Beiträge von Larry

    Vor allem Heimstark. Aber sicher Top 3.

    Nach Verlustpunkten klar auf Platz 2!

    Blick: Der Beste: Denis Malgin (Lausanne). Eine Augenweide. Kann jederzeit einen Gang höher schalten. Warum spielt er nicht in der NHL?

    Antwort: Weil er in Toronto am falschen Ort ist! In Detroit würde er vermutlich spielen!

    Zuerst ein Plauschliga Tor, dann nach dem Ausgleich sofort wieder hinten weil der Torschütze im Slot "vergessen" wurde. Nie aufgegeben und am Schluss doch noch klar gewonnen. Statistik sprach das ganze Spiel über für den Z, am Schluss 36:19 Schüsse aufs Tor. War einfach lange nicht wirklich gefährlich das Ganze. Check gegen Roe vermiest einem die Freude etwas!

    Super Bowl Tickets auf Ticketmaster nun bis zu $ 40,000.

    Geht schon billiger! Hab grad von den Bucs ein Mail bekommen, günstigste Tix sind 6000.- musst aber 2 nehmen. Einzelticket 9500.-!

    Wären normale Zeiten mit full house hätte ich mir eins geleistet, so aber mit 2/3 leerem Stadion macht es wenig Sinn. Schade!

    HC Davos – ZSC Lions (19 Uhr 45): «Oops! … I did it again », lautet der Titel eines einstigen Hitparaden-Knüllers von Britney Spears. Doch so zuckersüss, wie die US-Popsängerin ihren Refrain über den Äther verbreitet, ist die Sache im Falle der Zürcher nicht. Ihr «Oops!» am Sonntagnachmittag war eine Peinlichkeit, die auch den grössten Fans die Laune verdorben hätte, wären welche im Stadion gewesen.

    Der Titelanwärter aus Zürich verlor gegen die SCL Tigers, den zähen, sportlichen Zwerg aus dem Emmental – zum dritten Mal im Januar. «Got lost in the game», eine weitere Zeile aus Spears’ Song, fasst treffend zusammen, was die Zürcher boten. Die Schmach ist umso grösser, als die Niederlage auf eine hervorragende und eine spektakuläre Vorstellung folgte und so das 5:0 in Freiburg und das 7:6 in der Overtime in Zug relativierte.

    Nun fragt man sich: Was für ein Kabinettstückchen kommt als nächstes auf der Zürcher Suche nach Konstanz? In Davos wartet ein Gegner, der auch gerne spektakulär unterwegs ist – und hin und wieder ebenfalls ziemlich holprig. So verloren die Bündner im Januar gleich zweimal 6:7 in Freiburg, wobei sie einmal nach neun Minuten 4:0 geführt hatten. Die SCL Tigers fertigten sie einmal 9:2 ab, vier Tage später konnten sie über einen Sieg nach Verlängerung froh sein.

    Wie am Sonntag wird bei den Zürchern wieder der Finne Teemu Rautiainen spielen, der normalerweise im Farmteam GCK Lions engagiert ist. Er ersetzt Marcus Krüger. Der Schwede wird wegen einer Oberkörper-Verletzung etwa drei Wochen fehlen. Ob sein Landsmann Fredrik Pettersson wird spielen können, ist fraglich. Auch er fehlte zuletzt verletzungshalber. Doch im Grunde sind solche Fragen der Aufstellung nebensächlich. Denn egal, wie der Gegner heisst: Wenn die ZSC Lions so lauwarm aufspielen wie zuletzt, werden sie wieder untergehen. Gegen Davos immerhin haben sie sich mit zwei Siegen aus zwei Spielen bisher schadlos gehalten. (pic.)

    Pius Suter glänzt auch in der NHL – er ist clever wie eh und je

    Als ob es die einfachste Sache der Welt wäre, zieht der Zürcher als Neuling in der besten Eishockeyliga der Welt alle Register. Dass er dies ausgerechnet in Chicago tut, unterstreicht, wie intelligent er auch ausserhalb des Eisfelds entscheidet.

    Ulrich Pickel (NZZ)

    In der Schweizer Eishockeyliga gibt es unzählige Spieler, ehemalige wie gegenwärtige, denen es nie gelungen ist, einmal einen Hattrick zu erzielen. Dasselbe gilt für die National Hockey League. Und dann gibt es Spieler wie Pius Suter, den NHL-Neuling der Chicago Blackhawks. Am 13. Januar begann die Saison, der 24-Jährige aus Wallisellen brauchte fünf Spiele Anlaufzeit, im sechsten schlug er zu. Und wie. Was Suter im heimischen United Center gegen die Detroit Red Wings schaffte, hat auch in der an Rekorden reichen NHL Seltenheitswert: Bevor Suter kam, hiess Chicagos letzter Spieler, der seine ersten drei NHL-Goals im gleichen Spiel schoss, Bill Kendall. Das war am 17. Dezember 1933.

    Baustelle Blackhawks

    «Es war ein bisschen wie bei einem Casting», sagte Suter hinterher schmunzelnd. Er zauberte gleich das ganze, für ihn typische Repertoire aufs Eis: Seine Tore Nummer eins bis drei waren ein blitzschneller Abstauber, ein geschickter Ablenker und ein millimetergenauer Abschluss. Und in der Nacht auf Montag folgte der vierte Streich. Beim Sieg gegen die Columbus Blue Jackets mit dem früheren Lugano-Goalie Elvis Merzlikins trumpfte Suter kaltschnäuzig auf. Er erwischte Merzlikins aus spitzem Winkel von der Ecke aus, indem er ihm an den Beinschoner schoss, worauf die Scheibe vom Goalie selber ins Tor abgelenkt wurde.

    Nur drei Wochen nach Saisonbeginn weiss man auch in Chicago, was in Pius Suter steckt. Er hat sich die richtige Adresse ausgesucht, um den NHL-Traum wahr zu machen. Der Klub setzt stark auf europäische Spieler. Das zahlt sich immer wieder aus, wie das Beispiel von Dominik Kubalik zeigt. Ein Jahr vor Suter war auch der Tscheche Topskorer in der Schweiz (Ambri), ehe er nach Übersee zog. Kubalik kam letzte Saison auf 30 Tore, der Vertrag wurde um zwei Jahre verlängert, was ihm 7,4 Millionen Dollar einbringt. Chicagos Trainer ist der erst 36-jährige Jeremy Colliton. Er kennt das europäische Eishockey, fast fünf Jahre verbrachte er als Spieler und Trainer in Schweden. Colliton ist ein Paradebeispiel der neuen, weltoffenen Trainergeneration: ein hervorragender Kommunikator, der die Sprache der Spieler versteht. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Diverse Teams hatten im letzten Sommer Interesse an Suter, er entschied sich für Chicago, «weil ich das beste Gefühl hatte», wie er sagt. Der Entscheid spricht für Cleverness. Die Blackhawks sind eine Baustelle. 2010, 2013 und 2015 gewannen sie den Stanley-Cup, doch seither sind die guten Zeiten vorbei. In der Mannschaft soll mit jungen Spielern ein Umbruch vollzogen werden. Die Erwartungen sind niedrig, Chicago ist derzeit eines der schlechtesten Teams der Liga. Der Generationenwechsel wird Zeit brauchen – eine Situation, die Suter alle Chancen bietet.

    Crawfords zentrale Rolle

    Hinzu kommen Umstände, die dem Team zusätzlich schaden, Suters Position aber begünstigen. Jonathan Toews, der langjährige Captain und grosse Leader, fällt wegen einer nicht näher bekannten Krankheit für unbestimmte Zeit aus. Niemand rechnet damit, dass er diese Saison spielen wird. Der junge Kanadier Kirby Dach wird die Saison nach einem Handgelenkbruch an der U-20-WM ebenfalls verpassen. Beide wären in der Aufstellung gesetzt gewesen. Beide sind Center. Das ist auch Suters bevorzugte Position. Und sollte er als polyvalenter Angreifer im Laufe des Jahres an den Flügel ausweichen müssen, wäre das halb so schlimm, denn es gibt weitere namhafte Absenzen wie den 22-jährigen Schweden Alex Nylander. Nach einer Meniskusoperation wird auch er die Saison verpassen.

    Last, but not least ist da auch noch Marc Crawford. Sein Wort hat in Chicago Gewicht. Der 59-Jährige war ZSC-Trainer in Suters erster Saison bei den Lions. Jetzt ist er Collitons Assistent, aufgrund seiner immensen Erfahrung und des Erfolgsausweises aber eher so etwas wie der Elder Statesman an der Bande als Gehilfe des Chefs. Von allen Spielertypen mag er kreative, intelligente Angreifer am meisten. Diese Qualitäten hat er in Suter immer gesehen, und so gab er dem damals 19-jährigen, schmächtigen Jüngling sofort eine Hauptrolle. «Er hat keine Angst und macht unsere Mannschaft unberechenbarer», sagte Crawford schon vor fünf Jahren.

    Auch nach seiner Rückkehr in die NHL 2016 verlor er Suter nie aus den Augen. Dass die beiden wieder vereint sind, hat für Suter handfeste Vorteile. Die Umstände allein waren schwierig genug. Ganze zehn Tage hatte die Saisonvorbereitung gedauert, ehe das erste Spiel begann. Da half es, dass Suter ein Teil der Übungen im Training schon vertraut war, er kannte sie aus der Zeit mit Crawford bei den Lions. Problemlos schaffte er nach dem Vorbereitungs-Camp den Sprung ins Kader und spielt regelmässig. «Er ist zweifellos zur richtigen Zeit am richtigen Ort», glaubt Edgar Salis, der ehemalige Sportchef der Zürcher, der Suter und Crawford bestens kennt.

    Doch so günstig die Voraussetzungen in Chicago auch sein mögen: In der besten Liga der Welt muss man die Chancen resolut wahrnehmen. Suter hat bewiesen, dass er dazu bereit ist. Seine Motivation, sich in der NHL durchzusetzen, geht weit zurück. Der Zürcher kennt die nordamerikanischen Verhältnisse, seit er als Junior zwei Jahre in Kanada verbracht hatte, bevor er zu den ZSC Lions und zu seinem Förderer Crawford stiess. Er spielte bei Guelph Storm und wohnte in einer Gastfamilie. Im zweiten Jahr gewann das Team die prestigeträchtige Meisterschaft. Suter war eine Schlüsselfigur.

    Er wird nicht lockerlassen

    Aber im NHL-Draft seines Jahrgangs wurde er übergangen. Nicht die Fähigkeiten, sondern ein paar Kilos und Zentimeter fehlten, hiess es damals – für Suter eine unverständliche Beleidigung. Einige seiner ehemaligen Mannschaftskollegen, die etwas grösser und schwerer, aber nicht besser waren, haben sich seither in der NHL etabliert. Der Vergleich mit diesen Spielern hat ihn nie losgelassen, es ihnen einmal gleichzutun, war immer sein Antrieb. Pius Suter musste lange warten. Nun ist der Anfang gemacht. Für ein Jahr und 925 000 Dollar hat er unterschrieben. Er wird nicht lockerlassen, bis auch er dort ist, wo Kubalik und die anderen heute sind

    Die jetzt kommunizierte Regelung für 22/23 ist für persönlich irgendwie akzeptabel. Ausser dass man als Team so viele Ausländer einsetzen kann

    pro Saison wie man will. Wobei, rein egoistisch gesehen könnte es mich ja auch freuen, vielleicht den einen oder anderen NHL Spieler in den ZSC

    Farben zu sehen, welchen man für die PO's noch engagieren kann

    Die Qualität der Spiele wird steigen, den Fan wirds freuen! Es wird weiter Schweizer im Team haben. Für mich ist wichtig solche Leute wie Geering im Team zu haben der wie ich aus Schwamendingen kommt. Ob im 4. Block der Heiri Rüdisüli oder der Mike Smith spielt ist unerheblich. Die besten Schweizer (Suter, Malgin, Siegenthaler) laufen uns auch davon, da jammert auch keiner!

    Langsam könnte man aber meiner Meinung nach auch mit dem ganzen Zauber einen Gang runterschalten und ich staune immer mehr, wie ewig es gedauert hat, bis ich verstehe, dass snowcat seit nun bald einem Jahr gar nicht so daneben liegt, wie ich teilweise vermutet hatte ;)

    Aber ich glaube, dass man unnötig viel Schiss hat und riskiert, ganze Generationen nachhaltig und langfristig zu Schaden kommen zu lassen.

    Aha! Es dämmert langsam! Finde es geil wie meine Schweizer (und vor allem Deutschen!) Kollegen entsetzt sind das hier in Florida alles offen ist! Ich kann ins Restaurant, an Sportveranstaltungen, Autotreffen, etc. pp. Die "Fallzahlen" (Unwort des Jahres) sind moderat (so lange ich sie nicht auf die Grösse der Schweiz hochrechne...), die Spitäler nicht überfüllt, es werden keine Massengräber ausgehoben. Und dies im Altersheim der USA! In unserem Club (ca. 1600 Member) seit März (!) 19 Member positiv plus 5 Angestellte. Keiner im Spital, keiner Tod. Einige sind schon geimpft (Impfung ab 65 hier!), die meisten sind vorsichtig und bleiben im Club. Wir gehen in Restaurants wo man draussen Essen kann, ich geh an NHL/ECHL Spiele mit Maskenpflicht und 20% Kapazität, absolut kein Problem! Bin froh bin ich nicht in der Schweiz!

    Ich sehe es eigentlich wie Roost. Bei den Junioren wird praktisch nichts passieren wie er auch meint. Was ich nicht so sehe ist die Swiss League die angeblich profitieren wird. Also den SCB Fan der nun Olten gucken geht den gibt es nicht! Oder nur einmal! Wie er am Schluss sagt: Die Schweizer Hockey Szene zerfleischt sich selber, man fragt sich warum und kann nur machtlos zusehen.

    Ein grosses Knall bei den Rangers.

    Keine schöne Geschichte. Was meinst Du sonst zur Rangers Saison bis jetzt?

    Die Panthers mit dem besten Start der Clubgeschichte auf Platz 1 in der Central, nur einen Punkt abgegeben bis jetzt! Die Abgänge von Hoffman und Dadonov wurden kompensiert und hinten stehen wir besser als je in den letzten Jahren. Huberdeau spielt im Moment nicht mit Barkov zusammen, den Platz hat Duclair eingenommen. Aber so lange es so gut läuft muss man auch nichts ändern! Go Cats!:geil:

    PS: Pius mit seinem 4. Goal, Kurashev mit dem 3.! Im Goal bei den BJ stand Elvis.

    Rossi fällt länger aus:

    https://mobil.krone.at/2331278

    Die “Vorarlberger Nachrichten” hatten am Freitag berichtet, der 19-Jährige, der sich im Herbst mit dem Coronavirus infiziert hatte, werde voraussichtlich erst im März zum Club zurückkehren.

    Bisher hatte Minnesota als Grund für den längeren Ausfall des Stürmers eine nicht näher bezeichnete Oberkörperverletzung angegeben. Ob diese Verletzung ausgestanden ist oder Rossi zusätzlich zu den Covid-Nachwirkungen weiter behindert, ist nicht bekannt. “Die gesundheitlichen Probleme sind unter Kontrolle”, gab sein Vater Michael zuletzt gegenüber den VN an, ohne auf medizinische Details einzugehen.

    "Die Gesetze erlauben es nicht, die Anzahl Ausländer aus europäischen Ländern zu begrenzen (Personenfreizügigkeit). Im Eishockey wird es – anders als in den anderen Mannschaftsportarten – doch gemacht. Das Prinzip ist ein sog. Gentlemans-Agreement."

    Das ganze ist uralt und längst bekannt! Jeder Club könnte zu jeder Zeit 20 EU Ausländer auflaufen lassen und niemand könnte etwas dagegen machen! Dagegen sind 7 Ausländer geradezu vernünftig!

    Mit Blerim zwei Siege gegen Basel und St. Gallen, ohne Blerim Niederlage gegen Vaduz. Kaum (wieder) hier schon (wieder) unersetzlich! Kann man nur hoffen das er sich nicht verletzt! Kann so weiter gehen!:applaus:

    larry, das ist aber ein totschlag argument...so kann man jeden entscheid begründen...

    Ich muss nichts begründen! Ich führe nichts ein und kann nichts verhindern! Was soll ich mich gross aufregen? Ich lasse es auf mich zu kommen, alles andere bringt eh nichts.

    Die Journalisten werden sich weiter die Finger wund schreiben. Schaun mer mal wie es am Schluss raus kommt. Die Erde wird sich weiter drehen, oder wie Stepi sagen würde: Lebbe geht weider!

    Mein Senf:

    7 Ausländer: Habe kein Problem damit da die Hockeyschweizer verrechnet werden. Es hat nun mal zu wenig gute Schweizer!

    Geschlossene Liga: Eigentlich Scheisse aber das Problem hat sich längst von selber gelöst: Es will ja kaum einer rauf, Ausnahme Kloten!

    Leider wurde die Durchlässigkeit wie wir sie im Fussball haben längst praktisch verhindert.

    Financial Fairplay: Bin als ZSC Fan kein Freund davon. Die Liga ist ausgeglichen genug, es braucht keinen Meister aus Ambri, Langnau oder Rappi.

    Verband/Nati: Dem wird in Zukunft die Kohle massiv fehlen. Vollamtlicher Naticoach, schon heute ein Witz, wird es wohl nicht mehr geben, braucht es auch nicht. Talentierte Junioren werden halt noch mehr den Weg gehen wie Timo Meier, Niederreiter, etc. und im Juniorenalter nach NA wechseln. Der Erfolg der Nati steht und fällt mit der Anzahl NHL Spieler. Wir sind beim Nachwuchs längst in einer Stagnation, den Anschluss nach vorne an die grossen Nationen schaffen wir nicht. Es wird sich also nicht viel ändern! Sturm im Wasserglas!

    Die zwölf National-League-Klubs haben sich am Freitag mit einer Dreiviertelmehrheit für den ersten zentralen Punkt des Reformpakets ausgesprochen. Doch die Erhöhung der Ausländerzahl auf die Saison 22/23 tritt nur dann in Kraft, wenn auch die Lohnobergrenze eingeführt wird.:shock:Aha!

    Sieben statt vier Ausländer: Das Schweizer Eishockey öffnet Grenzen

    Die zwölf National-League-Klubs haben sich am Freitag mit einer Dreiviertelmehrheit für den ersten zentralen Punkt des Reformpakets ausgesprochen. Doch die Erhöhung der Ausländerzahl auf die Saison 22/23 tritt nur dann in Kraft, wenn auch die Lohnobergrenze eingeführt wird.

    Daniel Germann (NZZ)

    Am Freitag haben sich die Aktionäre der neu gegründeten National League AG auf einen der zentralen Punkte im umfassenden Reformpaket geeinigt: Ab der Saison 22/23 werden pro Team neu sieben statt bisher vier Ausländer spielberechtigt sein. Dafür wird der Sonderstatus der sogenannten Lizenz-Schweizer angepasst. Jene Spieler, die keinen Schweizer Pass besitzen, die erste Lizenz aber in der Schweiz gelöst haben, fallen mit dem Erreichen des 22. Altersjahrs ebenfalls unter das Ausländerkontingent. Der Vorschlag erreichte die nötige Dreiviertelmehrheit problemlos.

    Die angepasste Ausländerregel tritt allerdings nur dann in Kraft, wenn auch der Rest des Massnahmenpakets eine Mehrheit findet. Spätestens Ende März soll darüber abgestimmt werden. Zu den wichtigsten Elementen gehört neben der Frage der Durchlässigkeit der Liga auch das sogenannte Financial Fairplay, eine verbindliche Lohnobergrenze. Wer diese überschreitet, soll eine Busse zuhanden der anderen Klubs bezahlen.

    Diffuse Rolle der ZSC Lions

    Ursprünglich hatte im Raum gestanden, den Regeln der Personenfreizügigkeit zu folgen und die Ausländerbeschränkung ganz aufzuheben. Das war politisch allerdings nicht mehrheitsfähig. Der nun getroffene Kompromiss ist nicht ohne Gefahr: Bei nur drei zusätzlichen Ausländern dürfte die Verlockung für die finanziell starken Klubs wie die ZSC Lions, den Lausanne HC oder den EV Zug gross sein, die Plätze mit Topspielern mit entsprechend hohem Lohn zu füllen. Das eigentliche Ziel, Druck auf die Löhne der Schweizer Spieler zu machen, droht dabei bereits mit dem Beschluss der neuen Regeln verwässert zu werden.

    Marc Lüthi, der CEO des SC Bern und einer der treibenden Kräfte hinter dem Reformpaket, sagt: «Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir auch das Financial Fairplay beschliessen. Ohne dieses macht die Reform keinen Sinn.» Er sagt, momentan deute immer noch alles darauf hin, dass auch dieser zweite, zentrale Punkt des Massnahmenpakets eine Mehrheit finden werde.

    Zuletzt hatten vor allem die Spieler noch einmal versucht, Stimmung gegen die Erhöhung der Ausländerzahl zu machen. Die Spielervereinigung veröffentlichte am Donnerstag eine Umfrage unter 300 Spielern. 94 Prozent von ihnen sprachen sich gegen die Erhöhung der Ausländerzahl aus. Sukkurs erhielten sie von den NHL-Spielern Roman Josi und Gaëtan Haas, die sich in Videobotschaften gegen das Anliegen wandten.

    Das Resultat der Spielerbefragung war jedoch keine Überraschung. Mehr Ausländer bedeutet härtere Konkurrenz. Kaum geholfen hat den Gegnern, dass ausgerechnet die ZSC Lions mitten in der politischen Meinungsbildung und trotz breitem Kader sowie guter Tabellensituation mit Ryan Lasch einen fünften Ausländer verpflichtet haben, um die Verletzung von Chris Baltisberger und den Abgang von Pius Suter zu den Chicago Blackhawks zu kompensieren.

    Der Verband protestiert

    Der Zürcher CEO Peter Zahner ist der vehementeste Kritiker des Reformpakets. Er zieht im Frühjahr als Vertreter der Liga in den Verwaltungsrat von Swiss Ice Hockey ein. Von dort folgte am Freitagabend die erste Replik zur neuen Ausländerregelung. In einer Medienmitteilung schrieb der Verband: «Swiss Ice Hockey distanziert sich vom Entscheid der National League AG. Als Dachverband des Schweizer Eishockeys sprechen wir uns weiterhin klar gegen eine Erhöhung des Ausländerkontingents aus, weil wir durch diese Massnahme negative Konsequenzen für das gesamte Schweizer Eishockey, den Nachwuchs und unsere Schweizer Spieler befürchten.»

    Darüber hinaus bekundete der Verband sein Unverständnis dafür, nicht in entsprechende Diskussion involviert gewesen zu sein und keine Detailkenntnisse zum gefällten Entschluss zu haben. Es ist die nächste Eskalationsstufe im schwelenden Konflikt um die künftige Leaderrolle im Schweizer Eishockey. Die Liga hat sich im Sommer vom Verband emanzipiert und sich als Aktiengesellschaft neu organisiert. Die Festlegung der Anzahl Ausländer lag aber schon vorher in der Autonomie der Liga und ihrer Klubs. Der Kampf um die Macht im Schweizer Eishockey hat eben erst begonnen.