Beiträge von Larry

    Man sollte es meinen bei seinen Gardemassen, aber er steht seinen Mann nicht.

    Mirco Müller is a smooth skating two-way defenseman with impressive mobility. Has strong puck-moving abilities and combined with decent passing-skills he is capable to push a team’s transition game. He is poised with the puck, but needs to learn to take quicker decisions as he tends to hold on to the puck to long, while all his pass-options closing. Despite his size, he doesn’t use his body to his advantage as you rarely see him hit other players. Reads the play well, plays a smart defensive game in his own end and keeps his actions simple.

    eigentlich unglaublich! seit etwa 2012 können die journalisten einfach die copy paste taste drücken für die saisonzusammenfassung und die rolle canepas...

    Nach dem Abstieg hatte man kurz das Gefühl es ändert sich etwas, dem war aber nicht so! Eigentlich hätte ihm persönlich ein weiterer Abstieg gut getan.....

    Analyse zum FC Zürich

    Jetzt müsste sich Ancillo Canepa neu erfinden

    Die schwache Saison zeigt, dass der FCZ einen neuen Trainer braucht. Und endlich auch ein Umdenken beim Präsidenten: Er sollte starke Leute neben sich dulden.


    MEINUNG

    Thomas Schifferle (TA)

    Ein paar Mal waren wenigstens einige Fans des FCZ in den letzten Wochen spürbar. Gegen Lugano versuchten sie ausserhalb des Stadions, ihrer Mannschaft nicht nur auf vorbildliche Art zu helfen. Sie schauten beim Training auf der Allmend vorbei, gedacht als Motivationsspritze. Letzte Woche passten sie nach dem Spiel gegen St. Gallen die Spieler ab, als diese in ihren Autos davonfuhren. Immerhin versprachen sie ihnen die Unterstützung, falls sie in die Barrage müssten.


    Die Bilder sind nicht vergleichbar mit 2016, als eine Horde nach einem 0:4 gegen Lugano den Tribünengang stürmte und anderntags bis in die Kabine auf dem Trainingsgelände vordrang. Präsident Ancillo Canepa war «Scheiss Canepa!». Damals war die Wut ungefiltert. Heute ist vielleicht ganz gut, dass es wegen Corona einen leeren Letzigrund gibt und die Distanz zwischen Club und Anhängerschaft so gross ist, dass das Gefühl von Gleichgültigkeit aufkommt.

    Damals präsentierte sich der FCZ in schrecklicher Verfassung, er hatte in Sami Hyypiä den wohl schlechtesten Trainer seiner Geschichte und stieg folgerichtig ab. Heute hat er sich noch mit Ach und Krach vor der Barrage gerettet, das macht es nicht viel besser. Er steht praktisch wieder am Nullpunkt: Es geht um seine grundsätzliche Ausrichtung, natürlich um Canepa und um die Frage, ob es mit Massimo Rizzo überhaupt noch weitergehen kann.

    Das Scheitern von Rizzo

    Es war richtig, sich Anfang Oktober von Magnin zu trennen. Der FCZ hatte unter ihm nur 38 von 108 Spielen gewonnen. Entwicklung war keine spürbar. Rizzo wurde von der U-18 nach oben befördert und profitierte davon, dass Teile der Mannschaft froh waren, nicht mehr mit Magnin arbeiten zu müssen. Er setzte auf die Defensive und pragmatischen Fussball, und er gewann aus den ersten vier Spielen zehn Punkte, so viele, wie es unter Magnin in den 14 Spielen zuvor nicht gegeben hatte.

    Als Rizzo versuchte, seine Mannschaft offensiver auftreten zu lassen, kehrten die Probleme zurück. Die Zahlen sagen inzwischen alles über den gescheiterten Versuch: In der Rückrunde hat nur St. Gallen weniger Punkte geholt. Der FCZ ist seit Januar in Abstiegsform aufgetreten – und das in dieser Liga, wo es ausser YB nicht eine einzige stabile Mannschaft gegeben hat.

    Für den Fussball, der unter Rizzo zu sehen war, hätte Magnin nicht gehen müssen. Mit Magnin wäre es wenigstens abseits des Platzes unterhaltsamer gewesen. Der FCZ braucht einen neuen Trainer. Das ist die naheliegende Diagnose der letzten Monate. Auch mit Rizzo gibt es kein Weiterkommen, keine Weiterentwicklung.

    Er mag vieles sein, loyal, anständig, korrekt, aber er hat nicht die Ausstrahlung eines Cheftrainers. Im Verein, wo er gefühlt sein ganzes Leben verbracht hat, taugt er nicht dazu, auf einmal das grosse, das bestimmende Wort zu führen und sich aufzulehnen gegen den Präsidenten. Seine Überforderung im Coaching zeigte sich am Samstag nach Nathans Platzverweis in Basel. Da habe er eben schnell entscheiden müssen, erklärte er. Ein wirklicher Stratege weiss vorher, was er in einem solchen Fall zu tun hat. Der käme sicher nicht wie Rizzo auf die Idee, Blerim Dzemaili in die Abwehr zurückzuziehen.

    Das Problem ist ganz oben

    Mit einem Trainerwechsel allein ist beim FCZ das Problem nicht gelöst. Das reicht bis ganz nach oben, besser: Es beginnt da, bei Ancillo Canepa. Er ist es im Endeffekt, der die Mannschaft zusammenstellt. Dass es einen Sportchef gibt, der dafür zuständig wäre, spielt da weiter keine Rolle. Marinko Jurendic verbringt Stunden am Computer und schreibt Analysen, die er dem Präsidenten weitergibt. Aber wirklich viel zu bestimmen hat er nicht.

    Er wolle sich mit den besten Leuten umgeben, behauptet Canepa. Der Ansatz ist richtig. Nur stimmt er in seinem Fall nicht. Die Besten hat er nicht, weil sie eine Meinung haben und vertreten, und weil er genau das nicht mag. Thomas Bickel sprach sich als Sportchef im Winter vor einem Jahr gegen eine Zukunft mit Magnin aus, Canepas Reaktion bestand darin, den Vertrag mit dem Trainer vorzeitig und ohne Not um zwei Jahre zu verlängern. Die persönliche Antwort darauf erhielt Bickel im letzten Juli, als er zum Scout zurückgestuft wurde.

    Der Club lebt von Canepas Bauchgefühl. An guten Tagen ist das unterhaltend. Nur sind die guten Tage sehr selten geworden.

    Das Ego und die Emotionalität sind bei Canepa noch immer das Grösste gewesen. Beratungsresistenz zieht sich durch seine letzten Jahre als Präsident. Das ist schade, weil er es gut meint mit seinem FCZ; zusammen mit seiner Frau, der Co-Präsidentin Heliane, sorgt er für die Finanzen und das Weiterbestehen. Aber am Ende ist es bei ihm so wie bei seiner Art des Maskentragens im Stadion: Er macht vieles falsch.

    Ohne die Launen von Canepa, dem Vollzeitpräsidenten, geht beim FCZ nichts. Mal ist Magnin sein Adoptivsohn, dann Rizzo sein Ziehsohn, oder umgekehrt. Mal träumt er vom schönen Fussball, dann findet er Magnins Spiel aus der Abwehr heraus wieder «esoterisch». Mal will er keinen Abräumer à la Gattuso fürs Mittelfeld, jetzt sagt er, dass er nur noch Spieler wolle, die wirklich mit Druck umgehen könnten.

    Beim FCZ stellt sich die Frage, ob die Mannschaft überhaupt die Qualität besitzt, um den Ansprüchen des Chefs genügen zu können. Und die Antwort ist einfach: nein. Wenn Captain Yanick Brecher sagt, der FCZ gehöre in den Europacup, «ohne Wenn und Aber», belegt das nur, wie tief durchgedrungen das Denken Canepas ist. Es ist realitätsfremd, solange Spieler da sind, die sich überschätzen und das Gleichgewicht der Mannschaft stören – Spieler wie Benjamin Kololli, Blaz Kramer oder Nathan.

    2018, der letzte Ausreisser

    Jüngst hat Antonio Marchesano gesagt: «Die Tabelle lügt nicht. Wir stehen da, wo wir stehen müssen.» Anders gesagt: Jeder bekommt, was er verdient. Nach dem Aufstieg reichte es einmal noch zum 4. Platz; Uli Forte hatte für Magnin die Basis dazu gelegt, bevor ihm intern Resultatfussball und vergessene Nachwuchsförderung vorgehalten wurden. In den zwei ganzen Saisons mit Magnin folgten zwei 7. Plätze. Jetzt endet es wieder trostlos – mit Rang 7 oder 8.

    Der FCZ lebt von Canepas Bauchgefühl. An guten Tagen mag das unterhaltend sein. Das mag dem Club dann Farbe verleihen und Eigenständigkeit. Bloss sind die guten Tage sehr selten geworden. Der letzte wirkliche Ausreisser nach oben geht auf den 25. Oktober 2018 zurück, als es in der Europa League gegen Bayer Leverkusen ein 3:2 gab. Von diesem Sieg und der folgenden Qualifikation für den Sechzehntelfinal gegen Napoli zehrte Magnin als Trainer ganz lange.

    Er hatte wenigstens etwas, wovon er leben konnte. Rizzo hat das trotz seines Vertrages bis 2022 nicht. Und Canepa steht als «Constantin des FCZ» vor der Frage, wie es weitergehen soll. Er müsste sich neu erfinden und im sportlichen Bereich starke Leute neben sich dulden. Die Chance, dass das passiert, ist allerdings verschwindend klein.

    es braucht jetzt einen trainer, welcher die zukunft noch vor sich hat, dementsprechend hungrig ist und nicht noch den letzten vertrag sucht bis zur überbrückung zur ersten ahv auszahlung!

    In dem Fall den nächsten Juniorentrainer vom FCZ! "Jung und hungrig" heisst nicht erfolgreich! Siehe Magnin!

    An interessanten Trainern auf dem Markt fehlt es nicht. Giorgio Contini, der in Lausanne starke Arbeit leistet, sucht einen neuen Verein. Mario Frick holt in Vaduz aus bescheidenen Mitteln viel heraus. Das gilt ebenfalls für Maurizio Jacobacci in Lugano, Alain Geiger bei Servette und den als Trainertalent gehandelten Bruno Berner in Kriens.

    In der Challenge League arbeiten auch Alex Frei (FC Wil), Murat Yakin (FC Schaffhausen) und Stephan Keller (FC Aarau),

    Pro Alain Geiger. Aber wieso sollte der zum FCZ kommen? Kann auch mit Contini, Frick, Jacobacci gut leben. Die anderen bitte nicht! Aber zuerst muss sich Cillo von seinem neusten Ziehsohn trennen. Macht er das?:nixwiss:

    Ehrlich gesagt, ich kann nicht nachvollziehen wieso, dass man nicht von Anfang Saison einen zusätzlichen Ausländer holt.

    Einer ist sowieso meistens Verletzt und für die PO muss man ja sowieso noch jemanden holen und dann heisst es wieder der Markt ist ausgetrocknet.

    Bin auch dieser Meinung. Suter kommt zu 99,9% nicht zurück!

    Der FC Zürich hat einmal mehr eine blamable Saison hinter sich – nun darf der Klub keine Tabus kennen

    Nach gesichertem Ligaerhalt fragt sich, ob Massimo Rizzo der richtige Trainer ist für die Ziele dieses Klubs. Sollte er Coach bleiben, steigt er beschädigt in die nächste Saison.

    Fabian Ruch (NZZ)

    Ganz allein sitzt der FCZ-Präsident Ancillo Canepa am Samstagabend im St.-Jakob-Park auf der Tribüne während der Pause, nachdenklich und Pfeife rauchend, der Blick geht ins Leere. 0:2 liegt der FC Zürich in Basel zurück, es ist ein desaströser Auftritt der Gäste, ein unangenehmes Duell gegen Vaduz am Freitag und die Barrage drohen.

    Doch später, nach der 0:4-Niederlage gegen den FCB, darf sich der FCZ als zweiter Sieger fühlen. Vaduz verliert zu Hause gegen Servette, Sitten unterliegt in Lugano – das Zürcher Zittern ist zu Ende, der Ligaerhalt geschafft. Canepas Erleichterung ist zu spüren. Er sagt: «Wir werden diese Saison nun in aller Ruhe analysieren.»

    Teilweise wie ein Absteiger

    Der FC Zürich wird Zeit benötigen für die Aufarbeitung einer erneut blamablen Saison inklusive frühen Trainerwechsels von Ludovic Magnin zu Massimo Rizzo, peinlichen Ausscheidens im Cup gegen Chiasso, ungenügender Bilanz seit Anfang Februar. Damals war der FCZ Dritter, peilte Rang 2 an, forderte YB im Spitzenspiel. Seit dem 1:4 gegen die Berner hat sich der FCZ teilweise wie ein Absteiger präsentiert.

    So war das auch am Samstag, beim Lieblingsgegner in dieser Saison, den der FCZ zuvor dreimal bezwungen hatte. Nathan fabrizierte schon in der vierten Minute unbedrängt eine kuriose Doppelkerze, ehe er gezwungen war, Edon Zhegrova mit einem Notbremsefoul zu stoppen. Nathans Tränen beim Abgang nach Slapstickeinlage und roter Karte waren sinnbildlich für eine erschreckend schwache Zürcher Vorstellung.

    Natürlich sagte der Trainer Rizzo nach dem Spiel, der Platzverweis habe die Sache kompliziert gemacht. Aber: Man darf auch in personeller Unterzahl eine Spielidee haben, solidarisch verteidigen, Nadelstiche setzen. Der FCZ war in Basel nahezu inexistent, und wäre das spielfreudige Heimteam bei der Chancenauswertung nur halbwegs konsequent vorgegangen, hätte es bei 31:4 Schüssen (11:0 auf das Tor) auch deutlich höher gewinnen können.

    Der FC Zürich, im Selbstverständnis ein Topklub, muss nun erneut die Scherben einer misslungenen Saison zusammenwischen. Der Klub ist gut beraten, schonungslos alle Defizite offenzulegen, an Baustellen wie der Kaderplanung mangelt es nicht, von der Corona-bedingt schwierigen wirtschaftlichen Situation ganz zu schweigen.

    Massimo Rizzo hat viele Verdienste im FCZ, er ist ein freundlicher, ruhiger Mensch. Doch er hat es nicht geschafft, dem Team eine Struktur zu geben. Rizzo pröbelte glücklos an Ausrichtung und System, die passende Rolle für Blerim Dzemaili fand er nie. Auch am Samstag nicht. Nach Nathans Platzverweis beorderte Rizzo den langjährigen Nationalspieler in die Innenverteidigung. Auf diese Idee muss man zuerst kommen, wenn mit Becir Omeragic eines der grössten Innenverteidiger-Talente, die die Schweiz je hatte, als Rechtsverteidiger auf dem Feld steht. «Ich musste schnell entscheiden», sagte Rizzo.

    Dzemaili hat laut einschlägigen Datenbanken in bald 600 Pflichtspielen erst neunmal als Innenverteidiger gespielt, zuletzt vor 16 Jahren mit dem FCZ gegen Aarau. Er liess sich vor dem 1:0 von Zhegrova überlaufen und vor dem 2:0 von Darian Males übertölpeln. Dann beendete Rizzo das Experiment, stellte Omeragic ins Abwehrzentrum und Dzemaili wieder ins Mittelfeld.

    Massimo Rizzo ist loyal und wird intern geschätzt, er müsste den Verein bei einer Absetzung als Cheftrainer kaum verlassen. Doch bleibt er Cheftrainer, steigt er beschädigt in die nächste Spielzeit. Der FCZ hat nach 35 Spieltagen sogar noch weniger Punkte als in den letzten beiden Saisons, die er auf Rang 7 beendete. Er muss mutiger, offensiver, dominanter auftreten.

    Interessante Optionen

    An interessanten Trainern auf dem Markt fehlt es nicht. FCZ-like wäre Marc Schneider, der in Zürich Meisterspieler und Captain war und als Trainer in Thun einen guten Eindruck hinterliess. Giorgio Contini, der in Lausanne starke Arbeit leistet, sucht einen neuen Verein. Mario Frick holt in Vaduz aus bescheidenen Mitteln viel heraus. Das gilt ebenfalls für Maurizio Jacobacci in Lugano, Alain Geiger bei Servette und den als Trainertalent gehandelten Bruno Berner in Kriens.

    In der Challenge League arbeiten auch Alex Frei (FC Wil), Murat Yakin (FC Schaffhausen) und Stephan Keller (FC Aarau), die auf den ersten und zweiten Blick vielleicht nicht zum FCZ passen. Aber hätte damals jemand gedacht, dass Lucien Favre in Zürich so erfolgreich werden würde? Wurden die Zürcher Christian Gross und Urs Fischer in Basel mit offenen Armen empfangen? Bei seiner Analyse darf der FC Zürich keine Tabus kennen. Schliesslich hat der Präsident grosse Pläne.

    Canepa kündigt einen Umbruch im Kader an, er will den Abstand zu YB und Basel verkleinern; er freut sich auf das 125-Jahr-Jubiläum im Sommer und auf die Eröffnung des Trainingszentrums im Herbst, er geht die Planungsphase für das neue Stadion zuversichtlich an. Am Samstag sagte Canepa noch, er rede grundsätzlich nicht öffentlich über Trainer. Und die Niederlage sei zwar heftig, der FC Basel aber vielleicht immer noch der grösste Verein in der Schweiz. Nach dem Besitzerwechsel von Bernhard Burgener zu David Degen letzte Woche war der neue Tatendrang in Basel ausgeprägt wahrnehmbar. Vielleicht träumte Ancillo Canepa zur Pause von solcher Aufbruchstimmung beim FCZ.


    Berner hat seine Trainerkarriere beim FCZ lanciert

    2013-15 bei den Junioren, aber dort gibs keine SK. Aber Canepa wird eh wieder einen "erfinden" der schon beim FCZ ist, tippe auf Joel Magnin. Rizzo wird er (wieder) früher oder später entlassen müssen....

    dass mit dem porsche, dem golf und canepa wäre tatsächlich mal begrüssenswert! aber wie sowas ausgeht, weisst du auch. der überbringer dieser nachricht wird geköpft

    So wie jeder Journalist der bezweifelt das der FCZ ein "Spitzenclub" ist! Weiler klar nein! Schneider wäre eine Möglichkeit. Berner ist eine GC- und Basel Sau die von der SK sicher abgelehnt würde!

    Es war eine blamable Saison für den FC Zürich

    Trotz einer desolaten Leistung in Basel spielt der FCZ auch 2021/2022 in der Super League. Das 0:4 gegen den FCB veranschaulicht die Probleme des Klubs.

    Stephan Ramming und Fabian Ruch (NZZ)

    Das Zittern der Zürcher ist zu Ende. Am Samstagabend ist der FCZ trotz einem katastrophalen Auftritt alle Abstiegssorgen losgeworden. Nach einem sehr frühen Platzverweis gegen Abwehrspieler Nathan unterlagen die chancenlosen, teilweise inferioren Zürcher in Basel 0:4. Weil aber die Konkurrenten Vaduz und Sitten ebenfalls verloren, bleibt dem FC Zürich ein unangenehmes Entscheidungsspiel am Freitag gegen Vaduz erspart. Doch er präsentierte sich beim FCB wie ein Absteiger.

    Am Freitagmorgen im Training deutete nichts darauf hin, dass der FCZ in Not ist. Der Stürmer Blaz Kramer übte Torschüsse, Marco Schönbächler unterhielt sich am Zaun mit Bekannten. «Wir bereiten das Spiel in Basel vor wie immer», sagte der FCZ-Trainer Massimo Rizzo nach dem Training den interessierten Medienvertretern. «Normalität» lautete das Schlagwort, «den Fokus behalten» das Motto.

    Als sich der FCZ-Präsident Ancillo Canepa im Oktober von Ludovic Magnin trennte, liess er Rizzo aus der zweiten Reihe in die erste treten. Seither ist Rizzo «einfach da», wie er es am Anfang als Cheftrainer einmal sagte. Canepa gab ihm nach Weihnachten einen Vertrag bis im Juni 2022. Rizzo strahlt dieses «Einfach-da-Sein» auch jetzt aus, wenn der Abstieg droht, weit weg von den anvisierten Plätzen für den Europacup.

    Er könne nicht in die Köpfe der Spieler schauen, sagte er am Freitag, «was ich in den Trainings sehe, stimmt mich zuversichtlich: Das Engagement ist da, die Qualität ist hoch». So wenig Rizzo in die Köpfe seiner Spieler schauen kann, so wenig gibt er Einblick in die eigenen Gedanken und Stimmungen. Er bleibt so unverbindlich, wie seine Mannschaft spielt.

    Es war ein gefährliches Spiel, das der FCZ im Frühling trieb. Zu lange fühlte er sich zu sicher, weil es Anfang Jahr gut lief. Zürich überzeugte in Basel und siegte 4:1, gewann kurz darauf auch in St. Gallen 3:2, empfing Anfang Februar als Dritter den Leader YB und wollte zeigen, dass der Liga-Dominator in Reichweite ist. Damals lag Zürich vierzehn Punkte vor dem Tabellenletzten Vaduz und liebäugelte sogar mit dem Sprung auf Rang zwei.

    Wofür steht dieser FC Zürich?

    Den zweiten Tabellenplatz vor Augen, sagte Canepa in der NZZ: «Der FCZ hat sehr viel Potenzial, aber es fehlt an Kontinuität. An dieser mentalen Schwäche müssen wir arbeiten.» Was passierte? Am Abend jenes 3. Februars, als das Interview erschien, verlor Zürich 1:4 gegen die Young Boys. Seither hat der FCZ die Statistik eines Absteigers. Kontinuität beweist er einzig darin, regelmässig zu enttäuschen und konsequent mit haarsträubenden Fehlern Geschenke zu verteilen.

    In jenem Gespräch hinterliess Canepa den Eindruck eines zufriedenen, optimistischen Präsidenten. Der Abstiegskampf war kein Thema, und auch als die Resultate im Frühling schlechter und die Leistungen schwächer wurden, blieb Canepa gelassen. Er betonte, die Situation sei nicht mit 2016 zu vergleichen, als der FCZ abstieg. Diesmal sei allen bewusst, worum es gehe.

    Auf dem Rasen blieb die Mannschaft diesen Nachweis allerdings meistens schuldig. Sinnbildlich waren die Auftritte am Sonntag in Lausanne und am Mittwoch gegen St. Gallen, als Zürich jeweils zur Pause eher zufällig 2:0 führte und am Ende 2:2 spielte. Die Lausanner waren fussballerisch stärker, die St. Galler hatten bezüglich Mentalität und Taktik Vorteile.

    Ein Matchplan war beim zaudernden FCZ in den letzten Wochen selten ersichtlich, es fehlte an Stabilität und Spielfreude, Abgeklärtheit und Abschlussstärke und damit an vielem, was eine erfolgreiche Mannschaft auszeichnet. Eine funktionierende Achse, die bereits in den zwei Vorsaisons mit den ernüchternden siebten Plätzen gefehlt hatte, suchte man vergebens.

    Der Balleroberer Ousmane Doumbia gefiel zwar im zentralen Aufbau, Blerim Dzemaili dagegen konnte nach seiner Rückkehr im Winter nur zu Beginn die Rolle als Leader wahrnehmen, meistens war er angeschlagen. Der langjährige Nationalspieler wollte zu viel, seine Umtriebigkeit verhinderte die Balance des Teams. An guten Tagen kann Dzemaili noch immer einer der besten Spieler der Liga sein, die guten Tage des 35-Jährigen aber sind selten geworden.

    Und so tüftelte Rizzo glücklos an der Aufstellung. Die torgefährlichen Flügelspieler Benjamin Kololli und Aiyegun Tosin waren oft zu weit vom gegnerischen Tor entfernt, im Zentrum blieb der Angreifer Blaz Kramer meistens blass, sein Ersatz Assan Ceesay liess gleichfalls Entschlossenheit, Selbstvertrauen und Klasse vermissen. Diesem FC Zürich fehlt es an Profil und Ausstrahlung, um in der schwachen Super League hinter dem entrückten Serienmeister YB um Rang zwei mitzuspielen.

    Dem FCZ kam zugute, dass die Konkurrenz auch nicht überzeugte. Medial stand er trotz Baisse im Schatten der Krise im FC Basel. Selbst in Zürich interessierte der Rivale GC mit seinen grossspurigen Plänen vom Aufstieg an die Spitze Europas teilweise stärker.

    Nach mehreren deprimierenden Saisons muss Präsident Ancillo Canepa seinen Verein im Prinzip neu erfinden oder zumindest anders positionieren. Wofür steht der FCZ? Was will er eigentlich? Und mit welcher Philosophie?

    Spieler aus dem eigenen Nachwuchs wurden kaum noch eingesetzt, auch das 17-jährige Talent Wilfried Gnonto, von Inter Mailand geholt, war zuletzt nur noch selten im Aufgebot. Nach Simon Sohm und Kevin Rüegg soll im Sommer Becir Omeragic mit einem Transfer ins Ausland für dringend benötigte Millioneneinnahmen sorgen. Aber auch der Abwehrspieler brillierte zuletzt nicht und kämpfte gegen Verletzungen.

    Canepa bleibt die starke Figur

    Der Trainer Rizzo und der Sportchef Marinko Jurendic sind freundliche, stille Teamplayer, Canepa bezeichnete Rizzo auch schon als Adoptivsohn. Zu viel Nähe und Harmonie verhindert jedoch eine ausgeprägte Leistungskultur. Die starke Figur ist und bleibt der Präsident, der es in den letzten Wochen vorzog, zu schweigen.

    Am Freitag beantwortete er ein paar Fragen schriftlich, blieb aber vage und meinte erneut, man habe intern früher und bewusster als vor fünf Jahren auf die schwierige Situation reagiert.

    Im Februar hatte Canepa von Rizzo und Jurendic geschwärmt: «Sie haben Fachkenntnis, Sozialkompetenz, Kommunikationsfähigkeiten, Führungsstärke, sie sind seit über zwanzig Jahren im Profifussball tätig. Man muss solchen Persönlichkeiten die Gelegenheit geben, ihr Know-how auf höchster Stufe unter Beweis zu stellen. Weil sie es können. Und wenn jemand schreibt, die beiden seien nicht profiliert, interessiert mich das nicht.»

    Er hatte aber auch gesagt: «Die Philosophie und das Erfolgsgeheimnis von meiner Frau Heliane und mir in unseren Jobs in der Privatwirtschaft war immer: Umgib dich mit den besten Leuten!»

    Daran werden die Canepas gemessen. Es gibt immer eine nächste Saison

    Ciao Roman! Isch geil gsii, schad für de Abgang wäg Corona!

    Eifach nur merci, de Z ohni Nr 27 chamer nonig so vorstelle …

    Meister im Schluefweg, einer der schönsten der 6 Titel! Sorry Chloote häd leider nöd ganz glanget!:mrgreen:

    Thanks for the Memories!

    Azevedo is small, but is a fierce competitor on the ice. He owns excellent playmaking skills and anticipation.

    Denke wer so lange in der KHL spielt und so viele Punkte macht kann das auch in der CH bringen.

    https://www.watson.ch/sport/fliegend…a-und-thuerkauf

    oder offiziell:

    https://swisshockeynews.ch/index.php/de/nl/zsc/transfers

    Mehr als nur mau! :shock:

    Klar hatten wir Verletzte die nun wieder zurück kommen aber gerade im Fall von Chris sollte man nicht zuviel erwarten. Trocheck war bei den Panthers in der gleichen Situation und hatte danach eine schlechte Saison, wurde getradet. Unterdessen ist er wieder der alte was ich ihm persönlich gönnen mag. Eine Garantie gibt es aber nicht! Ich erwarte das wir den 5. Ausländer (Lex Pius) ziehen und zwar von Anfang an! Bin ja sehr gespannt wie das nächste Saison läuft!


    Nun, wer ist denn in den letzten 8 Jahren aus dem Nachwuchs in die erste Mannschaft aufgestiegen und auch geblieben?
    Keiner hat sich bei uns mehr durchgesetzt und wurde zum Leistungsträger. Sie verliessen den Klub aus verschiedensten Gründen in alle Richtungen.

    Pius Suter, Denis Malgin, Jonas Siegenthaler sind alle in die NHL gegangen. Entweder sind sie zu gut oder aber zu schlecht! Wie es um den Schweizer Nachwuchs steht zeigt Dir die U18 / U20 WM: 8 Platz! Wir stagnieren!