Beiträge von Sbornaja

    Der EV Zug erhebt Einsprache gegen den Entscheid im Tarifverfahren gegen Jérôme Bachofner

    Der EV Zug erhebt Einsprache gegen den Entscheid im Tarifverfahren gegen Jérôme Bachofner. Bachofner wurde im Meisterschaftsspiel der National League zwischen den ZSC Lions und dem EV Zug vom 22. Januar 2021 für das Vortäuschen eines Fouls mit CHF 1’600.-- gebüsst. Der EV Zug akzeptiert diese Busse nicht.

    Turbulente Schlussphase
    ZSC dreht das Spiel, Grönborg wird in die Kabine geschickt

    Die Lions machen in Davos aus einem 1:2 ein 5:2. Dann verletzt sich Garrett Roe, was den Zürcher Trainer auf die Palme und schliesslich in die Garderobe bringt.

    Emotional wurde es erst in den letzten zwei Minuten. ZSC-Stürmer Garrett Roe wurde von zwei Teamkollegen gestützt in die Garderobe begleitet. Auf der Bank tobte derweil sein Headcoach Rikard Grönborg. Er tat dies auch, als ihn die Schiedsrichter wegen Reklamierens zunächst mit zwei Minuten und dann mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe ruhig stellen wollten. Doch von Ruhe war keine Spur, der Schwede nutzte den Gang in die Kabine zum Fluchen und Klopfen ans Plexiglas.

    Der Grund für die Aufregung: Roe war beim Versuch eines Befreiungsschlags von Davos-Stürmer Yannick Frehner gecheckt worden und verdrehte beim Sturz in die Bande zusätzlich das Bein. Wie schwer sich Roe verletzte, war nach dem Spiel noch unklar. Dass die Aktion für Frehner keine Folgen hatte, brachte Grönborg auf die Palme.

    Ohne diese Szene hätte Grönborg eine ruhige Schlussphase geniessen können. Denn zehn Minuten vor Schluss ging es plötzlich schnell, klappte alles für die Lions, zeigten sie sich von ihrer besten Seite. Innert 21 Sekunden machten Prassl und Pedretti aus einem 1:2 ein 3:2. Vergessen schien ein wenig inspirierter Auftritt zuvor. Und weil plötzlich alles klappte, kombinierten sich Lasch, Sigrist und Hollenstein noch zum Tic-Tac-Toe-Tor und setzte Andrighetto noch den Schlusspunkt zum 2:5. Kurz Gas gegeben, Spiel gedreht, Ende gut, alles gut. Bis die Szene mit Frehner und Roe passierte.

    Kein durchwegs gelungener Auftritt

    Es hätte ansonsten auch einiges zu lamentieren gehabt. Hatten die ZSC-Spieler vor der Partie vielleicht zu lange die Davoser Mannschaftsaufstellung betrachtet? Und hatten sie, was fataler wäre, irgendwelche Rückschlüsse aufs Spiel gezogen, als sie sahen, dass auf die bereits lange und prominente Absenzenliste der Bündner nun auch noch Enzo Corvi dazugekommen war und der HCD zwei Plätze in der Aufstellung leer lassen musste?

    Klar, auch die Lions sind geplagt von Verletzungspech. Am Dienstag kam neu Johant Morant dazu. Entscheidender Faktor, dass sich die Davoser die 1:0-Führung nach 20 Minuten verdienten, war aber etwas anderes. Die Bündner generierten aus der Not eine «Jetzt-erst-recht-Stimmung» und traten äusserst aggressiv auf. Mit dem bis Minute 44 und dem 1:1-Ausgleich Simon Bodenmanns lange einzigen Tor hatte dies indes nichts zu tun.

    Fabrice Herzog schoss in Unterzahl seinen 14. Saisontreffer auf äusserst kuriose Weise. Nach einem Davoser Befreiungsschlag stoppte ZSC-Goalie Ludovic Waeber den Puck hinter dem eigenen Tor und verlor ihn dann an Herzog. Der schob die Scheibe zum wohl einfachsten Treffer der Karriere ins leere Tor.

    Ab Drittel 2 zeigten sich die Lions leicht verbessert. In Schwung kamen sie aber erst in den letzten zehn Minuten, es reichte aber am Ende für einen komfortablen Sieg, der mit Roes Ausfall eine bittere Note erhielt.

    Die weiteren Spiele

    Der EV Zug hat das zweite Spiel hintereinander verloren. Nach dem 6:7 n.P. gegen die ZSC Lions vor einer Woche setzte es bei Lausanne eine 1:5-Niederlage ab. Dabei gingen die Zentralschweizer im 1. Drittel durch Carl Klingberg 1:0 in Führung. Tim Bozon (2), Brian Gibbons, Floran Douay und Christoph Bertschy drehten die Partie für die Waadtländer.

    Auch der HC Lugano drehte die Partie in Fribourg. Nach dem 0:1 durch Yannick Herren waren Tim Heed und Dario Bürgler für die Tessiner erfolgreich. Der SC Bern kommt derweil weiter nicht vom Fleck. Er verlor bei den Rapperswil-Jona Lakers 2:5. Calle Andersson und Vincent Praplan trafen für den SCB, Marco Lehmann, Kevin Clark, Roman Cervenka, Kay Schweri und Jeremy Wick für die St. Galler. (heg)

    Auch Aktienkapitalerhöhung wird lanciert
    "Der HCAP verdient es, auf gesunden Beinen zu stehen" - Ambri beantragt Bundesgelder

    Der Hockey Club Ambrì-Piotta informiert, dass der Antrag auf A-fonds-perdu-Beiträge fristgerecht bei den zuständigen Behörden eingereicht wurde.

    Wie alle Profi-Sportvereine in der Schweiz, durchlebt auch der HCAP eine sehr schwierige Saison 2020/2021 aufgrund der Covid-19-Pandemie und den damit einhergehenden Restriktionen was Grossveranstaltungen, Events und Gastronomie betrifft. So musste der HCAP bereits viele Heimspiele als sog. Geisterspiele austragen. Dies ist besonders schmerzhaft im Wissen, dass es die letzte National League Saison in der altehrwürdigen Valascia ist.

    Geisterspiele wirken sich negativ auf Umsätze aus dem Ticketing sowie Sponsoring, der Hospitality und der Gastronomie aus, und diese fehlenden Einnahmen beeinträchtigen die finanzielle Situation des HCAP auf dramatische Art und Weise."Die tollen Fans des HCAP welche eine Saisonkarte gekauft haben, sowie die treuen Sponsoren, Donatoren und Gönner unterstützen den HCAP nach Kräften, jedoch reicht dies nicht aus, um das klaffende Loch zu stopfen, deshalb haben alle Angestellten des HCAP mit einem Jahressalär über CHF 84'000.- bereits zu Beginn der Saison auf einen Teil ihres Lohnes verzichtet.

    Da sich die pandemische Lage kurz nach Saisonstart verschlechtert hatte, und der ursprüngliche Plan mit quasi 3'000 Zuschauern in der Valascia zu spielen, nicht aufgegangen ist, wurde der sich abzeichnende Verlust noch grösser, weshalb wir uns gezwungen sehen den Antrag auf A-fonds-perdu-Beiträge jetzt zu stellen", erklärt Präsident Filippo Lombardi.

    Er ergänzt zudem: "Wir wissen nicht genau wie gross diese A-fonds-perdu-Beiträge sein werden, jedoch wissen wir, dass sie den Verlust der Saison 2020/2021 nicht ausreichend decken können. Die Saison 2021/2022 werden wir dann im neuen Stadion in Angriff nehmen, was ein grosser Meilenstein in der 84-jährigen Geschichte des HCAP bedeutet, und dies möchten wir einerseits mit einer soliden finanziellen Basis, aber auch mit einer schlagkräftigen ersten Mannschaft tun.

    Aus diesem Grund werden wir in den nächsten Tagen eine öffentliche Aktienkapital-Erhöhung lancieren. Der HCAP verdient es auf gesunden Beinen zu stehen, wenn ab September 2021 im neuen Stadion der Mythos Ambrì weitergelebt, und das neue Stadion zur Ausbildungsstätte für alle unseren Mannschaften der Nachwuchsabteilung wird."

    Riga darf die Titelkämpfe ausrichten
    Die Entscheidung ist gefallen: Hockey-WM 2021 findet in einer einzigen Stadt statt

    Der Internationale Eishockeyverband (IIHF) hat bezüglich der WM 2021 eine Entscheidung getroffen. Nachdem Weissrussland als Co-Gastgeber entmachtet worden ist, findet die Hockey-WM in diesem Jahr nur in Riga statt.

    Dies hat das IIHF Council an diesem Dienstag offiziell entschieden. Lettland wird somit als alleiniger Gastgeber die Eishockey-WM 2021 ausrichten dürfen. Die Titelkämpfe werden auch aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr nur in einer Stadt, nämlich in Riga, über die Bühne gehen.

    Alle 16 Nationen, welche mit von der Partie sind, werden dabei in einem Hotel einquartiert und die Gruppenspiele sowie die anschliessenden K.o.-Partien werden in zwei verschiedenen Stadien in Riga ausgetragen.

    René Fasel glaubt, dass "man flexibel bleiben kann, wenn die WM in nur einem Land stattfindet. Wir können dadurch kosten-effektive Lösungen finden, um ein sogenanntes Bubble-Konzept zu entwickeln."

    Der FCZ-Trainervergleich
    So einfach kann Fussball sein: Rizzo verleiht dem FCZ defensive Stabilität und hat Erfolg

    Der FC Zürich hat sich nach dem Trainerwechsel vom Tabellenende bis in die Verfolgergruppe gesteigert. Das Team tritt unter Massimo Rizzo wieder deutlich stabiler auf, das müssen die Zürcher nun auch gegen den Leader aus Bern beweisen.

    Aufwärtstrend seit dem Trainerwechsel

    Im Februar 2018 übernahm Ludovic Magnin das Traineramt beim FC Zürich. Es war die Aufstiegssaison des FCZ. Gleich mit zwei Stadt-Derbys starte Magnin, eines davon konnte er gewinnen. Es war jenes im Cup-Halbfinale. Die Saison schlossen die Zürcher auf dem vierten Tabellenrang ab. Das Highlight folgte wenig später, als sich der Stadtclub gegen die Young Boys den Cup-Titel sicherten. In der Folgesaison führte Magnin die Zürcher in der Europa League bis in die K.o.-Runde.

    Danach verlief die Zeit unter dem 64-fachen Nationalspieler eher enttäuschend. Einige Male kassierten die Zürcher in der Saison 2019/20 eine Kanterniederlage. Trotzdem schaffte es Magnin, sich im Amt zu halten. Der schlechte Start in die neue Spielzeit war dann allerdings zu viel. Das Cup-Out und der letzte Tabellenrang nach drei Spieltagen waren ausschlaggebend, nach der 0:4-Pleite beim Aufsteiger Lausanne wurde Magnin beim FCZ entlassen. Vorerst als Interimstrainer übernahm Massimo Rizzo das Ruder. Mittlerweile ist er ein bis 2022 vertraglich gebundener Trainer und mit dem FCZ geht es seither stetig nach oben.

    Was ist Rizzos Erfolgsrezept?

    Der langjährige Nachwuchstrainer der Zürcher hat sich sichtlich bewährt. Mittlerweile mischen die Zürcher mitten in der Verfolgergruppe mit. Im neuen Jahr schlugen sie nun mit Basel und St.Gallen gleich zwei direkte Konkurrenten aus der oberen Tabellenhälfte. Dazwischen verlor der FCZ allerdings ausgerechnet im Heimspiel gegen das Schlusslicht Vaduz. An der Konstanz lässt sich in der Limmatstadt sicherlich noch etwas arbeiten, doch der Aufwärtstrend ist klar. Beachtet man in der Tabelle nur alle Spiele ab der vierten Runde, wäre der FCZ gar Zweiter, nur vier Zähler hinter Leader YB, die allerdings noch eine Partie weniger absolviert haben.

    Doch was machen die Zürcher plötzlich so viel besser?

    "Eine klare Ordnung und eine bessere Präsenz in der Verteidigung, bei der Rückwärtsbewegung wieder das 4-4-2 System, das eine gewisse Stabilität ermöglicht. Das mit der Dreierabwehr kann ins Waterloo führen, alle die 0:4-Niederlagen waren unter Magnin längerfristig emotionaler Selbstmord. Es ist ein einfacherer Fussball, man verliert dann einmal 0:1 gegen Vaduz, aber es ist dann nicht gleich ein Totalschaden." Thomas Renggli, The Soccer Lounge, 02. Februar 2021

    Taktisch hat Rizzo nur Details angepasst, neues Personal stand ihm bis zur Winterpause kaum zur Verfügung. Die Dreierkette, auf die Magnin einige Male zurückgegriffen hat, ist endgültig über Bord geworfen. Rizzo vertraut nur und ausschliesslich einer Vierer-Abwehrkette. Die zusätzliche defensive Stabilität ist dann auch das, was man aus den Daten herauslesen kann. Zürich kassiert massiv weniger Tore. Man überlässt dem Gegner dafür etwas mehr den Ball, aus der defensiven Stabilität heraus gelingen dem FCZ allerdings auch mehr Tore.

    Mittlerweile hat Rizzos Mannschaft mit Blerim Dzemaili ein wichtiges Element hinzugewonnen. Im Mittelfeld wird in den nächsten Wochen und Monaten der ehemalige Nationalspieler die Fäden ziehen. In den beiden Spielen mit ihm, gegen Basel und St.Gallen, haben die Zürcher schon einmal gezeigt was in ihnen steckt. Doch der nächste Härtetest für den FCZ folgt sogleich. Zum Abschluss der Hinrunde empfängt man am Mittwochabend den Meister YB im Letzigrund. Ein dritter Streich im neuen Jahr würde den FCZ zumindest vorübergehend in der Tabelle auf den zweiten Zwischenrang befördern. Der deutlich stabilere FC Zürich nimmt unter Massimo Rizzo Kurs auf das beste Meisterschaftsjahr seit dem Aufstieg.

    und weil es hier drin ja auch Thema war:

    Bereits auf dem Weg nach Bern
    Trotz dem überraschenden Wechsel zum SCB sind sich Davos und Raffainer schnell einig geworden

    Vor knapp zwei Wochen hat die Nachricht, dass HCD-Sportchef Raeto Raffainer zum SC Bern wechselt, die Hockey-Schweiz erschüttert. Nun haben sich die Parteien auf eine sofortige Trennung geeinigt.

    Der HC Davos verliert seinen Sportchef Raeto Raffainer und das erst noch ziemlich überraschend an den SC Bern. Dort erhält dieser eine Aufstiegschance dank einer neu geschaffenen Position. Dass Raffainer den HCD nach zwei Jahren bereits wieder verlässt, trägt ihm der Club nicht nach. Die beiden Parteien haben sich gemäss dem Tages-Anzeiger bereits einigen können. Die Trennung soll per sofort erfolgen. "Es ist für alle Beteiligten so am Besten, der Kern der Mannschaft für nächstes Jahr steht ja bereits", wird Raffainer vom Tages-Anzeiger zitiert. Davos spart so gleichzeitig die Lohnkosten und der abtretende Sportchef gerät nicht in einen Gewissenskonflikt.

    In Bern wird man sich über diese Lösung wohl auch freuen, bereits am Dienstag kann Raffainer seine neue Stelle in der Bundeshauptstadt antreten.

    Für den Rest der Saison bei Leksands IF
    Nix EVZ: Mirco Müller zieht es nach Schweden

    Lange wurde darüber spekuliert, wo Mirco Müller seine Saison fortsetzen wird. Nun hat sich Leksands IF die Dienste des ehemaligen NHL-Verteidiger gesichert.

    In der National League wurde zwar lange der EV Zug als heissester Kandidat für eine Müller-Verpflichtung gehandelt, nun hat sich der 25-jährige aber für einen Abstecher in die SHL entschieden. Leksands ist derzeit an siebter Stelle in der SHL klassiert.

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    Agent bestätigt Anfrage
    Der SCB muss bei Sven Bärtschi noch etwas Überzeugungsarbeit leisten

    Sven Bärtschi wird die kommende Saison in Nordamerika voraussichtlich wieder in der AHL verbringen. Danach läuft sein Vertrag aus und der SCB scheint sich um seine Dienste zu bemühen.

    So bestätigt Bärtschi-Agent Andre Rufener gegenüber Klaus Zaugg (via Watson), dass es eine konkrete Anfrage des SC Bern für den NHL-Stürmer gegeben hat. Weil Bärtschi nach nur sechs NHL-Spielen in der letzten Saison und der der erneuten Degradierung in die AHL wohl keine Zukunft in Nordamerika hat, könnte eine Rückkehr in die Schweiz, genauer ins Bernbiet, durchaus realistisch sein.

    Doch laut dem Eismeister müsse der SC Bern noch Überzeugungsarbeit leisten. Dafür müsse der neue CSO, Raeto Raffainer, sobald es die Situation zulasse, nach Nordamerika reisen, um diesen Blockbuster-Deal, wie einst bei den Transfers von Christian Dubé oder Martin Plüss, wirklich über die Bühne zu bringen. Für den strauchelnden Riesen SC Bern wäre eine Verpflichtung Sven Bärtschis jedenfalls ein starkes Zeichen für die Zukunft.

    Thomas Roost über die Gefahren und die Risiken

    Import-Spieler-Überflutung: Eine Provinzposse aus der Schweiz

    Der aktuelle Streit in der Schweizer Eishockeyszene wird von sämtlichen mir bekannten ausländischen Hockeyexperten als typische Schweizer Provinzposse kommentiert, welche die Vorurteile über uns im hockeytechnischen Ausland als etwas rückständiges, knorriges, konservatives Bergvolk zementiert.


    Selten hat eine Eishockeydiskussion in unserem Land derart hohe Wellen geschlagen wie die aktuelle über die Anzahl erlaubter Importspieler. Das vorliegende Resultat finde ich nicht gut, es wird nicht die erhoffte Wirkung auf die Spielersaläre entwickeln und für junge Schweizer Spieler ist das Erreichen einer Hauptrolle auf unserer grossen Bühne des Theaters erschwert.

    Die Emotionalität, die Schärfe und die totalitären Schuldzuweisungen in dieser Diskussion erinnern an die unsäglichen Wortmeldungen von Möchtegern-Epidemiologen, Impfverweigerern, Virologen mit gefährlichem Halbwissen und populistischen Vertretern der Extremparteien. Dies ist nicht angezeigt, denn der «Streitwert» dieser Auseinandersetzung ist weit geringer als vielerorts vermutet wird. Ich empfehle dringend, aufgrund der Hiobsbotschaften betreffend die Juniorenentwicklung nicht in Depression zu verfallen und ebenso dringend ist meine Empfehlung in Richtung der «Säckelmeister» bei den Proficlubs in der National League, sich nicht in den Teppichetagen-Budgets schöne Lohnerhöhungen zu bewilligen, weil die Lohnsumme auf dem Eis zu sinken verspricht. Die wahre Gefahr dieser unschönen Diskussionskultur, respektive Diskussionsverweigerungskultur, sind andere möglichen Folgen als das Nichterreichen der Payroll-Senkungen und der Verlust an Qualität der sportlichen Leistungen unserer Nationalteams, doch dazu später.

    Zuerst zu den vielerorts antizipierten Folgen Payroll-Senkung, Qualitätsverlust in der Nachwuchsförderung, Zuschauerschwund.

    Nein, die Gesamtausgaben für Spielersaläre werden nicht sinken, aber der jetzt schon beträchtliche Graben zwischen den budgetstarken und budgetschwächeren Teams wird noch grösser und dies wird zu einer noch unausgeglicheneren Liga führen als bereits jetzt. Langnau und Ambri werden auch in Zukunft in aller Regel von unter dem Strich grüssen und Teams wie Zug, Zürich, Lausanne und irgendwann dann auch wieder Bern und Lugano werden die Regularseason als Testspielaufgalopp für die Playoffs geniessen können. Wenns nicht so läuft wie es soll, dann wird an der Importspielerfront geklotzt denn die Versuchung, sich in diesem riesigen Spielermarkt zu bedienen ist verlockend und die Irrtumstoleranz ist ja neu unbeschränkt (die Clubs dürfen neu so viele Importspieler lizenzieren wie sie wollen), d.h. es braucht künftig noch weniger Sportkompetenz aber dafür noch mehr «Kohle» um kompetitiv zu sein, resp. um Importspieler-Einkaufsirrtümer korrigieren zu können.

    Allfällige Strafzahlungen in den Solidaritätsfonds bezahlen die reichen Clubs aus der Portokasse, das kennen wir aus dem Baseball. Den Qualitätsverlust für die Juniorenförderung sehe ich auch nur bedingt. Dies tönt als vorauseilende Erklärung für ausbleibenden Erfolg an den Junioren-WMs und bei den Drafts. Vergessen wir nicht: Der jetzt immer augenscheinlichere, schleichende Niedergang unserer Juniorenqualität – positiv interpretiert darf maximal auch von einer Stagnation gesprochen werden – fällt in eine Zeit, in der wir im Gegensatz zu den Deutschen die Importspielerregelung exakt so definiert haben wie wir glauben, erfolgreicher zu sein. Umgekehrt fällt das deutsche «Juniorenwunder» der letzten Jahre, mit den zahlreichen Erstrundenpicks, genauso in diese Zeit in der wir glaubten, dass wir betreffend Talentförderung vieles richtig und die Deutschen vieles falsch machen.

    Zuschauerrückgang: Da bin ich nicht so sicher, Corona wird da vermutlich den grösseren Einfluss haben als die Importspielerdiskussion. D.h. ich erwarte für die nahe Zukunft einen Rückgang bei den Zuschauerzahlen im Stadion, davor höhere TV-Einschaltquoten, der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ich glaube, die Fans werden zurückkehren, evtl. werden es teilweise andere sein als heute. Zudem habe ich nie ganz verstanden, wie die eindrücklichen Fan-Voten zu diesem Thema zustande gekommen sind. Wurden da «nur» Stimmen von jugendlichen Hardcorefans gezählt oder haben auch die zahlreichen «nur Zuschauer» die nicht im Fanblock stehen mitgestimmt? Ich kann mir vorstellen, dass es doch eine grössere schweigende Mehrheit gibt, denen diese Diskussion mehr oder weniger egal ist. Dass die Spieler dem Ansinnen der Importspieler-Öffnung nicht zugestimmt haben ist ja wohl logisch, dies darf nicht überbewertet werden. Kein normaler Baustellenarbeiter würde den Schweizer Lohnschutzartikel im EU-Vertrag kippen wollen.

    Die Gefahren:

    Die aktuell latente Gefahr ist eine Art «Bürgerkrieg» in unserer Eishockey-Community. Es wird nicht mehr miteinander gesprochen, es gilt das Recht des Stärkeren und das «Big Picture», das langfristige Wohlergehen des Schweizer Eishockeys steht nicht mehr im Fokus. Selbstverständlich bilden sich dadurch bei den Schwächeren Widerstände, Kampfbereitschaft, Kreativität und Solidarität.

    Denken wir mal in folgenden Szenarien: Was passiert, wenn sich die Swiss League plötzlich mit innovativen, kreativen Ideen als ernst zu nehmende Konkurrenz zur abgehobenen, selbstgefälligen National League etabliert, z.B. mit einem authentischen, lokalpatriotischen Produkt? Was passiert, wenn sich beispielsweise Schwenningen, Feldkirch, Grenoble und Milano für diese Liga bewerben? Was passiert, wenn sich plötzlich die ZSC Lions für dieses Produkt interessieren? Was passiert, wenn der SIHF z.B. beschliesst, für Weltmeisterschaften und Olympische Spiele nur noch Schweizer Spieler die entweder im Ausland (NHL, AHL, skandinavische Liga etc.) oder in der Swiss League tätig sind zu nominieren? Was passiert, wenn dereinst ein Swiss League Club einen besseren Sponsorenvertrag abzuschliessen vermag als ein mittelmässiger National League Club? Dies mögen aus Nationalleague-Obrigkeit betrachtet alles unrealistische Hirngespinste sein, aber Hochmut kommt immer vor dem Fall.

    Schlusswort:

    Das Tragische an dieser ganzen Geschichte ist, dass sich die Schweizer Hockeyszene selbst zerfleischt und dies ohne jegliche Not. Die National League spaltet sich von der Swiss League ab und will auch mit dem SIHF, dem Hockeyverband, nur noch so wenig wie möglich zu tun haben. Auch die Fanclubszene wird mehr oder weniger unbeachtet gelassen. Grabenkämpfe zwischen den Ligen, Spielern, Fans und irgendwann auch Sponsoren sind an der Tagesordnung. Gewinner wird die Spielergewerkschaft sein. Sie wird gestärkt und wenn sie dies geschickt ausschlachtet, dann wird diese Organisation mittel- bis langfristig vermutlich nicht ähnlich mächtig wie in der NHL, aber doch stark genug, um die National League Teambesitzer empfindlich zu ärgern. Ich glaube kaum, dass dies im Interesse der National League-Oberen liegt.

    Die NHL Team-Besitzer haben vor der Erstarkung der NHLPA (Spielergewerkschaft), ähnlich ignorant und eigennützig kutschiert, wie sich jetzt ansatzweise auch das Gebaren der National League zeigt. Es braucht die Einsicht aller (National League, Swiss League, Fans, Sponsoren und Spielergewerkschaft), dass sich unsere Eishockey-Community nur dann weiter prosperierend entwickeln kann, wenn alle endlich zur Einsicht kommen, dass der «Feind» nicht innerhalb sondern ausserhalb zu finden ist. Die Gegner unserer grossartigen realen, analogen Eishockeyparty sind andere Sportarten sowie E-Sports und weitere Trendszenen für die Freizeit.

    Dies mein «Wort zum Sonntag», in der vielleicht naiven Hoffnung auf einen baldigen Burgfrieden.

    Nach Spiel gegen den ZSC
    Zug-Stürmer wird für unrühmliche Aktion gebüsst

    Jerome Bachofner wird für das Vortäuschen eines Fouls gebüsst.

    Der 24-Jährige beging die Schwalbe in der Partie gegen die ZSC Lions, in welcher die Zuger einen 6:2-Vorsprung noch verspielten. Bachofners Busse beläuft sich auf 1600 Franken (inkl. Verfahrenskosten).

    7 Ausländer stimmt so nur halb, denn die U22 "Lizenzschweizer" zählen auch nicht zum Ausländerkontigent, somit nur teilweise aufgehoben:

    Demzufolge verlieren ab der Saison 2022/23 ausländische Spieler den Status «Wie Schweizer» mit dem Erreichen des 22. Altersjahrs (neue Regelung «Wie Schweizer U22»).

    Ausserdem steht nirgends ob sich die Anzahl Ausländer bei steigernder Anzahl Teams nicht auch noch gleich automatisch verändert, so wie es im Vorfeld vorgeschlagen und gewünscht wurde.
    Also 12 Teams --> 7 Ausländer, 13 Teams --> 8 Ausländer, 14 Teams -->10 Ausländer.

    Geschlossene Liga, Financial Fairplayund Verband/Nati, gehe ich mit dir einig.

    Der Spielergewerkschaft bliebe nun noch der Weg des Streiks und der Verband hat noch die Schiedsrichter als "Druckmittel".

    Viel Ändern wird sich aber wahrscheinlich nicht mehr.

    Drei zusätzliche Plätze für Import-Spieler
    Mit der neuen Regelung können zwei Drittel der National-League-Clubs aufrüsten

    Viel wurde im Vorgang bereits diskutiert, gestern hat die National League AG eine Entscheidung getroffen, wie das neue Ausländer-Reglement aussehen soll. Die Diskussionen werden trotzdem nicht weniger werden.

    Zusätzliche Plätze für ausländische Spieler

    Die National League steuert ihre Reform weiter voran. Gestern wurden die Richtlinien der neuen Ausländer-Regelung beschlossen. Auf die Saison 2022/23 hin können die Teams sieben anstelle bisher vier Ausländer einsetzten. Dafür fällt der Status der Spieler mit einer Schweizer Lizenz weg. Heute spielen ja mehrere ausländische Spieler mit einer Schweizer Lizenz.
    Eine Ausnahme gibt es allerdings für die Spieler unter 22 Jahren. Erst in der Saison nach dem Erreichen des 22. Altersjahres zählen sie als Import-Spieler. Die National League schlägt damit einen Weg ein, von dem ihr von vielen Seiten abgeraten wurde.


    Bereits wenig später distanzierte sich die Dachorganisation, die SIHF, von dieser Entscheidung. Auch die Spieler haben sich kürzlich gegen eine Erhöhung der Anzahl Ausländer ausgesprochen. Grundsätzlich gab es eigentlich ohnehin kaum positive Stimmen, trotzdem haben sich die Clubs gemeinsam mit der Liga nun zu diesem Schritt entschieden.

    Acht Teams könnten aufrüsten

    Die grössten Befürchtungen sind, dass die jungen Schweizer Talente zu den grossen Verlierern werden. Die Konkurrenz für sie wird natürlich grösser, sollten mehr Ausländer in der National League spielen dürfen. Immerhin hat die National League nicht gleich direkt den Schritt zu den thematisierten zehn erlaubten Import-Spielern gemacht. Trotzdem sind die Befürchtungen der Kritiker nicht unbegründet, wie die folgende Analyse zeigt. In Anbetracht der aktuellen Kadern wurde folgend herausgearbeitet, wie viele Plätze auf dem Ausländer-Kontingent die Teams derzeit belegt hätten.

    V Zug: 4 von 7 Plätze auf dem Ausländerkontingent

    Carl Klingberg (SWE), Jan Kovar (CZE), Nick Shore (USA), Erik Thorell (SWE).

    ZSC Lions: 6 von 7 Plätze auf dem Ausländerkontingent

    Johan Morant (FRA), Maxim Noreau (CAN), Marcus Krüger (SWE), Ryan Lasch (USA), Fredrik Pettersson (SWE), Garrett Roe (USA).

    HC Fribourg-Gottéron: 6 von 7 Plätze auf dem Ausländerkontingent

    Ryan Gunderson (USA), Jordan Bougro (FRA), Daniel Brodin (SWE), David Desharnais (CAN), Christopher DiDomenico (CAN), Viktor Stalberg (SWE).

    Lausanne HC: 12 von 7 Plätze auf dem Ausländerkontingent

    Mark Barberio (CAN), Justin Krueger (CAN/GER), Vladimir Roth (CZE), Tim Bozon (FRA/USA), Cory Conacher (CAN), Floran Douay (FRA), Cory Emmerton (CAN), Brian Gibbons (USA), Charles Hudon (CAN), Josh Jooris (CAN), Ronalds Kenins (LAT), Emilijus Krakauskas (LAT)

    HC Davos: 4 von 7 Plätze auf dem Ausländerkontingent

    Magnus Nygren (SWE), Aaron Palushaj (USA), Teemu Turunen (FIN), David Ullström (SWE).

    Schweizer Lizenz: Benjamin Baumgartner (AUT).

    EHC Biel-Bienne: 8 von 7 Plätze auf dem Ausländerkontingent

    Petteri Lindbohm (FIN), Stefan Ulmer (AUT), Anton Gustafsson (SWE), Fabio Hofer (AUT), Konstantin Komarek (AUT), Perttu Lindgren (FIN), Marc-Antoine Pouliot (CAN), Toni Rajala (FIN).

    Genève-Servette HC: 6 von 7 Plätze auf dem Ausländerkontingent

    Henrik Tömmernes (SWE), Guillaume Asselin (CAN), Eliot Berthon (FRA), Eric Fehr (CAN), Linus Omark (SWE), Daniel Winnik (CAN).

    Schweizer Lizenz: Sandis Smons (LAT), Deniss Smirnovs (LAT).

    HC Lugano: 7 von 7 Plätze auf dem Ausländerkontingent

    Tim Heed (SWE), Bernd Wolf (AUT), Mark Arcobello (USA), Mikkel Bodker (DEN), Raphael Herburger (AUT), Jani Lajunen (FIN), Giovanni Morini (ITA).

    SC Rapperswil-Jona Lakers: 4 von 7 Plätze auf dem Ausländerkontingent

    Roman Cervenka (CZE), Kevin Clark (CAN), Steve Moses (USA), Andrew Rowe (USA).

    Schweizer Lizenz: Julian Payr (AUT).

    HC Ambri-Piotta: 9 von 7 Plätze auf dem Ausländerkontingent

    Matt D'Agostini (CAN), Brian Flynn (USA), Tomasso Goi (ITA), Stanislav Horansky (SVK), Diego Kostner (ITA), Jiri Novotny (CZE), Julius Nättinen (FIN), Brendan Perlini (CAN/ENG), Dominic Zwerger (AUT).

    SCL Tigers: 5 von 7 Plätze auf dem Ausländerkontingent

    Ivars Punnenovs (LAT), Toms Andersons (LAT), Robbie Earl (USA), Ben Maxwell (CAN), Marcus Nilsson (SWE).

    Schweizer Lizenz: Rihards Melnalksnis (LAT).

    SC Bern: 6 von 7 Plätze auf dem Ausländerkontingent

    Tomi Karhunen (FIN), Calle Andersson (SWE), Thomas Thiry (FRA), Ted Brithén (SWE), Dustin Jeffrey (CAN), Jesper Olofsson (SWE).

    frag isch: wieviel Usländer werdet gholt, wänn pro Match 7 spiele dörfed & sust kei Beschränkig git?

    früener isch alles besser gsi 😂

    Wievill Lizenze dörfed vergeh werde?

    10 bis 12 werded`s sicher sie wenn 7 pro Spiel spille dörfed. Verletzige wirds bi de Usländer geh, 1/3 vo de Teams ziehend sich sicher en Goali und und und.

    Aktuell simmer bi 4 Usländer und 8 Lizenze.

    Rücktritt oder nicht?
    Wicks Zukunft wird erst nach der Saison entschieden, liegt aber nur beim ZSC

    Seit seinem Wechsel 2012 ist Roman Wick ein fester Bestandteil der Organisation der ZSC Lions geworden. Falls er seine Karriere fortsetzt, wird er dies weiterhin bleiben. Ob er sie fortsetzt, entscheidet sich erst nach dieser Spielzeit.

    Der 35-jährige Stürmer sprach im Blick einmal mehr darüber, dass noch nicht entschieden sei, ob er seine Karriere tatsächlich nach dieser Saison beende. Es sei mit Sportchef Leuenberger vereinbart, dass man die Situation erst nach Ende der aktuellen Spielzeit beurteilen werde.

    Falls der Routinier noch eine Saison anhängt, wird dies bei den ZSC Lions sein. "Ich habe gelernt, dass der Teamerfolg tausend Mal geiler ist als der persönliche Erfolg", stellt sich Wick vollends in den Dienst der Mannschaft und würde dies vielleicht noch ein weiteres Jahr tun. Diese Saison steht der Stürmer nach 27 Einsätzen erst bei zwei Vorlagen, wartet noch auf sein erstes Saisontor. Da es dem Team aber gut läuft, dürfte ihm dies ziemlich egal sein.

    Der Zürcher ist momentan on fire
    Auf den Spuren von Pius Suter? Denis Hollenstein ist auf dem Weg zu seiner persönlich besten Saison

    Im Schatten von Sven Andrighetto hat sich Denis Holenstein in den letzten Wochen zum unverzichtbaren Wert beim ZSC gespielt. Dabei könnte diese Saison die beste in seiner Karriere werden.

    Der Assistant Captain der Zürcher steht jetzt schon bei 32 Scorerpunkten nach 30 absolvierten Spielen. In seiner besten Saison, derjenigen von 2016/17, verbuchte Hollenstein als Captain von Kloten 44 Scorerpunkte in 50 Einsätzen. Diese persönliche Bestmarke scheint in diesem Jahr gewaltig zu wackeln. Dies könnte auch mit der Rollenverteilung beim ZSC zusammenhängen, denn anders als zu seinen Zeiten in Kloten, ist der Medienrummel um Hollenstein im Hallenstadion deutlich überschaubarer. So kann er sich voll und ganz auf sein Spiel konzentrieren, ohne irgendwelche Nebengeräusche im Hintergrund.

    Dabei ist Hollenstein nicht nur auf dem Eis, sondern vor allem auch daneben zu einem Leader herangereift. Trainer Rikard Grönborg adelte ihn in der Neuen Zürcher Zeitung zuletzt als "ein Herzstück des Teams", da der 31-Jährige in der Kabine auch mal lauter werden könne wenn es die Situation erfordere.

    Was dem Silberheld von 2013 jedoch noch fehlt ist der Gewinn der Meisterschaft. Dieser sehnsüchtige Traum könnte oder müsste mit diesem ZSC eigentlich erreicht werden, doch der EV Zug wird wohl etwas dagegen haben. Gerade die Zuger übertrumpfen Hollenstein in dieser Saison. Mit 33 gesammelten Scorer-Punkten konnten Jan Kovar und Gregory Hofmann vom EVZ, sowie Andres Ambühl vom HCD, bisher einen Punkt mehr sammeln als Hollenstein. Die beiden Zuger sind auch bei den Punkten pro Spiel noch vor Hollenstein. Dafür landen Hollensteins Schüsse prozentual häufiger im Netz, wie diejenigen seiner oben genannten Konkurrenten.

    Da werden schnell Erinnerungen an Pius Suter wach, der mittlerweile die NHL erobert. Suter verbuchte in der vergangen Spielzeit 53 Punkte in 50 Spielen. Ob es für Hollenstein auch zu solch einer Traumstatistik reichen wird, werden die nächsten Wochen zeigen. Doch eines ist klar: Denis Hollenstein könnte das entscheidende Puzzle-Teil für einen allfälligen ZSC-Meistertitel werden.

    Das chunt vom glieche Verfasser wie am Mäntig de Brunz-Bricht?: Das falsche Signal der ZSC Lions

    unglaublich...

    Wichtig wäre, dass solche Personen wie Lüthi, Domenig oder Lengwiler nicht so eine grosse Macht haben, um solche Absurden Reformen "durchzuerpressen"!

    Genau um das geht es:
    «Aber man kann doch nicht alle möglichen Dinge verändern bei einem Produkt, bei dem 90 oder 95 Prozent gut funktionieren. Man muss gezielt das korrigieren, was nicht funktioniert.»

    Favre bei OM im Gespräch, fände ich Top wenn er bei diesem Traditionsverein eine Chance erhalten würde und diesen wieder in die Spur bringen könnte.

    Ligue-1-Klub denkt an Favre

    Kehrt der im Dezember des letzten Jahres bei Borussia Dortmund freigestellte Lucien Favre in die Ligue 1 zurück? Der Westschweizer war von 2016 bis 2018 Chef-Coach bei Nizza, nun streckt offenbar Olympique Marseille die Fühler nach dem 63-Jährigen aus. Gemäss eines Berichts von «Téléfoot» soll Favre Top-Kandidat für die Nachfolge von André Villas-Boas (43) sein. Der Vertrag des Portugiesen läuft im Sommer 2021 aus. Marseille liegt aktuell an sechster Stelle in der Ligue-1-Tabelle, die letzten drei Meisterschaftspartien gingen allesamt verloren.

    Mit nur einem Playoff-Strich würde Langeweile drohen
    Der Formcheck zeigt auf: Die Pre-Playoffs sind in dieser Saison ein Segen

    Wöchentlich grüsst das Power Ranking in der National League und dieses Mal präsentieren wir euch die Formstände der einzelnen NL-Teams wieder in schriftlicher Form. Wie gewohnt werden dabei jeweils die letzten fünf Partien der Mannschaften in die Betrachtung gezogen und die Verschiebungen zur realen Tabelle werden jeweils in Klammern angegeben.

    12. SCL Tigers (-1)
    Die Emmentaler sind derzeit wirklich nicht zu beneiden. Ab und zu gibt es zwar einen Aussetzer, wo es eine hohe Niederlage absetzt, aber in den meisten Fällen sind die Tigers im Spiel drin. Diese knappen Partien gingen in letzter Zeit oft an die Gegner, warum die Langnauer in der Tabelle immer weiter abrutschen. Mittlerweile haben sie neun Punkte Rückstand auf Ambri und die Lakers. Hoffnung macht einzig, dass die Mannschaft von Rikard Franzén noch drei Spiele weniger absolviert hat.


    11. HC Ambri-Piotta (-1)

    Nur ein Sieg aus den letzten sechs Partien ist für das Team von Luca Cereda natürlich zu wenig. Die Leventiner sollten schleunigst wieder in Form kommen, nur so können sie die Mannschaften unter dem Strich auf Distanz halten. Dies ist zudem wichtig, weil die Biancoblu mehr Spiele als die SCL Tigers und den SC Bern bestritten haben.

    10. SC Bern (+2)

    Die Mutzen kamen ihrerseits nicht wirklich gut aus der Quarantäne. Ihnen wollte im Spiel gegen den HC Lugano kein Tor gelingen und am Ende ging man mit 0:2 als Verlierer vom Eis. Die Berner haben nun ein hartes Programm vor sich, müssen sie doch bis zum Ostersonntag 32 Partien absolvieren.

    9. SC Rapperswil-Jona Lakers (0)

    Wie die anderen drei Teams hinter den St.Galler, feierten auch sie in den letzten fünf Spielen nur ein Sieg. Stand jetzt zeichnet sich also ein Duell zwischen den vier Mannschaften um die letzten beiden Plätze in den Pre-Playoffs ab. Die Teams davor sind derzeit zu stark und haben begonnen sich abzusetzen. Wären die Pre-Playoffs nicht eingeführt worden, dann würde jetzt Langeweile statt Strichkampf drohen.

    8. Genève-Servette HC (-1)

    Die Grenats mussten zuletzt etwas federn lassen. Der Grund dafür ist allerdings schnell gefunden, mussten sie doch in den letzten vier Spielen zweimal gegen Fribourg und jeweils einmal gegen die ZSC Lions und den EV Zug antreten. Dabei konnte das Team von Patrick Emond immerhin zwei Siege feiern. Weil aber das fünfte Spiel gegen Ambri-Piotta verloren ging, sind die Genfer im Power Ranking abgerutscht.

    7. HC Lugano (+1)

    Die Bianconeri hatten zwischenzeitlich mit einer Baisse zu kämpfen, bei welcher es vier Niederlagen in Folge absetzte. Das ist auch der Grund, wieso wir nun einen spannenden Kampf um die Playoffs erwarten können. In den letzten beiden Spielen haben sich die Luganesi wieder gefangen und feierten sowohl gegen die Lakers als auch gegen den SC Bern einen Shutout.

    6. HC Fribourg-Gottéron (-3)

    Wie dem HC Lugano ergeht es derzeit auch dem HC Fribourg-Gottéron. Die Saanestädter haben sechs der letzten zehn Partien verloren und so hat sich der Vorsprung auf den Strich deutlich verringert. Sie stehen zwar noch auf dem dritten Rang, allerdings nur weil der Lausanne HC deutlich weniger Spiele bestritten hat.

    5. ZSC Lions (-3)

    Der "Zett" wird mit der jetzigen Form kaum zufrieden sein. Der EV Zug ist den Zürchern im Rennen um den ersten Platz nämlich davongezogen. Mittlerweile beträgt der Vorsprung der Zentralschweizer bereits elf Punkte. Zuletzt konnten die Lions aber mit einer unglaublichen Aufholjagd ein Erfolgserlebnis verzeichnen. Im Spiel gegen den EVZ drehten sie einen 2:6 Rückstand und siegten nach Verlängerung mit 7:6.

    4. Lausanne HC (0)

    Die Waadtländer kamen wie der SC Bern in der letzten Woche aus der Quarantäne zurück. Der Neustart gelang hervorragend und der HC Ambri-Piotta wurde gleich mit 6:0 bezwungen. Danach folgten aber zwei Auftritte, welche nicht mehr so überzeugend waren. Trotzdem ist der LHC nach Verlustpunkten noch klar auf dem zweiten Rang klassiert.

    3. EHC Biel (+3)

    Kommen wir zu den drei Formstärksten Mannschaften der National League. An dritter Stelle steht der EHC Biel, welcher in den letzten vier Spielen auf zwölf Punkte kommt und den Abstand auf den Playoff-Strich massiv reduzieren konnte. Momentan stehen die Seeländer auf Rang sechs. Dahinter lauern aber Genf und Lugano, welche nach Verlustpunkten noch vor dem EHCB klassiert sind. Auch dank der Aufholjagd der Bieler, kann in dieser Saison ein spannender Strichkampf erwartet werden.

    2. EV Zug (-1)

    Von Platz zwei grüsst im Formranking der EV Zug. Die Zentralschweizer dominieren derzeit die Liga und stehen mit viel Vorsprung auf dem ersten Platz. Diesen Vorsprung wollen sie auf keinen Fall hergeben, denn sollte die Saison abgebrochen werden, könnten die Zuger trotzdem zum Meister gekürt werden. Dies ist allerdings nur der Fall, wenn jede Mannschaft mindestens 39 Partien absolviert hat.

    1. HC Davos (+4)

    Neben dem EHC Biel ist der HC Davos dafür verantwortlich, dass wir einen Strichkampf geniessen können. Die Bündner sind hervorragend in Form und haben die letzten sechs Partien für sich entschieden. So sind sie bis auf den fünften Rang vorgerückt. Da sie aber das eine oder andere Spiel mehr bestritten haben als die Konkurrenz, sind sie nach Verlustpunkten nur auf dem achten Rang klassiert. Gewinnen sie jedoch weiterhin ihre Spiele, dann wird es auch in dieser Hinsicht schon bald rosig aussehen.

    Der SCB-Stürmer hat ein mögliches Nordamerika-Abenteuer ad acta gelegt
    Klare Ansage von Tristan Scherwey bezüglich seines grossen NHL-Traumes

    Tristan Scherwey und seine SCB-Kollegen machen in dieser Saison keine einfache Zeit durch, fehlen doch einerseits die Ergebnisse und andererseits wurde man immer wieder durch Quarantäne-Massnahmen arg zurückgeworfen. Auch das Thema NHL hat sich für den Schweizer Stürmer mittlerweile endgültig erledigt.

    Im September 2019 durfte Scherwey noch von einer NHL-Karriere träumen, als er von den Ottawa Senators ins Trainingslager eingeladen wurde. Er schaffte am Ende den Sprung ins NHL-Kader knapp nicht, doch auch im letzten Sommer waren seine Hoffnungen noch gross, es doch noch nach Übersee zu schaffen und die Senators signalisierten auch weiterhin Interesse am pfeilschnellen Offensivspieler.

    Wie er nun La Liberté erzählt hat, kam es jedoch aufgrund der Corona-Pandemie wie auch wegen seiner im SCB-Vertrag versehenen Klausel nicht zu einem Wechsel in die beste Hockeyliga der Welt. Gegenüber der Freiburger Tageszeitung hat er nun auch bestätigt, dass sich das NHL-Thema nun definitiv erledigt habe. "Ein Wechsel ins Ausland ist nicht mehr relevant."

    Heimvorteil bleibt, aber bei den Toren und den Strafen wird es interessant
    So haben sich die Statistiken mit dem Fehlen der Fans verändert


    Schaut man sich derzeit ein Eishockeyspiel im Fernseher an, dann fehlt mit den Fans ein grosses Puzzlestück. Doch wie viel Einfluss haben die lautstarken Supporter eigentlich?

    Wir haben uns die wichtigsten Zahlen von dieser sowie der letzten Saison herausgesucht und verglichen. Dabei fiel vor allem in Sachen Strafen erstaunliches auf. Beginnen wir aber ganz von vorne.

    Damit Statistikvergleich möglich war, haben wir auf die Daten von sihf.ch und nlicedata.com zurückgegriffen. Die Daten ohne Zuschauer stammen aus dieser Saison, jene mit Zuschauer von der letzten.

    Spricht man von den Fans, dann ist oft vom sechsten Mann die Rede. Lautstark peitschen die Supporter ihre Spieler von Sieg zu Sieg, so zumindest der Wunsch. In Tat und Wahrheit stellt sich allerdings heraus, dass ohne die Fans im Stadion das Heimteam sogar ein kleines bisschen mehr Punkte sammelt. In Zahlen ausgedrückt sind das 1.78 Punkte pro Spiel ohne Zuschauer und 1.75 Punkte pro Spiel mit Zuschauer.

    Bei den erzielten Toren wird es nun allerdings interessanter. So fallen ohne Zuschauer im Schnitt 0.2 Treffer pro Spiel mehr. Dieser Unterschied entsteht hauptsächlich aufgrund der Auswärtsteams. Diese dürfen nämlich in dieser Saison im Schnitt 2.74-mal pro Partie jubeln. In den Spielen mit Zuschauern waren es jedoch nur 2.5 Treffer pro Spiel. Bei den Heimmannschaften gibt es hingegen kaum eine Veränderung, sie treffen im Schnitt noch immer knapp dreimal pro Spiel ins Schwarze.

    Die Heimteams sammeln im Durchschnitt also etwas mehr Punkte als in der Vorsaison, kassieren aber mehr Gegentore, während sie noch immer etwa gleich viele Treffer erzielen. Das ist durchaus eine spannende Erkenntnis, deutet sie doch auf spannende Spiele hin.

    Weiter wird den Fans nachgesagt, dass sie es mit ihrer Lautstärke immer wieder schaffen Emotionen ins Spiel zu bringen. Gehen wir nach den bisherigen Zahlen, dann beflügeln diese Emotionen nicht das Heimteam, sondern hemmen die Gastmannschaft. Wie ist es dann bei den Strafen?

    Allgemein ist es so, dass in dieser Saison mehr Zweiminutenstrafen ausgesprochen werden. Im Schnitt 8.47 pro Partie. Das ist fast eine mehr als noch in der Vorsaison. Dabei trifft die zusätzliche Strafe vor allem die Heimteams. Sie erhalten im Schnitt 4.15 kleine Bankstrafen. Das sind 0.69 mehr als in der letzten Saison. Beim Auswärtsteam hat sich der Durchschnitt von 4.15 auf 4.32 Zweiminutenstrafen pro Spiel erhöht.

    Die Frage ist nun, wieso sich die Heimteams zu mehr Strafen hinreissen lassen. Lassen sich die Schiedsrichter jeweils im Unterbewusstsein von den lautstarken Fans beeinflussen und sprechen weniger Strafen gegen die Heimmannschaft aus?

    Als Fazit kann man sagen, dass die Zahlen doch etwas überraschen, würde man doch erwarten, dass es durch die Emotionen der Fans mehr Tore und mehr Strafen gibt, stattdessen ist genau dies ohne die Supporter der Fall.

    Jetzt langsam fahrt aufnehmen Richtung Playoffs und dann kommts gut.

    Heute sicher keine Top Torhüter/ Defense Leistung aber das Resultat zählt am Schluss.

    Auch Zug schwamm zig mal Minutenlang in der Verteidigung. 46 zu 23 (!!) Schüsse für uns sagt einiges aus.