Beiträge von snowcat

    Zitat von Sbornaja

    Jede Rappe Wert!!

    das wäre er, wenn er mindestens 3/4 der spiele auf seinem höchsten level spielen würde und seine verletzungen sich im normalen rahmen bewegen würden. aber dann hätte er höchstens 2 saisons in zürich gespielt.

    ausserdem: lieber 3 spieler die 500'000 verdienen, als 1 tschikahui, bringt dem club sportlich (bedeutend) mehr.

    p.s. denke aber, dass dieser betrag schon stimmt. die lohnsumme von gut 700'000 wurde ja schon immer genannt. man hat einfach seine quartalszahlungen "vergessen" zu erwähnen...

    da no zum thema "vollpfoschte" canepa en bitrag us de hütige nzz:


    Der Cup-Final und seine Folgen aus objektiver Sicht

    Mit dieser Geschichte ist es wie mit einem Fanmarsch: Man weiss nicht genau, wo der Anfang ist. Bei der Gründung von Bern 1191? Bei der Einführung des Schweizer Fussball-Cups 1925? Bei der Wahl Ancillo Canepas 2006 zum Präsidenten des FC Zürich? Starten wir deshalb der Einfachheit halber so, wie einst alles begann, mit einem Montag.

    Ostermontag. Fans des Fussballclubs Zürich (kurz: FCZ) reisen nach Bern. Im Cup-Final trifft der FCZ auf den FC Basel (kurz: FCB). Als die FCZ-Fans durch die Strassen ziehen, rufen sie «Scheiss-YB». Die Young Boys (kurz: YB) nehmen am Final indes nicht teil, weil sie letzten Herbst dem FC Le Mont Lausanne (kurz: Fussballzwerg) unterlagen.

    Der Sicherheit zuliebe haben die Berner Behörden für den sogenannten FCZ-Fanmarsch eine Route vorgegeben. Demzufolge müssten sich die FCZ-Fans vor dem Münster versammeln; auf dem Weg vom Bahnhof zum Münster werden die Zürcher aber von Müdigkeit, Orientierungslosigkeit oder anderen schwarzen Mächten überwältigt und rasten auf dem Bärenplatz. Logische Folge: Ausschreitungen, Plünderungen.

    Im Final zeigt der Schiedsrichter Patrick Graf gegen Basel eine diskutable rote Karte.

    Der FCZ siegt, Canepa sagt: «Der Schiedsrichter war sehr objektiv, Kompliment.»

    Graf sagt später: «Weiterspielen zu lassen, wäre der richtige Entscheid gewesen.»

    Dienstag. Titel auf blick.ch: «Die ehrliche Haut aus dem Emmental.» Gemeint ist Graf. Er sei Geschäftsstellenleiter einer Bank; Ort und Name derselben werden auch verraten. Via Google lassen sich Grafs E-Mail und Telefonnummer leicht eruieren. FCB-Fans verplempern kaum mehr Zeit, wenn sie nach der Müllhalde ihres Zorns fahnden. So was nennt sich Leserservice. Soll den Baslern ja nicht so ergehen wie den FCZ-Fans, die das Münster suchten und den Bärenplatz fanden.

    Mittwoch. Canepa sagt in der NZZ: «Unsere Fan-Verantwortlichen sagten mir, am Marsch seien Leute dabei gewesen, die sie noch nie zuvor gesehen hätten. Da liegt der Verdacht nahe, dass Krawall-Touristen dabei waren.» Sehr objektiv, Kompliment.

    Donnerstag. Manuel Willi, der Chef der Berner Regionalpolizei, sagt im «Tages-Anzeiger»: «Unsere Szenekenner haben 77 Prozent der 44 Festgehaltenen eindeutig der Zürcher Fan-Szene zugeordnet.» Erstaunlich.

    Der «Blick» schreibt: «Mord-Drohungen gegen Cup-Final-Schiri!» Erstaunlich.

    Freitag. Der Schweizerische Fussballverband gibt bekannt, er kandidiere nicht für die Durchführung von Euro-Spielen 2020.

    Richtig so! Fehlte uns ja noch, eine Masseneinwanderung ausländischer Fans - wie an der Euro 2008, als Holländer Bern überschwemmten. Die holländischen Fans waren verdächtig andersartig, freundlich und gesittet. Wie Friedenstauben, objektiv gesehen.

    für alli wo findet de canepa sich en katastrophale präsi...guet, i gwüsse beziehige isch er scho en vollpfoschte, aber finanziell isch de verein üsserscht korrekt und transparent gfüehrt. au wenn d'rechnig nöd ufgaht. wür sie das aber, wür de fcz mit lausanne um de abstieg spille...

    mer chas aber au eso mache wie niederhasli under em spadaro, 10 millione ineh und 30 millione usgeh. sind alti gschichte, ich weiss! würkli?

    ha mal gseit, wenn gcn das jahr meister wird, händs finanziell 2 ruhigi saisons. ha mi girrt, es git nur 1 ruhigi bis alles wieder vo vorne afangt...vo wege gcn dörf und basel muess meischter werde. uf grund vo de finanze isch es genau umgekehrt!

    guckst du, nzz vo hüt:


    Erfolgreich, aber teuer

    Die Saison der Grasshoppers kostet viel mehr, als bisher bekannt. Die Ausgaben erreichen fast 30 Millionen Franken. Das lohnt sich nur, wenn GC Meister wird. Von Flurin Clalüna

    Man kann sich leicht vorstellen, wie dieser gewissenhafte Berner Architekt erschrocken ist, als er Mitte Dezember das wahre Ausmass der Geldsorgen der Grasshoppers erkannt hat. Im Büro von Stephan Anliker in Langenthal liegen die Sichtmäppchen mit Geschäftsunterlagen ordentlich auf dem Schreibtisch, fast schon militärisch ausgerichtet. Anliker ist seit Februar offiziell GC-Präsident, und seine erste Amtshandlung war der Griff an die Notbremse. Er hat das unaufgeregt getan, fast unbemerkt von der Öffentlichkeit. Aber wie ernst die Lage nach der Entlassung seines Vorgängers André Dosé wirklich war, wird deutlich, wenn Anliker sagt: «Ich bin positiv überrascht, dass wir sportlich wieder so erfolgreich sind. Im Winter mussten wir eine finanzielle Sanierung durchführen.» Zum x-ten Mal in den letzten Jahren.

    Die Grasshoppers spielen wieder um den Meistertitel, wie vergangene Saison, obwohl man ihnen dies nach den vielen Wechseln in der Führung und der Mannschaft kaum zugetraut hatte. Heute Sonntag könnten sie mit einem Sieg bis auf einen Punkt an den Leader Basel heranrücken. Aber dieser Erfolg ist teuer erkauft, viel teurer, als bisher angenommen. Die letzte Saison schloss GC mit einem Minus von drei Millionen Franken ab. Und in dieser Spielzeit dachte man, die Grasshoppers würden mit einem Budget von rund 22 Millionen operieren. Aber Anliker sagt: «Das genügt bei weitem nicht in dieser Saison.» Er möchte sich nicht auf eine Zahl festlegen, aber Recherchen zeigen, dass die Ausgaben nahe an 30 Millionen Franken heranreichen. Man muss sich vor Augen führen, was das bedeutet: Bei ordentlichen Einnahmen von 10 bis 12 Millionen Franken (ohne Transfers und Gönnerbeiträge) geben die Grasshoppers in dieser Saison deutlich mehr als doppelt so viel aus, wie sie Einkünfte generieren. Das würde sich nur lohnen, wenn GC Meister werden und unverhofft im Geldregen der Champions League stehen würde. Anliker sagt: «Ich bin zu pragmatisch, um darauf zu hoffen.»

    Bis Mitte Dezember, bis zur Freistellung von André Dosé, war das Ausgabenwachstum praktisch ungebremst. Anliker sagt: «Hätten wir nichts unternommen, GC wäre Ende 2013 illiquid gewesen. Die Bilanz war überschuldet.» Dass die Situation nicht mehr existenzbedrohend ist und die Grasshoppers die Saison ohne Verlust abschliessen werden, liegt an den Winterverkäufen von Izet Hajrovic und Milan Vilotic. Rund sechs Millionen Franken hat GC dank den Transfers eingenommen. Die Spieler haben Galatasaray und die Young Boys zwar mehr Geld gekostet, etwa acht Millionen, aber nicht alles floss in die Kasse der Grasshoppers. Schon im Sommer hatte GC dank dem Wechsel Steven Zubers nach Moskau fünf Millionen Franken verdient.

    Zusammen mit den Zuwendungen von 4,5 Millionen Franken der «Owners», der GC-Besitzer, konnte das Budget ausgeglichen werden. Sogar für kleinere Ausgaben reichte das Geld noch; knapp zehn Prozent der Transfereinnahmen wurden wieder investiert - in den jungen Israeli Munas Dabbur und den Verteidiger Sanel Jahic. Anliker sagt, seiner Meinung nach sei die Mannschaft jetzt noch besser als letztes Jahr, als sie unter dem Trainer Uli Forte Cup-Sieger wurde. «Aber wir hatten auch etwas Glück, dass alles so gut aufgegangen ist. Es wird nicht jedes Jahr so sein.» Deshalb werden die Grasshoppers in der nächsten Saison die Kosten senken. Das Budget, das sie bei der Lizenzbehörde der Liga eingegeben haben, liegt bei rund 20 Millionen Franken. Erstinstanzlich hat GC jedoch keine Lizenz bekommen - aus finanziellen Gründen. Anliker sagt, das habe ihn getroffen. «Wir sind seriöse Geschäftsleute, und jetzt vergleicht man uns indirekt mit Hochstaplern wie Bulat Tschagajew von Xamax.» Die Grasshoppers haben Unterlagen nachgereicht, und der GC-Verwaltungsrat mit finanzkräftigen Mitgliedern wie Heinz Spross oder Reinhard Fromm bürgt für bisher ungedeckte Ausgaben.

    Die Finanzen ins Gleichgewicht zu bringen: Das ist eine Aufgabe, an der vor Anliker in den letzten zehn Jahren sechs Präsidenten gescheitert sind. Anliker aber sagt: «Wir werden in der nächsten Saison mit Sicherheit mehr Sponsoringeinnahmen haben.» Auf diese Prognose lässt er sich festlegen. Die Vermarktungsfirma IMS hat seit Februar ein Beratungsmandat für GC. Ein Jahr lang wird sie ihr Know-how einbringen. Dass die Agentur ihr Geschäft versteht, hat sie bei der Vermarktung des Eishockeyklubs SC Bern bewiesen.

    Die Grasshoppers werden auch deshalb auf Mehreinnahmen angewiesen sein, weil sie ab der Saison 2014/15 nicht mehr auf gleich viele «Owners» zählen können wie heute. Bisher waren es 15 Einzelpersonen oder Gönner-Gruppen, die jedes Jahr 4,5 Millionen Franken zahlten, um das strukturelle Defizit zu decken; bald werden es noch zwölf sein. Und immer noch spannen sie das Sicherheitsnetz, ohne das GC nicht überleben könnte. Denn etwas soll unangetastet bleiben: die 1. Mannschaft. Zehn Millionen Franken kostet sie, und das soll so bleiben. «GC hat weiterhin den Anspruch, in der Schweiz ein Spitzenklub zu sein», sagt Anliker, «die 1. Mannschaft darf nicht leiden, ihr Erfolg bleibt die Grundvoraussetzung für unsere Entwicklung.»

    es gaht vorwärts i rieseschritt! super! spöteschtens 2078 staht in züri es fuessballstadion! :geil:

    us de hütige schweiz am sonntag:


    Zürcher Stadion: Sieger machen neuen Vorschlag

    Die Stadt Zürich nimmt einen weiteren Anlauf für ein reines Fussballstadion. In wenigen Tagen läuft die Eingabefrist für neue Projekte ab. Mit dabei sind die ursprünglich vorgesehenen Architekten für ein neues Stadion auf dem Hardturm-Areal. Das Badener Architekturbüro Burkard Meyer wird bis Mittwoch einen überarbeiteten Vorschlag einreichen, sagt Adrian Meyer, Partner des Architekturbüros, auf Anfrage. Im Februar hatte die Stadt unter dem Titel «Neues Fussballstadion» potenzielle Investoren angeschrieben. Diese wurden aufgefordert, bis Ende April auf acht bis zwölf Seiten ihr Vorhaben darzustellen. Wie viele Vorschläge eingegangen sind, will die Stadt erst Anfang Mai offenlegen.

    Bereits 2012 hatte sich Burkard Meyer gegen elf Architektenteams aus fünf Ländern durchgesetzt und den Zuschlag für ein neues Stadion auf dem Hardturm-Areal erhalten. Allerdings scheiterte das Projekt vergangenen September an der Urne. 50,8 Prozent der Zürcher lehnten die Vorlage ab. Der Kredit für das Projekt – samt Grundstückkosten, Parkgarage und Stadionplatz – belief sich auf 216 Millionen Franken.

    Die neuen Vorschläge legen den Fokus stärker auf die Mantelnutzung des Stadions und andere Formen der Querfinanzierung. Ziel ist es, den Beitrag der öffentlichen Hand möglichst tief zu halten. Das Interesse der Fussballklubs ist weiterhin vorhanden. Bereits kurz nach der Abstimmung hatten FCZ und GC Alternativen ins Spiel gebracht.

    Einen Entscheid, ob doch noch ein neues Stadion auf dem Hardturm-Areal entsteht, fällen die Stadt und Credit Suisse nach den Sommerferien. Die CS hat ein Rückkaufsrecht, falls auf dem Areal kein Stadion gebaut wird. Sie wartet die neuen Vorschläge ab.

    Zitat von snowcat

    züri und basel händ ihres Kontingent vo 9000 tix i zwei tag verchauft gha. villicht sött mer halt nöd 12000 tix für de verband und sponsore reserviere... :nixwiss:

    habe ich soeben in der tv zeitschrift tele gelesen. ein interview mit alex miescher, generalsekretär des schweizerischen fussballverbandes:

    tele: berns sicherheitsdirektor sagt, der sfv hätte das geschehen ausserhalb der stadien bisher vernachlässigt. zu recht?

    miescher: nein. wir sagen einfach ehrlich, auf welche zuschauer wir direkt einfluss haben: als organisator können wir die masse, die friedlichen fans kontrollieren, indem wir schon um 14 uhr anpfeiffen. stichwort: alkoholprävention. oder indem wir das stadion nicht ganz füllen. aber was sollen wir gegen gewaltinteressierte gruppen tun – etwa wenn ganze busse mit krawalltouristen einfahren?

    Zitat von Larry

    vor nur 23 312 Zuschauern (geringster Finalbesuch seit 2004) :roll:

    züri und basel händ ihres Kontingent vo 9000 tix i zwei tag verchauft gha. villicht sött mer halt nöd 12000 tix für de verband und sponsore reserviere... :nixwiss:

    us de hütige nzz:

    Die Krönung der Perfekten

    Die ZSC Lions haben die Meisterschaft dominiert wie niemand mehr seit dem «Grande Lugano». Die Struktur ihrer Organisation wird das Schweizer Eishockey verändern. Von Daniel Germann

    Wer sich auf die Suche nach dem Ursprung des modernen Eishockeys in der Schweiz macht, stösst früher oder später auf John Slettvoll. Der schwedische Eishockeylehrer kam 1982 mit neuen Ideen in die Schweiz. Er brachte den Professionalismus nach Lugano, baute gezielt ein Team auf und beeinflusste damit das gesamte Schweizer Eishockey: Wer konkurrenzfähig bleiben wollte, musste mitziehen.

    John Slettvoll hat das Schweizer Eishockey an die Schwelle des 21. Jahrhunderts geführt. Er schuf in Lugano die erste Schweizer Eishockey-Dynastie im Play-off-Zeitalter - drei weitere sollten bisher folgen (siehe Kasten). Die ZSC Lions sind auf bestem Wege, zur nächsten zu werden. Die Idee und Struktur, die die Organisation tragen, werden für das Eishockey in der Schweiz dereinst gleich prägend sein, wie es John Slettvoll und der HC Lugano gewesen sind. Zumindest aber ist der achte Meistertitel, den die Lions am Samstag mit ihrem Penaltysieg in Spiel 4 der Finalserie gegen die Kloten Flyers geholt haben, der Lohn für die Arbeit in den letzten Jahren.

    Nie mehr seit Slettvolls «Grande Lugano» gab es in der Schweiz einen so logischen Meister, wie es die ZSC Lions sind. Sie haben die Qualifikation dominiert, und in den Play-offs waren sie sich selber im Prinzip der einzige ernstzunehmende Gegner. Im Viertelfinal gegen Lausanne kämpften sie mit dem Rhythmus, im Halbfinal gegen Genf/Servette zuweilen mit der Konzentration. Doch wenn sich die Zürcher auf ihre Qualitäten besannen, dann war ihnen niemand gewachsen.

    Der Genfer Coach Chris McSorley sagte nach dem 0:4 im siebenten Halbfinalspiel, sein Team habe gegen die chinesische Armee gespielt. Zum selben Vergleich hatte der Kanadier schon vor einem Jahr nach dem verlorenen Viertelfinal gegen den SCB gegriffen. Doch diesmal traf das Bild ins Schwarze. Kein anderes Team ist momentan ähnlich breit und ausgeglichen besetzt wie die Lions. Im Prinzip haben sie die perfekte Mannschaft zusammengestellt: routiniert und jung zugleich, optimal ausbalanciert mit Künstlern wie Luca Cunti oder Robert Nilsson und Arbeitern wie Morris Trachsler oder Mark Bastl, geführt von Leadern wie Mathias Seger oder Severin Blindenbacher und getrieben von hungrigen Spielern wie Chris Baltisberger oder Reto Schäppi. Dazu verfeinern drei Ausländer (Dan Fritsche, Ronalds Kenins, Robert Nilsson), die das Kontingent nicht belasten, die Mischung.

    Alarmierend für die Konkurrenz aber ist, dass die Überlegenheit der Lions mehr als nur eine Momentaufnahme ist. Denn während etwa die beiden anderen Meister der vergangenen sieben Jahre, der HC Davos und der SC Bern, im Umbruch stecken, haben die Zürcher ihren Zenit längst noch nicht überschritten. Gerade im Sturm ist das Potenzial nicht ausgereizt. Von den regelmässig eingesetzten Stürmern sind nur Mark Bastl (33) und Ryan Shannon (31) älter als 30 Jahre. Schlüsselspieler wie Patrik Bärtschi (30), Roman Wick (28) oder Luca Cunti (24) stehen in der Blüte ihrer Karrieren oder haben sie gar noch vor sich.

    Die Situation ist im Prinzip das Produkt der Enttäuschungen. Der CEO Peter Zahner sagt, bereits im Januar 2011, als sich die dritte Viertelfinalniederlage in Folge abzeichnete, sei er mit seinem Sportchef Edgar Salis zusammengesessen und habe gesagt, es sei Zeit, etwas zu ändern. Konsequenz der kritischen Analyse sei die Verpflichtung von Bob Hartley gewesen: «Wir wollten», sagt Zahner, «einen Trainer, der die Spieler aus ihrer Komfortzone herausholt und den Nachwuchs fördert.»

    Zahner war geleitet vom Mantra seines ehemaligen Unterstellten Ralph Krueger, der als Nationaltrainer von seinen Spielern jeden Tag gefordert habe, besser werden zu wollen. Der Satz, der für sich allein stehend abgedroschen und klischiert klingt, ist die Essenz des Erfolges im Sport - in der Arbeit auf und neben dem Eis. Arno Del Curto, der den HC Davos über ein Jahrzehnt an der Spitze gehalten hat, sagt: «Es gibt dafür vor allem ein Rezept: fordern, fordern, fordern.»

    Nun setzt Marc Crawford im Hallenstadion die Arbeit fort, die Hartley begonnen hat. Zahner zitiert einen Satz, den er sich gerne selber zuschreiben würde, aber nicht von ihm stammt: «Der Ursprung jedes Misserfolges liegt im Erfolg. Deshalb lauert in der Überlegenheit auch die grösste Gefahr. Der Erfolg verleitet dazu, selbstzufrieden zu werden. Das Team steht über diese Saison hinaus. Die Altersstruktur stimmt. Die Verträge mit Schlüsselspielern wie Blindenbacher, Geering, Cunti und Wick wurden rechtzeitig verlängert. Offen ist im Prinzip nur eine Ausländerposition. Ergänzungsspieler stossen aus dem Nachwuchs zum Team. Die Verlockung ist gross, sich zurückzulehnen und zu geniessen.

    Wohin das führt, zeigt das Beispiel des SCB, der mit zwei Titeln und einer Finalqualifikation der erfolgreichste Klub in den letzten vier Jahren gewesen ist: Überaltert, übersättigt und von sich selbst enttäuscht, verpassten die Berner die Play-offs. Der Sportchef Sven Leuenberger erklärt den Misserfolg mit der Verletzungswelle, die die Verteidiger traf, verschweigt aber, dass er auch verpasst hat, das Team rechtzeitig zu erneuern. In der vergangenen Saison waren mit Ausnahme von Tristan Scherwey alle Leistungsträger älter als 30.

    Ein solches Szenario ist bei den ZSC Lions momentan fern. Man taumelt im Jubel. Doch der Grat zum Absturz ist schmal. Nichts ist im Sport schwieriger, als ein erfolgreiches Team erfolgreich zu halten. Deshalb hat es im modernen Schweizer Eishockey auch erst vier Dynastien gegeben. Das letzte Team übrigens, das seinen Titel erfolgreich verteidigt hat, stellten die ZSC Lions: Das war 2001 und ist eine kleine Ewigkeit her.

    morn gits uf jede fall e geili party (zumindescht bis spiel afangt... :floet: ). git im fuessball fasch nüt genialers als en cupfinal.

    us de hütige nzz:

    Zürcher Hoffnung gegen Basler Routine

    Der Abstand zwischen dem FC Basel und dem FC Zürich ist in den vergangenen Jahren grösser geworden. Der Cup-Sieg am Ostermontag wäre für Basel eine weitere Trophäe in einer langen Reihe. Für den FCZ soll er zum Beginn einer neuen Ära werden. Von Samuel Burgener

    Sie sitzen seit einer Weile auf dieser Couch und sind etwas zappelig. Sie kriegen Fragen gestellt und antworten immer mehr oder weniger dasselbe. Auf einmal legt der eine, Urs Meier, dem anderen, Philippe Koch, den Arm um die Schulter, packt ihn am Hals und schüttelt ihn kräftig. Beide lachen. Es sind Szenen einer Familie, wie bei Vater und Sohn.

    Dieser Moment, der erklärt, wie der FC Zürich mittlerweile funktioniert, passiert im Klubmuseum, Letzigraben 89, Zürich-Wiedikon, draussen ist es kalt und windig. Es ist der Samstag vor dem Cup-Final am Ostermontag, in dem der FCZ den grossen FC Basel besiegen will. Selten in den vergangenen Jahren hatten so viele Journalisten Interesse am Klub, zirka 15 sind gekommen. Urs Meier, der Trainer, und Philippe Koch, der Captain, sind guter Laune und sehr guten Mutes.

    Gleichentags ist in der NZZ zu lesen, wie Meier jeden seiner Spieler in ein paar Sätzen beschreibt. Man staunt. Den Goalie Da Costa: «Nicht leicht zu führen.» Den Verteidiger Djimsiti: «Ich sagte ihm, dass es nur noch abwärts geht.» Den Mittelfeldspieler Buff: «Er dachte, ich wolle ihn plagen.» Meier schont keinen, verzichtet auf Floskeln. Aber es ist keine Abrechnung. Es ist vielmehr eine Liebeserklärung. Meier ist ein Freund für die Spieler, obschon er sich dagegen wehrt. Ihn beschäftigt ihr Werdegang. Bei ihm wird es warm. Er ist der Urs von nebenan und so etwas wie der Papi dieses Teams, das wirkt wie eine Jugendbande mit einem grossen Herzen, aber den üblichen Problemen.

    FCB braucht keine Zuneigung

    Murat Yakin würde nie auf diese Art von seinen Spielern sprechen. Yakin ist der Trainer im FC Basel, er war als Spieler ein Star und ist es immer noch. Bei seinem Arbeitgeber ist eine solche Form der Zuneigung nicht vonnöten. Der Klub hat Nationalspieler im Kader, die kaum Betreuung brauchen, die manchmal funktionieren, als wären sie Maschinen. Wie Fabian Frei, Valentin Stocker, Marco Streller, Yann Sommer, Serey Die oder Behrang Safari. Kritiker nutzen diesen Umstand gar, um Yakins Qualität zu hinterfragen. Sie vermuten, das Team könnte im Notfall problemlos ohne den Trainer funktionieren.

    Zu Beginn der Woche spricht Yakin im Pressesaal des schönen, grossen Basler Stadions. Er sitzt er auf einem Podium und sagt den emporblickenden Journalisten, dass die Stimmung im Team gut sei. Alles bestens. Internetseiten, Regionalmedien und der «Blick» hatten von einem Twitter-Bild des Spielers Marcelo Diaz berichtet, das eine Provokation gegen Yakin gewesen sein soll. Und von einem angeblichen Streit der Spieler David Degen und Taulant Xhaka beim 0:5 im Auswärtsspiel in der Europa League gegen Valencia. Der Fussball an sich ist kaum ein Thema.

    Yakin antwortet geduldig, aber er stellt sich nicht vor seine Spieler. Weil er nichts Ungewöhnliches sieht an den Vorfällen. «Seit ich hier begonnen habe, gibt es immer irgendein Theater», sagt er, lächelt und verkörpert mit dieser Haltung seinen Klub. Der FCB ist Stress gewohnt - und gewissermassen immun dagegen. Ständig schien es in dieser Saison zu brodeln, immer wieder gab es scharfe Berichte. Von der Unzufriedenheit der Degen-Zwillinge. Vom angeblich angespannten Verhältnis zwischen Yakin und dem Captain Streller. Vom Autoraser Bobadilla, der suspendiert wurde. Von Yakins Vertrag, der trotz den guten Resultaten erst im Winter verlängert wurde. Von Personen in Yakins Umfeld, die nicht über alle Zweifel erhaben sein sollen.

    Im FCZ hingegen ist alles ruhig, seit geraumer Zeit kann das Team ungestört arbeiten. Nebenschauplätze gelangen nicht an die Öffentlichkeit. In einem Interview auf Radio 1 spricht der Moderator Roger Schawinski in diesen Tagen mit sich selbst, der Präsident Ancillo Canepa ist der Gast und wie fehl am Platz. Es ist halt so: Der FC Zürich spielt derzeit eine Nebenrolle.

    Meier mimt den Betrogenen

    Der Mittwoch vor dem Cup-Final: Der FC Basel und Zürich duellieren sich in der Meisterschaft. Der FCB ist besser, führt 3:0, demonstriert Stärke. Doch der FCZ schiesst bald zwei Goals. In der Nachspielzeit pfeift der Schiedsrichter einen Penalty für Basel und verweist den FCZ-Verteidiger Loris Benito des Feldes, ein strenger Entscheid. Basel gewinnt 4:2.

    Nach dem Spiel sitzt Urs Meier auf demselben Podium wie Yakin Anfang Woche. Er hat einen seltsamen Auftritt. Er trotzt. Und wiederholt mehrfach, er könne sich nicht an die Penalty-Szene erinnern. Er bringt Mitleid mit dem jungen Benito zum Ausdruck, der wegen der roten Karte den Cup-Final verpasst. «Ich muss diesen Burschen jetzt trösten.» So gut es Meier meint, er macht seinen Klub in dieser Szene kleiner, als er ist - und angreifbar. Er mimt den Betrogenen. Aber für Selbstmitleid ist in diesem Geschäft kein Platz. Das Väterliche wirkt manchmal unprofessionell.

    Murat Yakin hingegen jammert nicht, dafür ist er zu stolz. Obwohl er Gründe hätte. Seit dem Sommer kämpft der FCB unentwegt gegen Widerstände. Der Abgang des Stürmers Salah, die vielen Verletzten, die Belastung wegen internationaler Spiele, das «Geisterspiel» gegen Valencia und die Busse der Uefa, weil sich einige Fans in Salzburg nicht zu benehmen wussten. Da kommt viel zusammen. Doch die Spieler wissen meistens eine Antwort, gewinnen oft im richtigen Moment, beruhigen den Betrieb. Der Präsident Bernhard Heusler und der Sportchef Georg Heitz beklagen sich zwar ab und an über die Medien. Aber Yakin? Die coolste Socke weit und breit. Er hat etwas Weltmännisches, so wie sein Klub mittlerweile europäische Qualität besitzt.

    Der FC Basel kann in vier Wochen zum fünften Mal in Folge Schweizer Meister werden. Er spielt seit drei Jahren auf hohem Niveau in der Champions League und der Europa League. Er hat Teams wie Chelsea, Bayern München und Manchester United besiegt und sich in Europa einen Namen gemacht. Er verkauft immer wieder Spieler für viel Geld ins Ausland. Seine Jahresrechnung ist herausragend. Ein Cup-Sieg würde seine Überlegenheit akzentuieren. Aber abhängig vom Gewinn dieses Pokals ist der FCB nicht. Das Hauptziel ist der Meistertitel, der wahrscheinlich für die Teilnahme an den Gruppenspielen der Champions League berechtigt und gegen 20 Millionen Franken in die Kasse spült.

    Von solchen Erfolgen ist der FC Zürich weit entfernt. Er befindet sich derzeit auf der Suche nach einer Identität. Nach der Entlassung des Trainers Rolf Fringer im Dezember 2012 gab es einen Bruch. Sportchef, Geschäftsführer und Verwaltungsräte wechselten, Urs Meier wurde Trainer, nur der Präsident blieb, Ancillo Canepa. Seither will der FCZ noch mehr auf die Jugend bauen; die Philosophie im Nachwuchs soll den Kurs der Profis bestimmen. Canepa ist nicht mehr bereit, so viel Geld einzuschiessen wie in den vergangenen Jahren. Für die Idee des neuen FC Zürich, der billiger und kleiner geworden ist und weniger wichtig, steht der Trainer Meier, der lange im Nachwuchs gearbeitet hat.

    2005 gewann der FCZ letztmals den Cup. Es war der erste Titel mit dem Trainer Lucien Favre, der den Klub nachhaltig prägen sollte. Mit Favre wurde der FCZ 2006 und 2007 Meister. Der Titel 2009, der bis anhin letzte, war ein Nachhall. 2011 kamen die Zürcher dem FC Basel am Schluss bedrohlich nahe; ein Punkt betrug der Rückstand am Ende der Saison. Der knappe Ausgang täuschte darüber hinweg, dass der FCB längst enteilt war. Im Spätherbst 2012 musste die Präsidentengattin Heliane Canepa mehrere Millionen Privatvermögen einbringen, um das Defizit im FCZ zu decken. Die Millionen aus den internationalen Spielen fehlten, der Kader war zu gross und zu teuer geworden, die Trainer wechselten. Im Verwaltungsrat gab es Grabenkämpfe.

    Für den FCZ wäre der Gewinn des Cups die Bestätigung dafür, dass der neue Weg der richtige ist. Und vielleicht der Beginn einer erfolgreichen Zeit. Für Urs Meier, den Trainer ohne Wikipedia-Eintrag und ohne Reputation im Profifussball, wäre es der erste nachweisbare Erfolg und der Beleg dafür, bestehen zu können. Mit einer fürsorglichen Art, die Stärke und Schwäche zugleich ist.

    Zitat von ZSColin

    Und genau so sind au d'Kontrolle und d'Macht vo de Polizei im griechische Fuessball: Uf Chindergeburtstag-Niveau.

    fndsch? ha jedefalls no nie vomene chindergeburi ghört wo derart korrupt und verfilzt isch wie griecheland...:razz:

    Zitat von larlf

    wieso söll mer wäge rund emne dutzend Idiote 11'000 anderi Bestrafe?

    will das cool isch und will mer nur eso dene chriegsähnliche zueständ i eusne stadie chan entgegetrette! frög emal de mushu... :floet:

    Zitat von Der Weise

    Ich bin ja sonst nicht so, aber butte grätscht diesen Stocker am Montag in den ersten 5 Minuten weg.

    na ja, stocker läuft voll in den lauf von benito. und da dieser sich nicht in luft auflösen kann, kann man den penalty mit viel gutem willen pfeiffen. aber diese absolut unsinnige regel mit der gleichzeitigen roten karte gehört definitiv überarbeitet bzw. abgeschafft. für so ein "foul", in der mitte des spielfeldes, gibt's nicht mal gelb, ja nicht mal eine ermahnung vom schiri...

    blau rot gegen weiss in basel, ein wirklich gutes spiel für schweizer verhältnisse. habe dann noch die 2. hz blau rot gegen weiss in spanien geschaut. den spanischen cupfinal. unglaublich diese intensität. schneller und trotzdem technisch derart hochstehend kann man fussball nicht spielen. einfach nur geil! das gefühl von einem guten spiel in basel hat sich soeben wieder relativiert...

    Zitat von ZüriBueb

    Scheisse! Aber mit der Wut im Bauch werden sie wenigstens den Cupfinal gewinnen.

    ha scho vor em match gseit, dass de sieger vo hüt de cupfinal verlürt. und mit hiblick uf tabelle, findi die niederlag nöd eesssoooo schlimm! :razz:

    Zitat von Messier

    Up the Reds !!! :bier:

    sötti das unglaubliche itreffe, bzw. d'möglichkeit am letschte spieltag no bestah, müesst mer sich direkt überlege am 11. mai uf liverpool z'flüge... :suff:

    Zitat von Larry

    Bin ja 1977 in Liverpool gsi, mit em FCZ, Halbfinale Meistercup. :cool:

    En Tag vor em Match simmer mit de FCZ Mannschaft no es Spiel vo Everton go luege, sit dänn luegi immer au echli uf die und die händ au mini Sympathie.

    Liverpool bini dänn 1981 in Paris nomal go luege, Final Meistercup gäge Real Madrid, schön gsi! :cool:

    isch en absolute kult verein! 3:2 gege city hüt... :geil: