Beiträge von lionking_ch

    wen wunderts?

    Colin Muller wird wieder Assistenztrainer vom Sean Simpson , nach Zug und dem ZSC diesmal bei der Schweizer Nationalmannschaft. Dies berichtet der "Blick".
    Muller war zuvor bei den ZSC Lions nach wenigen Wochen als Cheftrainer freigestellt worden.

    Zitat von backinreality

    haha han grd erfahre es wird de reiber pfiffe und de Sylvain Losier als Linesman, anschinend eine vo de beschte ;) mal luege ob dän de würkli wo wältklass isch...

    über de Losier und de Reiber isch geschter en bricht im sf-sport cho. händ en kurs für linesmen geh....

    ou mann.....

    sollen die spieler 8 stunden am tag im training vollen einsatz geben? und das auch noch an 7 tagen in der woche???

    weiss denn jemand, wie die anderen nla-teams trainieren? einfach damit ein realistischer vergleich gemacht werden kann...

    Zitat von bully

    ok, ja da chasch also nur no in Egge hocke und de Chopf schuettle...mmuuuaahhh, die lahri fahri Servelat Summer Plausch Grill Party Vorbereitig.........fuer en Club wie de ZSC....unglaublich......het mer da au mal en Kondi Trainer um Rat gfragt...Betreff em Ifluss vo sonemene Marathonspielprogramm bereits im Aug/Sept...??!!.... Wie wers mit dem Berater vom Streit....!? Name isch mer grad entfalle.....aber das wer doch no was..... dLeistige vom Streit spraecheded fuer sech.....
    liebes ZSC Managemnt....da de noechscht Summer bestimmt chund....!!

    Vielen Dank

    irgendwo han ich mal glese, dass das ganze individual-summertraining dazumal uf wunsch vom streit bim zsc so igfüert worde isch.....

    bin sicher, dass isch e gueti sach, wenn e riisigi selbstdisziplin häsch.... (wie de streit)
    aber bi allne andere aktuelle z-spieler schiint das nöd so zklappe. bin au klar für es mannschafts-summertraining....

    Zitat von Larry

    Die Hoffnung von Bengt-Ake Gustafsson

    (sg.)

    Die ZSC Lions gastieren heute Freitag zum «Rückspiel» in Davos, Coach Gustafsson hofft auf eine ähnlich engagierte Leistung wie beim 1:0 am Dienstag. Owen Nolan trainierte gestern wieder, wenn er fit ist, spielt er. Andernfalls dürfte Sulander zu seinem zweiten Einsatz kommen. Gustafsson hält sich wie gewohnt bedeckt, was die Aufstellung betrifft. Er erwartet eine Reaktion der Davoser: «Arno Del Curto wird seinen Spielern nach zwei Niederlagen sicher Dampf machen.»

    was hoffemer jetzt? dass de nolan spielt oder nöd? :roll:

    vielleicht sollte man flüeler vermehrt bei gc einsetzen. dort wird er sich sicher nicht über mangelnde arbeit beklagen können und man könnte gezielt auf die hier schon angesprochenen schwachstellen eingehen und daran arbeiten die auszumerzen.

    flüeler hat sicher das zeug ein nummer 1 goali zu werden. aber im moment wird er bei den lions nur verzheizt. der druck ist zu hoch. für alle!
    solange die verteidiger nicht sattelfest sind, muss ein ruhiger etablierter torhüter zwischen den pfosten stehen....sulo.

    gestern spielten unsere verteidiger um klassen besser als sonst. vielleicht auch darum, weil sie wissen, dass sie weniger abpraller wegwischen müssen und sich vermehrt auf den gegner konzentrieren können.

    also nehmen wir an, dass nun sulo vermehrt zum einsatz kommt. welche beiden ausländer müssen zuschauen? meine meinung:

    nolan und pittis gesetzt
    murphy und down rotieren
    westcott hat die arschkarte....

    ok....wenn sich alle wieder gefangen haben, kann von mir aus das experiment flüeler bei den lions wieder fortgesetzt werden.

    Kurzer Wahn - Lange Reue?

    von Klaus Zaugg

    Die ZSC Lions können sich nicht von Torhüter Ari Sulander (41) emanzipieren. Muss Lukas Flüeler (22) die ZSC Lions verlassen, um ein grosser Torhüter zu werden?

    ZSC-Goalie Lukas Flüeler mahnte draussen auf der Bank irgendwie an eine tragische Figur aus einem Film des finnischen Kultregisseurs Aki Kaurismäki. Durch alle Krisen und Böden hindurch haben die ZSC Lions diese Saison auf Lukas Flüeler vertraut. Und nun kehrt wie ein Dämon in der Nacht die Legende Ari Sulander aus der Dunkelheit des nordischen Winters zurück, nimmt ihm den Platz weg und wird ein strahlender Held, der die Mannschaft aus der Krise erlöst und dabei gar noch einen Penalty hält: 1:0 gegen den HC Davos.

    Es ist eine schöne Geschichte. Die Lichtgestalt ist wieder da, wärmt die Hockeyseelen im Hallenstadion und mit ihm ist für ein paar Stunden alles gut geworden. Aber es ist ein kurzer Wahn, dem eine lange Reue folgen könnte.

    Logisch, dass Trainer Bengt-Ake Gustafsson Ari Sulander nach vier Niederlagen in Serie zurückgeholt hat. Er muss Spiele gewinnen. Alles andere kann, muss ihm egal sein. Die Resultate und die Statistiken sind unerbittliche Richter über die Leistung des Torhüters: 4:6 gegen Zug, 3:5 in Bern, 2:3 nach Penalties in Lugano und schliesslich 0:5 in Genf. Der Schwede kann nicht die ganze Abwehr auswechseln. Aber den Torhüter. Lukas Flüeler hat in dieser Saison bloss eine Fangquote von 89,67 Prozent. Genügend beginnt bei 90 Prozent.

    Diese Story müsste nicht geschrieben werden, wenn Lukas Flüeler für diese eine Partie gegen Davos durch einen der talentierten jungen Goalies wie Tim Wolf (18) oder Lukas Meili (18) aus der Organisation der GCK Lions ersetzt worden wäre. Oder wenn er sich seine Arbeit mit Ari Sulander so teilen könnte wie in den letzten zwei Jahren.

    Aber die Ausgangslage ist diese Saison eine ganz andere: Von Lukas Flüeler wird jetzt erwartet, dass er die Nummer 1 ist. Nach der Vertragsverlängerung bis 2014 erst recht.

    Deshalb ist es fatal, dass der finnische Kultgoalie sozusagen aus dem Vor-Ruhestand bei den GCK Lions zurückgekehrt ist. Jetzt, in der sich anbahnenden neuen Krise, nachdem schon der Coach ausgewechselt worden und ein neuer Ausländer (Owen Nolan) herbeigeeilt ist, erinnert sich der Cheftrainer in der Not an «Sulo» wie einst die Finnen, die in Zeiten der Not immer wieder ihren Nationalhelden Gustaf Mannerheim «reaktiviert» haben. Schliesslich haben die Zürcher seit 1961 nur mit Ari Sulander etwas gewonnen: Die Titel 2000, 2001 und 2008, den Continental Cup 2001 und 2002, die Champions Hockey League 2009 und den Victoria Cup 2009 gegen Chicago.

    Der Finne hat in der Organisation der ZSC Lions das Charisma eines Hockeygottes. Jetzt, nach diesem 1:0 gegen Davos erst recht. Wir können es drehen und wenden wie wir wollen: Mit Ari Sulander im Tor sind die ZSC Lions eine andere Mannschaft.

    Der Vertrag mit Lukas Flüeler ist im Oktober vorzeitig um drei weitere Jahre bis 2014 verlängert worden. Was auf den ersten Blick wie ein kluger Vertrauensbeweis wirken mag, ist auf den zweiten Blick möglicherweise ein Irrtum: Flüeler kann Sulander nach wie vor nicht ersetzen.

    Ich habe kürzlich einem langjährigen NLA-Trainer und Torhüterkenner die Frage gestellt: «Es gibt in der NLA einen Goalie, der unter Druck stilistisch an David Aebischer mahnt. Wer ist es?» Der Mann nahm mir, bevor er die Antwort gab, das heilige Versprechen ab, niemals zu verraten, dass er diese Antwort gegeben habe und sagte: «Lukas Flüeler.»

    Der Nationaltorhüter neigt unter Druck (wenn die ZSC Verteidigung ins Wanken gerät) zu «Überaktivität», verliert seine Ruhe und Stilsicherheit, will alles zu gut machen, kann das Spiel nicht mehr lesen, sein Winkelspiel gerät aus den Fugen und er lässt zu viele Pucks abprallen. So wie David Aebischer.

    Der Zürcher ist ein enorm talentierter Goalie und erst 22 Jahre alt. Mit der richtigen Postur (193 cm) fürs moderne Eishockey. In lichten Momenten wirkt er ruhig, stilsicher und verlässlich und vielleicht wird er ja später einmal doch noch der nächste Sulander.

    Aber Torhüter im Hallenstadion zu sein, ist einer der schwierigsten Jobs der Liga. Durch die ständige Anwesenheit von Ari Sulander wird dieser Druck im Quadrat erhöht. Können Sie sich ein leidenschaftliches Liebesspiel vorstellen, wenn die Schwiegermutter im Schlafzimmer steht? Nein, natürlich nicht. Der Vergleich mag gar frivol sein. Und doch lässt sich Lukas Flüelers Situation so am besten erklären. So lange der «Übervater» Ari Sulander in der Organisation der ZSC Lions beschäftigt wird, kommt er nicht aus diesem Schlafzimmer heraus. Jetzt, nach Sulanders wundersamem 1:0 gegen Davos erst recht nicht mehr.

    Leonardo Genoni (23) und Reto Berra (23) haben ihre Karriere gerettet. Sie haben die Organisation der ZSC Lions verlassen. Auch weil sie geahnt haben, dass es nicht möglich sein wird, während der «Ära Sulander» eine eigene Goaliepersönlichkeit zu entwickeln. Genoni hat mit Davos inzwischen eine Meisterschaft gewonnen und Berra ist drauf und dran, bei Biel eine gute Nummer 1 für die NLA zu werden.

    Die Begeisterung über Ari Sulanders wundersame Rückkehr und sein 1:0 gegen den HC Davos ist ein kurzer Wahn, dem die lange Reue folgen könnte. Weil dieser Einsatz die Position von Lukas Flüeler nachhaltig erschüttert hat.

    Kritisieren ist leicht. Was würde denn der grosse Besserwisser bitte sehr als Lösung vorschlagen? Nun, wenn ich Flüelers Agent wäre, würde ich versuchen, einen Deal einzufädeln: Den Tausch mit HCD-Goalie Leonardo Genoni. Im Frühjahr 2012 läuft Genonis Vertrag in Davos aus. Er könnte mit seinem Charisma als Meistergoalie Sulanders Schatten aus dem Hallenstadion vertreiben und in Davos würde Flüeler, vom «Sulander-Komplex» erlöst, zum grossen Goalie reifen.

    An so gegensätzlichen Orten wie Los Angeles, Davos und Langnau und in so unterschiedlichen Ligen wie der NHL und der NLA zeigt sich das neue Gesicht des Eishockeys.

    Superstars? Keine. Der beste Skorer (Justin Williams) erst auf Position 25 der Liga-Skorerliste. 16 (!) Spieler im Kader, die erst 25 oder jünger sind. Und einer der besten Goalies der Liga (Jonathan Quick). Der Erfolg ist maximal. Die Los Angeles Kings haben soeben den besten Heim-Start ihrer Geschichte hingelegt. Acht Heim-Siege in Serie. So gut waren sie nicht mal mit den Superstars Wayne Gretzky, Rob Blake und Jari Kurri.

    Szenenwechsel: Superstars? Keine. Der beste Skorer (Daniel Steiner) erst auf Position 23 der Liga-Skorerliste. 14 (!) Spieler im Kader, die erst 25 oder jünger sind. Und einer der besten Goalies der Liga (Benjamin Conz). Der Erfolg ist maximal. Die SCL Tigers haben soeben den besten Saisonstart seit dem Wiederaufstieg von 1998 hngelegt. So gut sind sie nicht mal mit den Superstars Todd Elik und Martin Gerber gestartet.

    Natürlich ist es ein bisschen abenteuerlich, die SCL Tigers mit einem Budget von knapp 9 Millionen im hölzernen Ilfisstadion mit den Los Angeles Kings mit einem Budget von über 50 Millionen Franken im schrillen, lauten Unterhaltungstempel Staple Center in Downtown Los Angeles, unweit von Hollywood, zu vergleichen.

    Und doch: Es ist der gleiche Sport. Eishockey. Inzwischen habe ich im Staples Center schon zweimal die SCL Tigers gesehen. Die Kings begeistern die Fans mit dem gleichen intensiven, Spiel wie die Langnauer. Es ist diese mitreissende Kombination aus Jugend, Mut, Tempo, Härte, Disziplin und taktischer Intelligenz, mit der auch die Langnauer die Erwartungen weit übertroffen haben.

    Der Grund, warum in der NHL Teams verjüngt werden, ist der gleiche wie im Emmental: Limitierte finanzielle Mittel. Die Langenauer haben die Mannschaft verjüngt, weil sie kein Geld mehr für Stars hatten. In der NHL zwingt die Salärbegrenzung die Manager dazu, ihre Teams zu verjüngen und Saurier auszumustern. Mehr und mehr beginnt der «Salary cap» die Liga zu verändern. Es ist so gesehen auch kein Zufall, dass Owen Nolan (38) zur Zeit bei den ZSC Lions und nicht mehr in der NHL spielt. Vor den Zeiten der Salärobergrenze hätte er locker in der NHL noch einen Millionen-Vertrag bekommen. Selbst Doug Risebrough, der als GM Nolan den letzten Vertrag in der NHL gegeben hat und sehr, sehr viel vom ZSC-Saurier hält, sieht kaum mehr Chancen für eine NHL-Rückkehr Nolans und sagte es gestern im Staples Center so: «Er wäre einer der langsamsten Spieler der Liga»

    Das Eishockey wird jünger, schneller, dynamischer und intensiver. In Nordamerika und bei uns. Der Trend weg von den erfahrenen, teuren Saurier und hin zu jungen, schnellen, hungrigen Spielern zinst in Langnau und in Los Angeles. Es wird immer schwieriger, das Spiel zu verwalten, das Tempo rauszunehmen. Das spüren in dieser Saison in der NLA der SC Bern, Lugano oder die ZSC Lions. Teams, die auch mit teuren und langsamer gewordenen Stars bestückt sind - der ZSC hat auf dem Transfermarkt die Mannschaft sogar noch verlangsamt. In der NHL sind die New Jersey Devils zwischenzeitlich mit einem Team auf den letzten Platz zurückgefallen, das mit Leuten wie Ilya Kovalchuk, Martin Brodeur, Patrik Elias, Brian Rolston oder Zach Parise um den Stanley Cup spielen sollte. Calgary alt und langsam, steckt in der wohl grössten Krise seiner Geschichte und steht vor einem «house cleaning», das Cheftrainer und Management aus dem Amt fegen wird.

    So gesehen macht es auch Sinn, die Schweizer Nationalmannschaft in der Vorbereitungsphase als U 25-Team zu konzipieren und es passt genau ins Bild, dass die wohl jüngste Nationalmannschaft aller Zeiten beim Deutschland Cup um den Turniersieg spielt.

    Jung ist nicht automatisch erfolgreich

    Aber jung bedeutet nicht automatisch erfolgreich. Der Verjüngungsprozess ist heikel. Es braucht diese ganz besondere Dynamik: Ein Team hofft erst, gewinnen zu können, dann denkt es, gewinnen zu können und schliesslich weiss es, dass es gewinnen kann. Auf die richtige Mischung kommt es an. Es braucht es den richtigen Talent-Mix und trotz allem ein, zwei erfahrene Führungsspieler mit grosser spielerischer Klasse. Den New York Islanders fehlt von beidem zu viel: Der Ausfall von Leitwolf Mark Streit (33) hat fatale Auswirkungen und die Islanders haben inzwischen zehnmal in Serie und das Selbstvertrauen verloren. Nino Niederreiter hat Glück, dass er zu den Junioren zurückgeschickt worden ist - in diesem Team wäre er hoffnungslos verloren.

    Das beste Beispiel für den richtigen Mix und den richtigen Stil bei permanenter Verjüngung ist in der NLA der HC Davos: Arno Del Curto baut seit Jahren junge Spieler in seine Mannschaft ein und der erfahrene Leitwolf Reto von Arx (34) sorgt dafür, dass die Balance stimmt. Del Curto hat mit seiner ewige Suche nach dem noch schnelleren, präziseren und intensiveren Spiel schon vor Jahren begonnen und war als Trendsetter seiner Zeit voraus.

    bin also sit em ari nie meh so begeisteret gsi vome usländer bim z.

    er isch en absolute superstar wo sich in dienst vo de mannschaft stellt und absolut kei allüre hät. händ ihr gseh, wie cool er gsi isch wo ihn hunderti vo fans nach em lugano-match belageret händ wills es foti mit ihm händ welle?

    ich glaub de will würkli no hockey spiele und fun ha und nöd nume chole verdiene. es chönnti meh vo dere sorte gäh...

    ich wär für es transparent:

    NOLAN STAY WITH US!!!

    wieviel müesst/chönnt mer em nolan echt zahle, damit er bim z bliibt, falls das mit de nhl nöd klappet? was hät er für en marktwert? hoffe eifach nöd, dass es am geld schiiteret....wär ja schaad, wenn er am endi gar bi lugano oder servette landet...

    NHL-Saurier Owen Nolan (38) hat in seinem vierten Spiel beim 5:4 in Biel sein erstes Tor für die ZSC Lions erzielt. Er sagt im Interview mit 20 Minuten Online, warum er in der Kabine trotzdem schweigt.

    20 Minuten Online: Sie haben in Biel Ihr erstes Tor in der NLA erzielt. Heben Sie den Puck als Souvenir auf?

    Owen Nolan: Nein. Ich weiss ja nicht einmal, wo dieser Puck hingekommen ist.

    Sie waren in der NHL eine charismatische Leaderfigur. Sie werden bei den ZSC Lions immer wichtiger. Stehen Sie auch in der ZSC-Kabine auf und ergreifen das Wort?

    Nein, das mache ich nicht.

    Sie haben bisher nichts gesagt?

    Nein, ich höre zu.

    Aber bei Ihren NHL-Teams haben Sie sich jeweils in der Kabaine zu Wort gemeldet.

    Oh ja.

    Und warum sagen Sie in der Kabine der ZSC Lions nichts?

    Weil es nicht mein Team ist. Ich bin hier, um zu dieser Mannschaft zu helfen und es steht mir nicht zu, das Wort zu ergreifen. Deshalb höre ich zu.

    Sie haben nun das erste Tor erzielt. Wie viel Prozent des wahren Owen Nolan haben wir bisher gesehen?

    Lassen wir das. Sie bringen mich nicht mehr dazu, Prozentzahlen zu nennen.

    Wir warten immer noch auf Ihren ersten Faustkampf.

    Vielleicht kommt er ja noch ...

    ... in Biel haben wir einen kernigen Fight zwischen Philippe Wetzel und Pascal Müller gesehen.

    Das war ein guter Fight und hat auch gezeigt, was in unserer Mannschaft steckt. Wir geben nach einem Rückstand nicht auf und kommen ins Spiel zurück. Wir machen noch alle Fehler. Auch ich. Aber wir lassen uns dadurch nicht aus dem Konzept bringen.

    Sie sind ein wichtiger Teil dieser Mannschaft geworden. Ist schon abzuschätzen, wie lange Sie bleiben werden?

    Nein. Mein Vertrag läuft bis zum 21. November. Dann werden wir entscheiden.

    Sie haben noch keine Anrufe von NHL-Managern bekommen?

    Nein. Das erledigt sowieso mein Agent. Bis zum 21. November zählen für mich nur die Spiele mit den ZSC Lions.

    aus der nzz:

    Die Stadtzürcher kommen auch in der zweiten Begegnung gegen die Rapperswil-Jona Lakers innert dreier Tage nicht auf Touren und zeigen einmal mehr eine Leistung, die viele Fragen aufwirft.

    pic. Die ZSC Lions sind weiterhin auf Form- und Identitätssuche. Auch im zweiten Spiel gegen die Rapperswiler Lakers innert 72 Stunden ist ihnen der vielbeschworene Befreiungsschlag gegen einen schwächer besetzten Gegner erneut nicht gelungen. In einem Hin und Her auf höchst mässigem Niveau führten sie zweimal, lagen zweimal im Rückstand und gingen schliesslich im Penaltyschiessen unter. Die Partie hatte aus Zürcher Sicht ein bisschen Licht und viel Schatten – und widerspiegelte damit die bisherige Saison im Zeitraffer.

    Als Fazit bleibt, dass die ZSC Lions meilenweit davon entfernt sind, dem eigenen Anspruch, ein Spitzenteam zu sein, gerecht zu werden. Die Bestandesaufnahme nach einem knappen Drittel der Qualifikation ist ernüchternd. Die Mannschaft ist unberechenbar. Konstant ist nur ihre Inkonstanz. Und noch immer stecken einige der prominenten Namen im Team in einem Formtief. So schoss etwa der Rapperswiler Topskorer Roest auf dem Weg zum 4:5 innert einer guten halben Stunde drei Tore – gleich viele wie das prominente ZSC-Trio Monnet/Wichser/Ambühl in der ganzen Saison zusammen. Den Zürchern fehlt auch jegliche Balance. Sind sie in der Defensive solid, bringen sie fast keine Tore mehr zustande. Versuchen sie anderseits, Druck nach vorne zu machen, eröffnen sie dem Gegner regelmässig Konterchancen. Ein klares Spielkonzept ist nicht erkennbar, die Aktionen wirken beliebig, und zur allgemeinen Unsicherheit tragen auch die ständigen Wechsel in der Zusammensetzung der Linien bei. Die Lions wirken wie ein Schiffchen, das ohne klaren Kurs durch die Meisterschaft dümpelt.

    Geradezu vernichtend fällt der Vergleich mit den SCL Tigers aus, die es bis jetzt geschafft haben, in der Tabelle vor den Zürchern klassiert zu sein – mit einem Trainer-Neuling (John Fust) und einer Mannschaft, die nicht annähernd so teuer ist wie jene der Stadtzürcher. Meisterhaft sind diese bisher nur dann gewesen, wenn es darum ging, fadenscheinige Gründe für die sportliche Tristesse aus dem Zylinder zu zaubern. In dieser Hinsicht ging der Trainer Colin Muller bisher regelmässig mit schlechtem Beispiel voran. Einmal muss der Spielplan herhalten, dann die Schiedsrichter, dann wieder das sterile Hallenstadion mit seiner trostlosen Stimmung. Es scheint, dass das Experiment, Muller vom Assistenten zum Chef zu befördern, an einem toten Punkt angekommen ist. Die ordnende Hand, die den Kurs weist, ist er offenkundig nicht. Und es drängt sich die Frage auf: Wie lange wollen die Verantwortlichen der Lions dem hilf- und harmlosen Treiben der Mannschaft noch zusehen?