Rang 1 und Rang 10 gehen nach Zürich!
Das grosse Skill Ranking der Schweizer Ü30-Verteidiger der National League
Erfahren und praktisch unüberwindbar: Das sind die besten Schweizer Defensiv-Routiniers
Nach einer einmonatigen Pause ist es wieder einmal an der Zeit für ein Skill-Rating der National League. Im vierten Teil dieser Serie stehen die routinierten Schweizer Verteidiger im Fokus.
Die Eishockey-Spieler nach stärken einzuteilen, basiert häufig auf Scorerpunkten, der Plus-Minus-Bilanz oder der Eiszeit. Elite Prospect ermöglicht seit wenigen Wochen gemeinsam mit Franchise Hockey Manager, die Spieler nach neuen Kriterien einzuordnen. In diversen Kategorien werden die Spieler nach ihrer Stärke bewertet, bei Verteidigern sind es 14 unterschiedliche Kriterien. Die Gesamtsumme aller dieser Kategorien ergibt dann das nachfolgende Ranking.
Beachtet werden in diesem Artikel alle Schweizer Verteidiger, die mindestens Jahrgang 1990 oder älter haben. In den vorangegangenen Ranglisten wurden ja bereits die Torhüter, die ausländischen Verteidiger und auch die Schweizer U23-Defensivmänner miteinander verglichen. Die Top-10 werden jeweils ausführlich beschrieben. Total liessen sich für dieses Ranking 33 Verteidiger finden, die den Vorgaben entsprechen und für die kommende Saison bereits einen Vertrag in der National League unterzeichnet haben.
173 Punkte / Rang 10: Kevin Fey (EHC Biel) & Severin Blindenbacher (ZSC Lions)
Die Top-Ten sind in diesem Fall genau genommen elf Spieler, den zwei Akteure teilen sich den zehnten Rang. Mit 173 Punkte haben es Kevin Fey und Severin Blindenbacher unter die besten routinierten Schweizer Verteidiger der Liga geschafft. Mit diesem Score lassen sie alle U23-Verteidiger aus dem letzten Artikel hinter sich. Schon seit 2013 spielt Fey für den EHC Biel. Seine Stärke liegen in seiner Geschwindigkeit und seiner Beschleunigung. Ein ausgeglichenere Wertung erhält Blindenbacher. Der Zürcher zeichnet sich durch seine Puckbehandlung und im Passspiel aus. Er erhält zudem eine hohe Bewertung für seine Führungsqualitäten.
175 Punkt / Rang 9: Yannick Blaser (SCL Tigers)
Zwei Punkte mehr als das vorherige Duo sammelt Yannick Blaser. Der langjährige Zug Spieler wechselte 2016 in Emmental. Hier hat er noch bis 2022 einen Vertrag. Die höchste Bewertung hat Blaser in der Kategorie der Checks. Er ist ohnehin einer, der mit vollem Körpereinsatz verteidigt, auch deshalb erhält er für das Blocken von Schüssen die zweithöchste Bewertung. Am schwächsten schneidet der 31-Jährige im Offensivspiel beziehungsweise im Abschluss ab.
178 Punkte / Rang 8: Eric Blum (SC Bern)
Rang acht geht an den dreifachen Schweizer Meister Eric Blum. Mit 178 Punkten liegt er gleich auf mit Magnus Nygren. Der HCD-Verteidiger belegte im Ranking der ausländischen Defensivspieler den vierten Rang. Im Gegensatz zu Blaser zuvor ist Blum ein Verteidiger der weniger über das körperbetonte Spiel und mehr über Geschwindigkeit und Technik verteidigt. Daneben bringt der Schweizer mit Wurzeln in Japan viel Führungsqualität mit und ist ein ausgesprochener Teamplayer.
179 Punkte / Rang 4: Félicien Du Bois (HC Davos) & Philippe Furrer (HC Fribourg-Gottéron) & Joël Genazzi & Robin Grossmann (beide Lausanne HC)
Rang vier teilt sich gleich ein Quartett. Der erste im Bunde ist Félicien Du Bois. Seit 2014 stabilisiert er die Abwehr beim HC Davos. Seine Agilität und sein Passspiel sind seine grössten Stärken. Die Bündner müssen vorerst aber für länger auf seine Qualitäten verzichten, Du Bois fällt nach einer Verletzung einige Monate aus. Auf eine gleich hohe Bewertung kommt der eineinhalb Jahre jüngere Philippe Furrer. Einst wurde er in der sechsten Runde gedraftet, zum Sprung nach Nordamerika hat es ihm jedoch nie gereicht. Er ist ein sehr ausgeglichener Spieler ohne grosse Schwächen. Grundsätzlich ist der 1.86 Meter grosse Defensivmann ein sehr robuster Verteidiger.
Komplettiert wird das Quartett an vierter Stelle mit zwei Spielern vom Lausanne HC. Der etwas jüngere ist Joël Genazzi. Der in London geborene Verteidiger spielt seit 2013 für die Waadtländer. Ihn zeichnet sein ausgeprägtes Teamwork und seine gute Puckbehandlung aus. Genazzi ist von den bisherigen Verteidigern, jener mit der höchsten Punktzahl in seiner persönlichst schwächsten Kategorie, also der ausgeglichenste Spieler. Anders sieht die Einschätzung von Robin Grossmann aus. Er sticht beim Puckhandling, der Geschwindigkeit und bei den Checks heraus. Sein grösstes Defizit hat der zweifache Schweizer Meister in der Schusspräzision.
181 Punkte / Rang 2: Beat Forster (EHC Biel) & Raphael Diaz (EV Zug)
Wir sind auf dem Podium angekommen und damit beim Duo Beat Forster und Raphael Diaz, die sich den zweiten Rang teilen. Der 37-jährige Forster wird in seine persönlich vierte Saison mit dem EHC Biel starten. Es könnte auch die letzte des sechsfachen Meisters sein, denn sein Vertrag läuft im nächsten Sommer aus. Ihm liegt es, wenn er mit dem Puck am Stock spielen kann. Gleichzeitig zeigt er sich auch in den Zweikämpfen sehr robust.
Anders als Forster wartet Raphael Diaz noch auf seinen ersten Schweizer Meistertitel. In der höchsten Liga stand er nur für den EV Zug auf dem Eis, das aber gleich in 675 Spielen. Dazwischen lief er auch mehrere Jahre in Nordamerika auf. Diaz ist ein sehr schneller Spieler und stark im Passspiel. In den Kategorien Schussgenauigkeit und Aggresivität wird er sehr tief eingestuft, was mit ein Grund ist, weshalb Diaz hier nicht gar auf dem ersten Rang zu liegen kommt.
184 Punkte / Rang 1: Patrick Geering (ZSC Lions)
Der Gewinner dieser Wertung der Schweizer Ü30-Verteidiger kommt von den ZSC Lions. Es ist einer, für den das Trikot der Löwen sich längst wie eine zweite Haut anfühlt. Für einen anderen Club spielte Patrick Geering noch nie. Der Zürcher Routinier bringt viel Leaderqualität mit und sticht durch seine Puckbehandlung und sein Passspiel heraus. Damit erhält Geering eine totale Bewertung von 184 Punkten. Vergleicht man ihn mit den Bewertungen der ausländischen Verteidigern, würde er das Podium knapp verpassen. Dort erreichte Henrik Tömmernes als Dritter eine Bewertung von 185 Zählern.
Das weiter Schweizer Ü30-Verteidiger-Ranking der National League
172 Punkte / Rang 12: Michaël Ngoy (HC Ambri-Piotta)
171 Punkte / Rang 13: Marco Maurer & Jonathan Mercier (beide Genève-Servette HC) & Alessandro Chiesa (HC Lugano)
170 Punkte / Rang 16: Benjamin Chavaillaz (HC Fribourg-Gottéron)
168 Punkte / Rang 17: Arnaud Jacquemet (Genève-Servette HC) & Sebatian Schilt (SCL Tigers) & Matteo Nodari (Lausanne HC)
167 Punkte / Rang 20: Lorenz Kienzle (HC Davos) & Marc Abplanalp (HC Fribourg-Gottéron)
166 Punkte / Rang 22: Noah Schneeberger (HC Fribourg-Gottéron) & Leandro Profico (SC Rapperswil-Jona Lakers)
165 Punkte / Rang 24: Lukas Stoop (HC Davos) & Jérémie Kamerzin (HC Fribourg-Gottéron) & Thomas Wellinger (HC Lugano)
164 Punkte / Rang 27: Larri Leeger (SCL Tigers) & Flurin Randegger (SC Rapperswil-Jona Lakers)
163 Punkte / Rang 29: Jannik Fischer (HC Ambri-Piotta)
161 Punkte / Rang 30: Federico Lardi (SCL Tigers) & Daniel Vukovic (SC Rapperswil-Jona Lakers) & Claudio Cadonau (SCL Tigers)
160 Punkte / Rang 33: Beat Gerber (SC Bern)