Beiträge von snowcat

    Zitat von ZSColin


    Nur die halbe Wahrheit. Die haben 2 absolute Top-Spieler in der Winterpause abgegeben, u.a. Lezcano ..........


    sicher auch ein mitgrund. und trotzdem haben die luzerner munter gepunktet, als lezcano während einem halben dutzend spielen gesperrt war.

    es geht (mir) ja eigentlich nur darum folgendes aufzuzeigen: ein fussballvorstand der keine ahnung vom fussball hat, ist kein problem. wenn er denn einen fussballsachverständigen und in der fussballwelt top vernetzten sportchef anstellt und vor allem auch auf diesen hört! mit rolf fringer hatten sie so einen mann. sicher, als trainer seit bald 15 jahren nicht mehr brauchbar, aber durchaus kein schlechter sportchef.

    und gewisse parallelen zum stadtclub aus zürich sind halt auch nicht zu übersehen...

    Zitat von snowcat


    http://www.blick.ch/sport/fussball…-id4586111.html

    kann in diesem text jedes wort von fringer nachvollziehen. und folgende passage passt genau zum bisherigen trainer leistungsausweis von babbel, obwohl er durchaus auch erfolge hatte, aber alles sehr durchzogen wirkt:

    Rolf Fringer: «Ich hatte vor Weihnachten ein Exposé zusammengestellt. Darin habe ich aufgezeigt, weshalb Roland der richtige Mann für den FCL wäre. Roland ist ein absoluter Fachmann mit hoher Fachkompetenz. Die Spieler haben grossen Respekt vor ihm und seinem Fussballwissen. Ich würde seinen Anteil am Erfolg des FCL auf 80 Prozent beziffern. Er ist es, der das Team trägt.»

    das inkompetente personen fussballgott spielen (wollen) scheint nicht nur in zürich ein problem zu sein!


    luzern ist im elend. fringer kommt und luzern gehts gut. fringer (und vrabec) gehen und luzern ist wieder im elend.

    offensichtlich hat röfe eben doch recht mit seinen aussagen im blick interview!

    Coach's Challenge, Salary Cap, mehr Respekt – 9 Dinge aus anderen Sportarten, die wir uns für den Fussball wünschen

    http://wat.is/ijy1jBAA64McCGBD


    natürlich nicht ganz ernst gemeint, hat aber trotzdem ganz gute vorschläge dabei. vor allem dieser gefällt mir:

    Rugby → Respekt für den Schiri
    Ständiges Reklamieren, lächerliche Schwalben, endloses Simulieren – im Fussball gehört das zum Standard-Repertoire praktisch jedes Profis. Um für sich und sein Team einen Vorteil herauszuschlagen, ist fast jedes Mittel recht und die Schiedsrichter sind wahrlich nicht um ihren Job zu beneiden.

    Zitat von ZSColin

    Hoffe das Stadion wird voll. Müsste möglich sein!!


    lugano wird kaum mehr als 5-6000 mitbringen. und ob wir die restlichen ca. 17'000 hinkriegen? dürfte auf den verlauf der restlichen meisterschaft ankommen!

    punkte, aber auch attraktivität des fussballs. bisher haben wir unter sämi erst ein wirklich gutes und auch attraktives spiel gesehen. und das war gestern.


    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

    ich staune ebenfalls. aber nicht (nur) über das resultat, sondern hauptsächlich über die art und weise.

    alles was in printmedien und von uns hier auf der pinnwand geschrieben wurde seit dem yb match ist wenige tage später makulatur...


    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

    Zitat von Larry

    Es sind kaum Gründe zu sehen, dem FC Zürich in derzeitiger Verfassung reelle Chancen auf einen Sieg ausgerechnet auf dem Platz des Cup-Spezialisten FC Sion einzuräumen.

    Ich sehe auch keinen Grund, was bleibt ist die Hoffnung.

    http://www.nzz.ch/sport/fussball…nung-1.18704497


    die hoffnung, dass das defensiv konzept hält was es begonnen hat zu versprechen und man vorne 2-3 konter fahren kann und so ein tor mehr schiesst als sion. oder die hoffnung ein 0:0 zu halten während 120 Minuten und dann das penaltyschiessen zu gewinnen...

    Zitat von larlf

    «Die taktische Marschroute stimmt. Die letzten drei, vier Spiele waren nicht so schlecht, wie sie in den Medien dargestellt wurden.» Canepa bleibt optimistisch.


    die meisten menschen funtkionieren doch so: wenn die marschroute eben nicht mehr stimmt und das auch für die meisten anderen sichtbar wird, sehen die das ganz einfach falsch. so hat man auch immer recht. das funktioniert solange gut, solange man die situation noch schönreden und sich weiter durchwursteln kann. auf den fussball übertragen: dieses system funktioniert bis zum abstieg. dann aber ist game over. definitiv.

    aber ich höre cillo jetzt schon in seiner trotzigen art:

    "wir sind mit sämi abgestiegen, wir werden auch mit ihm wieder aufsteigen! der club ist immer noch hervorragend aufgestellt und sämi unser wunschtrainer. ihr solltet mal sehen, wie gut und intensiv im training gearbeitet wird!"

    92 Millionen Umsatz, 12 Millionen Reingewinn, über 100 Millionen Eigenkapital:

    Die gestern veröffentlichen Geschäftszahlen des FC Basel lassen die anderen Super-League-Klubs erstarren. Doch es wird die nächsten Jahre noch viel extremer – der UEFA sei Dank.

    in der schweiz kann das ziel für die anderen clubs definitiv nur noch vizemeister und/oder cupsieger heissen...da müssen derart viele ereignisse zusammenfallen das der fcb nicht meister wird, dass die wahrscheinlichkeit eines lottogewinnes oder vom blitz getroffen zu werden beinahe höher ist!

    http://www.watson.ch/Sport/Kommenta…-dem-Feld-macht

    Zitat von Mushu

    Noch etwas ist besser:

    Vor Hypiää haben wir 16 von 36 Spielen verloren: 44.44 %
    Während Hypiää, 4 von 11: 36 %


    sorry, aber deine vergleiche hinken. ist etwa so, wie wenn ich nach einer potthässlichen frau, eine hässliche heirate. das ist definitiv noch keine bzw. eine sehr marginale verbesserung. dann kann ich's auch sein lassen...

    Zitat von Mushu

    Komisch:
    Selbst du hast am Samstag von dir gegeben, dass du in der aufgezeigten Periode, noch keinen FCZ erlebt hast, der defensiv so gut organisiert und stabil ist; konditionell auf der Höhe ist, und einstellungsmässig (nachsetzen nach Ballverlust) ganz neue Qualitäten zeigt ...

    Das war definitiv bisher SCHLECHTER. Du widersprichst dir!

    Und Rom wurde auch nicht in einem Tag erbaut ...

    DAS war bisher schlechter, stimmt. wenn aber das gesamtpaket derart darunter leidet, keine spielkultur mehr vorhanden ist und auch keine torchancen mehr kreeirt werden, dann ist es unter dem strich eine verschlechterung.

    darum sage ich ja: macht sämi zum assistenten neben einem trainer der eine ahnung von modernem fussball und (langjährige) erfahung mit jungen hat. dann stimmts. so wie jetzt stimmt's nicht und wird es auch nie.

    hab ich übrigens am sonntag schon geschrieben...also widerspreche ich mir nicht, sondern wiederhole mich! :wink:

    guckst du:

    Zitat von snowcat

    ist ja gut und recht, wenn man von hinten bis zur mitte recht gut organisiert ist, um jeden ball kämpft, immer nachsetzt und nie aufgibt. wenn man aber in 90 minuten keine einzige torchance kreeirt (!), reicht das bestenfalls für ein 0:0. gegen ein äusserst harmloses und bescheidenes yb reichte es nicht mal dafür.

    Zitat von Mushu

    Klar doch! Vor Hypiää war alles viel besser. Ist ja auch klar; mit jedem Trainer wäre/ist mehr möglich gewesen. Das zeigen ja auch die Resultate vor der Aera SH. Dort war tatsächlich alles viel, viel besser ...


    nein, nein vorher war nicht alles besser! ABER: es war nicht schlechter!

    und wenn ich einschneidende veränderungen vornehme, muss eine verbesserung dabei rausschauen. und wenn ich mich zum 100. mal wiederhole: dass sämi diese verbesserung nicht bringen wird, war von anfang an klar. jedenfalls den meisten... :wink:

    und ja, ich hoffe auch auf den fcb meister kater... :roll:

    Zitat von Larry

    Ganz geil der Transfer bzw. Ausleihe von Sadiku zu einem direkten Gegner im Abstiegskampf (!), der bucht und bucht und bei uns.....herrscht Flaute im Sturm! :roll:

    Chiumiento zu "begnadigen", ihn aber nicht einzusetzen ist auch so etwas....kann mir ja keiner erzählen seine Fitness würde nicht für einen Teileinsatz reichen....ah doch, einer kann es: Sami!


    und unter wem bucht sadiku? richtig, contini...

    chiumiento? klar, beim letzten 12 minuten lauf schaffte er nur 6,7 km. eindeutig zu wenig! das reicht nicht mal für die 4. liga!

    :nixwiss: :nixwiss: :nixwiss: :nixwiss: :nixwiss:

    Zitat von Larry

    Mit dieser Truppe (hinten verbessert, dafür vorne nix), mit diesem Trainer, mit diesem "Sportchef" geht es ums nackte Überleben!


    die mannschaft ist individuell (immer noch) besser besetzt als lugano, vaduz und thun. und mindestens auf augenhöhe mit luzern und st. gallen. aber unser trainer und sportchef sind alles andere als super league tauglich. dort liegt auch das eigentliche problem.

    ausser babbel (und evt. zinnbauer, den kann ich nicht einschätzen) würde jeder momentane super league trainer (bedeutend) mehr aus diesem team herausholen. vor allem, wenn er es schon seit august trainiert und so ziemlich nach seinen wünschen formen konnte. wenn ich zum beispiel sehe, was ein contini aus seiner gurkentruppe mit dem 5 milionen budget rausholt...aber auch saibene ist ganz gut unterwegs mit ähnlich wenig geld.

    us de hütige nzz:

    «Man ist der Trottel, bald wieder der Held»

    Lukas Flüeler ist einer von nur fünf Meister-Goalies, die in der Nationalliga A noch aktiv sind. Er erklärt, wie schwierig es ist, nach einer Operation ausgerechnet auf die Play-offs hin wieder den Anschluss zu finden

    NZZ am Sonntag: Wann spielen Sie wieder?

    Lukas Flüeler: Das liegt nicht allein in meinen Händen. Die Saison ist so weit fortgeschritten, die Play-offs stehen bevor. Der Coach wird das entscheiden.

    Aber aus rein medizinischer Sicht: Wann sind Sie bereit, wieder ins Tor zu stehen?
    Meine Operation liegt etwas mehr als fünf Wochen zurück. Der Chirurg hat mir vor dem Eingriff gesagt, er rechne mit einer Rekonvaleszenz von vier bis sechs, vielleicht auch sieben Wochen. Ich habe ein paar Mal auf dem Eis versucht, wie es sich anfühlt. Aber die Belastung für die Adduktoren ist für einen Torhüter noch grösser als bei einem Feldspieler. Deshalb ist Vorsicht angebracht.

    Das heisst: Die Beschwerden sind nicht weg?
    Seit der Operation hatte ich nie mehr Schmerzen in den Adduktoren, die mein Problem waren. Aber von der Operation hat es noch Blut im Gewebe, das einen gewissen Druck verursacht.

    Was genau war Ihr medizinisches Problem?
    Ich riss vor zwei Jahren in der Viertelfinalserie gegen Lausanne den Meniskus an, spielte aber die Play-offs mithilfe von Schmerzmitteln trotzdem zu Ende. Daraus sind Fehlbelastungen entstanden, die mich mehr und mehr behinderten. Im Prinzip war es nur eine Kleinigkeit. Wäre ich nicht Spitzensportler, hätte man nicht operiert. Aber ich hatte ständig Beschwerden, und das war auf Dauer kein Zustand.

    Ihre Leidenszeit war lang. Wie haben Sie sie erlebt?
    Es war frustrierend. Ich habe es immer wieder versucht, glaubte mich auf dem richtigen Weg, kehrte aufs Eis zurück und fiel wieder auf Tag 1 zurück. Und alles begann wieder von vorne: die Therapien, das Warten. Da fängt man schon an, sich Gedanken zu machen.

    Was für Gedanken? Kamen Existenzängste hoch?
    Ich wusste, dass die Verletzung meine Karriere nicht grundsätzlich gefährdet. Aber ich bin jetzt seit zwei Jahren immer wieder verletzt. Auch wenn es meist nur Kleinigkeiten waren: Man beginnt sich zu fragen: Was kommt als Nächstes? Man fängt an, sich zu schämen, und fragt sich: Was denken wohl die Leute? Ist er ein Wrack? Man gönnt dem Körper im Spitzensport ja selten die Zeit, sich vollständig zu erholen. Man bekämpft die Schmerzen mit Spritzen und will so schnell wie möglich zurück aufs Eis.

    Woher kommt dieser Druck? Von aussen? Oder vor allem von einem selber?
    Von beiden Seiten. Das Management, der Trainer, die Bekannten fragen einen natürlich: «Wann kehrst du zurück, wann geht es wieder?» Aber vor allem möchte man selber wieder aufs Eis zurück und spielen.

    Sie wurden wiederholt zurückgeworfen. Kommt da nicht irgendwann der Punkt, an dem man am liebsten alles hinwerfen und etwas Neues beginnen möchte?
    So weit war ich nie. Ich hangelte mich von Termin zu Termin, dachte ja immer: Spätestens in vier Wochen geht es wieder. Wenn man monatelang ausfällt wie Dan Fritsche oder Daniel Schnyder, die beide an Hirnerschütterungen leiden, dann kommen einem solche Gedanken wohl eher. Eine Hirnerschütterung kann einen ein ganzes Leben lang einschränken. Das macht dann schon Angst. Schliesslich gibt es ja ein Leben nach dem Eishockey. Meine Beschwerden waren im Vergleich dazu gering.

    Sie waren während Ihrer ganzen Verletzung zwar weiter ein Teil des Teams, gehörten aber trotzdem nicht mehr ganz dazu.
    Das ist wahrscheinlich der mühsamste Teil am Ganzen. Im Prinzip sind die Emotionen, die man erlebt, nach Siegen, aber auch nach Niederlagen, das Schönste am Sport. Man sitzt in der Garderobe und ist Teil von etwas Grösserem. Dieses Gefühl fehlt mir enorm. Ich bin ein Mensch, der nicht einfach so in einen Tag hineinleben kann: Ich brauche eine gewisse Struktur, ich will mich freuen oder manchmal auch ärgern können. Doch plötzlich ist man im luftleeren Raum.

    Wäre es in diesem Moment nicht besser, Distanz zu suchen und wegzugehen?
    Das macht man vielleicht nach einem Kreuzbandriss, wenn man genau weiss: Jetzt muss ich sechs Monate lang pausieren. Ich war aber ständig in einer Drei-, Vierwochen-Planung. Ich war fast mehr in der Halle, als wenn ich spiele. Es gab x Termine.

    Nun steigen Sie mitten in der heissesten Phase der Saison wieder ein. Wie bereitet man sich darauf vor? Anlaufzeit gibt es ja keine.
    Ich hoffe, dass ich in den kommenden Tagen mein Training intensivieren kann und zu einer Option für den Trainer werde. Aber ich bin nicht in der Position, Forderungen zu stellen. Ich versuche einfach, bereit zu sein. In den Play-offs kann schnell viel geschehen.

    Sie können sich physisch vorbereiten, die Matchpraxis aber ersetzt das nicht. Sie haben in dieser Saison nur sieben Partien bestritten.
    Ich muss versuchen, mir das Vertrauen mit guten Trainings zu holen. Ich weiss, was auf mich zukommt. Ich bin ja nicht neu im Geschäft, ich habe bereits Play-offs gespielt. Aber wie es dann wirklich ist, wenn ich mitten in einem Match drin bin, mit all dem Lärm und den Emotionen um mich herum? Als Torhüter ist man ja vor allem auch mental gefordert. Wie ich darauf reagiere? Wir werden es sehen.

    Wie jeder Sportler möchten auch Sie im Einsatz stehen, spielen. Damit Sie dazu eine Gelegenheit erhalten, muss es aber Ihrem Konkurrenten Niklas Schlegel schlecht laufen. Das ist eine spezielle Situation.
    So könnte man denken. Aber ich tue das nicht: Erstens schätze ich Schlegel, er hat einen hervorragenden Job gemacht. Und zweitens ist Eishockey ein Teamsport. Ich bin seit mehreren Jahren Teil dieser Mannschaft und möchte, dass sie Erfolg hat. Aber natürlich ist es als Sportler legitim, es dem Coach zu signalisieren, wenn man sich bereit fühlt, wieder zu spielen.

    Die Torhüter scheinen im Play-off eine spezielle Rolle zu haben. Sie gelten als Schlüsselspieler, ohne die der Titel nicht möglich ist.
    Man hört das immer wieder: der Meister-Goalie. Wenn der Torhüter einen Fehler macht, dann sieht man es einfach besonders gut. Ich denke aber nicht, dass der Goalie allein eine Meisterschaft gewinnt. Bei uns war in den letzten Jahren immer das Zusammenspiel in der Defensive die Basis zum Erfolg. Da gehören neben dem Torhüter auch die Verteidiger und Stürmer dazu.

    Die Ausstrahlung des Torhüters aber kann sich auf das ganze Team übertragen, das hat Leonardo Genoni letzte Saison beim HCD gezeigt.
    Das mag stimmen. Man kann als Torhüter der Mannschaft in Druckphasen eine gewisse Sicherheit geben. Ein ähnliches Signal kann aber auch ein geblockter Schuss eines Stürmers sein. Die spezielle Anforderung der Play-offs ist es, dass jeder Einzelne etwas Zusätzliches leisten muss. Wenn zwei, drei Details nicht stimmen, dann reicht es vielleicht für einen Halbfinal, möglicherweise sogar für den Final. Aber nicht für den Titel.

    Und doch ist der Blick auf den Torhüter ein besonderer. Sie stehen im Scheinwerferlicht.
    Daran gewöhnt man sich schon in der Juniorenzeit: Einmal ist man der Trottel, bald schon wieder der Held. Damit muss man umgehen können. Das Schöne an den Play-offs ist, dass man meistens Gelegenheit bekommt, Fehler schnell wieder zu korrigieren. Ich habe das vor zwei Jahren gegen Genf/Servette erlebt. Doch diese Erkenntnis hat man erst, wenn man es einmal erlebt hat.

    Es hilft also nichts, wenn Sie jetzt mit Schlegel über diese speziellen Situationen sprechen?
    Ich glaube nicht. Ich selber habe vor allem durch Beobachten gelernt. Ari Sulander, Mathias Seger oder Andres Ambühl haben mich dabei sehr beeindruckt. Sie sitzen nach einem verlorenen Match niedergeschlagen und mit mieser Laune im Mannschaftsbus. Aber schon am Morgen darauf blicken sie wieder vorwärts und geben einem das Gefühl: «Was soll's, ist doch alles nicht so schlimm. Es war nur ein Match, und es geht weiter.» Ich glaube, all jene, die in den letzten Jahren Meister geworden sind, haben solche Spielertypen im Team gehabt. Wenn die Leader beginnen, nervös zu werden, dann hast du ein Problem.

    Interview: Daniel Germann und Ulrich Pickel

    ist ja gut und recht, wenn man von hinten bis zur mitte recht gut organisiert ist, um jeden ball kämpft, immer nachsetzt und nie aufgibt. wenn man aber in 90 minuten keine einzige torchance kreeirt (!), reicht das bestenfalls für ein 0:0. gegen ein äusserst harmloses und bescheidenes yb reichte es nicht mal dafür. das einzige zürcher highlight war darum der auftritt von hannu!

    wenn es dann aber der trainer nicht für nötig hält einen offensiven, kreativen impuls zu setzen, in dem er endlich mal chiumiento bringt, dann ist unser konditionstrainer halt immer noch der falsche mann an der seite. und sämi: die laktatwerte von chiumiento sind mir scheissegal! für die letzten 30 minuten hätte es alleweil gereicht! und klar, hätte auch sein können, dass seine einwechslung null und nichts gebracht hätte. aber das selbe hat ja seine nichteinwechslung auch...nur schon darum hätte man es versuchen MÜSSEN!

    und ja mushu, ich bin nach gestern immer noch der meinung, dass sämi ein äusserst schlechter trainer ist. seine resultate in leverkusen und brighton sind kein zufall, sondern das direkte ergebnis seiner arbeit! sobald es über ordnung, disziplin und kondition hinaus geht, ist sämi ohne strategie und ohne plan. wenn er dann noch spieler im kader hat, welche über deutlich mehr fussballverständnis als er selber verfügen, vergrault er sie, schickt sie weg oder setzt sie nicht ein! sämi wäre wirklich der perfekte assistenztrainer neben einem trainer der eine ahnung von modernem fussball hat! zu mehr, ausser vielleicht noch zum konditionstrainer, taugt er im bezahlten fussball definitiv nicht! leider...

    bin gespannt, wann cillo diese übung abbricht! dürfte wahrscheinlich nächste saison werden. wieder am anfang oder mitten drin, also zur unzeit wie letztes jahr. womit wir wieder bei der diskussion des posten des sportchefs wären...

    diesen satz aus der nzz kann ich nach gestern nur unterschreiben:

    Der FCZ kommt einfach nicht vom Fleck. Er muss sich weiterhin als Abstiegskandidat sehen. Und zwar keineswegs nur nach Punkten.

    de ganz artikel us de nzz vo hüt:

    Der FCZ kommt nicht vom Fleck

    Im siebten Anlauf unter ihrem neuen Trainer Adi Hütter schafften die Young Boys ihren zweiten Auswärtssieg. Das ist zumindest statistisch zufriedenstellend und nährt Hoffnungen, im Kampf um Platz 2 gegen die Grasshoppers doch noch bestehen zu können. Die Leistung der Berner auf dem Weg zu diesem 1:0 gegen den FCZ war allerdings nicht die eines Spitzenteams. Dass ihnen ein Tor zu diesem Sieg reichte, macht vor allem eines deutlich: Der FCZ kommt einfach nicht vom Fleck. Er muss sich weiterhin als Abstiegskandidat sehen. Und zwar keineswegs nur nach Punkten.

    Es war in der ersten Halbzeit ein schwacher Match. Nach Guillaume Hoaraus Tor gleich nach der Pause wurde er etwas abwechslungsreicher und spannender. Aber dieses eine Tor war die Entscheidung, ohne dass die Berner fortan offensiv nochmals etwas Interessantes geboten hätten. Es war die Entscheidung, weil die Zürcher umso ungefährlicher wurden, je näher sie dem gegnerischen Tor kamen. Die Eindrücke waren keineswegs neu für Heimspiele unter Hyypiä. Auch der Finne stellte am Ende fest, «dass es war wie schon in ein paar Spielen zuvor».

    Ja, es war - aus Zürcher Sicht - fast noch schlimmer. Denn bei andern Gelegenheiten hatte sich der FCZ doch Chancen herausgespielt und musste dann feststellen, es habe ihm an Effektivität gefehlt. Diesmal war's mit der Wirkung des Zürcher Angriffsspiels schon vorbei, ehe die Spieler in gute Abschlussposition kamen. Nach 94 Minuten war festzustellen: Sie hatten sich nicht eine klare Torchance herausgespielt; sie hatten nicht einmal gefährlich aufs Tor geschossen.

    Keiner vom FCZ gewann je einen entscheidenden Zweikampf in der Nähe des gegnerischen Tors. Und dennoch wechselte Hyypiä seinen ehemaligen Captain Davide Chiumiento nicht ein, dafür den jugendlichen Debütanten Aldin Turkes. Das lässt tief blicken, was der Trainer von Chiumientos aktueller Verfassung hält. Aber es lieferten auch Kevin Bua, die Entdeckung des Herbsts, oder der kämpferische Russe Aleksander Kerschakow nichts, was über einen Ansatz hinausgegangen wäre.

    Die Berner dagegen fuhren heim im Gefühl, «einen Arbeitssieg mitzunehmen», wie es ihr Trainer formulierte. Er war zufrieden mit der Abwehrleistung «gegen einen FCZ, der alles versucht hat». Aber natürlich war auch ihm nicht entgangen, dass seine Mannschaft spielerisch wenig geboten und nach dem Führungstor den Raum zum Kontern überhaupt nicht genutzt hatte. Besonders mager war der Auftritt des Serben Miralem Sulejmani. Aber drei Punkte - das allein hob die Laune.