Beiträge von snowcat

    interessant was regierungsrat mario fehr heute in der brack.ch fussball arena sagt: "wenn das foul als leichte körperverletzung taxiert wird, darf nur yapi selber klagen. wird es jedoch als schwere körperverletzung taxiert ist es ein offizialdelikt und der staat muss von sich aus tätig werden!"

    auch wenn es "nur" sport ist und in ausübung des berufes passiert ist: es war vorsätzlich! und somit eigentlich auch schwere körperverletzung.

    Zitat von Larry

    Eine andere Meinung:

    http://www.watson.ch/Front/articles…gestellt-werden

    Die ganze Geschichte ist einfach Scheisse! :(


    sehe ich ähnlich wie watson. ich bin nach wie vor der meinung, dass das kein gerichtliches nachspiel haben sollte.

    aber eben, ich kann die erste reaktion - unmittelbar nach dem spiel - von canepa durchaus nachvollziehen. 1. wegen dem schaden für den fcz, etwaige meisterträume sind hiermit bereits ausgeträumt, zu wichtig war yapi im fcz spiel und 2. wegen der art des fouls, welches ganz klar vorsätzlich war. das ist nicht einfach "dumm gelaufen"...

    Zitat von Sevi


    Einfach nur lächerlich dieser Typ...


    na ja...

    eigentlich bin ich auch der meinung, dass die justiz auf einem sportplatz nichts zu suchen hat.

    aber bei yapi sind - sehr wahrscheinlich - die kreuzbänder und seitenbänder gerissen und der meniskus zerfetzt. somit dürfte er ca. 1 jahr ausfallen. ausserdem ist dieses foul nicht aus dem spiel heraus geschehen, sondern war absolut vorsätzlich, also mit verletzungsabsicht. somit kann ich eine erste reaktion canepas durchaus nachvollziehen.

    FCZ-Trainer Meier geschockt: «Yapis Knie ist zerfetzt»
    http://blick.ch/3259682

    Zitat von ZüriBueb

    Nicht über alle Zweifel erhaben, was der FCZ heute zeigte. Die Chancenauswertung war katastrophal und um ein Haar hätte man gegen 9 Aarauer sogar noch das 1:1 bekommen.


    ein 1:1 wäre dann aber schon etwas viel ertrag gewesen für aarau. die ersten 70 minuten sind sie eigentlich nur durch die körperverletzung an yapi und pausenloses lamentieren aufgefallen.

    Zitat von Ecksen

    Spanien, Krise -> schon davon gehört?

    das war schon vorher so! und weil krise ist, wird die mannschaft zu hause auch nicht stimmungsmässig supportet? schau mal nach griechenland...

    Zitat von Champs-de-Mars

    Umso mehr schmerzt jetzt die Niederlage auf Zypern.

    s'glich hämmer alli au gseit uf de tribüne nach em match! isch aber würkli es geils mätchli gsi. de sieg isch nach em 3:2 nie in gfahr gsi. ha (zum glück) vergebes uf druckphase vo villareal gwartet. muess allerdings no igestah, dass ich en teil nume am rand mitübercho han, will ich intensiv ha müesse mit em mushu diskutiere... :razz:

    p.s. die spanischen fans kennen das begleiten ihrer mannschaften an auswärtsspiele nicht so wie wir bzw. den meisten anderen ländern. nicht nur international, ist in der primera división nicht anders. für südländer ein wenig enthusiastisches publikum. auch der heimsupport der (marginalen) fankurven hält sich jeweils in engen grenzen in spanien. zumindest in madrid und barcelona. heute zählten wir exakt 12 villareral fans, inkl. derjenigen auf der haupttribüne...hat natürlich den unbestrittenen vorteil, dass man von randalen in spanien jeweils nur von etwaigen meisterfeiern in madrid oder barcelona hört.

    http://www.nzz.ch/sport/fussball…rung-1.18419941

    us de hütige nzz:

    Bis Stockers Stunde schlug

    Nach dem Wechsel zu Hertha Berlin schaffte Valentin Stocker nicht sofort den Durchbruch. Er blieb ruhig. Weil er sicher war, dass seine Chance kommt. Er wusste sogar, wann genau. Von Benjamin Steffen

    Beginnen wir mit Jakob Hein. Jakob Hein arbeitet als Arzt und hat von Sport nicht viel Ahnung. Er bezeichnet sich selber als sportlich «anders begabten» Menschen, man darf wohl sagen: unbegabt. Aber Jakob Hein kennt Berlin. Er hat eine «Gebrauchsanweisung für Berlin» geschrieben, seit 1972 lebt er hier, und in diesen vielen Jahren will ihm kein Berliner untergekommen sein, «der im herkömmlichen Sinne positiv von der Stadt spricht». Das Bier ist zu warm, der Kaffee zu kalt, die Spree zu dreckig. Berlin, so der Eindruck, kann's niemandem recht machen.

    Deshalb könnten Berlin und Valentin Stocker ziemlich gut zusammenpassen.

    Stocker ist sportlich ebenfalls anders begabt, man darf wohl sagen: hochbegabt. Als Bub war er ein guter Kunstturner und ein starker Tennisspieler, aber er gab Fussball den Vorzug, kein schlechter Entscheid. In den letzten sieben Jahren gewann er mit dem FC Basel sechsmal den Meistertitel; letzte Saison verbuchte er in der Super League 13 Tore und 7 Assists. Es mochte Halbzeiten geben, in denen er fast unsichtbar war. Doch er verliess sich darauf, nicht ausgewechselt zu werden, und schlug nach der Pause zu. Bisher hat er 25 Länderspiele absolviert, aber ausserhalb Basels ist er auf etwas seltsame Art umstritten. Den einen ist er zu arrogant, den anderen zu weich; den einen ist er zu direkt, den anderen zu hinterhältig; die einen nennen ihn Grosskotz, die anderen Valentina. Ja, was nun?

    Wer ihn besser kennt, bezeichnet ihn als nachdenklich, reflektiert, schlau. Doch Stocker hat aufgehört, gegen das Image anzukämpfen, vor langer Zeit schon, obwohl er erst 25 Jahre alt ist. Er hat sich eine Gebrauchsanweisung zurechtgelegt für das Leben als Profi; darin steht, dass er unterscheiden muss zwischen sich als Menschen und sich als Fussballer - dass er nichts persönlich nehmen soll, was ihn, den Fussballer, betrifft.

    Kürzlich hätte es mal wieder Anlass gegeben für die Korrektur des öffentlichen Bildes. Im Sommer war Stocker zu Hertha Berlin gewechselt. Doch es dauerte vier Runden, bis er in der Bundesliga erstmals zum Einsatz kam. Und es dauerte sieben Runden, bis er erstmals von Anfang an spielte. In der Wahrnehmung vieler Schweizer war Stocker drauf und dran, zu versagen. Es gab Leute, die sich ins Fäustchen lachten. Und es gab Leute, die aufgeregte Sätze schrieben. «Das Drama von Stocker». Oder: «In kleinen Schritten aus der Krise?»

    Vier Jahre statt zwei Wochen

    Stocker selber wähnte sich nicht in der Krise und erlebte schon gar kein Drama. «Aber ich kann ja nicht jedem Schweizer ein anderes Bild in den Kopf hämmern. Es wurde dramatisiert, und eigentlich stört mich das. Aber ich habe begriffen, dass es so läuft. Ist halt so.»

    Es ist Mittwoch, die Hertha hat wieder einmal einen schlechten Tag erwischt. Am Abend zuvor ist sie mit einer peinlichen Niederlage zu Bett gegangen, out im Cup gegen Bielefeld, dritthöchste Liga. Stocker sitzt in einem Café in Charlottenburg-Wilmersdorf, es ist die Gegend, die zu seiner Heimat geworden ist, so fest eine Gegend in wenigen Wochen überhaupt zur Heimat werden kann. Das Olympiastadion, die Hertha-Heimstätte, ist in der Nähe, hier wohnt Stocker mit seiner Freundin, ebenso Fabian Lustenberger mit seiner Familie. Einst besuchte Lustenberger in Kriens ein Jahr über Stocker die Sportschule; seit 2007 spielt er in Berlin, er ist Captain und Stockers Integrationshilfe. Viel kennt Stocker noch nicht von Berlin; er könnte nicht mitreden, ob das Bier zu warm ist, der Kaffee zu kalt, die Spree zu dreckig. Er hatte anderes zu tun. Er hämmerte nicht am besseren Bild in den Köpfen anderer; er feilte an seiner Form.

    Die Saisonvorbereitung begann er mehrere Wochen nach den meisten Teamkollegen, weil er erst Anfang Juli von der WM heimgekehrt war. Der Coach Jos Luhukay befand, die körperliche Verfassung reiche noch nicht für Bundesligaeinsätze von Anfang an. Er wusste, dass Stockers Leistungen auf Interesse stossen würden, weil er mehrere Millionen gekostet hatte. So verfielen die Hertha-Chefs nicht in Eile. «Wir verpflichteten Valentin Stocker nicht für zwei Wochen, sondern für vier Jahre», sagt Michael Preetz, der Manager. Preetz kam 1996 als Spieler nach Berlin, er kennt Klub und Stadt, hat viele Spieler kommen sehen. «Ankommen und eingewöhnen, das braucht naturgemäss Zeit», sagt er. «Aber Valentins Situation war mehr für die Öffentlichkeit ein Problem als für den Klub.»

    Der 3. Oktober

    Luhukay liess Stocker schuften und im Nachwuchs Spielpraxis sammeln. Manchmal gab's drei Trainings pro Tag, die erste Einheit um halb acht. Stocker sagt: «Einige denken, ich hätte eine wahnsinnig schlimme Zeit erlebt. Ja, klar, es war nicht angenehm, zu trainieren, wenn die anderen bloss auslaufen; und ein zweites Mal zu kommen, wenn die anderen frei haben. Die Frage war: Nehme ich die Situation an oder nicht? Der Trainer sagte, er wolle mit mir einen Aufbau machen. Soll ich eingeschnappt sein und Nein sagen?»

    Nein. Denn als der 3. Oktober noch weit weg war, da versprach Luhukay Stocker, an diesem Tag werde er gegen Stuttgart erstmals von Beginn an spielen. Bis dahin hiess es: Extraschichten. «Valentin ist keiner, der sich davon einschüchtern lässt, das Aussergewöhnliche findet er spannend», sagt der Sportpsychologe Christian Marcolli. Er arbeitet seit Jahren mit Stocker zusammen, er ist sozusagen der Co-Autor der Gebrauchsanweisung fürs Profileben. «Sobald Valentin in Berlin war, erlebte ich ihn fast immer positiv», sagt Marcolli, «er war nie in einem Loch.»

    Doch in der Schweiz wusste kaum jemand, dass der 3. Oktober als der Tag von Stockers Premiere in der Startformation definiert war. Vielmehr war die Geschichte schnell gestrickt. Die Geschichte eines Verlierers. Die Fortsetzungsgeschichte der WM, an der Stocker im ersten Spiel gegen Ecuador eine Halbzeit lang eingesetzt worden war. Und danach nie mehr. Die erste Halbzeit gegen Ecuador war nicht gut, von Stocker nicht und einem halben Dutzend anderer Schweizer nicht. Doch Stocker war der Einzige, dem der Nationalcoach Ottmar Hitzfeld keine Chance gab, den schlechten Eindruck zu korrigieren.

    Es war nicht wie in Basel, wo er verschwinden und in der zweiten Halbzeit zuschlagen durfte. Das Handeln von Hitzfeld, das Votum gegen Stocker hatte eine schwer fassbare Absolutheit, zumal die WM Hitzfelds Abschied war. Stocker arbeitet diese Situation lieber für sich selber als öffentlich auf, er sagt: «Im Fussball geht es oft um den richtigen Moment. Es gibt so vieles, was Einfluss hat, manchmal kannst du etwas dafür, manchmal nicht.»

    Hitzfeld ging, Vladimir Petkovic kam. Doch Stockers Situation änderte sich bedingt. Im ersten EM-Qualifikationsspiel im September gegen England fiel die fehlende Spielpraxis insofern ins Gewicht, als Stocker ein Aufgebot erhielt, aber keine Einsatzzeit.

    Und es kam der 3. Oktober.

    Um 15 Uhr gab Petkovic in Luzern das Kader für die Länderspiele gegen Slowenien und San Marino bekannt. Ohne Stocker, der bis dato erst zweimal eingewechselt worden war.

    Kurz darauf setzte sich Luhukay in Berlin mit Stocker zusammen. Gegen aussen mochte Luhukay manchmal verwirrend kommuniziert haben, doch gegenüber Stocker hielt er Wort. Am 3. Oktober sagte er Stocker, er spiele gegen Stuttgart von Anfang an, wie versprochen; auch in den nächsten Partien werde er in der Startformation stehen, das könne er dem Nationalcoach sagen. Stockers Antwort: «Trainer, ich habe kein Aufgebot erhalten.»

    Danach der Abend, das Spiel gegen Stuttgart. Stocker wusste: Das ist meine Chance. Wenn die WM für etwas gut gewesen war, dann für diese Erkenntnis: Verlasse dich nicht auf die zweite Halbzeit. Er hatte sich mit Marcolli darüber unterhalten - es gab eine Gebrauchsanweisung für diesen einen Abend: Nicht schauen, wie der Match läuft, sondern rennen, von allem Anfang an, unermüdlich. Stocker absolvierte 12,3 Kilometer, er gab zwei Assists. Preetz sagt: «Und dann ging's los, und zwar richtig gut. Das kann man auch mal sagen - das muss man nicht unbedingt erwarten, wenn jemand in einer neuen Mannschaft erstmals von Anfang an spielt.»

    Seither behauptete sich Stocker, auch am Sonntag gegen Paderborn wird er von Anfang an im Mittelfeld erwartet. Damit rückt die Nationalmannschaft wieder näher. Stocker würde einem Aufgebot Folge leisten, klar. Aber das Nationalteam bleibt ein Thema, das nicht einfach ist. Stocker redet nicht gern darüber, wohl auch, weil er selber noch gar nicht weiss, was er darüber denken soll. Vielleicht fürchtet er, in die Rolle von Alex Frei und Marco Streller zu fallen, seinen früheren Kollegen im FCB und im Nationalteam, bis sie 2011 aus der Auswahl zurücktraten. Frei und Streller waren geduldete Leader, wenn's gut lief - und die ersten Buhmänner, wenn's schlecht lief.

    Wie damit umgehen? Bei Jakob Hein heisst ein Satz: «Kurzum, man setzt sich hin und wartet, dass die Welt an einem vorbeirotiert.»

    Vielleicht hat Stocker mit Berlin einen ganz guten Platz gefunden, um die Welt an sich vorbeirotieren zu lassen. Denn sie passen in der Tat gut zusammen, Stocker und die Stadt. Weil sie ihn lernen und wachsen lässt.

    auch dieses jahr will offensichtlich niemand meister werden bzw. den fc basel an einem weiteren titel hindern…

    sicher, der fcz hatte auch gestern ein chancenplus. ein eckballverhältnis von etwa 8:2. klar, könnte man jetzt auch die 2 ausbleibenden penaltypfiffe erwähnen. aber die niederlage gestern war keinesfalls unglücklich und zeichnete sich eigentlich schon vor dem spiel ab. zumal der gegner noch der fcl war, gegen den man nun schon seit 13 spielen sieglos ist und die meisten davon gar verloren hat.

    der fcz spielte schon gegen niederhasli nicht wirklich gut, damals war der gegner aber so was von grottenschlecht, dass die wirkunsglosigkeit der kreativabteilung, namentlich chiumiento und tschikahui keine grosse bedeutung hatte. anders gegen st. gallen, da holte man einen eher glücklichen punkt. auch gegen sg: chiumiento und tschikahui totalausfälle.

    der grosse (personelle) unterschied des fcz im vergleich zur letzten saison sind unsere „doppel 6“ kukeli und yapi. diese sorgten bisher dafür, dass unsere sehr fehleranfällige verteidigung nicht allzu überbeschäftigt war. wenn nun also diese 2 nicht spielen, die kreativen mehr mit sich selber als mit dem gegner beschäftigt sind und die verbleibenden die letzte leidenschaft vermissen lassen, dann ist der fcz der saison 2014/2015 genau wieder auf dem level des fcz der saison 2013/2014.

    us de hütige "schweiz am sonntag":


    Der Letzte düpiert den Ersten

    Nach sechs Niederlagen und sechs Unentschieden gelingt dem FC Luzern im 13.Spiel der Befreiungsschlag. Und der erste Sieg unter dem neuen Trainer Markus Babbel. Von Markus Brütsch

    Neue Besen kehren manchmal doch gut. Nicht nur im Haushalt, sondern auch auf dem Fussballplatz. Nach dem 1:1 gegen Vaduz und dem 1:2 im Cup gegen Aarau gewann der FC Luzern beim 3:2 im Letzigrund gegen den FC Zürich erstmals unter dem neuen Trainer Markus Babbel; und erstmals in dieser Saison überhaupt. Der überraschende Sieg des Tabellenletzten beim bisher zu Hause ungeschlagenen Leader war nicht gestohlen, aber dennoch glückhaft. Denn gleich zwei Mal hätte Schiedsrichter Adrien Jaccottet dem FCZ einen Penalty zusprechen müssen. Nach einer Stunde, Luzern führte 2:1, wurde Franck Etoundi vom unvermutet aufgestellten Luzerner Verteidiger Fidan Aliti penaltyreif gefoult; und als beim Stand von 2:3 ein Freistoss von Francisco Rodriguez in der 92. Minute von der Luzerner Mauer abprallte, forderten die Zürcher einen Strafstoss, weil Remo Freuler den Ball mit dem Arm abgewehrt hatte.

    Das Husarenstück der Gäste war umso erstaunlicher, als sie mit François Affolter einen Innenverteidiger besassen, der dem FCZ dessen zwei Tore auf dem Silbertablett serviert hatte. Dass FCZ-Captain Yassine Chikhaoui mit einem Foulpenalty nach 35 Minuten seinen sechsten Saisontreffer und den 1:1-Ausgleich erzielen konnte, war einem dämlichen Foulspiel Affolters gegen Etoundi zu verdanken. Und dass der FCL in der Schlussphase noch einmal ins Zittern geriet, hatte seinen Ursprung in einem fahrlässigen Ballverlust Affolters an Etoundi, der Amine Chermiti eine Viertelstunde vor Schluss den 2:3-Anschlusstreffer ermöglichte. «Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Affolter ausgezeichnet gespielt», nahm Babbel den Sünder in Schutz.

    Dieser konnte sich am Ende bei David Zibung bedanken. Der viel gescholtene Keeper hatte mit einer starken Parade in der 94. Minute nach einem Schuss von Etoundi das 3:3 verhindert. Weil Zibung schon in der 6. Minute mit einer Glanztat gegen den glücklosen Kameruner einen frühen Luzerner Rückstand vereitelt hatte, sagte Babbel: «Ich hoffe jetzt, dass diese elende Diskussion um unseren Torhüter aufhört.» Verblüffend am Sieg der Gäste war auch, dass diese erstmals in dieser Saison drei Tore zustande gebracht hatten, obwohl Babbel den angeschlagenen sechsfachen Torschützen Marco Schneuwly erst in den Schlusssekunden auf den Platz geschickt hatte.

    Weil aber Freuler nach einem Foul von Philippe Koch an Dario Lezcano einen Foulpenalty sicher zum 1:0 (27.) verwertete, der oft als «Chancentod» verschriene Lezcano beim 2:1 (48.) endlich wieder einmal ins Netz traf und schliesslich Koch den Schuss des überragenden Jakob Jantscher beim 3:1 (72.) nur noch ins eigene Tor verlängern konnte, schlug sich Schneuwlys Absenz nicht im Ergebnis nieder.

    Die Luzerner bestätigten eindrücklich, weshalb sie der Angstgegner des FCZ sind. Dieser hat gegen die Zentralschweizer in den letzten 13 Spielen nur einmal gewonnen, seit sechs Partien gar nicht mehr. «Wir haben bei den Gegentoren zu viele individuelle Fehler gemacht», monierte Urs Meier. Als FCZ-Trainer hat er in acht Begegnungen mit Luzern nur einmal gewonnen. Weil Sperren und Verletzungen den Kader ausgedünnt hatten, liess Meier seinen Offensivstar Chikhaoui auf der «Sechs» im defensiven Mittelfeld spielen. Der Tunesier erledigte diesen Job nicht schlecht, doch fehlten dadurch seine Ideen im Angriffsspiel. Und es war ein weiterer Grund, weshalb es möglich war, dass der 21 Punkte hinter dem FC Zürich zurückliegende Tabellenletzte den Leader auswärts bezwingen konnte. Ein Beweis auch, wie ausgeglichen es in der Zehnerliga zugeht; aber ebenso, dass es dieser an echten Spitzenteams fehlt.

    Zitat von Larry

    einmal mehr eine dieser überkonstruierten geschichten eines gelangweilten sportjournalisten.

    der africa cup dauert bis 7. februar. dann beginnt der fcz die rückrunde in st. gallen. das nächste spiel steht dann 1 woche später gegen thun an. im äussersten extremfall fehlen die spieler also im 1. spiel der rückrunde. dafür müssten aber tunesien und kameroun den final bestreiten...

    und der vorbereitung kommt auch nicht die bedeutung zu wie auch schon. spielt der fcz doch schon seit längerem in dieser formation und mit dem selben system.

    Zitat von Larry

    Mein Leoni.

    Ich war meist happy mit ihm und sein Abgang war ein grosser Fehler - für ihn!

    keiner dieser erfolge ist wegen leoni geschehen, allerdings auch nicht trotz ihm. er war einfach ein nicht schlechter nla goalie. so wie das da costa jetzt auch ist. aber sämtliche erfolge hätte der fcz auch mit einem anderen torhüter geholt. auch mit einem da costa vom jetzigen level.

    das heutige unentschieden geht in ordnung. warum stellte der fcz das spielen ein nach dem 1:0? schade...da costa heute einmal mehr sehr stark dieses saison. ein torhüterproplem hat der fcz wirklich nicht!

    man könnte im untenstehenden satz auch den namen leoni durch da costa ersetzen, das zitat trifft exakt für beide zu! darum: für mich gilt nach wie vor, leoni war/ist kaum besser als piu!

    Nicht viele Schweizer Torhüter haben so viel erreicht. Doch unbestritten war Leoni nie. Wegen ein paar Patzern. Und vielleicht wegen der fehlenden Ausstrahlung.

    NZZ vo hüt:

    Ganz unten

    Aserbaidschan und der FC Sion - wer wird da schon glücklich? Johnny Leoni und Xavier Margairaz waren einst mit dem FC Zürich sehr erfolgreich. Dann kam der Bruch. Von Samuel Burgener

    Hauptsächlich ist Johnny Leoni in diesen lauen Herbsttagen Vater und Sohn. Erst am Abend fährt er von Sitten ins Dörfchen Le Mont-sur-Lausanne, um zu arbeiten. Eine Stunde mit dem Auto. Manchmal dauert's länger. Manchmal ist Stau. Es stockt halt grad im Leben.

    Als Goalie gewann Leoni mit dem FC Zürich 2005 den Cup und 2006, 2007 und 2009 die Meisterschaft. Er spielte in der Champions League und war Teil einer erfolgreichen Nationalmannschaft. Nicht viele Schweizer Torhüter haben so viel erreicht. Doch unbestritten war Leoni nie. Wegen ein paar Patzern. Und vielleicht wegen der fehlenden Ausstrahlung. Als er das Grand Café am Bahnhofplatz in Sitten betritt, erkennen ihn die Leute nicht. Es ist noch leiser geworden um ihn, als es immer war. Wie konnte das passieren?

    Im Sommer 2012 verliess Leoni den FCZ. Nach neun Jahren. Er hatte ein Angebot zur Vertragsverlängerung abgelehnt, wollte ins Ausland. Er war wie besessen davon, etwas von der Welt zu sehen. Der zypriotische Klub Omonia Nikosia machte eine konkrete Offerte. «Eine gute», wie Leoni sagt.

    Viele Leute glaubten damals, Leoni hätte auf eine bessere warten sollen.

    Xavier Margairaz sitzt in einem Sessel in der Weinbar Tomate bleue. Monthey, eine Industriestadt im Chablais. Er trägt einen Kapuzenpulli, trinkt Grüntee und redet so langsam wie immer. Er war dabei, als Leoni und der FCZ Erfolg hatten. Er war im Klub zuerst ein grosses Talent und dann ein guter Spieler. Nach dem zweiten Meistertitel wechselte er nach Spanien zu Osasuna. Nach anderthalb Jahren kehrte zum FCZ zurück, wurde wieder Meister, war Nationalspieler. Im Januar 2012 machte der FC Sion ein Angebot, das er nicht ablehnen konnte. Er freute sich auf Abgeschiedenheit und Stille im Wallis.

    Aber der FC Sion ist nicht der richtige Klub, wenn man Ruhe haben möchte.

    Margairaz' Start im Wallis war gut. Er war in Form, Sitten Leader und das Tourbillon proppenvoll. Doch die Freude währte kurz. Der Präsident Christian Constantin wirbelte, Trainer und Spieler mussten gehen. Im Frühjahr 2013 wurde der italienische Weltmeister Gennaro Gattuso nach Wochen des Chaos als Spielertrainer entlassen. Sitten verlor ein Heimspiel gegen die Grasshoppers 0:4 und Margairaz die Fassung. Nach Spielschluss lief er, angetrieben von Wut und Verzweiflung, auf die Tribüne. Er schimpfte in Richtung Constantin, musste zurückgehalten werden.

    Boulevardmedien schrieben tags darauf, Margairaz habe Constantin einen Hurensohn genannt. Das hatte er nicht. Aber vielleicht hatte er sich in diesem Moment die Karriere kaputtgemacht. Mit Constantin streitet man besser nicht. Er ist sehr geübt darin.

    «Baku war wie im Militär»

    Johnny Leoni fühlte sich wohl auf Zypern. Die Menschen waren herzlich. Doch er durfte nicht spielen. Nach einiger Zeit suchte Omonia einen Klub für ein Leihgeschäft. Nur Neftschi Baku aus Aserbaidschan hatte Interesse. Leoni wollte nicht dahin, und ging trotzdem. Zwei Wochen war er da, verstand die Mitspieler nicht. Ausser dem Trainingsgelände hat er nichts gesehen. Kein Geschäft. Kein Restaurant. «Es war wie im Militär», sagt Leoni. Als er fünf Tage frei hatte, flog er in die Schweiz. Sein Visum verlor die Gültigkeit. Er ging zurück nach Zypern. Trainieren, ausharren, türkischen Tee trinken.

    Im Sommer 2013 wechselte er zu Maritimo Funchal auf die Insel Madeira. Portugal, höchste Division, ein Zweijahresvertrag, immer 25 Grad. Am Anfang ein paar Einsätze, dann eine Verletzung. «Es wäre schon alles gut gekommen», sagt Leoni. Doch dem Vater ging es immer schlechter. Krebs. Leoni löste den Vertrag auf und kehrte in die Schweiz zurück. Viele Koffer, wenig Perspektive.

    Im August suchte nur Le Mont einen Goalie. Ein Dorfklub oberhalb von Lausanne, ein Sportplatz im Grünen. Der Aufsteiger in der Challenge League. Und der Vater ist so krank, dass es nicht mehr besser wird.

    Leoni hat eine Frau und zwei Kinder. Er verdient wenig bei Le Mont. Weil er die vergangenen zwei Jahre im Ausland war, erhält er von der Arbeitslosenkasse keine Kompensationsleistungen wie andere Spieler, die früher gute Verträge hatten und so mindestens 7000 Franken kriegen. Diese Saison ist für ihn ein Übergangsjahr. Spätestens im Sommer will er wieder in der Super League spielen. Oder bei einem guten Klub in der Challenge League. Er wohnt in Savièse, einem Dorf oberhalb von Sitten, in der Nähe der Eltern, wo er in den dickeren Jahren der Karriere ein Haus gekauft hat. Der Sohn wird im nächsten Jahr eingeschult. Wenn es nichts mehr wird mit einem Schweizer Klub, sucht er sich eine Stelle oder eine Ausbildung in der Region. Er schloss damals die Handelsmittelschule ab.

    Leoni, Bürstenschnitt wie eh und je, lehnt sich zurück und sagt: «Ich würde alles wieder so machen. Und wenn das Zeugs dann mal vorbei ist, bin ich auch glücklich.»

    Das Zeugs ist der Fussball, dieses undurchsichtige Geschäft. Und dieser Moment ist der einzige, in dem die Verbitterung durchdringt. Dann surrt das Handy. Jemand vom Militär. Leoni soll in einen Wiederholungskurs. Er lacht, schüttelt den Kopf. Es ist das bürgerliche Leben, dass ihn gerade einholt.

    Washington? Sheffield? Blackpool?

    Nach dem Rencontre mit Constantin hatte Margairaz keine Zukunft im Klub, obschon er einen Vertrag bis 2015 besass und gerne geblieben wäre. Er musste gehen, doch frei war er nicht. Constantin hatte viel Geld in ihn investiert. Und wenn es um Geld geht, kennt der Patron kein Pardon. Margairaz reiste nach Washington, hatte ein Angebot von DC United, einem Klub der Major League Soccer. Doch der FC Sion sperrte die Dokumente. Die Sache war juristisch aufgeladen. Constantin hat einen sehr guten Anwalt. Im nächsten Jahr muss Margairaz vor dem Internationalen Sportgerichtshof in Lausanne aussagen.

    «Ich habe keinen Groll auf Constantin», sagt er. «So ist das Business.»

    Im Winter kam Margairaz bei Servette in Genf unter. Das passte viel zu gut: ein Klub und ein Spieler, die mal zu den Grossen im Land zählten und nun am Boden lagen. Zehn Spiele machte Margairaz. Es war kein gutes dabei. Ohne die Vorbereitung mit dem Team war der Körper nicht bereit.

    Margairaz, Waadtländer, 30 Jahre alt, Vater zweier Kinder, hat keine Mühe damit, arbeitslos zu sein. Er sagt, der Gang aufs Arbeitsamt sei jedes Mal eine gute Erfahrung. Hier spiele das Leben und nicht im Stadion. Er hat viel nachgedacht im vergangenen Jahr und viel gelernt. Es sei ganz gut, wenn man von diesem harten Trip mit der Fussballdroge mal runterkomme. Nur das Leben in der Kabine fehle ihm. Die Kollegen. Er fährt jeden Tag ins Fitnesscenter der Universität Lausanne. Regelmässig trainiert er abends mit dem 1.-Liga-Klub FC Martigny. Sein Agent sucht einen Klub. Margairaz ist für alles offen. Am liebsten ginge er ins Ausland. Vor einem Monat war er bei Sheffield Wednesday im Testtraining, früher mal bei Blackpool. Die zweithöchste Liga Englands hätte ihn gereizt. Die Frau ist Engländerin, und Margairaz hat sich viel Neugierde bewahrt. Und etwas von der Sehnsucht, die Leoni irgendwo verloren hat.

    Margairaz hat keine Mühe mit der Vorstellung, den Fussball irgendwann hinter sich zu lassen. Er hat wie Leoni eine Ausbildung gemacht und viele Ideen für danach. «Aber», sagt er und fährt sich durchs Haar, «noch bin ich nicht so weit.»

    Zitat von Mushu

    Etoudi?
    Han i nöd würkli guet gfunde.

    S'Goal isch d'Leischtig vom Schönbi, aber er isch wenigschtens am richtige Ort gsi.

    Suscht? Vill Engagement, das isch war, aber:
    - kum en Ball suber ahgno,
    - kein Pass,
    - alles verschtolperet,
    - immer hänge bliibe

    Und wo's doch mal klappt hät, hät er d'Schussmöglichkeit verpasst ...

    abgseh vo mier hät schinbar au de etoundi selber en andere gladbach match als de mushu gseh... :floet:

    Der Kameruner überstand schliesslich aber auch den Jubel unbeschadet und gab sich hinterher zufrieden. Halbwegs zufrieden jedenfalls. In erster Linie freuten ihn die drei Punkte der Mannschaft, sagte er, das Derby zu gewinnen, sei super. Aber die eigene Leistung? Die wollte er nicht überbewertet haben, den beiden Toren zum Trotz. «Ich war schon besser», sagte er. Das Spiel im EuropaLeague-Gruppenspiel gegen Mönchengladbach beispielsweise, das sei ein gutes gewesen. Gegen GC nun hat er sich «nicht wohl und richtig fit gefühlt».