Beiträge von snowcat

    Zitat von larlf

    Klopp: Dank Langeweile zum Erfolg
    http://deeplink.me/sport1.de/article/406011
    da häts no paar zahle & verglich zum vorgänger und e interessanti ussag zum training vom klopp

    edit: bin liverpool & nöd klopp fan, han ihn bi lüdenscheid gaar nöd möge!


    hammer:

    "Unter Klopp geht es in den Trainingseinheiten nur um Taktik. Der Trainer möchte, dass wir auf dem Feld richtig positioniert sind und wissen, wann und wie wir pressen sollen", sagte Moreno, "es geht wirklich nur um taktische Dinge, er lässt keine Trainingsspiele machen oder sowas. Das ist es, was er möchte und woran wir arbeiten."

    Moreno macht kein Geheimnis daraus, dass er – wie wohl die meisten Spieler – auch während des Trainings am liebsten nur Fußball spielen würde. Er bezeichnet Klopps Training sogar als "langweilig".


    zu liverpool hät ja de sämi en guete draht, villicht sött er sich es halbs jahr bim klopp go witerbilde, anstatt in züri e chli kick and rush z'verbreite! :wink:

    auch hier hat der liebe sämi - einmal mehr - recht! er spürt wirklich wie eine intakte mannschaft zusammengestellt sein muss und weiss genau welche spielertypen es dazu braucht. sei es charakterlich, aber auch spielerisch. er weiss auch wie man einen teamspirit bildet.

    ABER: leider ist er nicht in der lage dem team ein spielerisches gesicht zu geben, einen ersichtlichen plan auf dem feld zu vermitteln. dazu braucht es einen trainer, der das gelernt hat. von der pike auf! darum: sämi 4 sportchef! und dem zufolge einen anderen trainer! danke, habe fertig... :razz:

    Zitat von Mushu

    Wer kann entscheiden, ob er "tragbar" ist, oder nicht?

    Eben ...


    wenn er nicht gerade das durchhaltevermögen von sepp blatter hat, wird auch er irgendwann die richtige entscheidung treffen (müssen). d.h. rücktritt oder fähigen sportchef einstellen. die dritte variante ist ein abstieg in raten. ob er das wirklich will?

    Zitat von Der Weise

    Canepa ist aber auch eingestiegen weil nach Hotz niemand wollte; schan gar nicht aus finanzieller Sicht. Es geht mir absolut nicht darum Canepa in Schutz zu nehmen, ich bin auch der Meinung dass man einen fähigen Sportchef braucht.
    Aber zu Canepas Anfangszeit war es ein Gremium, er war vor allem der Treiber der Academy, des Museums und der Frauen, für mich hat er schon gewisse Strukturen in den Verein gebracht; Strukturen welche die Gruppe um Greber wieder einreissen wollte; nur die erste Mannschaft stand bei denen im Fokus.
    Und ich bleibe trotzdem bei meiner Aussage, Canepa steht nicht auf dem Platz. Wenn ich Djimsitis Fehler anschaue dann hat das nix mit Canepa zu tun, da könnte auch Pep an der Linie stehen und es würde nix bringen.
    Und den aufgeblähten Kader hatten wir auch schon als Bickel und dann Bernett Sportchef waren!
    Wie sagte schon Andy Brehme? Haste Scheisse am Fuss haste Scheisse am Fuss!


    stimmt (fast) alles. um so mehr ist es schade, dass sich der selbe mensch nun derart verrennt! denn so wie er den verein im moment führt und so beratungsresistent wie er sich aufführt, ist er kaum mehr tragbar.

    Zitat von Larry

    Habe mich jetzt über diesen Auftritt auch noch im FCZ Forum schlau gemacht.

    Die Meinungen sind unterdessen dort, wo es lange div. Canepa Jünger gab, auch gemacht: Canepa raus!

    Und so wie die Canepas aus dem Nichts aufgetaucht waren wird ein neuer Geldgeber zu finden sein, schlechter kann man es nicht machen!


    aus dem fcz Forum, an canepa gerichtet:

    Mark hat geschrieben:
    - Sie schaffen es nicht, mit einem 20-Millionen-Budget eine Mannschaft aufzustellen, die (geschweige denn vorne mitzuspielen) wenigstens im oberen Mittelfeld mithalten kann
    - Fischer war das Bauernopfer, die Ausrede für den Misserfolg. Mit dem Nachfolger wurde die sportliche Misere noch viel grösser
    - Sie haben einen aufgeblasenen Overhead installiert, der zwar massive Kosten, aber keinen professionellen Betrieb generiert
    - Sie verfügen über mehr Geld als die meisten Mannschaften der Liga, trotzdem sieht es finanziell und sportlich zappenduster aus
    - Sie haben es nicht geschafft, die Mannschaft auf die neue Saison SO zu verstärken (und das ist NICHT nur finanziell abhängig, siehe GC, siehe St. Gallen), dass sie konkurrenzfähig ist
    - Sie haben es nicht geschafft, über die letzten Jahre eine transparente und glaubwürdige Kommunikation aufzubauen
    - Der Kader ist anscheinend zu schwach, der Trainer hat keine Vision, oder er kann sie nicht vermitteln
    - Was hinter den "geschlossenen Türen" vorgeht, lässt sich nur erahnen, aber es lässt keinen andern Schluss zu, als dass es zappenduster ausschaut

    geschrieben von mark im november 2012!

    Zitat von ZSColin

    Sein Tänzchen nach dem Cup-Sieg ist aber bis heute legendär!!!


    kann mich nur noch an sein tänzchen auf dem dem balkon vom helvetiaplatz erinnern, nach dem meistertitel 2006. war aber auch nicht ohne... :razz:

    Zitat von Der Weise

    Und ich erinnere mich dass bei Sven Hotz 20 jahre lang ebenfalls das Chaos herrschte!


    das ist sehr, sehr wahr. die krönung: abstieg 1988.

    und das chaos herrschte genau so lange, bis bickel und dann favre engagiert wurden.

    Zitat von Der Weise

    Wir können täubelen und Daumen nach unten machen so wie wir wollen, die Canepas halten 90% am FCZ und sie können machen was sie wollen. Ob es intelligent ist tut nix zur Sache!
    Aber wo waren denn all die Geldgeber als man wirklich welche gesucht hat?


    die wurden rausgeeckelt, als diese gegen canepas willen fischer entlassen hatten und cillo gefunden hat, er wolle sich in zukunft von niemandem mehr reinreden lassen. und wenn du dir von niemandem reinreden lassen willst, auch nicht von einem kompetenten sportchef, findest du keine geldgeber mehr.

    Zitat von Larry

    Welcome to the club!

    Seinen Auftritt spare ich mir, ich will mich ja nicht aufregen an diesem schönen Tag.


    doch, doch, tu dir den auftritt an, das schöne wetter kann in deinem fall ja wirklich keine ausrede sein. ist ja immer schön da... :razz:

    der gestrige brackauftritt war bei mir der berühmte eine zuviel. mir geht's wie champs, meine pro canepa einstellung bröckelt gewaltig. ja ich glaube sogar, ich will nicht weniger, sondern keinen canepa mehr! was nützt ein präsi welcher auf planet alpha in einer parallelwelt lebt? er hat den bezug zur realität komplett verloren. und wenn er geht, findet man neue geldgeber, der club wird überleben.

    zu imbach: hätte nie gedacht, dass ich mal jeden satz den er von sich gibt unterschreiben kann. doch beim gestrigen tagi interview ist das tasächlich der fall!

    nein mushu, ich habe dem sportteil des tagi noch nie die kompetenz abgesprochen. aber um das geht's doch auch gar nicht. sondern es geht darum, was mittlerweile eigentlich alle sehen und auch die nzz in nicht mehr allzu ferner zeit so publizieren wird, wenn auch sicher differenzierter als ich, der tagi oder vor allem der blick. ich zitiere jetzt sogar imbachs meinung dazu, einfach deshalb, weil sie mit der meinigen und mittlerweile der mehrheit der fcz fans absolut deckungsgleich ist:

    Wie empfinden Sie den neuen Trainer Sami Hyypiä?
    Er ist nun seit September hier. Aber er hat noch nichts zustande gebracht, die Mannschaft nicht einen Tick weiterentwickelt. Es ist vielmehr ein Rückschritt zu erkennen. Hyypiä scheint mir ratlos- und konzeptlos zu sein.

    und auch folgende bemerkung von larf trifft voll ins schwarze:

    nur will de sämi weiss, dass es zum gröste teil es mentals problem isch, heissts no lang nöd, dass er das löse chan!

    genau DASS kann er nämlich nicht! sonst hätte sich schon etwas bewegt die letzten 3 monate. ich finde sämi auch äusserst sympathisch, einen der besseren fussballer seiner zeit auf seiner position. auch imponiert mir seine erscheinung: ein charakter, ein typ, en geile siech! auch seine analysen, keine schönschwätzerei. er hat die probleme in der mannschaft und im verein genau erkannt und teilweise gegen aussen auch benannt. ABER: er ist als trainer nicht in der lage daran etwas zu ändern!

    darum: macht ihn zum assistenztrainer, macht ihn zum sportchef und du hörst kein schlechtes wort mehr von mir über ihn. aber nehmt ihm um gottes willen den trainerjob beim fcz weg! sollte er bis ende saison diesen posten bekleiden ist das ende ziemlich absehbar! ausser vaduz macht noch konkurs und sion erhält 35 punkte abzug…aber so viel glück haben nicht alle absteiger aus dem grossraum zürich... :nixwiss:

    Zitat von Larry

    GC hat einen Trainer, der in seiner Rolle gewachsen ist. Der FCZ einen, der nicht wachsen kann, weil er nicht weiss, wohin er will.
    Ist einfach so!


    jetzt fängst du auch noch an! zuerst demontiere ich während wochen den trainer. letzte woche ist nun auch schifferle vom tagi auf den zug aufgesprungen und bereits zum zweiten mal innert 3 tagen spricht er sämi zwischen den zeilen sämtliche trainerqualitäten ab! die zürcher fussballwelt, eine welt voller pathologischer fcztrainerdemontierer. :rofl:

    die negativspirale, welche cillo mit der entlassung von meier eigentlich vermeiden wollte, wurde noch nicht unbedingt mit der entlassung meiers, spätestens aber mit der anstellung von sämi erst so richtig in gang gesetzt. wobei fairerweise gesagt werden muss: sämi ist nicht DAS alleinige hauptproblem, aber ein teil davon. weil es neben einem planlosen sportchef, nicht noch einen planlosen trainer erträgt! in keinem verein der welt!

    Zitat von Mushu

    a) Cillo ist unfähig (zumindest als Sportchef)

    b) ja; der Hütter; der hat bei YB tatsächlich voll eingeschlagen und holt aus dem teuren Kader mit einen der fähigsten Sportchef tatsächlich unglaubliches heraus. Dieser Messias wäre es natürlich für uns gewesen. Einzig unser unfähiger Pausenclown aus Finnland hat es irgendwie geschafft, diesen Messi der Seitenlinie irgendwie zu besiegen.

    c) ich biete der eine 1:1 Wette an. Wenns denn schon schief geht, will ich erst recht keine Letziwurst runter würgen ...

    Bin aber sicher; du zahlst ...


    a) und c) einverstanden! :razz:

    b) du weisst selber, dass yb trotz jeweils top mannschaften und zweithöchstem budget in den letzten 10 jahren nie zu mehr als zum vizemeister gecoacht werden konnte. auch nicht von ziemlich renommierten trainern. aber nur schon die siege in seinen ersten fünf yb spielen machen hütter zu einem besseren trainer als es sämi je werden wird!

    was ich mit hütter eigentlich sagen wollte: mit ihm ginge es dem fcz jetzt besser. eine derartige destabilisierung wie sie im moment stattfindet, schafft kein erfahrener trainer, der ahnung von taktik und ausbildung hat! und wenn ein sportchef die bewerbungsunterlagen von hütter und sämi auf dem tisch hat, entscheiden sich 9 von 10 für hütter. der name des zehnten ist uns wohlbekannt...


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    Zitat von Mushu

    Roli; ich werde das Essen im Sommer geniessen. Mit grosser Freude und noch mehr Hunger.


    gehen wir vor oder nach dem derby in winterthur?

    Zitat von Mushu

    Und ich finde Sami nicht ein Klassetrainer, solche waren nicht verfügbar. Aber er ist nicht das Problem und macht nicht soooo viel falsch, wie du mit deinem pathologischen Problem stets von dir zu geben gedenkst ...
    ;o)


    klassetrainer sind für den fcz NIE verfügbar! die sind alle in den top 5 ligas engagiert. aber junge aufstrebende trainer, welche das zeugs zum klassetrainer haben bzw. verbands- oder club u-trainer, welche sich teilweise schon seit jahrzehnten um ausbildung kümmern, diese sind verfügbar. heute habe ich so einen im letzi gesehen. leider stand er an der linie des gegners. aber klar, ihre namen bringt man nicht automatisch mit der deutschen bundesliga in verbindung, daher ein nogo für cillo. zu wenig glanz und gloria. adi hütter wurde dem fcz übrigens auch angeboten. immerhin hat er mehrjärige erfahrung als junioren trainer, ist mit einer kleinen mannschaft in österreich in die 1. bundesliga aufgestiegen und holte mit red bull salzburg das double. natürlich, auch er kein übertrainer, aber ein realistischer für das budget eins ch-vereins. und vor allem: mit erfahrung und akzeptablem leistungsausweis. sämi hat beides nicht!

    ich behaupte sämi ist unfähig als trainer und du nennst es pathologisch und ich behaupte genau so oft, dass cillo als sportchef unfähig ist. da gibst du mir hingegen recht. und dass obwohl sämis leistungsausweis als trainer ähnlich katastrophal ist, wie jener von cillo als sportchef. warum die eine aussage pathologisch ist und die andere nicht, musst du mir darum irgendwann mal erklären!

    in der 2. hz heute habe ich sämis plan begriffen:

    schlecht verteidigen, das mittelfeld nicht ins spiel mit einbeziehen und vorne keine torchancen kreieren!

    ok, ist heute wirklich nicht fair nur ihm die schuld zu geben. bei keinem spieler hatte ich das gefühl, dass er gewinnen wollte.

    da stimmt wirklich nicht mehr viel, in dieser mannschaft.


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    us de hütige nzz:


    Emotionen als Motor

    Der FC Zürich ist sportlich abgestürzt. Heute Sonntag geht er als klarer Aussenseiter ins Derby. Die Kritik konzentriert sich auf Ancillo Canepa, den Präsidenten, der auch Sportchef sein will. Wie tickt der Mann, der den FCZ zusammen mit seiner Frau regiert? Von Christine Steffen

    Ancillo Canepa legt die Pfeife auf den Tisch, die Stimme wird lauter. «Warum soll ich mich darum kümmern?», fragt er. Es geht um die Kritik nach dem Absturz des FCZ in den letzten Wochen, und darum kümmern könnte er sich, weil sie selten auf Trainer und Spieler zielte, sondern oft direkt auf ihn: den Präsidenten, der auch Sportchef ist. Canepa aber sagt, er habe das gar nicht gross wahrgenommen. Vieles komme von Leuten, die die Fakten nicht kannten.

    Der FCZ hat schwere Monate hinter sich: Nach einer miserablen Rückrunde in der letzten Saison mit Urs Meier startete er im Sommer derart schlecht, dass der Trainer nach drei Runden entlassen wurde. Als Nachfolger wurde Sami Hyypiä präsentiert, mit dem die Zürcher ans Tabellenende abrutschten. Man muss nicht bösartig sein, um zu sehen, dass etwas schiefläuft. Canepa aber stützt sich auf das Grundprinzip, das er geschaffen hat: Er unterteilt die Welt in innen und aussen. Diejenigen aus dem inneren FCZ-Zirkel sind informiert, sie kritisieren konstruktiv, sie nimmt er ernst. Die von aussen hingegen - und das sind fast alle - sind ahnungslos und nicht befugt, Einschätzungen abzugeben. Tun sie es trotzdem, muss er sie nicht ernst nehmen.

    Keine dreckige Wäsche
    Hört man Canepa zu, hat man oft das Gefühl, der FCZ sei eine Institution, die nach ganz eigenen, undurchdringlichen Regeln funktioniert. Sorgt ein Entscheid für Erstaunen - der Zeitpunkt der Entlassung von Meier, die Verpflichtung von Hyypiä -, liegt das allein daran, dass man die Hintergründe nicht kennt. Erklärungen gibt es keine. Canepa sagt: «Ich könnte vieles in drei Sätzen richtigstellen und die Fakten offenlegen. Aber das mache ich nicht. Ich wasche keine dreckige Wäsche.» So ist er der Unverstandene; er nimmt es in Kauf.

    Das war nicht immer so. Als es 2012 im FCZ-Verwaltungsrat zum Kräftemessen um die Ausrichtung des Vereins kam, war Canepa enttäuscht, dass seine Rolle in der Öffentlichkeit nicht angemessen gewürdigt wurde. Fragt man Canepa heute, ob er sich damals als Retter des Vereins gesehen habe, sagt er: «Es geht nicht um die Frage, wie ich das sehe. Aber Fakt ist, dass es ohne unsere Intervention den FCZ in der heutigen Form nicht mehr gäbe.» Bedroht sah er den FCZ von der Gruppe um den Vizepräsidenten Gregor Greber, die immer wieder eine andere Linie verfolgt hatte; nicht nur setzte sie gegen den Widerstand von Canepa die Entlassung von Urs Fischer durch, sie wollte die Kräfte auch auf die erste Mannschaft konzentrieren und opfern, was Canepa aufgebaut hatte: die Frauenabteilung etwa oder das Museum. Am Ende verliess die Gruppe den Verwaltungsrat.

    Es war ein entscheidender Moment in der Amtszeit des 62-Jährigen, ein Wendepunkt. Er wechselte radikal das Konzept: Das Miteinander wurde von Alleinherrschaft abgelöst, die breite Abstützung zugunsten einer Machtkonzentration aufgegeben. Ancillo Canepa und seine Frau Heliane halten heute 90 Prozent der Aktien. Und Canepa bezog sich nach dem versuchten Umsturz auch bei der Arbeit immer stärker auf die Person, der er am meisten vertraut: seine Frau. Auch für Heliane Canepa war die Erfahrung wegweisend. Vor einem Jahr sagte sie in der NZZ: «Ende 2012 fand ein Bashing einzelner Medien gegen meinen Mann statt. Auch im näheren Umfeld wurde intrigiert. Das hat mich verletzt. Ich wusste ja, wie er Tag und Nacht für den FCZ gearbeitet hat. Wenn man meinen Mann verletzt, verletzt man auch mich.» Sie habe sich engagiert, um ihren Mann zu unterstützen - und sicher auch, weil ein beträchtlicher Teil ihres Vermögens in den Verein geflossen ist. Heute ist sie Delegierte des Verwaltungsrats und in weiteren Gremien vertreten, der FCZ hat sich zu einem Familienbetrieb verengt.

    Das Geld des Ehepaars hält den Verein über Wasser. Um die 30 Millionen Franken soll es in den FCZ gesteckt haben, eine Zahl, die Canepa weder bestätigt noch dementiert. Fragt man ihn, ob er das Gefühl habe, sein Engagement werde zu wenig gewürdigt, sagt er, das beschäftige ihn nicht. Aber er erwähnt die vielen positiven Feedbacks, «in der täglichen Arbeit, in der Stadt, im Restaurant, beim Einkaufen». Es sind die freundlichen Gesten, auf die er die Aufmerksamkeit lenkt - manchmal so ausschliesslich, dass man das Gefühl hat, er lebe in einer Parallelwelt, die er sich mit seiner Frau zimmert. Die beiden sind ein starkes Paar, sie verlassen sich so unbedingt aufeinander, dass man sich fragen kann, wie offen sie sind für Impulsive von aussen, wie bereit, das System frischen Blicken auszusetzen. Die Canepas haben zwar viele Kontakte über den FCZ; privat leben sie zurückgezogen, die Karriere kam immer vor den Freunden. Frühere Angestellte des Vereins erzählen, sie seien nie bei den Canepas zu Hause in Rüschlikon gewesen, auch nicht nach vielen Jahren. Canepa sagt, sie hätten Freunde, «aber sicher nicht extensiv», privat suchten sie Ruhe.

    Die Kritik in den letzten Wochen richtete sich auch direkt auf Canepa, weil es kaum jemand anderen gibt, der Verantwortung trägt. Die erstaunlichste Ausweitung der Kompetenzen betraf das Amt des Sportchefs. Vielleicht erklärt Canepas Biografie, warum er, der Mann für die Zahlen, glaubt, dass er eine Fussballmannschaft zusammenstellen kann. Canepas Geschichte ist die eines bemerkenswerten Aufstiegs: Er krampfte sich vom KV-Stift in der Textilmaschinenfabrik Rüti hoch bis in die Geschäftsleitung von Ernst & Young, dort verantwortete er den Untersuchungsbericht zum Niedergang der Swissair. Als junges Ehepaar hatten die Canepas wenig. Am 20. des Monats sei das Portemonnaie oft leer gewesen, hat Ancillo Canepa einmal erzählt, seine Mutter habe dann mit Pasta ausgeholfen.

    Heute sind beide Millionäre, 2007 stand Heliane Canepa auf der Liste der reichsten Schweizer der «Bilanz». Sie wurde mehrmals als Unternehmerin des Jahres ausgezeichnet. Das Paar hatte erfahren, dass harte Arbeit zum Erfolg führt und dass gelingt, was es anpackt. Mit diesem Selbstverständnis führt es den FCZ - nur dass das Umfeld ein irrationaleres ist als die Wirtschaft und dass man die Kontrolle komplett abgeben muss an elf Männer auf dem Rasen. Es seien die schlimmsten 90 Minuten der Woche, sagt Canepa.

    Als Canepa 2006 kam, war der FCZ gerade Meister geworden, es war eine Euphorie um den Klub, eine Energie, die auch Canepa mitriss. Er machte kein Hehl daraus, wo er hinwollte: in die Champions League, zu den Grossen. Sie sind im Winter 2015 weit weg. Und Canepa macht, was er nach der Ära Sven Hotz nie wollte: den Klub als Patron führen und finanzieren. Fragt man ihn, woher er heute die Motivation nehme, lässt er einen gar nicht ausreden. «Wenn man eine Führungsfunktion ausübt und Verantwortung hat, dann fragt man sich nicht laufend, wo hole ich Motivation! Das gehört zur Verantwortung, die man übernommen hat. Da wirft man nicht beim ersten Widerstand den Bettel hin. Das würde nicht zu meinem Charakter passen!», ruft er. Wenn er einen Job übernommen hat, dann setzt er sich zu hundert Prozent ein, «auch wenn es regnet, schneit und einem der Wind ins Gesicht bläst». Verantwortungsgefühl sei das, «auch als ich als Rekrut Teller waschen musste, wollte ich, dass sie am Ende sauber sind. Das ist mein Charakter.» Nicht nur Pflichtgefühl gehört zu seinem Charakter, sondern auch Begeisterungsfähigkeit.

    Canepa kann sich ganz verschreiben, er tat es bei Yassine Chikhaoui, er tut es bei jedem neuen Trainer. Bei der Vorstellung von Hyypiä sagte er, er habe den Finnen zwei Wochen zuvor zum ersten Mal getroffen, habe aber das Gefühl, er kenne ihn schon viel länger. Umgehend stellte er Hyypiä, einem Mann mit begrenzter Erfahrung, eine Carte blanche aus. Nach den Entlassungen zeigt sich Canepa enttäuscht von den Trainern und nicht von seiner Entscheidung. Obwohl: Einmal habe er sich bei der Trainerwahl «täuschen lassen», gibt Canepa zu, es braucht nicht viel Phantasie, um zu erraten, dass er Rolf Fringer meint.

    Mehr Luft
    Canepa ist ein emotionaler Mensch, und so führt er den Klub, «hoffentlich auch!», ruft er. «Wenn du in deinem Beruf keine Emotionen zeigst, dann bleib besser zu Hause. Es braucht Emotionen. Wer das kritisiert, versteht nichts vom Leben!» Die Emotionen passen wunderbar in die Welt, in der er sich bewegt. Als der FCZ im September in Basel zu Gast war und ein Spielabbruch drohte, ging Canepa zur Beruhigung auf die Ränge. Ein Bild zeigt ihn beim Jubeln mit der Südkurve; ein Fan im Gewand des Funktionärs. Die Begeisterung macht ihn zugänglich, sie hat viel Gutes entstehen lassen: das Museum, die FCZ-Chronik.

    Sie ist aber auch der Feind eines Plans. Für eine Strategie braucht es einen kühlen Kopf. Mehr Leute mit Sachverstand würden mehr Reibung bedeuten - aber auch mehr Anregung. Mehr Ansprechpersonen bringen mehr Luft für alle. Der FCZ würde sie brauchen.

    und so passiert es dann, dass man die noch wenigen wichtigen positionen, welche man nicht mit sich selber besetzen kann wie z.b. den trainer, mit fachlich ungenügenden bis überforderten personen besetzt. zugeben kannst du das aber erst wenn es (fast) zu spät ist, weil man ja sonst sein eigenes versagen zugeben würde. der sogenannte cillo teufelskreis...


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    es sind eigentlich klassische folgefehler, sprich: wenn du alle kompetenten leute im verein rauswirfst und durch dich selber ersetzt, sind alle fehler die du machst eine folge davon, dass nicht mehr die kompetenten personen sondern du selber die entscheidungen triffst.

    Zitat von Mushu

    Auch wir können ja einer Meinung sein! Danke!
    :bier:


    wir waren uns bezüglich fcz nur bei da costa und sämi nicht einig. bei da costa habe ich bereits mehr oder weniger recht bekommen, bei sämi werde ich noch, bevor wir wieder shorts und flip flops beim besuch der spiele anziehen, zu 100% recht bekommen.

    und nein, ich freue mich nicht darüber...eines dieser wenigen male im leben, in denen man lieber komplett falsch liegen würde. :sad:

    Zitat von larlf

    ich wür säge: 100% am snowcat sini wort ;)
    und wohl wahr...


    die alten fehler von canepa wurden in den medien und auch hier schon genügend thematisiert. zum ersten mal lese ich aber direkte kritik an sämi, welche wirklich von mir geschrieben sein könnte :razz: (sämi: cillos aktuellster fehler, welcher uns sportlich noch viel weiter zurückwerfen und somit noch lange beschäftigen wird!)

    - Hyypiä versprach als Erstes, die Mannschaft zu stabilisieren. Was er machte, führte aber zum Gegenteil. Er hat destabilisiert und verunsichert,

    - Zudem glaubte Hyypiä, die Spieler seien körperlich nicht fit genug. Er liess bald einmal Konditionstrainer Alex Kern ans Werk, um den Rückstand wettzumachen. Und der liess die Spieler laufen und laufen und laufen. Inzwischen klagen einzelne, das mache doch mitten in der Vorrunde keinen Sinn.

    - Es wäre ­angebracht, mehr Wert auf taktische Schulung zu legen.

    und hier noch zum thema da costa, wo ich auch nie akuten handlungsbedarf gesehen habe. es wurde trotzdem gehandelt und die situation auf dem torhüterposten hat sich sporrtlich verschlechtert und neben dem spielfeld fehlt piu an allen ecken und enden...

    - Der Letzte aus dem Team, der intern wagte, das Wort zu ergreifen, war David Da Costa. Als Torhüter war er nicht der Überflieger, aber er hielt grundsolid, und es gab nicht einen leistungsmässigen Grund, ihn am vergangenen 1. April zu demontieren.

    - Da Costa wurde zum Verhängnis, dass er die Konfrontation nicht scheute. Dabei übersah Canepa, dass es Da Costa nicht um ihn selber ging, sondern um die Mannschaft, um den FCZ, dem er so sehr verbunden ist. Viele seiner Mitspieler wussten, dass die Suspendierung des Goalies ein herber Verlust sein würde.