Soll ja nicht heissen ich würdige seine guten Leistungen nicht. Ja TD macht vieles richtig zur Zeit und die Statistiken sind nun langsam dort wo sie für einen Sechser und einen NLA Stammspieler sein müssen..
Toni Domgjoni mit erstaunlicher Entwicklung
Wie ein Mittelfeldjuwel im neuen FCZ aufblüht
Toni Domgjoni (22) hat an diesem Wochenende seinen 100. Pflichtspieleinsatz für den FCZ absolviert. Mittlerweile ist der Mittelfeldstratege ein zentrales Element in der U21 Nationalmannschaft und gehört zum erweiterten Kreis der Super League Spitze. Auf konstant hohem Niveau agiert Domgjoni aber erst seit diesem Herbst.
Seit Massimo Rizzos Ankunft ist der FCZ wie verwandelt. Plötzlich spielen die seit Jahren kriselnden Zürcher erfolgsversprechenden Fussball - und eng mit dem Umschwung verknüpft ist Toni Domgjoni. Ein Blick auf die Statistik* verrät, dass sich das FCZ-Eigengewächs in kurzer Zeit enorm entwickelt hat - und mit ihm in der Schaltzentrale folglich auch das gesamte Spiel des FC Zürich.
In der aktuellen Saison stand Domgjoni in sämtlichen 11 Liga-Partien von Beginn weg auf dem Platz - 2019/20 startete er 27 mal. Sämtliche Werte des 22-Jährigen haben sich signifikant verbessert. Besonders die Passquote (86% aktuell, 81% davor) und die Zweikampfwerte (66% gewonnene Duelle aktuell, 50% davor) stechen ins Auge - beides zwei elementare Disziplinen eines Sechsers. Dazu kommen aktuell 2.5 Tacklings pro Partie, während es 2019/20 noch 1.6 waren. Auch in puncto abgefangener Bälle (aktuell 1.4 pro Partie, davor 1.0) machte Domgjoni einen Sprung nach vorne.
Seine augenscheinlich grösste Verbesserung findet aber in seinem Offensivspiel statt. Während er in der letzten Spielzeit auf 3 Torbeteiligungen kam (1 Tor, 2 Assists) sind es nun bereits 4 Scorerpunkte (2 Tore, 2 Assists) in bedeutend weniger Spielzeit. Auch die Qualität seiner Dribblings haben sich absolut dramatisch verändert: Während er 2019/20 auf nur 58% erfolgreicher Dribblings kam, sind aktuell satte 86% seiner Dribblings erfolgreich. Domgjoni denkt und handelt unter Rizzo deutlich offensiver als jahrelang unter Magnin - das bezeugen auch seine 1.3 Schlüsselpässe pro Partie (0.9 davor) und seine verstärkte Präsenz in der gegnerischen Hälfte. Domgjoni hat sich innert kürzester Zeit von einem offensiv passiven Sechser zu einem offensiv mitspielenden Achter entwickelt - und das beeinflusst das Spiel des FCZ massgeblich positiv.
Seine veränderte Interpretation der Mittelfeldrolle haben aber nicht nur mit Neu-Coach Rizzo zu tun. Tatsächlich dürfte auch der Transfer von "Staubsauger" Ousmane Doumbia viel dazu beigetragen haben, dass sich Domgjoni nun offensiver ausrichtet. Mit seinem neuen Nebenmann hat er nun nämlich jemand, der ihm den Rücken freihält und Platz nach vorne schafft.
Toni Domgjonis positive Entwicklung und der gute Schwung des FCZ sind keine Zufälle. Den Zürchern wäre zu empfehlen, ihren Mittelfeldchef nicht bei erstbester Gelegenheit zu verkaufen, sondern vielmehr ihn zum Gesicht des neuen, frischen FC Zürich zu machen. Kann er seine Weiterentwicklung nun weiter so gut vorantreiben, dürfte Domgjoni bald zu den gefragtesten Spielern des Landes werden.