Uebungsabbruch bei zwei kriselnden Teams. Bin gespannt, wie sich das auswirkt bis Saisonende!
Das Problem bei beiden Teams ist eigentlich nicht der Coach, in Zug verlieren sie schon seit vier Jahren, drei davon unter dem Norweger.
Das Problem in Biel und Zug ist wohl eher der jeweilige Sportchef und seine Entscheidungen, in Zug kommt das Problem OYM dazu, siehe NZZ und andere Medien:
Man darf sich allerdings schon fragen, woran das liegt. Und ob der Trainer nicht einfach ein Bauernopfer für eine Entwicklung ist, die er nur bedingt zu verantworten hat.
Im Sommer wechselte das Management unter Kostenfolgen mit den Schweden Carlsson, Hansson und Olofsson drei Ausländer aus. Mit einem halben Jahr Abstand darf man festhalten: Es hat die falschen Spieler erwischt. Die Tschechen Jan Kovar und Daniel Vozenilek genügen der Zuger Erwartungshaltung in dieser Saison nicht ansatzweise. Der Sportchef Reto Kläy trompierte sich bei mehreren Entscheidungen, auch wenn es hinterher leicht ist, das zu konstatieren.
Die Ansprüche in Zug sind hoch – und sind im Sommer nach einer enttäuschenden Vorsaison noch einmal kräftig geschürt worden. Mit den Verpflichtungen der teuren Stürmer Dominik Kubalik aus Ambri und Tomas Tatar aus der NHL wurden Ausrufezeichen gesetzt. Eigentlich ist nur der Titel gut genug. Was das Erwartungsmanagement angeht, hat die Klubführung versagt.
So war das schon in den letzten zwei Jahren. Seit den Titeln von 2021 und 2022 war im EVZ ein Anflug von Überheblichkeit auszumachen. Wir wissen und können vieles besser, in den verschiedensten Bereichen.
Dazu gehört die Trainingslehre im Oym-Center des schwerreichen Präsidenten Hans-Peter Strebel. Der Mannschaft bieten sich in Cham die vielleicht modernsten Trainingsmöglichkeiten Europas. Aber seit dem Einzug verstummen die Stimmen nicht, die sagen, dass die Methodik längst nicht für alle Spieler geeignet sei. Manche klagten über dogmatisches Denken und Uneinsichtigkeit. Auffallend ist jedenfalls, dass diverse hoch veranlagte und entsprechend teure Spieler seit längerem stagnieren, etwa der einstige Nationalmannschafts-Verteidiger Tobias Geisser. Kürzlich wurde ein Koordinator eingestellt, der zwischen dem Oym und dem Team vermittelt.