Alston soll in Davos SC werden? Ganz komische Vorstellung
https://www.nzz.ch/sport/national…-hcd-ld.1607356
Alston setzte sich gegen mehr als zwei Dutzend Bewerber und Kandidaten durch. Einer der Finalisten um den Job war dem Vernehmen nach Alex Chatelain, der 2020 degradierte Sportchef des SC Bern. Es gab auch Interessenten aus dem Dunstkreis der NHL – und aus Finnland. Der öffentlich ebenfalls gehandelte Félicien Du Bois, der langjährige HCD-Abwehrchef, der zum Saisonende zurücktreten wird, soll derweil als Mann für die Zukunft aufgebaut werden. Du Bois wird ein Studium in Sportmanagement absolvieren.
Schwierig zu beurteilender Leistungsausweis
Für ihn wäre die Anstellung wohl zu früh gekommen, auch deshalb hat das Rennen nun offenbar Alston gemacht; die Personalie könnte noch in dieser Woche offizialisiert werden. Alston, 51, war zuletzt neun Jahre lang Sportchef im Lausanne HC, ehe er nach dem Besitzerwechsel von 2020 zusammen mit dem Coach Ville Peltonen einem umfassenden Frühjahrsputz zum Opfer fiel. Sein Leistungsausweis ist schwierig zu beurteilen. Unter ihm schaffte Lausanne die Metamorphose von einer NLB-Equipe zu einem Titelkandidaten in der Beletage. Dabei half, dass der Klub teilweise sehr hohe Löhne bezahlen konnte. Im letzten von Alston zusammengestellten Team fand sich 2019/20 noch eine einzige lokale Stammkraft: Benjamin Antonietti.
Es ist eine Entwurzelung, die sich der HCD in seiner Positionierung als Ausbildungsklub nicht wird leisten können und wollen. Eine von Alstons Schwächen in Lausanne war die Aussendarstellung, die Kommunikation. In diesen Belangen wird er seinem Vorgänger, dem jovialen Raffainer, nicht das Wasser reichen können, aber vielleicht ist das auch nicht entscheidend. Es gibt andere Leute, die die Marke HCD nach aussen verkaufen können: neben dem CEO Gianola etwa der leidenschaftliche Trainer Christian Wohlwend.