Beiträge von Danny

    diejenige, welche mehr spiele und somit die serie gewinnt!

    klar und welche Mannschaft hat mehr Erfahrung darin gesammelt? Selbst wenn eine Mannschaft die ersten beiden Spiele gewinnt ist noch lange nichts entschieden.

    Mit dem Rücken zur Wand, kann noch viel Energie freigesetzt werden.

    Ich glaube einfach nicht, dass das stark Prozess oientierte Hockey (wie auch Rappi) das höchste aller Gefühle ist!

    Interessanter Kommentar auf Watson, Eau Rouge - Mutter aller Racing-Kurve: "Von den drei Genannten ist nur einer fähig ein Spiel im Alleingang zu entscheiden.Denis Malgin.die beiden Anderen sind hervorragende Eishockey-Spieler. Kein Zweifel. Aber ein Spiel im Alleingang zu entscheiden bedingt einer Fähigkeit, die die Beiden nicht ausweisen. Das Spiel nicht ein Zug im voraus zu lesen, sondern zwei!!"

    Genau um das geht es eben nicht, im PO Final entscheidet keiner das Spiel alleine, es ist das Zusammenspiel der ganzen Mannschaft inkl. Coaching Staff etc.

    Unerwähnt bleibt, dass Krüger (siehe auch Kommentar Zesi) nicht so auffällig spielt (wie Malgin), aber extrem gut das Spiel vorauslesen kann, dann zum exakt richtige Zeitpunkt am richtig Ort ist und der kapitale Spielzug ausführt. Ein Spieler der sehr schwierig zu lesen ist.

    Taktisch sehe ich kein Grund umzustellen. Die ganze Mannschaft inkl. RG hat dazu gelernt und jeder weiss was er noch individuell besser machen kann (muss). RG weiss wie man auf aller höchster Ebene gewinnt, sein grösster Challenge war die Mannschaft auf sein Spielkonzept zu formen und genügend Optionen zu haben. Jetzt hat er alles, nur der Titel fehlt. Ich habe den Eindruck, der ZSC wird noch zulegen.

    Zitat NZZ: Vier Minuten vor Schluss liess er sich auf eigenen Wunsch durch Waeber ersetzen. Er habe die Serie begonnen und solle sich deshalb auch beenden, argumentierte Kovar. Es war eine schöne Geste des Routiniers.

    Auch die Goalies sind ein Team und unterstützen sich gegenseitig!!! Könnte das nebst den 4. Linien (mit viel individueller Qualität), auch die positive Differenz gegenüber Genoni sein? Da ja nicht nur die Defensive zählt, sondern auch viel Druck in der Offensive produziert weren muss, könnte ich mir vorstellen, dass der Schnauf bei ihm (im harten Abnützungskampf) ausgeht. Auch wenn vieles für Waeber gesprochen hat, ich glaube es war genau der Moment wo (wenn) er Kovar spielen lassen musste. RG kann jetzt aus dem vollen schöpfen!

    Die Vendetta des Vergessenen: wie der ZSC-Goalie Ludovic Waeber gleich zwei Teams zeigt, dass es gefährlich ist, ihn zu unterschätzen

    Der Torhüter Ludovic Waeber war im ZSC im Schatten von Jakub Kovar schon in Vergessenheit geraten, doch nun brilliert er gegen seinen Ex-Klub Gottéron in den Play-offs. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass er in seinem Kopf die Stimme seiner Mutter hört.

    Nicola Berger 13.04.2022, 16.30 Uhr

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      Plötzlich wieder die Nummer 1: Ludovic Waeber bei den ZSC Lions.

    Plötzlich wieder die Nummer 1: Ludovic Waeber bei den ZSC Lions.

    Jean-Christophe Bott / Keystone

    Gegentore lassen sich nicht gänzlich vermeiden, für Torhüter geht es darum, mit ihnen leben zu lernen. Und sich von ihnen nicht herunterziehen zu lassen. Ludovic Waeber, 25, hat diese Kunst auf besondere Weise perfektioniert: Wenn er einen Treffer kassiert, hört er im Kopf die Stimme seiner Mutter, die ihm gut zuredet.

    Waeber sagt: «Meine Mutter hat wirklich nicht viel Ahnung von Sport. Sie ist ein sehr positiver Mensch und will einfach, dass es mir gut geht, dass ich mich gut fühle.» Schon als Kind habe sie ihm nach Gegentoren immer zugerufen, dass das nichts mache und dass er den nächsten Puck halten werde. «Das habe ich verinnerlicht. Wenn ich heute ein Tor erhalte, dann höre ich, wie sie zu mir spricht. Es hilft mir, mich wieder aufzurichten.»

    Diese Unbeeindrucktheit und Coolness ist neben den technischen Fertigkeiten Waebers wichtigste Qualität. Und sie wird ihm gerade wieder zupass, in diesem Frühjahr, das für ihn düster begann. Im Dezember verpflichtete der ZSC den früheren tschechischen Nationaltorhüter Jakub Kovar. Das Engagement war gleichermassen eine Trainerstützungsmassnahme für den zu jenem Zeitpunkt arg wackelnden Rikard Grönborg wie auch eine Art Misstrauensvotum gegenüber den arrivierten Goalies Waeber und Lukas Flüeler.

    Kovar spielte sehr schnell sehr gut, und bald setzte der Coach fast ausschliesslich auf den Tschechen. In der knapp gewonnenen Play-off-Viertelfinalserie gegen Biel war Kovar neben dem Stürmer Denis Malgin der beste ZSC-Profi.

    Nur Genoni hat bessere Werte

    Fraglos hätte Grönborg auch im Halbfinal gegen Gottéron auf Kovar gesetzt, doch dieser musste krankheitsbedingt Forfait erklären. Wie aus dem Nichts schlägt nun deshalb doch wieder die Stunde Waebers, der nach fast einem Monat ohne Spielpraxis alle drei Partien gewonnen hat, stets mit 3:2 nach Verlängerung. Waeber parierte 94,6 Prozent aller Schüsse, nur der Zuger Play-off-Spezialist Leonardo Genoni weist eine noch bessere Statistik aus.

    Der ZSC-Sportchef Sven Leuenberger hatte Waeber 2020 eher für die zweite Reihe verpflichtet. Bei Gottéron hatte der junge Torhüter nur sporadisch gespielt und in seiner Entwicklung stagniert. In Zürich sollte er ein kostengünstiger Back-up sein, doch bald überflügelte er den verletzungsanfälligen Lukas Flüeler und war in den Play-offs die unbestrittene Nummer 1.

    Es war eine erstaunliche Transformation, die Stephan Siegfried, den erfahrenen ZSC-Goalie-Coach, allerdings nicht überraschte. Siegfried sagt: «Er ist ein sehr guter Goalie und eine sehr gute Person. Das heisst: Er hat nicht nur das Talent. Sondern auch die Lernbegierde.»

    Waebers Werte liegen über dem Liga-Durchschnitt – doch die Ansprüche in Zürich sind hoch

    Auch in dieser Saison waren die Darbietungen ansprechend, Waebers Werte lagen über dem Liga-Durchschnitt. Doch die Ansprüche in Zürich sind hoch. Und der ZSC kann selten widerstehen, wenn sich ein hochwertiges, namhaftes Upgrade auf dem Transfermarkt befindet.

    Auf die Kovar-Verpflichtung reagierte Waeber ähnlich gelassen wie auf Gegentreffer, er sagt: «Der Klub wollte sich absichern. Es ist doch besser, wenn man drei gute Goalies hat, die spielen können. Als wenn das Risiko besteht, niemanden zu haben.» Und er fügt an: «Kovar hat mehr gespielt, weil er besser war als ich. Das ist ein normaler Konkurrenzkampf. Mir nützt das eher, als dass es mir schadet. So muss ich einfach wieder mehr zeigen, es ist ein zusätzlicher Ansporn.»

    Über die Zukunft, sagt Waeber, habe er sich keine Gedanken gemacht. Obwohl er seinen Vertrag im Herbst um drei Jahre verlängert hat und er damit rechnen muss, dass der ZSC ihm für 2022/23 wieder einen ausländischen Goalie vor die Nase stellt, zumal dann ja sechs Lizenzen vergeben werden können. Er sagt: «Ich kann das nicht beeinflussen. Ich muss einfach besser sein als mein Konkurrent.»

    Goalies erinnerten ihn als Kind an Superhelden

    Waeber hat sich eine Pflegeleichtigkeit bewahrt, die nicht mehr selbstverständlich ist im modernen Sport. Womöglich hängt sie damit zusammen, dass er manchmal selber darüber staunt, dass das tatsächlich geklappt hat: Profi zu werden. Als Knirps begeisterte er sich für Superhelden; Power Rangers, Spiderman, Batman, Hulk.

    Und als ihn der Vater im Alter von fünf Jahren an ein Spiel in den Freiburger Eishockeytempel St. Léonard mitnahm, erinnerten ihn Goalies an diese Figuren mit ihrer Ausrüstung, ihren Masken. Waebers Wahrnehmung des damaligen Gottéron-Torhüters Gianluca Mona als Superheld dürfte weltexklusiv gewesen sein. Aber sie machte derart Eindruck, dass er den maskierten Helden der Rinks nachzueifern begann.

    Waeber entwickelte eine Obsession, die dazu führte, dass er in der Pubertät praktisch jede freie Minute auf der Eisbahn verbrachte. Er schaute sich alle Trainings an, von den Bambini-Junioren bis zur ersten Mannschaft. Er sagt: «In den ersten Jahren hatte ich keine Ahnung von Systemen oder davon, wie man das Spiel liest. Das musste ich erst alles lernen. Und die Trainingsbesuche halfen mir dabei sehr.»

    Inzwischen ist Waeber vom staunenden, mittelmässige Goalies bewundernden Bub zu jenem Mann geworden, der kurz davor ist, seinem Stammklub Gottéron eine neuerlich schmerzhafte Play-off-Schmach zuzufügen. In Freiburg war er einst ebenso verkannt worden wie jüngst in Zürich. Seine aktuellen Darbietungen sind so etwas wie die Vendetta eines Vergessenen.

    Mal sehen was Gotteron noch im Köcher hat. Fand die Analyse von Rottaris (der sonst auch viel bla bla erzählt) noch recht treffend. Gotteron hat nix mehr zu verlieren. Alle Taktik etc. hat am Ende nix gebracht. Sie können voll auf Offensive setzen und sehen was passiert. Zur Not mit fliegenden Fahnen untergehen.

    Also taktisch hat mich Fribourg nicht überzeugt, da könnte CD von AT lernen. Aus meiner Sicht hat CD zuwenig Einfluss. Ich sehe eher ein Coachingkonflikt mit den beiden Assistenten. CD hat vielleicht ein Plan vor dem Spiel, während dem Spiel etkenne ich wenig.