Beiträge von snowcat

    Zitat von Iceman

    OK-Chef Pargätzi kriegt ja jedesmal einen Anfall , wenn jemand den Spenglercup als "Plauschturnier" bezeichnet. Schnell ist man danach mit der Story bei der Hand, dass der Spenglercup auch nach Kanada übertragen werde und dort wegen dem Team Canada auf grosses Interesse stossen würde. Immerhin hat man es sich bisher verkniffen, die Spiele von Team Canada als "Strassenfeger" darzustellen. Wenn das Interesse dort aber wirklich so erheblich ist, dann zahlen die Kanadier sicher gerne einen etwas höheren Obulus (....falls sie bisher überhaupt etwas zahlten....). OK, der war jetzt etwas bösartig-sarkastisch. Aber wer sich infolge Selbstüberschätzung so aufplustert, muss mit solchen Sprüchen leben können.

    Grundsätzlich sollte dem HCD nicht mutwillig die Existenz entzogen werden, indem man den Spenglercup sabotiert. Ich habe kein Interesse daran, noch mehr Gurkenspiele gegen irgendwelche Jammerteams zu sehen.

    Andererseits haben die HCD-Verantwortlichen in den letzten Jahren auch (zu) oft provoziert, beispielsweise in Sachen Nationalmannschaft. Da wurde die Trotzkopf-Kettenreaktion, ausgelöst von Reto von Arx, zwar nicht gerade öffentlich gerühmt. Dennoch war es lange Jahre absurd, dass praktisch jeder, der zum HCD wechselte, fast automatisch der Nati den Rücken kehrte. Währenddem die Leistungsträger der anderen Klubs ständig Nati-Termine wahrzunehmen hatten und öfters verletzt aus solchen Abenteuern zurückkehrten, konnte der HCD im Vollbestand ungestört trainieren. Mittlerweile hat sich die Situation mit dem Team A und Team B der Nati zwar entschärft, aber vergessen ist die mangelhafte Solidarität der armen Bündner-Bergler nicht. Zumal man in Davos stets an besagte Solidarität der anderen Klubs appelliert, wenn es den eigenen Interessen dient. (Wäre ich ZSC-Anhänger, würde ich hier jetzt noch die Suppe mit Forster hochkochen, aber als Aussenstehender weiss ich zuwenig darüber....).

    Dass die (kanadischen) Ausländer der restlichen Klubs für den Spenglercup (vom kanadischen Verband) "zwangsverpflichtet" werden, trägt ebenfalls nicht zur Begeisterung bei. Letztes Jahr kehrte Travis Roche mit einer Verletzung vom Spenglercup zurück, welche bis Saisonende nie richtig heilte. Was nützt eine Entschädigung für solche verletzten Spieler, wenn auf dem Markt kein Ersatz aufzutreiben ist? Viel Glück bei der Übung, beispielsweise einen angeschlagenen Jeff Tambellini im Januar 2012 noch gleichwertig ersetzen zu wollen...

    In anbetracht dieser Punkte ist eine nicht zu knappe Erhöhung der Entschädigung an die anderen Klubs klar gerechtfertigt. Denn auch diese kompensiert die Risiken nur unzureichend, welche sich aus der "Solidarität" mit dem HCD und dessen Turnier ergeben.

    gut gebrüllt, bärli! :applaus:

    zum spengler cup:

    - er ist ein plauschturnier. zwar attraktives hockey, weil schnell und sehr offensiv ausgerichtet, aber man tut sich nicht wirklich weh. sportlich definitiv ohne wert.

    - niemand hat etwas gegen den spengler cup. die meisten hätten wahrscheinlich nicht mal was dagegen, wenn dieser cup während 365 tagen im jahr stattfinden würde. aber so ziemlich jeder hat was dagegen, dass die meisterschaft in dieser zeit gesperrt ist!

    - der hcd geht auch ohne den spengler cup nicht zu grunde. wenn beim hohen hcd-budget von existenzieller bedeutung gesprochen wird, ist das eine glatte lüge! höchstens die existenz als spitzenclub wäre zumindest kurz- bis mittelfristig gefährdet. das budget müsste wohl um eine mittlere einstellige millionenzahl runtergefahren werden, aber es wäre trotzdem und bei weitem noch nicht das kleinste budget der liga...

    - das die davoser, wegen ihres cups, je länger je mehr in der kritik stehen, haben sie sich selber zuzuschreiben. dazu folgende stichworte: nationalmannschaft, guggisberg, stoop, forster...wie iceman so richtig schreibt, ist solidarität keine einbahnstrasse, ausser eben im landwassertal! das ergebnis ist man momentan daran zu ernten!

    noch fragen aus dem bündnderland? werde sie gerne beantworten! habt keine angst vor einem gebürtigen bündner... :rofl:

    gruess roli c.

    Zitat von Caro

    das wär mer neu... ussert d'goofe klauet d'bächer :mrgreen:

    nämed de caro die becher ruhig eweg! sie bruchts susch amigs als wurfgschoss, weiss ich us eigner erfahrig, de coltorti übrigens au...:rofl:

    gruess roli c.

    Zitat von larlf

    aber was ich nöd verstahn: wieso wehred sich all "nöd gwaltbereite" Zueschauer, wänns um Videoüberwachig im Stadion gaht?)


    es wehred sich nöd all. ich säge ja scho di ganz zit, dass es e lockerig vom dateschutz und meh kameras brucht. usserdem no polizei im stadion und dänn isch rueh. vor allem bruchts nöd millione buesse für de club und au nöd 38 geisterspiel...


    Zitat von larlf

    -> wänn s'ganze Stadion überwacht wird und en Straftäter innerhalb vo 15-30min gfunde & verurteilt wird (und zwar so, dass er nöd am nöchste Tag wieder go schaffe gaht & niemer öppis merkt) dänn hört das minere Meinig nah schnäll(er) uf... (oder es verschiebt sich i anderi/underi Ligene)


    richtig!

    gruess roli c.

    Zitat von larlf

    da verstahn ich dich nöd würklich: "...wo plötzlich all forderet.":


    alle ist vielleicht etwas übertrieben, aber alleine hier im forum...:-((


    Zitat von larlf

    -> kollektivstraf isch doch sit immer s'beschte zum all bestrafe:


    wer, ausser ein paar populisten, will denn alle bestrafen? der rostocker präsi sagte an diesem wochenende nach dem match gegen pauli (sinngemäss): „ihr könnt uns 50 millionen busse und 100 geisterspiele geben, das problem bleibt trotzdem bestehen…!“ genau so ist es doch!

    man kann doch von einem verein, bzw. dessen vorstand, nicht verlangen, dass sie für sämtliche fans die verantwortung übernehmen, höchstens die haftung, aber sicher nicht die verantwortung! dazu sind ja oft nicht mal die eltern und/oder das engere umfeld einzelner im stande, aber von einem fussballclub verlangt man sowas! die verantwortung jeglichen tuns eines nicht bevormundeten über 18-jährigen liegt nur bei ihm selber und sonst bei niemandem. daher muss auch er - und nur er und nicht das ganze kollektiv - zur verantwortung gezogen werden. und das geht nur über die justiz, mit knallharten strafen ohne wenn und aber!


    Zitat von larlf

    siehe all verbot wo mir händ & all verbot wo no in planig sind...:


    verbote sind doch keine kollektivstrafen! verbote legen in einer gesellschaft die grenzen fest. bis hierher und nicht weiter, sonst werde ich bestraft. und genau so, sollte man das auch im fussball handeln.


    Zitat von larlf

    nur so chan mer de mänsch erzieh :galgen:


    du erziehst sie, in dem du ihnen die grenzen aufzeigst und bei übertreten dieser grenzen einen strafenkatalog festsetzt und dann natürlich auch umsetzt! aber das kann und darf nur der staat!

    gruess roli c.

    Zitat von Champs-de-Mars

    Das war wirklich Weltklasse. 12 Seiten hä?


    lustig war auch leutwilers (nicht-)reaktion, als er wieder mit der "pyroabfeuern = sofort spielabbruch und forfait niederlage" theorie kam und ihm canepa sagte, dass ja somit gcn gestern in luzern 3:0 verloren hätte und jetzt mit einer klage in der höhe von ca. 500'000.- konfrontiert wäre... :geil:


    Zitat von Champs-de-Mars

    Auch wenn Canepa seine Schwächen hat, ausser mit Heusler würde ich ihn mit keinem Präsidenten der Liga tauschen wollen.


    danke! :applaus: :applaus: :applaus:

    gruess roli c.

    Zitat von larlf

    Derby-Urteil: Die Präsidenten im Gespräch
    Im "sportlounge"-Gespräch bei Paddy Kälin diskutieren FCZ-Präsident Ancillo Canepa und GC-Präsident Roland Leutwiler das Derby-Urteil.
    Die Sendung wird heute Abend ab 22.25 Uhr auf SF 2 ausgestrahlt.

    gueti wort vom canepa, absolut kongruent mit mier! me merkt halt scho, dass er i de sunne verchehrt! :geil:

    sini 4 chernussage:

    - d'urteilsbegründig stimmt nöd mit em urteil überein.
    gsehn ich au eso, trotzdem isch es guet, dass de fcz uf en rekurs verzichtet. susch chasch nie en schlussstrich zieh.

    - gege sippehaftig!
    das isch im moment s'übelschte wo plötzlich alli forderet. isch aber eso herrlich populistisch. chunt guet ah, wämers nöd fertig tänkt...wieso söll buess 500'000.- si und d'kurve 10 spiel nüme an match cho? wege 10 wo über bande kletteret sind, 3 wo am schluss vorem pack sektor acho sind und eine wo dänn no e petarde abgführet hät? wänn's en balkanraser verwütschet wo mit 150 uf de zürcherstrass dur schliere fahrt und es renne macht, bin ich defür, dass alli wo i dem moment au uf de zürcherstrass sind de brief ebefalls uf unbestimmti zit abgänd...selbverständlich au dänn, wänns korrekt mit 60 gfahre und nöd am renne beteiliged gsi sind! :warnix:

    - vill härteri bestrafig vo de übeltäter!

    - witerhin de dialog mit de kurve führe, will d'mehrheit sich nun mal korrekt benimmt und somit au e korrekti behandlig verdient hät.

    gruess roli c.

    Zitat von larlf

    Im Tagi-Interview (Bickel) tönts aber scho wieder toll: "er isch enttüscht, dass s'Spiel forfait gwertet worde isch! es hett min. müese die 13 min oder s'ganze Spiel wiederholt werde..."

    Gemäss ihm händs jetzt (Mo. ab 14 Uhr) ihri Kafi-Wohlfühl-Gspührschmi-Rundi und tüend drüber pläuderle wie's wännd vorgah...

    nimm ja nöd ah, dass mir da hüt abig scho öppis neus ghöred, aber ahluege chan mer's ja glich:

    Derby-Urteil: Die Präsidenten im Gespräch
    Im "sportlounge"-Gespräch bei Paddy Kälin diskutieren FCZ-Präsident Ancillo Canepa und GC-Präsident Roland Leutwiler das Derby-Urteil.
    Die Sendung wird heute Abend ab 22.25 Uhr auf SF 2 ausgestrahlt.

    de fcz verzichtet uf rekurs. isch richtig, au wänns urteil das nöd isch!

    http://www.fcz.ch/profis/news_detail.htm?id=1469

    zitat us de urteilsbegründig sind no recht interessant, vor allem das:

    „Was den FCZ angeht, so hat er sich keines relevanten Fehlverhaltens schuldig gemacht.“

    um so erstunlicher s'urteil... :nixwiss:

    gruess roli c.

    Zitat von Larry

    Kommt fuer mich nicht ueberraschend und ich hoffe, CC & Sion bekommen nun den gewaltigen Denkzettel, den sie verdient haben!

    Ah ja, de Tschaggajev mit sine gfaelschte Bank of America Briefli isch au en glatte! :rofl:

    wämer milller falsch schribt... :rofl:

    villicht sötter uf florida go englisch lerne. häsch no platz bi dier?

    gruess roli c.

    Zitat von Champs-de-Mars

    1. Einverstanden
    2. GC kommt definitiv zu gut weg. Eigentlich hätte man beim nächsten GC-Heimderby diese Strafe mit den geschlossenen Fankurven aussprechen sollen.

    - dass der fcz für dieses spiel 0 punkte bekommt, geht in ordnung
    - die bussen gehen in ordnung
    - das gcn 3 punkte bekommt, ist ein fehlurteil. sportlich zwar korrekt, der fcz hätte dieses spiel auch auf dem rasen verloren. aber ansonsten sendet dieses urteil das (gefährliche) signal aus, dass der heimclub nur bedingt für die sicherheit verantwortlich ist
    - und wie oben erwähnt, hätte man die strafe mit den geschlossen kurven beim nächsten gcn heimderby aussprechen sollen bzw. müssen. gcn war der heimclub und dessen fans die ganz grossen provokateure...

    was mich an der ganzen diskussion noch wundert: wieso ist nirgends, weder hier noch in den medien, der name peter landolt gefallen? er ist der sicherheitsverantwortliche des stadions letzigrund. von ihm werden die sicherheitsleistungen von den clubs eingekauft.

    diese ganz üble figur, ein charakterschwein der gröberen sorte - ich "durfte" ihn während seiner gcn zeit kennenlernen als er fürs hardturm catering zuständig war - scheint wirklich jeden skandal schadlos zu überstehen.

    gruess roli c.

    Zitat von Simms

    So schlecht ist es also nicht:

    Red Star (von der 2. Liga bis Auffstiegsspiele Challenge League)
    Wil (Erfolg in der Challenge League)
    St. Gallen (Aufstieg in NLA, danach auch Abstieg als einziger bisheriger Schandfleck in seiner Trainerkarriere)

    es ist sogar gut. das eines typischen aufsteigers, welcher zwar noch nichts wirklich zählbares erreicht hat, aber "es" schaffen wird und in sg an übertriebenen erwartungen und an einer chaotischen clubleitung gescheitert ist. und abgestiegen ist im endeffekt nicht forte, da war er schon entlassen... :floet:

    gruess roli c.

    Zitat von Mushu

    Fast alles kann ich unterschreiben. Aber;

    - Wieso wollen (fast) alle Weg? Weil Fischer so ein netter Kerl ist? Weil Fischer ein solch ausgewiesener Fachmann ist? Weil Fischer so ein guter Draht zu allen hat? Weil Fischer usw. usw.. Nein; Fischer muss man zwingend in Frage stellen!!!!

    - Bickel hingegen würde ich unbedingt behalten. Es gibt nich so viele Personen mit diesem Wissen, diesen Verbindungen, diesen Möglichkeiten. Er ist für mich unbestritten, da - zu allem - auch noch ein ganz passabler Kerl, der in der Öffentlichkeit ernstgenommen werden kann und akzeptiert ist.

    den fischer habe ich, natürlich ein wenig provokativ, nicht in frage gestellt. ihr kennt ja meine meinung zu den unsäglichen trainerdiskussionen und der nachhaltigkeit. aber uf darf/kann/muss durchaus ein thema werden. ich hätte auch einen ersatz im hinterkopf: günstig, extrem hungrig, kann was aufbauen, zürcher...ulli forte! was macht der eigentlich?

    bickel allerdings halte ich wie du aus folgenden gründen für (fast) unersetzbar: netzwerk, sozialkompetenz (manchmal fast zu viel...), fussballfachmann, charakter und positive auftritte in der öffentlichkeit. und vor allem: das team 2012/2013 wird ab der winterpause 2011 zusammengestellt. da kommt ein allfälliger nachfolger im sommer 2012 etwas spät...ausserdem sehe ich wirklich keinen der bickels erbe auf die schnelle übernehmen und weiterführen könnte.

    gruess roli c.

    Zitat von Mushu


    Spannend!
    Offenbar wirklich Zeit, in der Zusammensetzung grundlegendes zu verändern. Und offenbar eine gewaltige Fehleinschätzung von Canepa/Bickel mit einer unveränderten Mannschaft in die Saison zu steigen (oder doch nur eine Zeitungsente?)

    die aussage des artikels trifft es schon so ziemlich:

    -(zu) viele spieler wollen weg und spielen dementsprechend
    -mit unverändertem kader in die saison zu starten, war ein fehler
    -der trainer ist nicht das problem

    lösung:

    -mit fischer weiterarbeiten
    -abwanderungswillige ziehen lassen und wenn es 9 spieler sind die gehen
    -erste personelle korrekturen bereits in der winterpause vornehmen
    -gezielte, intelligente und strategisch ausgerichtete neuformierung des teams auf nächste saison. gleichzeitig massive (und zwangsweise) lohnreduktion des kaders. eine herausforderung für jeden guten sportchef, bickel traue ich das aber durchaus zu
    -und das wichtigste: endlich akzeptieren, dass basel und yb in einer anderen liga spielen, wenn auch nicht immer sportlich so doch finanziell und vom zuschauerpotential. mit dieser konkurrenz ist jeder geholte titel ein geschenk und kein sich wiederholender selbstläufer. dementsprechend sind in der öffentlichkeit die bisher unsinnig formulierten ziele der realität anzupassen. das ziel muss eine junge und hungrige mannschaft sein, welche wieder spass macht und natürlich innerhalb von 2-3 saisons das potential zum meister haben darf...

    alles was darüber hinaus geht, wird frühestens mit einem neuen stadion zum thema.

    gruess roli c.

    aus der heutigen nzz.

    gruess roli c.

    «Sehe ich etwa unglücklich aus?»
    Der ZSC-Lions-Trainer und Stanley-Cup-Sieger Bob Hartley spricht über seine Motivation, in der Schweiz zu coachen

    Will man Bob Hartley, den ZSC-Lions-Trainer mit grosser Vergangenheit in Nordamerika, in seinem Element sehen, lohnt sich ein Besuch im «kleinen Hallenstadion». In der Neudorf-Halle, gleich neben der Spielstätte der Lions, ist der Eishockeylehrer Hartley am Werk.

    Interview: Ulrich Pickel, Christoph Fisch

    Will man Bob Hartley, den ZSC-Lions-Trainer mit grosser Vergangenheit in Nordamerika, in seinem Element sehen, lohnt sich ein Besuch im «kleinen Hallenstadion». In der Neudorf-Halle, gleich neben der Spielstätte der Lions, ist der Eishockeylehrer Hartley am Werk. Unermüdlich erklärt der Frankokanadier seinen Spielern auf Englisch technische und taktische Finessen, lässt sie üben und greift sofort zur Pfeife, wenn ihm etwas nicht gefällt. Er, der als Juniorentrainer anfing und in Übersee weiterhin eine Eishockeyschule betreibt, sieht auch bei bestandenen Profis stets Verbesserungspotenzial. Die Umgangsformen sind locker, aber doch bestimmt, Hartley ist der Chef auf dem Eis, nicht der Kumpel. So schleichen die Spieler nach einem mental wie körperlich harten Training nicht wie geprügelte Hunde vom Eis, sondern mit einem Lächeln auf dem Gesicht, mit der Gewissheit, wieder einen kleinen Schritt nach vorn gemacht zu haben. Und sie wissen auch, dass ihr Coach für sie durchs Feuer gehen würde – oder zumindest durch den Dschungel von nach Polemiken lechzenden Medien. Nach schlechten Leistungen, von denen es in dieser Saison doch schon einige gab, stellt er sich demonstrativ vors Team. Auch nach dem 2:3 am Dienstag gegen Bern versuchte Hartley gegenüber Journalisten, das Positive herauszustreichen, ärgerte sich aber innerlich bestimmt über die nach wie vor zu geringe Torproduktion seiner mit grossen Namen gespickten Sturmlinien. Mit gleicher Hingabe spricht Hartley auch in seinem Büro, das er sich mit seinem Assistenten und alten Weggefährten Jacques Cloutier teilt, über die Lions. Da kommt ihm schon einmal «I love this team» über die Lippen. Frei von Sentimentalitäten ist er auch nach einem halben Leben im Coaching-Business nicht. So kehrte er beispielsweise 2001 nach dem Gewinn des Stanley-Cups mit dem Pokal an seine erste Wirkungsstätte als Juniorentrainer zurück (Hawkesbury, Ontario), und zwar zu den ehemaligen Kollegen in der Fabrik, wo er während Jahren in der Produktion von Windschutzscheiben gearbeitet hatte. «Damals standen die Maschinen im Mittelpunkt meiner Arbeit, im Eishockey ist es der Mensch.» Man sieht ihm an: Menschen sind dem 51-Jährigen lieber als Maschinen.

    Bob Hartley, Sie haben vor Ihrem Engagement bei den ZSC Lions zwei Jahre lang als TV- und Radio-Analyst im Umfeld der NHL gearbeitet. Versetzen Sie sich für uns kurz zurück in Ihre frühere Rolle, und analysieren Sie den ZSC nach knapp der Hälfte der Qualifikation.
    Das Team hatte einen schwierigen Saisonstart, dann machte es im Oktober Fortschritte. Es scheint auf gutem Weg, der Mix aus jungen und routinierten Spielern stimmt.

    Und Ihr Urteil über die Schweizer Liga?
    Seriös, gut organisiert, gutes Eishockey. Und das alles in einem so kleinen Land. Wenn ich Freunden zu Hause erzähle, dass hier auf so kleinem Raum eine Meisterschaft mit zwölf Profiteams stattfindet, können die das kaum fassen.

    Zurück zum Trainer Hartley: Sie waren also nicht überrascht von den Schweizer Verhältnissen?
    Überhaupt nicht, obwohl ich hohe Erwartungen hatte. Ich machte mich schlau bei ehemaligen Spielern von mir mit Erfahrung in der Nationalliga A, etwa David Aebischer (der Schweizer Torhüter spielte vor einem Jahrzehnt unter Hartley bei den Colorado Avalanche, Anmerkung der Redaktion).

    Dann wussten Sie also, dass auch hierzulande Coachs eher früh als spät entlassen werden, wie etwa im Fall von Bern-Trainer Larry Huras?
    Oh, wissen Sie, ich bin lange im Business, ich habe erlebt, dass Kollegen im Vorbereitungscamp gefeuert wurden.

    Hatten Sie keine Angst um Ihren Job nach dem schlechten Saisonstart mit sechs Heimniederlagen in Folge?Nein. Ich hätte ja im TV-/Radio-Business bleiben und weiterhin der Guy, der immer recht hat, sein können. Aber ich wollte nach zwei Jahren wieder coachen, die Emotionen an der Bande leben.

    Nennen Sie uns die Hauptunterschiede zwischen der NHL und der NLA.
    Generell die räumlichen Verhältnisse. Ich schlafe jede Nacht im eigenen Bett, auch nach Auswärtsspielen. In der NHL mit ihren Road-Trips ist dies unvorstellbar. Und die Stadien spiegeln die jeweilige Stadt, überall trifft man auf lokale Eigenheiten. In der NHL sehen die Stadien zwar unterschiedlich aus, aber ist man erst einmal drinnen, ist's überall gleich, eine Art Einheitsbrei.

    Und das Coaching betreffend?
    Da sind die Unterschiede noch grösser. In der NHL habe ich in Heim- wie Auswärtsspielen ein Coaching-Office mit TV und Video. So kann ich in der Pause mit dem Team Spielszenen anschauen und es besser auf den Gegner einstellen.

    Coachs in der NHL scheinen die Werbeunterbrüche zu lieben. Weshalb?
    Dank den TV-Breaks habe ich mehr Coaching-Möglichkeiten auf der Bank. Das sind wie zweiminütige Time-outs. Unmittelbar vorher kann ich meine Top-Spieler forcieren, denn ich weiss ja, dass sie beim nächsten Spielunterbruch die nötige Zeit zum Erholen bekommen. In der Nationalliga aber geht alles Schlag auf Schlag, «the puck keeps dropping», und das Drittel ist um, ehe man Zeit zum Luftholen hatte. Am schwierigsten ist das für die Spieler.

    Und der Umgang mit den Spielern, ist der hier anders, mehr psychologischer Natur als in der harten NHL?Ach wissen Sie, die Unterschiede sind gar nicht so gross. Ich hatte in der NHL weinende Spieler in meinem Büro, Nordamerikaner notabene. Und gleichzeitig einen Aebischer im Team, einen kompetitiven, harten Arbeiter. Und auch Mark Streit, dessen Aufstieg ich in Montreal genau beobachtete, war kein Swiss-Softie.

    Vermissen Sie die Möglichkeit, mitten in der Saison das Kader aufzufrischen, so wie mit grossen Spielertauschen in der NHL?
    Wenn es die noch gäbe. Seitdem es eine Lohnobergrenze gibt, sind auch die reichen NHL-Klubs in engen Hosen.

    Sie fühlen sich also nicht eingeengt mit Ihrem jetzigen Lions-Kader?
    Nein. Und dann muss man Folgendes berücksichtigen: Wenn man neu in eine Liga kommt, muss man sich nach den dortigen Regeln richten. Ich bin nicht hier, um das Schweizer Eishockey zu ändern. Ich kam hierher, um im Schweizer Eishockey zu arbeiten. Ich habe keine Mühe, mich anzupassen. Niemand hat mir die Pistole an die Brust gesetzt und mich gezwungen, hier zu coachen. Die Nationalliga A ist sehr gut, und sie erhält nicht halb so viel Kredit, wie sie verdient.

    Sie sagen also nicht, dass der Wert einer Liga nur an der Zahl jener Spieler gemessen werden kann, die sich in der NHL durchsetzen?
    Schon auch. Aber gleichzeitig glaube ich, dass man grundsätzlich als Spieler hier nicht in die Liga hineinwächst, nur um später einmal in die NHL zu gehen. Die Nationalliga A ist primär das Spitzenprodukt des Schweizer Eishockeys. Man kann sich hier aber schon den nötigen Schliff für die NHL holen.

    Sind Sie denn der Meinung, dass jene, die nach Nordamerika wollen, dies so früh wie möglich tun sollten?Nein, das sage ich nicht. Wenn man als 18-Jähriger hier mit Männern in der Nationalliga spielen kann, ist das sehr gut. Aber jeder Fall ist verschieden. Was dem einen entgegenkommt, kann für den anderen genau das Falsche sein. Die Frage, wann ein Spieler am besten wo spielen soll, beschäftigt die Leute auch in Nordamerika. Das sind individuelle Entscheidungen fürs Leben. Man muss sie treffen und dann dazu stehen.

    Ihre Aufgabe hier ist es, die Spieler und das Team besser zu machen. Haben Sie daneben auch den Überblick über das Talentreservoir in der ganzen Organisation der ZSC Lions?
    Die ZSC-Nachwuchsabteilung ist riesig. Aber die Spieler gehören uns nicht, andere Klubs fressen schon einmal über den Hag. Ich schaue mir Spiele der Junioren an und finde die Qualität sehr gut. Ich will die Jungen auch bei mir im Training sehen. Mit Luca Cunti, Reto Schäppi und Ronalds Kenins hat die Integration schon geklappt. Natürlich werden nicht alle Talente den Sprung ins Team schaffen.

    Sind Sie ein Coach, der Zeit braucht, bis seine Arbeit Früchte trägt? In der NHL waren Ihre Mannschaften Colorado und Atlanta in der dritten bzw. vierten Saison am erfolgreichsten.
    Mit Colorado scheiterten wir zuerst zweimal knapp im Halbfinal, und in Atlanta musste ich bei null anfangen. In der AHL gewann ich in der ersten Saison den Titel, bei den Junioren in Quebec in der zweiten. Am Ende geht es um die Frage: Wie viel kann man aus einem Team herausholen? Ich halte mir zugute, behaupten zu können, dass ich die Spieler im täglichen Training besser machen kann.

    Glauben Sie, dass in dieser Saison noch alles möglich ist für Ihre Mannschaft?
    Natürlich. Die Qualifikation ist ein Marathon, die Play-offs sind ein Sprint. In der AHL landete ich einmal auf dem achten Platz nach der Qualifikation, der Leader hatte 35 Punkte mehr als wir. Aber in den Play-offs gewannen wir das Duell in der ersten Runde mit 4:0 Siegen. Wenn nicht ein Klassenunterschied herrscht, ist die Differenz zwischen Sieg und Niederlage klein. Normalerweise gibt es pro Spiel fünf oder sechs Szenen, die entscheiden. Manchmal hat man Glück, manchmal nicht. Die einen treffen nur den Pfosten, die andern ins Tor. Es kommt aber noch mehr zusammen: die Form einzelner Spieler, des Goalies, Verletzungen. Am Schluss spielt sich alles im Kopf ab. Und: Wie steckt man Rückschläge weg?

    Diesbezüglich haben Sie auch in Zürich schon Erfahrungen gesammelt. Die Spieler hatten vor allem zu Saisonbeginn Angst, Fehler zu begehen. Sie mussten bereits viele Gespräche führen.
    Ja, und deswegen bin ich auch hierhergekommen. Das ist das Interessante an diesem Beruf. Man arbeitet mit Menschen. Früher arbeitete ich acht Jahre in einer Fabrik an einer Maschine, die hat keine Gefühle.

    Es ist also nicht zu erwarten, dass Sie wie kürzlich Barry Smith in Lugano Ihren Posten räumen?
    Überhaupt nicht. Sehe ich etwa unglücklich aus? Wir haben eine grosse Herausforderung vor uns. Die letzten zwei Saisons waren nicht gut. Jetzt versuchen wir, etwas aufzubauen. Ich bin ein geduldiger Mensch und gerate nicht rasch in Panik. Dafür bin ich zu alt.

    Sie stehen aber auch im Ruf, sehr fordernd gegenüber den Spielern zu sein.
    Ich bin mir gegenüber genauso fordernd. Niemand will ein Team sehen, das einen Trainer hat, der mit mittelmässigen Leistungen zufrieden sein kann. Natürlich gibt es im Verlauf einer Saison auch schlechte Spiele. Das 0:5 im September gegen Kloten war so eines, ein fürchterliches Spiel, völlig inakzeptabel.

    Haben Sie sich im Verlauf der Jahre verändert, sind Sie milder geworden?
    Nein. Ich liebe es nach wie vor, mit Leuten zu arbeiten und mit ihnen zu reden. Gleichzeitig habe ich Mühe, wenn ich Leute sehe, die nicht ihr Bestes geben. Damit kann ich nicht umgehen. Ich bin so erzogen worden, zu Hause und von meinen Trainern im Football, im Baseball, im Eishockey. Die waren wirklich hart, das gefiel mir damals zum Teil gar nicht. Aber heute bin ich dankbar für diese Schule. Ich habe gelernt, was richtiges Arbeiten bedeutet. Ich hasse es zwar zu verlieren. Aber solange wir hart arbeiten, haben wir immer eine Chance, etwas zu gewinnen.

    Nachdem Sie in Zürich unterschrieben hatten, sagten Sie, Ihr erstes Engagement ausserhalb Nordamerikas werde für Sie auch eine gute Lebenserfahrung. Sind Sie immer noch dieser Meinung?
    Absolut. Wir hatten letzte Woche drei Tage frei. Ich fuhr mit meiner Frau nach Venedig, wir wohnten direkt am Wasser, assen phantastisch. Und wir lieben Zürich: Die Leute sind nett, wir waren schon oft auf dem See, in vielen guten Restaurants. Man braucht ja nur die Städte-Rankings anzuschauen, überall liegt Zürich mit an der Spitze.

    Ist die NHL immer noch in Ihrem Kopf?
    Nicht unbedingt. Ich will noch in einer Liga ausserhalb von Nordamerika Meister werden. Meine Kinder sind erwachsen. Ich möchte nicht eingebildet klingen, aber ich bin jetzt in einer Lebensphase, in der ich auswählen kann, wo ich arbeiten will. Für Zürich habe ich mich entschieden, weil ich das Gefühl hatte, dass alles passt. Und dieses Gefühl habe ich noch immer.


    Vom nobody zum Championpic. ⋅ Der am 7. September 1960 in Hawkesbury in der kanadischen Provinz Ontario geborene Bob Hartley ist seit mehr als 20 Jahren Trainer. Nach Stationen in zwei Junioren-Ligen war er fünf Jahre Headcoach in der Farmteam-Liga AHL, danach von 1998 bis 2007 in der NHL. Auf jeder Stufe gewann er einmal die Meisterschaft. Höhepunkt ist der Stanley-Cup-Triumph 2001 mit den Colorado Avalanche. Hartley war als Spieler Goalie, wurde aber nie Profi. Der Frankokanadier ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder.

    Zitat von ZüriBueb

    So isch es. Absolut charakterlos, was die Lüt ide Zitige gschribe händ. Die händ jetzt gar nüt z jammere. Nöd dass ich mich wahnsinnig dra froie, aber ungrächt find ichs nöd.

    da sind wir sogar einer meinung!...-))

    ein arbeitskollege von mir stand in rom 5 reihen hinter dem „petardentrottel“. der blick schrieb von 30 verletzten und massenpanik im zürcher fanblock. mein arbeitskollege hat, ausser dem lärm der böllerschüsse, nichts mitbekommen. am schluss warens dann 2 verletzte und die massenpanik war schlicht und einfach erfunden.

    diese aktion gegen die blickreporter ist genau so daneben, wie die blick berichterstattung. von daher aber: selber schuld!

    aber genau um solche hetzjagden oder gar selbstjustiz zu verhindern, kann das momentane problem nur die justiz lösen. natürlich unter mithilfe der vereine.

    gruess roli c.

    alles gut und recht!

    der denkfehler ist einfach der, dass so nur der verantsalter der party und mit ihm die 95% wohlerzogenen und sich gut aufführenden partygäste bestraft werden, während die querulanten sich einen ins fäustchen lachen und irgendwo eine andere party finden um sich auszutoben. und das kann und darf nicht die lösung sein!

    messier sagt es richtig: lebenslange stadionverbote (welche aber auch umgesetzt werden) und drakonische gefängnisstrafen.

    gruess roli c.