Beiträge von snowcat

    Zitat von Mushu

    Und da hät GC nöd vill meh Pünkt gholt als mir (und das trotz eme internationale Spitzetrainer; Snowcat).


    kein i de schwiz engagierte trainer isch en internationale spitzetrainer, drum isch er ja i de schwiz engagiert. de einzig wo das wüki gschafft hät i de neuzit isch de favre.

    aber de tamisiech isch en guete trainer, vor allem wämer uf jungi setzt. und zum besser si als de sämi muesch au nöd vo internationale klass si. da langed mittlers 2. liga niveau...

    Zitat von fäbe

    1. git immer na d glegeheitszueschauer in Züri wo ab und zue eifach en fuessball match gönd go luege... und wohl lieber en A Match gsehnd.
    2. villicht es paar wieder mal über d gleis wechslet (bitte, bitte nöd)
    3. mir nechst Saison um de chübel spilled :suff: (Ironie)


    die glägeheitszueschauer beweged sich im 3-stellige bereich, die wo über gleis wechsled im zweistellige...langed nöd zum de schnitt lupfe!

    Zitat von Larry

    Wichtig wäre ein Einlenken unseres Napoleons, mindestens einen Sportchef, besser einen CEO plus einen Sportchef einstellen und sich, seine Frau plus den Hund aus der Schusslinie ziehen - für immer!


    lass den hund in ruhe! der ist schön und sympathisch und versteht von fussball mindestens gleich viel wie sein herrchen!

    Zitat von Larry

    Klar. Finde das Geheul der anderen Clubs einfach etwas geheuchelt, denn deren Fans werden sich kugeln vor Lachen!


    klar, aber sie händ ja au nöd d'fans, sondern d'clubfüehrige gfröget!

    genauso wie ich bimene abstieg vo niederhasli 3 täg party hett, gahts mängem vo dete genau glich wänn mier abstiged!

    isch eifach so und au absolut richtig! ghört zum fuessball und isch teil vom fan si! alles anderi sind interesserti, aber kei fans...

    Zitat von Mirko

    Stimme zu 100% zu. Für die eingefleischten Fans sogar einmal eine schöne Abwechslung, und eine erfolgreiche Saison im B ist sogar besser als weitere Jahre oben rumzudümpeln. Wichtig ist dann aber einfach, dass man die richtigen Schlüsse zieht und Veränderungen anstösst, ansonsten wird es dann schwierig. Wenn aus einer Saison im B plötzlich zwei oder drei werden ist der Effort umso grösser, und wenn das Budget einmal über mehrer Jahre zurückgefahren wurde, braucht es auch mehr wieder an Sponsorengelder etc. ranzukommen.


    der abstieg ist definitiv mehr chance als problem. habe mich seit donnerstag abend, nein damals noch nicht, aber seit freitag, damit abgefunden!


    vorteile der challenge league:

    - kaum noch risikospiele und deshalb immer alk im stadion
    - kürzere schlangen an den verpflegungsständen
    - wiedersehen mit aarau, xamax und servette (alles besser als lugano/vaduz)
    - die chancen auf einen heimsieg steigen markant
    - die chancen überhaupt auf einen sieg steigen markant
    - die chancen auf eine regelrechte siegesserie steigen markant
    - die chancen mind. ein dutzend spiele am stück nicht zu verlieren steigen markant
    - endlich spiele im kanton zürich in einem echten fussballstadion: winterthur
    - endlich ein derby gegen einen sympathischen gegner: ebenfalls winterthur
    - viele auswärtsspiele mit der s-bahn!


    und dann die nicht zu verachtenden ziele:

    - 36 CL spiele garantiert
    - die zielausgabe meister und somit 1. platz haben nichts mit einem sich völlig überschätzenden sportchef, sondern durchaus mit der realität zu tun
    - wenn niederhasli statt 2x gegen den fcz zu hause, 2x gegen lausanne spielen muss, sinkt ihr zuschauerschnitt von heute (sehr grosszügig gezählten) 6'547 auf ca. 5700. diesen schnitt gilt es im b zu schlagen. und das werden wir!
    - in den entscheidenden spielen gegen ende saison spielt der fcz vor mehr zuschauern als niederhasli in zürich gegen basel

    und nun noch ein wirklich ernst gemeintes ziel:

    der verein kann, nein MUSS sich neu ausrichten und kann somit gesunden! vor allem sportlich, finanziell ist das im raum zürich leider kaum möglich.

    Zitat von schalamütss

    Man hätte ja gegen Lugano gewinnen können lieber Larry....;-)
    Man hätte ja zur Abwechslung diese Saison ein Derby gewinnen können....;-)


    definitiv! die einzig schuldigen am abstieg sind wir selber und sonst niemand! ausserdem: lieber absteigen als mich indirekt von niederhasli retten lassen, man hat ja auch seinen stolz! :rofl:


    Zitat von schalamütss

    Ich glaube übrigens als bekennender Hopper nicht dass der FCZ absteigt...ihr seit in der glücklichen Lage, dass Lugano vermutlich noch schwächer ist.


    als bekennender...ähm, nicht hopper anhänger...*räusper*, das hani jetzt aber sehr nett gseit! :floet: und hardcore zürcher glaube ich sehr wohl dass der fcz absteigt! man kann nicht in 10 tagen korrigieren was ein sportchef während 2 jahren und ein "trainer" während 8 monaten verbockt haben! rein von der qualität her wären nämlich noch andere mannschaften schlechter oder zumindest nicht besser als der fcz. nicht nur lugano.


    Zitat von schalamütss

    Also Kopf hoch Snowcat! (Dass ich dich mal noch bezüglich FCZ und Abstieg trösten muss....wer hätte das gedacht...;-)


    pustekuchen! mich müsstest du trösten, wenn ich fan von diesem verein aus niederhasli wäre! DAS könnte ich definitiv nicht verkraften...! :nick: aber ein abstieg? nicht mein erster mit dem fcz. den letzten habe ich noch sehr gut in erinnerung. war schliesslich scho än grosse bueb damals. hatte die rs jedenfalls schon hinter mir! :geil:

    Zitat von Blackstar

    Zuschauerdurchschnitt rund 20'000 über die Liga gesehen ? Und jetzt ? Schweiz rund 10'000 im Schnitt.
    Ist das jetzt ein Qualitägssiegel ?
    Kriegen nix hin im Sinne - Niveau der Liga recht mässig. Meine Meinung. Du wirst natürlich eine andere Meinung haben...


    es ist tatsächlich so, dass einiges geht im us-soccer. die zuschauerzahlen sind gut, es gibt mittlerweile in vielen vereinen eine fankultur - diese wird natürlich schon hauptsächlich von südamerika immigranten getragen. in die ausbildung wird viel investiert und es sind durchaus viele us jugendliche (als nicht südamerika secondos) begeisterte soccer spieler. aber bis die liga nicht mehr nur mässig ist und sich nur altstars für viel geld dahin verirren brauchts schon noch zeit.

    das alles ändert aber nichts daran, dass

    - der durchschnittsami ein bornierter, bildungsferner hohlkopf ist
    - der fcz trotzdem absteigt...

    Zitat von Mushu

    Nimmt mi au wunder. Ich han für drüü zallt (und phallte die au). Aber priislich sötti dänn scho no öppis korrigiert werde ...


    so gseht das de fcz (antwort uf es mail):

    Grüezi Herr XXXX
    Das aktuelle Angebot gilt für die Raiffeisen Super League. Sollte ein Abstieg Realität werden, könnten bereits gekaufte Saisonkarten für die neue Saison zurückgegeben werden. Ebenfalls würde bei den für die Raiffeisen Super League beschlossenen Preisen für die neuen Saisonkarten eine Preisreduktion von ca. 20 bis 30 Prozent vorgenommen werden.

    Wir danken Ihnen für Ihre weitere Unterstützung bis Ende Saison, damit wir alle gemeinsam verhindern können, dass das Szenario Abstieg für den FCZ eintrifft.

    Sportliche Grüsse
    Lars Brauchli

    das wir oben bleiben ist wirklich nur noch wunschdenken. eigentlich wurde die sache mit dem 0:4 gegen lugano besiegelt.

    ich bleibe dabei: seit cillo vor 2 jahren mit der one-man-show begonnen hat, hat er fast alles falsch gemacht. aber der letzte und entscheidende fehler war halt sämi ahnungslos anzustellen und ihm die carte blanche zu geben. der total verunsicherte hühnerhaufen der jetzt auf dem platz steht ist ein direktes produkt verfehlter personalpolitik (sportchef) und des trainings seit august 2015.

    im vergleich zur heutigen verfassung spielte der fcz die ersten 3 spiele der saison unter ursli meier schon beinahe meisterlich...gut, das nicht gerade, aber auf jedem fall auf einem level, welches locker zum klassenerhalt gereicht hätte. die eigentliche negativspirale wurde von einem trainer in gang gesetzt, welcher als trainer nur negativspiralen kennt und nicht von ursli meier. was nicht heisst, dass die entlassung von ursli falsch war (es hätte aber bessere lösungen gegeben. siehe unten.). aber die verpflichtung von sämi war es zu 100%. aber das haben die meisten fans und auch journalisten schon damals erkannt...dass das ergebnis aber gleich im abstieg endet, dass hätten dann doch (angesichts des potential des damaligen kaders) die wenigsten gedacht!

    stellt euch mal vor man hätte meier nicht entlassen, sondern ihm einen sanchez (den vor der verletzung, nicht den jetzigen...) und einen topgoalie geholt (habt ihr den jungen sion russen gesehen?)! ich weiss natürlich nicht auf welchem rang wir stehen würden heute, aber garantiert nicht auf dem letzten! und ein vorstand mit präsi, mit ceo, mit sportchef (nicht in personalunion!) hätten das erkannt und dementsprechend gehandelt oder zumindest einen trainer mit leistungsausweis angestellt.


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    Zitat von Larry

    Canepa muss allerdings zu Einsicht kommen das es einen Sportchef mit Ahnung vom Fussball braucht, den er hat definitiv keine!


    wenn er's jetzt noch nicht gemerkt hat...aber he: schliesslich sind wir mit sportchef canepa abgestiegen, also steigen wir mit sportchef canepa auch wieder auf!

    aber das ist jetzt wirklich nur noch theorie! warum sollte die rechnung plötzlich aufgehen, auch auf den anderen plätzen? und verdient wäre es nicht wirklich (was mir natürlich egal wäre).

    aber schon erstaunlich was vaduz und lugano mit ihren bescheidenen mitteln leisten.


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    isch so, da gaht nüt meh. nimmt mi wunder was jetzt passiert...also nöd i de zweite halbzit, sondern mit em club. de abstieg isch besieglet, da müemer nüme hoffe.

    fusionsgespräche? red bull? freiwillig 1. liga? canepa wo und was?


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    und jetzt no (zum glück) korrektur meldig...

    FCZ TOTOMAT>FCSG - FCZ um 16.00h. Richtige FCZ-Aufstellung: Favre; Koch, Kecojevic, Sanchez, Brunner; Yapi, Sarr; Kone, Chiumiento, Bua; Kerzhakov

    INFO: Abmeldung: STOP FCZ TOTOMAT an 939


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    läck, die ufstellig...

    FCZ TOTOMAT>FCSG - FCZ (16:00), Aufstellung: Favre; Kone, Sanchez, Gabral, Chiumiento, Nef, Etoundi, Buff, Koch, Vinicius, Alesevic

    INFO: Abmeldung: STOP FCZ TOTOMAT an 939


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    hm...

    FCZ NEWS>Yanick Brecher erlitt im gestrigen Training einen Kreuzbandriss und wird voraussichtlich sechs bis neun Monate ausfallen. Gute Besserung!

    INFO: Abmeldung: STOP FCZ NEWS an 939


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    us de nzz am sunntig:

    schön gseit: Die Begeisterungsfähigkeit des Präsidenten ist keine schlechte Eigenschaft, er bewegt sich in einem Business, das von Emotionen lebt. Dass sich Canepa von Emotionen leiten lässt, ist nur darum ein Problem, weil er neben sich kein Korrektiv zulässt. Er hat in diesem Verein alles an sich gerissen - bis zum Amt des Sportchefs.

    au schön gseit: Der FC Zürich steht sportlich am Abgrund und erinnert an die schlimmsten Zeiten in der Ära des Patrons Sven Hotz. Damals kam der Umschwung mit der Verpflichtung von Fredy Bickel als Sportchef, er holte den Trainer Favre. Ein Glücksgriff. Aber einer, der zeigt, was im besten Fall möglich ist, wenn sich Fachleute ans Werk machen.


    Taumelnd am Abgrund

    Der FC Zürich holt mit Uli Forte den dritten Trainer der Saison und gibt ein chaotisches Bild ab. Besinnt sich der Präsident Canepa nicht, droht der Verein in der Misere zu versinken. Von Christine Steffen

    Der FC Zürich ist ein Verein mit Sinn für Dramen, für Abstürze, Wiedergeburten, seltsame Geschichten. Er kann leiden, jammern, um dann aufzustehen und ein kleines Wunder zu schaffen. Er pflegt dieses irrationale Element, das dem Fussball innewohnt, mit Hingabe. Nichts illustriert den widersprüchlichen Charakter besser als die laufende Saison mit dem Kampf gegen den Abstieg und dem Cup-Final. Die Pole, zwischen denen sich der FCZ bewegt, zeigte auch der letzte Freitag, der 13. Mai, dieses für die Anhängerschaft beinahe heilige Datum. Eigentlich galt es, ein Jubiläum zu feiern, zehn Jahre war es her, seit der FC Zürich dem FC Basel in letzter Sekunde die Meisterschaft entrissen hatte. Doch genau an diesem Freitag musste der Präsident Ancillo Canepa seinen Notfallplan für die restlichen drei Meisterschaftsspiele präsentieren. Uli Forte soll den Abstieg verhindern, er ist schon der dritte Trainer in dieser Saison. Der Klub schlingerte ins Gefühlschaos; ein vertrauter Zustand.

    Auf dem Niveau von Basel

    Geradezu grotesk mutet heute an, wie selbstbewusst der FCZ in die Saison startete. Am 12. Juli 2015 sagte Canepa in der «NZZ am Sonntag»: «Man wird einen ganz anderen FCZ sehen als letzte Saison. Kampflos werden wir die oberen Ränge bestimmt nicht hergeben.» In der letzten Saison wurde der FCZ Dritter. Canepa fügte an: «Fussballerisch sind wir auf dem gleichen Niveau wie Basel.» Es war eine erstaunliche Aussage, nicht nur im Rückblick. Sie zeigt ein Problem des Klubs: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft oft eine grosse Lücke, was daran liegt, dass sich der Präsident schwertut, die Dinge richtig einzuschätzen. Der FCZ hatte bereits damals schwierige Wochen hinter sich; im Letzigrund war der Mannschaft seit Oktober 2014 kein Sieg mehr gelungen. Es hiess, die Spieler seien nicht fit, Alex Kern wurde als Konditionstrainer geholt. Fortan mussten sie schwitzen, fit genug für den späteren Coach Hyypiä wurden sie aber nie.

    Im Frühling hatten zudem die Talente Dimitri Oberlin, Nico Elvedi und Djibril Sow den Klub verlassen, etwas später ging Francisco Rodríguez. Kein gutes Zeichen für einen Klub, der auf den eigenen Nachwuchs setzen möchte. Auf Kritik an den Abgängen reagierte Canepa gereizt. Dem «Blick» sagte er: «Ich habe ehrlich gesagt keine Lust mehr, mich mit hysterischen Müttern herumzuschlagen, die behaupten, ihre Söhne seien mindestens so gut wie Embolo.»

    Der Trainer Urs Meier ging wie ein taumelnder Boxer in die Saison, sie begann, wie die letzte geendet hatte: sehr mittelmässig. Der FCZ spielte in den ersten beiden Partien unentschieden, er verlor das Derby und in der Qualifikation für die Europa League. Am Tag des Derbys, dem 2. August, sagte Urs Meier in der «NZZ am Sonntag», auf die Pfiffe der Fans angesprochen: «Ich weiss, dass der Trainer Urs Meier zehn Jahre lang alles für den FCZ getan hat. Diejenigen, die pfeifen, wissen es nicht.» Am 3. August wurde er entlassen.

    Es war einer dieser Tage, an denen es im FCZ drunter und drüber ging. Denn nicht nur der Trainer verliess an diesem heissen Montag den Verein, sondern auch der Captain. Mit dem Abgang von Yassine Chikhaoui endete nicht nur eine lange, komplizierte Beziehungsgeschichte. Der Tunesier war der Letzte, der verkörpert hatte, was der FCZ so gerne wäre: spielstark, leichtfüssig, gewitzt.

    Die Entlassung erleichterte Canepa sichtlich, er sagte, Meier solle jetzt zuerst einmal in die Ferien fahren. Er bot ihm eine Arbeit in der Nachwuchsabteilung an, Meier lehnte ab. Die Trennung leitete eine radikale Wende ein. 2012 hatte Canepa auf eigene Leute aus der Nachwuchsabteilung gesetzt. Am 21. August präsentierte er mit Sami Hyypiä einen Anti-Meier. Der Finne, der die Champions League gewonnen hatte, war als Spieler ein Star. Als Trainer jedoch war er zweimal gescheitert: In Leverkusen war er in seiner zweiten Saison entlassen worden, in Brighton trat er nach sechs Monaten zurück. Canepa aber schwärmte. Er tat dies auch bei früheren Coachs, aber mit Hyypiä holte er ein Stück der grossen Fussballwelt nach Zürich, nach der er sich so sehnt. Er habe das Gefühl, er kenne Hyypiä schon ewig, sagte Canepa - zwei Wochen nachdem er ihn zum ersten Mal getroffen hatte. Als er am Freitag in der Saalsporthalle neben Uli Forte sass, musste er zugeben, dass er Hyypiä nicht gut kennt. Die Schwärmerei ist in der Not Pragmatismus gewichen.

    Die Begeisterungsfähigkeit des Präsidenten ist keine schlechte Eigenschaft, er bewegt sich in einem Business, das von Emotionen lebt. Sie macht ihn zugänglich, und die fehlende Distanz lässt ihn auch auf positive Art reagieren. Als im August in der Partie gegen Basel im St.-Jakob-Park di e Situation in der Kurve des FCZ zu eskalieren drohte, stellte er sich mitten unter die Anhänger. Als Zürich ein Tor erzielte, jubelte er mit ihnen. Es war ein vielsagendes Bild: Der Präsident im Anzug des Funktionärs, aber mit der Seele des Fans.

    Dass sich Canepa von Emotionen leiten lässt, ist nur darum ein Problem, weil er neben sich kein Korrektiv zulässt. Er hat in diesem Verein alles an sich gerissen - bis zum Amt des Sportchefs. Als es in den letzten Wochen abwärtsging, setzte er sich sogar auf die Bank - so, als könnte er mit seiner Präsenz das Elend abwenden. Ancillo und Heliane Canepa halten 90 Prozent des Aktienkapitals, 30 Millionen Franken sollen sie investiert haben. Sie haben das Recht zu bestimmen, aber vielleicht verkennen sie, dass ein Fussballklub einen anderen Wert hat als eine Firma, in der befiehlt, wer die Rechnungen zahlt. Er ist immer auch Allgemeingut, Teil der Kultur einer Stadt, und er gehört auch ein wenig all jenen, die ihn tragen - ob mit Geld oder Treue. Schon lange werden die Canepas von den Medien für ihren Alleingang kritisiert. Im Dezember regte sich aber auch die Südkurve. «Nein zum Sportchef ohne nötige Fachkompetenz», schrieb sie auf ein Transparent. Und als am letzten Mittwoch die Mannschaft gegen Lugano 0:4 untergegangen war und das Stadion tobte, traf es nicht nur sie, sondern auch den Präsidenten.

    Canepa musste in den letzten Tagen einen bitteren Weg gehen: Bei der Vorstellung von Forte erschien er als Bittsteller, angewiesen auf Unterstützung. Der Präsident hatte bis zum Schluss an Hyypiä festgehalten, es schien, als könnte er sich nicht lösen von der Vorstellung, den richtigen Trainer gefunden zu haben. Er lobte die Integrität von Hyypiä, als hätte jemand einen Freund angegriffen. Dabei hatte nie jemand den Charakter des Finnen, sondern allein seine Arbeit kritisiert. Das Eingeständnis, dass die Verpflichtung ein Missgriff war, muss ihm umso schwerer fallen, als er sich Hyypiä mit der berühmten «Carte blanche» ganz ausgeliefert hat.

    Resignierter Vater

    Kurz nach Amtsantritt sagte Hyypiä, sein Ziel sei, dass er irgendwann ruhig auf der Bank sitzen könne, während seine Spieler selbständig umsetzten, was sie gelernt hätten. Und in der idealen Welt würden sie ihn in den Partien überhaupt nicht mehr brauchen. Wie weit gerade dieses Team ohne starke Charaktere, mit einem Hang zum Schlendrian von der idealen Welt entfernt ist, konnte er damals nicht wissen. Aber es ging ihm immer mehr auf. Als er im Februar darauf angesprochen wurde, ob die Spieler denn nun mehr über das Geschehen auf dem Feld und ihre Arbeitseinstellung nachdenken würden, sagte er: «Hoffentlich. Sicher kann ich nicht sein.»

    Hyypiä hatte so viel probiert: Er hatte fortgeschickt, wer nicht genügte, er hatte mehrmals die Goalies ausgetauscht, er hatte immer wieder rotiert, er hatte die Spieler viele Kilometer laufen lassen und dabei immer ratloser gewirkt. In den letzten Wochen häuften sich die Misstrauensvoten seiner Mannschaft gegenüber. Vor einer Woche sagte er, wenn er nicht jeden Tag darüber rede, was es für den Erfolg brauche, würden es die Spieler gleich wieder vergessen. Als nach der Niederlage gegen YB Ende Februar die mangelnde Effizienz ein Thema war, äusserte er sich wie ein resignierter Vater: «Das ist schon lange ein Problem. Ich muss immer das Gleiche sagen.» Und nach dem Absturz gegen Lugano am Mittwoch sagte er offen, er verstehe nicht, wie sich die Spieler auf dem Feld verhielten. Als diese am Donnerstag auf Wunsch des Trainers gefragt wurden, ob sie weiter mit ihm zusammenarbeiten wollten, sprachen sie sich dagegen aus. Es war nicht so, dass die Beziehung erkaltet wäre - es hatte gar nie eine echte Bindung gegeben. Es war ein abrupter Abschied, der Mitgefühl für einen Trainer hinterlässt, der sich mit ganzer Kraft eingesetzt hat, aber tragisch gescheitert ist.

    In welch schlimmer Verfassung sich der FCZ in den letzten Monaten befand, wurde einem am Freitag nicht nur bei der Vorstellung von Forte bewusst. Am Abend lud die Südkurve zu einem Fest ins Volkshaus. Auf einer grossen Leinwand wurde die Partie gegen Basel vor zehn Jahren übertragen. An der Seitenlinie stand Lucien Favre, im Mittelfeld verteilten Inler und Dzemaili die Bälle, vorne stürmten Keita, Alphonse und Raffael. Es war alles da: Können, Lust und ein unbändiger Wille zu siegen. Und als Iulian Filipescu in der 93. Minute den FCZ mit seinem Tor zum Meister machte, war es wie vor zehn Jahren: ein kollektiver Schrei, fliegende Bierbecher. Als danach einige Spieler der Meistermannschaft auf die Bühne kamen, Florian Stahel, Steve von Bergen, Alain Nef, Iulian Filipescu, wurden sie gefeiert wie Götter. In der Misere berauschte sich die Anhängerschaft umso heftiger an ihnen.

    Die sentimentale Zeitreise hat auf drastische Weise gezeigt, woran es dem FCZ heute mangelt: Nicht nur an einer gut zusammengestellten Mannschaft und einem Trainer, der die Spieler besser macht. Sondern auch an einer Seele. Der FC Zürich steht sportlich am Abgrund und erinnert an die schlimmsten Zeiten in der Ära des Patrons Sven Hotz. Er ist in chaotische Muster aus der Vergangenheit zurückgefallen, die keinen Charme mehr haben, weil sie sich überlebt haben.

    Damals kam der Umschwung mit der Verpflichtung von Fredy Bickel als Sportchef, er holte den Trainer Favre. Ein Glücksgriff. Aber einer, der zeigt, was im besten Fall möglich ist, wenn sich Fachleute ans Werk machen.