Beiträge von Mushu

    Immer wieder spannend, wer Kläusli wann zitiert; sind oftmals dieselben, die Kläusli jegliche Kompetenz absprechen, wenn ...

    Zitat von snowcat


    :rofl: :rofl: :rofl:

    zu dieser aussage passen aber die letzten playoffs mit meistertitel nicht wirklich...spätestens dann hätte man doch wallsons scherben überwunden!

    im gegenteil: genauso gut könnte ich nämlich behaupten, dass der zsc in den playoffs noch von wallsons (vor-)arbeit profitierte.

    deine, wie auch meine aussage sind reine spekulation. von beiden seiten nicht beweisbar. ändert aber nichts an meiner frage, wie eine derart talentierte mannschaft so viel mühe hat, in die saison/gänge zu kommen! ist nicht polemisch gemeint und auch nicht gegen aubin gerichtet. ist einfach schwer zu verstehen...

    Villeicht halt doch eine falsche Politik, so ziemlich generell die besten CH's, für die das Ausland mehr oder weniger abgeschlossen ist, zusammen zu kaufen? Die sind im Olymp angekommen, strotzen vor Zufriedenheit, das erreicht zu haben, lehnen sich im Tagesgeschäft zurück und werden bequem.

    Wieso sonst sind die Spieler, welche aus GC aushelfen kommen, fast stets die engagiertesten? Eben; sind noch nicht im Olymp ...

    Eigentlich sollten wir versuchen, generell die besten Ausländer zu haben, und dann weitere 50% der hungristen Jungen, welche noch unbedingt ins Ausland wollen. Und dann hätte es schon noch Platz für 4-5 Hollensteins, Wicks usw.

    Aber wir haben regelmässig Ausländer, welche nicht funktionieren, kombiniert mit 8-10 Hollensteins/Wicks ...

    Zitat von Mac

    Weiss nicht wie es Euch geht, für mich sind solche Bilder nach wie vor schwer zu ertragen!

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    Das richtige Modell!! Bitte auch im Fussball umsetzen!

    FCZ im A;
    GC Farmteam im B ...

    Zitat von zappa10

    Agent bestätigt: SC Bern ist im Kontakt mit ZSC-Schlussmann Niklas Schlegel!

    André Rufener bestätigt gegenüber Klaus Zaugg, dass Der Vertrag von Niklas Schlegel bei den ZSC Lions noch nicht verlängert wurde.

    Weil Leonardo Genoni den SC Bern im Sommer verlassen wird, ist Sportchef Alex Chatelain auf der Suche nach einem neuen Schlussmann. Niklas Schlegel ist wie sein Agent André Rufener bestätigt, eine der möglichen Optionen für Chatelain. Eine andere Option könnte ein ausländischer Schlussmann sein, doch dann könnten die Mutzen nur noch mit drei Import-Feldspielern auflaufen.

    Schlegel hat den grössten Teil seiner Junioren-Karriere in der Organisation der ZSC Lions gemacht. Seit 2014 bekommt er regelmässig Einsätze in der National League. Diese Saison stand er elfmal zwischen den Pfosten und weist eine Fangquote von 92% auf.

    Würde Flüeler ziehen lassen und auf Schlegel setzen ....

    Zitat von Larry

    Folgende Änderungen in unserem heutigen Lineup gegen Fribourg:
    - Pius Suter kehrt nach Verletzung zurück
    - Victor Backman (GCK Lions) ersetzt den angeschlagenen Drew Shore
    - Niklas Schlegel steht zwischen den Pfosten

    Erneut Center im 4. Block ist Tim Ulmann.

    ZSC Lions ohne Blindenbacher, Cervenka, Nilsson, Shore, Sutter, Wick (alle verletzt).

    Schlegel im Tor? Wir gewinnen!!!


    No witzig; irgendwie ...

    "Ludovic Magnin, Note 5
    Stellt seine Mannschaft mit einem äusserst flexiblen 5-2-2-1 auf und entzaubert damit GC. Auch nach dem Spiel spielt er auf Angriff. Als GC-Trainer Fink sagt, dass der FCZ nicht wirklich viele junge Spieler in der Mannschaft hat, antwortet Magnin: «Stil und Klasse auch in der Niederlage.» Dann läuft er davon.
    Bild: Keystone

    Nilssons Kampf um Normalität
    Ein Check hat das Leben des ZSC-Stürmers auf den Kopf gestellt. Über 300 Tage ist das her, doch an ein Comeback ist nach der x-ten Gehirnerschütterung noch nicht zu denken.

    «Wie geht es?» Robert Nilsson lächelt, als er diese Standard­frage hört, die eine verkleidete Gesprächseröffnung ist. Sie wurde ihm in den letzten Monaten oft gestellt. «Es geht mir gut», sagt er. «Oder jedenfalls besser.»

    Seit einigen Wochen geht er zu Beginn des ZSC-Trainings meist mit dem Team aufs Eis, 20 Minuten oder so, testet seine Grenzen aus. Versucht, sie hinauszuschieben. Und selbst jetzt sieht man, dass er ein Künstler ist. Ein Backhandpässchen übers ganze Eisfeld, exakt auf den Stock des Mitspielers? Kein Problem für ihn.

    Doch eben. Der Schwede mag sich gut fühlen, aber noch nicht normal. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Eine Szene stellte sein Leben auf den Kopf, inzwischen ist sie über 300 Tage her. Am 19. Januar gab er im Hallenstadion sein Comeback nach zwei Monaten mit hartnäckigen Rückenproblemen, doch in der 48. Minute wuchtete ihn Biels Beat Forster kopfvoran in die Bande. Er blieb lange liegen, wurde in die Kabine geführt. Seitdem kämpft er um Normalität.

    Kam er damals zu früh zurück? Er schüttelt fast unmerklich den Kopf. «Nein, ich denke nicht. Ich war ja wieder fit und wollte es noch an die Olympischen Spiele schaffen. Und nach jenem Spiel tat mir zwar der Kopf weh, aber der Rücken fühlte sich gut an.» Er schmunzelt.

    Die plötzlichen Launen

    Den Humor hat sich der 33-Jährige nicht nehmen lassen. Er ist bekannt als Frohnatur. Doch die Folgen seiner Gehirnerschütterung, es war seine sechste oder siebte, haben auch ihm auf die Stimmung geschlagen. «Diese Verletzung macht vieles mit dir», sagt er. «Deine Laune geht rauf und runter. Du ärgerst dich über Dinge, die dich sonst nicht berühren würden. Oder nervst dich über gewisse Geräusche. Es war sehr lange sehr hart. Denn lange schien es, als würde es einfach nicht besser. Ich sah kein Licht am Ende des Tunnels.» Erst im August konnte er auf dem Hometrainer wieder so richtig schwitzen. Das tat gut.

    Forster, der Verursacher seiner Leiden, hat ihn nach dem Zusammenprall nie kontaktiert, um sich zu erkundigen, wie es ihm gehe. «Das kommt im Eishockey selten vor», sagt Nilsson. Er scheint keinen Groll zu hegen gegen Forster. «Natürlich checkte er mich absichtlich», sagt er. «Aber es war zu 50 Prozent mein Fehler. Ich versuchte es mit einer Finte, aber er fiel nicht darauf herein, fuhr gerade in mich rein. Das passiert im Eishockey.»

    So verpasste Nilsson das Happy End einer lange zähen ZSC-Saison. Das Playoff, in dem seine Kollegen zum Meistertitel stürmten, verfolgte er lange aus den USA. Vor dem Computer in Phoenix, Arizona, wo die Eltern seiner Frau Sasha Chabibulina ein Haus besitzen. Erst im Verlaufe des Playoff-Finals reiste er nach Zürich, um näher dabei zu sein. Die Party in der Meisternacht verpasste er aber. «Das Team kam zu spät zurück aus Lugano, da schlief ich schon.»

    Die Ungewissheit ist am schlimmsten

    Bereits vor dem Zürcher Engagement 2013 war Nilsson wegen einer Gehirnerschütterung lange ausgefallen, in Nowgorod. Im November war seine Saison vorbei. Doch nach fünf Monaten habe er sich wieder gefühlt wie vorher, keine Beschwerden mehr gehabt. Das ist diesmal anders. Schnelle Drehungen auf dem Eis lösen bei ihm immer noch Schwindelgefühle aus. Wenn er zu stark forciert, muss er wieder ein, zwei Tage pausieren. «Dann habe ich Mühe, früh aufzustehen, muss ich viel schlafen.»

    Es fühle sich jede Gehirnerschütterung anders an, hat er erfahren. «Aber es ist ja auch ein ziemlich grosser Computer hier drin», fügt er an und tippt sich an den Kopf. «Manchmal beschädigst du einen Teil, dann einen anderen.» Das Hirn als zentrale Schaltstelle berechnet bei ihm die Signale aus den Gleichgewichtsorganen (Innenohr) nicht ganz korrekt, sodass immer wieder leichte Gleichgewichtsstörungen auftreten. Im Dezember stehen weitere Tests an. «Ich hoffe, die Ärzte finden heraus, was genau das Problem ist», sagt er. «Und dass wir es lösen können.»

    Wenn es nur so einfach wäre. Die Ungewissheit ist etwas vom Schlimmsten bei Gehirnerschütterungen. «Jede Krankheit, deren Heilung Zeit braucht, wird zum Nervenspiel», sagt Gery Büsser, der ZSC-Teamarzt. «Wenn du das Bein gebrochen hast, siehst du den Gips und weisst, wie lange es etwa dauern wird. Bei einer Gehirnerschütterung siehst du im Spiegel ein verschwommenes Gesicht, das immer trauriger wird. Jeder geht damit anders um. Es gibt solche, die werden schon nach zwei Tagen unruhig und fragen sich: Kommt es je wieder?» Nilsson habe zum Glück einen guten Support und könne sich auch einmal mit einem guten Glas Wein trösten.

    Lohnt es sich, seine Gesundheit erneut aufs Spiel zu setzen? Nilsson mag diese Frage nicht.

    Büsser befasst sich seit über 20 Jahren intensiv mit Gehirnerschütterungen, ist Leiter der «Taskforce Concussion» des Verbands. Er sagt: «Es gibt viele Ansätze, aber keine allgemeingültige Lösung.» Die Symptome hängen nicht nur davon ab, welcher Teil des Gehirns betroffen ist, sondern von vielen Faktoren. Auch, wie stark die Halswirbelsäule oder die Gleichgewichtsorgane geschleudert wurden.

    Die grosse Leistung des Gehirns ist es, die verschiedenen Systeme und Reize so zu verarbeiten, dass im Kopf ein stimmiges Bild entsteht. Bei Nilsson klappt das nicht mehr richtig. Er braucht nun ein Hilfsmittel: eine Brille. «Meine Augen sind zwar gleich gut wie vor einigen Jahren. Aber die neue Brille hilft meinem Gehirn, die Signale leichter zu verarbeiten.» So muss es das leicht verzerrte Bild wegen einer leichter Hornhautverkrümmung nicht mehr zusätzlich umrechnen.

    Nilsson blickt auf eine illustre Karriere zurück, bestritt über 250 NHL-Spiele, wurde Meister in Russland und in der Schweiz. Unvergessen ist hierzulande, wie er 2014 den entscheidenden Penalty gegen den EHC Kloten zum ­Titel versenkte: Als er anlief, umspielte ein Lächeln sein Gesicht. Lohnt es sich für ihn, mit einem Comeback seine Gesundheit nochmals aufs Spiel zu setzen? Jetzt, da er im Alltag wieder einigermassen ­beschwerdefrei ist?

    Nicht zu weit vorausdenken

    Nilsson mag diese Frage nicht. «Natürlich dachte ich schon darüber nach», sagt er. «Vor allem in jenen Monaten, in denen ich mich nicht einmal mehr gut genug fühlte, um ein normales Leben zu führen.» Aber sein Fokus sein nun einfach, dass er sich wieder zu 100 Prozent wohlfühle auf dem Eis. «Und Gedanken daran, dass mir erneut etwas passieren könnte, wenn ich wieder spiele würde, sind negativ. Ich will keine negativen Gedanken. Ich will nur positive.»

    Es empfiehlt sich in seiner Situation wohl, nur jene Gedanken zuzulassen, die förderlich sind. Und sich nicht unter Druck setzen zu lassen, was die Rückkehr betrifft. Sein Vertrag läuft bis 2020, bis da möchte er es versuchen. Manchmal kann es ja schnell gehen wie bei Severin Blindenbacher, der diese Saison sein Comeback gab nach zehn Monaten. Ebenfalls nach der xten Gehirnerschütterung.

    Doch Nilsson will nicht vergleichen. Oder allzu weit nach vorne schauen. Er nimmt Tag für Tag. Und hofft, dass die schlechten Tage immer weniger werden.

    Zitat von NoName

    Tatsächlich kaum zu glauben, insbesondere wenn man sich die Verteidigung der Davoser anschaut: Barandun Jahrgang 2000; Payr Jahrgang 2000; Kparghai gerade noch bei den Ticino Rockets in der Swiss League ohne jeden Impact, Sven Jung -14 Statistik, Buchli Jahrgang 98 mit 3 NL Spielen etc.....

    Und ein einziger Ausländer ...

    Zitat von snowcat


    wie ich vermuetet han: mit +/- 54% isch s‘stadion agnoh. jetzt chunts drufab wie lang d‘verzögerige wärded durch d‘rekürs vo de höngger...

    Warten bis 2028? So geht es mit dem Stadion weiter

    Die grösste Hürde für die Stadionfans ist geschafft. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben ihr Okay gegeben. Doch nun könnten Geplänkel und juristische Händel den Bau verzögern und gegebenenfalls gar verhindern.

    Als Erstes wird nun der Stadtrat die Weisung für den Gestaltungsplan des Hardturmareals an den Gemeinderat weiterleiten. Das dürfte im ersten Quartal des nächsten Jahres der Fall sein. Je nach Schnelligkeit der Parlamentskommission – voraussichtlich jener für Stadtentwicklung – könnte der Plan in der zweiten Hälfte des Jahres 2019 ins Parlament kommen.

    Dort könnte es zum grossen Stopp kommen. Denn bei einem Nein zum Gestaltungsplan gehts einfach nicht weiter. Aber obwohl eine politische Mehrheit im Gemeinderat gegen das Stadion ist, dürfte er den Plan gutheissen – das Volk hat ja entschieden. Beim Eishockeystadion gab es vor der Abstimmung auch Opposition, der Gestaltungsplan wurde danach aber im Parlament einstimmig überwiesen.

    Möglich wäre allerdings ein Referendum gegen den Gestaltungsplan. Dieses würde kaum von politischen Parteien lanciert, aber allenfalls von privaten Gegnern. Die Verzögerung: rund sechs Monate.

    Vier bis sechs Jahre vor Gericht

    Aber auch ohne Referendum können die Bauleute der Firma HRS voraussichtlich nicht sofort die Bagger auffahren lassen. Es sind Rekurse möglich. Diese sind angekündigt aus bürgerlichen Kreisen in Höngg, welche vor allem die beiden Wohntürme ins Visier genommen haben, die ihnen die Sicht auf den Uetliberg trüben. Ein solcher Rekurs ginge ans Baurekursgericht. Die nächsten Instanzen sind das kantonale Verwaltungsgericht und das Bundesgericht. Das kann zwei bis gar vier Jahre dauern. Wir schreiben also ungefähr das Jahr 2022 oder 2023.

    Doch auch wenn die Gerichte den Bauherren recht geben, ist der Mist nicht geführt. Kurz nach Inkrafttreten des Gestaltungsplans ist wieder der Stadtrat am Zug mit der Baubewilligung. Auch diese kann durch drei gerichtliche Instanzen gezogen werden. Wieder kann es zwei bis drei oder gar vier Jahre dauern. Es kann also 2025 oder 2026 werden.

    Setzen sich die Stadionbauer vor Gericht durch, kann mit der Altlastensanierung auf dem Hardturmareal begonnen werden. Und mit dem Bau der Arena. Die Bauzeit beträgt rund drei Jahre. Im schlechtesten Fall erfolgt der erste Anpfiff etwa im Jahr 2028 oder gar noch später.

    Champ schreibt hier - und ich dir auf anderem Kanal - nichts, was dir hier widerspricht. Auf die Argumente gehat du nicht ein. Die Mannschaft hätte erfahrener, gefestigter aufgestellt werden können/müssen. Und Rüegg gelb/rot noch vor der Pause wäre nicht falsch gewesen ...

    Zitat von snowcat


    wenn der fcz die chancen genutzt hätte, ginge der sieg auf magnin. ein trainer kann viel beeinflussen, ist für vieles verantwortlich, aber tore schiessen kann er nicht...

    Bei Magnin hast du einfach etwas die Tendenz zur rosaroten Brille und machst es dir manchmal etwas gar einfach ...

    Bin zu 100% bei Champs-de-Mars; aber wir sind ja auch keine Experten ...
    [emoji6][emoji56]

    Ja, eine klare Steigerung ist unverkennbar und auch ich Zweifler gebe dem Versuch mittlerweile mehr Erfolgspotential. Vor allen auch, weil Magnin von seinen persönlichen Fehlern gelernt hat. Und ja, die Gelassenheit an der Linie muss grösser werden.

    Die waren Herausforderungen für einen Mannschaftsaufbau mit mehrjähriger Entwicklung hin zu einer Mannschaft, welche Basel/YB fordern kann kommen aber erst. Die Schattenseite der EL-Erfolge werden kommen. Es ist nicht dacon auszugehen, dass Rüegg, Kolloli und Odey über die Saison hinaus gehalten werden können, andere (zb. Nef, Vanins) werden zurücktreten und auch weitere werden "nach Höherem" streben.

    Es wird nicht einfach sein, "diese" Mannschaft weiter zu entwickeln; und auf Bickel wartet viel Büetz ...

    ABO+ Freitag 19. Oktober 2018 08:03
    «Ich kann Sie doch nicht anlügen»

    Interview
    Überraschung über YBs ausgebliebenen Aderlass und wieso sein Team kaum Tore schiesst: FCZ-Trainer Ludovic Magnin hat vor dem Topspiel gegen die Berner einiges zu sagen
    Peter M. Birrer und Thomas Schifferle

    Warum liegen die Young Boys nach zehn Runden elf Punkte vor dem zweitplatzierten FCZ?
    Weil sie im Sommer kaum ­Mutationen im Kader hatten und dieses Kader für mich ohnehin das stärkste der Liga ist. Im Normalfall verliert der Schweizer Meister nach dem Titelgewinn seine vier, fünf besten Spieler an ausländische Clubs. Aber ich war sehr überrascht, dass das nicht passierte. Ich fragte mich: Wann wollen diese Spieler wechseln, wenn nicht jetzt?

    Und Ihre Antwort?
    Die Aussicht, Champions League spielen zu können, half sicher. Und ich nehme an, dass YB klare Preisvorstellungen hatte, aber die Interessenten nicht bereit waren, die geforderten Summen zu bezahlen.

    An wen denken Sie konkret?
    Mbabu, Fassnacht, Assalé, Sanogo, Sow...

    Ist es gut für eine Meisterschaft, wenn der Leader nach so kurzer Zeit so weit voraus ist?
    Nein. Das kennt man auch aus Deutschland: Wenn Bayern die Tabelle überlegen anführt, ist schnell von Langeweile die Rede. Aber den Erfolg dieser Clubs muss man anerkennen. Und gleichzeitig selbst noch mehr in die tägliche Arbeit investieren, um den Abstand zu verkürzen.

    FCZ gegen YB ist Zweiter gegen Erster. Ist das nun ein Spitzenkampf? Oder eben doch nicht, weil der Rückstand des FCZ so gross ist?
    Für mich ist es ein Spitzenkampf. Und wir haben in der jüngeren Vergangenheit den Beweis erbracht, dass wir YB bezwingen können. Aber wir sind gewarnt. Wir haben beim 0:4 in Bern am Anfang der Saison gesehen, dass der Ball schnell im Tor liegen kann, wenn nicht alles passt. Wir bekamen aufgezeigt, dass der Gegner uns doch weiter voraus ist, als wir glaubten.

    Video: YB lässt dem FCZ keine Chance


    Der Meister bezwingt die Zürcher gleich mit 4:0. Video: Tamedia/SRF

    Was spricht nun an diesem Samstag für den FCZ?
    Vermutlich sagen Aussenstehende: nichts. Aber das ist gut so.

    Und was sagen Sie als Trainer?
    Für uns spricht die Tatsache, dass wir YB im Cupfinal geschlagen haben. Die Serie mit zuletzt sieben Spielen ohne Niederlage in drei Wettbewerben. Die Konstanz, die wir mittlerweile zeigen. Und die Fähigkeit meiner Mannschaft, sich in grossen Partien zu steigern und ans Limit zu gehen. Wir müssen zwar wieder umstellen, weil unser Captain Victor Palsson ausfällt. Aber ich sagte nicht umsonst: Wir benötigen ein breites Kader.

    Nur: Müssen es gleich 32 Spieler sein?
    Vielleicht sind 32 ein bisschen zu viel, 26, 28 sind aber schon gut. Wir hätten gerne den einen oder anderen ausgeliehen, aber das klappte nicht. Und Verträge können wir nicht einfach brechen.

    Ihr Vorgänger Uli Forte hat neulich in einem Talk gesagt: «Die Kaderzusammenstellung beim FC Zürich ist von den Positionen her katastrophal.» Im Mittelfeld werden 18 Spieler geführt, im Angriff nur 2. Was entgegnen Sie Forte?
    Ich kommentiere nicht, wie andere Leute über unser Kader denken. Ich bin zufrieden mit der Arbeit, die im Sommer auf dem Transfermarkt geleistet wurde. Die Zahlen, die Sie genannt haben, sind für mich nebensächlich. Wenn ich zehn Mittelfeldspieler habe und die Möglichkeit erhalte, einen elften zu holen, der gut ist, dann mache ich das. Wir haben eine gute Mannschaft für die Super League und können zudem international bestehen. Ausserdem frage ich mich: Muss einer ein Mittelfeldspieler sein, nur weil er auf einer Liste als Mittelfeldspieler geführt wird?

    Der FCZ führt diese Einteilung auf seiner Website.
    Irgendwie müssen die Spieler gruppiert werden. Aber ich frage mich: Ist ein Rodriguez, ist ein Kololli ein Mittelfeldspieler? Was ist mit Schönbächler? Aber okay, es darf jeder sagen, was er denkt, es herrscht bei uns Meinungsfreiheit. Die Hauptsache ist sowieso, dass wir beim FCZ unserer Linie treu bleiben.

    Vermissen Sie Michael Frey oder Raphael Dwamena?
    Ach... Derzeit ist das dominante Thema das: Wir schiessen zu ­wenig Tore. Darum wird diese Frage häufig gestellt. Aber ich bin überzeugt, dass in ein paar ­Monaten jeder sehen wird, dass wir richtig gehandelt haben. Wir haben zwei gute Spieler verloren, ja, aber auch nicht mehr.

    Der FCZ hat in zehn Runden zehn Tore erzielt und zehn erhalten. Was sagt Ihnen das?
    Wir haben das drittbeste Tor­verhältnis der Super League. Nur drei Mannschaften haben keine negative Bilanz.

    Dieses 10:10 lässt sich sowohl positiv als auch negativ sehen.
    Definitiv! Mir gefällt die zweite Zehn, die Anzahl Gegentore. Vier davon gab es gegen YB, bleiben also sechs aus allen anderen ­Partien. Und die zwei Europa-League-Spiele gewannen wir zu null. Wir arbeiten sehr gut gegen den Ball. Die andere Zehn ist ­natürlich weniger gut, die Offensive funktioniert noch nicht so, wie ich mir das wünsche. Aber das Problem ist erklärbar.

    Ja?
    Wir mussten die Offensivabteilung neu aufbauen, und das erfordert Zeit. Wer sind die Mannschaften, die kaum Mühe bekunden mit dem Toreschiessen? Jene, die keine Wechsel hatten, YB, auch Thun. Was mir Zuversicht gibt, sind die letzten ­Spiele, in denen wir vermehrt zu Chancen kamen und den Sieg verdient hätten. Abgesehen davon: Wer hätte mir garantiert, dass Frey oder Dwamena je 15 Tore gemacht hätten?

    Lässt sich aus dem 10:10 ablesen, wofür der FCZ steht? Ist er solid? Sachlich? Langweilig?
    Für mich machen es sich die Journalisten zu einfach. In der letzten Saison gewannen wir 4:0 gegen St. Gallen oder spielten 3:3 gegen Sion, wir boten Spektakel – und gleichzeitig musste ich ­lesen, ich hole zu wenig Punkte. Jetzt sammeln wir mit wenigen Chancen viele Punkte, und es wird bemängelt, dass es an Unterhaltung mangelt. Natürlich ist es unser Anspruch, attraktiver zu spielen...

    ...eben...
    ... ja, ich möchte schon mehr Kreativität sehen, die dafür sorgt, dass die Zuschauer von ihren Sitzen hochspringen. Um auf Ihre Kritik zurückzukommen: Sie haben ja nicht unrecht. Ich kann Sie doch nicht anlügen und behaupten: Was wir offensiv zeigen, ist überragend. Aber ich bin überzeugt, dass wir die Substanz besitzen, um häufiger zu treffen.

    Viel weniger ist auch schwierig.
    Stimmt. Und ich biete Ihnen eine Wette an.

    Was für eine?
    Wenn wir weiter so wenig treffen, setze ich Sie am letzten Spieltag im Sturm ein (lacht laut). Kritik ist doch normal. Aber was ich noch sagen will: Im Vergleich zu anderen Clubs haben wir nicht so gravierende Sorgen. Wir haben nicht so viele Baustellen, wie es Ihre Zeitung kürzlich weismachen wollte. Die Mannschaft hat zum Beispiel eine ­ brutal gute Mentalität.

    Darf eine gute Mentalität nicht vorausgesetzt werden?
    Ich bin in meiner Karriere vielen Spielern begegnet, die grosse ­Fähigkeiten hatten, aber viel zu schnell zufrieden waren. Wenn Sie unser Training beobachten, werden Sie feststellen, dass wir sehr hart arbeiten.

    Ist die geringe Anzahl ­Gegentreffer auch ein Abbild eines Trainers, der früher selber Verteidiger war?
    Überhaupt nicht – weil ich im ­Juniorenbereich viele Tore erzielte. Sie ist für mich vielmehr ein Beleg für die defensive Stabilität, die auch deswegen gewährleistet ist, weil wir nur ein, zwei Spieler neu dazubekamen. Die Automatismen müssen nicht neu einstudiert werden.

    Beim FCZ gehört es dazu, dass er mit seinen Spielern auch Geld machen will und sie ­darum verkauft.
    Wenn wir Meister werden und in der Champions League dabei sind, lässt sich der eine oder andere Abgang verhindern. Anderseits ist es finanziell von Bedeutung, dass wir pro Saison ein, zwei Spieler verkaufen können. Die Kunst besteht darin, den richtigen Zeitpunkt für solche Transfers zu finden.

    Sie sind seit Februar erstmals Trainer in der Super League. Was haben Sie seither vor allem gelernt?
    Ich kam aus dem Juniorenbereich. Da ist es möglich, Kompromisse einzugehen. Aber das geht bei den Profis nicht. Und wenn ich schon im Februar mit dem FCZ in der Europa League gespielt hätte, wäre unser Auftreten wohl ein anderes gewesen.

    Euphorischer?
    Wahrscheinlich schon. Aber ich habe gelernt, dass das nicht ­immer den Erfolg bringt. Und ich habe gelernt, mich durchzu­setzen.

    Gegen wen?
    Es gab am Anfang Leute, die ­gezweifelt haben. Ist Magnin Super-League-tauglich? Kann er mit Profis umgehen? Funktionieren seine Methoden auf diesem Niveau?

    Spüren Sie jetzt Genugtuung?
    Ich brauche keine Genugtuung, ich wollte auch niemandem etwas beweisen. Ich bin heute nicht anders als zu meiner Zeit als Spieler. Ich investiere immens viel in diesen Job, ohne zu wissen, ob alles aufgeht oder nicht. Aber ich muss mir nicht vorwerfen, zu wenig getan zu haben.

    Welches war die grösste Freude für Sie seit Februar?
    Der Cupsieg gegen YB im Mai. Er war ein Highlight, mit dem ich den Leuten, die mir das Vertrauen geschenkt hatten, etwas zurückgeben konnte.

    War das so etwas wie eine bestandene Eintrittsprüfung auf Profistufe?
    Ich spüre seither sicher eine ­höhere Anerkennung. Es wird weniger hinterfragt, ob ich in meinem Alter schon bereit bin für diese Aufgabe. Aber ich will mich nicht zu lange an diesem Titel aufhalten, weil es schon die nächsten gibt, die man gewinnen kann. Ich mag es nicht, wenn Sportler Genügsamkeit zeigen. Ich will mehr erreichen, Grosses.

    Das Grösste, das Sie mit dem FCZ erreichen können, ist der Meistertitel oder der Sieg in der Europa League.
    Eines von beidem wäre nicht schlecht... (lacht laut) Es ist möglich, mit gezielter Arbeit einmal um den Meistertitel mitzuspielen. Bei der Europa League müssen wir realistisch bleiben. Es würde mich sehr überraschen, wenn ich erleben könnte, dass ein Schweizer Club einen europäischen Wettbewerb für sich entscheidet – selbst wenn ich hundert Jahre alt werde. Vergessen wir eines nicht: YB brauchte drei Jahre, um das zu werden, was es heute ist.

    Sie galten immer als jemand, der sagte, was er dachte. ­Müssen Sie als Trainer des FCZ nicht manchmal Diplomat sein?
    Doch, doch, ein bisschen Diplomat bin ich geworden. Ich will schon Botschaften loswerden, verpacke sie aber nicht mehr immer in Worte, wie ich sie früher gebraucht habe. Ich garniere sie mit ein paar Blumen mehr als sonst... (lacht) Ich bin vorsichtiger geworden, wenn ich mit Leuten zu tun habe, die ich nicht gut kenne. Gleichwohl möchte ich nicht in ein Schema gepresst werden, dass es heisst: Magnin redet wie jeder andere Trainer, er ist ängstlich und mit seinen Worten austauschbar geworden.

    Nach YB kommt Leverkusen in der Europa League in den Letzigrund. Wer ist der Favorit? Der FCZ?
    Diese Rolle nehmen wir natürlich sehr gerne an. (grinst) Im Ernst: Seit meiner Rückkehr aus Deutschland in die Schweiz rege ich mich darüber auf, dass wir zu schnell zufrieden sind. Als wir mit dem FCZ in der Champions-League-Qualifikation auf den FC Bayern trafen und in der Allianz-Arena das Abschlusstraining bestritten, gab es Spieler, die im Stadion Fotos machten. Da steht es doch schon 2:0 für den Gegner, bevor die Partie überhaupt angepfiffen worden ist! Und wenn ich von einem Spieler lese, mit wem er in der Champions League das Trikot tauschen möchte, nervt mich das extrem.

    Ist das Ihre Botschaft an die Spieler für den Match gegen Leverkusen?
    Absolut. Wir wissen, dass der wahre Favorit Leverkusen heisst, dass Bayer das bessere Kader hat, mehr Geld. Aber es ist trotzdem möglich, ein positives Resultat zu holen. Ich spielte jahrelang Woche für Woche gegen solche Mannschaften, aber ich war nicht besser als die Spieler, die ich beim FCZ habe. Ich möchte eines nicht: dass wir zu grossen Respekt zeigen oder denken, wie cool das doch ist, gegen Leverkusen spielen zu dürfen. Wenn du dann vier Stück kriegst, ist das nicht mehr so cool.