Beiträge von Dani8

    Vielleicht gibt es ja noch mehr Leute (wie mich), die einer geschlossenen 14-Liga mit 10 Ausländern (inkl. unbegrenzten Ausländer-Lizenzen) den Rücken kehren werden..... Dann ist nämlich der Zeitpunkt gekommen um in der NLB oder sogar in Dübi Hockey zu schauen.

    Ich finde auch es ist eine durchzogene Bilanz. Klar wirst nicht immer Meister. Aber die Erfolge waren eher ausreisser gegen oben. Aber man muss seine Ansprüche vielleicht auch etwas anpassen. Top 4 ist schon ein Erfolg und Halbfinal Quali auch.

    Ist einfach so, dass alle Mannschaften aus Top 6 stark aufgerüstet haben. Auch z.B. Genf noch vor der Saison kurz. Hat bekanntlich vor allem bei Lausanne, Gotteron und Lugano gar nicht funktioniert. Und für mehr als Halbfinal braucht es dann halt auch etwas Glück und weniger Verletzte.

    Wieso siehst du Erfolge als Ausreisser gegen oben? Ich sehe Misserfolge als Ausreisser gegen unten :)

    Aber mit dem ganzen Coronasch**** und der damit zusammenhängenden Sparsamkeit von Walti und Konsorten wird es in Zukunft schon eher so sein wie du schreibst.

    2018 Meister

    2020 zum vergessen --> Wenn ich mich recht erinnere waren wir Qualisieger.... Das die PO nicht gespielt wurden kannst du ja nicht unter "Spieler holen die dann bei uns nicht in Form sind" verbuchen

    Aber schon klar, man kann sich auch erst zufrieden geben wenn man jedes Jahr Meister wird. Vielleicht wäre die Sportart Fussball etwas für dich. Werde doch Fän des FC Bayern, dann kannst du mit deinen Ansprüchen kommen.

    Ausser Aurelien Marti von Lausanne, mit dem wäre ich sehr zufrieden, da käme dann einiges an Wasserverdrängung!

    Ausser Wasserverdrängung käme da aber gar nichts. Ist technisch sehr limitiert und bis jetzt überall gescheitert. Ich denke für die Wasserverdrängung haben wir schon Typen wie Morant und C. Marti. Ich hätte lieber einen Typ Schneefräse in der Offensive wie z.Bsp. Fehr oder Winnick.

    tJa, wobei es ja nächste Saison theoretisch noch einfacher sein sollte aufzusteigen. 😉 Wenn Ajoie nicht zurückziehen sollte.

    Egal, hauptsache ich werde noch ein weiteres Jahr von der würgereiz erzeugenden Tormelodie verschont. Ausserdem habe ich noch stapelweise "EHC Nati B" Kleber die noch verteilt werden müssen.


    PS: Das mit den Klebern war ein Witz

    Vielen Dank für deine Ausführungen, sehr spannend.

    Scheisse, ich mag es dir so gönnen. Ich feier dich für deinen Einsatz! :fleht::fleht::fleht:

    Eine Playoff-Serie wird zum Hassduell

    Topskorer Sven Andrighetto gesperrt, drei Spieler verletzt – Lausanne scheint die ZSC Lions vor Spiel 6 vom Freitag dort zu haben, wo es sie haben will. Und giesst weiter Öl ins Feuer.

    Simon Graf
    Simon Graf
    Publiziert heute um 18:31 Uhr

    Playoff-Infight: Marcus Krüger liegt benommen am Boden, Ronalds Kenins drückt seinen Kopf runter. Playoff-Infight: Marcus Krüger liegt benommen am Boden, Ronalds Kenins drückt seinen Kopf runter. Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone)

    Das Spiel 5:2 gewonnen, den Topskorer des Gegners malträtiert, bis er die Nerven verlor und als Folge gesperrt wurde, dazu drei Spieler verletzt – der Mittwoch war ein produktiver Tag für den Lausanne HC. Doch die Vaudois haben noch lange nicht genug. So tobte ihr Mitbesitzer Petr Svoboda, als die eine Spielsperre gegen Sven Andrighetto bekannt war, gegenüber «24 heures»: «Diese Sanktion ist inakzeptabel. Dieser Crosscheck war bösartig, vorsätzlich, kriminell. Solche Dinge haben nichts zu suchen in einer Eishalle.»

    Svoboda und der Sittenzerfall

    Es ist schön, zu hören, dass sich Svoboda Sorgen macht um die Sitten im Schweizer Eishockey. Allerdings haben ihn die zahlreichen Entgleisungen des Lausanner Captains Mark Barberio (er erhielt sechs Spielsperren) nicht gestört. Oder jene von Cody Almond oder Aurélien Marti.

    Der Respekt vor der Gesundheit des Gegners ist in dieser hitzigen Serie verloren gegangen. Sinnbildlich dafür, wie Lausannes Marti den ZSC-Schweden Marcus Krüger am Mittwoch zuerst kopfvoran in die Torumrandung checkte und dann Ronalds Kenins den Kopf des wehrlos am Boden liegenden Gegners aufs Eis drückte.

    Anklage via Twitter

    Aber zurück zu Andrighetto. Mindestens zwei Spielsperren wären angebracht, findet Svoboda. Das würde bedeuten, dass der beste ZSC-Stürmer in dieser Serie sicher nicht mehr eingreifen würde. Um die Botschaft zu untermalen, bastelte das Social-Media-Team des LHC für Twitter einen Zusammenschnitt von drei Checks gegen den Nacken. Joël Genazzi gegen Julian Schmutz, Jesse Zgraggen gegen Phil Baltisberger und Andrighetto gegen Charles Hudon. Die Spielsperren: zwei, drei, eine. Am Schluss Justitia, die Göttin der Gerechtigkeit, vor einem Feuer und dazu die bange Frage: «Sind alle gleich?»

    Die Lausannner haben Rekurs eingelegt gegen die Sperre Andrighettos, um ein höheres Strafmass zu erwirken. Doch mit ihrem Videozusammenschnitt könnten sie ein Eigentor geschossen haben. Denn es ist offensichtlich, dass die ersten beiden Aktionen gravierender sind, auf offenem Eis, völlig aus dem Blauen heraus, gegen einen Gegner mit primärem Kontaktpunkt Nacken. Bei Andrighetto rutscht der Stock bei seinem Crosscheck vom Rücken nach oben. Die Aktion ist nicht gentlemanlike, passiert aber in der Hitze des Gefechts.

    «Sollen wir alle Szenen zusammenschneiden, in denen unsere Spieler attackiert wurden? Das ist Kindergarten.»
    Peter Zahner, CEO ZSC Lions

    «Die Lausanner hätten gar keine Bilder aus der Qualifikation suchen müssen, es gibt von ihnen schon genug aus dem Playoff», sagt ZSC-CEO Peter Zahner. «Sollen wir nun alle Szenen zusammenschneiden, in denen unsere Spieler attackiert wurden? Auf dieses Niveau begeben wir uns nicht. Das ist Kindergarten.»

    Wie auch der Vorstoss Svobodas, die Anzahl der erlaubten Begleitpersonen der ZSC Lions beim Auswärtsspiel in Lausanne auf acht zu beschränken. So wurde etwa der Zürcher Buschauffeur von der Liste gestrichen. Was Zahner aber wirklich besorgt: wie viele böse Attacken in dieser hitzigen Serie schon von den Schiedsrichtern nicht sanktioniert oder schlicht übersehen wurden.

    Chance für die Reservespieler

    Bei den ZSC Lions fielen am Mittwoch Marcus Krüger, Marco Pedretti und Teemu Rautiainen verletzt aus. Wie es im Playoff Usus ist, geben die Zürcher keine Details bekannt. Wie Pedretti vom Eis geführt wurde, lässt für ihn aber nichts Gutes erahnen. Gut möglich, dass die Zürcher in Spiel 6 im Hallenstadion vier Spieler ersetzen müssen. Dominik Diem und Willy Riedi werden sicher nachrücken, Axel Simic und Ryan Hayes sind zwei weitere Kandidaten. Sie haben in einer Gruppe zusätzlicher Spieler weitertrainiert.

    Grönborg fordert Disziplin

    Klar ist, dass die Zürcher eine Qualitätseinbusse hinnehmen müssen. Die grosse Frage ist, wer Andrighetto im ersten Sturm ersetzt. Ryan Lasch ist die wahrscheinlichste Variante. Roman Wick wäre eine andere. Coach Rikard Grönborg appelliert derweil, ruhig Blut zu bewahren. «Wir wissen, dass sie einige Spieler von uns jagen», sagt er. «Aber wir müssen diszipliniert bleiben und den Schiedsrichtern vertrauen. Bei fünf gegen fünf haben wir erst zwei Tore erhalten», rechnet der Schwede vor. Also: Unnötige Strafen vermeiden.

    Dann fügt aber auch Grönborg an: «Wir sehen alle, was sie tun wollen. Es ist erbärmlich.» Eine Serie, die ganz harmlos begann, ist zum Hassduell geworden.

    Toll, jetzt haben wir den Salat. Jetzt müssen aber nullkommaplötzlich andere in die Bresche springen um diese Serie morgen zu beenden. Sollten wir am Sonntag ausscheiden, war der Austicker von Ghetto sicher der entscheidende Faktor. Hoffen wir es kommt nicht so weit. Sollte für uns die Saison weitergehen, weiss nun jeder Gegner, dass sich Sven provozieren lässt und wird ihn auch dementsprechend bearbeiten.