Beiträge von snowcat

    Zitat von ZüriBueb

    http://www.blick.ch/sport/fussball…-id3590597.html

    Wer wäre ein guter Nachfolger für Meier?


    wenn's denn schon sein muss: artur petrosjan...und meier könnte wieder die u21 übernehmen! ein (kostenloser) trainertausch innerhalb des vereins. mal ehrlich: top trainer wachsen nicht auf den bäumen und wenn, sind sie für einen schweizer club (ausser vielleicht für basel) schlicht nicht bezahlbar. anders gesagt: wenn meier entlassen wird, wer soll dann übernehmen?

    grundsätzlich: die trainer werden jeweils viel zu schnell in frage gestellt und dann dementsprechend auch entsorgt. oft jeweils unter dem druck vom boulevard, welcher angebliche - und darum auch anonyme - aussagen aus der mannschaft veröffentlicht. diverse studien aus der bundesliga belegen aber ganz klar, dass ein trainerwechsel bestenfalls kurzfristigen erfolg bringt, aber in der regel nicht nachhaltig ist. natürlich gibt es immer wieder ausnahmen welche die regel bestätigen. gladbach zb. wäre ohne dem wechsel zu favre nie und nimmer da, wo sie heute sind. trotz alljährlichen abgängen von stammspielern und stützen der mannschaft. bayern-gladbach heute war wieder einmal eine taktische meisterleistung von lulu favre. auch der fcz hätte niemals zum erfolg zurückgefunden ohne favre. trotzdem wollten ihn nicht wenige in seiner ersten fcz saison nach der vorrunde entlassen als der fcz letzter war...

    der grösste fcz fehler der letzten jahre ist m.e. immer noch die entlassung von urs fischer. er hätte der thomas schaaf (trainer der 1. mannschaft bei bremen von 1999-2013!) der ch-liga werden können! auch bei der fischer entlassung hörte man damals in etwa die selben argumente wie bei meier heute: "er erreicht die mannschaft nicht mehr"...dankbar natürlich die spieler, welche so via die journalisten ein alibi finden für die eigenen versäumlichkeiten.

    Zitat von Mushu

    Chick spielt derzeit nicht sonderlich gut; einverstanden. Aber von anderen kommt nicht mehr!! Chick draussen macht den FCZ nicht stärker, da keiner in der Form ist, einen formlosen Chick zu übertrumpfen ...


    hm...klar ist an der baisse/krise nicht chick (alleine) schuld. aber 5 top spiele anfangs saison reichen wirklich nicht für einen mann von seinem format und lohnklasse. abgesehen von seinen topspielen fiel er vor allem durch uninspirierte und nonchalante auftritte auf. aber für mich das schlimmste: immer wieder machte er durch sinnlose und überflüssige tätlichkeiten auf sich aufmerksam. teilweise versteckte, teilweise offensichtliche tätlichkeiten. dass er diese saison nicht mehr rote karten kassierte ist den wohlwollenden schiris zu verdanken. sein ausraster heute war ja wirklich nur noch dämlich! klar wird er laufend provoziert und gefault. aber ein klassespieler muss darüber stehen. ein maradona früher oder ein messi, ronaldo heute müssten ja pausenlos selbstjustiz üben, so wie die in jedem spiel angegangen werden.

    ich bin wirklich froh, dass das nun der verband ihn pausieren lässt. meier machte es leider nicht...und ich hoffe auf mind. 3-4 spielsperren. nützen tut er der mannschaft schon lange nicht mehr wirklich, aber so wie heute schadet er ihr massiv!

    Zitat von Larry

    Ich glaube wenn er spielt glauben alle Mitspieler, er würde es dann schon richten!

    So kommt es mir vor.

    Und in SG spielten sie ohne ihn viel besser, ev. "befreit".

    Die Anzahl schlechter Spiele von Chick ist nun so gross dass Meier es probieren sollte.


    isch scho so! ohne chick, chiumiento und chermiti spielten die jungs in st. gallen um welten engagierter und daher auch viel besser. darum ja, das nächste spiel ohne die kreativ fraktion beginnen. geht dann auch nichts, kann man sie immer noch einwechseln.

    Zitat von Caro

    und das ewige hadern mit sich, seinen gegnern, dem schiri, etc. nervt einfach enorm! statt aufstehen und weiterspielen lieber noch gefühlte stunden liegenbleiben... en gränni - übrigens nicht nur er. auch etoundi (oder wars jemand anderes? sorry, war unter medis...) gegen sion in der schlussphase, stämpfele und wertvolle zeit verstreichen lassen, die notabene nicht für uns lief, statt einfach aufstehen und weiterzuspielen...


    dieses gehabe nervt mittlerweile bei fast allen im team. erinnert an die vorrunde der letzten saison. miserable körpersprache. anstatt augen zu und durch pausenloses lamentieren. nervig ohne ende! :warnix:

    Zitat von Larry

    Roli Du weisst genau wie und was ich meine...... :mrgreen:


    klaro! aber ich foppe dich nun mal gerne, wenn du wieder mal zu deinen (nicht ganz zu ende gedachten oder auch nicht ganz ernst gemeinten) rundumschlägen ansetzt... :razz:

    Zitat von Larry

    Meier ist nur Super League Trainer weil ihn Canepa zu dem gemacht hat.


    wäre auch etwas gar seltsam wenn burgermeister oder kookie den trainer bestimmt hätten... :wink:


    Zitat von Larry

    Canepa hat den Vertrag mit Chick verlängert und ist dessen grösster Fan.


    auch hier, wer sonst sollte den vertrag verlängern? und in guten chick phasen sind wir ja alle fan von ihm.


    Zitat von Larry

    Es liegt auf der Hand das Meier in der Sache Chick es sich nicht zwei- sonder eher drei Mal überlegen wird ob er ihn auf die Bank setzt.


    nur weil sich der präsi des unternehmens erdreist einen trainer anzustellen und ohne den platzwart zu fragen spielerverträge zu verlängern...ja klar, da KANN meier den chick ja gar nicht auf die bank setzen! bin ich doof... :rofl:

    im ernst: das cillo Interesse daran hat, dass chick spielt ist klar. schliesslich macht cillo die ganze kohle bei einem allfälligen verkauf. aber er wird kaum so blöd sein, den fcz erfolg seinem portemonnaie unterzuordnen. denn: je mehr erfolg der fcz hat, gar einen meistertitel mit direkter cl quali, desto besser geht es auch seinem portemonnaie...

    Zitat von Larry

    Da muss er aber vorher das OK bei Fam. Canepa einholen!


    klar, de kookie bestimmt d'ufstellig vom fcz, nöd de trainer... :facepalm:

    Zitat von Larry

    Wäre schon lange nötig, das klar beste Spiel in SG haben sie ohne ihn gezeigt!


    das isch wiederum korrekt.

    Zitat von Champs-de-Mars

    Bedenkliche Formkurve des FCZ, auch wenn der gestrige Aufritt ein Mü besser war als die uninspirierte Leistung in Vaduz. Zudem erneutes Pech, dass das Handspiel in der Nachspielzeit nicht gepfiffen wurde.


    eine schlechte vorrunde und eine hervorragende rückrunde macht irgendwie mehr spass als umgekehrt... :roll:

    ich kann es drehen und wenden wie ich will. die krise - nicht unbedingt resultatmässig, aber spielerisch und von der ganzen systemsicherheit her - begann am 22.11. das war spiel 1 nach yapis ausfall in aarau. klar, willst du meister werden, darf das nicht von einem spieler abhängen.

    aber wie schrieb es die nzz so treffend gestern im yapi artikel:

    Denn irgendwo gibt es beim FCZ eine unausgesprochene Gleichung: Mit Yapi war der FCZ ein Meisterkandidat. Ohne ihn nicht mehr.

    us de hütige nzz am sunntig:

    lolo, hansi, roger geiger...

    Was macht eigentlich? Hans Schmid

    Powerplay auf dem Zürichberg

    Hans Schmid stieg mit dem ZSC dreimal in die NLA auf und wieder ab. Heute ist er Leiter der Tierpflege im Zürcher Zoo. Von Jürg Vogel

    Im alten Hallenstadion in Oerlikon herrschten unter dem Dach die Geister. Sie schenkten dem ZSC gute und böse Zeiten. In dieser struben Epoche verstärkte sich der Kult um die typische Liftmannschaft ZSC. Der ganz gewöhnliche Name Schmid stand in den 1970er und 1980er Jahren für Unterhaltung - dank Hans und Lorenz Schmid, die aus den Bergen von Arosa in die grosse Stadt auswanderten und diese eroberten.

    Lolo Schmid, elf Monate älter als Hans, war die bekanntere Figur. Hansi, wie sie ihn nannten, war aber das Hirn der Sturmlinie, der Steuermann. Die Brüder hielten zusammen wie Pech und Schwefel. Wurde einer im Rink angegriffen, erhielt er brüderliche Hilfe, nötigenfalls auch handfest. Dabei war Hans Schmid nicht der Prototyp des rustikalen Handwerkers. Im Gegenteil: Klein von Statur, gefiel der Center mit feiner Technik. Und Spielintelligenz.

    Vor Einführung der Play-offs war vieles noch lockerer als heute. Sport und Studium schlossen sich damals nicht aus. Und die Wohngemeinschaft der Schmid-Brüder im Kreis Cheib galt als Partyzone. Als Ambri-Piotta die Aroser köderte und im Vertrag anstelle der Franken US-Dollars zum stolzen Kurs von 2 Franken 50 einsetzte, gerieten die zwei Schmids ins Grübeln. Aber sie blieben an der Limmat. Bis heute gehört ihre Zuneigung dem «Z».

    Demut und Erdung kennzeichnen Hans Schmid. Er malt keinen nostalgischen Regenbogen über seinen früheren Sport, er hat Abstand gewonnen. Heute könnten alle Schlittschuh fahren, sagt er lakonisch. «Und jesses, das Tempo, die Athletik bereits der Jungen!» Schmid fährt sich durch die krausen Haare und lacht. Die Play-offs seien ein erstklassiges sportliches Produkt, sagt er.

    Als Leiter der Tierpflege im Zürcher Zoo spielt Schmid beruflich wieder im Powerplay-Block, in der Geschäftsleitung. Als Chef von über 60 Frauen und Männern schaut er dafür, dass die richtigen Leute am richtigen Ort ihre Aufgaben gut lösen. Nachhaltig seit fast 16 Jahren. Schmid spricht nicht vom Traumjob, sondern vom Traumarbeitsplatz. Präzis, wie er einst die Flip-Pässe spielte, ist sein Urteil geblieben.

    Im EHC Urdorf ritzt er sporadisch das Eis. Schmid hat viel um die Ohren. Immer noch ist er Präsident des Jägervereins Arosa. «Sie finden keinen besseren», sagt der Ausgewanderte, der auch heute noch mit einem Bündner Kennzeichen am Auto herumfährt. Seine Beziehung zum Tier zeigt sich auch in der Freizeit. Im Besonderen kümmert er sich um die Einwanderung der Fischotter. Lieblingstiere kennt Schmid aber keine. Als Student musste er sich mit Elefanten wie Ameisen auseinandersetzen. Zum Thema Tierschutz spricht er sachlich. Er stelle sich der Kritik, er schätze den Diskurs, wenn dieser helfe, mögliche Schwachstellen zu orten. Weniger anfangen kann er mit emotionalen Tierschützern, die sich nackt an einen Pfosten fesseln und demonstrieren. «Dann rufen wir die Polizei.» Entscheidend ist für den Biologen tiergerechte Haltung. Sei diese gewährleistet, sehe er keinen Grund für Einwände gegen Zirkusse oder Delphinarien.

    Die Play-off-Phase in der NLA verfolgt Schmid mit Interesse. Er spielte noch mit hölzernen Stöcken, deren Schaufeln er mit warmem Wasser und dem Föhn bog. Heute setzen die Goalgetter auf Karbon oder Kevlar. Doch eines bleibt laut Schmid zentral: dass die Regeln und die Referees die starken Techniker schützen.

    us de hütige nzz am sunntig:

    e chli viel optimismus...

    Yapi sagt: «Es ist mein Ziel, Anfang nächster Saison auf den Fussballplatz zurückzukehren.»


    Schuld und Sühne

    Vor vier Monaten wurde Gilles Yapi bei einem Foul schwer am Knie verletzt. Der FCZ hat Strafanzeige eingereicht. Yapi unterstützt den Schritt, obwohl er seinem Gegner verziehen hat. Von Flurin Clalüna

    Man könnte diese Geschichte nüchtern erzählen wie einen Unfallrapport: Vor vier Monaten wird Gilles Yapi schwer gefoult; man zählt acht verschiedene Verletzungen in seinem rechten Knie, drei Stunden wird er operiert. Der FC Zürich reicht Strafanzeige gegen den Aarauer Sandro Wieser ein, der von sich sagte, er sei ein harter Spieler, aber kein Täter. Der Staatsanwalt eröffnet trotzdem ein Verfahren. Yapi geht es heute besser. Er kann leicht joggen, nur zehn Minuten zwar, aber Schmerzen spürt er nicht. Yapi sagt: «Es ist mein Ziel, Anfang nächster Saison auf den Fussballplatz zurückzukehren.»

    Aber niemand erzählt Yapis Geschichte so leidenschaftslos. Sie hat sich verwandelt, sie handelt nicht mehr von einem Sportunfall; es geht um Schuld, Vergebung und Gerechtigkeit, ja mehr noch: um Gut und Böse. Und das liegt vor allem daran, dass Gilles Yapi im Zentrum steht, der 33-jährige, zierliche Mittelfeldspieler aus Côte d'Ivoire, der sich überlegt, nach seiner Karriere Pfarrer zu werden, Geistlicher in seiner evangelischen Freikirche, der «Porte ouverte». Als Sandro Wieser sich öffentlich entschuldigte, betonte er vor allem, was für «ein super Mensch» Yapi sei, «ein Freund». «Da ist ein Heiliger gefoult worden», sagt jemand, der mit Yapi zusammengespielt hat. Und man weiss nicht recht, ob er es ernst oder doch vielleicht zynisch meint.

    So etwas wie eine Beichte

    Yapi hat sich erholt, es ist keine Wunderheilung, aber die Genesung verläuft schneller als erwartet. An diesem Frühlingstag ist Yapi in der Trainingsanlage des FC Zürich. Ein früherer Mannschaftskollege sagt, Yapi habe fast immer so ein «seliges Lächeln» im Gesicht, und nun sitzt er da, eingehüllt in diese fast schon träumerische Ruhe, obwohl seine Karriere als Berufsfussballer bedroht ist. Er sagt: «Es gibt Schlimmeres im Leben, ich bin nicht tot, ich habe noch meine Beine.»

    Fast alles, was Yapi an diesem Nachmittag erzählt, hat etwas Existenzielles, und vieles klingt ähnlich wie in einem Video seiner Kirche, das vor rund einem Jahr aufgenommen worden ist. Darin spricht Yapi über sein früheres Leben, es ist so etwas wie eine Beichte, ein Film mit schwarz-weissen Nahaufnahmen und sphärischer Hintergrundmusik. Yapi sagt im Video: «Ich konnte meinen Traum sehr früh verwirklichen, wurde Fussballprofi. Aber die Bekanntheit öffnet auch Türen, die nicht unbedingt gut sein müssen. Die Sünden, die Perversitäten, die Unzucht, die Pornografie, die Selbstbefriedigung.» Yapi erzählt, wie er mit der Welt des Okkultismus in Berührung gekommen sei, wie er an Selbstmord gedacht habe. Bis er sich Gott verschrieben habe.

    In diesem entblössenden Video geht es um Licht und Schatten, Richtig und Falsch. So führt Yapi sein Leben, entlang diesen Begriffen. Der Glauben durchdringt seinen Alltag, den Fussball, seine Familie: Was Yapi sagt, ist immer auch eine religiöse Andeutung. Und so wird aus dem Unfall ein Schicksalstag, dessen Sinn er zwar nicht versteht, «aber was geschehen ist, hat einen Grund, und Gott kennt ihn».

    Auch für den FCZ-Präsidenten Ancillo Canepa ist der Sonntag vor vier Monaten im Brügglifeld-Stadion mehr als ein Unfalltag; er erkennt in ihm den Auftrag zu einer persönlichen Mission: Der Schutz der Fussballer ist für ihn zur Schicksalsfrage geworden, die ein Staatsanwalt und später ein Zivilgericht prüfen soll. Die sechs Spielsperren, die gegen Wieser als Bestrafung ausgesprochen worden sind, genügen ihm nicht, die Reue und Wiesers öffentliches Bussetun können daran nichts ändern. Canepa sagte: «Ich werde gegen alles und jeden vorgehen, der so mit unseren Spielern umgehen will.» Dass er im Foul an Yapi «ein Rezept» erkennen will, wie man den FC Zürich bekämpfen möchte, erhebt den Einzelfall zur Grundsatzfrage.

    Und natürlich geht es in dieser Geschichte auch um grosse Gefühle und noch grössere Gesten. Im Februar hat das Ehepaar Canepa Yapis Vertrag trotz dessen unsicheren Zukunftsaussichten um ein Jahr verlängert, nach der Karriere soll er zum Juniorentrainer ausgebildet werden. Yapi sagt: «Das ist ein unglaublicher Vertrauensbeweis und sehr selten im Fussball.» Die grösste Geste aber kommt von Yapi selber, es ist eine Vergebungsgeste; und sie macht alles kompliziert und schwierig, vor allem für Yapi. Denn Canepa hatte unversöhnlich gesagt: «Da gibt es kein Pardon. Das lasse ich mir nicht bieten.» Denn irgendwo gibt es beim FCZ eine unausgesprochene Gleichung: Mit Yapi war der FCZ ein Meisterkandidat. Ohne ihn nicht mehr. Auch das soll irgendwie abgegolten werden.

    Die Zerrissenheit

    Yapi aber möchte verzeihen, «man muss auch jenen vergeben, die uns weh tun», er habe es längst getan. Er sagt: «Ich habe gute Gefühle gegenüber Sandro Wieser, ich spüre keine Animosität, keinen Hass. Wir können irgendwann zusammen einen Kaffee trinken, das hoffe ich sogar.» Und trotzdem sagte Yapi Ende Januar vor dem Staatsanwalt aus, er fühlte sich nicht wohl dabei, «ich mag das nicht, aber es ist Teil der Klage, also mache ich es». Man spürt Yapis Zerrissenheit: Wie kann er eine Anzeige unterstützen und damit eine Bestrafung fordern, wenn er Wieser schon vergeben hat? Yapi hat diesen Widerspruch so aufgelöst: Er tut es nicht für sich. Er tut es für den FCZ. Yapi sagt: «Im Leben braucht es Gerechtigkeit, auch dem FCZ soll Gerechtigkeit widerfahren. Der FCZ verliert einen wichtigen Spieler. Der FCZ muss einen Spieler bezahlen, der verletzt ist. Der FCZ erleidet einen grossen Verlust.» Leider treffe es nun Sandro Wieser, sagt Yapi, «es könnte auch ein anderer sein». Die Klage sei nicht gegen Wieser gerichtet, «sondern gegen den Akt». Zur Verantwortung gezogen aber wird der Mensch, Sandro Wieser, «ein Kollege von mir».

    In diesen Wochen wird diese emotionale Geschichte in der Staatsanwaltschaft neu gelesen, in nüchterner Juristensprache, und am Ende der Aufarbeitung steht vielleicht ein Urteil, das das Gerechtigkeitsempfinden befriedigen soll. Als der FCZ die Anzeige einreichte, dachte man, Yapi werde vielleicht nie mehr Profifussball spielen. Jetzt sagt er: «So höre ich nicht auf. Ich habe noch viel zu geben.»

    Zitat von Mushu

    Wie kann ein "Rechtsstaat kontinuierlich ausgehebelt werden", wenn "ca. 80% der Bevölkerung" dem neuen Recht zugestimmt hat?

    Dein Rechtsverständnis musst du mir da schon erklären ...


    das ist genau das selbe wie bei der masseneinwanderungsinititive, verwahrungsinitiative oder auch ausschaffungsinitiative. bei diesen intitiativen sind einige punkte nicht mit internationalem völkerrecht oder bilateralen vereinbar. trotzdem hatten sie eine mehrheit bei der abstimmung. ausbaden muss das jetzt der bundesrat.

    genauso sind einige punkte des hooligankonkordates nicht mit unserem recht vereinbar.

    dein rechtsverständndis ist demnach folgendes: wenn eine mehrheit dafür ist, ist es rechtens! DIESE form des rechtsverständnisses musst du MIR mal erklären... :wink:

    Zitat von Larry


    Dürfte schwierig sein für Meier, da der grösste Chikaoui Fan sein Chef und Lohnzahler ist.

    Und wehe der stellt sich gegen dich!

    Dann fliegst du und kannst deinen Lohn in jahrelangen Gerichtsverhandlungen erstreiten.


    wer flüstert dir jeweils solch einen blödsinn? :nixwiss:

    es geht ja nicht um die 10 bergaffen, die nicht mehr ins stadion dürfen. die gehen mir genau so am arsch vorbei wie dir. es geht darum, dass mit diesem beispiel einmal mehr dokumentiert wird, wie seit der tropfenweise einführung der verschiedenen kantonalen hooligankonkordate der rechtsstaat - immer unter dem "sicherheitsaspekt" - kontinuierlich ausgehebelt wird. und das unter zustimmung von ca. 80% der bevölkerung.

    ich würde ja nichts sagen, wenn der zweck wenigstens die mittel heiligen würde, sprich: wenn irgendwo eine besserung der situation eingetreten wäre. fact ist aber folgender: IN den stadien gabs keine verbesserung, ganz einfach deshalb, weil es nichts zu verbessern gab! weil auch ohne konkordat es in den stadien - mit gang, ganz, wenigen ausnahmen - schon seit jahren ruhig ist und das konkordat darum so nötig ist wie ein kühlschrank am nordpol. auch um die stadien ist die situation immer noch exakt die selbe: bei den meisten spielen beschränken sich die freveltaten auf littering. die ganz wenigen ausnahmen können dann im boulevard währen 5 tagen nachgelesen werden, inkl. köstlicher kommentare der stammtischproleten und teilen der 80% der oben erwähnten bevölkerung...

    nochmals: eine sportveranstaltung ist privat. wenn sich der veranstalter also dazu entschliesst, dass er wissen will wer seine veranstaltung besucht, ist das sein gutes recht. und wenn er dazu das mittel der id kontrolle/scanning beim eingang wählt ist auch das sein gutes recht und ich habe kein problem damit. wenn aber gesetze eingeführt werden, welche der willkür tür und tor öffnen, dann habe ich ein problem damit. schliesslich werde ich im strassenverkehr auch nicht als raser verurteilt nur weil mich ein raser überholt und ich somit im selben moment auf der selben strasse war...aber genau an dieses szenario erinnert mich das hooligankonkordat! das sind nämlich die gepflogenheiten von totalitären- aber sicher nicht von rechtsstaaten!

    habe heute untenstehendes mail von unserem fanclubpräsi bekommen. da ich beim geschilderten ereignis nicht dabei war, kommentiere ich es auch nicht gross, die zeilen sprechen sowieso für sich. nur soviel: wir sind ein kleiner fanclub mit ca. 35 mitgliedern. praktisch alles ü40-er, auch einige frauen darunter. niemand mit hooliganvergangenheit und schon gar nicht mit aktueller nähe zu solchen gruppierungen. das einzige was wir machen ist leidenschaftlich fussball schauen, nicht wenig trinken und noch viel mehr dumm schwätzen. früher suchten sich hooligans noch (gleichgesinnte) gegner, keine wehrlosen opfer...

    Am Cup-Derby vom letzten Mittwoch stürmte eine Horde von vermummten(!) GC-Anhängern den Schlachthof,
    rissen unsere Fanclub-Blache von der Wand und nahmen sie mit nach draussen.
    Unser Stammtisch war etwas spärlich besetzt und allgemein befanden sich im Schlachthof
    sehr viele Hoppers - darunter auch viele friedliche Fans.
    Das ganze spielte sich innert Sekunden ab. Wir wehrten uns nur leicht verbal, weil alles andere
    in dieser Situation keinen Sinn gemacht hätte.
    Erst als wir dann später den Schlachthof verliessen, sah ich, dass es auch rund um den Schlachthof nur Hoppers gab.
    Hätten wir uns also zur Wehr gesetzt, dann wäre die Situation eskaliert - wohl mit viel schlimmerem Ausgang für uns.
    Einige "normale" GC-Fans haben sich bei uns dafür entschuldigt, was den Vorfall jedoch nicht beschönigt.

    Es ist schlimm, dass diese Gewalt nun auch auf friedliche, unbescholtene Fans übergreift.
    Wir möchten nicht kapitulieren, doch müssen wir uns ernsthaft überlegen, uns an Spielen gegen GC oder Basel
    vorher wieder an unserem Stammtisch im Schlachthof einzufinden...

    Ich habe soeben Ancillo Canepa darüber informiert.
    Weiter werden wir einen Brief an den Grasshopper-Club schicken.
    Inhalt: Detaillierte Schilderung des Vorfalls mit Bitte, uns beim neuen Blachenkauf solidiarisch
    zu unterstützen - auch wenn die Aussichten gering sind.

    Wir vom Vorstand distanzieren uns klar von solchen Vorfällen und jeglicher Gewalt.
    Das Ereignis stimmt mich nachdenklich und traurig, aber wir dürfen nicht resignieren und uns
    von Randgruppen nicht die Freude an unserem leidenschaftlichen Hobby nehmen lassen.
    Sportlich gesehen haben die "Insekten" ihre Strafe schon gekriegt - der FCZ steht im Halbfinal!

    Ich hoffe, möglichst viele von euch am So. 15. März an unserem Stammtisch im Schlachthof
    begrüssen zu können - Hauptprobe zum Cup-Halbfinal!

    Sportliche Grüsse

    Roger
    Präsident FCZ-Fanclub 1896

    Zitat von Zesi 05

    Bi mir im Dorf isch innerort übrigens 30 km/h. Das wäred 18.64 mph. A de Hauptstrasse une aber hämmer, obwohl innerots, 60 km/h (37.28 mph). Sau gfährlich für dChind im Dorf, will de Chindsgi isch uf de andere Siite! Und dGmeind will eifach kein Fussgänerstreife mit Insle mache, wills ztüür isch. Unfassbar!


    das isch doch genau de punkt! (wämer jetzt schnell krawall diskussion verlah wänd):

    ich bi au für strängi radar kontrolle. ABER: einigi kontrolle sind schinbar würkli nume defür da ums buesse budget chöne izhalte. was bruchts e kontrolle ändi dorf, wenn 100m spöter d'80-er zone chunt? notabene ame ort wo sich kein fuessgänger ufhaltet und au susch niemer gföhrded wird!?! das gseht dänn für ussestehendi würkli nur no nach abzoggi us und hät au nüt meh mit vercherssicherheit z'tue! wenn aber hingege vor JEDEM schuelhuus, chindergarte oder i de wohngebiet en radar staht oder sporadisch kontrolle stattfindet, isch das doch absolut in ordnig. und die wenigschte hetted es problem demit!

    au wänns nuno 6 punkt sind, ich ha nöd s'gfühl, dass öppis dinnelieht gege obe. wenns drufab chunt setz basel wieder e schippe druff und die sach isch gässe.

    us de hütige nzz:

    Viel Aufregung, wenig Spiel

    Yassine Chikhaoui lächelte. Der FCZ-Captain wusste nur zu gut, dass er und seine Mannschaft an diesem kalten Abend vor 9400 Zuschauern keine überzeugende Leistung gezeigt hatten. «Wir wollten nach dem 0:1 gegen Thun wieder Vertrauen gewinnen, und nach dem zweiten Tor haben wir etwas Kräfte gespart - die Saison ist schliesslich noch lange», sagte Chikhaoui nach einem Zürcher Derby, das wenig Klasse, aber zwei umstrittene Schiedsrichter-Entscheide geboten hatte.

    Während 75 Minuten hatte der FCZ in Überzahl gespielt, nachdem der GC-Spieler Dingsdag beim Hinfallen Chikhaoui in den Hintern getreten hatte und mit der Roten Karte bestraft worden war. Es war ein harter, aber vertretbarer Entscheid. Als aber kurz vor der Pause Djimsiti nach einem Zweikampf Ben Khalifa am Kragen packte, hätte der FCZ-Verteidiger bei gleicher Gewichtung des Vergehens ebenfalls des Feldes verwiesen werden müssen. Djimsiti kassierte jedoch nur Gelb.

    Während der FCZ-Trainer Urs Meier «grundsätzlich keine Entscheidungen von Schiedsrichtern kommentieren» wollte, sah der GC-Coach Pierluigi Tami sein Team benachteiligt. «Nach dem Platzverweis gegen Dingsdag hätte Djimsiti auch Rot bekommen müssen», sagte Tami. Momentan laufe vieles gegen seine Mannschaft, dennoch müsse er seinen Spielern ein Kompliment machen. «Die Mentalität stimmt. Wenn wir so weiterfahren, werden wir früher oder später wieder bessere Momente erleben», sagte der Tessiner. Im dritten Spiel unter seiner Führung resultierte die dritte Niederlage, vier erzielten Toren stehen zehn erhaltene gegenüber. Spätestens nach dem Auswärtsmatch in St.?Gallen, wenn Luzern als direkter Gegner im Abstiegskampf im Letzigrund antritt, müssen sich «die guten Momente» einstellen, wenn die Not Linderung erfahren soll.

    Zwar hatte GC in Unterzahl wacker gekämpft, wie Tami betonte. Aber mit Kampf allein war nichts zu gewinnen gegen einen FCZ, der sich lange schwertat mit seinem numerischen Übergewicht. Die Angriffe waren behäbig, wie schon gegen Thun fehlte Tempo und Genauigkeit im Strafraum. Der FCZ brauchte 52 Minuten und einen Moment der Nachlässigkeit in der GC-Innenverteidigung, bis Kajevic eine Hereingabe von Nef zur Führung verwerten konnte. Das zweite Tor nach einer guten Stunde entsprang einem der wenigen rasch vorgetragenen Angriffe - am Ende schob Chermiti, der gegenüber Etoundi den Vorzug erhalten hatte, zum 2:0 ein. Allerdings profitierte der Tunesier vom ungeschickten Herauslaufen des GC-Keepers Vasic. Die Partie war entschieden. Der Rest war Kräftesparen und ein Lächeln von Yassine Chikhaoui.