stimmt! 
aber he, die minderheit liegt nicht immer falsch oder anders gesagt, die mehrheit liegt nicht immer richtig! 
im ernst und mal seriös, ganz ohne polemik: seit der nachcrawford zeit erfüllt der zsc die in ihn gesetzten erwartungen nicht (mehr) oder nur noch sehr selten. nicht utopische erwartungen, sondern erwartungen gemessen am finanziellen einsatz. entweder wird das eishockey relativ lustlos abgespult (und man gewinnt oft trotzdem) oder man scheitert früher oder später in den playoffs. (zu) viele siege sind der individuellen klasse und nicht dem team-(auftritt) geschuldet. klar, diese punkte nehmen wir auch, aber ist das wirklich der anspruch? kann das überhaupt der anspruch einer organisation wie derjenigen der lions sein?
sveni ist seit knapp 6 jahren sportchef. ausser im ersten jahr, mit der installation von kossmann im januar 2018 und dem meistertitel danach, kam vom team (also auch von sl) nicht mehr allzu viel. kein berauschendes, kein visionäres, kein übermässig attraktives eishockey und vor allem auch: keinen titel! und an diesen werden am schluss trainer und sportchefs halt gemessen in komplett erfolgsorientierten/vermögenden organisationen. absolut zurecht natürlich!
klar macht sl nicht alles falsch. aber gemessen an den möglichkeiten halt doch zu wenig. ja, ich weiss, ist (m)eine minderheiten meinung…
ich attestiere sl sogar, dass es durchaus möglich ist, dass er keinen trainer entlassen darf ohne das ok von wf! ABER: seit sl sportchef ist (zugegeben schon vorher mit der ausnahme crawford) ist/war der trainer früher oder später IMMER ein thema! und genau da setzt meine kritik an leuenberger bzw. den zsc sportchefs ein! bei einem der jeweils besten kader der liga, kann die ursache kaum immer beim trainer liegen!
also, was läuft falsch? kaderzusammenstellung nur nach fachkriterien? wird der empathische teil jeweils nicht berücksichtigt?
ein beispiel: schenk selig hat damals chad silver engagiert, ein spieler der zwar performte vor seinem engagement bei uns, aber halt eher in hinteren nla-oder gar nlb vereinen. zu uns kam er von herisau. ein transfer, welcher also kaum begeisterungsstürme bei den fans auslöste. vor allem nicht damals, als man zum ersten mal in der neuzeit finanziell mit lugano und dem scb mithalten konnte. da hoffte man auf namhaftere verpflichtungen. aber chad war ein (sehr wichtiges) puzzlestück in schenks team bzw. in schenks vision eines teams. silver war jenes puzzleteil, welches charakterlich absolut top war und in der garderobe - wahrscheinlich auch darüber hinaus - für gute stimmung und teamkit sorgte.
natürlich haben sich die zeiten geändert. ein äusserst sympathischer bzw. empathischer nlb spieler dürfte mittlerweile kaum die lösung der zsc probleme sein.
aber genau in diesem punkt performen die sportchefs von ambri oder biel besser. klar, auch gezwungenermassen, eben mangels bazzeli.
aber ich denke, du weisst was ich eigentlich sagen will. und sl muss - in meinen augen - gewaltig über die bücher seines schaffens. wie schon x-mal erwähnt, mit einem prall gefüllten geldkoffer die besten zu engagieren ist nicht die grosse kunst. die kunst ist die richtigen besten, aber manchmal halt auch weniger gute, aber dafür mit anderen wichtigen teamqualitäten, zu engagieren.
und genau dass ist leuenberger in 6 jahren nicht gelungen. ja, ich weiss, (m)eine und simms minderheitenmeinung… 