Beiträge von Lions

    Ergo passt dann sein Führungsstil etc. weder zum System noch zur Mannschaft…(?)

    Das kann ich dir leider nicht beantworten. Ich bin weder in der Garderobe des ZSC noch kenne ich die Persönlichkeiten der einzelnen Spieler oder Trainer so gut, dass ich mir dazu seriös ein Urteil anmassen würde. Ein Trainerexperte bin ich ebenfalls nicht.

    Das wird sich erst noch zeigen. Das ist momentan meine beste Antwort.

    Wobei du musst nicht mal warten: Es gibt ja hier genügend Forumexperten, die bereits wissen, dass angeblich gar nichts zusammenpasst und alles scheitern wird. ;)

    Zu fachlichen Fragen zum IIHF Regelwerk oder zu konkreten regeltechnischen Situationen während eines Spiels kannst du dich hingegen jederzeit gerne an mich wenden und/oder meinen Regelchatbot nutzen, den ich letzte Saison für das Forum erstellt habe.

    Wo habe ich über seinen Führungsstil geschrieben?

    Der ist mir egal, wenn er bzw. seine Spieler sein System erfolgreich umsetzen können. Das können sie offensichtlich nicht.

    Ja, hast recht, du hast „System“ geschrieben. larlf hat mich bereits darauf aufmerksam gemacht. Aber wie bereits erwähnt, fliessen System und Führung für mich ineinander rein.

    Ich kann das zu wenig beurteilen, aber wie man damals gehört hat, wäre das bei einigen Spielern nicht gut gekommen, wenn er nochmals eine weitere Saison ZSC-Trainer geblieben wäre…

    Ja, Hardliner Trainer haben selten nur Freunde. Und erst recht in einer Zeit, in der junge Spieler immer sensibler werden. So zu coachen wie Hartley damals wäre heute schwierig... Im Vergleich dazu war selbst MC fast schon ein Softie.

    Seit dieser Saison coacht Hartley übrigens wieder sehr erfolgreich in Russland. Dort ist ein solcher Stil vielleicht noch möglich. ^^ Aber bestimmt hat auch er sich etwas anpassen müssen…

    Es ist NICHT die rede von "weder Motivation noch die Bereitschaft zu Topleistungen vorhanden sind", SONDERN "dass die Spieler mit dieser neuen Situation sehr motiviert sind und eine Topleistung abliefern können bzw. wollen". Die aktuell instabile Mannschaftsleistung reflektiert diesen Umstand für mich sehr gut.

    Mein Satz war: „Interessant, wie viel Gewissheit du aus deinen Aussagen ableitest.“

    Und das ist so, nicht?:)

    habe immer gedacht Zehnder wollte bei gutem Gehalt noch französisch lernen und LS zeigen, wie man Meister wird ??

    Haha, ja das isch wohl de wahri Grund. :)

    Er macht in letschder Ziit chli de Bachofner 2.0.. Immer zum zuekünftige Meischter gah.. Dasmal klappt‘s aber hoffentli nöd.. :)

    Eine andere Kultur bedingt auch, dass die Spieler mit dieser neuen Situation sehr motiviert sind und eine Topleistung abliefern können bzw. wollen. Die Mannschaft hat mit einer anderen Kultur Titel geholt, insofern ein gewagtes Experiment wenn radikal umgestellt wird.

    Interessant, wie viel Gewissheit du aus deinen Aussagen ableitest. Wenn unter der Bayer-Kultur offenbar weder Motivation noch die Bereitschaft zu Topleistungen vorhanden sind, stellt sich für mich schon die Frage, worauf diese Annahme basiert…

    Fakt ist nämlich auch: Bis jetzt hat kein einziger Spieler unter MB freiwillig den Klub verlassen. Selbst ein Grant, der ursprünglich klar wegen MC kam, will bleiben, obwohl hier im Forum bereits kolportiert wurde, er wolle zurück nach Nordamerika.

    Umgekehrt haben uns unter MC sehr wohl Spieler verlassen. Zehnder etwa, gemäss Medienberichten explizit wegen MC. Er wäre wohl geblieben, hätte er damals gewusst, dass MB in der darauffolgenden Saison an der Bande steht.

    Aber ja, gewagtes „Experiment“, bin ich bei dir. Nur eine Veränderung birgt überall im Leben Risiken, aber auch Chancen..

    Letzter Saison wurde MB Meister mit RC unter dem von MC gelegten Fundment. Dieser Saison Coachingkultur (System?) umgekrempelt (zu radikal?) Gibt es dann Evidenzen, dass dieser Typus Coach mit dieser Coaching Kultur MS Titel holt, oder ist es ein Experiment (POC)?

    Danny ich weiss schlicht nicht, was geschehen wird, dafür bin ich kein Orakel. Du beziehungsweise ihr scheint im Gegensatz dazu bereits sehr sicher zu sein, dass das Projekt MB scheitert.

    Ich versuche lediglich, gewisse Argumente zu relativieren, die MB gegenüber aus meiner Sicht nicht ganz fair sind. Ich mache keine Aussage darüber, was für ein Hirsch MB ist, sondern ordne die Umstände ein. Und ja, zugegebenermassen auch manchmal bewusst etwas gegen den Forumstrom. :wink:

    die erste Frage ist: geht es um den Führungsstil von MB oder um sein System, welches nicht passt oder ersichtlich ist?

    Ich gehe davon aus, dass sein Führungsstil bei vielen Spielern gut ankommt. Aber da wir keine Fortschritte sehen & es nach dem Timeout schlimmer ist, als vorher, da muss man sich auch fragen: ist sein System wirklich so schlecht oder möchten die Spieler seinen Anweisungen einfach nicht folgen, da sie wenig bis Null Konsequenzen zu befürchten haben?

    Wahrscheinlich wie immer: eine Mischung aus den erwähnten Punkten.

    Ja, aber welches System gespielt wird und wie geführt und gecoacht wird, fliessen meiner Meinung nach ineinander. Aktives Coaching und Führungsstil ist Teil des Systems, weil die Spieler nicht einfach das machen können, was sie wollen oder was ihnen am liebsten ist, sondern weil der Trainer durch sein Coaching aktiv Einfluss darauf nimmt.

    Meine Sicht: wir spielen eigentlich seit Beginn der Saison Scheisse (mit Ausnahme von ein paar sehr wenigen Spielen oder Dritteln) unabhängig davon, ob wir Punkte einfahren oder nicht.

    Und das laste ich Bayer an: er hat auf diese Saison sein „System“ eingeführt (versus das von Crawford zu „verwalten“ wie letzte Saison, was damals ja auch Sinn hatte) und das funktioniert einfach absolut nicht.

    Will man da weiterhin und bis Saisonende abwarten und hoffen, dass es besser wird? Offenbar schon, was dann halt viele unzufriedene zahlende Zuschauer hinterlässt. Mich auf jeden Fall: ich konnte mich gestern ab dem Gebotenen nicht wirklich über einen Derbysieg freuen!? :skandal:

    Lieber Vladi, guter Post. Ich verstehe absolut, was du meinst.

    Nur MB den komplett gegensätzlichen Führungsstil anzulasten, greift aus meiner Sicht etwas zu kurz. Würde er versuchen, MC’s Führungsstil zu kopieren, nur weil dieser damit erfolgreich war, würde das erst recht schiefgehen. Ein NL-Neuling kann nicht glaubwürdig autoritär führen wie ein langjähriger NHL-Bandengeneral. Das kommt bei den Spielern auch nicht an. Hinzu kommt, dass MB auch als Person komplett anders tickt und daher ein autoritärer Stil bei ihm in doppelter Hinsicht nicht authentisch wäre.

    Wenn du jemanden in die Verantwortung nehmen willst, dann eher SL + Führung. Sie haben MB vor Saisonbeginn verlängert und wussten genau, dass er einen völlig anderen Führungsstil mitbringt. Wird wohl auch der Grund gewesen sein, weshalb RC gehen musste trotz erfolgreicher Zeit bei uns. Einen Assistenzcoach, der jahrelang in einem autoritären Umfeld gearbeitet hat, kann man nicht einfach langristig neben einen Trainer stellen, der demokratisch bis partizipativ führt.

    Und auch wenn ich hier teils als Bayer Verehrer abgestempelt werde. Grundsätzlich hätte auch ich lieber einen erfahrenen NHL-Bandengeneral als einen NL-Neuling an der Bande. Aber MB hat sich diese Chance jetzt verdient. Jetzt sollte man auch an ihm festhalten, vertrauen geben, gerade weil er diese Saison unter schwierigen und nicht optimalen Voraussetzungen gearbeitet/coacht hat, die ich schon mehrfach erwähnt habe. Und nicht nach jeder Niederlage ihn hinterfragen..

    Deshalb war ich euphorisch als damals Crawford zurückkam. Denn sind wir ehrlich, in den letzten 20 Jahren schaffte es kein Trainer ausser MC, dass wir in der Quali gutes und attraktives Hockey spielten. Die 2 Amtszeiten von MC waren die Ausnahme, nicjt die Regel.

    Schon so. Selbst unter Kreis und vor allem unter Hartley spielten wir in der Quali phasenweise wirklich schwaches Hockey. Bei Hartley war das aber irgendwo nachvollziehbar und „Teil seines Plans“. Er trainierte die Mannschaft während der Quali extrem hart, sodass sie in den Spielen oft nicht frisch wirkte, dafür in den Playoffs dann brutal bereit war.

    Hartley bleibt für mich bis heute mein Lieblingstrainer in der ZSC-Geschichte (wobei ich ZSC-Spiele erst seit 2007 wirklich verfolge und die Trainer davor entsprechend ausklammere). Bzgl. Hartley gilt das allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Geschichte mit Ryser wars glaub, der Reto von Arx trotz gebrochenem Finger nochmals auf die Pfoten hätte schlagen sollen, nicht stimmt. Falls doch, würde das für mich persönlich schwerer wiegen als der sportliche Erfolg und Hartley wäre ein Tubel bzw. an Unsportlichkeit nicht zu überbieten…

    Klar, alles wird MB sicher nicht falsch gemacht haben

    Ja, aber genau das ist doch der Punkt. Wenn ich die Beiträge einiger Leute hier lese, ist Bayer scheinbar an allem schuld, unabhängig davon, was tatsächlich passiert, unter welchen Umständen gespielt wird, oder wie die Gesamtleistung einzuordnen wäre...

    Anfangs bis Mitte Saison wurde Bayer von einigen hier kritisiert, weil die Resultate ungenügend waren, denn statistisch/objektiv gesehen hätten wir klar mehr Punkte holen müssen. Gleichzeitig wurden mehrere zentrale Faktoren komplett ausgeblendet: unsere ligaweit überdurchschnittlichen qualitativen Absenzen durch Verletzungen & Krankheiten, die tiefste Ausländerauslastung der Liga, die zwei Titel unter MB in der Vorsaison sowie der Abgang von Lammikko, der sportlich von SL nie adäquat ersetzt werden konnte. etc. ect… (Mal schauen, wie‘s jetzt mit Sundström aussieht. Ob und inwiefern er diese Lücke schliessen kann, wird sich erst zeigen... Ich habe da so meine Zweifel, aber werde gerne positiv überrascht..)

    In den letzten Spielen zeigte sich nun teilweise das Gegenteil. Gegen Kloten spielten wir heute, insbesondere im Mitteldrittel, sehr schwach, obwohl wir bis auf Bader und Hollenstein, die beide keine Keyplayer (mehr) sind, Vollbestand hatten. Ehrlich gesagt hätten wir für diese Leistung keine Punkte verdient. Das anerkenne ich..

    Was ich jedoch nicht ganz fair finde: Dieselben Leute, die zuvor unter anderem die Resultate als objektiven Fakt heranzogen, kritisieren nun trotz Siegen/guter Resultate weiterhin die Leistung.
    Das heisst mit anderen Worten: Unabhängig davon, ob wir gut oder schlecht spielen, gewinnen oder verlieren, wird Bayer von gewissen Personen konsequent kritisiert. Das ist dann keine sachliche Kritik mehr, sondern bewegt sich in Richtung Bashing, wenn Bayer in jeder Situation (weil er Schweizer ist..? weil er vor dem ZSC keine NL-Erfahrung hatte..?) voreingenommen kritisiert wird. Oder netter formuliert: Gewisse Personen schreiben in letzter Zeit mehrheitlich emotionsgetriebene Beiträge. Das darf auch sein, das mache ich übrigens oft genug selbst. Man sollte solche Einschätzungen dann aber nicht unbedingt als objektive Fakten darstellen, that‘s the point… :)

    Guet Nacht. Hopp ZSC

    Haha. Wieso holtmer en Usländer genau?? Richtig, willer besser sött si als de Durchschnitt und dademit s‘Kader verbesseret. Settig Spieler, wo eifach nöd besser als oisi Schwiizer sind, wie du si beschriebsch, vo dene chömmet immer wieder frei uf de Markt während de Saison. Aber si chömmet uf de Markt, wills bim alte Club nöd funktioniert het/Vertragsuflösig. Suscht gits während de Saison kei Spieler ufem Markt, will logischerwiis all en Vertrag hend.


    Mit dine Wunschkriterie:

    „kauft? Sniper? Nö!
    Kürläufer? Nö!
    Schillerfalter? Nö!“

    Chömmer suscht au nomal en Roe und Azevedo hole, wo beidi scho ufghört hend.;)

    Haha.😂


    Gsesch, simmer scho z‘zwoite wo all Biträg ufem Handy schriebet.😃

    Chum jetzt, wahrschindli hetti de Andreoff irgendwo ihschlage. Bim Spengler Cup au nüt gsi. Wenner so e Korriphäe wäri, wieso hetten denn nöd en andere Schwiizer Club gno?

    Mache denn mini Ufzgis no. Isch guet.;)

    Jein, es kann durchaus funktionieren, aber hier in der Schweiz ist das eher ungewöhnlich, ja. Grönborg meinte einmal, dass Spieler in Schweden und Finnland deutlich weniger diesen Kick in den Allerwertesten und Inputs vom brauchen als in der Schweiz und entsprechend auch ganz anders gecoacht werden kann..

    Schade, dass ich das erklären muss :): Der Spruch war nicht aufs Alter bezogen, sondern darauf, das jene welche tatsächlich die Attribute tragen, welcher dieser Generation zugerechnet werden, wohl kaum Spitzensport betreiben werden.

    Danke für deine Erklärung, nur leider habe ich dich schon verstanden. :)

    Und nun ein "alter weisser Mann"-Scherz: Ich glaube nicht, dass ein Gen Z-ler es beim ZSC (oder sonst einer NL Mannschaft) in die erste Mannschaft schaffen würde. :floet:

    Haha, leider muss ich dir mitteilen, dass mittlerweile fast die Hälfte der NL‑Spieler Spieler GenZ sind..^^