Zitat von ZüriBueb
Sehr es bedänklichs Zitat! Isch de Unterschied geschter öpe gross gsi? Nei, me het gnau so guet au chöne güne. De Urs Meier häts bis jetzt guet gmacht. Aber ich frag mich, ob er gnueg kompromisslos uf de nächscht Titel schafft. Glaubt er dra, oder brucht er immer na chli meh Ziit?
ein neutraler, ahnungsloser zuschauer sah einen fcz der leicht besser war als niederhasli und vor allem mehr torchancen hatte. da hast du schon recht. aber: stellvertretend 2 namen für den eben doch vorhandenen unterschied zu gunsten gcn's: caio und vor allem bürki! caios klasse bei stehenden bällen (und sein tor war quasi einer bei der "gegenwehr" die tschikahui leistete) sind einmalig in der schweiz und können bei engen spielen den unterschied ausmachen.
bürki: auch wenn er im märz in den medien einen auf gränni arschloch machte. seine sportliche klasse ist enorm. seine ausstrahlung, sein wille, seine totale entschlossenheit, seine präsenz sind durch den fernseher spürbar. mit so einem torhüter im rücken spielst du vorne mit viel mehr selbstvertrauen. keine 2 jahre mehr und er wird besser sein als es sommer oder benaglio je waren oder noch werden. aber (fast) noch wichtiger als sein sportliches können, ist sein klares bekenntnis zu gcn. er hat das in solch einer deutlichkeit abgegeben, wie er jeweils den 5-er markiert. das gab einen ruck durch den ganzen verein und könnte die wenigen prozente frei machen, welche letztes jahr zum titel gefehlt haben. müsste ich heute geld setzen auf basel oder gcn als meister, ich würde niederhasli wählen…
und ja, urs meier braucht noch zeit, bis wirklich alles passt. und das noch nicht alles passt, vor allem im menschlichen bereich, beweist die "fehlende euphorie" nach dem cupfinaleinzug. willst du wirklich etwas aufbauen, geht das nicht in 1 ½ saisons. bedenke ausserdem: ausser dem präsi und burgermeister ist in diesem verein kein stein mehr auf dem anderen seit 2012. das darf man nicht vergessen, auch wenn uns allen schnelle erfolge natürlich lieber sind.
die nzz von heute bringts (einmal mehr) auf den punkt:
GC lässt sich nicht stoppen
GC setzt seine positive und der FCZ seine negative Serie fort. Also ging der Sieg im letzten Zürcher Derby der Saison im Letzigrund vor fast 17 000 Zuschauern an die Grasshoppers, für die an diesem Abend auch mehr auf dem Spiel stand. Sie bleiben nach ihrem fünften Sieg in Folge ein ernsthafter Herausforderer des FC Basel. Der FCZ hat zwar noch seine Titelchance im Cupfinal gegen die Basler. In der Liga hingegen kann er nicht mehr vom Fleck kommen, wenn er weiterhin keine Tore schiesst. Er blieb schon das fünfte Pflichtspiel hintereinander ohne Tor.
Dabei war er anfangs besser und insgesamt an Torszenen keinesfalls ärmer. Er hatte - etwa bei dubiosen Abseits-Entscheidungen - auch weniger Spielglück. Aber er beging auch Fehler, die den Grasshoppers auf den Weg zum Sieg verhalfen. Sie waren nach fehlerhaftem Start erst etwa nach einer halben Stunde ins Spiel gekommen. Aber dann gingen sie schon bald in Führung, durch einen der typischen Weitschüsse Caios. Den hatte Yassine Chikhaoui allerdings auch ungestört zu seiner Spezialität ansetzen lassen.
Noch gröber waren die Patzer vor dem 0:2, das den FCZ gleich nach der Pause definitiv in Rücklage versetzte: Zuerst spielte Ivan Kecojevic den Ball zu kurz zu seinem Torhüter David Da Costa zurück. Dessen Stolz liess es offenbar nicht zu, den Ball einfach wegzudreschen. Er wählte eine spielerische Auflösung, die missriet. Der Ball erreichte Michael Lang. Und dessen Pfostenschuss wertete Caio aus.
«Wer die Tore nicht macht und hinten Geschenke verteilt, muss sich nicht wundern, wenn der Gegner siegt», kommentierte der FCZ-Trainer Urs Meier den Gang der Dinge. Allerdings relativierte er die Fortsetzung der Negativserie seiner Offensive mit dem Hinweis, dass nach dem 0:2 ja Mario Gavranovic und Pedro Henrique ins Tor getroffen hätten. Aber anerkannt wurde das nicht, was zumindest im Fall Gavranovics ein Fehler war.
Das innere Gleichgewicht der Mannschaft beeinflusste wohl allerdings auch, dass der Aussenläufer Loris Benito nicht zum Abschlusstraining erschienen war und danach nicht aufgestellt wurde. Deshalb musste Ivan Rikan in ungewohnter Rolle auf der Flanke wirken.
Der FCZ hatte aber auch keinen Spieler wie Vero Salatic, der im Zentrum in einer anderen Gewichtsklasse antritt als auf der andern Seite Oliver Buff. Mit GC siegte also als das in entscheidenden Momenten effizientere Team keineswegs unverdient. Aber auch der Trainer Michael Skibbe anerkannte, «dass dies ein ganz enges Spiel war, mit einem glücklichen Sieger».
Hansjörg Schifferli, Zürich