Die meisten Punkte seit der Einführung der Dreipunkteregel
Die ZSC Lions und der SC Bern haben ihren Platz auf dem Podest getauscht
Mit den neu eingeführten Play-In-Runden wird in der National League derzeit gerade noch um das letzte Playoff-Ticket gekämpft. Das Qualifikatiosende liegt also schon wieder einige Tage zurück und dennoch bemühen wir uns noch etwas um Statistiken. Wir haben folgend die Rangliste nach Punkten in allen 18 Saisons seit der Einführung des heutigen Punktesystem aktualisiert.
15. EHC Basel: 94 Spiele - 54 Punkte - 0.574 P/G
15 Teams haben seit der Spielzeit 2006/07, auf diese Saison hin wurde die Regelung mit drei Punkten pro Spiel eingeführt, in der höchsten Spielklasse der Schweiz Punkte gesammelt. Wir haben sie gemessen an der effektiven Anzahl an gesammelten Punkten sortiert. So ist der EHC Basel auf dem 15. und letzten Rang gelandet. Die Basler haben zwei Saisons im Oberhaus gespielt. 2006/07 jubelte man über 38 Punkte, in der Abstiegssaison waren es dann aber nur 16 Zähler. Langfristig möchten der EHC Basel auch wieder zurück in die National League, der zweite Rang in der diesjährigen Regular Season der Swiss League war ein erstes Ausrufezeichen.
14. HC Ajoie: 155 Spiele - 113 Punkte - 0.729 P/G
Die zweite Saison des HC Ajoie bleibt die bislang erfolgreichste Spielzeit seit dem Aufstieg im Sommer 2021. An die 48 Zähler sind die Jurassier mit 39 Punkten unter der Leitung von Christian Wohlwend nicht herangekommen. Insgesamt ist es dennoch leicht gelungen, den Punkteschnitt über die drei Spielzeiten anzuheben. Aber auch gemessen an dem würde Ajoie lediglich an 14. Stelle rangieren. Derzeit deutet die Tendenz darauf hin, dass der EHC Olten sich fürs Finale in der Swiss League qualifizieren wird und somit eine Playout-Serie zwischen Ajoie und Kloten notwendig werden wird.
13. SC Rapperswil-Jona Lakers: 750 Spiele - 863 Punkte - 1.151 P/G
In grossen Schritten verkürzten die SC Rapperswil-Jona Lakers in den vorangegangenen beiden Spielzeiten den Rückstand auf die Teams vor ihnen. Zweimal knackte die Mannschaft vom Obersee die Marke von 90 Zählern. Diese Vorlage konnten die Rapperswiler in dieser Saison auch aufgrund von diversen verletzungsbedingten Ausfällen nicht umsetzen. In der Tabelle sind die einst von einem Kellerteam zum Spitzenclub verwandelten Lakers wieder in den Tabellenkeller abgestürzt. Somit wurde die Aufholjagd in dieser Rangliste vorerst pausiert.
12. SCL Tigers: 750 Spiele - 885 Punkte - 1.180 P/G
Die erste Rangveränderung im Vergleich zum Vorjahr hat die SCL Tigers negativ getroffen. Das Polster von zwölf Zählern auf den Lausanne HC, der im entsprechenden Zeitraum seit 2006 aber drei Spielzeiten weniger im Oberhaus engagiert gewesen war, reichte nicht aus. Von den 1'092 Punkte, die in einer Regular Season in der National League insgesamt verteilt werden, sind deren 71 Punkte aufs Konto der Langnauer geflossen. In der nächsten Saison gilt es dann zumindest den elften Rang gegen die SCRJ Lakers zu verteidigen, wobei dieses Polster etwas grösser ist und derzeit 22 Zähler beträgt.
11. Lausanne HC: 606 Spiele - 893 Punkte - 1.474 P/G
Der Kanadier Geoff Ward hat den Lausanne HC diese Saison souverän in die Playoffs gecoacht und damit in dieser Rangliste nach vorne auf Rang elf. Obschon der Lausanne HC nur zwölf Saisons in der National League im ausgewählten Zeitraum gespielt hat, liegen die Waadtländer vor den SCRJ Lakers und neu auch vor den SCL Tigers, die beide drei Spielzeiten mehr auf dem Konto haben. Ein nächster Ranggewinn dürfte aber auf sich warten lassen, denn die Lücke nach vorne ist bedeutend gross. In einem Ranking, sortiert nach dem Punkteschnitt, fände sich der LHC an neunter Stelle wieder. Die 91 gesammelten Punkte in dieser Spielzeit sind übrigens die Bestmarke des LHC im Beobachtungsrahmen.
10. HC Ambri-Piotta: 901 Spiele - 1'049 Punkte - 1.164 P/G
Wir sind beim ersten von acht Vereinen angelangt, der im Beobachtungszeitraum immer in der National League aktiv war.Dass es dennoch nur zu Rang zehn gereicht hat, widerspiegelt auch die Rolle, die den Biancoblù im Schweizer Oberhaus zukommt. In der Regel finden sich die Tessiner in der unteren Tabellenhälfte wieder, so auch als Achter in dieser Spielzeit, wobei Ambri-Piotta punktemässig gleichauf mit dem Tessiner Ligakonkurrenten die Qualifikation abgeschlossen hat. Dem Team von Luca Cereda ist es zudem gelungen mit 79 Zählern die Marke aus der Saison 2018/19 zu egalisieren, mehr Punkte sammelten sich auf dem Konto in der Leventina bislang nicht an.
9. EHC Kloten: 698 Spiele - 1'072 Punkte - 1.536 P/G
Die schwierige zweite Saison nach dem Aufstieg war für den EHC Kloten bis auf anhin wirklich schwierig. Derzeit ist der Ligaerhalt noch nicht sichergestellt, in der Playout-Serie wartet der HC Ajoie. Trotz vierjähriger Absenz im Oberhaus lassen die Flughafenstädter den HC Ambri-Piotta weiterhin hinter sich, wobei das Polster gleich um 27 Zähler geschrumpft ist. Von den 112 Punkten, gesammelt in der Saison 2010/11, ist der EHC Kloten aber meilenweit entfernt. Das dürfte aktuell egal sein, für Feuerwehrmann Stefan Mair gilt derzeit nur der Klassenerhalt als Priorität.
8. EHC Biel-Bienne: 803 Spiele - 1'121 Punkte - 1.396 P/G
Der EHC Biel ist die bestklassierte Mannschaft, die nicht alle 18 Saisons im Beobachtungszeitraum in der höchsten Liga absolviert hat. Die Seeländer blicken auf zuletzt 16 aufeinanderfolgende Spielzeiten in der National League zurück. Die 74 Punkte in der abgeschlossenden Regular Season sind nach dem Rekord im Vorjahr zwar enttäuschend gewesen, entsprechen aber dem Schnitt. Der EHCB liegt ziemlich abgesichert auf dem achten Rang, da wird sich in den nächsten Saisons wohl kaum etwas verschieben.
7. HC Fribourg-Gottéron: 899 Spiele - 1'379 Punkte - 1.534 P/G
Was dem EHC Biel in der letzten Saison erstmals gelungen ist, hat der HC Fribourg-Gottéron in dieser Spielzeit geschafft. Die Marke von einhundert Punkten ist gefallen, 102 Zähler sind auf dem Konto von Fribourg-Gottéron gelandet. Damit haben die Schützlinge von Christian Dubé die Lücke zu Rang sechs beinahe komplett geschlossen. Bereits in der nächsten Saison wird es in diesem Ranking zum Duell zwischen dem HCFG und dem HC Lugano kommen. Bei den Saanestädter haben aber ganz andere Dinge Priorität, endlich soll in den Playoffs der letzte grosse Schritt genommen werden.
6. HC Lugano: 902 Spiele - 1'391 Punkte - 1.534 P/G
Rang sechs haben wir eben schon vorweggenommen, es ist der HC Lugano. Die Bianconeri sind eines von drei Teams, welches in den 18 Jahren auch das Maximum der möglichen Qualifikationsspielen austragen konnte.Die Spielzeiten während der Coronapandemie haben für unterschiedliche Anzahl an Partien gesorgt. Jungtrainer Luca Gianinazzi hat sich bewährt. Zwar haben die Luganesi einen direkten Playoffrang hauchdünn verpasst, aber via der ersten Play-In-Runde sind die Tessiner dennoch gemäss den eigenen Zielen in die Playoffs eingezogen. In der Regular Season ist Lugano ziemlich konstant, die letzten drei Saisons schloss das Team im Punktebereich der 70er ab.
5. Genève-Servette HC: 900 Spiele - 1'459 Punkte - 1.621 P/G
Der entthronte Schweizer Meister und frischgebackener Sieger der Champions Hockey League folgt weiterhin an fünfter Stelle. Wie auch die anderen beiden letztjährigen Spitzenteams aus Biel und Rapperswil-Jona hatten auch die Aigles in dieser Saison zu kämpfen. Der internationale Titel tröstet aber sicher über einiges hinweg, auch wenn den GSHC natürlich der verpasste Einzug in die Playoffs schmerzt. Es heisst Kräftetanken und in der nächsten Spielzeit wieder gegen vorne angreiffen.
4. HC Davos: 900 Spiele - 1'530 Punkte - 1.700 P/G
Zuvor haben wir die Konstanz in den letzten Saisons des HC Lugano herausgehoben, selbiges gilt es beim Schweizer Rekordmeister zu erwähnen. Die letzten drei Saisons flossen zwischen 83 und 88 Punkte auf das Konto des HCD.Das reicht aus, um den vierten Rang in dieser Wertung zu verteidigen, den drei vor ihnen liegenden Teams haben die Bündner in der diesjährigen Qualifikation aber allesamt den Vortritt lassen müssen. Der HCD ist aber heiss auf die Playoffs, es ist der nächste Anlauf zur 32. Meisterschaft in der Vereinsgeschichte.
3. SC Bern: 898 Spiele - 1'569 Punkte - 1.747 P/G
Was sich allmählich angebahnt hat, ist nun vollzogen. Die ZSC Lions überholden den SC Bern in dieser Rangliste, das nachdem die Mutzen in fünf aufeinanderfolgenden Spielzeiten weniger Puntke erspielt haben als die Konkurrenten aus der Limmatstadt. Mit 85 Zählern scheint sich der SCB aber allmählich in alte Gefielde zurückzutasten. Es ist auf jeden Fall die beste Punktzahl seit der Spielzeit 2018/19, in jenem Jahr knackte der SCB letztmals die dreistellige Punktemarke. Punktgleich mit dem HCD halten sich die Berner in dieser Saison zumindest den Rekordmeister vom Leib und verteidigen erfolgreich die Position auf dem Treppchen.
2. ZSC Lions: 902 Spiele - 1'585 Punkte - 1.757 P/G
Der eigene Punkterekord von 109 Zählern hat den ZSC Lions schlussendlich den Sprung auf Rang zwei ermöglicht. Die Zürcher haben das Level auf diese Saison hin nochmals ordentlich hochgeschraubt. Zum dritten Mal in den 18 Saisons ist es gelungen, mehr als hundert Punkte abzubuchen. Auch der Rückstand auf die Spitze haben die Lions somit um 22 Zähler reduzieren können. In den Playoffs zählen aber die Punkte der Regular Season nicht mehr und erst jetzt wird sich entscheiden, ob es für die ambitionierten Zürcher eine gute Saison gewesen ist oder nicht.
1. EV Zug: 902 Spiele - 1'627 Punkte - 1.804 P/G
Seit der Saison 2014/15 hat der EV Zug bis jetzt jedes Mal die Marke von 80 Punkten überwunden. Ohnehin blieb der EVZ nur in zwei Spielzeiten unter jener Vorgabe. Es erstaunt daher nicht, dass sie weiterhin von der Spitze dieser Rangliste grüssen. Die Mannschaft von Dan Tangnes konnte sich im Vergleich zum Vorjahr um fünf Zähler steigern. Klar ist aber, auch in Zug will man mehr, es sollen wieder die Hundert fallen, am besten schon in der nächsten Spielzeit und idealerweise als Titelverteidiger. Zumindest die Spitzenposition in dieser Rangliste dürfte sich der EVZ auch 2024/25 nicht nehmen lassen.