Spezielle Zeiten, spezielle Meister. Glaubt jemand die Liverpool Fans hätten lieber nochmals 30 Jahre gewartet? Sicher nicht! Klar ist es nicht dasselbe wie sonst, aber die Fans freuen sich trotzdem über die Titel, in welchem Land und in welchem Sport auch immer. Später wird einfach in den Analen stehen 2021 EV Zug. Nicht 2021* EV Zug (*Corona).
Beiträge von Larry
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Die Prognosen vor der Rückrunde: Dzemaili reisst den FCZ mit, Sforza muss gehen
Guter Start für Blerim! Weiter so!


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Reformen in der National League
Das wahre Problem hinter der Ausländer-Diskussion im Eishockey
Die Clubs wollen noch mehr Importspieler, mit einer grösseren Auswahl von jungen Schweizern wäre dies gar kein Thema. Doch warum rücken in der National League so wenige Junioren nach?
Kristian Kapp (TA)
Die Schweizer Spieler wurden in den letzten Jahren immer teurer, die Clubs sehen eine Erhöhung der Anzahl Ausländer als letzte Möglichkeit, die Löhne zu senken. Von vier auf zehn pro Team und Partie soll die Zahl erhöht werden, um vor allem die Preise der Dritt- und Viertlinienspieler zu drücken.
Über das wahre Problem der teuren Mittelklasse-Spieler wird aber kaum diskutiert: Es rücken zu wenige junge Schweizer nach. Bei einer grösseren Auswahl gäbe es die Ausländer-Diskussion gar nicht. Das zeigt zum Beispiel ein Blick nach Schweden, wo es keine Beschränkung gibt, die SHL aber dennoch nicht von Ausländern überflutet wird. Im Schnitt gut sechs Nicht-Schweden pro Team kommen aktuell zum Einsatz. Zudem spielen deutlich mehr junge Schweden in ihrer Liga. Auf das Niveau hat das seit Jahren keinen negativen Einfluss, in der Champions League sind Schwedens Clubs die klar erfolgreichsten.
Entsprechend ist der Unterschied Schweden - Schweiz bei der Anzahl Spieler, die in der NHL gedraftet werden. 140:10 zugunsten Schwedens lautet die Bilanz der letzten fünf Jahre, 17:1, was Runde 1 angeht. All das hat Auswirkungen auf die U-20-Nationalmannschaft: An der letzten WM schnitt die Schweiz so schlecht ab wie noch nie seit 2009. Der Vergleich mit Schweden sei unfair, hört man hier oft. Schliesslich hätten die Skandinavier (50’000) deutlich mehr Nachwuchsspieler als die Schweiz (knapp 20’000) – ein Verhältnis, das aber nicht im Einklang mit jenem der Einwohnerzahlen (10,2 Mio. und 8,5 Mio.) steht.
Alles begann vor gut zehn Jahren
«Als ich erstmals bei den Erwachsenen spielen durfte, fehlte es mir im einzeltaktischen Bereich an allen Ecken und Enden», sagt Andreas Küng. Der frühere NLB-Spieler und Teil des Schweizer U-18-WM-Silberteams 2001 ist heute Trainer des Erstligisten Frauenfeld, vor allem aber auch Nachwuchschef des Clubs und kennt die Situation der Kinder bis hinunter in die U-9. Er sieht heute die immer noch gleichen Probleme: «Viele Trainer erwarten bei den Profis fertige Spieler. Doch nicht mal Topskorer von U-20-Teams schlagen sofort ein, selbst in der Swiss League nicht.»
Der direkte Sprung von den U-20 in die National League erscheint mittlerweile fast unmöglich. Stammspieler im Juniorenalter gibt es in der höchsten Liga derzeit nur drei. Das war nicht immer so. Alles begann rund um das Jahr 2010, als die ersten Schweizer via kanadische Juniorenliga CHL in die NHL kamen: Nino Niederreiter, Luca Sbisa, Sven Bärtschi und Co. Immer mehr eiferten ihnen nach.
Die CHL, zu dessen Business-Model das Zuliefern von Spielern in die NHL gehört, ködert europäische Junioren entsprechend: Die Aufmerksamkeit der Scouts ist grösser, der Weg in die NHL kürzer. Viele verfallen diesen Argumenten, selbst wenn sie nicht wirklich NHL-Talent besitzen. Dies gilt nicht nur für Schweizer. Einzig die Schweden verschmähen die CHL, sie setzen auf die Ausbildung im eigenen Land. Weil diese die wohl beste in Europa ist. Und weil ihr Verband Druck machte und schon 2013 für die U-18-WM kaum noch in der CHL engagierte Schweden aufbot.
Noch einschneidender war die Neuerung in der Swiss League 2016/17. Nach Jahren mit nur zehn oder neun Teams wurde die zweithöchste Liga mit Farmteams aufgestockt: Mit der Academy in Zug und den Rockets aus Biasca, die mit drei NL-Teams (Ambri, Davos, Lugano) eine Zusammenarbeit eingingen. Zusammen mit den ZSC Lions und dem EHC Kloten, der mit Winterthur kooperierte, gab es sechs NL-Teams, die ihre besten Junioren (auch) in der Swiss League einsetzten.
Und wenn das alleine die U-20-Meisterschaft nicht genug verwässert hätte, kam auch noch die Neustrukturierung der dritthöchsten Stufe: Aus den drei regionalen 1. Ligen wurde 2017 die nationale Mysports League, in der ebenfalls auch gute U-20-Spieler eingesetzt wurden. So sank das Niveau der Juniorenmeisterschaft.
Die besten Junioren spielen nicht mehr gegeneinander, viele gehen zudem nicht nur wegen des NHL-Traums in die CHL, sondern auch, weil ihnen zweierlei fehlt: die Herausforderung in der U-20 sowie die Perspektive, in der NL Chancen zu erhalten.
Eine Frage des Schulsystems
Warum kennen die Schweden diese Probleme kaum? Und warum sind ihre Junioren, die in der SHL eingesetzt werden, im Vergleich zu den Schweizer Altersgenossen nicht nur einzeltaktisch besser ausgebildet, sondern auch physisch? Von den Unterschieden in den technischen Bereichen ganz zu schweigen.
Anders Olsson, Assistenzcoach in Biel, war neun Jahre Juniorentrainer in Jönköping und General Manager der Nachwuchsabteilung des SHL-Vereins HV71. Die Unterschiede erstaunen ihn nicht, Schwedens Schulsystem und die Hockey-Akademien, die Gymnasien, mit denen jeder SHL-Club zusammenarbeitet, sieht er als Hauptgrund: «Für unsere Spieler gab es am Morgen als Teil des normalen Unterrichts eine Stunde das Schulfach Eishockey mit individuellem Skill-Training. Vor und nach dem Teamtraining am Nachmittag kamen zusätzliche Individual-Trainings dazu», erzählt Olsson und sagt: «Da kommen in all den Jahren unzählige Stunden mit wichtigen Repetitionen von Bewegungsabläufen zusammen.»
Ein auf den Sport abgestimmtes Schulsystem hilft nicht nur bei der technischen Ausbildung. Nicht nur häufigere, sondern bessere Trainingszeiten, am Nachmittag statt am Abend, sowie der Fokus auf Ernährung und Erholung beeinflussen die Entwicklung der jungen Körper. Ein Thema, mit dem man auch bei Küng offene Türen einrennt. «In der Schweiz ist es nicht unüblich, dass die Kinder wegen späten Trainings erst um 22.30 Uhr zu Hause sind, teilweise noch Hausaufgaben erledigen und am nächsten Morgen um 6 Uhr wieder aufstehen. Sie sind permanent im Stress.» Auch bei der U-18-Auswahl stellten die Nationaltrainer schon fest, wie ausgelaugt die Spieler im April seien im Vergleich zum Dezember.
Die grössere Konkurrenz unter Schwedens Nachwuchs sorgt für Antrieb. Für ihre Clubs ist es zudem ein Anreiz, Junioren für die NHL auszubilden. In Grossclubs wie Frölunda sind die Zahlungen der NHL von 250’000 US-Dollar pro verpflichteten Junioren fix budgetiert. Die Schweiz war bis 2020 das einzige «Hockeyland», das kein solches NHL-Abkommen hatte. Die rund 200 besten Schweden spielen im Ausland, es werden ständig Plätze für Junioren frei. Dennoch gibt es keine Gratisplätze. «Wir hatten eine Regel bei HV71», erzählt Olsson. «Junioren durften nur dann in der 1. Mannschaft eingesetzt werden, wenn ihre physischen Werte mindestens dem Durchschnitt der Profis entsprach.»
Einer, der alle Optiken kennt
Schweden krempelte vor 17 Jahren seine Ausbildungsstrategie nach schlechten Jahren an U-20-WM komplett um. Im Fokus stand die Rekrutierung. Die Clubs investierten Geld, um so viele Haushalte wie möglich anzuschreiben, auch in den Sprachen diverser Migranten, um die Kinder zu Schnuppertrainings mit gesponserten Ausrüstungen zu animieren. Massiv verbessert wurde auch die Ausbildung der Trainer auf allen Stufen. Entstanden dabei ist das Standardwerk «Eishockey-ABC», woran sich landesweit alle Nachwuchstrainer bei der Ausbildung der Kinder halten müssen.
«Diese Trainerausbildung ist die beste der Welt», sagt Dan Tangnes. Zugs Cheftrainer hat ebenfalls mitdiskutiert, als er seine Coachingkarriere in Schwedens Nachwuchs-Hockey begann und miterlebte, wie in der Neustrukturierung auf Zusammenarbeit unter den Clubs und ihren Juniorentrainern gesetzt wurde. Als 15-jähriger Junior war der Norweger nach Schweden gekommen, er kennt alle Optiken dieser Diskussion.
Er stellt generelle kulturelle Unterschiede fest: «In Schweden lehren sie die Junioren, Problemsituationen auf dem Eis selber zu erkennen und kreativ Lösungen zu finden. Es wird Eishockey-Verständnis beigebracht. In der Schweiz wird im Nachwuchs oft gecoacht, um zu gewinnen.» Die Besten kommen mit all ihren einzeltaktischen Mängeln durch die Nachwuchsstufen, weil sie für ihre Coachs Siege holen. Tangnes geht noch einen Schritt weiter: «Diese Mängel sind auch noch bei den Profis vorhanden, oft selbst bei den besten Spielern der Liga.»
Fehler tolerieren
Küng widerspricht nicht: «Wir bilden immer weniger ‹Künstler› aus, da diese in ihrer Kreativität unterdrückt werden, wenn Gewinnen Priorität hat und Fehler verboten sind.» Olsson formuliert es so: «Du musst als Coach Fehler tolerieren, auch wenn es dich Siege kostet. An was erinnern wir uns eher bei Nino Niederreiter? An irgendwelche Titel bei den Junioren? Oder dass er in Chur und Davos ausgebildet wurde?»
Die Schweiz droht den Anschluss an die grossen Nationen zu verlieren. «Wir müssen bei Änderungen aber nicht über die aktuelle U-20 reden», sagt Küng, «sondern über die U-9 und U-11. Dort müssen die Fundamente gelegt werden.» Schwedens System, da sind sich alle einig, kann nicht kopiert werden. Man könne aber über Punkte, die auch hier umsetzbar wären, diskutieren. Die Rekrutierung, die Trainerausbildung, der Austausch unter den Clubs.
Und Küng plädiert für Geduld der NL-Trainer: «Spieler sollten bis 23 aktiv ausgebildet werden. Und es braucht mehr Trainer auch auf höchster Stufe mit ausbildungstechnischen Skills sowie Clubs mit entsprechenden Strategien.» Ob all dem nachgekommen wird? Diskutiert wird ja vor allem über die Aufstockung der Anzahl Ausländer.
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Eishockey-Leader ist entrückt
Ist das bereits der Titel für den EV Zug?
Die Zuger feierten gegen den ZSC den 7. Sieg in Serie, sind in der Regular Season kaum mehr einzuholen. Und die Zeit für ein Playoff wird zusehends knapper.
Simon Graf (TA)
Den EV Zug zu schlagen, das ist für die ZSC Lions in dieser Saison bisher eine Mission Impossible. Immerhin waren sie im dritten Versuch erstmals nahe dran, verloren sie erst mit 1:2 im Penaltyschiessen. «Die Zuger sind schnell, unberechenbar, schwierig zu fassen», beschrieb ZSC-Verteidiger Christian Marti am Freitag spät die Qualitäten des souveränen Leaders. «Und die Selbstverständlichkeit, die die Zuger haben, fehlt uns momentan.»
In der Tat. Derweil sich bei den Zürchern seit inzwischen neun Spielen Niederlage und Sieg abwechseln, gewann der EV Zug zum siebten Mal in Serie – und punktete zum 20. Mal nacheinander. Die letzte EVZ-Niederlage nach 60 Minuten datiert vom 13. November, ein 0:4 in Genf. Noch dreimal punkten, und die Zuger haben die Rekordserie des HC Lugano aus der Saison 1987/88 egalisiert. Damals sprach man vom Grande Lugano, in jenem Winter war es unterwegs zum dritten Titel in Serie. Und Coach John Slettvoll hatte den Übernamen Magier.
Bei allem Respekt, beim EVZ von Magie zu sprechen, so weit möchte Marti nicht gehen. Die Kovar-Linie sei immer gut für Torgefahr, und natürlich sei Leonardo Genoni ein starker Goalie. Aber man könne es auf folgenden Nenner bringen: «Zug hat eine solide Mannschaft, wie wir auch. Und auch wenn es jetzt blöd klingen mag: Ich glaube, wir haben eine Truppe, die im Playoff dann schon nochmals zulegen kann.»
Das Problem ist nur: Ob in dieser Saison in der Schweiz überhaupt Playoff gespielt wird, ist fraglich. Derweil sich Lausanne glänzend erholt zeigte von den Coronainfektionen im Team mit der britischen Mutation, Ambri gleich 6:0 vom Eis fegte, verzögert sich der Wiedereinstieg des SC Bern weiter. Inzwischen wurde auch das Sonntagsspiel gegen den EV Zug verschoben und hat man sich in der Liga darauf geeinigt, die Regular Season, die am 22. März hätte zu Ende gehen sollen, um zwei Wochen zu verlängern.
Terminnot wegen der WM
Realistischerweise wird auch das nicht reichen, um alle 52 Runden zu absolvieren. Die Berner haben noch 33 Partien zu bestreiten. Vor Mitte April dürfte die Qualifikation kaum fertiggespielt sein, und fünf Wochen später würde bereits die A-WM (ab dem 21. Mai) anstehen. «Es gilt zu verhindern, dass wir während der WM noch Playoff spielen», sagt ZSC-CEO Peter Zahner. Er sorgt sich nicht nur ums Nationalteam, sondern auch um den Stellenwert eines solchen Playoffs zur Unzeit.
Bei den National-League-Clubs wäre man wohl kaum betrübt, würde die WM abgesagt. Doch beim Internationalen Eishockeyverband ist man fest entschlossen, sie irgendwie über die Bühne zu bringen. Ob die Liga noch Zeit findet, ein Playoff abzuhalten, ist also offen. Von drei Serien über «Best of 7» bis zu drei Serien über «Best of 3» ist alles denkbar. Nur eines haben die Clubs ausgeschlossen: Eine Verkürzung der Qualifikation, um einen früheren Playoff-Start zu ermöglichen. Auch aus monetären Gründen, erhalten sie doch für jedes Geisterspiel A-fonds-perdu-Beiträge.
Die verpasste ZSC-Chance
«Ich hoffe schwer, dass wir Playoff spielen werden», sagt ZSC-Verteidiger Marti. «Sonst wäre es schon sehr schräg, so wie letzte Saison, als dann irgendwann einfach fertig war.» Mit dem Unterschied, dass diesmal, wenn mindestens drei Viertel der Regular Season gespielt wären, ein Meister ausgerufen würde. Und der würde aller Wahrscheinlichkeit nach EV Zug heissen. Die ZSC Lions verpassten es am Freitag, mit einem Sieg wieder etwas Spannung hinzubringen, haben nun schon 15 Punkte Rückstand auf den EVZ. Die Meisterschaft könnte bereits entschieden sein.
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Also mit 37 Punkten aus 26 Spielen wäre er aktuell in unserer Operettenliga Topscorer

Kenne die Finnische Liga aber nicht und weiss deshalb auch nicht ob dieser Vergleich hinkt!War 16/17 beim SCB, 46 Spiele, 38 Punkte (13 T, 25 A). Spielte danach drei Jahre bei Frölunda in Schweden, machte dort 55, 50 und 48 Punkte. 3x Topskorer dort. Passt!
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Start ist bei 5950.- $, ist so wie immer!
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Auf der Suche nach etwas Sport aus Europa habe ich doch tatsächlich einen Sender gefunden der ZSC-EVZ überträgt!
Leider müsste ich um den empfangen zu können das Sport Packet bei meinem Provider buchen....aber schon krass was heute alles wo überall gesendet wird! -
Vorschau auf das Spiel der Runde (22. Januar)ZSC Lions – EV Zug (19.45 Uhr): Dies ist die einzige Begegnung, bei der die Zürcher nicht als Favorit bezeichnet werden müssen, betrachtet man einerseits den Tabellenstand, anderseits die bisherigen beiden Begegnungen. Es war aus Zürcher Sicht ein geradezu traumatisches Erlebnis, als am 22. und 23. Oktober die zwei Back-to-Back-Partien stattfanden: 3:6 im Hallenstadion, 2:8 in Zug. 14 Gegentore in 120 Minuten, so unbarmherzig hatten die Zentralschweizer den Tarif durchgegeben.
Und nicht nur das. Beim 2:8 im eigenen Stadion jubelten sie ausgelassen über jedes Tor, auch dann noch, als längst klar war, wer der Sieger sein würde. Für die Zuger sind Spiele gegen den ZSC eine Prestige-Angelegenheit ersten Ranges, so wird das auch diesmal sein. Sie wollen ihren Spitzenplatz im Klassement weiter festigen. 28 Spiele weisen sie auf, eines mehr als die zweitplazierten Lions, und dabei haben sie bereits 14 Punkte Vorsprung.
Für die Mannschaft von Rikard Grönborg wird das Spiel eine aufschlussreiche Standortbestimmung sein. Sie wird einen hochmotivierten Gegner antreffen und im Laufe des Abends merken, ob sie diesem das Wasser reichen kann. Aus ihrer Sicht wäre das umso wichtiger, als sie seit gut drei Wochen auf Schlingerkurs ist. Sieg folgt auf Niederlage. Es gibt eigentlich nichts, was im Vorfeld für einen Zürcher Sieg spricht. Und dies ist gleichzeitig das einzige, das wiederum für die Lions sprechen könnte. Den Druck des Favoriten haben sie für einmal nicht. (pic.)
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https://www.blick.ch/sport/fussball…id16304693.html
Kann man mit Domgjoni nicht verlängern geht wieder einmal viel Geld flöten. Aber mit solchen Leuten muss man m.E. ein Jahr vorher verlängern oder sie dann noch zu Geld machen.
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Nachwuchsflaute auf Eis
So gross ist das Junioren-Problem im Schweizer Eishockey
Junge Spieler erhalten in der National League kaum Eiszeit – nicht einmal jetzt, da es keinen Absteiger gibt. Wie soll das erst mit mehr Ausländern werden?
Kristian Kapp (TA)
Die Clubs der National League debattieren derzeit eifrig über Reformen, die vor allem eines bringen sollen: tiefere Spielerlöhne. Eine der wichtigsten Massnahmen soll die Erhöhung der Anzahl erlaubter Ausländer pro Spiel und Team von vier auf bis zu zehn werden.
Die Clubs betonen, dass die Junioren und ihre Förderung weiterhin wichtig bleiben würden. Bloss: Die aktuellen Zahlen lassen daran zweifeln. Denn die Statistik der Eiszeiten zeigt: Die Clubs setzen Junioren schon jetzt kaum ein. Mit bloss vier Ausländern. In der Corona-Saison, in der es keine Absteiger gibt.
Aber schauen wir es uns im Detail an und werfen dabei auch einen Blick auf zwei andere Meisterschaften. Auf die SHL und Schweden, Europas Vorzeigenation in der Ausbildung von Nachwuchsspielern. Und auf die DEL und Deutschland, ein Land, dessen Eishockey in der Schweiz in den letzten Jahren auch ein wenig belächelt wurde – warum auch immer.
Das sind die Kriterien
Beginnen wir mit der Schweiz, Stichtag aller folgenden Statistiken war Sonntag, der 17. Januar. Als «Junioren» definieren wir alle Spieler mit Geburtsjahr 2001 und jünger, das waren auch die Jahrgänge an der letzten U-20-WM, an der die Schweiz mit null Punkten und 5:20 Toren so schlecht abschnitt wie noch nie seit dem Aufstieg in die A-Gruppe 2009.
Um den Fokus zu erweitern, nehmen wir in einem zweiten Schritt auch noch die 2000er-Jahrgänge dazu. Das sind die Jüngsten, die nicht mehr als Junioren gelten.
In die Übersicht nehmen wir generell nur Spieler, die für das jeweilige Land auch in der Nationalmannschaft spielen könnten. Für die Schweiz bedeutet dies: keine Österreicher wie Benjamin Baumgartner (Davos) oder Marco Rossi (ZSC) und keine Tschechen wie Frantisek Rehak (Lakers). Oder für die Schweden: kein Moritz Seider (Rögle), dem deutschen Topskorer unter den Junioren in der SHL.
Und, da es um Eiszeit und auch Special Teams wie Powerplay und Penalty Killing gehen wird, beschränken wir uns auf die Feldspieler.
Und da zeigt sich Folgendes: Schweizer Spieler der Jahrgänge 2001 und jünger werden in der National League kaum eingesetzt. In 152 Partien standen zwar 26 Spieler auf einem Matchblatt. Regelmässig eingesetzt wurden nur drei: Ambris Verteidiger Rocco Pezzullo (19 Spiele) sowie mit je 16 Spielen die Stürmer Simon Knak (Davos) und Patrick Petrini (SCL Tigers). Auf Platz 4 folgt Biels Elvis Schläpfer, der in 8 Spielen durchschnittlich 6:14 Minuten auf dem Eis stand.
Zählen wir alle Eiszeiten der 26 eingesetzten Junioren zusammen, kommen wir auf folgenden Durchschnitt: Pro Team und Partie stehen Junioren nur 2:42 Minuten auf dem Eis. Nicht falsch verstehen: Das ist nicht pro Junior, sondern pro Team. Absurd klein ist die Zahl, wenn wir uns nur auf die Special Teams beschränken. Pro Team und Partie dürfen Junioren im Durchschnitt gerade einmal für 13 Sekunden aufs Eis – Petrini ist der Einzige mit regelmässigen Einsätzen im Powerplay.
All diese Zahlen sind auch darum so tief, weil gleich vier Teams bislang keinen Schweizer Junioren eingesetzt haben und den Liga-Durchschnitt entsprechend nach unten ziehen: Servette, Lausanne, die Lakers sowie die ZSC Lions.
Von Ambri bis Zug: Wer gibt den Junioren Eiszeit?
Mit den 2000ern sieht es besser aus – aber nur ein bisschen …Damit nicht der Eindruck entsteht, die National League sei eine Liga für Veteranen, schauen wir nun auch noch auf die 2000er-Jahrgänge. Immerhin finden sich da mit Jeremi Gerber, Mika Henauer (beide Bern), Valentin Nussbaumer (Biel, neu Davos), Yanick Stampfli, Gilian Kohler (beide Biel), Oliver Heinen, Davyd Barandun (beide Davos), Stéphane Patry (Genf), Sandro Schmid, David Aebischer (beide Fribourg), Keijo Weibel (Langnau), Gian-Marco Wetter (Lakers), Nico Gross (Zug) 13 Spieler, die mehr oder weniger als Stammkräfte bezeichnet werden können. Und mit Tim Berni (ZSC) und vor allem Janis Moser (Biel) zwei Verteidiger, die richtig gute Rollen innehaben.
Aufmerksame Leser haben festgestellt: Lausanne kommt auch bei den 2000er-Jahrgängern nicht vor. Jüngste LHC-Spieler mit Eiszeit sind Ken Jäger und Guillaume Maillard, beide Jahrgang 1998.
Wenn man die 2000er dazuzählt
Und das sind die Eiszeiten in der NL, wenn man als Kriterium «Jahrgang 2000 und jünger» nimmt: Pro Spiel und Team 16:26 Minuten. Davon Special Teams: 1:48 Minuten. Das tönt schon besser, ist aber immer noch bescheiden. Doch wie ist es im Vergleich mit Deutschland und Schweden?
Deutschland: Fast dreimal mehr Eiszeit für Junioren
Beginnen wir mit der DEL, in der acht Runden gespielt sind, und bleiben vorerst bei den Junioren, also den Jahrgängen 2001 und jünger: 7:11 Minuten lautet die Zahl und ist damit deutlich höher als in der Schweiz. Und das, obwohl in den 14 DEL-Teams bislang 171 Ausländer eingesetzt wurden. In der Schweiz waren es inklusive «Lizenz-Schweizern» bislang 90 Ausländer in 12 Clubs. In den Special Teams kommen die deutschen DEL-Junioren nur marginal mehr zum Einsatz als in der NL: 21 Sekunden pro Team und pro Spiel.
Nehmen wir die 2000er-Jahrgänge dazu, sieht die Schweiz sogar leicht besser aus. Dies, weil in der DEL bislang nur elf 20-Jährige überhaupt zum Einsatz kamen – die Saison ist im Gegensatz zur NL noch jung, das ist für die DEL bei diesem Vergleich eher ein Nachteil. Die Zahlen der DEL, wenn wir «Jahrgang 2000 und jünger» als Kriterium nehmen: 12:10 Minuten pro Team und pro Spiel, 0:46 Minuten davon Special Teams.
Schweden: Eine andere Welt
Schauen wir nun auf Schweden. In der SHL haben die Teams zwischen 27 und 34 Spiele absolviert, das ist näher bei der NL (19 bis 27 Spiele). Auch die Anzahl eingesetzter Ausländer ist ähnlich: 91 in 14 Teams.
Bleiben wir vorerst bei den Junioren: 83 Schweden mit Jahrgang 2001 oder jünger standen bislang auf einem Matchblatt. Pro Team und pro Partie lassen die SHL-Clubs ihre Junioren 16:28 Minuten aufs Eis, also sechsmal länger als in der Schweiz. Krasser ist der Vergleich bei den Special Teams: 1:40 Minuten lautet die SHL-Zahl, das ist fast achtmal mehr als in der NL.
In der SHL sind 20 Junioren bereits mehr oder weniger Stammspieler, 14 davon kommen in den Special Teams regelmässig zum Einsatz.
Man ahnt es: Addieren wir nun auch die Zahlen der 2000er-Jahrgänge, wird der Unterschied gigantisch. 29 Schweden kommen dann nämlich dazu, 22 davon stehen pro Partie 10 Minuten oder länger auf dem Eis, 18 werden regelmässig in den Special Teams eingesetzt. 12 Spieler sind bereits Leistungsträger mit knapp 15 Minuten pro Spiel oder mehr.
Die Zahlen mit dem Kriterium «Jahrgang 2000 oder jünger» in der SHL: 34:58 Minuten Eiszeit pro Team und Partie, davon 3:52 Minuten in den Special Teams.
Das sind beeindruckende Zahlen und sprechen auch für die Qualität der Spieler. Trotz deutlich mehr eingesetzten jungen Spielern wird in der SHL auf höherem Niveau gespielt, das beweisen auch die Resultate in der Champions Hockey League seit Jahren.
Ja, aber …
Natürlich: Es lassen sich aus der Sicht der Clubs viele «Aber» einstreuen. Aus Zug zum Beispiel könnte der berechtigte Einwand kommen, dass mit Tobias Geisser, Livio Stadler, Sven Leuenberger, Yannick Zehnder und Calvin Thürkauf fünf «Eigene» mit den Jahrgängen 1997 bis 1999 nun Stammspieler sind, «junge Spieler» (ein dehnbarer Begriff …) also nicht grundsätzlich verschmäht werden.
Und es werden sich landesweit problemlos Meinungen finden, die ebenso zu Recht darauf hinweisen, dass die Qualität der Junioren in der SHL und die Ausbildung in Schweden generell derart höher respektive besser sind, dass ein 1:1-Vergleich schlicht unfair sei.
Das ist gut und recht. Allerdings gilt auch das: Junge Schweizer wollen auch darum in die Juniorligen Kanadas oder Schwedens, weil sie in der NL keine Perspektiven auf regelmässige Einsätze sehen. Das ist ein Punkt, den die Schweizer Clubs beachten müssen, wenn sie die Ausländerbeschränkung erhöhen möchten und gleichzeitig von den «weiterhin wichtigen Junioren» sprechen.
Darum zum Schluss nochmals diese beiden Zahlen, die zu denken geben müssen: In der «Corona-Saison» 2020/21 stehen in der NL pro Club und Partie im Schnitt während nur 2:41 Minuten Spieler im Juniorenalter auf dem Eis. Und während nur 13 Sekunden in den Special Teams.
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Wir haben keine Chance - also nutzen wir sie.......Das ist jetzt ein bisschen übertrieben, ich weiss.
Sehe es auch so und bin gespannt! Denke es wird eine Reaktion kommen!
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Aber das Lüthi sich davon noch provozieren lässt, zeigt das die nerven eher Blank liegen. Erinnert mich an die PK Rummenigge/Hoeness mit der Medienschelte..

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold!
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Was alle bereits wussten musste der HCD nun aus Image-Gründen nach dem "geräuschvollen Abgang" von Raffeiner nun bestätigt:
National League: HC Davos holt gleich sechs neue Spieler - 20 Minuten
Auch ein Egli von Rappi zu Davos, sicher eine Verstärkung für den HCD
AdC war mal Coach der Junioren Nati und hat dann viele nach Davos geholt (Zeugen Del Curtos). Ev. macht Volvo das gleiche.

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Warum? Die ist doch mehr oder weniger durch (10-2 Stimmen) und es geht ja um Änderungen für in 2 Jahren, oder?
Nein sie haben nur mal festgelegt das es diese und nächste Saison keinen Absteiger gibt aber einen Aufsteiger wenn der will. Der Rest ist nach wie vor in der Schwebe. Das mit den Ausländern wurde noch nicht bestimmt. Ob SCB und HCD immer noch Hand in Hand dafür sind? Der EVZ? Druck aus Fan Kreisen? Man darf gespannt sein!
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Nun, wenn die Reform Müll ist, dann findet sie keine Mehrheit in der Liga und wird abgelehnt.
Bin gespannt wie es da weiter geht! Im Prinzip hat sich doch die "Reform" total erledigt!
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Darum ist der SCB auch nach 17 Tagen in Quarantäne noch nicht spielbereit
https://www.watson.ch/sport/eishocke…h-nicht-spielen
Unglaublich.......
Marc Lüthi kommentiert auf der SCB Homepage einen Artikel von Klaus Zaug, sollte er nicht machen, weiss man doch. ML könnte scheinbar auch noch einen Kommunikationsberater brauchen!
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Thread bereinigt.
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siucs: Da sich schon mehrere User beschwert haben kriegst du jetzt die gelbe Karte! Entweder du lässt es sein mit Postings über Pornhub, die Hautfarbe von Embolo etc. pp. oder du bist hier raus!
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Jep!
der Stocksammler
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Kommentar zu Raffainers Abwerbung
Was für eine Doppelmoral des SC Bern!
Als Treiber der Ligareformen beschwören die Berner das Wohl aller. Nun jagen sie dem HC Davos den Sportchef ab. Das zeigt: Solidarität ist nur eine Floskel.
MEINUNGSimon Graf (TA)
Der erfolgsgewohnte Berner CEO Marc Lüthi hatte sich in eine verzwickte Situation manövriert. Er brauchte dringend sportliches Know-how für seinen kriselnden SCB, doch er wollte Sportchefin Florence Schelling nicht brüskieren. Schliesslich hatten die Berner im vergangenen Frühjahr weltweit Schlagzeilen und Lob geerntet, weil sie den Mut hatten, eine Frau in diese Position zu hieven. Und das Zusammenspiel mit Chris McSorley, einem Kanadier alter Schule, mit dessen Engagement die Berner liebäugelten, wäre für Schelling wohl eher schwierig geworden.
Mit der Verpflichtung von Raeto Raffainer, der die nötige Sensibilität für diese Situation mitbringt, ist Lüthi nun der Befreiungsschlag gelungen. Schelling bleibt in Amt und Würden, Lüthi wahrt sein Gesicht, für Raffainer wurde eine neue Position geschaffen (Chief Sport Officer). Bald ist er Schellings neuer Chef. Der Engadiner, der den Davoser Assistenzcoach Johan Lundskog nach Bern mitnehmen wird, hat sich innert Kürze zu einem der profiliertesten Techniker im Schweizer Eishockey entwickelt. Zuerst bewährte er sich als Direktor des Schweizer Nationalteams in einer schwierigen Zeit, danach orchestrierte er den Neuaufbau beim HC Davos nach der Ära Arno Del Curtos.
Nach eineinhalb Jahren zieht Raffainer nun weiter – und hinterlässt beim Rekordmeister eine klaffende Lücke. Denn der 39-Jährige ist nicht nur fachlich sehr kompetent, sondern auch ein guter Kommunikator. Er war das Gesicht des neuen HCD, zumal er aus St. Moritz stammt und Bündner Dialekt spricht. Doch Raffainer ist eben auch ein Karrierist, und als der SC Bern anklopfte, witterte er die Chance, die nächste Sprosse zu erklimmen. Es ist attraktiver, bei einem Grossclub zu wirken, der vor 17’000 Zuschauern spielt, wenn nicht gerade eine Pandemie ist, als in den Bergen, wo die Corona-Krise noch lange nachhallen wird.
Dieser fliegende Wechsel – Raffainer dürfte die Saison in Davos trotz sechs Monaten Kündigungsfrist nicht abschliessen – zeigt, wie das Schweizer Eishockey funktioniert: Jeder versucht, für sich den grössten Vorteil herauszuholen, ohne Rücksicht auf Verluste des anderen. Das ist nicht neu, aber in Zeiten, da Solidarität und das Gesamtwohl der Liga beschworen werden, doch wieder einmal erwähnenswert. Zumal der SC Bern der Treiber der geplanten Ligareform ist, bei der die angestrebte Ausländererhöhung hohe Wellen schlägt.
2018 wurde die von Lüthi propagierte Anhebung von vier auf sechs Ausländer mit 9:3 Stimmen abgelehnt, nun hat sein Vorschlag, der viel weiter geht, eine grosse Mehrheit in der neu gegründeten National League gefunden. Das Reformpaket umfasst so viele Punkte, dass man leicht den Überblick verliert – was wohl nicht ganz unbeabsichtigt ist. Jeder scheint darin etwas zu finden, von dem er sich künftig Vorteile verspricht.
Der Treiber des Schweizer Eishockeys ist nicht Solidarität, sondern Konkurrenz. Auf wie neben dem Eis. Man will den anderen übertreffen, austricksen, sucht Schlupflöcher. Das ist auch okay so, entspricht auch unserer föderalistischen Struktur. Ein kollektives Miteinander, wie das im schwedischen Eishockey gelebt wird, ist hier schlicht nicht denkbar. Die Schweizer Rivalitäten schaffen auch Interesse bei Zuschauern und Sponsoren, steigern das Niveau – und als unerwünschten Nebeneffekt eben auch die Spielerlöhne.
Dieses Gegeneinander hat sich über Jahre bewährt. Und nun reden plötzlich alle von Solidarität und Miteinander und begründen damit eine umfassende Ligareform. Das ist sehr gefährlich. Im alten System hatte sich das gegenseitige Wetteifern eingespielt, eben mit dem bekannten Nachteil der Lohntreiberei. Doch wenn die Rahmenbedingungen plötzlich grundlegend verändert werden, wird auch innerhalb dieser wieder jeder alle erdenklichen Möglichkeiten ausloten, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Das birgt neue Gefahren, deren Folgen nicht abzuschätzen sind.
Suche nach Schlupflöchern
Wenn acht oder zehn Ausländer auf dem Matchblatt erlaubt sind, wird sicher ein Club, der sich unbedingt einmal einen Meistertitel kaufen möchte, diese Kontingente ausschöpfen. Dann müssten andere nachziehen. Würde das ein Financial Fairplay verhindern? Auch da wird es Schlupflöcher geben. Und lohnt sich Nachwuchsförderung dann überhaupt noch?
Der Fall SCB versus HCD, die in der Sache der Ligareform auf der gleichen Seite und profilierte Wortführer sind, zeigt, wie viel von der Floskel der Solidarität zu halten ist. Im Interview sagt Marc Lüthi: «Ach, Davos hat zuvor dem Verband den Sportchef auch ausgespannt. Solche Sachen gehören in unserem Geschäft dazu.» Das ist entwaffnend ehrlich. Es soll nur niemand mehr behaupten, man strebe die Ligareform zum Wohle der anderen an