Beiträge von snowcat

    ich muess mich korrigiere, am wieser sis istige isch kei vorsatz gsi, aber ganz klar eventualvorsatz.

    au us em hütige tagi (muesch scho alles poste larf, nöd nume das wo i dini (seltsam) argumentation passt...):

    Im Fall Wieser/Yapi nimmt Steinmann – zumindest sportlich – eine klare Haltung ein. «Das Verhalten von Wieser war absolut rücksichtlos und völlig unnötig. Das Foul passiert nicht direkt vor dem Tor, er attackiert Yapi irgendwo im Mittelfeld, sozusagen im Niemandsland.»

    Steinmann weiter: «Bei Eventualvorsatz weiss der Täter, was er macht, er vertraut aber darauf, dass eine Verletzung ausbleibt.»

    Steinmann zum Fall Chapuisat: «Aus meiner Sicht ein Fehlentscheid. Auch auf dem Fussballfeld kann man nicht machen, was man will», sagt Steinmann. «Der Ball ist für Chapuisat unerreichbar, das Foul grenzt für mich an eine mit direktem Vorsatz begangene Körperverletzung.»

    de ganz artikel:

    http://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussball…/story/18685148

    Zitat von larlf

    klar weiss jede, was passierä chan: aber dänn muesch ufhöre Fuessball spielä, will dänn häsch Angst und gasch nur halbpatzig in 2Kampf.
    jedä Zweikampf birgt potentielli Verletzigsgfahr... aber wäge dem isch es i 99% kei Absicht, en andere z'verletzä!!! (und das verstahn ich under: d'Aktion isch vorsätzlich gsi)


    mit dere defintiton isch demfall alles erlaubt, da ja (i de regel) im fuessball nie eine d'absicht hät de ander z'verletze, gits au kein vorsatz meh!

    vorsatz isch minere meinig nah aber dänn geh, wämer sich bewusst eso verhaltet, dass mer sich selber oder dritte schade zuefüege chan, nöd zuefüege muess. und wenn en fuessballer eso istigt wie de wieser das gmacht hät, isch das ganz es bewussts verhalte, will er genau weiss, was passiere chan. also vorsätzlich.

    das isch öppe eso wie wänn dich mit 1,7 promille as stür vome auto setzisch. dänn chönd genau 4 sache passiere:

    1. gar nüt ----> glück gha / isch ja au meischtens eso
    2. du wirsch verwütscht, uswis weg und buess ----> pech gha, aber git schlimmers
    3. du bausch en unfall ohni verletzti ----> scho dümmer, aber git au da schlimmers
    4. du bausch en unfall mit verletzte oder gar tote ----> ganz grosse scheisse!

    und die einzig möglichkeit wo de fahrer wett isch die 1. alli andere wett er nie im läbe. und trotzdem isch es vorsatz wenn punkt 2-4 itrifft! du setzisch dich bewusst as stüür, obwohl weisch was alles passiere chan, nöd muess!

    und söll ich jetzt dem tote fuessgänger säge, er müess halt nöd über d'strass laufe wenn die bsoffne underwegs sind? das isch doch eifach s'risiko wenn am samschtig nacht über d'langstrass laufsch...! :nixwiss:

    Zitat von larlf

    guet, d'Frag isch halt da: wie wärs i dem Forum, wänns umgekehrt wär und en Aarauer gschlisse worde wär und de FCZ'ler verklagt werde söll?
    oder: wie wür de Herr Canepa i dem Fall reagierä?


    ich wür genau glich reagiere und behaupte, dass so öpis mit vorsatz passiert isch und nöd dass es eifach dumm gloffe isch. was de canepa mache wür weiss nur er selber. als fcz fan känn ich allerdings nume de fall dass eusi spiller übelscht und vorsätzlich verletzt werded, nöd umgekehrt. opango: sportinvalid, kukeli: 17 monate verletzt, yapi: evt. sportinvalid...aber genau darum wür ich genau glich reagiere!

    namal: jede fuessballer weiss haargenau was passiert bzw. passiere chan, wämer eso in en 2-kampf stiegt! in etwa das dürfti de nef uf dem bild am wieser au säge:

    Zitat von Larry

    Glaube nicht dass es Vorsatz war, ist auch nicht zu beweisen.

    Was man anbringen könnte ist Grobfahrlässigkeit.

    So oder so bleiben zwei Verlieren, das Ganze wird an Wieser hängen bleiben.


    wieser wird den geringsten schaden davon tragen! 6-10 spielsperren und bald wird alles vergessen sein!

    wie gringo sehr richtig bemerkt wurde aber dem fcz das fehlende puzzleteil zu einem allfälligen meistertitel zerstört. das zentrale mittelfeld unsere ehemalige achillesferse wird ab sofort wieder unsere achillesferse sein...der fcz hat nicht wegen der verteidigung oder dem torhüter am wenigsten tore der liga kassiert.!

    natürlich wollte wieser ihm nicht das knie zertrümmern. aber jeder fussballer weiss was passiert bzw. passieren kann wenn er sich in einem zweikampf so verhält wie wieser das getan hat: darum ist auch der vorsatz gegeben.

    interessant was regierungsrat mario fehr heute in der brack.ch fussball arena sagt: "wenn das foul als leichte körperverletzung taxiert wird, darf nur yapi selber klagen. wird es jedoch als schwere körperverletzung taxiert ist es ein offizialdelikt und der staat muss von sich aus tätig werden!"

    auch wenn es "nur" sport ist und in ausübung des berufes passiert ist: es war vorsätzlich! und somit eigentlich auch schwere körperverletzung.

    Zitat von Larry

    Eine andere Meinung:

    http://www.watson.ch/Front/articles…gestellt-werden

    Die ganze Geschichte ist einfach Scheisse! :(


    sehe ich ähnlich wie watson. ich bin nach wie vor der meinung, dass das kein gerichtliches nachspiel haben sollte.

    aber eben, ich kann die erste reaktion - unmittelbar nach dem spiel - von canepa durchaus nachvollziehen. 1. wegen dem schaden für den fcz, etwaige meisterträume sind hiermit bereits ausgeträumt, zu wichtig war yapi im fcz spiel und 2. wegen der art des fouls, welches ganz klar vorsätzlich war. das ist nicht einfach "dumm gelaufen"...

    Zitat von Sevi


    Einfach nur lächerlich dieser Typ...


    na ja...

    eigentlich bin ich auch der meinung, dass die justiz auf einem sportplatz nichts zu suchen hat.

    aber bei yapi sind - sehr wahrscheinlich - die kreuzbänder und seitenbänder gerissen und der meniskus zerfetzt. somit dürfte er ca. 1 jahr ausfallen. ausserdem ist dieses foul nicht aus dem spiel heraus geschehen, sondern war absolut vorsätzlich, also mit verletzungsabsicht. somit kann ich eine erste reaktion canepas durchaus nachvollziehen.

    FCZ-Trainer Meier geschockt: «Yapis Knie ist zerfetzt»
    http://blick.ch/3259682

    Zitat von ZüriBueb

    Nicht über alle Zweifel erhaben, was der FCZ heute zeigte. Die Chancenauswertung war katastrophal und um ein Haar hätte man gegen 9 Aarauer sogar noch das 1:1 bekommen.


    ein 1:1 wäre dann aber schon etwas viel ertrag gewesen für aarau. die ersten 70 minuten sind sie eigentlich nur durch die körperverletzung an yapi und pausenloses lamentieren aufgefallen.

    Zitat von Ecksen

    Spanien, Krise -> schon davon gehört?

    das war schon vorher so! und weil krise ist, wird die mannschaft zu hause auch nicht stimmungsmässig supportet? schau mal nach griechenland...

    Zitat von Champs-de-Mars

    Umso mehr schmerzt jetzt die Niederlage auf Zypern.

    s'glich hämmer alli au gseit uf de tribüne nach em match! isch aber würkli es geils mätchli gsi. de sieg isch nach em 3:2 nie in gfahr gsi. ha (zum glück) vergebes uf druckphase vo villareal gwartet. muess allerdings no igestah, dass ich en teil nume am rand mitübercho han, will ich intensiv ha müesse mit em mushu diskutiere... :razz:

    p.s. die spanischen fans kennen das begleiten ihrer mannschaften an auswärtsspiele nicht so wie wir bzw. den meisten anderen ländern. nicht nur international, ist in der primera división nicht anders. für südländer ein wenig enthusiastisches publikum. auch der heimsupport der (marginalen) fankurven hält sich jeweils in engen grenzen in spanien. zumindest in madrid und barcelona. heute zählten wir exakt 12 villareral fans, inkl. derjenigen auf der haupttribüne...hat natürlich den unbestrittenen vorteil, dass man von randalen in spanien jeweils nur von etwaigen meisterfeiern in madrid oder barcelona hört.

    http://www.nzz.ch/sport/fussball…rung-1.18419941

    us de hütige nzz:

    Bis Stockers Stunde schlug

    Nach dem Wechsel zu Hertha Berlin schaffte Valentin Stocker nicht sofort den Durchbruch. Er blieb ruhig. Weil er sicher war, dass seine Chance kommt. Er wusste sogar, wann genau. Von Benjamin Steffen

    Beginnen wir mit Jakob Hein. Jakob Hein arbeitet als Arzt und hat von Sport nicht viel Ahnung. Er bezeichnet sich selber als sportlich «anders begabten» Menschen, man darf wohl sagen: unbegabt. Aber Jakob Hein kennt Berlin. Er hat eine «Gebrauchsanweisung für Berlin» geschrieben, seit 1972 lebt er hier, und in diesen vielen Jahren will ihm kein Berliner untergekommen sein, «der im herkömmlichen Sinne positiv von der Stadt spricht». Das Bier ist zu warm, der Kaffee zu kalt, die Spree zu dreckig. Berlin, so der Eindruck, kann's niemandem recht machen.

    Deshalb könnten Berlin und Valentin Stocker ziemlich gut zusammenpassen.

    Stocker ist sportlich ebenfalls anders begabt, man darf wohl sagen: hochbegabt. Als Bub war er ein guter Kunstturner und ein starker Tennisspieler, aber er gab Fussball den Vorzug, kein schlechter Entscheid. In den letzten sieben Jahren gewann er mit dem FC Basel sechsmal den Meistertitel; letzte Saison verbuchte er in der Super League 13 Tore und 7 Assists. Es mochte Halbzeiten geben, in denen er fast unsichtbar war. Doch er verliess sich darauf, nicht ausgewechselt zu werden, und schlug nach der Pause zu. Bisher hat er 25 Länderspiele absolviert, aber ausserhalb Basels ist er auf etwas seltsame Art umstritten. Den einen ist er zu arrogant, den anderen zu weich; den einen ist er zu direkt, den anderen zu hinterhältig; die einen nennen ihn Grosskotz, die anderen Valentina. Ja, was nun?

    Wer ihn besser kennt, bezeichnet ihn als nachdenklich, reflektiert, schlau. Doch Stocker hat aufgehört, gegen das Image anzukämpfen, vor langer Zeit schon, obwohl er erst 25 Jahre alt ist. Er hat sich eine Gebrauchsanweisung zurechtgelegt für das Leben als Profi; darin steht, dass er unterscheiden muss zwischen sich als Menschen und sich als Fussballer - dass er nichts persönlich nehmen soll, was ihn, den Fussballer, betrifft.

    Kürzlich hätte es mal wieder Anlass gegeben für die Korrektur des öffentlichen Bildes. Im Sommer war Stocker zu Hertha Berlin gewechselt. Doch es dauerte vier Runden, bis er in der Bundesliga erstmals zum Einsatz kam. Und es dauerte sieben Runden, bis er erstmals von Anfang an spielte. In der Wahrnehmung vieler Schweizer war Stocker drauf und dran, zu versagen. Es gab Leute, die sich ins Fäustchen lachten. Und es gab Leute, die aufgeregte Sätze schrieben. «Das Drama von Stocker». Oder: «In kleinen Schritten aus der Krise?»

    Vier Jahre statt zwei Wochen

    Stocker selber wähnte sich nicht in der Krise und erlebte schon gar kein Drama. «Aber ich kann ja nicht jedem Schweizer ein anderes Bild in den Kopf hämmern. Es wurde dramatisiert, und eigentlich stört mich das. Aber ich habe begriffen, dass es so läuft. Ist halt so.»

    Es ist Mittwoch, die Hertha hat wieder einmal einen schlechten Tag erwischt. Am Abend zuvor ist sie mit einer peinlichen Niederlage zu Bett gegangen, out im Cup gegen Bielefeld, dritthöchste Liga. Stocker sitzt in einem Café in Charlottenburg-Wilmersdorf, es ist die Gegend, die zu seiner Heimat geworden ist, so fest eine Gegend in wenigen Wochen überhaupt zur Heimat werden kann. Das Olympiastadion, die Hertha-Heimstätte, ist in der Nähe, hier wohnt Stocker mit seiner Freundin, ebenso Fabian Lustenberger mit seiner Familie. Einst besuchte Lustenberger in Kriens ein Jahr über Stocker die Sportschule; seit 2007 spielt er in Berlin, er ist Captain und Stockers Integrationshilfe. Viel kennt Stocker noch nicht von Berlin; er könnte nicht mitreden, ob das Bier zu warm ist, der Kaffee zu kalt, die Spree zu dreckig. Er hatte anderes zu tun. Er hämmerte nicht am besseren Bild in den Köpfen anderer; er feilte an seiner Form.

    Die Saisonvorbereitung begann er mehrere Wochen nach den meisten Teamkollegen, weil er erst Anfang Juli von der WM heimgekehrt war. Der Coach Jos Luhukay befand, die körperliche Verfassung reiche noch nicht für Bundesligaeinsätze von Anfang an. Er wusste, dass Stockers Leistungen auf Interesse stossen würden, weil er mehrere Millionen gekostet hatte. So verfielen die Hertha-Chefs nicht in Eile. «Wir verpflichteten Valentin Stocker nicht für zwei Wochen, sondern für vier Jahre», sagt Michael Preetz, der Manager. Preetz kam 1996 als Spieler nach Berlin, er kennt Klub und Stadt, hat viele Spieler kommen sehen. «Ankommen und eingewöhnen, das braucht naturgemäss Zeit», sagt er. «Aber Valentins Situation war mehr für die Öffentlichkeit ein Problem als für den Klub.»

    Der 3. Oktober

    Luhukay liess Stocker schuften und im Nachwuchs Spielpraxis sammeln. Manchmal gab's drei Trainings pro Tag, die erste Einheit um halb acht. Stocker sagt: «Einige denken, ich hätte eine wahnsinnig schlimme Zeit erlebt. Ja, klar, es war nicht angenehm, zu trainieren, wenn die anderen bloss auslaufen; und ein zweites Mal zu kommen, wenn die anderen frei haben. Die Frage war: Nehme ich die Situation an oder nicht? Der Trainer sagte, er wolle mit mir einen Aufbau machen. Soll ich eingeschnappt sein und Nein sagen?»

    Nein. Denn als der 3. Oktober noch weit weg war, da versprach Luhukay Stocker, an diesem Tag werde er gegen Stuttgart erstmals von Beginn an spielen. Bis dahin hiess es: Extraschichten. «Valentin ist keiner, der sich davon einschüchtern lässt, das Aussergewöhnliche findet er spannend», sagt der Sportpsychologe Christian Marcolli. Er arbeitet seit Jahren mit Stocker zusammen, er ist sozusagen der Co-Autor der Gebrauchsanweisung fürs Profileben. «Sobald Valentin in Berlin war, erlebte ich ihn fast immer positiv», sagt Marcolli, «er war nie in einem Loch.»

    Doch in der Schweiz wusste kaum jemand, dass der 3. Oktober als der Tag von Stockers Premiere in der Startformation definiert war. Vielmehr war die Geschichte schnell gestrickt. Die Geschichte eines Verlierers. Die Fortsetzungsgeschichte der WM, an der Stocker im ersten Spiel gegen Ecuador eine Halbzeit lang eingesetzt worden war. Und danach nie mehr. Die erste Halbzeit gegen Ecuador war nicht gut, von Stocker nicht und einem halben Dutzend anderer Schweizer nicht. Doch Stocker war der Einzige, dem der Nationalcoach Ottmar Hitzfeld keine Chance gab, den schlechten Eindruck zu korrigieren.

    Es war nicht wie in Basel, wo er verschwinden und in der zweiten Halbzeit zuschlagen durfte. Das Handeln von Hitzfeld, das Votum gegen Stocker hatte eine schwer fassbare Absolutheit, zumal die WM Hitzfelds Abschied war. Stocker arbeitet diese Situation lieber für sich selber als öffentlich auf, er sagt: «Im Fussball geht es oft um den richtigen Moment. Es gibt so vieles, was Einfluss hat, manchmal kannst du etwas dafür, manchmal nicht.»

    Hitzfeld ging, Vladimir Petkovic kam. Doch Stockers Situation änderte sich bedingt. Im ersten EM-Qualifikationsspiel im September gegen England fiel die fehlende Spielpraxis insofern ins Gewicht, als Stocker ein Aufgebot erhielt, aber keine Einsatzzeit.

    Und es kam der 3. Oktober.

    Um 15 Uhr gab Petkovic in Luzern das Kader für die Länderspiele gegen Slowenien und San Marino bekannt. Ohne Stocker, der bis dato erst zweimal eingewechselt worden war.

    Kurz darauf setzte sich Luhukay in Berlin mit Stocker zusammen. Gegen aussen mochte Luhukay manchmal verwirrend kommuniziert haben, doch gegenüber Stocker hielt er Wort. Am 3. Oktober sagte er Stocker, er spiele gegen Stuttgart von Anfang an, wie versprochen; auch in den nächsten Partien werde er in der Startformation stehen, das könne er dem Nationalcoach sagen. Stockers Antwort: «Trainer, ich habe kein Aufgebot erhalten.»

    Danach der Abend, das Spiel gegen Stuttgart. Stocker wusste: Das ist meine Chance. Wenn die WM für etwas gut gewesen war, dann für diese Erkenntnis: Verlasse dich nicht auf die zweite Halbzeit. Er hatte sich mit Marcolli darüber unterhalten - es gab eine Gebrauchsanweisung für diesen einen Abend: Nicht schauen, wie der Match läuft, sondern rennen, von allem Anfang an, unermüdlich. Stocker absolvierte 12,3 Kilometer, er gab zwei Assists. Preetz sagt: «Und dann ging's los, und zwar richtig gut. Das kann man auch mal sagen - das muss man nicht unbedingt erwarten, wenn jemand in einer neuen Mannschaft erstmals von Anfang an spielt.»

    Seither behauptete sich Stocker, auch am Sonntag gegen Paderborn wird er von Anfang an im Mittelfeld erwartet. Damit rückt die Nationalmannschaft wieder näher. Stocker würde einem Aufgebot Folge leisten, klar. Aber das Nationalteam bleibt ein Thema, das nicht einfach ist. Stocker redet nicht gern darüber, wohl auch, weil er selber noch gar nicht weiss, was er darüber denken soll. Vielleicht fürchtet er, in die Rolle von Alex Frei und Marco Streller zu fallen, seinen früheren Kollegen im FCB und im Nationalteam, bis sie 2011 aus der Auswahl zurücktraten. Frei und Streller waren geduldete Leader, wenn's gut lief - und die ersten Buhmänner, wenn's schlecht lief.

    Wie damit umgehen? Bei Jakob Hein heisst ein Satz: «Kurzum, man setzt sich hin und wartet, dass die Welt an einem vorbeirotiert.»

    Vielleicht hat Stocker mit Berlin einen ganz guten Platz gefunden, um die Welt an sich vorbeirotieren zu lassen. Denn sie passen in der Tat gut zusammen, Stocker und die Stadt. Weil sie ihn lernen und wachsen lässt.