Man bleibt cool, reflektiert, analysiert - und dann agiert man.
Aber ja, man darf/soll/muss auch anderer Meinung sein. Nur sollte
man dann nicht so dünnhäutig reagieren, wenn man selber mit der grossen Trainer-Sportchef-sind-Scheisse Kelle anrührt und dann auch etwas Feedback
dazu erhält. Meine Meinung.
Bin da ganz bei dir.
Also, wenn ich ich mal cool bleibe, reflektiere (die Jahre unter Grönborg) und analysiere, dann fehlt mir halt eine gewisse Spielkultur, wie sie in der Zwischenzeit v.a. in Zug und neuerdings auch in Rappi aufgebaut wurden, während bei uns mMn die Angriffe meistens nach dem Zufallsprinzip ausgelöst werden, was dann oft in Fehlpässen, Einzelaktionen oder beim Chip‘n‘Charge endet, bei dem man dann mit viel Aufwand versuchen muss die Scheibe wieder zu erobern.
Auch fehlt mir eine Winnermentalität während der Quali, also dass man jedes Spiel gewinnen will und „alles“ dafür gibt. Da muss ich leider wiederum Zug und Rappi als Beispiele bringen (okay, bei Zug gerade auch nicht ;–).
Für das Thema Spielkultur ist v.a. der Coachingstaff verantwortlich, während beim Thema (Arbeits-)Einstellung auch der Sportchef in der Verantwortung steht (Spieler holen, die auch die richtige Mentalität mitbringen).
Gut, wir haben jetzt nach fünf Spielen zehn Punkte, sind also quasi ein Spitzenteam, aber für mich war nur das letzte Spiel gut und das letzte Drittel in Lausanne, wo irgendwie der Knopf aufging - hoffentlich längerfristig. Aber die Spiele davor waren erbärmlich, die Mehrzahl der Spiele der letzten Saisons auch - mit den bekannten Ausnahmen. Das ist für mich bei diesen Kadern, die wir haben und hatten, schlicht zu wenig.
Vielleicht sind meine Ansprüche zu hoch (nein Colin, ich erwarte auch nicht, dass wir alle vom Eis fegen und jedes Jahr den Titel holen), aber ich möchte ein Team sehen, das jeden Abend den Sieg will und eine Spielkultur, wie wir sie wohl zuletzt unter Crawford hatten, die uns auch in der Quali unterhalten und uns ermöglichen jedes Jahr um den Titel mitzuspielen.