Drei zusätzliche Plätze für Import-Spieler
Mit der neuen Regelung können zwei Drittel der National-League-Clubs aufrüsten
Viel wurde im Vorgang bereits diskutiert, gestern hat die National League AG eine Entscheidung getroffen, wie das neue Ausländer-Reglement aussehen soll. Die Diskussionen werden trotzdem nicht weniger werden.
Zusätzliche Plätze für ausländische Spieler
Die National League steuert ihre Reform weiter voran. Gestern wurden die Richtlinien der neuen Ausländer-Regelung beschlossen. Auf die Saison 2022/23 hin können die Teams sieben anstelle bisher vier Ausländer einsetzten. Dafür fällt der Status der Spieler mit einer Schweizer Lizenz weg. Heute spielen ja mehrere ausländische Spieler mit einer Schweizer Lizenz.
Eine Ausnahme gibt es allerdings für die Spieler unter 22 Jahren. Erst in der Saison nach dem Erreichen des 22. Altersjahres zählen sie als Import-Spieler. Die National League schlägt damit einen Weg ein, von dem ihr von vielen Seiten abgeraten wurde.
Bereits wenig später distanzierte sich die Dachorganisation, die SIHF, von dieser Entscheidung. Auch die Spieler haben sich kürzlich gegen eine Erhöhung der Anzahl Ausländer ausgesprochen. Grundsätzlich gab es eigentlich ohnehin kaum positive Stimmen, trotzdem haben sich die Clubs gemeinsam mit der Liga nun zu diesem Schritt entschieden.
Acht Teams könnten aufrüsten
Die grössten Befürchtungen sind, dass die jungen Schweizer Talente zu den grossen Verlierern werden. Die Konkurrenz für sie wird natürlich grösser, sollten mehr Ausländer in der National League spielen dürfen. Immerhin hat die National League nicht gleich direkt den Schritt zu den thematisierten zehn erlaubten Import-Spielern gemacht. Trotzdem sind die Befürchtungen der Kritiker nicht unbegründet, wie die folgende Analyse zeigt. In Anbetracht der aktuellen Kadern wurde folgend herausgearbeitet, wie viele Plätze auf dem Ausländer-Kontingent die Teams derzeit belegt hätten.
V Zug: 4 von 7 Plätze auf dem Ausländerkontingent
Carl Klingberg (SWE), Jan Kovar (CZE), Nick Shore (USA), Erik Thorell (SWE).
ZSC Lions: 6 von 7 Plätze auf dem Ausländerkontingent
Johan Morant (FRA), Maxim Noreau (CAN), Marcus Krüger (SWE), Ryan Lasch (USA), Fredrik Pettersson (SWE), Garrett Roe (USA).
HC Fribourg-Gottéron: 6 von 7 Plätze auf dem Ausländerkontingent
Ryan Gunderson (USA), Jordan Bougro (FRA), Daniel Brodin (SWE), David Desharnais (CAN), Christopher DiDomenico (CAN), Viktor Stalberg (SWE).
Lausanne HC: 12 von 7 Plätze auf dem Ausländerkontingent
Mark Barberio (CAN), Justin Krueger (CAN/GER), Vladimir Roth (CZE), Tim Bozon (FRA/USA), Cory Conacher (CAN), Floran Douay (FRA), Cory Emmerton (CAN), Brian Gibbons (USA), Charles Hudon (CAN), Josh Jooris (CAN), Ronalds Kenins (LAT), Emilijus Krakauskas (LAT)
HC Davos: 4 von 7 Plätze auf dem Ausländerkontingent
Magnus Nygren (SWE), Aaron Palushaj (USA), Teemu Turunen (FIN), David Ullström (SWE).
Schweizer Lizenz: Benjamin Baumgartner (AUT).
EHC Biel-Bienne: 8 von 7 Plätze auf dem Ausländerkontingent
Petteri Lindbohm (FIN), Stefan Ulmer (AUT), Anton Gustafsson (SWE), Fabio Hofer (AUT), Konstantin Komarek (AUT), Perttu Lindgren (FIN), Marc-Antoine Pouliot (CAN), Toni Rajala (FIN).
Genève-Servette HC: 6 von 7 Plätze auf dem Ausländerkontingent
Henrik Tömmernes (SWE), Guillaume Asselin (CAN), Eliot Berthon (FRA), Eric Fehr (CAN), Linus Omark (SWE), Daniel Winnik (CAN).
Schweizer Lizenz: Sandis Smons (LAT), Deniss Smirnovs (LAT).
HC Lugano: 7 von 7 Plätze auf dem Ausländerkontingent
Tim Heed (SWE), Bernd Wolf (AUT), Mark Arcobello (USA), Mikkel Bodker (DEN), Raphael Herburger (AUT), Jani Lajunen (FIN), Giovanni Morini (ITA).
SC Rapperswil-Jona Lakers: 4 von 7 Plätze auf dem Ausländerkontingent
Roman Cervenka (CZE), Kevin Clark (CAN), Steve Moses (USA), Andrew Rowe (USA).
Schweizer Lizenz: Julian Payr (AUT).
HC Ambri-Piotta: 9 von 7 Plätze auf dem Ausländerkontingent
Matt D'Agostini (CAN), Brian Flynn (USA), Tomasso Goi (ITA), Stanislav Horansky (SVK), Diego Kostner (ITA), Jiri Novotny (CZE), Julius Nättinen (FIN), Brendan Perlini (CAN/ENG), Dominic Zwerger (AUT).
SCL Tigers: 5 von 7 Plätze auf dem Ausländerkontingent
Ivars Punnenovs (LAT), Toms Andersons (LAT), Robbie Earl (USA), Ben Maxwell (CAN), Marcus Nilsson (SWE).
Schweizer Lizenz: Rihards Melnalksnis (LAT).
SC Bern: 6 von 7 Plätze auf dem Ausländerkontingent
Tomi Karhunen (FIN), Calle Andersson (SWE), Thomas Thiry (FRA), Ted Brithén (SWE), Dustin Jeffrey (CAN), Jesper Olofsson (SWE).