Beiträge von snowcat

    Zitat von Larry

    Bim FCZ au! Muesch eifach Tschikhaui heisse! :razz:

    gsund und in form isch er aber au en überspiller. eine vo de beschte wos je häts gits i eusere ch liga. jetzt simmer glaubs uf em falsche fred... :cool:

    isch aber au logisch wieso: im hockey chasch nume i de nhl und khl meh verdiene als i de schwiz. und wenn i de nhl meh verdiene wetsch als bi euis (also netto grechnet) muesch verdammt guet si. im fuessball chasch bimene mittelmässige club im usland bereits en 7-stellige verdiene ohni das en überspiller bisch!

    Zitat von Mushu


    Probieren soll er in Testspielen (kann ja jederzeit eines ansetzen), und nicht in Spielen, bei denen ich Eintritt bezahlt habe. Oder er soll das ankünden und mir die Hälfte des Eintrittsgeldes zurück geben, den ein Testspiel sollte günstiger zu haben sein.

    ich kann meiers verhalten diesbezüglich durchaus nachvollziehen.


    Zitat von Mushu

    Nee; das Verhalten und dann noch die Äusserungen erachte ich jetzt doch als etwas ungeschickt (stümperhaft). Aber geglückte Kommunikation ist ja nicht erst seit Meier ein Problemfeld unserers Vereins.

    schoso, aber wenn die mannschaft gut und erfolgreich spielt können sie von mir aus den grössten müll kommunizieren. solche details zählen nur im misserfolg.


    Zitat von Mushu

    Werde aber an das letzte Testspiel am Sonntag trotzdem kommen, die neuen Saisonkarten liegen bereits auf dem Tisch und bei Chick freue ich mich.

    ich freue mich dann bei chick, wenn er nächste saison 30 spiele macht und davon 3/4 auf einem top level. vorher traue ich der sache noch nicht...


    Zitat von Mushu

    Wir sind halt unverbesserliche ...

    ist nett gesagt, andere würden vielleicht "vollweichi" o.ä. benutzen... :rofl: :rofl: :rofl:

    Zitat von snowcat

    mag sein, dass deine analyse stimmt. kann aber auch sein, dass er schon die nächste saison vorbereitet. mal ehrlich, das jetzt sind alles kehrausspiele. ob du 7. oder 4. wirst, interessiert kein mensch. uefa cup quali ist ja bereits im trockenen.

    und teix geht sicher, chick ziemlich sicher und was pedro intern so alles kommuniziert über seine zukunft wissen wir alle nicht.

    aber weisst du was? am besten fragst du ihn gleich selber am 13.5., ich werde dort sein. guckst du:

    http://www.fcz.ch/de/museum/der-…lmannschaft.htm


    da du ja nicht dabei sein konntest, habe ich ihn für dich gefragt. aber nicht in der allgemeinen diskussion, sondern nach dem anlass unter 6 augen (canepa war auch dabei).

    zu pedro: meier verwies auf die statistik. diese besagt, dass der fcz mit pedro in der startformation mehrheitlich verloren hat. habe ich nicht nachgeprüft, wird schon stimmen...ausserdem waren sein verhalten und gewisse äusserungen nicht immer wie gewünscht. natürlich habe pedro noch viel potential und er hoffe, dass er dieses potential im fcz ausspielen und seine lehrjahre auch hier fortsetzen werde. diese aussage lässt zwischen den zeilen auch einiges hineininterpretieren…

    zu teix: er wurde bereits vor einiger zeit von einem ausländischen verein verpflichtet. welcher es ist, wollten sie nicht sagen. darum probiert(e) meier bereits varianten in bezug auf kommende saison. also stimmte mein eindruck von kehrausspielen und bereits vorbereiten der nächsten saison.

    was vor dem anwesenden publikum u.a. gesagt wurde:

    chick: seine physis sei wie tag und nacht im vergleich zum selben zeitpunkt 2013. sein körper sei wieder komplett hergestellt. meier sieht es als grösste herausforderung bezüglich chick, die topleistungen auch gegen vermeintlich kleine gegner und nicht nur in kapitalen spielen aus ihm herauszuholen. in der mannschafts sei er übrigens sehr beliebt und die freude im team war nicht klein über seine vertragserneuerung.

    alain nef: spielte die ganze vorrunde unter enormen schmerzen, darum auch seine meistens unterirdischen leistungen. eine operation wurde unumgänglich. vielleicht packt ja auch er es nochmals…

    zu kukeli: wurde diesen winter nochmals operiert, darum spielt er immer noch nicht. er sei aber vor allem neben dem platz einer der wichtigsten spieler mit enormer sozialkompetenz. er könne eine mannschaft mitreissen.

    mal sehen, wieviel davon nur rhetorik und schutzbehauptungen waren und wieviel auch wirklich so ist/war. die antwort gibt uns die saison 2014/2015.

    Zitat von Larry

    Ha, ha! Genau! Vor allem wichtig! :rofl:

    Bin grad mal bim erschte Spiel vo de Saison gege Thun im Stadion gsi.

    Ev. chumi zum Start vo de nächste au wieder go e Wurst esse und es Bier suufe! :bier:

    Falls das möglich isch..... :roll:

    chasch ja zum schluss vo dere cho. es staht no es unheimlich wichtigs spiel gege aarau ah.. :razz:

    Zitat von Mushu

    Larry ist ein schlitzohriger Manipulant ...;o)

    larry, canepa, chikhaoui ...3 wichtige personen im fcz umfeld welche immer polarisieren werden...:rofl: :rofl: :rofl:

    dem gibts nicht viel hinzuzufügen.

    ausser vielleicht noch den finanziellen punkt: der präsi-fan ist halt im herzen immer noch ein buchhalter-controller. diesen job macht er auch beim fcz sehr gut. von daher könnte ich mir schon vorstellen dass der neue vertrag in etwa der selbe sein dürfte wie der alte, aber ohne quartalszahlungen. und da der präsi ein schlauer ist, wird er die quartalszahlungen zu einer meisterprämie umfunktioniert haben. so würde der gute chick immer noch 1,4 millionen verdienen, aber halt nur bei gewinn der meisterschaft. aber dazu müsste chick mindestens 25 spiele auf seinem top level ablieferen!

    und wenn beides eintrifft, ist er die 1,4 millionen auch wert, sportlich wie wirtschaftlich! oder auf neu deutsch: eine win-win situation!

    Zitat von Larry

    Mir wäre lieber, das (viele) Geld würde für div. andere Spieler verwendet!

    dazu müsste man natürlich wissen, wieviel ihm der neue vertrag einbringt. ich schätze mal, dass der bestehende vertrag übernommen wurde, aber ohne die quartalszahlungen. dass er also in der grössenordnung von nun 700'000.-/jahr verdient. und für diesen betrag bekommst du nicht mehr div. andere spieler. sollen sie denn noch einigermassen qualität haben, max. 2.

    Zitat von ZüriBueb

    Yassine Chikhaoui: „Mein Herz gehört dem FCZ und seinen Fans. Deshalb möchte ich meinem Club helfen, nächste Saison wieder ambitionierte Ziele anvisieren zu können.“

    alles gut und recht. aber dazu reichen 3 überragende, 3 gute bis sehr gute, viele mittelmässige und ein paar totalausfall spiele definitiv nicht!

    Zitat von Mushu

    snowcat

    Deine Behauptung "5'000 Zuschauer pro Spiel" ist absolut willkürlich! Genauso kann ich behauptem. Es seien 10'000.

    schoso. aber zumindest die ersten jahre bin ich näher als du...

    Zitat von Mushu

    Aber egal:
    Sicher wäre, es würden Jahr für Jahr mehr und eher früher als später wären es mehr als heute (was bei GC nicht schwer wäre ... [GRINNING FACE WITH SMILING EYES]).

    bis es mehr werden als heute, also mehr als 10'000, dürften ein paar jahre vergehen. und ich werde dann nicht mehr dabei sein. oder bestenfalls so wie heute im hallenstadion, 2-3x pro jahr und ohne grosse emotionen...dann lieber eine saisonkarte bei einem bundesligaclub und 10x pro jahr dahin fahren.


    Zitat von Mushu

    Und: Die Match-Einnahmen sind schon heute nicht wirklich "finanziell matchentscheidend".

    jein! aber je mehr zuschauer, desto mehr sponsoren. und die sind definitiv matchentscheidend!

    Zitat von Mushu

    Wir können ja morgen im Letzi weiter streiten; oder?
    [WINKING FACE]

    du meinst gepflegt bei einem bier weiterdiskutieren? :cool: ups, geht ja gar nicht! wegen dem absolut genialen hooligankonkordat gibts kein bier mehr seit die st. galler auch dunkelrot und ganz pöse sind... :nixwiss:

    ps. dann lieber noch fc red bull zürich als eine fusion mit insekten! seit "the fly" hat das auch niemand mehr probiert...und das ergebnis war ja grauenhaft fürchterlich! guckst du:

    Zitat von Mushu

    Wenn wir in Fussball-Zürich nicht schon bald ohne "Spitzen"-Verein dahstehen wollen gibt es nur einen Weg; ob du das gerne hörst oder nicht!

    Kein Fussball in Zürich, oder ein Zürich-United; das ist die Wahrheit, welche (fast) niemand sagen und klären will. Ein neues Stadion verbessert die Situation der Vereine höchstens marginal (wenn überhaupt). Das ohnehin knappe "Sponsorengeld Zürich" müsste weiterhin zwei Unternehmen finanzieren; wird nie reichen ...

    ja klar, die 18 millionen defizit von niederhasli dieses jahr und die 4 millionen vom fcz ergeben einen verlust von 22 millionen. ist bestimmt der einzige weg um zu überleben... :applaus:

    ist mir schon klar, dass diese rechnung so nicht stimmt. aber der neue club müsste, um an der spitze mitspielen zu können, über ein budget von mindestens 30 millionen verfügen. und bei 5000 zuschauern im schnitt dürfte es nicht einfach sein, so viel geld zu generieren. das schafft(e) nur dosé! und den wollte man nicht mehr...

    und wieder besitzen die canepas ein paar spieler und aktien mehr...wer das präsidentenamt bei diesem verein übernehmen will, muss verdammt tief in die tasche greifen. vielleicht dosé? der findet ja schliesslich auch dort geld wo überhaupt keines ist... :razz:

    in einer normalen saison, also eine wie die laufende, wird es immer um die 4-5 millionen verlust geben. ausser man setzt nur noch auf junge spieler und dumping ausländer. dann dürfte der verlust aber noch grösser sein ende jahr, weil dann der sportliche abstieg schon fast garantiert wäre.

    mit gruppenpahse im uefa cup (ca. 2 millionen netto) und bis am schluss um den titel mitspielen, dürfte man eine schwarze null schreiben. mehr liegt definitiv nicht drin. ohne fussballstadion sowieso nicht.

    nebenbei: in niederhasli würden sie wahrscheinlich noch dafür zahlen wenn sie "nur" 3,9 millionen verlust hätten. :rofl:

    mag sein, dass deine analyse stimmt. kann aber auch sein, dass er schon die nächste saison vorbereitet. mal ehrlich, das jetzt sind alles kehrausspiele. ob du 7. oder 4. wirst, interessiert kein mensch. uefa cup quali ist ja bereits im trockenen.

    und teix geht sicher, chick ziemlich sicher und was pedro intern so alles kommuniziert über seine zukunft wissen wir alle nicht.

    aber weisst du was? am besten fragst du ihn gleich selber am 13.5., ich werde dort sein. guckst du:

    http://www.fcz.ch/de/museum/der-…lmannschaft.htm

    Zitat von Mushu

    Was hat Meier blos gegen Pedro?
    Und will Meier wirklich immer gewinnen; bzw. tut er alles um zu gewinnen?

    Ich habe da so langsam meine Zweifel ...

    :?: :?: :?:

    Zitat von Reto

    Isch doch klar. Eusi Gsellschaft isch a allem schuld. De Leischtigsdruck überall. Nienet's gaht's de Lüüt so schlächt, wie bi eus!

    da hast du natürlich recht! darum leben in unserer geslleschaft auch ca. 80% hooligans und sonstige abartige...

    im ernst: es kotzt mich nur noch an, dauernd die ausreden für irgendwelche abartigkeiten zu hören. schlechte kindheit, zu viel druck im beruf etc. mag ja sogar sein, dass es stimmt. aber es ist mir langsam scheissegal! es muss nämlich endlich die gesellschaft von abartigen geschützt werden und nicht umgekehrt. manchmal habe ich das gefühl, die poltik/justiz wählt aber lieber zweiteres…

    anstatt solche idiotengesetze wie das hooligankonkordat zu erlassen, welches hauptsächlich auf jene zielt, welche sich nie was zu schulden haben kommen lassen und das auch nie tun werden, müssten die gefassten täter endlich nach den möglichkeiten des bereits bestehenden strafrechts verurteilt werden. wo die strenge des strafrechts nicht ausreicht, brauchts halt anpassungen. aber sicher kein bierverbot für mich im letzi...

    es ist wirklich so, dass in england hooligans zu bis zu 8 jahren gefängis verurteilt wurden und nur unter strengsten auflagen nach dieser zeit wieder in freiheit durften. solche verurteilungen würden einiges bewirken, auch bei uns! eine zweite chance hat m.e. jeder verdient - ausser im bereich der sexualkriminalität. aber wir geben wiederholungstätern dritte, vierte oder gar fünfte chancen und werden fürchterlich von denen verarscht dafür. und die zeche bezahlen dürfen wir auch noch!

    habe fertig!

    nzz vo hüt:

    Was im Ausland passiert

    Jede Liga hat eigene Regeln

    England

    Nach dem Tiefpunkt in den 1970er und 1980er Jahren sind Ausbrüche von Hooliganismus in Grossbritannien selten geworden. Die Wende brachte das traurige Jahr 1985, unter anderem mit der Katastrophe im Heyselstadion, wo 39 Menschen starben, und den Ausschreitungen in Birmingham, wo ein 15-Jähriger erstochen wurde.

    Diverse gesetzliche und polizeiliche Massnahmen halfen, die Gewalt einzudämmen. Dazu gehören das Alkoholverbot auf den Tribünen, die Abschaffung der Stehplätze, der An- und Abmarsch der Gästefans unter Polizeikontrolle, Videoüberwachung und sofortige Entfernung von Anhängern, die sich provokativ benehmen. Hohe Eintrittspreise haben zudem die Zusammensetzung des Publikums verändert. Die im Ausland weit verbreitete Meinung, das Problem sei in die unteren Ligen abgedrängt worden, trifft hingegen nicht zu. Hooligans gibt es noch, gewissen Teams haftet historisch der Ruf an, über besonders kampffreudige Fans zu verfügen. Wenn sich diese in Szene setzen wollen, tun sie dies nun eher abseits von den Spielen, zum Beispiel abends in der Party-Meile der jeweiligen Stadt. (hpk.)

    Deutschland

    Die Bundesliga hat sich in den letzten Jahren ein ganz eigenes Image erarbeitet. Sie gilt als ein Ort der Mitsprache, denn Fan-Organisationen verschaffen sich bei den Klubs Gehör. Und sie gilt als sicher: Randale wie im Jahr 2013 am Derby zwischen Schalke und Borussia Dortmund ist die Ausnahme, anders als noch in den 1990er Jahren, als es häufig zu Ausschreitungen kam. Als Reaktion auf die Ausschreitungen deutscher Hooligans an der WM 1998 in Lens, als der Polizist Daniel Nivel zum Krüppel geschlagen wurde, initiierten die Behörden eine Kartei für Fussball-Gewalttäter. Sie hat mittlerweile 12 000 Einträge.

    Die relative Ruhe hat ihren Preis: Starke Polizeipräsenz ist das eine, dazu hat sich das Publikum merklich gewandelt, denn Fussball ist en vogue. Doch im gleiche Zuge, wie das Publikum ein anderes wurde, fanden Krawalle zunehmend in den unteren Ligen statt. Allwöchentlich kommt es im deutschen Fussball bis in die untersten Ligen zu Gewalttätigkeiten. Selbst Jugendturniere sind davon betroffen. Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger sagt, die Gewalt sei mittlerweile enthemmt und exzessiv. Noch vor Jahren wurde Fussballrandale vor allem als ein Phänomen des Ostens dargestellt. Doch mittlerweile zeigt niemand mehr mit dem Finger auf die sogenannten neuen Bundesländer. (sos.)

    Italien

    Am Samstag ist es vor dem italienischen Cup-Final Fiorentina - Napoli in Rom zu schweren Ausschreitungen gekommen. Vier Napoli-Fans wurden durch Schüsse verletzt, einer befindet sich in Lebensgefahr. Die Probleme im Calcio haben sich in den letzten Jahren verschoben. Gewalt hat sich von den Arenen auf die weniger scharf bewachten Anfahrtswege und in die unteren Ligen verlagert. Eine signifikante Minderheit der Ultras bedient sich regelmässig rassistischer, antisemitischer und chauvinistischer Gesten. Ob die politischen Haltungen dahinter tatsächlich so ausgeprägt sind, wie viele vermuten, ist umstritten. Auffällig ist, dass sich die Tendenzen im Lauf der Jahre wandelten: Herrschten in den 1980er und 1990er Jahren rechtsextreme Äusserungen vor, die nach der Jahrtausendwende rassistisches Beiwerk bekamen, tritt in jüngster Zeit vor allem die regionale Beleidigung auf. Sanktionen scheinen die Provokateure eher herauszufordern, denn zu bremsen. Fanarbeit ist in den italienischen Klubs wenig entwickelt. (tph.)

    Spanien

    Vor einigen Jahren säten radikale Fangruppen noch öfter Terror, nun hat die Gewalt rund um Fussballspiele nachgelassen. In Verruf gerieten auch die Präsidien der Grossklubs. Unter Joan Laportas Leitung verschärfte Barça deshalb den Kurs gegen die Unverbesserlichen. Real Madrid zog nach. Ein Sanktionskatalog der staatlichen Kommission gegen Gewalt im Sport wirkte zudem abschreckend. Das Innenministerium versuchte bisher allerdings vergeblich, den Profiklubs Sicherheitsgebühren aufzubürden. Die Vereine verweisen darauf, schon über 200 Millionen Euro investiert zu haben. Sie sind mehrheitlich klamm und sparen nun beim Personal und der Erneuerung der technischen Anlagen.

    In dieser Saison kam es zu wenigen und eher leichten Vorfällen. Zweimal betroffen war der Aufsteiger Villarreal. Im Match gegen Vigo flog eine Rauchbombe auf den Platz, ein längerer Unterbruch folgte. Mangels Videoüberwachung ist der Verursacher nicht ermittelt worden. Villarreal erhielt 4000 Euro Geldstrafe.

    In einem anderen Fall geht es um Rassismus. Dani Alves vom FC Barcelona hob eine Banane an der Cornerfahne auf, schälte sie und trat mit vollem Mund den Eckball. Dank Hinweisen aus dem Anhang wurde der Werfer, der seit 25 Jahren Klubmitglied Villarreals war, nach kurzer Zeit identifiziert und mit einem Stadionverbot belegt. (geb.)

    Frankreich

    Die gute Nachricht zuerst: In Frankreichs Fussball-Szene sind Vorfälle mit Hooligans im Abnehmen begriffen. Führten beispielsweise die Matches zwischen Paris Saint-Germain und Olympique Marseille einstmals regelmässig zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, so hat sich die Lage seit der Übernahme des PSG durch katarische Geldgeber und deren Politik stratosphärischer Eintrittspreise beruhigt. Das bisher letzte nennenswerte Ereignis war vergangenen November in Nizza zu verzeichnen, wo Ultras des Gastklubs St-Etienne mit Anhängern des OGC Nice aneinandergerieten. Die Ligue de Football Professionnelle (LFP), die auf Repression setzt und sich durch den Trend bestätigt fühlt, bestrafte Saint-Etienne mit einem Geisterspiel und den Platzklub mit einer Geldbusse von 15 000 Euro.

    Zu den schlechten Nachrichten gehört indessen, dass sich die Auslöser des Vorfalls, die als radikal bekannte Gruppierung «Green Angels», bereits Monate zuvor als eingetragene Vereinigung aufgelöst hatte. Ein Beispiel, das inzwischen landesweit Schule macht. Denn damit können die Anführer der Ultras bei Ausschreitungen strafrechtlich nicht mehr haftbar gemacht werden: ein Ausweichen in die Klandestinität, das eine Fanatisierung befürchten lässt. Dies ist gemäss Kritikern eine Konsequenz der repressiven Politik der LFP, die polizeilichen Massnahmen absoluten Vorrang gibt, aber zum Beispiel den Dialog mit Fans ausser acht lässt. (Ack.)

    Schweden

    Das Gewaltproblem in der ersten schwedischen Fussballliga ist nicht neu: Abbrennen von Pyrotechnik, Werfen von Gegenständen auf den Platz, aber auch Einschüchterungen von Spielern und Funktionären sind keine Seltenheit. Seit dem Tod eines unbescholtenen Anhängers von Djurgardens Stockholm vor einem Spiel in Helsingborg vor vier Wochen streitet die schwedische Konsensgesellschaft nun erneut über die Toleranzgrenze. Der Mann wurde von einem der Polizei bekannten Gewalttäter zusammengeschlagen und erlag den Verletzungen. Fussballfans starteten darauf die Kampagne «Jetzt reicht's!».

    Politiker und Polizeivertreter fordern, Gästefans künftig von Auswärtsspielen auszuschliessen, wie das im schwedischen Eishockey bereits praktiziert wird. Auch das Abschaffen von Stehplätzen wird in Erwägung gezogen. Ein von der Regierung beauftragter Ermittler kritisiert die viel zu langsame Umsetzung seines schon vor einem Jahr gelieferten Massnahmenkatalogs. Er fordert ein Vermummungsverbot für Fans und den Ausschluss verurteilter Hooligans von einer Zone um das Stadion herum. Derzeit können diese nur am Betreten der Arena gehindert werden. (zzs.)

    Türkei

    Jüngst feierte Fenerbahce Istanbul den Gewinn der Meisterschaft im eigenen Stadion nur mit Frauen und Kindern. Spiele ohne erwachsene Männer sollen die Atmosphäre in den Stadien seit 2011 zivilisieren und die Bilder von leeren Tribünen aus dem TV-Event Süperlig verbannen. Doch seit dem Manipulationsskandal von 2011 nahmen Polarisation und Politisierung im türkischen Fussball nur zu. Damals gewann laut türkischem Strafgericht Fenerbahce den Titel nur, weil der Klub Spiele gekauft hatte. Von der Uefa ist er für mindestens zwei Jahre aus allen europäischen Wettbewerben ausgeschlossen, Fenerbahce-Offizielle sind zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Der türkische Fussballverband aber erklärte, es habe keine erfolgreichen Manipulationen gegeben, und verhinderte den Zwangsabstieg von Fenerbahce und anderen in den Skandal verstrickten Klubs. Seither ist die Stimmung in den Stadien noch vergifteter.

    Zu den Istanbuler Derbys zwischen Besiktas, Galatasaray und Fenerbahce sind schon lange keine Gästefans zugelassen. Um mehr Sicherheit zu garantieren, wurde jüngst überstürzt ein E-Ticketing-System eingeführt. Führende Fanklubs boykottieren es, nicht zuletzt aus Datenschutzgründen. (zzs.)