Sprechen wir hier vom Fussball?
Dem beliebten Spiel, bei dem 2x 11 Männer einem Ball hinterherrennen, und dem vielerorts gerne Personen zuschauen?
Oder sprechen wir hier von einem Gang-Krieg?
Sprechen wir hier vom Fussball?
Dem beliebten Spiel, bei dem 2x 11 Männer einem Ball hinterherrennen, und dem vielerorts gerne Personen zuschauen?
Oder sprechen wir hier von einem Gang-Krieg?
Zitat von SbornajaMit diesem Team kann jeder "bekannte" Trainer eigentlich nur verlieren.(Gross o.ä.)
Daher kann es nur eine Chance für eher unbekannte / neue Trainer werden.
Vogel hat in Basel keine grossen Stricke zerrissen, mit dem Team wird sogar Fringer/Yakin/ in Basel Meister.Ich Tipp mal auf Weiler, Schönenberger, Decastel, Schällibaum, o.ä. Kaliber, oder einen ganz jungen ehemaligen Nati A Spieler welcher das Diplom erst seit kurzem hat.
Ich Setz mi mal uf de Schälli fest. busekumpel vom Bickel.. Leider!
Hoffe tueni uf de typ wo Sion super coachet het (ca.2Jahr her name ischmer entfalle) oder de Rene Weiler.
Chasch der eine ussueche ...
März 2008–Mai 2008: Alberto Bigon
Juli 2008–November 2008: Uli Stielike
November 2008–24. Dezember 2008: Christian Constantin (kommissarisch)
24. Dezember 2008–9. April 2009: Christian Zermatten und Umberto Barberis
9. April 2009–13. April 2009: Christian Constantin (interim, Cup-Halbfinale)
14. April 2009–21. Mai 2010: Didier Tholot
27. Mai 2010–22. Februar 2011: Bernard Challandes
26. Februar 2011–23. April 2012: Laurent Roussey
15. Mai 2012–2. Juni 2012: Vladimir Petković
4. Juni 2012–3. September 2012: Sébastien Fournier
3. September 2012–30. Oktober 2012: Michel Decastel
Ab 30. Oktober 2012 Pierre-André Schürmann
Und ich erwarte heute eine weitere Mitteilung nach dem Training. Und zwar welche 2-3 Spieler freigestellt wurden ...
Und hier noch ein paar Namen;
Trainer: egal, wenn von der unteren Liste nichts kommt ...
Verteidigung:
Affolter, Djourou, Senderos, Rodriguez, Rossini, Ferati
Mittelfeld:
Barnetta, Dzemaili, Abdi, Morganella, Padalino
Sturm:
Derdiyok, Bunjaku
Alles Spieler aus dem Dunstkreis der Nati; alles Spieler, die zuwenig spielen und Interesse haben müssten, Verantwortung zu übernehmen und ins Rampenlicht zu treten.
Alles Lösungen, die nicht für ein Butterbrotvzu haben sind ...
Und einer allein würde nicht genügen ...
Aber davon wage ich nicht einmal zu träumen ...
Zitat von snowcat
ok, de fringer isch gschicht! also: holed de weiler, losed uf mich!
War zu erwarten, löst aber kaum (bzw. nicht) die Probleme, die wir haben;
- weiterhin haben wir kein Geld für "richtige" Transfers;
- weiterhin haben wir keine Charakteren im Team und ein Koch muss Captain sein;
- weiterhin haben wir teure Diven, die es nicht verdienen zu spielen und trotzdem "Stimmung" machen;
- usw.
Sollte nicht doch noch jemand in der Winterpause das grosse Portmonnaie öffnen, ist der Nachfolger die chancenlose arme Sau, welche eher früher als später gegangen wird.
Es war, ist (und bleibt wohl) eine trostlose Sache FCZ-Fan zu sein ...
Zitat von snowcat
ups, dieser "putschversuch" ging aber gründlich in die hosen!canepa installiert sich einen ceo seiner wahl, zieht sich gleichzeitig aus dem operativen geschäft zurück und zementiert damit seine macht im verein. und vor allem: der stripenzieher vom "putsch" und permanente unruheherd der letzten zeit, gregi greber, tritt aus dem fcz vorstand zurück, bzw. wird zurückgetreten. er war auch die treibende kraft hinter dem fischer rausschmiss - entgegen dem willen von bickel - und behinderte diesen auch gründlich in seiner arbeit und streute ausserdem die gerüchte in den medien.
ob es der richtige weg ist werden wir sehen. bin gespannt.
Klingt eigentlich zukunftsweisend und vielversprechend.
Zitat von Larrym.E. wird auch im Fussball (Basel-GC) kaum Kritik an den Schiris geübt.
SF hat schon immer Fehler der Schiris ausgeblendet bzw. ist nicht darauf eingegangen, ob Fussball oder Hockey.
Das Ganze stinkt zum Himmel!
Das Ganze macht Sinn!
Es bringt nichts über die Schirris zu lamentieren, solange nicht mehr Leute bereit sind das zu tun!
Und die Vereine sind ja auch nicht bereit hundertausende Fränkli für Profi-Schiris aufzuwenden.
Respekt und Akzeptanz heisst das Zauberwort!
Ich sehe in der Regel von den hochbezahlten Spitzensportler auf dem Feld viel gröbere und öfters matchentscheidende Fehler, als von den schlecht bezahlten Hobbysportler in schwarz ...
Zitat von Vladi19Wenn ich mich richtig erinnere, war Blindi doch schon immer ein extremer Langsamstarter, nicht?
Wie kann jemand in seinem Arbeitsbereich ein "Langsamstarter" sein und nur während 2-3 Monaten im Jahr eine gute Leistung bringen? Wie kann einer zwischen April/Mai den ganzen Drive und das ganze Können bis September verlieren, und dann die Zeit bis Januar brauchen, um es wieder zu können? Wie kann ein Arbeitgeber das akzeptieren?
La Coruna bald bankrott?
Der spanische Erstligist Deportivo La Coruna steht vor dem finanziellen Ruin. Den Meister von 2000, der als Aufsteiger in der Primera Division derzeit an 16. Stelle klassiert ist, drücken nach eigenen Angaben Schulden in Höhe von 34 Millionen Euro. Andere Quellen hingegen beziffern die Schuldenlast auf über 90 Millionen Euro. Zudem soll das Finanzamt nun alle Einnahmen der Galicier, einschliesslich TV- und Sponsoring-Gelder, pfänden.
Beginnt nun die Gesundung der Fussballwelt? Zeit dafür wäre es wohl langsam. Und nicht nur in Spanien und Italien lebt der Bereich Fussball immer noch auf enorm grossem Fuss. Und nun, wo die Staaten nicht mehr können und die Banken auch nicht ...
Die Stellung des CH-Fussballs könnte sich so wieder etwas stabilisieren ...
Zitat von snowcatein teures missverständis findet endlich ein ende...
Chick würde ich behalten. Solange er verletzt ist, zahlen die Versicherungen den Lohn, und sollte er nochmals gesund werden, könnte sein "Wert" nochmals steigen. Den wenn er spielte, hatte es eigentlich immer eine ordentliche Menge schöner Anteile; auch nach den Verletzungen.
Die anderen sind ja schon weg, oder waren noch gar nie da. Und die Schwalben-Diva soll dorthin wo der Pfeffer wächst. Das waren tatsächlich teure Missverständnisse. Sehr sogar!
Fans sind doof!
Aus den Kommentaren in 20 Min.:
Was, 7 Spielsperren! Für einen korrekten Check?
Mehr als 3 Spielsperren sind da nicht angezeigt!
Poste das nicht, um sich über Zuger belustigen zu können. Bin überzeugt, dass solche intellektuellen Höchstleistungen auch andernorts geschafft werden ...
Zitat von snowcat
auf schalke gibts für weniger geld noch einen rasen der mittels einer hydraulik auf schienen aus dem Stadion hinausgeschoben werden kann und ein komplett verschliessbares dach. und das allerwichtigste: eine tankanlage unter der arena fasst 48.000 liter bier! das bier wird durch insgesamt 5 kilometer lange schläuche an die zapfsäulen der 32 verkaustände gepumpt!![]()
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sind im zürcher stadion wenigstens die wc schüsseln aus gold?
Hey; du arrgumentierst gegen dich selber! Oder willst du das Stadion nun plötzlich auch nicht mehr?
Doch, doch; eine sehr junge Mannschaft hat ihre Pflicht erfüllt; viel mehr (noch) nicht. Mal schauen, wie es am Sonntag-Abend aussieht. Werden wir (für ein Mal nicht) den FCB wieder aufbauen?
Bei Niederhasli läuft derzeit alles im optimalsten Bereich. Erstaunlich, wie wenig es manchmal braucht ...
Denke aber nicht, dass die das durchziehen können.
Zitat von snowcatde gavra und drmic schüsset i de natis pauselos goal. bestätigt eigentli mini meinig, dass mier käs stürmer, sondern es zentrals mittelfeld und inneverteidiger problem händ...
Doch, doch; wir haben ein Stürmerproblem. Wenn die so weiter machen, sind sie spätestens nächsten Sommer weg (zumindest Gavra) ...
Zitat von snowcatAlles anzeigenus de hütige nzz. schinbar tatsächlich e never ending story...
Neues Stadion im Hardturm
Was lange währt, könnte auch scheitern
Anfang 1999 lanciert der damalige Stadtpräsident Elmar Ledergerber den Plan, auf dem Hardturm-Areal ein Grossstadion für 30 000 Zuschauer, kombiniert mit einer kommerziellen Mantelnutzung, zu bauen. Drei Jahre später liegt ein originelles Projekt vor: Die Zürcher Architekten Meili und Peter planen einen fünfeckigen Bau. Am 7. September 2003 werden in einer Volksabstimmung der Gestaltungsplan sowie eine finanzielle Beteiligung der Stadt von 47 Millionen Franken bewilligt. Darauf eröffnen Anwohner einen gnadenlosen juristischen Abnützungskrieg gegen das Vorhaben, bis schliesslich Mitte 2009 die Landbesitzerin Credit Suisse und die Stadt klein beigeben und das Projekt beerdigen.
Die Stadt gibt darauf bekannt, nun eine reine Fussballarena ohne kommerzielle Mantelnutzung zu planen sowie eine grosse Überbauung mit Wohnungen und Bürogebäuden. Die Kosten für das Stadion werden mit 100 Millionen Franken beziffert. Am 12. Februar 2010 kauft die Stadt der CS das Grundstück für Stadion und Wohnüberbauung für 50 Millionen ab. Damit ist sie allein für das Vorhaben zuständig. Allerdings ist im Vertrag vorgesehen, dass die CS nach zehn Jahren das Land wieder zurückkaufen kann, falls bis dann kein Stadion steht.
Im Sommer 2010 werden die Eckwerte des neuen Projekts präsentiert: Das Stadion kostet nun 128 Millionen, die Wohnüberbauung wird auf 85 Millionen veranschlagt. Doch die Kosten für das Stadion steigen weiter: auf 135 Millionen. Dann gibt das Sportamt dem Druck primär der FCZ-Fans nach und sieht entgegen der ursprünglichen Planung neu zwei getrennte Fankurven vor. Auch werden wieder Stehplätze geplant, was den Vorschriften für internationale Spiele widerspricht. Deshalb zieht die Fifa einen versprochenen Beitrag von 20 Millionen zurück. Der neue Hardturm erfordert nun 150 Millionen; zudem ist mit höheren Betriebs- und Sicherheitskosten zu rechnen, auch zulasten der Klubs.
Am kommenden 24. Oktober wird das Siegerprojekt des Wettbewerbs vorgestellt. Es stammt vom Aargauer Büro Burkard Meyer. Offensichtlich gelingt es keinem Architekten, die geforderten 150 Millionen einzuhalten. Diese Kostenentwicklungen plus die stetig steigenden Betriebskosten dürften den Widerstand gegen das Vorhaben vergrössern. Dieses muss nun vom städtischen Parlament genehmigt werden, danach vom Volk. Sollten dann noch Rekurse eingehen, wird es zeitlich enorm knapp.
Scheitert auch der zweite Versuch, im Hardturm eine Fussballarena zu bauen, dürfte der Standort ausgespielt haben. In den Schubladen der städtischen Ämter ruht für diesen Fall ein Plan B: der Umbau des Letzigrunds zu einem Fussballstadion. Felix E. Müller
Pro Plan B!
Fussball-Zürich (und Mushu) gehören in den Letzigrund!
Zitat von snowcatAlles anzeigenus de hütige nzz. wie allerdings eine zusammenarbeit aussehen soll, ist mir ein rätsel. realistisch gesehen gibts doch nur 2 szenarien: ist-zustand oder fusion.
sie wänd doch tatsächli nur no 1 saisoncharte verchaufe! an mushu...
im ernst: was de canepa seit, hat natürlich was: «Wenn man es rein rational anschaut, ohne Emotionen, dann könnte eine Zusammenarbeit aus wirtschaftlichen Gründen einen Sinn ergeben.»
s'problem isch, dass es susch gfühlti 318 gründ gege e fusion git, aber de einti grund geld viel meh gwicht hät...
mit eim einzige satz s'pack us niederhasli sehr treffend analysiert, herrlich!: «Bloss weil GC in den letzten Wochen ein paar Spiele gewonnen hat, hocken die jetzt plötzlich wieder auf dem hohen Ross», meint ein Kenner dieser Vorgänge.
GC lässt Gespräche mit dem FCZ platzen
Stadtzürcher Fussballvereine brüten über einer engeren Zusammenarbeit - bis hin zur Fusion
Schlechte Finanzlage, drohende Defizite und der Neubau des Stadions Hardturm weichen die Fronten auf beiden Seiten auf.
Felix E. Müller
Die Sitzung war auf Dienstag um 7 Uhr 15 angesetzt. Ort: Städtisches Verwaltungszentrum Werdstrasse. Teilnehmer: die Spitzen der beiden Zürcher Vereine GC und FCZ sowie Vertreter der Stadt Zürich. Traktandum: Unterzeichnung eines «letter of intent» über die offizielle Aufnahme von Verhandlungen über eine Zusammenarbeit der beiden Grossklubs.
Nur: Die Sitzung fand nie statt. Sie wurde in letzter Minute abgesagt, weil es sich die Vertreter der Grasshoppers in letzter Sekunde anders überlegt hatten. «Bloss weil GC in den letzten Wochen ein paar Spiele gewonnen hat, hocken die jetzt plötzlich wieder auf dem hohen Ross», meint ein Kenner dieser Vorgänge. «Doch mit ein paar gewonnenen Spielen löst keiner der beiden Klubs seine strukturellen Probleme.»
Strukturelle Probleme umschreibt mit schönen Worten eine simple Tatsache: Beide Klubs haben zu wenig Geld. Im Moment ist dies im Fall des FCZ offensichtlicher: Nicht weniger als 8,6 Millionen Franken Verlust machte der Klub im Geschäftsjahr 2010. FCZ-Präsident Ancillo Canepa und der Vorstand reagierten darauf, indem sie für die neue Saison das Budget auf rund 20 Millionen senkten. Doch auch damit lebt der Verein über die Verhältnisse. Der «Sonntags-Blick» meldete vor einer Woche: «Um die kurzfristige Liquidität zu sichern, hat der FCZ bereits Transferrechte einzelner Talente an eine englische Investmentfirma verkauft.» Der Nennwert der Aktie wurde von 10 Franken auf 1 Franken 40 heruntergesetzt. Jetzt läuft eine Erhöhung des Aktienkapitals von 1,4 Millionen auf 4,2 Millionen Franken.
Teurer GC-Campus
Das ist jedoch nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Dringend benötigt der Verein bessere Trainingsbedingungen. Eine grosse Juniorenbewegung, eine wachsende Frauensektion beanspruchen die sportliche Infrastruktur über Gebühr. Doch die Pläne für einen Trainings-Campus Heerenschürli in Zürich Schwamendingen mussten mittlerweile wegen fehlender Mittel auf Eis gelegt werden; auch eine Finanzierung durch Bankkredite erwies sich als unmöglich. Jetzt liegt ein Gesuch auf dem Tisch der Stadt Zürich, das Projekt mithilfe der öffentlichen Hand zu stemmen. Zu alldem kommen enttäuschende sportliche Leistungen der 1. Mannschaft, was zusätzliche Unruhe in den Verein bringt.Nur vor einem Jahr steckten die Grasshoppers in der gleichen Situation. Ohne die reglementarische Zurückstufung von Xamax Neuenburg und Sion wäre der Abstieg in die Challenge League Tatsache geworden. Finanziell gelang es dem vorübergehend als Sanierer geholten Urs Linsi vor zwei Jahren, mit dem neu gebildeten Owners Club wenigstens eine solide Kapitalbasis bis 2014 zu formieren. Doch dann folgte die desaströse letzte Saison, die den Rekordmeister viel Goodwill kostete. Es erwies sich etwa als unmöglich, einen neuen Leibchensponsor zu finden. Schliesslich sprangen zwei Mitglieder des Owners Club mit je 500 000 Franken in die Bresche.
Doch auch mit all diesen Massnahmen steht das gegenwärtige Budget von 17 Millionen auf wackeligen Füssen. Der Jahresabschluss 11/12 per Ende Juni 2012 weist einen Verlust von rund 500 000 Franken aus, trotz ausserordentlichen Transfererlösen von 2,3 Millionen. Gegenüber dem geplanten «Nullergebnis» ohne Transfer-Erträge stellt dieses Ergebnis eine Verschlechterung von 2,8 Millionen dar. Somit beginnt die Rechnung der neuen Saison mit einem Verlustvortrag von einer halben Million. Dazu hat die Anbindung des Spielers Veroljub Salatic grössere, nicht budgetierte Kostenfolgen. Und auch die gegenwärtige Siegesserie ist aus finanzieller Hinsicht nicht ohne Wermutstropfen, weil die Siegesprämien viel höher sind als erwartet.
Auch bei GC lasten strukturelle Probleme schwer auf dem Verein, insbesondere der Campus in Niederhasli. Dieser verschlingt 2,5 Millionen pro Jahr, einen substanziellen Teil des regulären Budgets. Deshalb sind die Hoppers momentan nicht einmal mehr in der Lage, den dringend nötigen Ersatz eines Kunstrasenfelds im Betrag von 350 000 Franken zu finanzieren. So hat auch dieser Spitzenverein bei der Stadt angeklopft mit der Bitte um Unterstützung. Übrigens nicht zum ersten Mal: Die Stadt besitzt heute bereits zwei Fussballfelder des GC-Campus.
Das momentane sportliche Hoch bei den Grasshoppers sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Aussichten für die Zeit nach 2014 umwölkt sind. Einige der Owners werden dannzumal abspringen, Nachfolger müssen zuerst gefunden werden. Zwar hat der neue Präsident André Dosé einen schönen Anreiz, um neue Mittel aufzustöbern. Er erhält nämlich vertraglich eine fixe Provision auf alle Sponsorgelder, die er generiert. Aber ob dies genügt, um den künftigen Finanzbedarf des Vereins zu stillen, ist fraglich. Zudem: Wenn intern bereits von möglichen Einnahmen aus der Champions League gesprochen wird, verlässt man den Bereich seriöser Finanzplanung definitiv.
Wen überrascht es da, dass beide Vereine immer wieder bei der Stadt auf der Matte stehen mit der Bitte um Unterstützung. Diese anerkennt zwar die positive Rolle der Fussballvereine gerade in der Nachwuchsförderung, tendiert aber zu einer Gesamtschau, weil sie genug hat von punktuellen Hilfsmassnahmen. Deshalb begrüsst und befördert sie die Annäherung der beiden Klubs. Von deren Wohlergehen ist sie schliesslich direkt betroffen, weil dies Einfluss hat auf die Pläne für ein neues Fussballstadion im Hardturm.
Am 24. Oktober will das Hochbaudepartement das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs vorstellen. Dabei sind die Kosten ein wichtiges Thema. Ursprünglich plante die Bauherrin mit einem Betrag von 135 Millionen. Als das Sportamt aber dem Druck der FCZ-Fans nachgab und zwei getrennte Fankurven plante, schnellten die Kosten auf 150 Millionen hoch. Doch auch nach der zweiten Wettbewerbsrunde «verfehlte das Trio das Kostenziel wieder», schreibt die NZZ am 19. September. Wenn heute der Sprecher des Hochbaudepartements sagt, die 150 Millionen seien «kein Kostendach», sagt er im Kern, dass das Stadion noch teurer werden könnte.
Eine Fusion der beiden Vereine zöge logischerweise den Verzicht auf eine der beiden Fankurven nach sich; die Kosten würden schlagartig um 15 Millionen sinken. Das dürfte die Chancen des Projekts in einer Volksabstimmung verbessern, zumal der städtische Haushalt jetzt in die roten Zahlen rutscht und deshalb der Kostenaspekt bei Abstimmungen wichtiger werden dürfte.
Nüchterne Rechner im FCZ
Im Stadthaus heisst es deshalb, beide Vereine sollten jenseits aller emotionalen Wallungen eine nüchterne Überlegung anstellen: Ist es möglich, in Zürich auf die Dauer zwei Spitzenklubs auf einer gesunden wirtschaftlichen Basis zu führen? Die Frage stellen heisst sie verneinen. In den Führungsetagen beider Vereine gibt es Leute, die aus diesen Gründen einer engen Zusammenarbeit bis hin zu einer Fusion nicht mehr abgeneigt sind. Eine Machbarkeitsstudie des Beratungsunternehmens Deloitte soll eine Kosten-Nutzen-Analyse einer Fusion vornehmen.FCZ-Präsident Canepa hat der NZZ kürzlich gesagt: «Wenn man es rein rational anschaut, ohne Emotionen, dann könnte eine Zusammenarbeit aus wirtschaftlichen Gründen einen Sinn ergeben.» Canepa muss es wissen: Er hat im selben Interview enthüllt, dass er in den letzten sechs Jahren gegen zehn Millionen in den Klub versenkt hat. Auch jetzt ist er massgeblich an der laufenden Kapitalerhöhung beteiligt. Und im Verwaltungsrat sitzen etwa mit Gregor Greber und dem Sanierer Hans Ziegler Leute, die sicher eines können: nüchtern rechnen.
Bei GC war es ähnlich. Der Verwaltungsrat hat den Auftrag erteilt, eine Fusion zu prüfen. Doch der Owners Club ist gespalten, auch wenn bis vor kurzem die Befürworter einer Annäherung eher das Übergewicht besassen. Mit der jüngsten Siegesserie hat sich das allerdings geändert. Nur so kann man das Fernbleiben von der Sitzung am vergangenen Dienstag interpretieren. Das letzte Wort ist damit aber sicher noch nicht gesprochen. Denn bei beiden Vereinen fehlt das Geld an allen Ecken und Enden. Und scheitert das neue Stadion an der Kostenfrage, dürfte die Stadt Zürich für längere Zeit fussballerisch gesehen kleine Bälle schieben.
Schön, dass langsam auch noch bedeutendere Leute als Mushu das Hirn einschalten ...
Ist wohl der einzige Weg in eine erfolgreiche Zukunft von Fussball-Zürich ...