noch was persönliche kritik bzw. gedanken zur trainersituation:
- die mannschaft hatte vermutlich derart den magninkoller, dass sie die letzten 3 spiele auch mit mushu und mir als trainer gepunktet hätte. ob es gleich 9 punkte mit 7:1 toren geworden wäre, bezweifle ich allerdings...ohne mushu vielleicht!
rizzo hat also durchaus seinen verdienst an den 3 siegen.
- mit vaduz hatte rizzo den besten ersten möglichen gegner. ist vaduz nominell doch eindeutig die schlechteste mannschaft der liga. aber das neue 4-4-2 wurde konsequent umgesetzt, aus sicherer defensive heraus.
- mit basel kam ein gegner, welcher an diesem tag komplett neben den schuhen stand. nicht eine torchance haben die sich erarbeitet. aber auch hier, das war (auch), wegen dem kompakten abwehrverhalten des fcz. darum auch hier: rizzo hat durchaus seine verdienste am sieg,
- luzern zur zeit der zweitbeste mögliche aufbaugegner der liga. da stimmt noch nicht viel. neue mannschaft, fehlende automatismen. aber auch hier, der fcz hinten extrem kompakt mit sackstarkem umschaltsspiel. lange bälle und schnelle stürmer. vor allem die langen bälle waren unter magnin verboten. auch hier: rizzo nicht unschuldig am fcz sieg!
aber genau die kompakte, sichere defensive wird einem irgendwann als langweiliger betonmischerfussball um die ohren gehauen. im moment natürlich der einzige weg. gibt punkte und selbstsicherheit! hat rizzo aber auch einen plan b, nach den ersten misserfolgen? kann er sich und die mannschaft weiterentwickeln? 
ich habe befürchtungen, dass es wie die letzten jahre in luzern laufen wird: vorrunde scheisse, im winter trainerwechsel, sensationelle rückrunde, das nächste halbjahr ging bereits wieder nichts mehr.
zugeben: meine befürchtungen nicht belegbar, keinerlei statistische oder faktenbelegte grundlagen. ist eine reine annahme, im konjunktiv gehalten. aber was die politiker seit märz können, kann ich auch! 
nzz am sunntig:
Zürich gewinnt, Rizzo bleibt
Mit einer bösen Geste wandte sich Ancillo Canepa ab und stapfte von dannen. Der FCZ-Präsident war nicht zufrieden, was ein Journalist geschrieben hatte. Dabei hatte sein FC Zürich gerade gewonnen, das dritte Mal in Folge, und eine frohe Botschaft hatte er auch zu verkünden: Massimo Rizzo wird bis zur Winterpause Trainer bleiben. Warum nicht länger? «Wir wollen Massimo Rizzo nicht unter Druck setzen, in der Winterpause schauen wir alles an», hatte Canepa gesagt, bevor er in die Kabine verschwand.
Einige Meter neben Canepa stand der FCZ-Captain Yanick Brecher, der Goalie wusste noch gar nicht, dass Rizzo nun sicher bis Weihnachten FCZ-Trainer sein wird. «Das ist eine gute Nachricht, wir spielen unter Massimo einen völlig anderen Fussball als vorher, wir haben wieder Selbstvertrauen und Sicherheit gewonnen», sagte Brecher. Und was sagte Rizzo? Merkwürdiges.
«Ich bin hier und konzentriere mich auf das nächste Training und das nächste Spiel, alles andere müssen Sie den Präsidenten fragen», sagte Rizzo, er mache seinen Job. Über seine Pläne, Ansprüche oder gar Forderungen wollte er nichts sagen. Dass seine Mannschaft umsetzt, was er vorgibt, hatte sie zuvor im Match gegen den FC Luzern gezeigt.
Zumindest in der ersten Halbzeit war das so, als der FCZ wie schon gegen Vaduz und am vergangenen Mittwoch gegen den FC Basel mit einem 4-4-2-System versuchte, den Ball möglichst vom eigenen Strafraum fernzuhalten und mit raumgreifenden Gegenstössen das Glück zu suchen – und zu finden.
Es schien kein Zufall, dass es ein weiter Ball war von Omeragic, der die erste brenzlige Situation für Luzern einleitete – ein weiter Ball, wie er vom jungen Nationalspieler unter Magnin selten gesehen wurde. Kololli bediente Kramer, dessen Kopfballtreffer aber aberkannt wurde wegen eines Fouls. Kurz danach kam es zum Platzverweis gegen Luzerns Captain Lucas, Kololli verwertete den Penalty. Auch das zweite FCZ-Tor war ein Strafstoss, Marchesano traf nach einem Handspiel von Luzerns Schulz.
«Wir hatten keine Emotionen, das ist meine Verantwortung, und ich muss Lösungen finden», sagte der enttäuschte Luzern-Coach Fabio Celestini. Nach sechs Spielen hat sein Team erst zwei Punkte geholt. Anders der FCZ: Mit zehn Punkten haben die Zürcher den Tritt gefunden – Pdank zuletzt neun Zählern unter Rizzo. Nun soll er bleiben.
Stephan Ramming, Zürich
Aus dem NZZ-E-Paper vom 08.11.2020
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