Beiträge von snowcat

    Zitat von ZüriBueb

    Schad, simmer nöd debi. Aber d Leischtig isch z wenig guet gsi in Bern. Debi hets gar nöd so vil brucht. Würkli sehr schad.


    chum jetzt! de hockeycup isch öppe eso nötig und sinnvoll wie muul und chlauesüchi! überraschige - wie im fuessball - gits nume, wenn de hcd meh oder weniger absichtlich verlürt in visp...:gaehn:

    Zitat von larlf

    en trainer für 6-7k im monet? das sind ja nöd mal 100k im jahr. das chunt bestimmt jede juniore trainer über, wo imne profi klub isch...
    betr. eusne tuble: wännd all 2-3 jahr d'füehrig wächslisch, chasch niened konstanz ane bringe. nur scho drum chönd ihr froh sie, dass ihr de canepa händ. zudem isch es einiges ruhiger worde, sit de drache nöd nur dihei s'säge hät.
    de salat wär doch einä für eu, de hasst ja gc jetzt au & sportlich mag er i de ch sicher no paar jahr mithebä ;)


    alli 2-3 jahr isch eher wohlwollend gseit! gfühlt händer jedes jahr de vorstand sit 10 jahr - und somit d'strategie und d'usrichtig - gwechslet! und ja, bin froh hämmer d'familie canepa! mit all ihrne fehler und nachteil! und namal ja, sportlich wär de salatic genau eine für euis. er chönt de yapi im zentrale mittelfeld 1:1 ersetze...aber charakterlich passt er scho eher zum cc!

    Zitat von Eierchopf

    Und ob er jetzt einen Nati B-Club, die Schweizer u-21 Nati oder die Armenische A-Nati trainiert ist Hans wie Heiri. Armenien ist hat doch noch 2, 3 talentierte, junge Spieler, die Challandes ausbilden kann und verdient sicher seine 6-7 Mille im Monat. Ich wette du verdienst weniger und arbeitest mehr ;)


    na ja, selbst in armenien dürfte ein natitrainer 15-20'000 im monat verdienen. und ein jurist arbeitet in der schweiz kaum für nur 6-7000 im monat. aber arbeiten tut er sicher mehr als ein natitrainer in armenien, da gebe ich dir wirklich recht... :razz:

    Zitat von Eierchopf


    Das ist doch nicht wahr. Vergleich doch mal die Kader aus dem 06 mit dem 07. Kein Raffael, kein Margairaz, Kein Inler, Kein Dzemaili, Kein Von Bergen, kein Cesar, kein Schneider usw. Da ist mal die halbe Stammmanschaft weg. Challandes hat einen Almen Abdi zum Ligatopscorer ausgebildet, konnte die Oberdiva Hassli bändigen und wurde mit SILVAN ÄRGERTER Schweizermeister (mach das mal) usw. Erkärt mir mal warum das ein Fehler war, ich bin gespannt.


    stimmt teilweise sicher, aber zb. ein abdi wurde schon von favre ins team geholt. und wie so oft blühen talente auf, wenn leader, welche ihnen vor der nase stehen den club verlassen und die talente plötzlich verantwortung übernehmen müssen. und an der spielanlage und taktik hat challandes nun wirklich herzlich wenig verändert gegenüber lulu. die wahrheit liegt wie so oft - wahrscheinlich - in der mitte! aber trotzdem, ich bleibe dabei: ohne favres vorarbeit wäre challandes mit dem fcz nie und nimmer meister geworden! ausserdem hat sich der fcb in jener saison selber geschlagen mit teilweise unerklärlichen (vor allem heim-) niederlagen.


    Zitat von Eierchopf

    AC hat am Anfang viele Fehler gemacht und wurde zurecht kritisiert. Aber er hat sich stark gebessert. Er hat z.B. Yapi einen Vertrag gegeben inkl. Ausbildung zum Juniorentrainer, was ich für eine sehr starke und menschliche Geste halte. Mir ist ein Canepa 1000 mal lieber als irgend so eine dahergelaufene, neureiche Berner-Vollpylone, der den Möngi-Club GC noch mehr in die Scheisse reitet indem er den Skibbe für den Salatic geopfert hat und wohl bald von RTL als neuer GZSZ-Regisseur geholt wird. Der hat den Laden GC 0,0 im Griff. Dann hätte man lieber den Ex-Kansti Vogel aus dem Migros-Cafi geholt.


    kann ich voll unterschreiben! ausser, dass ich finde dass cillo nicht am anfang, sondern vor allem in der mitte seiner präsizeit fehler machte! ein wenig abgehoben nach der cl teilnahme halt. aber wie du in der antwort an züri bueb richtig schreibst: Ich finde, die Entwicklung ist bereits im Gange und klar ersichtlich. zB. hält er sich vornehm zurück in den Medien, was klar zu erkennen ist. ja, cillo hat sich wirklich stark verbessert! und ich behaupte ja schon seit jahren, dass er hinter heusser der beste präsi der liga ist! mit den (finanziellen) mitteln und sonstigen gegebenheiten und strukturen vom fcb, wäre er vielleicht sogar auf augenhöhe mit heusser!


    Zitat von Eierchopf

    Hät mi gad verchlöpft woni de Seich glese han.


    findi guet, will: immerhin häsch wieder emal gschribe. und dini postings findi immer geil! :razz:

    Zitat von larlf

    hauptsach er isch ändlich weg!
    ich wünsch ihm ganz ganz viel spaß bim cc, vor allem dörf er dänn döt um sin lohn kämpfe, wänn er sich au mit ihm nüme vertreit.
    ich tippe druf, dass scho i de rückrundi de 1. krach git & er im nöchste winter nüme bim cc spielt.


    glaub ich nöd! de cc isch zimli ruhiger als au scho und beidi (also cc und salat) müend jetzt öppis bewiese. chönt sogar funktioniere! aber für gcn isch es sicher s'beschte, dass er weg isch. und s'budget wird mit de transfersumme sicher um öppe 3 millione entlaschtet die saison...

    Zitat von ZüriBueb

    hanen au nie guet gfunde. scho krass, was für fläsche de Canepa bis jetzt so igstellt hät. Au de Fringer zum Bispiel. Wie cha mer nume? de Meier und de Fischer sind beid gueti Lösige gsi aber au kei Trainer zum Meischter werde.


    doch, doch, de meier hät das potential! s'problem debi: de fcz hät nöd emal im asatz s'finanzielle potential vom fc basel! en viertel vom fcb budget und null reserve. basel wird nach dere (witere cl) saison es vermöge vo über 40 millione sfr. ha! 40 millione! praktisch s'dopplete vo euisem budget! basel cha mittlerwile alli fehlentscheid mit geld korrigiere und das no während de laufende saison! isch eifach eso...

    Zitat von ZüriBueb

    Us dem FCZ.ch bricht: De Challandes isch grausam gsunke. Unglaublich, dass er jemals Schwiizermeischter worde isch.


    ich ha de challandes nie würkli guet gfunde, hett ihn au nie engagiert. er hät no meh als de bickel vom erbe vom favre glebt!

    schalke 04 wird vom die matteo stabilisiert und er bringt rueh in verein, dass isch fact! aber...

    s'ergebnis vom di matteo fuessball: ändlich sind im schalker spiel strukture, taktik und (zue)ordnig erkennbar. isch under em jens keller all die jahr nie de fall gsi! eimal top, eimal flop. null kontinuität. mittlerwile stimmed d'resultat und e handschrift vom trainer isch erkennbar. ABER: de fuessball isch so unansehnlich wie de chelsea fuessball under em di matteo oder inter under em josé mourinho. aber ebe, de zweck heiligt schinbar alli mittel! als schalke fan hoff ich natürlich, dass das nume e übergangsphase zur stabilisierig vo de mannschaft isch und das frühener oder spöter au s'nöd unerhebliche offensiv potential vo s04 usgspillt wird, wenn dänn die verletzte und gsperrte spiller wieder zrugg sind!

    us de hütige nzz am sunntig:

    Der Defensiv-Artist

    Seit letztem Oktober trainiert der Schaffhauser Roberto Di Matteo den FC Schalke. Mit der Devise «Safety first» hat er das Team stabilisiert und Ruhe in das schwierige Milieu in Gelsenkirchen gebracht. Von Stefan Ostererhaus

    Der junge Schalker Spieler in der Mitte macht einen ziemlich abgeklärten Eindruck. Er wirkt ruhig, aber er kann auch anders: «Der tut richtig weh, wenn der in den Zweikampf geht», sagte Horst Heldt, Schalkes Manager, über Matija Nastasic. Dieser sei, trotz seinen gerade 21 Jahren, ein kompromissloser Spieler.

    Heldt hat Nastasic von Manchester City ausgeliehen - ganz offenbar ein guter Deal für den FC Schalke 04, denn der Serbe war, so Heldt, der «absolute Wunschspieler» von Trainer Roberto Di Matteo. Mit ihm eröffnen sich ganz neue Optionen: In der Defensive steht er zusammen mit dem Weltmeister Benedikt Höwedes und dem Kameruner Joel Matip auf einer Linie im Zentrum, abgeklärt wie ein Routinier. «Ich habe ihn schon lange beobachtet. Ich weiss, was er leisten kann», sagt Di Matteo über den Neuzugang.

    Nastasic, obschon gerade erst angekommen, ist eine Schlüsselfigur im Schalker Spiel. Am Freitag, als mit Borussia Mönchengladbach ein Rivale um einen Champions-League-Platz 1:0 geschlagen wurde, war der Anhang zwar vor allem vom Ergebnis begeistert. Aber gegen Mönchengladbach war tatsächlich etwas zu erkennen, was Schalke in dieser Saison bisher selten unter Di Matteo, erst recht aber nicht unter dessen Vorgänger Jens Keller gezeigt hat: die Ansätze einer Handschrift.

    Man kann über den kalligrafischen Eindruck streiten, den diese hinterlässt. Denn es ist ein gusseisernes Ensemble, das Di Matteo da auf den Platz gewuchtet hat. Safety first - so lautet seine Devise, kein Kollege in der Bundesliga setzt diese Maxime so konsequent um wie der Schaffhauser. Gegen den FC Bayern hatte Schalke beim 1:1 nur wenige Möglichkeiten zugelassen. Und auch die Gladbacher fanden einfach kein Mittel gegen die extrem gut strukturierten Schalker. Nicht nur im Abwehrzentrum war die Einsatzfreude gross. Defensive und Mittelfeld verstanden sich ebenfalls mühelos.

    «Es war schwer, die Lücke zu finden. Sie sind hinten sehr, sehr athletisch», sagte Lucien Favre, der andere Schweizer und Coach der Borussia, nach dem Spiel. «Zu fünft, das ist sehr schwer gegen diese Mannschaft zu spielen» - zu fünft, damit meint Favre die Abwehr. Offiziell verkauft Di Matteo sein System als eines mit drei Verteidigern. Ganz ähnlich hatte es Louis van Gaal mit der niederländischen Nationalmannschaft auch getan, als er diese bei der Weltmeisterschaft im letzten Sommer in den Halbfinal geführt hatte. Tatsächlich aber ist es eine Anordnung, in der bei Bedarf fünf Verteidiger wirken. Drei Innen- und zwei Aussenverteidiger, wobei Letztere, wenn das eigene Team in der Vorwärtsbewegung ist, zu Mittelfeldspielern werden. Da Schalke sich aber nun doch etwas seltener im Angriff befindet als eine von van Gaal trainierte Mannschaft, spielt das Team einen Grossteil der Zeit mit fünf Verteidigern.

    Di Matteo betont, dass die defensive Ausrichtung nur den Umständen geschuldet sei. Das hat van Gaal damals an der WM gar nicht für nötig gehalten, obwohl sein Team eine sehr überschaubare Anzahl an Klassespielern in den Reihen hatte. «Wir sind noch immer in der Not, deswegen legen wir sehr grossen Wert auf die Organisation, aber es gelingt auch immer, Tore zu erzielen», sagt Di Matteo. Tatsächlich fehlen ihm vor allem im Angriff mit den Verletzten Julian Draxler und Jefferson Farfán sowie dem gesperrten Klaas-Jan Huntelaar drei Spieler von Format. Doch es wäre geradezu sensationell, wenn Di Matteo bei gutem Personalstand anders spielen lassen würde. Es ist eine Art Mini-Chelsea, an dem er da arbeitet. Das mag manchem als ästhetischer Entwurf nicht unbedingt gefallen, es ist aber nach Jahren der Planlosigkeit auf Schalke immerhin ein erster Schritt zur Stabilisation. Zumal Di Matteo auch die rhetorische Defensive wie kaum ein anderer Bundesliga-Coach beherrscht. Kontrollierter als er ist nicht einmal Josep Guardiola, wenn er in Mikrofone spricht: «Die Meisterschaft ist noch sehr lange, aber noch nichts ist gewonnen.» So mancher Fragesteller verzweifelt an diesen Null-Aussagen, so wie sich die Angreifer an den Künsten seiner Verteidiger aufreiben. Aber auch das gehört zum Konzept des Italieners, der in Interviews womöglich noch abgebrühter wirkt als sein Team auf dem Platz.

    Di Matteo scheint begriffen zu haben, dass sich ihm in Gelsenkirchen die einmalige Möglichkeit bietet, zu beweisen, dass der Champions-League-Sieg des FC Chelsea gegen den FC Bayern 2012 eben auch mit seinen Fähigkeiten als Coach und nicht nur mit der Routine und der unbändigen Siegeslust ein paar älterer Herren um Didier Drogba auf dem Fussballfeld zu tun hatte.

    Dass Schalke dabei sehr bald wie ein Abbild der Londoner aus jener Zeit wirken könnte, dürfte dem Anhang egal sein. Die Aussicht, dass Di Matteo Ruhe in das schwierige Milieu bringt, wiegt für sie die nicht eben mitreissenden Auftritte mehr als nur auf.

    au das us de hütige nzz am sunntig:

    2014, komm bald wieder - oder: GC und die Zukunftsangst

    Die Intelligenzdebatte tobt weiter. Immer obenauf: die Vorzeigebranche der Philosophen, vertreten durch Wolfram Eilenberger, der uns letzte Woche lehrte, was zu tun ist, wenn das Pferd tot ist: Man muss absteigen.

    Der Abstieg droht auch den Fussballern aus Dortmund, obwohl sie nicht auf einem erschöpften Gaul sitzen, sondern selber einer sind. Eilenberger kritisierte die Hausmacht des Dortmund-Trainers Jürgen Klopp, der sich prompt verunsichern liess und am Donnerstag beteuerte: «Ich wusste von vornherein, dass es jetzt nicht einfach keine leichte Tour wird in dieser Rückrunde.» Nach diesem labyrinthischen Satz ist unklar, ob Klopp viel klüger ist als Sportjournalisten, denen kürzlich von einer Nicht-Sportjournalistin die Intelligenz abgesprochen worden war. Diese Forschungsresultate schrien nach einer Gegenanalyse; und laut neusten Recherchen soll es fürwahr Sportjournalisten gegeben haben, die Unregelmässigkeiten bemerkten, als der Fussballer Granit Xhaka letzten Frühling Jamaica in Afrika wähnte.

    Mangelndes Geografiewissen hiesiger Fussballer ist erstaunlich, da sie in jungen Jahren viel Zeit hätten für Schule und Bildung. Der Sport beansprucht sie noch nicht in grossem Masse, wie diese Woche dem «Spiegel» zu entnehmen war. Darin verrät Maik Barthel, ein einflussreicher deutscher Spieleragent, er lasse seine Scouts primär in Polen, Kroatien und der Schweiz suchen - dort werde im Nachwuchs nicht so viel trainiert wie in Deutschland, weshalb die Spieler später nicht so schnell ausgelaugt seien.

    So erklärt sich, warum es Veroljub Salatic nie in eine grosse Liga schaffte. Er trainierte früher nicht sein Fussballtalent, sondern den Intellekt. Deshalb ist es ihm heute möglich, den Grasshopper-Club in den Wahnsinn zu treiben. Seit August war Salatic bei GC suspendiert, begnadigt und schliesslich vom Trainer Michael Skibbe erlöst worden. Dennoch verkündete er diese Woche, er wolle nach Sitten wechseln. Dieses Verhalten erscheint vielen Leuten unverständlich und dumm. Zu Salatics Gunsten muss aber gesagt sein, dass ein Mensch kaum derart unbedarft sein kann, wie Salatic derzeit wirkt. Er folgt sicher einem brillanten Plan, den höchstens der Philosoph Eilenberger durchschaut.

    Die Grasshoppers wiederum markieren den starken Mann und verweigern den Wechsel, der Sportchef Axel Thoma sagte der NZZ: «Für mich ist die Sache abgeschlossen» - doch in Wahrheit sind sie ratlos und senden versteckte Hilferufe. Am Montag lud GC per E-Mail zur Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Basel ein, Datum: 6. Februar 2014.

    GC weiss offenbar nicht mehr weiter, fürchtet die Zukunft und will die Zeit zurückdrehen. Na gut, viel Glück im 2014! Ich weiss von vornherein, dass es jetzt nicht einfach keine leichte Tour wird in diesem Jahr.

    us de hütige nzz am sunntig:

    Salatic hält GC weiter auf Trab

    Bei den Grasshoppers dreht sich alles um Veroljub Salatic. Der Unruhestifter will weg, der Klub will ihn behalten. Das birgt erhebliche Explosionsgefahr. Von Stephan Ramming

    Ruhe. Der Präsident Stephan Anliker weiss, was sein Verein nötig hat. «Die wichtigste Lehre aus der vergangenen Zeit ist, dass wir wieder Ruhe in unserem Club brauchen.» Der Architekt aus Langenthal verfasste diesen Satz für das Editorial der Vereins-Publikation «GC Inside - Business-Magazin». Auf dem Titelblatt steht: «Glaubwürdig sein!» Also irgendetwas zwischen Aufforderung, Behauptung und Beschwörung. Das Heft erschien im Dezember. Unterdessen ist Februar. Ruhe? Keine Spur.

    So weckt es ein wenig Mitleid, wie Pierluigi Tami um Verständnis bittet. Er möchte nur über das Spiel gegen Basel sprechen, sagt der GC-Trainer vor seinem ersten Match. Tami sitzt im GC-Campus im Theorieraum. Dort werden jeweils die Medienkonferenzen abgehalten, wenn mehr als drei oder vier Journalisten die Fahrt nach Niederhasli auf sich genommen haben. Am Freitag haben viele Journalisten die Fahrt auf sich genommen. Aber das Interesse gilt nicht dem neuen Trainer, der die Nachfolge von Michael Skibbe angetreten hat. Das Interesse gilt nicht den Aussichten gegen den FC Basel heute Sonntag und den Zielen in der Rückrunde. Das Interesse gilt einem, der gar nicht da: Veroljub Salatic.

    Salatic, immer wieder er, eine lange Geschichte. Als Anliker im Dezember von der «Lehre aus der vergangenen Zeit» schrieb, war dies Ausdruck der Hoffnung, die lange Geschichte mit Salatic sei vorbei. Anliker hatte damals den ehemaligen Captain und teuersten Spieler wieder in die Mannschaft befohlen, weil Salatic zwar trainierte, Skibbe ihn aber nicht spielen liess. Die Teilnahme am Training hatte Salatic gerichtlich erstritten, nachdem Ende August seine Kritik an Skibbes Aufstellung, Trainingsmethoden und anderem mehr in der Suspension eskaliert war. Der präsidialen Order leistete Skibbe zerknirscht Folge, gleich in der ersten Partie schoss Salatic ein Tor. Die Weihnachtsferien kamen, Skibbe ging in die Türkei, und Salatic schien als Gewinner aus der Geschichte hervorzugehen.

    Er bekam das Vertrauen des neuen Trainers. Trotzdem wollte er weg, Constantin lockte. Salatic heulte sich zuletzt in einem Zeitungsinterview über seine Enttäuschung aus, die Captainbinde nicht mehr zurückzubekommen. Man staunte, wie ein Spieler mit fast fünfzehn Jahren Erfahrung im Profigeschäft den Wechsel erzwingen will.

    Am Freitag teilt der Sportchef Axel Thoma mit, Salatic bleibe im GC. Vor dem Beginn der Medienrunde hat Thoma den Trainer nochmals aus dem Raum geholt, um ihn unter vier Augen vorab zu informieren. Vor wenigen Stunden haben er und Anliker mit dem Sitten-Präsidenten Christian Constantin über die Bedingungen für einen Wechsel ins Wallis verhandelt. Ohne Ergebnis, die Ablösesumme sei viel zu hoch, sagt Constantin über das Treffen, er spricht von «Zeitverschwendung».

    Thoma sagt am Freitag, er habe mit Salatic bereits geredet. Es sei «ein gutes Gespräch» gewesen, Thoma will «gespürt» haben, dass Salatic noch immer «mit einem Stück seines Herzens an GC» hänge. Nun erwarte er eine «professionelle Einstellung», Salatics Verhalten als Angestellter des Klubs müsse angeschaut und allenfalls sanktioniert werden.

    Man will also an die sportlichen Qualitäten des Spielers glauben. Thoma ist erst seit Oktober im GC, er war nicht dabei, als sich Salatic vor über einem Jahr gegenüber dem Trainer Dinge herauszunehmen begann, die am Ursprung der Affäre standen. Vielleicht ist Thoma deshalb bereit, das Risiko in Kauf zu nehmen, den Unruhestifter wieder ins Boot zu holen. Salatic geniesst bei den Mitspielern noch immer grosses Ansehen. Und nach aussen signalisiert GC, dass die finanzielle Not nicht so gross ist, dass ein Spieler einfach verschenkt wird. Nach innen soll die Botschaft an die Spieler und den Trainer lauten, dass der Klub die sportlichen Ambitionen hoch halten will.

    So zumindest soll es aussehen.

    Und Salatic? «Ich kann diesen Entscheid nicht nachvollziehen: Vor wenigen Wochen wollte mich der Klub rauskicken, und jetzt bin ich plötzlich ein wichtiger Spieler - ich ziehe das durch.» Salatic meldet sich am Freitag gegen Mitternacht am Telefon. Sein Berater Milos Malenovic fragt ihn, ob er das so in der Zeitung haben wolle. Ja, er wolle, sagt Salatic.

    Thoma sagt am Samstag, er werde das nicht kommentieren. Er gehe davon aus, dass er den gesperrten Salatic heute Sonntag sehen werde, im Letzigrund. Im Letzigrund? GC hat ein Spiel, der Gegner heisst FC Basel.

    «Wir müssen uns wieder auf die wesentlichen Dinge konzentrieren: Der Sport im Zentrum», hat Anliker im Dezember geschrieben.

    Zitat von Mitsch 2006

    ist schon jemandem aufgefallen, dass der fcz überzeugend in die rückrunde gestartet ist?


    jap! :razz:

    war wirklich ziemlich souverän in san galle. und das ohni die "ch" kreativabteilung (CHikahui, CHiumiento und mit abstrichen CHermiti, von wegen kreativabteilung...). und schneuwly ist klar ein gewinn für den fcz!

    nzz von heute:

    Nach dem Kaltstart die FCZ-Kür

    Bevor das Abendprogramm mit dem Anpfiff begann, wurde in der St.Galler Fussballarena der langjährige Captain Philippe Montandon offiziell verabschiedet. Es gab Applaus und Blumen für den bald 33-jährigen Innenverteidiger, der nach acht Gehirnerschütterungen seine Karriere beenden muss. Seine Nachfolge ist mit Daniele Russo eigentlich schon länger geregelt. Die folgenden 90 Minuten zeigten dann allerdings, dass der Abwehrpatron Montandon vielleicht doch nicht ohne weiteres ersetzbar ist.

    Die Verantwortlichen hatten in St.Gallen die Rasenheizung seit Anfang Januar ununterbrochen laufen lassen. Das Resultat war ein relativ gut bespielbares Terrain. Ein Blick auf die Zuschauerränge zeigte aber, dass ein Abendspiel Anfang Februar auch in St.Gallen kein Pflichttermin ist: Einigermassen gut besetzt waren nur die beiden Fankurven. Viele der Anhänger hielten wegen der Kälte mit Mützen und Schals das Vermummungsverbot nicht ein und sahen aus, als kämen sie direkt aus den Skiferien.

    Der FC St.Gallen hatte sich in den letzten beiden Rückrunden jeweils einen Fehlstart geleistet. Am Samstagabend startete die Mannschaft, als würde sie diese Serie unbedingt fortsetzen wollen. Es dauerte fast eine halbe Stunde, bis sie ins Spiel fand. Da stand es allerdings bereits 2:0 für den FCZ. Zweimal konnte Marco Schönbächler einen Freistoss von links auf der Höhe des Strafraums treten: In der 8. Minute servierte er eine Flanke auf den Kopf von Etoundi zum Führungstreffer. In der 13. Minute verwandelte er von fast der gleichen Position mit einem wunderschönen Bogenball direkt zum frühen 2:0. Das sah zweimal verblüffend einfach aus - und schien vor allem jederzeit wiederholbar. Die beiden Tore hätten seine Mannschaft gelähmt, stellte denn auch St.Gallens Trainer Jeff Saibene nach dem Spiel fest. Nach diesem Doppelschlag war es vorübergehend vorbei mit der FCZ-Kür. Dem FC St.Gallen blieb nichts anderes übrig, als die Ärmel hochzukrempeln und nach vorne zu marschieren. Der Effort des Heimteams hätte sich beinahe gelohnt: In der 29. Minute wurde Albert Bunjaku im Strafraum freigespielt. Doch der Stürmer schoss den Ball vom Elfmeterpunkt aus bloss in die Arme von Goalie Da Costa.

    Auch in der zweiten Halbzeit bemühten sich die St.Galler mit viel Aufwand. Der Anschlusstreffer gelang ihnen allerdings erst, als der FCZ bereits ein drittes Tor erzielt hatte. Christian Schneuwly liess in der 72. Minute auf Höhe der Mittellinie mit einem einfachen Trick zwei Gegner ins Leere laufen. Sein weiter Pass in den Rücken der aufgerückten St.Galler Abwehr erreichte den kurz zuvor eingewechselte Rikan, der Herzog keine Chance liess. Ein Kopfballtreffer von Cavusevic in der 77. Minute brachte kurzzeitig etwas Spannung zurück. Allerdings bloss für sieben Minuten: Danach spielte die Zürcher Offensivabteilung ihren Gegner erneut aus. Der unbedrängte Elvedi bediente den freistehenden Sadiku zum Schlussresultat von 4:1.

    Trainer Urs Meier lobte seine Mannschaft insbesondere für ihr schnelles Umschaltspiel auf den Seiten. «Das war ein Start nach Mass», stellte er fest.

    Zitat von Reto

    Schwierig, schwierig.

    Es git doch au Penalty-Fählentscheid, wo de Schtürmer gar kei Schwalbe gmacht hät.

    Lueg mal de Doppelpass, amene Sunntig, nachdem am Wuchenänd schtrittigi Szene i de Bundesliga passiert sind. Die i de Rundi sind sich eigentlich NIE zu 100% einig.
    Wie willsch das am Schpielfäldrand entscheide chönd?


    luege de doppelpass fasch immer. und das isch natürli eso, häsch recht! aber i dem fall: "im zweifel für den angeklagten"! aber es git au die super eidütige schwalbe und die muess mer ahnde und zwar mit härte strafe: vill spillsperre und höche geld buesse!

    Zitat von gringo

    Gemäss Mitsch s'normalschte ...


    hät er ja nöd gseit, sonder nume:

    vo dene gits uf de ganze wält en huufe

    und mit dem hät de mitsch ja leider recht! drum bin ich scho lang für en tv entscheid im fuessball bi folgende szene: offside öder nöd, penalty oder nöd, ball hinder de goallinie oder nöd, tätlichkeit oder nöd! und tätlichkeit sött mer überall im spielfeld per tv ahnde chöne, nöd nume im strafruum!

    und wird en penaltyschinder per tv überfüehrt: drastischi strafe verhänge! dänn hörts dänn zimli schnell uf mit dene schauspielilage. und vor allem werdeds dänn au nüme güebt und trainiert. und nebebi stiegt d'akzeptanz vo de schiri au grad automatisch. aber gemäss de alte manne im züriberg, ghöred fehlentscheid zum fuessball! aber de wahri grund zum das NÖD welle ändere dürfti da drin liege, dass manipulatione dänn nüme so eifach möglich wäred...

    Zitat von Thomi

    Sonen BS!
    Stellder mal die letscht Hockeysaison vor ohni Playoff! Dä Z öpe 6-7 Runde vor Schluss Meister ohni Nervekitzel, Dramatik und Emotione!

    ich säge ja nöd, playoffs sind unnötig im ishockey. usserdem hät playoff im ishockey au e langi tradition und durchus sini berechtigung. und ja, es erzügt zuesätzlichi spannig, laht defür aber jedi qualifitkation ab öppe spiel 30 zur farce werde. zumindescht für d'spitzeclüb...

    Zitat von Thomi

    Kei Eintagsflüge wird Zuefallsmeister bi Viertel- Halb- und Finalplayoff Best of seven! Sonen Seich!

    eitagsflüge villicht nöd grad, aber de verein wo 40 pünkt hinder em 1. gsi isch cha durchus meischter werde, will bi dene halt grad alles passt während 4 wuche.

    Zitat von Thomi

    Aber ich mag dä Fuessballer ihre Modus gönne....isch i dä CH und in Tschörmeni ja jedes Jahr total spannend ;) FCB und FCB :)

    fuessball isch en andere sport, det gits scho au es momentum, das chan durchus 1-2 spiel gah. aber nie im lebe wür zb. eintracht frankfurt d'bayern 4x schlah i 7 spiel. unmöglich! nöd emal wolfsburg wür das schaffe. und nie im lebe wür de fcz/gcn/yb basel über 7 spiel schlah. no way! drum isch au de modus ohni playoff durchus richtig im europäische fuessball. ganz abgseh devo, wieviel mal händ allei in dütschland no 2-4 mannschafte i de letschte rundi chönne meischter werde? es paar mal! und das isch dänn genau so spannend wie playoffs.

    Zitat von Thomi

    No Offens Snow aber das isch für mich eifach d'ussag vo eim wo Fuessball sehr gern hät und weiss, dass sich a dem bescheidene Modus nie öpis wird ändere und ihn drumm verteidigt ;)

    oh ja, ich ha de fuessball sehr gern. aber us obe erwähnte gründ wünsch ich mier, dass sich a dem bescheidene modus nie öppis änderet. ich tuen en nöd verteidige, will sich sowieso nie öppis änderet, sondern will sich nie öppis ändere söll!

    Zitat von Thomi

    Oder dänksch e Championsleague, EM oder WM wär interessant miteme reine Punketmodus bis zum Schluss? Wohl eher nöd oder? :-o

    nei, tänk ich nöd. aber bi dene verastaltige stimmt de modus ja au. em/wm die gönd au nume 4 wuche und drum isch playoffs dete durchus ok. aber au da, nöd immer isch die bescht mannschaft au welt- bzw. europameischter worde. i de cl gseht das dänn scho wieder es bizz anders us. det günt scho meischtens das über e ganzi saison beschti team de chübel. gaht aber ebe au über e ganzi saison.

    Zitat von Mitsch 2006

    vo dene gits uf de ganze wält en huufe


    i dem fall hät de pumuckl geld uf afrika überwiese...isch würkli en extrem krasse fehlentscheid gsi...

    und de tschikahui isch nöd emal verletzt! :geil:

    Zitat von Larry


    ohni playoffs gits defür kei zuefallsmeischter und eitagsflüge. det wird die mannschaft meischter wo es ganzes jahr lang am beschte gsi isch! es hät beides vor und nachteil. aber für mich absolut undenkbar wenn im europäische fuessball playoffs igfüehrt werded... :warnix: