Beiträge von Ouimet

    Voll ins Auge
    Gummigeschosse führen zu schweren Verletzungen mit gravierenden Folgen. Trotzdem setzt die Schweizer Polizei auf das Einsatzmittel.
    www.republik.ch


    Voll ins Auge

    Mindestens einmal pro Jahr wird in der Schweiz ein Mensch von einem Gummigeschoss schwer verletzt. Trotzdem setzt die Polizei oft und erstaunlich breit auf das umstrittene Einsatzmittel. Kritik daran gibt es kaum. Anders als früher.

    In vielen Ländern sind Gummi­geschosse verboten. Nicht aber in der Schweiz. Warum nicht? Wie, wo und warum werden sie eingesetzt? Und was sind die Folgen? Fachleute erklären. Und sieben Menschen erzählen ihre Geschichte.

    Zitat
    «Mir wurde übel vor Schmerz» Claudio Massoni

    Claudio Massoni hasst es, wenn er Eishockey­fan genannt wird. Dann wird der sonst so gefasste, schon fast schüchtern auftretende Mann ungehalten. Er sei doch nur an diesen elenden Match gegangen, weil er seine damalige Freundin begleitet habe.

    Das war im November 2017. Ein Zürcher Derby. Der EHC Kloten gegen die ZSC Lions. Spielort Kloten. Das Stadion prall gefüllt. Familien, Fans, Kind und Kegel.

    Der damals 26-jährige Mann, den wir Claudio Massoni nennen, wurde zusammen mit seiner Freundin von den Platz­anweisern in den Gästesektor geführt. Die Lions gewannen mit 4:1. Die Freundin jubelte. Für Massoni aber fing kurz nach dem Abpfiff ein Albtraum an, der ihn bis heute verfolgt.

    «Nach dem Match wurden ich und meine damalige Freundin von Sicherheits­leuten vom Stadion zurück an den Bahnhof Kloten eskortiert», sagt Massoni. Die Sicherheits­leute bestimmten die Route. An einer Kreuzung unweit des Bahnhofs warteten gegnerische Fans. Es kam zur Randale.

    «Es herrschte Chaos», sagt Massoni. Er habe so rasch wie möglich weggehen wollen, zum Bahnhof, nach Hause. «Ich war ja nur an dieser Kreuzung, weil wir dorthin geführt worden waren.»

    Plötzlich spürte Massoni einen Schlag ins Gesicht. «Mir wurde übel vor Schmerz, ich musste mich übergeben. Aus meinem rechten Auge floss Blut. Ich habe versucht, die Blutung mit der Hand und mit Taschen­tüchern zu stoppen. Erst danach realisierte ich, dass die Polizei Gummi­schrot eingesetzt hatte.»

    Massoni schaffte es irgendwie auf den Zug, fuhr nach Zürich zu seinen Eltern, die ihn unverzüglich in die Notaufnahme des Universitäts­spitals Zürich brachten. Massoni blieb die Nacht im Spital.

    «Schwerste Contusio bulbi rechts» lautet die Diagnose. Das bedeutet: Eine schwere Augapfel- beziehungsweise Augen­prellung infolge einer stumpfen, von aussen einwirkenden Gewalt.

    Er habe selten eine derart gravierende Augen­verletzung gesehen, sagt Augen­chirurg Roman Eberhard, der Massoni damals behandelte und heute als Leitender Arzt am Zürcher Stadtspital Triemli tätig ist.

    Viermal operierten die Ärzte Massonis rechtes Auge. Eine fünfte Operation steht bevor. Doch das verletzte Auge konnte nicht gerettet werden. Claudio Massoni ist heute auf einem Auge faktisch blind. Als Einäugiger sieht er nicht mehr dreidimensional. Seinen handwerklichen Beruf musste er an den Nagel hängen, derzeit lässt er sich im kaufmännischen Bereich umschulen. Jeden Tag hat Claudio Massoni Angst, auch das zweite Auge zu verlieren.

    Doch Massoni will es nicht dabei bewenden lassen. Mit Unterstützung von Rechts­anwalt Philip Stolkin hat Massoni eine Staatshaftungs­klage gegen den Kanton Zürich eingereicht. «Es geht mir um Gerechtigkeit», sagt Massoni, «und darum, dass keinem anderen passiert, was ich erlebt habe. Diesem Tun muss ein Ende gesetzt werden.»

    Keine Zahlen, keine Statistiken – nur ein Dunkelfeld

    Genau das gleiche Anliegen verfolgen auch Augen­ärztinnen. Unter ihren Berufs­kollegen tauche immer wieder die Frage auf, warum solche Geschosse nicht längst verboten seien, sagt die Zürcher Augen­ärztin Anna Fierz. Die Gefährlichkeit dieser Munition sei seit den Zürcher Jugend­unruhen der frühen 1980er-Jahre bekannt – doch es sei still geworden rund ums Thema. Nur schon Fragen zu stellen, so Fierz, sei schwierig.

    Im Namen der Arbeits­gruppe Prävention der Swiss Academy of Ophthalmology versuchte sie, Fälle von Augen­verletzungen durch Gummi­geschosse zu sammeln. Erfolglos. Die Arbeits­gruppe setzte sich deshalb im Fachmagazin «Ophta» für eine Melde­pflicht ein.

    «In einem Land mit demokratischer und rechts­staatlicher Tradition muss die Erhebung dieser Daten möglich sein. Ohne Zahlen und Fakten lassen sich die offenen Fragen nicht vernünftig erörtern.»

    Keine Zahlen, keine Statistiken – es gibt nur ein Dunkel­feld, das die Republik ausgeleuchtet hat: Wir haben alle deutsch­sprachigen Medien­berichte der letzten zehn Jahre ausgewertet, die über Verletzungen durch Gummi­geschosse in der Schweiz berichten – und punktuell auch ältere. Wir haben zudem mit Betroffenen gesprochen, mit Fachleuten, Anwälten und Polizistinnen. Wir haben interne Dienstbefehle, Weisungen, ballistische und medizinische Gutachten sowie Empfehlungen eines interkantonalen Gremiums gelesen, an denen sich die Polizei­behörden im ganzen Land orientieren. Viele Dokumente wurden uns allerdings vorenthalten.

    Das Fazit: In den letzten zehn Jahren hat die Polizei in der Deutsch­schweiz mindestens zehn Menschen mit Gummigeschossen schwer verletzt. Es ist davon auszugehen, dass es noch weitere Verletzte gibt, die nie an die Öffentlichkeit gelangten.

    Gummi­geschosse werden in der Schweiz vor allem als Schrot­munition verwendet. Jeder einzelne Schuss besteht aus 28 bis 35 kleinen Projektilen aus Hart­gummi. Die Polizei setzt sie ein, um randalierende Gruppen auf Distanz zu halten. Ausserdem gibt es sogenannte Wucht­geschosse. Sie unterscheiden sich von der Schrot­munition dadurch, dass die Polizei auf eine bestimmte Person zielt (nicht auf eine Gruppe) und damit einen «Wirkungs­treffer» erzielen will.

    Diese Einsatz­zwecke lassen sich einem Dokument entnehmen, das wir von PTI Schweiz, dem Kompetenz­zentrum Polizeitechnik und -informatik, bekommen haben. Dabei handelt es sich um eine kaum bekannte, aber durchaus einflussreiche Organisation, die für die Harmonisierung von Polizeitechnik und Polizei­informatik zwischen den Kantonen zuständig ist.

    Das klingt harmlos. Bedeutet aber: Das Gremium prüft unter anderem die Waffen­systeme, die Schweizer Polizei­behörden einsetzen – und empfiehlt, wie sie anzuwenden sind. Diese Aufgabe nahm vor der Gründung von PTI Schweiz die Konferenz der kantonalen Polizei­kommandantinnen und -kommandanten (KKPKS) wahr. Weil gewisse Empfehlungen aus dieser Zeit stammen und die beiden Organisationen immer noch eng zusammen­arbeiten, schreiben wir im Folgenden jeweils von «PTI Schweiz/KKPKS».

    Zu den Waffen­systemen, die PTI Schweiz/KKPKS evaluiert, gehören auch Gummi­geschosse. Genauer: die vier Arten von Gummi­geschossen, die in der Schweiz eingesetzt werden.

    Die Polizisten müssen Mindest­distanzen von 5, 10 oder 20 Metern einhalten, wenn sie Gummi­geschosse abfeuern – ausser bei Notwehr, aber dazu später mehr.

    Mit den Wucht­geschossen sollen die Schützinnen auf die Gürtellinie zielen, mit der Schrot­munition auf den Rumpf oder den Oberschenkel. Wobei: Das mit dem Zielen ist so eine Sache – besonders bei der Schrot­munition, die die Polizei weitaus am häufigsten einsetzt.

    Je mehr Abstand der Schütze hat, desto breiter streuen die Gummischrot­projektile. Beim meistverbreiteten Gummischrot­typ können sich die einzelnen Projektile bei einer Schuss­distanz von 20 Metern auf einen Kreis von etwa 4 Metern Durchmesser verteilen.

    Mit anderen Worten: Die Polizei kann unmöglich auf eine bestimmte Körper­region zielen und diese exakt treffen.

    Gummischrot ist eine Waffe mit Flächen­wirkung, die gegen Gruppen eingesetzt wird. Und deshalb verletzt sie immer wieder auch unbeteiligte Menschen.

    Ein Einsatzmittel ohne gesetzliche Grundlage?

    Claudio Massoni will trotz seiner schweren Augen­verletzung zurück ins Alltags­leben finden. Er lernt einen neuen Beruf und kämpft gegen das Trauma, die Flashbacks und die Depressionen an. Das gelingt ihm oft, aber nicht immer. In einem neueren Arzt­bericht ist von einer chronifizierten post­traumatischen Belastungs­störung die Rede. Von Angst­zuständen und Schweiss­ausbrüchen, wenn er Polizistinnen begegnet. Und von Albträumen.

    Nun will Massoni den Kanton Zürich mit einer Staatshaftungs­klage zur Rechenschaft ziehen. Damit nimmt er einen langen, riskanten und kostspieligen Weg auf sich.

    Der einäugige junge Mann verlangt Schaden­ersatz und Genugtuung. Und dass der Kanton Zürich für den Polizei­einsatz in Kloten geradestehen muss, also für die Handlungen seiner Beamten haftet. Rechtsanwalt Philip Stolkin hält im Namen von Massoni fest:

    • Der Gummigeschoss­einsatz sei nicht notwendig gewesen. Die Schlägerei zwischen den rivalisierenden Fans habe schon zuvor beendet werden können – mit anderen und mit milderen Mitteln.
    • Der Einsatz habe auch friedliche Match­besucher betroffen, die nach Hause gehen wollten. Das verstosse gegen den Grundsatz, dass sich polizeiliches Handeln gegen die Störer richten müsse – gegen jene Personen, die den «polizei­widrigen Zustand» unmittelbar zu verantworten haben.
    • Die Polizisten hätten die Mindest­distanz von 20 Metern nicht eingehalten. Diese gilt immer – ausser bei einer Notwehr­situation. Und davon könne keine Rede sein.
    • Überhaupt fehle es für sämtliche Gummi­geschoss­einsätze an einer gesetzlichen Grundlage.

    Dieses letzte Argument des Zürcher Rechts­anwalts birgt Zündstoff. Bekäme er recht, dürfte die Polizei künftig keine Gummi­geschosse mehr einsetzen. Philip Stolkin betont die massive Verletzungs­gefahr, die von Gummi­geschossen ausgehe. Die Bundes­verfassung und die Europäische Menschenrechts­konvention verlangten für solche Fälle eine klare und genügend bestimmte Regelung auf Gesetzes­stufe. In einem kantonalen Gesetz bloss rudimentär festzuhalten, dass die Polizei «geeignete Einsatz­mittel» gebrauchen dürfe, genüge nicht.

    Ebenso wenig sei zulässig, den Einsatz von Gummi­geschossen in Verordnungen, Dienst­reglementen, internen Weisungen oder Einsatz­befehlen zu regeln. «Die gesetzliche Grundlage muss für jedermann zugänglich sein – nur so kann ein Macht­missbrauch verhindert werden», argumentiert Stolkin. Und da es an dieser Grundlage fehle, sei der Einsatz von Gummi­geschossen widerrechtlich.

    Das Verfahren vor dem Bezirks­gericht Zürich läuft noch. Beide Seiten kämpfen mit harten Bandagen.

    Verhältnismässig? Ansichtssache

    Der Kanton Zürich stellt unter anderem infrage, ob die schwere Augen­verletzung von Claudio Massoni überhaupt von einem Gummi­geschoss stamme. Sie könne auch die Folge eines Sport­unfalls sein, eines Sturzes oder eines Faust­schlags; Ereignisse, die irgendwann hätten stattfinden können. Schliesslich habe sich der Betroffene mit seiner Augen­verletzung nicht sofort an die Polizei gewandt. Erst durch die Staatshaftungs­klage habe man davon erfahren. Monate später.

    Und sollte Massoni doch durch ein Gummi­geschoss verletzt worden sein, so die Argumentation des Kantons Zürich, dann sei Massoni selbst schuld. Der Polizei­einsatz sei notwendig und verhältnis­mässig gewesen und regelkonform verlaufen. Der Betroffene hätte sich ja nicht in der «Gefahren­zone» aufhalten müssen.

    Interessant ist, dass sogar der Kanton Zürich von ein paar wenigen vermummten Fans spricht, die sich «besonders weit nach vorne» gestellt hätten. Sie hätten sich zwar nicht mehr geprügelt, aber Polizistinnen beschimpft.

    Nur: Warum gingen die Grenadiere nicht gegen die paar Störerinnen vor, sondern schossen in die Menschen­menge, die ja an diese Kreuzung geführt worden war? Und ist eine Beschimpfung, so unflätig sie sein mag, Grund genug für einen Gummi­geschoss­einsatz?

    Mit anderen Worten: Wer entscheidet darüber, wann, wie und warum Gummi­geschosse eingesetzt werden?

    Die Antworten finden sich vor allem in polizei­internen Weisungen, Dienst­anordnungen oder Schulungs­unterlagen, die nicht öffentlich sind. Die kantonalen Polizei­gesetze halten lediglich in groben Zügen fest, dass die Polizei zu «geeigneten Hilfs­mitteln» oder «geeigneten Einsatz­mitteln» greifen darf – unter Wahrung der Verhältnis­mässigkeit.

    Etwas mehr Hinweise liefert der Kanton Basel-Stadt auf seiner Website: «Steht die Kantons­polizei einer grösseren Gruppe von Aggressoren gegenüber, kann sie mit dem Distanz­mittel des Gummi­geschosses diese Gruppe aus der Entfernung in Schach halten oder zurückdrängen, ohne physische Gewalt einzusetzen.»

    «Ohne physische Gewalt» – das ist eine bemerkenswerte Bewertung von Gummi­geschossen. Zumal sie regelmässig zu schweren Verletzungen führen. Wie zum Beispiel im Fall von Iwan S.

    Brasilien wäre schlagbar gewesen, schade! Wieso MY Michi Frey zuhause lässt (Topscorer letzte Saison in Belgien) muss man auch nicht verstehen… Petkovic mag nicht sonderlich beliebt gewesen sein doch seine Aufstellungen und v.a. Einwechslungen sahen jeweils nach einem Plan aus.

    söll d Fifa grad mitneh… passt i de Kanton zu Glencore, Nordstream und de andernd Stürflüchtling…

    Fifa-Chef Gianni Infantino ist nach Zug gezogen

    Diesen Sommer hat der Fifa-Präsident seinen Steuersitz von Zürich in das steuergünstige Zug verlegt.

    Die Welt blickt in diesen Tagen auf das kleine Wüstenemirat Katar. Mittendrin, im Fokus der Öffentlichkeit, steht Fifa-Chef Gianni Infantino. Jede Geste, jedes Wort des 52-jährigen Wallisers wird von der versammelten Weltpresse kommentiert, das Geschehen auf dem Fussballplatz ist dabei fast nebensächlich.

    Recherchen zeigen nun: Abseits der geballten Aufmerksamkeit der Medien und von der Öffentlichkeit unbemerkt hat Fifa-Präsident Gianni Infantino seinen Wohnsitz von Küsnacht ZH ins steuergünstige Zug verlegt. Unterlagen, die dieser Zeitung vorliegen, zeigen, dass er im Juni dieses Jahres seine Papiere transferierte.

    Ein anonymer grauer Wohnblock in einer ruhigen Mehrfamilienhaussiedlung mit Blick auf den Zugersee ist sein neues Schweizer Domizil. Ein direkter Zugang zur Tiefgarage und ein Briefkasten, der nur mit den Initialen beschriftet ist, garantieren die Privatsphäre des Funktionärs. Laut Grundbuchamt ist Infantino nur Mieter, die Liegenschaft gehört den Zuger Wasserwerken (WWZ). Der Weltfussballverband (Fifa) bestätigt auf Anfrage den neuen Wohnsitz, ohne ihn weiter zu kommentieren.

    Über den prominenten Zuzug besonders freuen dürfte sich der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler (SVP). Er kennt Infantino seit seiner Zeit bei der Fifa persönlich, wie er sagt. Tännler war zwischen 2004 und 2006 Direktor der Rechtsabteilung und in dieser Funktion auch Geschäftsleitungsmitglied. Weder seine Bekanntschaft noch den Umstand, dass Infantino neu im Kanton Zug wohnt, wollte Tännler «aus Gründen des Datenschutzes» kommentieren.

    In Zug ist nur die Hälfte der bisherigen Steuern fällig

    Gemäss Recherchen des «Tages-Anzeigers» erhielt Infantino zuletzt geschätzt eine Vergütung von 4 Millionen Franken. Tatsächlich zeigt die aktuelle Fifa-Jahresrechnung, dass den Mitgliedern des Fifa-Rats, dem Präsidenten, dem Generalsekretär und den Mitgliedern des Managements mit Schlüsselpositionen 30,5 Millionen Dollar an Vergütungen ausbezahlt wurden. Zusätzlich waren Boni im Umfang von 1,6 Millionen Dollar fällig.

    Stimmen die Angaben zur Vergütung von Fifa-Chef Infantino, darf sich der Kanton Zug über 228’000 Franken zusätzliche Steuereinnahmen freuen, die Gemeinde erhält nochmals 153’000 Franken. Dies ist rund die Hälfte des Betrags, der in Küsnacht fällig gewesen wäre. Dort muss man Infantino ziehen lassen. Zwar äussert sich die Zürcher Finanzdirektion aufgrund des Steuergeheimnisses nicht zum konkreten Fall. Als leitender Angestellter der Fifa könne Infantino jedoch in einem anderen Kanton wohnen und von dort an den Arbeitsort pendeln, heisst es. Es gelte die allgemeine Regel der Steuerpflicht am Wohnort.

    Infantinos Wohn- und Steuersitz war bereits mehrfach Thema in den Medien. Anfang Jahr berichtete der «SonntagsBlick», dass der Fifa-Chef mit seiner Familie nach Katar gezogen sei. Daraufhin stellte Infantino gegenüber CH Media im Mai klar: «Mein Wohnsitz ist Zürich, in Zürich zahle ich meine Steuern.» In jenem Interview kündigte Infantino auch an, nach der WM in Katar wieder vermehrt in der Schweiz zu sein, um danach zur Vorbereitung der nächsten Fussball-WM 2026 in die USA zu ziehen. Er wolle dafür wieder eine Zweitwohnung mieten, sagte er gegenüber CH Media und fügte hinzu: «Ich finde, die Durchführung einer WM muss Chefsache sein und man kann das nicht einfach aus der Ferne machen.»

    Vor seiner Zeit in Katar wohnte der Walliser mit seiner Familie bei Nyon – dem Sitz seines damaligen Arbeitgebers Uefa – und war dort auch gemeldet und steuerpflichtig. Nach der Wahl zum Fifa-Präsidenten und Nachfolger von Joseph Blatter 2016 zog es Infantino nach Zürich. Nun ist er im steuergünstigen Zug angekommen.

    Das ein Spiel gegen den tabellen elften der Schweizer Liga mehr interessiert als gegen den Schwedischen Tabellen zweiten muss man ja nicht verstehen 🤓🧐 das es noch ein x Faches teurer ist macht es auch nicht verständlicher.

    Lustig ist, wie Grönborg die ganze Zeit zum Teufel gewünscht wurde.

    Finde die Personalie Leuenberger viel spannender - lausige Trainer eingestellt und die Transfers könnte jeder machen, er holt einfach die besten (gemäss Stats, Renomme), die gerade auf dem Markt sind und er sich leisten kann. Hat Leuenberger nur einen einzigen Spieler geholt, der bei einem anderen Club noch nicht ausgereift war und dann sich beim ZSC steigern konnte? So quasi mal ein Rohdiamant, indem er nicht entwickeltes Talent sah?

    Fairerweise ist der Transfer Leuenberger zum ZSC aber genau gleich abgelaufen wie SL seine Spieler zum ZSC verpflichtet. Er war einfach der bekannteste (und wohl auch teuerste) Sportchef der CH der auf dem Markt war.

    Da leisten die günstigeren No Name Sportchefs wie Marc Gautschi oder Janick Steinmann den besseren Job… vielleicht müsste man auch in Zürich mal die Einsicht haben das nicht nur grosse und teure Namen (Spieler, Sportchefs, Trainer…) Automatisch Erfolg bringen.

    Schon nächstes Jahr werden wir sehen was RG in Tampere anstellt und ob der neue Mann an unserer Bande mehr aus der Mannschaft bringt.

    Die nächste Patrone von SL muss sitzen :) Saisonkartenverkauf hängt stark vom Abschneiden in diesen Playoffs ab.

    Plus nächste Saison ist dann die Euphorie der neuen Halle mit ausverkauften Qualispielen vorbei.

    Bald hängen ja schon 2/5 also 40% der Leibchen mit Spielern die in der Klotener Nachwuchs Abteilung ausgebildet wurden an der Hallendecke der SLA obschon wir ja mit GC anscheinend die Beste Nachwuchs Abteilung (zumindest die teuerste) der Schweiz haben 🧐🧐🤓🤓

    Also ohne SL wären wir auch 2018 nicht Meister geworden! Das die letzten 3 Jahre inkl. diese Saison Grönborg zuständig ist für den Erfolg und nicht Leuenberger dürfte auch klar sein. Beim FCZ wurde ja auch Foda entlassen und nicht der Sportchef.

    Sollte Gröni nicht Meister werden kann man dies neben Gröni (vor allem!) auch SL anlasten, aber es war seine erste wirkliche Patrone im Lauf, er hat durchaus das Recht auf einen weiteren Schuss.

    Ich hatte mal in den Wandelgängen die Geschichte gehört das man mit Genoni einig war aber Herr Frey das Veto eingelegt hat da ja Flüeler die Nummer 1 sei. Ist wohl wie Larry sagt, unsere Konstellation mit Sportchef und Herr Frey ist nicht sooo einfach.

    Positiv ist natürlich die Quali hat mit der neuen CHL Regelung einen viel höheren Stellenwert, nur bei Rang 1. oder 2. wären wir fix in der CHL.

    1. National Champions

    2. Regular Season Winners

    3. Regular Season Runners-Up

    4. Regular Season Third-Placed

    Zusammengefasst:

    Davos, Fribourg und wir draussen. Alle mit 6 Ausländer auf dem Eis und alle Schweizer Mannschaften gegen Teams ausgeschieden, deren Topverdiener das Gehalt von unserem Center aus der 4. Linie kassieren.

    Die SK um 100.- erhöhen wenn man in der CHL ist (macht 800'000.-) plus das Catering wenn dann die gleichen 10'000 kommen wie gegen Ambri etc. und dann sollte man mit einer schwarzen Null rauskommen oder gar Gewinn machen.

    Zuerst müssen wir uns auch mal qualifizieren… mit dem neuen Modus ab nächstem Jahr gibt es jetzt immer nur noch drei Startplätze für unsere Liga...

    bin absoluter Fan der CHL, spannender als die immer gleichen Mannschaften aus der NLA zu sehen. Abgesehen sind die Reisen ein absolutes Highlight!

    Der HCD rockte die CHL 2015 bis ins Halbfinale und siegten im Viertelfinale gegen Skelleftea. Aber ja ausser wir damals mit dem Titel und Davos vor 7 Jahren ist die CHL für die Schweizer Vertreter kein Erfolgsgeschichte.

    Denke das wird sich auf nächste Saison ändern, wenn alle Spiele in der SLA sind. War bisher auch schwierig, da die meisten CHL Spiele im Hockeyrink Oberlunkhofen oder ähnliches waren.

    Glaube ich nicht. Die Champions League ist für den ZSC ein Verlustgeschäft. Flugi nach Skelleftea chartern kostet wohl gleichviel wie die 4000 Eintritte gestern eingebracht haben. Wenn die Spiele in der SK dabei sind, wird der Verlust noch grösser.

    ZSC Lions bereits out

    Auch mit sechs Ausländern reichts nicht

    Die grosse Masse mag lieber Spiele gegen Davos, Bern oder Ambri. Gegen solche Gegner kommen die ZSC Lions oft auch mit einer mittelmässigen Leistung davon. Gegen einen schwedischen Spitzenclub wie Skelleftea reicht das nicht.

    Enttäuschend ist das erneute Scheitern der ZSC Lions auch angesichts der Erhöhung der spielberechtigten Ausländer in der Liga von vier auf sechs. In Skelleftea hatten die Zürcher sieben eingesetzt, in Zürich sechs, weil der gesperrte Lammikko fehlte. Man mag ja loben, dass das Niveau in der National League durch die Ausländerflut gestiegen sei. In Schweden hingegen geht es auch ohne. Skelleftea trat in Zürich ohne eine ausländische Verstärkung an. Nebst den ZSC Lions scheiterten auch Davos und Fribourg, einzig Zug ist noch im Rennen.

    Die Schweizer Liga, teils Journalisten sowie Fans reden ja immer wieder gerne von der besten Liga ausserhalb der NHL. Das mag bei den Salären stimmen, aber nicht im Rink…

    Hoffen wir dass wenigstens Zug das Schweizer Eishockey noch gut vertritt. Nächste Saison sind ja dann nur noch 3 CH Clubs vertreten. Hoffe wir auch! Würde gerne einmal Eishockey in Wales oder Nordirland sehen.

    und nochmals off topic, 4015 Zuschauer in einem Spiel wo es um ALLES geht gegen eine schwedische Spitzenmannschaft mit DEM nachwuchsformat an dem sich etliche CH Teams orientieren… aber bei einem sinnlosen Qualispiel gegen Ajoie kommen dann wieder 6‘000 Zuschauer… Format Champions League zieht einfach nicht. Man schaut sich lieber tausendmal Langnau an…

    Wir tun uns halt einfach schwer, die Leistung und insbesondere die Konzentration dann abzurufen, wenn es nötig ist!

    Da gibts zwischendurch super Liga-Spiele, aber es fehlt die Konstanz. Ich verliere gerne, wenn der Gegner besser war. Aber gegen Skelleftea haben wir uns (zum wiederholten Male) selbst geschlagen.

    Yep. Und jetzt hätte es gezählt… lieber 10 sinnlose Qualispiele verlieren wo es um nichts geht….

    Aussprechen und es erreichen sind zwei paar Schuhe. Daffos unter ADC hatte das auch mal als Ziel, hat alles dafür gemacht, gereicht hat es trotzdem nicht. Zug wird in der momentanen Form nicht mehr weit kommen.

    Wir wissen eigentlich schon das unsere Liga nicht so gut ist wie wir gerne hätten, wir wollen es einfach nicht wahrhaben!

    Zuschauerzahlen, Stadien und Saläre sind Top, das Niveau ist nach wie vor nicht so gut wie in Schweden.

    Gewonnen nicht. Aber der HCD kam aber ins Halbfinale…