Beiträge von Lions

    habe immer gedacht Zehnder wollte bei gutem Gehalt noch französisch lernen und LS zeigen, wie man Meister wird ??

    Haha, ja das isch wohl de wahri Grund. :)

    Er macht in letschder Ziit chli de Bachofner 2.0.. Immer zum zuekünftige Meischter gah.. Dasmal klappt‘s aber hoffentli nöd.. :)

    Eine andere Kultur bedingt auch, dass die Spieler mit dieser neuen Situation sehr motiviert sind und eine Topleistung abliefern können bzw. wollen. Die Mannschaft hat mit einer anderen Kultur Titel geholt, insofern ein gewagtes Experiment wenn radikal umgestellt wird.

    Interessant, wie viel Gewissheit du aus deinen Aussagen ableitest. Wenn unter der Bayer-Kultur offenbar weder Motivation noch die Bereitschaft zu Topleistungen vorhanden sind, stellt sich für mich schon die Frage, worauf diese Annahme basiert…

    Fakt ist nämlich auch: Bis jetzt hat kein einziger Spieler unter MB freiwillig den Klub verlassen. Selbst ein Grant, der ursprünglich klar wegen MC kam, will bleiben, obwohl hier im Forum bereits kolportiert wurde, er wolle zurück nach Nordamerika.

    Umgekehrt haben uns unter MC sehr wohl Spieler verlassen. Zehnder etwa, gemäss Medienberichten explizit wegen MC. Er wäre wohl geblieben, hätte er damals gewusst, dass MB in der darauffolgenden Saison an der Bande steht.

    Aber ja, gewagtes „Experiment“, bin ich bei dir. Nur eine Veränderung birgt überall im Leben Risiken, aber auch Chancen..

    Letzter Saison wurde MB Meister mit RC unter dem von MC gelegten Fundment. Dieser Saison Coachingkultur (System?) umgekrempelt (zu radikal?) Gibt es dann Evidenzen, dass dieser Typus Coach mit dieser Coaching Kultur MS Titel holt, oder ist es ein Experiment (POC)?

    Danny ich weiss schlicht nicht, was geschehen wird, dafür bin ich kein Orakel. Du beziehungsweise ihr scheint im Gegensatz dazu bereits sehr sicher zu sein, dass das Projekt MB scheitert.

    Ich versuche lediglich, gewisse Argumente zu relativieren, die MB gegenüber aus meiner Sicht nicht ganz fair sind. Ich mache keine Aussage darüber, was für ein Hirsch MB ist, sondern ordne die Umstände ein. Und ja, zugegebenermassen auch manchmal bewusst etwas gegen den Forumstrom. :wink:

    die erste Frage ist: geht es um den Führungsstil von MB oder um sein System, welches nicht passt oder ersichtlich ist?

    Ich gehe davon aus, dass sein Führungsstil bei vielen Spielern gut ankommt. Aber da wir keine Fortschritte sehen & es nach dem Timeout schlimmer ist, als vorher, da muss man sich auch fragen: ist sein System wirklich so schlecht oder möchten die Spieler seinen Anweisungen einfach nicht folgen, da sie wenig bis Null Konsequenzen zu befürchten haben?

    Wahrscheinlich wie immer: eine Mischung aus den erwähnten Punkten.

    Ja, aber welches System gespielt wird und wie geführt und gecoacht wird, fliessen meiner Meinung nach ineinander. Aktives Coaching und Führungsstil ist Teil des Systems, weil die Spieler nicht einfach das machen können, was sie wollen oder was ihnen am liebsten ist, sondern weil der Trainer durch sein Coaching aktiv Einfluss darauf nimmt.

    Meine Sicht: wir spielen eigentlich seit Beginn der Saison Scheisse (mit Ausnahme von ein paar sehr wenigen Spielen oder Dritteln) unabhängig davon, ob wir Punkte einfahren oder nicht.

    Und das laste ich Bayer an: er hat auf diese Saison sein „System“ eingeführt (versus das von Crawford zu „verwalten“ wie letzte Saison, was damals ja auch Sinn hatte) und das funktioniert einfach absolut nicht.

    Will man da weiterhin und bis Saisonende abwarten und hoffen, dass es besser wird? Offenbar schon, was dann halt viele unzufriedene zahlende Zuschauer hinterlässt. Mich auf jeden Fall: ich konnte mich gestern ab dem Gebotenen nicht wirklich über einen Derbysieg freuen!? :skandal:

    Lieber Vladi, guter Post. Ich verstehe absolut, was du meinst.

    Nur MB den komplett gegensätzlichen Führungsstil anzulasten, greift aus meiner Sicht etwas zu kurz. Würde er versuchen, MC’s Führungsstil zu kopieren, nur weil dieser damit erfolgreich war, würde das erst recht schiefgehen. Ein NL-Neuling kann nicht glaubwürdig autoritär führen wie ein langjähriger NHL-Bandengeneral. Das kommt bei den Spielern auch nicht an. Hinzu kommt, dass MB auch als Person komplett anders tickt und daher ein autoritärer Stil bei ihm in doppelter Hinsicht nicht authentisch wäre.

    Wenn du jemanden in die Verantwortung nehmen willst, dann eher SL + Führung. Sie haben MB vor Saisonbeginn verlängert und wussten genau, dass er einen völlig anderen Führungsstil mitbringt. Wird wohl auch der Grund gewesen sein, weshalb RC gehen musste trotz erfolgreicher Zeit bei uns. Einen Assistenzcoach, der jahrelang in einem autoritären Umfeld gearbeitet hat, kann man nicht einfach langristig neben einen Trainer stellen, der demokratisch bis partizipativ führt.

    Und auch wenn ich hier teils als Bayer Verehrer abgestempelt werde. Grundsätzlich hätte auch ich lieber einen erfahrenen NHL-Bandengeneral als einen NL-Neuling an der Bande. Aber MB hat sich diese Chance jetzt verdient. Jetzt sollte man auch an ihm festhalten, vertrauen geben, gerade weil er diese Saison unter schwierigen und nicht optimalen Voraussetzungen gearbeitet/coacht hat, die ich schon mehrfach erwähnt habe. Und nicht nach jeder Niederlage ihn hinterfragen..

    Deshalb war ich euphorisch als damals Crawford zurückkam. Denn sind wir ehrlich, in den letzten 20 Jahren schaffte es kein Trainer ausser MC, dass wir in der Quali gutes und attraktives Hockey spielten. Die 2 Amtszeiten von MC waren die Ausnahme, nicjt die Regel.

    Schon so. Selbst unter Kreis und vor allem unter Hartley spielten wir in der Quali phasenweise wirklich schwaches Hockey. Bei Hartley war das aber irgendwo nachvollziehbar und „Teil seines Plans“. Er trainierte die Mannschaft während der Quali extrem hart, sodass sie in den Spielen oft nicht frisch wirkte, dafür in den Playoffs dann brutal bereit war.

    Hartley bleibt für mich bis heute mein Lieblingstrainer in der ZSC-Geschichte (wobei ich ZSC-Spiele erst seit 2007 wirklich verfolge und die Trainer davor entsprechend ausklammere). Bzgl. Hartley gilt das allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Geschichte mit Ryser wars glaub, der Reto von Arx trotz gebrochenem Finger nochmals auf die Pfoten hätte schlagen sollen, nicht stimmt. Falls doch, würde das für mich persönlich schwerer wiegen als der sportliche Erfolg und Hartley wäre ein Tubel bzw. an Unsportlichkeit nicht zu überbieten…

    Klar, alles wird MB sicher nicht falsch gemacht haben

    Ja, aber genau das ist doch der Punkt. Wenn ich die Beiträge einiger Leute hier lese, ist Bayer scheinbar an allem schuld, unabhängig davon, was tatsächlich passiert, unter welchen Umständen gespielt wird, oder wie die Gesamtleistung einzuordnen wäre...

    Anfangs bis Mitte Saison wurde Bayer von einigen hier kritisiert, weil die Resultate ungenügend waren, denn statistisch/objektiv gesehen hätten wir klar mehr Punkte holen müssen. Gleichzeitig wurden mehrere zentrale Faktoren komplett ausgeblendet: unsere ligaweit überdurchschnittlichen qualitativen Absenzen durch Verletzungen & Krankheiten, die tiefste Ausländerauslastung der Liga, die zwei Titel unter MB in der Vorsaison sowie der Abgang von Lammikko, der sportlich von SL nie adäquat ersetzt werden konnte. etc. ect… (Mal schauen, wie‘s jetzt mit Sundström aussieht. Ob und inwiefern er diese Lücke schliessen kann, wird sich erst zeigen... Ich habe da so meine Zweifel, aber werde gerne positiv überrascht..)

    In den letzten Spielen zeigte sich nun teilweise das Gegenteil. Gegen Kloten spielten wir heute, insbesondere im Mitteldrittel, sehr schwach, obwohl wir bis auf Bader und Hollenstein, die beide keine Keyplayer (mehr) sind, Vollbestand hatten. Ehrlich gesagt hätten wir für diese Leistung keine Punkte verdient. Das anerkenne ich..

    Was ich jedoch nicht ganz fair finde: Dieselben Leute, die zuvor unter anderem die Resultate als objektiven Fakt heranzogen, kritisieren nun trotz Siegen/guter Resultate weiterhin die Leistung.
    Das heisst mit anderen Worten: Unabhängig davon, ob wir gut oder schlecht spielen, gewinnen oder verlieren, wird Bayer von gewissen Personen konsequent kritisiert. Das ist dann keine sachliche Kritik mehr, sondern bewegt sich in Richtung Bashing, wenn Bayer in jeder Situation (weil er Schweizer ist..? weil er vor dem ZSC keine NL-Erfahrung hatte..?) voreingenommen kritisiert wird. Oder netter formuliert: Gewisse Personen schreiben in letzter Zeit mehrheitlich emotionsgetriebene Beiträge. Das darf auch sein, das mache ich übrigens oft genug selbst. Man sollte solche Einschätzungen dann aber nicht unbedingt als objektive Fakten darstellen, that‘s the point… :)

    Guet Nacht. Hopp ZSC

    Haha. Wieso holtmer en Usländer genau?? Richtig, willer besser sött si als de Durchschnitt und dademit s‘Kader verbesseret. Settig Spieler, wo eifach nöd besser als oisi Schwiizer sind, wie du si beschriebsch, vo dene chömmet immer wieder frei uf de Markt während de Saison. Aber si chömmet uf de Markt, wills bim alte Club nöd funktioniert het/Vertragsuflösig. Suscht gits während de Saison kei Spieler ufem Markt, will logischerwiis all en Vertrag hend.


    Mit dine Wunschkriterie:

    „kauft? Sniper? Nö!
    Kürläufer? Nö!
    Schillerfalter? Nö!“

    Chömmer suscht au nomal en Roe und Azevedo hole, wo beidi scho ufghört hend.;)

    Haha.😂


    Gsesch, simmer scho z‘zwoite wo all Biträg ufem Handy schriebet.😃

    Chum jetzt, wahrschindli hetti de Andreoff irgendwo ihschlage. Bim Spengler Cup au nüt gsi. Wenner so e Korriphäe wäri, wieso hetten denn nöd en andere Schwiizer Club gno?

    Mache denn mini Ufzgis no. Isch guet.;)

    Jein, es kann durchaus funktionieren, aber hier in der Schweiz ist das eher ungewöhnlich, ja. Grönborg meinte einmal, dass Spieler in Schweden und Finnland deutlich weniger diesen Kick in den Allerwertesten und Inputs vom brauchen als in der Schweiz und entsprechend auch ganz anders gecoacht werden kann..

    Schade, dass ich das erklären muss :): Der Spruch war nicht aufs Alter bezogen, sondern darauf, das jene welche tatsächlich die Attribute tragen, welcher dieser Generation zugerechnet werden, wohl kaum Spitzensport betreiben werden.

    Danke für deine Erklärung, nur leider habe ich dich schon verstanden. :)

    Und nun ein "alter weisser Mann"-Scherz: Ich glaube nicht, dass ein Gen Z-ler es beim ZSC (oder sonst einer NL Mannschaft) in die erste Mannschaft schaffen würde. :floet:

    Haha, leider muss ich dir mitteilen, dass mittlerweile fast die Hälfte der NL‑Spieler Spieler GenZ sind..^^

    Manu, du hast mit vielem recht, aber mit dem Punkt, dass der Markt anfangs Saison ausgetroknet war liegst du eindach falsch.

    Schau nur mal was da alles im Sommer/Herbst noch verpflichtet wurde.

    Nix da mit ausgetrocknet, es hat andere Gründe.

    Andreoff war Pech, kanns geben und hat jeder andere Verein auch schon erlebt. Meiner Meinung nach kam eg zufrüh zurück, Geduld/Druck vom Verein und sich selber…

    Haha, sorry Sbornaja , ich weiss, ich tue dir mit meinen Beiträgen ein bisschen weh, mea culpa. Dir wäre vermutlich lieber, ich würde weniger über den ZSC schreiben und mehr über das Regelwerk. Ich bin froh, kennen wir uns schon seit ca 15 Jahren, sonst würdest du mich hier im Forum fertigmachen. Ich weiss doch, wie du tickst.^^

    Also gut, ich habe die Transferliste vor mir. Zähl mir doch mal 3-4 Neuverpflichtungen auf, die nach Andreoff verpflichtet wurden und wirklich Granaten sind. Hilf dir sonst ein bisschen. Einer ist Jimmy Vesey von Genf, fair enough. Mit etwas Glück konnte man vielleicht noch einen verpflichten, der während der Free Agency auf einen NHL Vertrag gehofft hat und am Ende leer ausging. Aber sonst war der Markt mehrheitlich ausgetrocknet. Der europäische Markt sowieso.

    Oder willst du mir ernsthaft sagen, die Verpflichtung von beispielsweise Palve von Kloten oder Graham von Zug seien sexy gewesen? Beide haben den Club inzwischen schon wieder verlassen… Omark ebenfalls verlassen etc etc..

    Trotzdem sollte ein Chef an der Bande auch
    DER CHEF sein. Und einer, für den man auch durch's Feuer geht (oder gehen muss, je nachdem).

    Ja, ich bin grundsätzlich auch eher Fan von autoritären Coachs wie MC. Die Vergangenheit zeigt, dass wir unter autoritär, oft kanadisch geprägten Trainern meist besser performt haben. Wichtig ist aber: Was Bayer macht, ist nicht „kein Führungsstil“, wie es manchmal hier dargestellt wird. Er coacht einfach demokratisch…

    Und noch etwas: Nur weil es früher beim ZSC mit autoritären Coachs besser lief, heisst das nicht, dass dies auch künftig so sein wird. Die Gesellschaft wandelt sich stetig. Ich kenne viele junge Leute aus der Gen Z und beobachte selbst, wie die jungen immer sensibler werden. Ob ein autoritärer Führungsstil im Eishockey in 10-15 Jahren noch denselben Erfolg bringt wie heute, ist mMn alles andere als sicher…

    Er bekommt eine pfannenfertige, komplette Mannschaft, die sich zu grossen Teilen selbst coacht, gewinnt drei Spiele (CHL) und dann sei dieser Titel ihm anzurechnen? Spannend.

    Dieser Herbst hat bestens gezeigt, dass es wieder deutlich besser lief, als die Mannschaft selbst wieder mehr zu über das Spielkonzept zu melden hatte. Ist einfach ein vernichtendes Zeugnis, wenn die Mannschaft ohne Trainer besser performt als mit.

    Also ihm anzurechnen.. Fakt ist einfach: man hat unter ihm das letzte Spiel gewonnen und damit die Trophäe geholt. Hätte man das unter MC auch? Ja, mit grosser Wahrscheinlichkeit, aber wissen tun wir’s nicht. (umgekehrt wissen wir natürlich auch nicht, ob man mit Bayer überhaupt ins Halbfinale gekommen wäre).

    Die Mannschaft hat die Spiele mit sehr überzeugenden Leistungen gewonnen, mal abgesehen vom Rückspiel gegen Genf in der SLA, aber da war der Mist sowieso schon geführt.
    Über 60 Minuten waren die Spiele klar konstanter/besser als die Partien davor, wie bspw. gegen die Eisbären, in denen man zweimal 0:3 hinten lag, einmal noch mit Cookson allein an der Bande. Die besten CHL-Spiele haben wir unter Bayer gesehen.

    Ich denke auch, dass Bayers Anteil daran klein war, vielleicht sogar nahezu null. Spielt auch keine Rolle, was sein Anteil letztlich war.
    Auch etwas Funktionierendes nicht zu vermasseln, kann als Erfolg gewertet werden.. Eigentlich konnte er nur verlieren. Hätte man unter ihm das Halbfinale oder das Finale verloren, wäre hier im Forum die Hölle los gewesen. Umgekehrt 0,00 Anerkennung für den Titel. Nicht ganz fair ihm gegenüber. Oder siehst du das anders?

    Sehe ich auch so. Ich hoffe schon, dass man nächste Saison von Anfang an mit 7 Söldnern startet. Erstems ist eh meistens einer verletzt oder krank und zweitens wäre es dann auch an der Zeit, Zumbühl mehr einzusetzen auch wenn Hrubec noch sie Nummer 1 bleibt.

    Ja, ist so. Wird wohl ein Learning für SL sein. Schon im Voraus wurde einigen hier im Forum angezweifelt, ob es sinnvoll ist, bewusst nur mit sechs Ausländern in die Saison zu starten. Dieses Risiko kann schnell nach hinten losgehen. Genau das ist passiert.

    Vor Saisonstart geht Lammikko unerwartet, und plötzlich muss SL möglichst schnell einen Ersatz finden, nur um überhaupt mit sechs Ausländern starten zu können. Der Markt ist zu diesem Zeitpunkt, was wirklich gute Spieler betrifft, weitgehend ausgetrocknet, echtes Scouting kaum mehr möglich, und am Ende landet man bei einem Fehlgriff wie Andreoff. Als wäre das nicht genug, verletzt er sich auch noch von Anfang an. Spätestens da war der Markt komplett ausgetrocknet und man holte in Folge Aberg. Und kurz nach Saisonstart fällt mit Balcers ein weiterer Ausländer längerfristig aus und die Kacke ist am Dampfen als Team mit der niedrigsten Ausländerauslastung der NL..

    Und wer trägt medial und hier im Forum die alleinige Schuld, wenn es in so einer Phase nicht zu hundert Prozent sportlich läuft? Natürlich Bayer. Der Trainer, der kurz zuvor CHL- und Schweizermeister geworden ist. Damit werde ich nie gleicher Meinung sein wie jene, die ihm pauschal die ganze Schuld zuschieben, aber egal, lassen wir das. ;)

    Und zu Strömwall hinsichtlich nächster Saison: Ein Transfer innerhalb der Liga überrascht mich nicht. Nach längerer Zeit wieder einen Ausländer von einem Konkurrenten zu holen, wie zuletzt Roe aus Zug, ist für mich nachvollziehbar. Nachvollziehbar deshalb, weil man bei Strömwall ziemlich genau weiss, was man bekommt, und das Risiko eines kompletten Ausfalls ist deutlich kleiner als bei einem Import aus dem Ausland, NHL mal ausgenommen... Nach den beiden totalen Fehlgriffen mit Andreoff und in der letzten Saison mit Chase De Leo, (dessen Abgang sportlich keine Rolle spielte, da er als achter Ausländer verpflichtet wurde und wir kein Verletzungspech hatten) , ist es für mich verständlich, dass SL auf Sicherheit setzt und sich innerhalb der Liga umgeschaut hat und man wohl mit sieben Ausländern starten wird.

    Andreoff ist zudem kein Einzelfall, was KHL-Nicht-Performer betrifft. Auch Genf hatte diese Saison mit Taylor Beck einen starken KHL-Skorer unter Vertrag (notabene ebenfalls von Sibir Novosibirsk) , der sich in der NL als zu schwach erwies und dessen Vertrag aufgelöst wurde. In Russland punktet Beck inzwischen wieder sehr regelmässig. Bin gespannt, wie es bei Andreoff aussehen wird. Ich werde es jedenfalls sporadisch verfolgen.

    Die KHL hat seit dem russischen Angriff auf die Ukraine aus meiner Aussenperspektive spürbar an Qualität verloren. (Dazu gesagt, es ist schon sehr lange her, seit ich zuletzt ein Spiel gesehen habe.) Die vielen Topspieler, vor allem aus Skandinavien, die nach Europa zurückgekehrt sind, konnten qualitativ augenscheinlich nicht gleichwertig ersetzt werden. Entsprechend ist die KHL meiner Meinung nach nicht mehr unbestritten die zweitbeste Liga hinter der NHL.

    Aber gibt es hier im Forum per Zufall jemanden, der die KHL sehr aktiv verfolgt und seine Einschätzung dazu abgeben kann?

    PS. Wir dann wohl eng für Aberg (oder als Nr. 7).

    Aberg wird nicht verlängert, das ist eigentlich jetzt schon klar. SL ist zurecht nicht vollends überzeugt von ihm, hatte in der Situation aber keine bessere Alternative. Er war letztlich ein Notnagel.

    Und wie Colin schon erwähnte: Seit der Vertragsverlängerung bis Ende Saison hat sich sein Impact verschlechtert. Der Assist in Pruntrut ändert daran wenig, da die Linie er mit Bächler und Riedi nicht funktionierte und häufig in der D-Zone beschäftigt war..

    Aberg ist kein kompletter Zwei-Weg-Stürmer und passte in keine Linie wirklich hinein. Als kurzfristige Lösung war die Verlängerung nachvollziehbar und richtig, insbesondere da man Andreoff schickte. Für nächste Saison wird es ihm jedoch nicht reichen, ausser es geschieht ein Wunder.