Jetzt USA vs Canada. Beim Team USA spielen u.a. der 36 jährige Brian Boyle (ex Panthers) der letzte Saison gar nie gespielt hat (!) neben dem 18 jährigen Matthew Beniers, ein möglicher Nummer 1 Draft Pick. Denke die US Boys haben mehr Talent, aber wenn das letzte Aufgebot von Canada die Russen schlagen kann, dann.....
Beiträge von Larry
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Die Russen setzten im Goal Bobrovski von den Panthers ein der eben erst angekommen ist.....und verlieren 1:2 gegen Canada in der Overtime!

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KOMMENTAR
Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft hat eine einmalige Gelegenheit sträflich verpasst
Die Schweiz scheitert im WM-Viertelfinal. Dabei wäre ihr Weg in den Final so einfach wie selten gewesen. Aber auch diese kolossale Enttäuschung ändert nichts daran: Der Nationaltrainer Patrick Fischer ist der perfekte Botschafter für diesen Sport und inzwischen so unantastbar wie einst die Lichtgestalt Ralph Krueger.
Nicola Berger, Riga (NZZ)
Die Türe zur dritten Medaille seit 2013 stand weit offen. Ein schwächerer Gegner als dieses biedere Deutschland hat sich den Schweizern in einem Eishockey-WM-Viertelfinal noch nie entgegengestellt. Und auch sonst war die Chance einmalig: Es sind kaum Stars in die «Bubble» nach Riga gereist; die Gelegenheit dazu, erstmals in der Geschichte Weltmeister zu werden, war günstig. Das macht das Scheitern, diese unnötige Niederlage gegen den Erzrivalen Deutschland, umso bitterer.
Denn an den grundsätzlichen Stärkeverhältnissen im internationalen Eishockey hat sich wenig geändert. In der Schweiz gibt es knapp 27 000 lizenzierte Spieler, zu wenige, um dauerhaft an die Weltspitze zu preschen. Zum Vergleich: Das in Riga bereits in der Vorrunde eliminierte Schweden zählt 64 000 Aktive, Russland knapp 100 000 und Kanada eine halbe Million. Die Schweiz wird nie auf eine vergleichbare Breite zurückgreifen können wie die Elite.
Es ist darum umso wichtiger, dass einmalige Gelegenheiten wie nun an der WM 2021 genutzt werden. Die hohe Volatilität der jährlich stattfindenden WM ist für Aussenseiter wie die Schweiz ein Segen. Es ist keine Ketzerei, wenn man sagt, dass das Land an einem Turnier, an dem alle Equipen in Bestbesetzung antreten, kaum Medaillenchancen hätte.
Es ist äusserst unberechenbar, welche Nation in welchem Jahr auf welche Spieler zurückgreifen kann – WM-Teilnahmen haben für viele Spieler etwas Beliebiges. Dass das in der Schweiz anders ist, darf man dem Trainer Patrick Fischer zuschreiben. So umstritten seine Ernennung 2015 auch war: Sie hat sich als richtig erwiesen. Fischer brach alte Denkmuster auf, sein Wirken hat etwas Identitätsstiftendes, und anders als beispielsweise beim Vorgänger Glen Hanlon rücken die Profis unter ihm gerne in die Nationalmannschaft ein.
Unter Fischer treten die Schweizer mit so breiter Brust auf wie nie zuvor. Gegen nominell schwächere Gegner zeigen sie eine Stilsicherheit, die es früher nicht gegeben hat. Fischer ist der perfekte Botschafter für diesen Sport und inzwischen so unantastbar wie einst die Lichtgestalt Ralph Krueger. Er wird de facto selber bestimmen können, wie lange er diesen Job noch ausüben will. Daran ändert auch diese kolossale Enttäuschung gegen Deutschland nichts.
Aber es ist eine sträflich verpasste Chance – zumal die Sorgen im Hinblick auf die Zukunft nicht weniger werden. Die Resultate der Nachwuchsnationalteams sind seit längerem miserabel, an der U-20-WM im Dezember etwa kassierte die Schweiz ein 0:10 gegen Kanada. Noch gibt es junge Spieler, deren Zukunft sich golden ankündigt, aus dem WM-Team beispielsweise Janis Moser, Philipp Kuraschew und Nico Hischier. Und doch bereitet der Unterbau vielen Beobachtern Kummer.
Für die in Riga abwesende Überfigur Roman Josi, 31, ist kein Nachfolger in Sicht. Und nachdem der Stürmer Hischier 2017 von den New Jersey Devils als Nummer 1 ausgewählt worden war, gab es keinen einzigen Schweizer NHL-Erstrunden-Draft mehr. Auch darum wäre ein Halbfinaleinzug so wertvoll gewesen: weil die TV-Geräte in der Nation am Wochenende massenweise eingeschaltet worden wären. Und die Chance bestanden hätte, dass sich ein paar Knirpse in diesen Sport verlieben, Lizenzen lösen und zu den nächsten Hoffnungsträgern des Schweizer Eishockeys erwachsen.
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Mein Senf: Für mich der beste Kommentar in den Medien, vor allem was die Zukunft betrifft!
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Objektiv gesehen ist ein VF-Aus die Regel wenn man in der Weltrangliste auf Rang 7/8 steht. Eine Halbfinalteilnahme ist möglich, Finalteilnahme eine Ausnahme.
Im Normalfall bin ich gleicher Meinung. Aber dieses Jahr war speziell: Viele Teams sind mit dem letzten Aufgebot angereist, die Schweiz aber musste nur auf wenige gute Spieler verzichten (Josi, Niederreiter, Suter), es wäre (wäre!) einiges drin gelegen, das Halbfinale, das Finale, der WM Titel (sage nicht ich, sagen die Spieler!). Wäre, wäre, Fahrradkette......
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Was für eine Enttäuschung!
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Wenn sie hart spielen, keine Strafen generieren, lange das Spiel offen halten können oder sogar in Führung gehen könnte es
gegen die Schweiz zu einem Sieg reichen.
Jep. Ich sag jetzt mal wer das erste Tor schiesst gewinnt. Eine Niederlage wäre eine grosse Enttäuschung! Tippe aber auf einen Sieg der Schweiz.
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Nicht die besten Spieler gewinnen, sondern das beste Team!
Genau! Dachte schon es handle sich bei Eishockey um eine Einzelsportart.....
PS: Noch interessant das unter den 15 Top Verdienern keiner von Champion Tampa ist!
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14 der 15 teuersten Spieler in der NHL haben sich entweder nicht für die Playoffs qualifiziert oder sind in der 1. Runde ausgeschieden. Der einzige, der noch mit dabei ist, ist Montreals Torhüter Carey Price........

...und die Bolts marschieren weiter.....
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Nun ja ich wüsste aber schon wie ich die Deutschen gegen die Schweiz spielen lassen würde....ob das dann reicht um die Schweiz zu schlagen ist wieder eine andere Frage.
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Schland....eigentlich ein Muss aber wie oft haben wir gegen die schon verloren......dieses Jahr wäre ein Out im Viertelfinale richtig bitter!
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Da CAN ihr Game gegen die FIN verloren haben, können noch 3 Teams der anderen Gruppe vom Viertelfinal träumen: GER, LAT, KAS - krass!
CAN braucht einen Sieger nach 60 Minuten bei GER vs LAT sonst sind sie auch draussen.
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Leafs GM Kyle Dubas, der Zauberlehrling, ist nun zum dritten mal in Folge in den PO's gescheitert. Sein Spezi, Coach Sheldon Keefe ist nun auch schon zwei mal gescheitert. Schaun mer mal was passiert......
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Toronto Maple Laugh - kein Erfolg seit 1967! Ich kann AM34 nur raten dort das Weite zu suchen, bei Phil Kessel hat es auch funktioniert!
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Schweden out!
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Matthews bis jetzt weiterhin ein "Quali-Scorer". Seine Play Offs bei uns scheinen ihn nachhaltig geprägt zu haben

Er hat ein Tor geschossen plus drei Assists, Platz 3 der TOR Skorerliste in den Playoffs. Sie brauchen nun noch einen Sieg. Abwarten.
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Ich stehe nicht zu Verfügung!🤓Ja Rottaris fällt ab neben Plüss!
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Aber mit den Cats wird zu rechnen sein ab nächster Saison, dann wird Ekblad wieder fit sein.
Der Ausfall von Ekblad war sicher ein Faktor. Trotzdem war es knapper als das 4:2 nun erscheint. Eines der beiden ersten Heimspiele gewinnen (z.B. das erste das man mit einem Tor Unterschied verliert) und es steht 3:3 und Game 7 findet im BB&T Center statt! Auch heute Nacht waren die Spielanteile und die Schüsse auf der Seite der Panthers, aber die Bolts schossen die Tore! Es war von Anfang an klar das es schwierig wird den Champ auszuschalten, man war schon während der Saison an Tampa dran und auch jetzt, aber sie sind ein gut austariertes Team mit einem Goalie der Siege stehlen kann. Eine gute Saison geht zu Ende, freue mich bereits wieder auf die nächste!
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Der FCZ bricht das Experiment Rizzo ab – und muss sich vor der Trainersuche auch fragen, mit welcher «Philosophie» er in die Zukunft gehen will
Es ist keine grosse Überraschung: Der FCZ geht nicht mit Massimo Rizzo in die nächste Saison. Wer neuer Trainer wird, ist offen.
Stephan Ramming (NZZ)
Als Massimo Rizzo vor der Weihnachtspause als Interimstrainer in 11 Spielen 18 Punkte geholt und den FCZ stabilisiert hatte, hievte ihn Präsident Ancillo Canepa zum Cheftrainer und stattete ihn mit einem Vertrag bis im Juni 2022 aus. In den 22 Meisterschaftsspielen danach holte Rizzo nur noch 24 Punkte, geriet am Ende in Abstiegsgefahr und beendete die Saison im 8. Rang. Der FCZ war wieder dort, wo ihn Rizzo als Assistent von Ludovic Magnin übernommen hatte. Am Tabellenende.
Es ist deshalb keine Überraschung, dass Canepa nicht mit Rizzo in die neue Saison gehen will. Dem 46-Jährigen steht offen, als langjähriger Mitarbeiter mit verschiedensten Funktionen eine neue Aufgabe im Klub zu übernehmen. Als Cheftrainer fehlte ihm das Format, die Mannschaft weiterzuentwickeln, nachdem er im Herbst mit einfachem Defensivspiel dem verunsicherten Team hatte Ruhe und Sicherheit geben können. Auf den Ausfall des Abwehrchefs Lasse Sobiech fand Rizzo aber ebenso wenig eine Antwort wie auf die Herausforderung, den gealterten Rückkehrer Blerim Dzemaili ins Team einzubauen. Als unlängst in Basel der Innenverteidiger Nathan nach zwei Minuten vom Platz flog, zeigte Rizzo auch taktische Blössen. Spätestens nach jenem 0:4 im St.-Jakob-Park muss sich Canepa ernsthaft Gedanken gemacht haben über die nähere Zukunft.
Wie sie aussieht auf der Chef-Trainerposition, ist eine offene Frage. «Der FC Zürich wird nun mit der Suche nach einem Nachfolger beginnen», heisst es in der Mitteilung vom Mittwoch. Unwahrscheinlich ist, dass nach der gescheiterten Episode mit Rizzo der Nachfolger aus dem FCZ kommt, obwohl mit Artur Petrosyan ein bekannter Ex-Spieler die U 21 trainiert. Nachdem der ehemalige FCZ-Captain Marc Schneider in Belgien bei Waasland-Beveren unterschrieben hat, ist eine Reihe von interessanten Trainern auf dem Markt.
Giorgio Contini gehört dazu, sein Vertrag bei Lausanne wurde nach drei Jahren und trotz Rang 6 in der Liga nicht verlängert. Auch Bruno Berner steht bereit, der ehemalige GC-Spieler hat den Vertrag in Kriens nicht verlängert. Und auch mit René Weiler ist ein Schweizer ohne Klub, der im Ausland schon Titel gewonnen hat. Mit Bernard Challandes holte Canepa einst den U-21-Nationaltrainer zum FCZ, nun steht mit Mauro Lustrinelli ebenfalls ein Verbandstrainer zur Disposition.
Mit der Suche nach dem neuen FCZ-Trainer ist allerdings auch die übergeordnete Frage verbunden, mit welchem Konzept und mit welcher «Philosophie» der Klub in die Zukunft gehen will. In den letzten Jahren fehlte dem FCZ in dieser Hinsicht eine konsistente Ausrichtung. Einerseits will man ein Ausbildungsverein sein, andererseits ein Spitzenklub. Einerseits Titel gewinnen, andererseits jungen Spielern eine Plattform für gewinnbringende Auslandtransfers bieten.
Dieser Spagat hat nicht funktioniert. Wirklich einträgliche Spielerverkäufe blieben ebenso aus wie seit dem Sieg gegen Leverkusen 2018 die grossen Auftritte im Europacup. Nach dem Abstieg 2016 und dem gleichzeitigen Cup-Titel resultierten seit dem Wiederaufstieg 2017 in der Meisterschaft Platz 4 und der Cup-Sieg, dann folgten die Ränge 7, 7 und 8 – nicht die Bilanz eines Spitzenklubs.
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Köln mit einem Bein unten...
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FCZ-Analyse
Es ist Zeit, dass der FC Zürich aufhört zu träumen
Dass Massimo Rizzo gehen muss, ist der richtige Entscheid. Aber bevor der Club einen neuen Trainer ernennt, muss er festlegen, wofür er eigentlich stehen will.
MEINUNGFlorian Raz (TA)
Der FC Zürich befindet sich auf der Suche. Wieder einmal. Fünf Monate lang nur durfte Massimo Rizzo offizieller Cheftrainer sein. Jetzt muss er seinen Posten bereits wieder verlassen, obwohl er erst an Heiligabend einen Vertrag bis Juni 2022 unterschrieben hat.
Es ist trotzdem keine Überraschung, dass Rizzo das Vertrauen entzogen wird. Zu schwach waren die Auftritte und die Resultate unter seiner Führung im Jahr 2021. Zu ausweichend beantwortete Ancillo Canepa bereits nach dem 0:4 in Basel Fragen nach der Zukunft seines Trainers.
Der Trainer allein ist nicht das Problem
Natürlich wäre es ein grosser Fehler, die enttäuschende Saison des FCZ allein an Rizzo festzumachen. Der 47-Jährige hinterliess stets den Eindruck eines ernsthaften, aber glücklosen Arbeiters. Gleichzeitig wirkte er nie wie einer, der die Kraft hat, eine launische Mannschaft nachhaltig aufzurütteln.
Vermutlich hätte er die auch gar nie entwickeln können. Was daran liegt, wie dieser FC Zürich funktioniert. Beim FCZ kreist alles um Ancillo Canepa als Clubbesitzer, Geldgeber und Präsident, ohne den keine Entscheidungen getroffen werden.
Der FCZ setzt sich die Latte gerne sehr hoch. Und rennt dann mit Anlauf untendurch.
Auf Canepa kommt es also an, wenn es darum geht, den elften Trainer seiner knapp 15-jährigen Amtszeit zu finden. Nach dem gesicherten Ligaerhalt versprach der 68-Jährige eine «ruhige Analyse».
Will der FCZ wieder weiter oben mitspielen als in den letzten drei Jahren, dann muss diese Analyse den gesamten Club betreffen. Diesmal reicht es nicht, die arbeitslosen Trainer zu sondieren – und sich dann vielleicht doch wieder im eigenen Nachwuchs zu bedienen.
Nein, erst muss sich der FCZ schonungslos eingestehen, was er in den letzten Jahren war: ein Club, der sich jeweils die Latte gerne sehr hoch setzt – um dann mit Anlauf untendurch zu rennen.
Das liegt nicht nur an den Trainern, die in Zürich gearbeitet haben. Wobei Canepas Trefferquote in den letzten Jahren bemerkenswert tief war.
Sami Hyypiä war der vermutlich unqualifizierteste Coach, der je beim FCZ an der Seitenlinie stand. Rizzo, Ludovic Magnin und Rolf Fringer gehören alle zu den Trainern mit dem schlechtesten Punkteschnitt in der Clubgeschichte. Und Uli Forte wurde fortgejagt, obwohl das Team mit ihm im Cup-Halbfinal und auf Rang drei der Liga stand.
Als Canepa vor dem Saisonstart von dieser Zeitung gefragt wurde, ob der FCZ noch immer ein Spitzenclub sei, reagierte er mit Gegenfragen: «Wo waren Sie in den letzten 15 Jahren? Hatten Sie einen anderen Beruf?» Und natürlich hat er recht, wenn er auf die Strukturen seines Clubs verweist, auf seine historischen Erfolge und die Nachwuchsabteilung.
Aber jetzt ist es an der Zeit, aus den Träumen einer glorreichen Vergangenheit aufzuwachen. Fussball ist kein Geschäft, in dem sich der Erfolg aufbewahren lässt. Er muss ständig neu erarbeitet werden.
Der FCZ droht den Anschluss zu verpassen
Und derzeit droht der FCZ ganz objektiv den Anschluss zu verpassen. Der Stadtrivale GC mag zwar nach seinem Aufstieg noch keine Mannschaft und keinen Trainer haben. Aber er hat chinesische Geldgeber, die von Titeln reden.
In Lausanne deckt der Chemiegigant Ineos mal eben so eine Lücke von über neun Millionen Franken im Budget. Servette hat dank Rolex Stabilität gefunden. Luzern und St. Gallen haben zwar kein Geld – dafür entwickeln sie eine fussballerische Identität.
Natürlich kann der FCZ die Kraft entwickeln, sich diesen Kontrahenten entgegenzustellen. Aber dann muss er sich jetzt fragen, ob er ein klares Konzept hat. Und vor allem, ob er dieses auch konsequent umsetzt.
Fragen, die nur Ancillo Canepa beantworten kann
Für welchen Fussball soll der Club stehen? Decken sich die Vorgaben, die im Nachwuchs gelten, mit jenen, die in der ersten Mannschaft umgesetzt werden? Passen die Spieler in der ersten Mannschaft zum angestrebten Spielstil? Und dann erst: Welcher Cheftrainer kann das alles erfolgreich im Profiteam umsetzen?
Und nicht zuletzt: Erhalten alle Clubmitarbeiter auch die Kompetenzen, um ihre Aufgaben selbstständig zu erfüllen? Duldet Canepa nebst seiner Ehefrau Heliane weitere starke Menschen in seinem Verein? Ist er daran interessiert, herausgefordert zu werden, und bereit, auch einmal eine andere Meinung als die seine als gleichwertig zu anerkennen?
Das sind viele Fragen, die nur Ancillo Canepa beantworten kann. Mit seiner frühzeitigen Entscheidung gegen Rizzo hat er sich und dem Club zumindest ein kleines Zeitfenster gegeben, um daran zu arbeiten.
Kann Canepa mit jemandem arbeiten, der mit einem eigenen Machtanspruch in den Club kommt?
Anders als im letzten Sommer, als er die eigentlich unvermeidbare Trennung von Magnin nicht mit dem Saisonende vollzog. Und so den Stolperstein für eine Spielzeit legte, die im Abstiegskampf endete.
Namen potenzieller Rizzo-Nachfolger gibt es viele. Bei den meisten stellt sich die Frage: Können sie sich vorstellen, unter Canepa zu arbeiten? Oder umgekehrt: Kann der FCZ-Präsident mit jemandem arbeiten, der mit einem gewissen eigenen Machtanspruch in den Club kommt?
Mit René Weiler etwa, der in Belgien und Ägypten Meister geworden ist. Der aber auch den Ruf eines sehr eigenständigen Denkers hat – und seine Meinung gerne öffentlich kundtut. Oder mit Bruno Berner, der als FCZ-Nachwuchstrainer nicht nur begeistert gewesen sein soll ob der Einflussnahme des Präsidenten. Oder mit Mauro Lustrinelli, dem Trainer der Schweizer U-21.
Für wen auch immer sich der FCZ entscheidet: Ein weiterer Fehlgriff ist verboten. Sonst wird das Wort Spitzenclub durch einen unschönen Begriff ersetzt: Abstiegskandidat.