Die Leute, welche jetzt auf eine Reduktion der Zwangsgebühren drängen sind dieselben, welche anno dazumals die NoBillag-Initiative aufgegeleist haben. Das Ziel bleibt dasselbe: Ein neutrales Medium aus dem Weg räumen, damit die populistischen rechten Anliegen besser verkauft werden können. Für mich persönlich ist ein starkes, neutrales Staatsmedium sehr wichtig.
Natürlich kann man über diverse Formate diskutieren, was jetzt Sinn macht und was nicht, keine Frage. Aber da hat jeder wieder seine eigenen Ansichten. Meine Frau schaut die Landfrauenküche, ich (fast) alles von Olympia, meine Schwiegereltern den Donschtigsjass.
sorry larry, folgender einwand muss jetzt aber doch noch sein, einfach weil ich die aussage von (von mir übrigens sehr geschätzen!) dani8 nicht einfach unbeantwortet stehen lassen kann/will. sei mir verziehen, nachher schweige ich dazu, versprochen! versuche mich auch möglichst kurz zu fassen…
für dani8: man muss in dieser diskussion schon etwas differenziert vorgehen. leider wird das ganze im moment von den gegnern der initiative zu sehr auf entweder „ausgewogene, neutrale“ oder dann „rechtspopulistische“ berichterstattung runtergebrochen. genauso wie befürworter oft mit „linksversifftem staatsfernsehen“ argumentieren. als gäbe es nichts dazwischen.
ein starkes, neutrales staatsmedium wäre tatsächlich sehr wichtig und auch in meinem interesse. nur haben wir das mit srf eben nicht! stark ja, neutral nein! ich sehe klar linkslastige tendenzen und wertungen. nichts dagegen, ich bin für totale meinungs- und redefreiheit. aber dann soll man es bitte auch beim namen und nicht „ausgewogen und neutral“ nennen, wenn es das nicht ist! je nach eigener ideologie, kann man auch roger köppel als „ausgewogen und neutral“ empfinden, was er aber natürlich genau sowenig ist wie srf. alles eine frage des standpunktes.
nimm bitte einfach zur kenntnis, dass nicht wenige einwohner (auch ALLES gebührenzahler!), welche eher konservativ-bürgerlicher prägung sind, die - im zusammenhang mit srf - oft erwähnte ausgewogenheit und neutrale berichterstattung mit der lupe suchen müssen. ohne das die meisten dieser zuschauer aber gleich rechtsradikal positioniert sind oder bedingungslos rechtspopulisten unterstützen würden.
ich selber konsumiere zb. mit „sternstunde philosophie“ ein minderheitenformat, welches kaum je ein privatsender senden würde. einfach wegen zu geringen einschaltquoten und somit zuwenig möglichen werbeeinnahmen. ua. für solche sendeformate steht srf aber in meinen augen. solche sendungen lassen, je nach gast/gästen, raum für linke oder rechte positionen. wenn beide seiten ihre redezeit im format erhalten (muss nicht in derselben sendung sein), dann ist die einzelne sendung möglicherweise nicht neutral, aber im gesamten gesehen ist das konzept dann eben doch ausgewogen. so wie es sein sollte. solche sendungen lassen sich aber auch mit weniger gebühreneinnahmen weiterhin produzieren.
die bedenken, dass bei annahme der initiative rechtspopulisten die mediale hoheit übernehmen, empfinde ich als sehr überzogen, ja sogar als reine panikmache. ich sehe jedenfalls keinen schwerreichen politiker oder medienmogul in der schweiz, welcher solches finanzieren würde.
ps. damit ich diesem fred (und larry
) doch noch gerecht werde, hier noch mein senf zum spiel schweiz-kanada. konnte, arbeitstechnisch, leider nur die letzten beiden drittel schauen. aber diese genügten für folgenden eindruck:
wie geil ist das denn, was diese kanadier zeig(t)en und grundsätzlich drauf haben? unglaublich! keine einzige hundertstelsekunde kannst du gegen diese spieler unaufmerksam sein, wird jeweils gnadenlos bestraft. in höchster bedrängnis erobern oder behalten sie den puck und bringen noch einen entscheidenden pass oder schiessen gar ein tor! etwas was man national, auch in den besten spielen einer finalserie, so niemals sieht.
die schweizer waren wirklich nicht schlecht unterwegs, hätten mit ihrem spiel wohl die meisten gegner geschlagen und hatten beim stande von 3:1 durchaus einige chancen zum 3:2. aber unter dem strich war es trotzdem einfach nur eine (macht-)demonstration der kanadier. kann mir echt nicht vorstellen, wer sie am olympiasieg hindern soll! die schweiz von damals hätte vor 30 jahren gegen eine solche mannschaft etwa 15:1 - oder gar noch höher - verloren. was ja durchaus für die entwicklung des schweizer eishockeys spricht.