Fire the cannons![]()
Nach 18 Loch am Morgen rechtzeitig für die Bucs um eins vor der Glotze.
Unterhaltsames Spiel! RONALD JONES GOES 98 YARDS!![]()
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Jetzt noch etwas die Fins gucken.
Heute war ein guter Tag!![]()
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Simon Graf (TA)
Fast täglich trifft im Schweizer Eishockey die Meldung eines neuen Teams ein, das in Quarantäne muss. Am Freitag traf es die Ticino Rockets – zum zweiten Mal. Der Umgang mit dem periodischen «Hausarrest» und der ständigen Unsicherheit ist zu einem wichtigen Faktor geworden. Sollte es in dieser Kadenz weitergehen mit Covid-Infektionen, dürfte es allerdings schwierig werden, die Meisterschaften in der National und der Swiss League fertigzuspielen.
Am Donnerstag tauschten sich die zwölf CEOs der National League mit Ligachef Denis Vaucher und Matthias Berner, dem designierten Verwaltungsratspräsidenten, per Videokonferenz aus – während dreieinhalb Stunden. «Wir planen in Phasen», sagt Vaucher. Inzwischen hat sich bei allen die Einsicht durchgesetzt, dass eine Pause keine sinnvolle Option ist.
Vaucher weiter: «Im Dezember und Januar rechnen wir etwas mehr Luft ein, mit zwei normalen Runden pro Woche, damit wir die 20 Spiele, die wir nachholen müssen, einfügen können. Im Februar und März möchten wir den Rhythmus wieder erhöhen. Nicht zuletzt in der Hoffnung, dass wir dann schrittweise die Zuschauerkapazität wieder anheben können.»
Doch eben: Wenn immer wieder Teams in Quarantäne müssen, gehen irgendwann die Spieldaten aus. Zur Disposition scheinen nach der Absage für den Deutschland-Cup auch die nächsten Termine des Nationalteams zu stehen: das Heimturnier in Visp vom 14. bis zum 18. Dezember und die Prospect Games in Deutschland vom 8. bis zum 14. Februar.
«Wenn die Clubs ums Überleben kämpfen, macht es keinen Sinn, die Spieler aus der ganzen Schweiz zusammenzutrommeln», sagt ZSC-CEO Peter Zahner. «Wir müssen die Risiken minimieren. Und der sportliche Wert eines solchen Termins ist aktuell gering. Der Deutschland-Cup mit zwei deutschen Teams und Lettland war in der Minute nach der Schlusssirene vergessen.» Da zeichnet sich der nächste Machtkampf zwischen der Liga und dem Verband ab.
Die Clubs sind bestrebt, in diesem schwierigen Winter einen Meister und allenfalls einen Aufsteiger zu erküren. Informell einigte man sich schon vor der Saison darauf, dass alle Teams mindestens drei Viertel der Qualifikation haben müssen, also 39 Spiele, damit sie gewertet werden kann. Das Kriterium wäre dann der Punkteschnitt. Sollte das Playoff ausfallen, wäre der Sieger der Regular Saison dann auch Meister. Was die Spiele aufwerten würde, die aktuell bestritten werden. Doch noch ist nichts definitiv beschlossen.
Sollte es mit Hartnäckigkeit und guter Planung gelingen, das Gros der Spiele in der Qualifikation durchzubringen, so ist das Playoff noch eine ganz andere Herausforderung. Denn was, wenn da ein Team in Quarantäne müsste? Würden dann alle anderen auch eine zehntägige Pause einlegen? Oder würde die betroffene Mannschaft ausgeschlossen? Die NHL löste das Problem, indem sie Spieler plus Staff von der Aussenwelt abschottete, zwei «Blasen» in Toronto und Edmonton kreierte. Es funktionierte: Alle 33’394 Covid-Tests waren negativ.
Der erfolgreiche Saisonabschluss kostete die Liga für 24 Teams die Kleinigkeit von 75 bis 90 Millionen Dollar. Und bereits wird in der NHL gemäss «The Athletic» diskutiert, die nächste Saison in vier Blasen zu spielen. «Für uns ist ein Playoff in einer Blase kein Thema», sagt Vaucher. «Das ist nicht finanzierbar und wäre auch praktisch nicht machbar. Man müsste ein ganzes Gelände abschotten mit mehreren Hotels und für jedes Spiel die Banden- und Eiswerbung anpassen.»
Die U-20-WM in Edmonton, an der die Schweizer teilnehmen, findet in einer Blase und in leeren Stadien statt. «Das wird eine herausfordernde Zeit für die Spieler», sagt Zahner. «Die Spieler sind ab dem 6. Dezember vier Wochen lang in einer Blase. Da musst du im Hotel ein gutes Freizeitprogramm erstellen, sonst kriegen sie einen Lagerkoller. Zumal die Zeit über Weihnachten und Neujahr eine spezielle ist.»
Vaucher hält fest: «In dieser Saison geht es darum, die Faszination Eishockey am Leben zu erhalten. Für die Fans, die Spieler, die Sponsoren, die Medien. Natürlich wollen wir ein möglichst faires und attraktives Playoff. Aber es bringt nichts, schon heute jedes Detail festzulegen. Wenn ich in dieser Corona-Zeit etwa gelernt habe, dann das: Wir haben jeden Tag eine neue Situation. Wir müssen flexibel sein, agil, schnell reagieren, kreative Lösungen finden.»
Vielleicht wird es ja bald erlaubt sein, die Schnelltests einzusetzen und nur noch jene Spieler in Quarantäne zu schicken, die positiv sind. Vielleicht schafft im neuen Jahr eine Impfung Abhilfe. Vielleicht bleibt als letzte Hoffnung die (ungewollte) Durchseuchung. Pius Suter, der im Oktober bei den GCK Lions eine Covid-Infektion durchmachte, musste nun bei den ZSC Lions im Gegensatz zu seinen Kollegen nicht in die Quarantäne und kann einzeln trainieren. Wer positiv gewesen ist, gilt für drei Monate als immun und muss in dieser Zeit nicht mehr getestet werden.
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Mein Senf: Also keine Bubble, man hofft auf Schnelltests um dann nur noch jene Spieler in Quarantäne zu schicken die positiv sind. Das wäre machbar, der Schrott mit der Quarantäne für ganze Teams muss so schnell wie möglich abgestellt werden!
Mich nervt dass sie nie wirklich dazu stehen das sie Meister werden wollen! Es wird so getan als ob vor allem die Nachwuchsförderung wichtig sei und falls man so nebenbei irgendwann mal Meister würde, ja dann würde man das natürlich schon mitnehmen.....:roll:
Also so wie die Zuger wegen der Kohle jammern und ende Saison wahrscheinlich viele Verträge nicht erneuert werden,
werden die noch eine Weile auf den zweiten Titel warten.
" So ist zum Beispiel sehr fraglich, ob Verteidiger Jesse Zgraggen nochmals einen neuen Kontrakt erhält und auch Import-Stürmer Erik Thorell wird seine Zelte in Zug nach dieser Spielzeit wohl abbrechen."
Na ja auf die zwei können sie wohl verzichten....diese Saison sind sie auf jeden Fall gut aufgestellt!
Eigentlich würden die Klubs der National League gerne 52 Qualifikationsrunden austragen. Aber ist das angesichts der anhaltenden Spielverschiebungen überhaupt möglich? Vielleicht endet die Meisterschaft erst im Mai.
Nicola Berger (NZZ)
Es vergeht kaum mehr ein Tag, ohne dass Swiss Ice Hockey eine Medienmitteilung mit unerfreulichem Inhalt verschicken muss. Hier wird eine Equipe vom Kantonsarzt in die Quarantäne geschickt, da müssen Partien verschoben werden. Hinter den Verantwortlichen liegen die sechs turbulentesten Wochen der Geschichte – und nach wie vor ist kein Ende in Sicht. Die Liga kann von Glück reden, dass der eigentlich nur im Mandatsverhältnis zu 70 Prozent angestellte Spielplangestalter Willy Vögtlin daneben als Weinhändler sein eigener Chef ist und sich kein Vorgesetzter bei ihm beschwert, wenn er tage- und nächtelang über Eventualitäten brütet. Vögtlin sagt, sein Pensum betrage zurzeit «mehr als 100 Prozent». Es kommt jetzt vor, dass er an einem Tag etwas ausarbeitet und ein paar Stunden später alles Makulatur ist, weil wieder ein Team nicht antreten kann.
In den höchsten beiden Ligen sind bereits über 50 Partien verschoben worden, weitere werden folgen, das ist unausweichlich. Längst fragt sich, ob in der National League am Mammutprogramm von 52 Qualifikationsspielen plus Play-offs festgehalten werden kann. Stellt man Vögtlin die Frage nach der Machbarkeit, antwortet er: «Ja, wir werden Lösungen finden.» Auch Denis Vaucher, der Ligadirektor, sagt: «Wir wollen so viel spielen wie möglich und unternehmen alles dafür, dass das möglich ist.» Die Mehrheit der Klubs sieht diesen Weg als alternativlos, weil andernfalls auch die TV-Gelder wegfallen. Die Vereine haben sich darauf verständigt, vorerst bis zum 2. Dezember weiterzuspielen und dann eine Lagebeurteilung vorzunehmen.
Liga-intern hantieren die Funktionäre mit etlichen Szenarien; tabu ist längst nichts mehr, auch Spiele an Montagen oder mittwochs nicht. Realistisch ist auch, dass die Nationalmannschaftspausen im Dezember und Februar geopfert werden. Offiziell sagt das niemand, das Thema ist politisch heikel, aber es zeichnet sich ab. Ab dem 14. Dezember stünde eigentlich die «Natur Energie Challenge» in Visp auf dem Programm. Vor Wochenfrist war die Nationalmannschaft bereits nicht zum Deutschland-Cup in Krefeld angetreten.
Eigentlich würde der Nationaltrainer Patrick Fischer ja gerne Testspiele im Hinblick auf die WM 2021 in Weissrussland und Lettland absolvieren, aber es ist nach wie vor völlig unklar, ob das Turnier überhaupt stattfindet. René Fasel, der Schweizer Präsident des Eishockey-Weltverbandes IIHF, hat mehrfach betont, dass es keine WM ohne Zuschauer geben werde. In der Branche gehen inzwischen einige Exponenten davon aus, dass die WM wie schon 2020 in der Schweiz nicht gespielt wird; das Council der IIHF tagt in der kommenden Woche.
Sollte die Weltmeisterschaft erneut ausfallen, würde das dem Spielplangestalter Vögtlin neue Möglichkeiten eröffnen; es ist dann denkbar, dass das hiesige Championat erst im Mai endet, so spät wie noch nie. Bei allen Terminschwierigkeiten ist das auch Kalkül – gerade in der National League spielen die Klubs dieser Tage auf Zeit; sie hoffen, dass irgendwann 2021 wieder vor Publikum gespielt werden kann. In der Swiss League werden derweil andere Wege beschritten: Der EHC Visp bietet seinen Abonnenten einen Gratis-Stream seiner Heimspiele an, wer Hospitality-Pakete gebucht hat, erhält Essen nach Hause geliefert.
Beide Ligen gehen zudem davon aus, dass sich die Problematik insofern etwas entschärft, als dass mit Ausnahme von Davos, Bern und Thurgau inzwischen alle Teams in Quarantäne gewesen sind. Und es gibt die Hoffnung, dass sich mit Schnelltests mittelfristig umgehen lässt, dass ganze Mannschaften aus dem Verkehr gezogen werden. Grundsätzlich gilt die Regel, dass 12 Feldspieler und ein Torhüter mit A-Lizenz zur Verfügung stehen müssen, um zu einer Partie anzutreten. Noch ist unklar, wann die Schnelltests zur Verfügung stehen, möglicherweise aber bereits ab Anfang Dezember.
Für Vögtlin bleibt die Aufgabe knifflig. Einen Vorteil hat die Pandemie bei der Spielplangestaltung allerdings: Für einmal muss keine Rücksicht auf die dicht gedrängten Veranstaltungskalender von Spielstätten wie dem Zürcher Hallenstadion genommen werden – die Multifunktionsarenen stehen leer.
ZSC Lions bis 18. November in Quarantäne
Spätestens wenn die Playoffs beginnen (falls!) können sie den Quarantäne Scheiss vergessen! Bis dann ist Covid nicht verschwunden und es würde nur ein Team brauchen das betroffen ist und der ganze Terminplan wäre futsch! Keine Ahnung wie sie das lösen wollen!
https://sport.ch/lausanne-hc/65…renz-in-der-nhl
Erstaunt mich ja nicht aber er ist sogar noch besser als ich erwartet habe!
https://sport.ch/nla/650372/die…-und-ihren-reiz
Ist bereits eingetreten..........
3 wurden positiv getestet, das ganze team muss 10 tage in quarantäne!
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Ich glaube auch nicht dass es am Alter liegt........Aber wir sind im falschen Tread
Falscher Fred aber ich glaube schon das es (auch) mit dem Alter zu tun hat!
Was mich nervt am heutigen Fussball:
- Handsregel (sollen die sich die Arme amputieren lassen?)
- Penalty / Goalie (soll er überhaupt versuchen den Ball zu halten?)
- Penalty PLUS rote Karte (doppelt Bestraft!)
Ich schaue wie Du viel weniger als früher, aber ich denke halt hat schon auch mit dem Alter zu tun....und mit der totalen Übersättigung!
(sda/dpa) Die kommende NBA-Saison soll am 22. Dezember beginnen und ist wegen der Corona-Krise kürzer als gewöhnlich. Darauf einigten sich die nordamerikanische Basketball-Liga und die Spielergewerkschaft NBAPA. Das Direktorium der Liga muss dem Plan der Form halber noch zustimmen.
Einen genauen Spielplan will die Liga zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben. Klar ist, dass es die für die Fernsehsender lukrativen Partien um Weihnachten geben wird und alle Teams 72 Spiele absolvieren sollen – normal sind 82. Für den Meister Los Angeles Lakers und den Finalgegner, die Miami Heat, liegen zwischen dem letzten Spiel und dem Beginn der Trainingslager sieben Wochen.
Noch unklar sind viele Details, etwa die Regeln zum Umgang mit der Pandemie und der Fall, dass Spieler positiv auf das Coronavirus getestet werden. Nach der Unterbrechung im März hatte die NBA ihre letzte Saison in einer abgeschotteten Blase zu Ende gespielt und keinen infizierten Spieler mehr gehabt. In der kommenden Saison werden die Teams wieder in Nordamerika umherreisen.
schon, aber irgendwann ists auch vorbei! 1 1/2 nach dem tod ist das auch sehr, wie soll ich sagen, grenzwertig oder so...
Sie haben es verpasst! Aber dann kann man auch gleich warten bis sich sein Tod jährt.
Quarantäne: So wie das in der CH im Moment gehandhabt wird gehen ihnen die Termine todsicher aus!
https://www.watson.ch/sport/nfl/3534…tere-highlights
Ich habe am Sonntag Ravens-Colts und Dolphins-Cardinals geschaut vor den Bucs. In der Halbzeit habe ich abgeschaltet. Es hat sich schon gegen die Giants abgezeichnet, sie kommen in eine Krise. Mal schauen wiê das weiter geht.
PS: Zuschauerzahlen: Colts 12'200 (19%), Cardinals 4200 (6 %), Bucs 15'740 (24%)
Schweigeminute in einem leeren Stadion hmmmm
Geht gar nicht! Hat sich aber ja jetzt (Im Moment) erledigt. Ich würde abwarten bis wieder Fans ins Stadion können, es muss auch nicht gegen Langnau sein!
MEINUNG
Simon Graf (TA)
Ich konnte den Puckeinwurf kaum erwarten, als ich an jenem Freitagabend Mitte September 2004 auf der Pressetribüne in der Valascia sass. Ambri empfing die ZSC Lions, und meine Vorfreude drängte meinen Jetlag in den Hintergrund. Ich war erst tags zuvor aus den USA zurückgekehrt, nach einer Woche reich an Sport-Highlights: Am Sonntag hatte ich Roger Federer erstmals in Flushing Meadows triumphieren gesehen. Auf der Heimreise berichtete ich am Dienstag noch aus Toronto vom Final des World Cup of Hockey, in dem die Kanadier die Finnen 3:2 schlugen.
Rein theoretisch hätte ich wahrscheinlich einen Arbeitskollegen gefunden, der mir die Fahrt nach Ambri abgenommen hätte. Aber es war für mich gar keine Frage, dass ich beim Saisonstart unbedingt vor Ort sein wollte. «Du bist verrückt», sagte ein Freund, der selber sehr sportbegeistert ist.
16 Jahre später kann ich notfalls auch einmal auf einen Matchbesuch verzichten. Natürlich nicht im Playoff, aber im Oktober oder November, wenn die Entscheidung noch nicht gerade bevorsteht. Doch auch nach Tausenden von Spielen, vielen Weltmeisterschaften und Grand-Slam-Turnieren hat der Sport für mich kaum an Faszination eingebüsst. Zumindest bis vor kurzem.
Schöne Tore, kernige Checks und heroische Aufholjagden berühren mich weniger als sonst.
Denn in diesen Corona-Zeiten stelle ich fest, dass mich schöne Tore, kernige Checks und heroische Aufholjagden weniger berühren als sonst. Vielleicht, weil man nicht weiss, ob die Meisterschaft wirklich fertiggespielt wird. Wahrscheinlich, weil die Covid-Turbulenzen einen solch grossen Platz einnehmen in meinem Kopf. Das Virus steckt tief in uns drin – auch in jenen, die (noch) nicht damit infiziert wurden. Es trübt unsere Stimmung und den Reiz der schönsten Nebensache der Welt.
Nicht nur ich scheine es so zu empfinden. Mit rein sportlichen Geschichten können wir aktuell kaum punkten, das zeigt unser Web-Seismograf. Wer gelesen werden will, muss Corona in seine Texte einbauen. Trotzdem ist es gut, läuft der Sport weiter. Irgendwie. In der Hoffnung, dass in einigen Monaten die Zeit kommt, in der er uns wieder richtig fesselt.
Rizzo macht das super und blamiert AC Weekend um Weekend mit der Tatsache, wie wenig an Sachverstand es brauchte, um mit diesem Team Punkte zu holen.
Nicht nur AC, auch LM!
Thomas Schifferle, Christian Zürcher, Samuel Burgener (TA)
Ein bisschen verdutzt war er schon. Spielerberater Dino Lamberti sass mit einem Clubpräsidenten zusammen, als dieser Papiere hervorholte, jeden einzelnen Budgetposten samt Mindereinnahmen vorrechnete und schliesslich endete: «Den Betrag, den ihr fordert, können wir unmöglich bezahlen.» Corona hat die Clubfinanzen ergriffen, dieser Verein kämpfte um sein Überleben.
«Was will ich da sagen?», fragte sich Lamberti. Dank seiner Überredungsarbeit akzeptierte der Mandant den tiefer dotierten Vertrag. «Ich glaube an Karma», sagt Lamberti, die gute Tat soll sich einmal auszahlen. Trotzdem handelt er die Möglichkeit aus, bei einer Entspannung der Wirtschaft den Lohn zu erhöhen. Lamberti glaubt nicht nur an Karma, er ist auch Geschäftsmann.
Vielleicht auch darum ist er ein guter Fiebermesser der Branche. Er hat für Raffael, Gökhan Inler oder Marcel Koller Millionenverträge ausgehandelt, er hat ein grosses Netzwerk aufgebaut und ist seit 25 Jahren im Geschäft. Ein Geschäft, das ihm noch kein schlechtes Jahr beschert habe, sagt er. 2020 ist wohl das erste. Er erkrankte im Mai an Corona und lebt noch immer ohne Geschmackssinn – alles Karton. Corona hat sein Leben verändert. Und es scheint, dass die Seuche auch zu einem Wandel im Fussballgeschäft geführt hat.
Es wird auf einmal gespart. Die fehlenden Zuschauer in den Stadien und der Mangel an Geld haben die Fussballwelt anders denken gelehrt. Das mag beim grossen Bayern München David Alaba nicht daran hindern, ein Angebot von 17 Millionen Euro pro Saison als fehlende Wertschätzung anzusehen und darum zurückzuweisen. Alabas Hochmut ging um die Welt – wie immer, wenn der Fussball wieder einmal dem Exzess frönt. Mit der Folge, dass der Ruf des Fussballs leidet und sich in kleinen Ländern wie der Schweiz verzerrte Vorstellungen festsetzen. «Die Volksmeinung, der Schweizer Fussballer verdiene zu viel, bringt man wohl wegen Lohnexzessen in grossen Ligen nicht weg», sagt Claudius Schäfer.
Als CEO der Swiss Football League hat er Einblick in alle Verträge, weil die Clubs sie bei seiner Abteilung offenlegen müssen. Im Mai berechnete die Liga die Durchschnittslöhne der Spieler, in der Super League kam sie auf einen Betrag von 13’800 Franken im Monat, in der Challenge League auf 3800 Franken.
Inzwischen kennt Schäfer neue Zahlen, erhoben erst in den letzten Tagen. Demnach hat die Mehrheit der 20 Clubs der beiden Profiligen ihre Lohnkosten bei neuen Verträgen «um 19 bis 51 Prozent gesenkt». In Basel gibt es mit Zdravko Kuzmanovic und Marcel Koller zum Beispiel zwei Grossverdiener weniger, Kuzmanovic kam bis zu seinem Rücktritt auf 2,5 Millionen im Jahr, Marcel Koller geschätzt auf 1,5 Millionen. In Bern ist mit Guillaume Hoarau der teuerste Angestellte von der Lohnliste verschwunden, er hatte einen Fixlohn von 1,2 Millionen. Solche Beträge können und wollen sich die beiden Grossclubs nicht mehr leisten. Pajtim Kasami zum Beispiel wollte zwar unbedingt zu YB, am Ende unterschrieb er in Basel – für ein Zehntel von Kuzmanovics Gehalt.
«Wir erhalten Rückmeldungen, dass fast alle Clubs Druck auf ihre Spieler ausüben», sagt Lucien Valloni, der Präsident der Spielergewerkschaft. «Spieler mit laufenden Verträgen werden um Lohnreduktionen gebeten. Dabei gibt es einige Spieler selbst in der Super League, die einen tieferen Fixlohn haben als eine Angestellte an der Migros-Kasse.»
Spielervermittler Lamberti setzt höher an als Schäfer und Valloni, er beziffert den Durchschnittslohn in der Super League auf 200’000 bis 300’000 Franken im Jahr, inklusive Prämien und Boni. Der Durchschnittslohn aber werde sinken, ganz klar, findet auch er. Sein Branchenkollege Michel Urscheler erzählt von vier Vereinen, die gute Löhne zahlen würden: Basel, YB, Sion und Zürich. «In allen anderen spielen die meisten für 8000 Franken brutto», sagt er. Hoarau gehört nicht dazu, der 36-Jährige hat sich bei Sion dem Vernehmen nach eine Altersrente von monatlich 20’000 Franken gesichert.
Im Wallis hatte Präsident Christian Constantin schon im Frühjahr auf die Pandemie reagiert und sich von Grossverdienern wie Doumbia, Djourou und Kouassi getrennt, im Sommer gab er Pajtim Kasami und Ermir Lenjani ab. Dafür holte er Neue wie Dennis Iapichino und Ivan Martic. «Wenn der Markt in seiner Hochblüte ist, muss ich solchen Spielern 20’000 bis 23’000 Franken pro Monat bezahlen», sagt Constantin, «jetzt sind es noch 12’000 bis 15’000.» Seine Lohnkosten hat er innert eines Jahres um ein Viertel gesenkt, das macht rund 4 Millionen.
Solidarität ist in diesen Zeiten zum Schlagwort geworden. Solidarität steht für Sparen. Wie schwierig ist das für die Spieler? Ein Führungsspieler, seit Jahren beim gleichen Club, er will anonym bleiben, sagt: «Es ist gar nicht so schwierig. Wir müssen nun solidarisch sein, es geht nicht anders. Es ist wie bei dem Restaurant um die Ecke. Es hat weniger Einnahmen, also muss man helfen, damit es nicht kaputtgeht.»
Das Denken ist nicht bei allen Teamkollegen gleich ausgeprägt. Wohl die Hälfte hat eine Verbundenheit zum Club und sieht es so wie er. Doch es gibt auch solche, die erst seit einem halben Jahr beim Club sind. Oder jene mit Familie und auslaufendem Vertrag. «Diese Spieler sind eher skeptisch, sie muss man ins Boot holen. Das Wichtigste ist, dass man eine Lösung findet, die für alle passt, egal ob Jungprofi oder Routinier.»
Beim FC Basel hat CEO Roland Heri festgestellt, dass sich durch die Krise der Ton bei Vertragsverhandlungen geändert hat. «Er ist verständnisvoller geworden, auch sachbezogener und freundschaftlicher. Das ist eine gute Entwicklung.» Der FCB hat seine Ausgaben in den vergangenen Monaten um rund 10 Millionen Franken senken können: bei den Löhnen, bei der Infrastruktur, ohne Entlassungen.
Heri spricht von «nötigen Flurbereinigungen» der Branche, von einer «Gesundung dank Corona». Man könnte es im Fall von Basel aber auch Speck nennen, den er abschnitt. Speck, den der FCB als Schweizer Spitzenverein mit internationaler Ausstrahlung angesetzt hatte. In guten Zeiten nützlich, in schlechten fast schon tödlich. Nun geht es zurück zum Basismodell, obschon der FCB immer noch die Vision hat, junge Spieler mit Gewinn zu verkaufen. Die fixen Übernahmen von Arthur Cabral und Edon Zhegrova kosteten diesen Sommer um die 7 Millionen. «Es braucht die richtige Balance», sagt Heri. Diese Ausgabe konnte sich der Verein nicht zuletzt dank der Verkäufe von Jonas Omlin und Omar Alderete für zusammen 13 Millionen leisten.
Je länger man mit Heri spricht, umso klarer wird, dass er nicht an eine reine Selbstrettung der Clubs glaubt. Nur Sparen reicht nicht. Es braucht die angebotenen Bundesgelder. Und Heri geht noch einen Schritt weiter, er macht das geschickt, er spricht nicht von A-fonds-perdu-Beträgen, sondern von der Wichtigkeit eines Vereins wie dem FCB für eine Region. Dem Club als Kulturgut. Das sei doch unterstützenswert. «Ich fordere nichts, doch ich möchte diese Diskussion anregen.»
Bevor sich die Behörden damit befassten, müssten die Clubs transparenter werden. Der Fussball soll keine Blackbox mehr sein, sondern glaubwürdig und offen. So könne Vertrauen wachsen. «Wir müssen uns nun darauf vorbereiten. Die Behörden sollen mehr von uns wissen», sagt Heri. Was genau? Das wisse er noch nicht, die Forderungen der Behörden seien noch unklar. Sicher ist: Der Persönlichkeitsschutz gelte auch für Spieler und ihre Löhne, doch mehr Informationen über die Bandbreite der Gehälter seien zum Beispiel denkbar.
Ähnlich wie Heri redet auch Matthias Hüppi in St. Gallen. Der Präsident ist ein Meister und Verfechter der offenen Kommunikation, nach innen wie nach aussen. 8 Millionen Franken betragen die Lohnkosten für die gesamte 1. Mannschaft, inklusive Trainer und Betreuer. Allein Granit Xhaka verdient bei Arsenal schon mehr. Hüppi hat die Politiker nicht gleich mit Detailzahlen beliefert, aber zumindest die Salärstruktur erklärt. Dass die Jungprofis alle den gleichen Grundlohn haben. Dass bei ihnen «keiner verhungert», wie er es sagt, aber auch keiner bis an sein Lebensende ausgesorgt hat, wenn er bei St. Gallen spielt. «Dem Image des Fussballs kann nur helfen, wenn man transparent ist», sagt Hüppi.
Sein Verein ist solide aufgestellt. 1,75 Millionen betrug der Gewinn in der Saison 2019/20. Die Eigentümer sprachen eine Kapitalerhöhung von 2,5 Millionen. Der Rückhalt durch die Fans ist gross, fast 9000 haben sich trotz der Ungewissheit wegen Corona eine Saisonkarte gekauft. «Ein Darlehen beim Bund wollen wir erst beanspruchen, wenn es nicht mehr anders geht», sagt Hüppi, «wir wollen keine Schulden machen.» Hüppi ist keiner, der Forderungen wie A-fonds-perdu-Gelder stellen will. «Im Normalfall führen sie nie zum Erfolg», sagt er. Und doch ist seine Absicht klar: Er tut alles, um in der Not Verbündete zu haben.
Bayern München übrigens hat vor ein paar Tagen die Nase voll gehabt von Alaba und seinem Berater, der für sich ein Honorar von 20 Millionen Euro reklamierte. Der Club hat das Angebot an den Spieler zurückgezogen.
Simon Graf (TA)
Aktuell wird von der NHL ein Saisonstart am 1. Januar 2021 ins Auge gefasst, bereits wird aber auch schon über den 1. Februar spekuliert. «Es gibt sicher eine lange Saison, bis weit in den Sommer», sagt Suter. «Aber das ist mir allemal lieber als ein Sommer wie der letzte.»
Das Coronavirus, das derzeit die ganze Welt in Angst versetzt, hat der 24-Jährige schon hinter sich. Vor knapp drei Wochen mussten die GCK Lions wegen zweier Fälle in Quarantäne, einige Tage später meldeten sich auch bei Suter Symptome. Und weil man ja zuvor schon übertragbar ist, steckte er seine Freundin an: «Bis ich merkte, dass ich es habe, war es schon zu spät. Aber der Verlauf war nicht schlimm, es fühlte sich an wie eine Erkältung.»
Seit vergangenem Montag ist Suter zurück auf dem Eis. Am Freitag absolvierte er sein erstes Teamtraining mit den ZSC Lions, am Samstag gab er sein Comeback beim 3:2-Overtime-Sieg in Lugano im Cup. Nach einem einmonatigen Intermezzo bei den GCK Lions ist er damit wieder dort, wo er hingehört. Dass er zustimmte, zunächst im Farmteam zu spielen, zeigt, wie unprätentiös er ist. Doch als der Ablauf des Einmonatsvertrags näherrückte, signalisierte er ZSC-Sportchef Sven Leuenberger, dass er sich nun in der höchsten Liga für die NHL bereitmachen wolle. In Zürich oder anderswo.
Die Mini-Lions verloren mit dem Stargast vier von sechs Spielen. Jene, die erwartet hatten, dass er regelmässig mit dem Puck übers ganze Feld stürmen würde, wurden enttäuscht. Suter liess immer wieder seine Klasse aufblitzen, doch mit 5 Punkten war sein Schnitt tiefer als letzte Saison beim ZSC, als er mit 53 Punkten aus 50 Spielen Liga-Topskorer und zum wertvollsten Spieler (MVP) gewählt wurde. «Es war in der Swiss League nicht so einfach, aufs Tor zu kommen», sagt er. «Viele Teams machten die Mitte zu.» Und natürlich kam ihm eine Sonderbehandlung zu.
So spektakulär einige von Suters Toren im vergangenen Winter waren, er ist kein Mann für Sololäufe. Seine grösste Stärke ist sein Spielverständnis – er riecht förmlich, wo der Puck hinkommt, harmoniert so ideal mit anderen Topspielern. Vergangene Saison vor allem mit dem Amerikaner Garrett Roe. Die Frage ist, wie ihn Coach Rikard Grönborg nun einsetzen wird, da er die ZSC Lions im Verlaufe des Winters wieder verlassen wird. Fürs Erste liess der Schwede seine Toplinie mit Roe, Andrighetto und Chris Baltisberger zusammen.
Davon, Suter nur dosiert einzusetzen, da er nur auf der Durchreise ist, hält Grönborg aber nichts: «Ich bin froh, ist er zurück. Für wie lange, werden wir herausfinden. Mein Job ist es, aus den Spielern, die ich zur Verfügung habe, ein Team zu bilden, das Spiele gewinnt. Pius hilft uns dabei. Natürlich wird er eine Schlüsselrolle einnehmen.» Und andere verdrängen. Nebenbei bemerkt: Dass Grönborg mit Suter und dem 19-jährigen Erstrundendraft Marco Rossi nun zwei Spieler coacht, die auf dem Weg in die NHL sind, dürfte seinem guten Ruf in Übersee weiter zuträglich sein.
In der Schweiz wurden aber erste kritische Stimmen laut, die warnten, die ZSC Lions hätten nun zu viele Stars. «Ich sehe das als Kompliment für uns», sagt Suter. «Das zeigt, dass viel von uns gehalten wird. Aber wir hatten beim ZSC die letzten Jahre immer vier gute Linien.» Je mehr Konkurrenzkampf, desto besser, findet Grönborg. «Daran wachsen gute Athleten.» Sportchef Sven Leuenberger sagt: «Zu viele Stars? Nein, da habe ich keine Bedenken. Pius hat keine Starallüren. Und Rossi ist ein Junger, der versucht, erstmals in einer Profiliga Fuss zu fassen. Aber viel Talent? Ja, durchaus!»
Leuenberger wollte ursprünglich nur Spieler im Kader haben, die die ganze Saison bleiben. Nun ist es anders gekommen. Bei Rossi, der bei der ZSC-Organisation einen Ausbildungsvertrag bis 2021 besitzt, habe man als guter Arbeitgeber gar keine Wahl gehabt, als ihn zu nehmen. «Bei Pius wäre es schwer zu erklären gewesen, wenn er für ein anderes NLA-Team gespielt hätte. Und auch er hat ja einen Vertrag bei uns, bis 2023.» Für dessen Kurzzeit-Engagement musste nun eine neue Vereinbarung getroffen werden. «Er spielt zu deutlich günstigeren Bedingungen», sagt Leuenberger, ohne Zahlen zu nennen.
Die Frage ist, welche Lücke Suter und Rossi hinterlassen werden, wenn sie abreisen. Leuenberger machte eine solche Erfahrung in der Lockout-Saison 2012/13 beim SC Bern, als die NHL-Cracks Mark Streit, Roman Josi und John Tavares Anfang Januar von dannen zogen. «Wenn du mit diesen Leuten erfolgreich bist und Selbstvertrauen aufbauen kannst, kannst du davon zehren», glaubt Leuenberger. Der SCB wurde damals auch ohne seine NHL-Gäste Meister.
Pius Suter wird also ohne schlechtes Gewissen seine Koffer packen können, wenn es Zeit ist.
Zum Glück gibt es noch Football am TV! Die Bucs sind unterdessen so gut das sie mehr als mir lieb ist zur Prime Time am Abend spielen. Ich bevorzuge eigentlich 13 Uhr am Sonntag. Jä nu, muss ich halt mehr als nur ein Spiel gucken!![]()
Letztes Spiel auf der Pontaise in Lausanne, wohin ich es im Gegensatz zum Hockey als Fan nie geschafft habe. Wenn ich "Pontaise" höre kommen mir immer die Konferenzschaltungen von Radio DRS aus den 70er Jahren in den Sinn, wenn man am Sonntag Nachmittag nichts anderes zu tun hatte als am Radio den FCZ zu verfolgen. Wenn sich Gody Baumberger* aus Lausanne meldete: "Hier auf der Pontaise sind 15 Minuten gespielt.....Kuhn zu Martinelli, Martinelli zu Künzli....."
Tempi passati!
* " Seine markante Stimme ist besonders den Radiozuhörern in Erinnerung. Für seine Kommentatorenarbeit "opferte" er stets Freizeit und Ferien. Hauptberuflich arbeitete Baumberger als Direktionsadjunkt bei Coop und später als Direktor des LVZ-Warenhauses St. Annahofs in Zürich." - man muss sich das mal vorstellen! Sämtliche genannten Personen sind bereits verstorben.....