Die offensiven Fähigkeiten von Dean Kukan
Mit offensiver Variabilität und kontrollierten Exits die Differenz machen
Die ZSC Lions führen in der Serie gegen den HC Davos mit 2:1. Eine wichtige Figur bei den Zürchern ist Dean Kukan. Der Verteidiger wechselte im Sommer aus der NHL zurück zum ZSC.
In der Serie gegen den HC Davos ist Kukan, wie bereits erwähnt, eine der treibenden Kräfte auf Zürcher Seite. Er kommt nach drei Spielen auf zwei Tore und eine Vorlage. Zuletzt erzielte er in der dritten Partie den Game Winner. Es ist ein Tor, das seine grosse Klasse aufzeigt.
Er übernahm die Scheibe in der eigenen Zone und führte sie bis vors gegnerische Tor, wo er schliesslich Sandro Aeschlimann bezwang. Das sogenannte "kontrollierte Verlassen" der eigenen Zone und das "kontrollierte Eindringen" in die gegnerische Zone sind zwei Dinge, die in Kukans Spiel immer wieder auffallen. Er ist einer der wenigen ZSC-Verteidiger, der nicht sogleich den Drang hat, den Pass zu suchen, sondern weiss seine schlittschuhläuferischen Fähigkeiten einzusetzen. So gelingt es ihm auch immer wieder, wichtige Tore für die Lions zu erzielen oder vorzubereiten.
Seine Offensivqualitäten sind eines der Merkmale von Dean Kukan, es beginnt bei den "zone exits" und "zone entries" und hört bei der Übersicht und dem guten Abschluss auf. Seine Variabilität darf aber nicht vergessen werden, was seine "Shotmap", also von wo aus er all seine Schüsse in der Regular Season sowie in den Playoffs abgegeben hat, perfekt aufzeigt.
Quelle: nlicedata.com
Die meisten seiner Abschlüsse kommen aus zentraler Position von der blauen Linie. Das kommt von seiner Position im Powerplay. Ansonsten findet man aber auch viele Schüsse aus den beiden Bully-Kreisen. Darunter auch vier Tore. Am meisten wird die Situation klar, wenn wir die "Shotmap" von Dean Kukan mit jener von Michael Fora vergleichen, der in der Serie auch schon für den HC Davos getroffen hat, in Sachen Scorerpunkte aber nicht mit Kukan mithalten kann.
Quelle: nlicedata.com
Beim Nati-Verteidiger der Davoser fallen die vielen Abschlüsse von der rechten Seite auf. Getroffen hat er aber nur, wenn er sich ins Zentrum bewegte und das macht Kukan eben vermehrt. Es ist also ein Beispiel, wie Fora seine Fähigkeiten in der Offensive verbessern könnte.
Der holprige Offensiv-Start von Kukan
Der ehemalige NHL-Verteidiger zeigte seine Offensivqualitäten aber nicht gleich von Beginn weg. Bei den ZSC Lions benötigte er eine gewisse Eingewöhnungszeit und das zeigen auch seine Scorerpunkte auf. In den ersten 13 Spielen kam er "nur" auf vier Zähler. So hatte es sich der Rückkehrer natürlich nicht vorgestellt. Kukan wusste sich aber stets zu verbessern und beendete die Saison mit 31 Zählern in 49 Spielen, was einem Schnitt von 0.63 Punkten pro Partie entspricht. Das kann sich bei einem Zweiweg-Verteidiger durchaus sehen lassen.
Kukan spielt in den Playoffs nun sein bestes Eishockey der Saison, genau so, wie es bei einem Eishockeyspieler auch sein muss. Wenn es darauf ankommt, dann muss man zur Stelle sein. So erfüllt er die wichtige Rolle in der ZSC-Defensive, die von Anfang an von ihm erwartet wurde.