraftbar. darum denk ich schon, dass ab mitte mai die saisons mit geisterspielen zu ende gespielt werden. natürlich unter strengen auflagen. jeder im stadion anwesende hat den corona test gemacht etc.
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nöd putzt, die huere tschäpser!
https://www.spiegel.de/sport/olympia/…98-5b8cbfd6bb15
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ich denke (besser: hoffe) halt immer noch, dass die ligen ab mitte/ende mai geisterspiele durchführen werden um die meisterschaften zu ende zu spielen. da keine em, auch gut möglich. so fehlen dann „nur“ die zuschauereinnahmen von +/- 5 heimspielen.
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Zitat von Mushu
In Anbetracht der Gefahr einer markanten Zerstörung des Profi-Mannschaftssports in der Schweiz habe ich aber eigentlich derzeit keine "Rabatt-Forderungen" ...
zerstört wird er nicht, aber ziemlich sicher (etwas) gesunden. es dürften zukünftig auch clubs der grossen fünf fussballigen kleinere brötchen backen.Gesendet von iPhone mit Tapatalk
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Zitat von larlf
ich bezog mich ja betreffend Panikmache vor allem darauf, dass die Versorgung bei uns nicht mehr gewährleistet sein soll. da kann ich mir bei bestem willen nicht vorstellen, dass dies in der schweiz anders kommen soll.
klar kann es in einzelnen ländern eskalieren, aber das sind wahrscheinlich eher solche, die auch sonst keine stabile regierung haben.@Roli, dass die börse reagiert war klar und da sehe ich es auch so, dass es eigentlich seit der letzten krise keinen grund für so abartige steigerung gab, deshalb ist/war die korrektur voraussehbar.
nicht unbedingt, dass ein virus der auslöser dafür sein wird, aber es war längst überfällig und angekündigt.
nun kommt noch erschwerend dazu, dass vielen ihr einkommen ausfallen kann. was das ganze nicht einfacher macht und bestimmt in diversen schicksalen enden wird, aber ich vermute nicht, dass es die grosse masse treffen wird.
es ist zwar momentan ein krieg ähnlicher zustand, aber im gegensatz zu einem krieg erwarte ich mehr überlebende und eine kürzere dauer.
ja, die versorgung dürfte bei uns ziemlich lange gewährleistet sein. ansonsten siehe meine antwort(en) an eggi!Gesendet von iPhone mit Tapatalk
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Zitat von Eggi
Danke Snowcat, exakt so ist es...
Habe einen Bericht gelesen eines Deutschen Austauschschülers in den USA, deren Schulen jetzt auch zu sind. Die Privathaushalte rüsten ihre Munitionsbestände auf, seine Gastfamilie hat sich bereits in deren Ferienhaus im Hinterland von Wisconsin zurückgezogen. Ich bin wirklich kein Schwarzmaler, aber was da noch auf uns zukommt, ich möchte es mir wirklich nicht ausmalen.
In der Schweiz wird es, so denke ich zumindest, nicht so schnell zu Bürgerkriegsähnlichen Zuständen kommen, in anderen Teilen dieser Welt ist es, je nach Dauer dieses Shutdowns, eine Frage der Zeit, das denke ich!
ich hoffe einfach, dass wir zwei NICHT recht behalten! aber stand heute wäre ich mit einer rezession mehr als zufrieden. ich rechne nämlich mit einer depression. aber eben, noch besteht die hoffnung...und ja, die schweiz ist seit jahrzehnten extrem stabil, auch dank der direkten demokratie und unseres konkordanzsystems im bundesrat. und ausserdem sind wir nicht so waffengeil wie ein - nicht unerheblicher - teil der amis. bei uns würde auch eine repression ziemlich sicher gesitteter ablaufen als in diversen anderen ländern dieser welt. eben zb. der usa.
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ich hätte nie gedacht, dass ich mal einer ausgangssperre zustimmen würde, aber zu viele idioten in unserer gesellschaft machen diese nun wohl nötig...
Wenn der Notstand nicht reicht: Ausgangssperre wie in Spanien ist auch bei uns Thema
https://www.blick.ch/-id15803422.ht…n=blick_app_iOS
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." - Albert Einstein
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Zitat von larlfAlles anzeigen
DAS tönt für mich nach absoluter Panikmache!
Klar wird die Wirtschaft ihren Schaden davontragen, aber solange die Versorgung gewährleistet ist, wird man überleben.
Und ich sehe keinen Grund, weshalb die Versorgung nicht erhalten bleiben sollte: im schlimmsten Fall macht die Regierung (überall) weitere Schulden, entwertet das Geld, etc
Das bedeutet natürlich nicht, dass es Betriebe gibt, die es auch nach der Krise noch gibt, da gebe ich Dir Recht.
Aber auch da: wenn man es schon mal als Selbstständig Erwerbender versucht/geschafft hat: wieso soll man es nach so einer Situation nicht nochmals versuchen?
Ich verstehe es auch, dass es absolut nicht lustig ist, wenn man danach Existenzängste hat, aber da erhoffe ich halt schon vereinfachte Hilfe seitens der Regierung.
ist leider keine panikmache...stimmen (seriöse und gemässigte, keine kommunisten und verschwörungstheoretiker!) im netz, solche, welche leider nicht so laut sind wie die von finanzhaien/politikern und mainstreammedien prophezeien schon seit jahren, dass uns das system eines tages um die ohren fliegen wird. seit 2008 wurde eine derartige blase mit künstlichem geld aufgebaut, konnte nicht gut gehen.
das virus jetzt ist nur der auslöser, aber nicht die ursache des noch kommenden crashs, ein crash, welcher die nächsten 2-5 jahre sowieso gekommen wäre.
jetzt wartet noch ab, bis in den nächsten wochen die derivate blase platzt, dann gehts erst richtig los...
aber für die verantwortlichen des nun drohenden chaos ist dieser virus ganz praktisch. verantwortliche, welche unser geld für ihr persönliches casinovergnügen benutzen, die fetten gewinne einstreichen, aber die allgemenheit für die verluste bezahlen lassen. diese habgierigen, komplett verantwortungslosen casino kapitalisten haben nun einen schuldigen und müssen ihr versagen nicht eingestehen. und wenn - wider erwarten - doch: ist denen doch scheissegal, die zeche bezahlen sowieso wieder (einmal mehr!) wir normalen leute und ausserdem steht deren learjet schon lange vollgetankt parat...
„Es ist gut, dass die Menschen des Landes unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen, denn sonst, so glaube ich, hätten wir noch vor morgen früh eine Revolution.“ - Henry Ford
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Was ich in der CH nicht lesen möchte das Ärzte wie in Italien entscheiden müssen wer auf die Intensiv darf und wer verr.... muss!
nzz am sunntig:Leben mit Corona
Wer darf weiteratmen?
In Italien müssen Ärzte und Pflegende über ihre Grenzen hinausgehen. Bei manchen über Siebzigjährigen verzichten sie auf eine Behandlung. Marc Zollinger, Rom
In der Bevölkerung Italiens gelten sie als Heldinnen und Helden. Regierungschef Giuseppe Conte spricht als Erstes immer ihnen seinen Dank aus, bevor er seine Videobotschaften an das Volk verliest. Doch die Ärztinnen und Pfleger, die seit Wochen rund um die Uhr gegen das Coronavirus ankämpfen, wollen keine Helden sein. «Wir tun einfach unsere Arbeit», ist der Tenor.
Das ist masslos untertrieben, denn von normaler Arbeit kann längst nicht mehr gesprochen werden. Vor allem in den Spitälern im Norden des Landes, der roten Zone, wo die meisten Covid-19-Erkrankten gepflegt werden. Was das bedeutet, wusste die Öffentlichkeit nicht, bis die Ärzte und Pflegefachleute zu erzählen begannen.
Erstarrte Augen
Einige Ärzte sprechen von einem Tsunami, fast alle von Krieg. Der Höhepunkt kommt immer am Nachmittag, wenn das Fieber am stärksten ist. Die neuen Patienten erscheinen fast zeitgleich und in grosser Zahl in den Notfallstationen. In Bergamo, dem neuen Seuchenherd, sind es zurzeit täglich zwischen 60 und 80. Alles gravierende Fälle, aus allen Altersgruppen – und alle bis vor kurzem noch gesund und stark. In der neuen, aktuellen Phase der Covid-19-Verbreitung geht es um schwere, beidseitige Lungenentzündungen. Die daraus resultierende Beeinträchtigung der Atemwege ist oft schwerwiegend, und nach einigen Tagen Spitalaufenthalt reicht der einfache Sauerstoff, der auf einer Station verabreicht werden kann, möglicherweise nicht mehr aus.
Zehn Stunden und mehr am Stück arbeiten Mediziner und Pflegefachleute ohne Pause. Man arbeitet und arbeitet bis zum Umfallen. Das Bild einer Pflegerin in Schutzanzug, die mit Gesichtsmaske auf der Computertastatur eingeschlafen ist, erregte diese Woche grosses Aufsehen. Besonders krass sind die Bedingungen in den abgeschirmten Intensivstationen, die die Pflegenden in der Regel erst nach vier bis fünf Stunden verlassen. In dieser Zeit dürfen sie nicht trinken, nicht essen, nicht aufs WC gehen und sich nicht das Gesicht berühren. Man darf auch nichts aufschreiben, muss alles im Gedächtnis speichern, weil selbst ein infiziertes Papier das Virus draussen weiter verbreiten könnte – wir haben immer noch beschränkte Kenntnis darüber, wie es weitergegeben wird. Beim Verlassen gilt es dann, ein striktes Protokoll einzuhalten, das das Ausziehen der Schutzanzüge, Masken und doppelten Handschuhe regelt. Man ist dabei immer zu zweit, um ja keine Fehler zu machen.
Es ist ein stetiges Über-sich-Hinauswachsen. Hielt man es früher nicht länger als sechs Stunden in den luftdichten Schutzanzügen aus, sind es heute zehn bis zwölf. Viele tragen Abdrücke und Wunden im Gesicht wie Extrembergsteiger. Sie stammen von den Rändern der Schutzmasken, die hauteng anliegen müssen. Wegen des Neonlichts wird es oft unerträglich heiss.
Um nicht zu reden vom Druck, der auf der Seele lastet, wie eine Ärztin dem «Corriere della Sera» vertraute: «Da sind diese vor Schreck erstarrten Augen, die dich anschauen, um Hilfe flehen, weil die Stimme wegen der Atemnot versagt.» Wer auf die Isolierstation kommt, bleibt mit seiner Angst allein. Verwandte oder Psychologen werden dort nicht zugelassen. Und wer schliesslich den Kampf verliert, für den gibt es, um die Menschenansammlung zu vermeiden, nicht einmal ein Begräbnis. «Es heisst, man stirbt immer allein», schrieb die «Repubblica, «doch in Zeiten des Coronavirus hat dieser Spruch eine neue Bedeutung erhalten.»
Die Zahl der Kranken ist inzwischen auf fast 18000 Personen angestiegen, und man befürchtet, dass sie in den nächsten Wochen weiter zunehmen wird. Etwas Hoffnung gibt der Umstand, dass sich der Anstieg in den am stärksten betroffenen Gebieten leicht abgeschwächt hat. Doch eine neue Studie der Wissenschaftszeitschrift «Lancet» blickt pessimistisch in die Zukunft. Sie rechnet mit 30000 neu Infizierten in den kommenden Wochen und schätzt, dass es dann in den Intensivstationen 4000 Betten braucht. Besonders stark betroffen wäre Süditalien, wo die Spitäler weniger gut ausgestattet sind.
Bereits jetzt können nicht alle Notfälle angemessen behandelt werden. Im Mailänder Spital San Paolo etwa erhalten über Siebzigjährige, die unter Begleiterkrankungen leiden, das Kennzeichen «kein Kandidat für Reanimation». Ein Team von Fachärzten entscheidet, wem die Therapie verweigert wird, wie die Ärztin Maria Cristina Settembrese dem «Corriere della Sera» sagte. «Aber natürlich lassen wir sie nicht alleine. Sie werden in eine andere Station verlegt, wo sie palliativ behandelt werden.»
Der Fitteste soll leben
Die italienische Gesellschaft für Anästhesie, Reanimation und Intensivmedizin hat diese Woche mit einem Dokument für Aufsehen gesorgt, in dem es die ethisch schwierige Frage thematisiert, wer in Notlagen wie der heutigen behandelt werden soll und wer nicht. Grundsätzlich gehe es darum, «dass Patienten mit den höchsten Chancen auf therapeutischen Erfolg Zugang zu Intensivmedizin erhalten».
Der Arzt Daniele Macchini aus Bergamo war einer der Ersten, die mit ihren drastischen Schilderungen auf Facebook ein grosses Echo auslösten. «Es fallen mir keine anderen Worte ein. Der Krieg ist ausgebrochen, und die Kämpfe halten Tag und Nacht ununterbrochen an.» Es gehe ihm nicht darum, Angst oder Panik zu schüren, sondern die zum Teil renitente, allzu sorglose Bevölkerung aufzurütteln und in die Verantwortung zu nehmen: Wer nicht zu Hause bleibt, gefährdet sich und andere und trägt dazu bei, dass die Situation gänzlich eskaliert. Es fehlt jetzt schon an Betten, Beatmungsgeräten, ärztlichem Material und vor allem an Personal.
Trotz allem – oder vielleicht gerade auch wegen dieser existenziell aufrüttelnden Situation – erkennen die Heldinnen und Helden des italienischen Gesundheitswesens auch Positives: Grenzen und Unterschiede verschwinden, eine Einheit entsteht, in der es keine Chirurgen, Anästhesistinnen, Pflegefachleute oder Helfende mehr gibt, sondern nur Menschen, ein einziges Team. Der stets wachsende Berg an Aufgaben lässt kein Abschweifen mehr zu, sondern zwingt alle, sich allein dem Hier und Jetzt zu widmen – woraus viele gerade die Kraft schöpfen, die sie Übermenschliches leisten lässt.
Und da sind auch die guten Nachrichten, die Hoffnung geben: Patienten, die genesen, selbst nach schwersten Krankheitsverläufen. Patient Nummer 1 in Codogno etwa. Der 38-Jährige muss nicht mehr beatmet werden und konnte nach über zwei Wochen in Behandlung die Intensivstation verlassen.
Während zurzeit weitere Tsunami-Wellen über das Land gehen, schauen einige voraus auf die Zeit danach. Roberto Cosentini, leitender Arzt im Spital Giovanni XXIII von Bergamo, wurde gefragt, was das Coronavirus hinterlassen werde. Er sagte: «Ein komplett verändertes Gesundheitswesen und eine nicht wiederzuerkennende Gesellschaft.»
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Warum das hier "Trump" überhaupt ein Thema ist und besprochen wird ist mir ein Rätsel. Okay, Larry lebt in den USA und einige von uns haben Verbindungen dort hin.
Von dem her ists einigermassen verständlich..... einigermassen ......
ganz einfach: mushu hat ihn ins spiel gebracht, larf, reto und ich unseren senf dazu gegeben. und rangersfan, welcher schon seit +/- 30 jahren in new york wohnt, den mann verteidigt. darauf kam noch mal der senf von mir. das wars eigentlich schon!
und wenn du jetzt noch den nzz text liest, welchen ich erst heute in meine trumpantwort gepflanzt habe, dann find ich schon, dass trump in diesem fred sehr viel zu suchen hat!
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Biel-Trainer Antti Törmänen positiv auf Coronavirus getestet
https://www.hockeyinfo.ch/articles/biel-…source=whatsapp
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Denke ab Morgen ist Ende mit dem.
denke und hoffe ich auch! -
Sorry, aber Du, Muschu und Snowcat haben hier gegen Trump gezettert. Bei Muschu nicht das erste Mal und bei Roli schon gar nicht.
definitiv nicht das erste und im falle trump ziemlich sicher auch nicht das letzte mal.
Grundsaetzlich bin ich jedoch damit absolut einverstanden dieses Forum frei von Politik zu halten, es muss aber fuer beide Seiten des politischen Spektrums gelten. Fuer Dich ist keine Politik machen wenn ein Praesident als Idiot, Vollpfosten und anderen Schimpfwoertern bezeichnet wird. Wenn ich jedoch mit sachlichen Argumenten (und ohne Beleidigungen) darauf antworte dann mache unerwuenschte Politik. Trump zu attackieren ist nicht Politik, ihn zu verteigen aber schon. Das ist doch sehr hypokritisch, findest Du nicht?
sehe ich auch so...grundsätzlich!ABER: dieser virus ist natürlich schon eine für alle aktuell noch lebenden personen auf diesem planeten eine noch nie dagewesene, komplette ausnahmesituation. auch wenn am anfang der epidemie nicht wenige behaupteten, man soll nicht so ein geschiss machen wegen ein bisschen grippe. aber mittlerweile haben die meisten gecheckt, um was es tatsächlich geht.
wenn man dann über diesen virus und seine auswirkungen diskutiert, lässt es sich daher kaum vermeiden auch die politik wenigstens anzuschneiden. auch in einem reinen sportforum. ja, du hast ein posting ohne beleidigungen und mit "fakten" gemacht um trump zu verteidigen. aber die "fakten" stammten von trumps twitter account und von fox news! beide zusammen die wahrscheinlich grössten lügner, halbwahrheiten erzähler, wahrheitsverdreher und fake news verbreiter, welche die welt seit dem internet und social medias je gesehen hat! um soviele lügen zu verbreiten wie trump in seiner bisherigen amtszeit, müsste ich mindestens 850 jahre alt werden und bedeutend mehr lügen, als ich das heute tue...
und ja, für mich ist trump ein idiot und vollpfosten. aber so nette worte für ihn brauche ich eigentlich nur im internet, privat tönts noch ganz anders! :twisted: nur soviel: ein egomanischer, narzisstischer, korrupter und (für sein amt) intellektuell komplett überforderter mensch! in den meisten rechtstaatlichen ländern dieser welt wäre er im knast oder in der geschlossenen. ziemlich sicher sogar beides...
lange rede, kurzer sinn: alles hat ein ende. der virus und auch trumps amtszeit. wann wir vom virus erlöst werden weiss ich nicht, von trump in spätestesn 4 1/2 jahren!
wobei ich schon bei tubelju bush dachte, der sei nicht zu toppen im negativen...hoffen wir mal, mit trump wurde selbst für us verhältnisse die talsohle erreicht!Stay healthy everyone and have a great summer!
danke, gleichfalls!
NZZ am sunntig:
Trump ist in der Corona-Krise zu einem Risikofaktor geworden
Donald Trump hat bei der Bekämpfung von Covid-19 wertvolle Zeit vertan – weil er den Wirtschaftsboom nicht gefährden wollte. Das wird die USA und die Welt teuer zu stehen kommen, schreibt Gordana Mijuk
Noch vor kurzem schien es so, als sei niemand in der Lage, Donald Trump die zweite Amtszeit im Weissen Haus streitig zu machen. Die Wirtschaft in den USA lief schlicht zu gut, die Arbeitslosenrate war so tief wie seit Jahrzehnten nicht mehr, und sogar die Zukunftsaussichten von einkommensschwachen Familien hatten sich merklich aufgehellt. Trump konnte mit Recht behaupten, er habe Amerika wieder gross gemacht, so wie er es 2016 im Wahlkampf versprochen hatte. Seine demokratischen Herausforderer machte Trump derweil zu Witzfiguren, nannte sie «Sleepy Joe» oder «Crazy Bernie» und teilte Videos, in denen sie verhöhnt wurden. Trump war in seinem Element.
Heute sieht alles anders aus. Das Coronavirus, das von einem Markt im chinesischen Wuhan ausgegangen ist, hat die globale Wirtschaft im Nu gelähmt. Die Welt, wie wir sie kennen, steht still. Wie gross der Schaden sein wird nach der Pandemie, wird sich zeigen. Er hängt davon ab, wie sich die Länder jetzt verhalten. Auch die USA. Trump dämmert nur langsam der Ernst der Lage. Er ist aber nicht mehr in seinem Element. Denn er hat seinen wichtigsten Trumpf verloren: eine starke Wirtschaft.
Lange wollte Trump nicht wahrhaben, dass das Coronavirus auch die USA treffen könnte. Zu sehr fürchtete er, dass der gute Gang der Wirtschaft und damit seine sichere Wiederwahl beeinträchtigt werde. Laut Insidern hatte Trumps Gesundheitsminister den US-Präsidenten bereits im Januar mehrfach auf die Gefahr des Virus hingewiesen, doch dieser spielte das Problem herunter. Trump versuchte zunächst, das Virus als Propaganda der Demokraten abzutun. Er verbreitete wochenlang haarsträubende Lügen, und Ende Februar sagte er ernsthaft, das Virus werde «verschwinden, wie durch ein Wunder». Trump behauptete zudem, jeder, der einen Test wolle, könne einen bekommen. Eine Lüge. Seit Januar wurden in den USA bloss 14000 Tests durchgeführt.
Trump vergeudete wertvolle Wochen, um die Epidemie einzudämmen. Wegen seiner Haltung glaubten viele Amerikaner, die Debatte um Corona sei pure Hysterie. Dabei ist bei der Eindämmung des Virus die Mitwirkung der Bevölkerung das wichtigste Instrument. Trumps Anhänger bezeichneten Covid-19 als eine in China produzierte Biowaffe, die von den Demokraten und den Fake-News-Medien benutzt würde, um ein Impeachment gegen Trump zu veranstalten.
Trump wiegte Amerika in falscher Sicherheit und trug wenig dazu bei, dass das Virus rasch und grossflächig bekämpft wurde. Vielmehr glaubte er, sein Einreiseverbot für Reisende aus China Ende Januar genüge als Massnahme. Mitte Woche doppelte er nach mit einem Einreisestopp für Europäer. Trump handelte aus einer naiven protektionistischen Logik heraus: Das Böse kommt von aussen und muss mit physischen Grenzen gestoppt werden können. Doch Pandemien kennen keine Grenzen. Und angesichts der hohen Wachstumsraten bei den Corona-Fällen in den USA ist mittlerweile jedem klar, dass Einreisesperren nur ein Teil der Bekämpfung sein können. Wichtig wäre es gewesen, rascher mit Massnahmen im Inland die Ausbreitung einzudämmen und flächendeckend Tests anzubieten. Die Investoren glaubten nicht an Trumps Fähigkeiten als Krisenmanager. Die Börsen tauchten nach dem Entscheid zum Einreisestopp für Europäer ins Bodenlose.
Statt als führende globale Macht die eigene Bevölkerung und die Welt zu beruhigen und mit vorbildlichen Massnahmen voranzugehen, vergrösserte Trump das Chaos. Er ist selbst zum Risikofaktor geworden. Das dürfte den Amerikanern kaum gefallen. Sie lieben Leader, und ihr Präsident muss genau das sein – vor allem während Katastrophen. Echte Führungspersonen erkennt man in der Krise und nicht während einer Börsenhausse. Viele erinnern sich an George W. Bush, der nach dem Wüten des Hurrikans Katrina die überfluteten Gebiete vom Flugzeug aus beäugte, statt sich um die Menschen am Boden zu kümmern.
Am Freitag nun rief Trump den nationalen Notstand aus. 50 Milliarden Dollar sollen freigesetzt werden, um das Virus zu bekämpfen. Doch diese Pandemie legt die grossen Mängel im US-Gesundheitssystem offen. 27 Millionen Menschen haben keine Krankenversicherung. Sie werden auch bei Corona-Symptomen nicht zum Arzt gehen und das Virus weiter verbreiten. Die Spitäler sind zudem schlecht gewappnet. Pro 1000 Einwohner stehen weniger Betten zur Verfügung als in Italien, wo jetzt darüber entschieden werden muss, wer behandelt wird und wer nicht. Auch die Zahl der Betten auf Intensivstationen ist beschränkt. Die Hälfte der arbeitenden Bevölkerung, 81 Millionen Menschen, sind im Stundenlohn angestellt. Wie lange sie sich Zwangsquarantänen leisten können, ist unklar. Ein soziales Netz fehlt. Steigen die Fallzahlen weiter rasant, dürfte das Gesundheitssystem rasch kollabieren.
Vorbildgeben ist ein wichtiges Führungsprinzip. Dazu ist Trump nicht in der Lage. Das zeigt sein persönlicher Umgang mit dem Virus. Obwohl er Kontakt hatte mit einem Mitarbeiter des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, der nach dem US-Besuch positiv auf das Coronavirus getestet wurde, liess sich Trump lange nicht testen. Er war auch nicht bereit, sich selber zu isolieren. Trump hat keinen Sinn für den Schutz der Gemeinschaft. Das ist fatal.
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