Beiträge von Larry
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Endlich läuft wieder etwas im Nörgel Forum!

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Fängt ja wieder gut an.....:roll:
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Es sind die Rahmenbedingungen, welche mir nicht den Mehrwert gegenüber dem Spiel am TV schauen bringen.
Die Halle ist fast leer, Essen/trinken nur am Platz (mit einem "Schuldgefühl", weil die Maske unten ist), die Stimmung ist lau: da spare ich mir die 2h Weg und schaue das Spiel am TV...
Genau so war es bei mir und ich denke noch bei vielen! Aufwand und Ertrag stimmen für viele im Moment nicht überein.
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Vaduz-FCZ:
Aufstiegstrainer Mario Frick
«Manchmal hätte ich besser geschwiegen»
Er ist Liechtensteins bekanntester Fussballer, Trainer des FC Vaduz – und als Mensch so direkt wie feinfühlig. Vor dem Match gegen den FCZ pflegt der 46-Jährige sein eigenes Ritual.
Peter Birrer (TA)
Die Stunde ist reserviert, auch heute. Er wird loslaufen, begleitet von seinem Hund, und im Wald seines Wohnorts Schaan den Abend vorbereiten: Was sage ich der Mannschaft vor dem Anpfiff? Wie reagiere ich, wenn im Spiel gegen den FCZ Fall X, Y oder Z eintritt?
Es ist das Ritual, das Mario Frick vor jedem Match braucht, um offene Fragen abzuarbeiten und die Gewissheit zu erlangen, dass ihn keine Eventualität überraschen kann. «Wenn ich wieder daheim bin, ist der letzte Teil der Vorbereitung erledigt», sagt er. «Es kann losgehen.»
Seit zwei Jahren ist Frick Trainer des FC Vaduz, den er in diesem Sommer zurück in die Super League brachte. Den Erfolg kostete er aus, «den kann uns niemand mehr nehmen», aber er realisierte schnell: «Die Meisterprüfung steht uns erst noch bevor. Die bestehen wir, wenn wir den Ligaerhalt schaffen.»
Frick ist im Land nicht irgendwer, er ist Liechtensteins berühmtester Fussballer. Seine Reise führt ihn über GC, St. Gallen, Basel und den FC Zürich nach Italien (Arezzo, Hellas Verona, Ternana, Siena), er bringt es auf 111 Spiele in der Serie A und absolviert 125 Länderspiele. Die 16 erzielten Tore sind Liechtensteiner Rekord, und den wird ihm keiner so schnell streitig machen. All das hat er erreicht, weil er als Kind von seinen Onkeln inspiriert worden war. Und weil er seinem Vater eine Antwort geben wollte.
Frick platziert das Maskottchen
In seiner Jugend lebt er mit seiner Familie anfänglich unweit des Stadions, in dem der FC Vaduz zu Hause ist. Frick ist an den Heimspielen Stammgast, er darf das Maskottchen, einen grossen Teddybären, im Tor platzieren und ist mächtig stolz darauf. Sein Grossvater ist Platzwart, die Grossmutter sitzt im Kassenhäuschen, und sechs Onkel gehören zum Kader des damaligen Erstligisten. Sie, die Haas-Brüder, gelten als wild, ja unzähmbar, sie legen sich mit Gegnern und Schiedsrichtern an, und Klein-Mario mag es gar nicht, wenn sie beschimpft werden.
Oft kickt er mit den Onkeln, die er nicht nur wegen ihres Talents bewundert, sondern vor allem auch wegen ihrer Unerschrockenheit. Er will auch einmal für Vaduz spielen, und er will noch viel mehr: Profi werden. Von seinem Vater bekommt er zu hören: «Du bist ein Träumer.» Das schmerzt, spornt aber auch an: «Ich wollte ihm beweisen, dass ich ein toller Bub bin.»
Frick fährt die Ellbogen aus, scheut sich vor keinem Konkurrenzkampf und schafft den Aufstieg. Er fällt mit seiner enormen Geschwindigkeit auf, aber auch mit seiner forschen Art – auf und neben dem Platz, zum Beispiel in Interviews. «Ich habe zwischendurch den Kopf heftig angeschlagen», sagt er, «manchmal hätte ich besser geschwiegen.»
Das Zeugnis für seine Trainer
Besonders pointiert äussert er sich schriftlich – auf einer eigenen Website. Frick urteilt über Trainer, unter denen er spielte. Er geht offen damit um, dass er Mühe unter dem Deutschen Jörg Berger in Basel hatte, dass er mit Gilbert Gress’ Menschenführung zu gemeinsamen FCZ-Zeiten nichts anfangen konnte. Als er aus dem Ausland in die Schweiz zurückkehrt, hat er seine Website zwar längst nicht mehr, aber weiterhin eine klare Meinung. Mit den Methoden von Uli Forte in St. Gallen und Ciriaco Sforza bei GC tut er sich schwer: «Nach so vielen Jahren brauchte ich niemanden mehr, der mich im Training ständig kontrollierte.»
1999 entschliesst sich Frick zu einem Wechsel, den er heute als «meinen grössten Fehler» bezeichnet: den von Basel zum FC Zürich. Nach drei Jahren verlässt er den FCB, obwohl er einen langfristigen Vertrag unterschreiben könnte und Präsident René C. Jäggi ihm verspricht, dass er in Zukunft eine zentrale Rolle übernehmen dürfe. Doch Frick kann der Verlockung des Geldes aus Zürich nicht widerstehen. Aber er fühlt sich nicht annähernd so wohl wie beim FCB, und er kommt mit Gress nicht klar. Im Oktober 2000 ist er weg.
Frick startet in Italiens Serie C neu, bei Arezzo wird Antonio Cabrini sein Chef, einer der Weltmeister von 1982. Mit ihm versteht er sich blendend, so gut wie wohl mit keinem Trainer sonst in der Karriere. Von ihm lernt er am meisten, was den Umgang mit den Spielern angeht. Als er ein Jahr später in der Serie A bei Hellas Verona stürmt, profitiert er von Alberto Malesani. Der Trainer ist sparsam mit Worten, «gefühlte zehn Sätze redeten wir in einer Saison zusammen», aber er bringt dem Liechtensteiner taktisch am meisten bei. «Eine Mischung aus Cabrini und Malesani wäre perfekt», sagt Frick.
100 Niederlagen in Länderspielen
Er liebt Italien, er liebt die Emotionen, aber er liebt es auch, zwischendurch heimzukehren nach Liechtenstein, um in seiner Oase durchzuatmen. «Der Druck, der Stress – das war enorm», sagt er. «Nach Siegen gab es Einladungen im Restaurant, nach Niederlagen war es ratsam, daheim zu bleiben.» Mit der Nationalmannschaft verliert er zwar genau 100-mal, aber er nimmt das mit Humor: «Wer von all den Millionen Fussballern auf der Welt kann schon sagen, so manches Länderspiel verloren zu haben?»
Aus dem Spieler Frick wird ein Spielertrainer und Trainer. Der Fan von Bayern München fängt in Balzers an, wechselt zum Verband, erwirbt die Uefa-Pro-Lizenz und steigt im September 2018 beim FC Vaduz ein. Im Winter der Saison 2019/20 lässt er ein Plakat anfertigen mit Jubelbildern, versehen ist es mit kurz- und mittelfristigen Zielen. Und als Motto: «No limits. All in.»
So tickt Frick. Er überzeugt seine Spieler, er findet den richtigen Ton, er erkennt Strömungen. «Ich habe feine Antennen», sagt er, «ich habe in meiner Karriere mitbekommen, wie wichtig es ist, dass gerade Leute, die auf der Ersatzbank sitzen, vom Trainer nicht vernachlässigt werden dürfen.»
«Ich habe noch einiges vor»
Keinen schöneren Job kann er sich derzeit vorstellen als jenen beim FCV. Sieben Minuten benötigt er mit dem Auto von seinem Zuhause in Schaan bis in den Rheinpark, der Erfolgsdruck ist überschaubar, Frick scheint unantastbar und sagt selber: «Ich bewege mich in einer Komfortzone.»
Aber Vaduz soll nicht die letzte Station als Trainer sein. Den Biss, der ihm zu einer Karriere als Spieler verhalf, hat er nicht verloren. Er fährt die Ellbogen, wenn nötig, auch im neuen Beruf aus. Er mag aus einem kleinen Land kommen, aber er will nicht als kleine Nummer im Geschäft wahrgenommen werden: «Ich habe noch einiges vor.»
Vorderhand aber hat er in Vaduz einen Auftrag zu erfüllen. Und kurzfristig ist dieses Spiel gegen den FCZ. Was ist der Plan für Samstag? «Ein Sieg», sagt er. Den Weg zum Ziel schreitet er gedanklich vorher schon ab. Auf dem Spaziergang mit seinem Hund.
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Wegen Corona
Kein
mehr im HallenstadionDie ZSC Lions hoffen, weiter vor bis zu 7650 Zuschauern spielen zu dürfen. Doch die Angst vor dem Virus ist auch in Oerlikon spürbar.
Simon Graf (TA)
Es war ein durchzogener Auftritt der ZSC Lions beim 3:6 gegen Zug. Doch bereits beim Herauslaufen drehten sich die Diskussionen vieler um etwas anderes: Könnte dies das letzte Spiel für längere Zeit gewesen sein, das sie im Hallenstadion besucht hatten?
Der Kanton Zürich gibt am Freitag zur Mittagszeit bekannt, ob auch er wie in Bern die Anzahl Zuschauer auf 1000 beschränkt. Wobei die Angst vor dem Virus aktuell schon viele Saisonkartenbesitzer vom Matchbesuch abhält. Die Ränge waren gegen den EVZ so leer wie noch nie in dieser Saison, geschätzte 3000 kamen noch.
Zahners Appell
CEO Peter Zahner nützte die erste Pause nochmals zu einem eindringlichen Appell ans Publikum: «Wir sind unter Beobachtung der Politik und der Gesundheitsbehörden. Es hat bisher sehr gut funktioniert. Aber wir müssen jetzt noch eine Schippe drauflegen, damit wir weiter vor so viel Publikum spielen dürfen.»
Man kann den Zürchern nicht vorwerfen, sie würden die Sicherheitsmassnahmen nicht ernst nehmen. Weil ein Zuschauer im vorigen Heimspiel etwas zu lange am
gekaut hatte, mit Maske unten, wurde etwa das
bis auf weiteres aus dem Sortiment entfernt.Als die ZSC Lions gegen den EVZ zwischendurch auf 3:3 ausglichen, wurde es recht laut im Hallenstadion. Auch 3000 können sich bemerkbar machen. Und jene, die nun kommen, sind die wahren Hockeyfans. «Wir sind allen dankbar, die uns trotz allem unterstützen», sagte Center Reto Schäppi. «Wir schätzen das sehr.»
Was all die Unwägbarkeiten betreffe, darüber versuche er sich nicht den Kopf zu zerbrechen. «Unser Motto der Saison ist: Wir konzentrieren uns darauf, was wir kontrollieren können. Schon seit dem Sommer ist die Ungewissheit gross. Aber natürlich ist das Coronavirus auch stets ein Thema in der Garderobe.»
Das lockere Beisammensein innerhalb des Teams habe schon gelitten, sagt Schäppi. «Es ist auch bei uns alles asozialer. Aus der Teamlounge, wo wir jeweils sassen, einen Kaffee tranken und diskutierten, sind nun zusätzliche Garderobenplätze geworden.»
Auch an Coach Rikard Grönborg nagt die spezielle Situation: «Wir sind alles soziale Wesen. Man sehnt sich nach Normalität. Täglich gibt es etwas Neues. Immer wieder werden Spieler getestet. Wenigstens auf dem Eis oder auf der Bank kannst du für einige Momente alles vergessen.»
In Grönborgs Heimat Schweden wird nun die Zuschauerkapazität im Eishockey von 50 auf 300 erhöht, immerhin. In der Schweiz zeichnen sich weitere Reduktionen ab. Angesicht dessen sah sich Ligachef Denis Vaucher gezwungen, wenigstens kurzfristig Klarheit zu schaffen: Bis zum 2. November wird in der National League sicher gespielt.
Wird die Saison unterbrochen?
«Wenn wir wissen, unter welchen Rahmenbedingungen es weitergeht, müssen wir die Chancen und Gefahren der verschiedenen Szenarien beurteilen», sagt Vaucher. «Und natürlich auch die finanziellen Konsequenzen. Spielen wir mit 1000 Zuschauern weiter? Unterbrechen wir die Saison? Brechen wir sie gar ab? Könnte man wieder Kurzarbeit beantragen? Und bei dieser Beurteilung muss man alle Interessen unserer Partner miteinbeziehen.»
Klar ist: Während der Nationalteam-Pause, die keine ist, weil alle internationalen Termine der Schweizer Auswahlen gestrichen wurden, werden in der Liga keine weiteren Spiele angesetzt. Dann können sich die Spieler mal eine Verschnaufpause gönnen. Wenn nur das Coronavirus mal eine solche einlegen würde.
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Die Halle ist "leer"; oder täuscht das vom TV aus?
Aus Angst vor dem Virus verloren sich fürs fünfte Saison-Heimspiel der Zürcher nur noch rund 3000 Zuschauer in die Halle statt der erlaubten 7650. (TA)

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Überraschungsmann der ZSC Lions
Ein Freiburger entdeckt die netten Zürcher
Goalie Ludovic Waeber ist der Mann der Stunde, hat alle sechs ZSC-Spiele gewonnen. Bei Gottéron traf er auf seine Heroen, doch er musste in die Ferne ziehen, um zu wachsen.
Simon Graf (TA)
Die Geschichte von Ludovic Waeber ist die des Stifts, der mit 24 den Lehrbetrieb verlassen hat, um sich zu beweisen. Im beschaulichen Grolley aufgewachsen, eine Viertelstunde von Freiburg, war sein Weg zu Gottéron vorgezeichnet. Er begann mit Rollhockey, wechselte bald aufs Eis und schaffte es bis in die nationalen Auswahlen der U-18 und der U-20.
Doch bei Fribourg blieb er stets der Lehrling. Seine beste Saison spielte er mit 19 beim Swiss-League-Club Martigny – bei Gottéron kam er nie über die Rolle der Nummer 2 hinaus.
Als solche verpflichtete ihn ZSC-Sportchef Sven Leuenberger im vergangenen November auch für die Zürcher. Doch nun beweist Waeber, dass er zu Höherem berufen sein könnte: In der jungen und hoffentlich noch langen Saison ist er die grosse Entdeckung bei den ZSC Lions. Alle sechs Spiele inklusive Cup vom Dienstag gegen Dübendorf (9:0) gewann er, in der Meisterschaft verblüfft er mit einem Schnitt von exakt einem Gegentor und einer Abwehrquote von über 97 Prozent. Dreimal wurde er von dieser Zeitung zum besten ZSC-Spieler gewählt.
Das Glück des Tüchtigen
Dass ihm dabei auch ab und zu das Glück des Tüchtigen beistand, Pucks etwa zwischen den Beinen hindurch und am Tor vorbei kullerten, gehört dazu. Zuletzt kassierte er in 180 Spielminuten nur ein Tor. Und weil Lukas Flüeler an einer leichten Verletzung laboriert, dürfte er auch in beiden Spielen vom Donnerstag und Freitag gegen den offensiv potenten EV Zug das Tor hüten. Er werde in Zürich seine Chancen bekommen, sagte ihm Leuenberger, als sie sich über einen Wechsel ins Hallenstadion unterhielten. «Er hat sie mit beiden Händen gepackt.»
Waeber hatte auch Angebote aus Biel und Ambri, doch als die ZSC Lions anklopften, habe er nicht lange überlegen müssen. «Für einen Welschen ist es ein Privileg, in Zürich zu spielen», sagt er. «Bei einem Club mit einer solchen Tradition, der jedes Mal um den Titel mitspielt. Wenn du sportliche Ambitionen hast, möchtest du da dabei sein.» Etwas Sorgen machte ihm allerdings schon, wie ihm die Zürcher Mentalität behagen würde. «Ich befürchtete, dass es hier sehr militärisch zugehen würde. Dass es heissen würde: schaffe, schaffe, schaffe! Und sonst nichts!»
Nun ist er bei den ZSC Lions aber auf ganz nette Zürcher getroffen, die zwar schon ihre Ziele anstreben würden, daneben jedoch auch locker sein könnten. «Wir haben einen guten Ausgleich, können auch einmal zusammen lachen», sagt er. «Ich wurde sehr gut integriert.» Es dürfte geholfen haben, dass er nicht der einzige Romand ist, sondern einer von vier: neben Axel Simic, Marco Pedretti und Johann Morant. «Wenn wir untereinander Französisch sprechen, gibt es schnell einen Spruch», sagt er. «Aber ich bemühe mich auch, so oft wie möglich Deutsch zu reden. Ich glaube, das wird geschätzt. Es heisst ja, die Romands würden sich keine Mühe geben.»
Westschweizer gab es bei den ZSC Lions in jüngerer Vergangenheit nicht viele. Goalgetter Thibaut Monnet wurde geliebt im Hallenstadion, Mark Bastl gefiel mit seinem Arbeitseifer. Dass die Fraktion der Welschen nun so gross sei, sei gar nicht schlecht, findet Flüeler. «Das lockert die Stimmung auf.» Und dass Waeber so gut gestartet sei, überrasche ihn nicht, sagt sein Konkurrent. Er habe schon im Sommer im Goalietraining gemerkt, dass dieser mit einem klaren Fokus gekommen sei. «Er will sich durchsetzen gegen mich. Und er ist ja nicht mehr 18, er ist 24. In diesem Alter hat man schon einige Erfahrungen gesammelt.»
Keine Sorge um Flüeler
Für Flüeler verlief der Saisonstart weniger erfreulich. Er hütete beim 0:4 zum Auftakt in Lugano das Tor, dann im dritten Spiel gegen Servette beim 4:5 nach Penaltys. Seitdem musste er in der Meisterschaft viermal zuschauen. Macht sich Coach Rikard Grönborg nicht Sorgen um seine Nummer 1? Der Schwede schüttelt den Kopf. «Als Trainer willst du immer zwei Goalies, die um den Job kämpfen. Es ist gut, zu sehen, dass Ludo (Waeber) den nächsten Schritt gemacht hat. Mir gefällt, wie selbstbewusst er ist. Konkurrenz ist immer gut.»
Flüeler pflichtet seinem Coach bei: «Es ist ein gesunder Konkurrenzkampf. Letzte Saison mit Joni Ortio war es schwieriger. Weil er Ausländer ist, spielten auch andere Komponenten mit, wer aufgestellt wird. Jetzt geht es nur ums Sportliche.» Natürlich wollte er so bald wie möglich wieder erste Wahl sein. Aber es sei schon einmal gut, dass das Team gut in die Saison gestartet sei und deshalb Ruhe herrsche.
Leuenberger bezeichnet Waeber als modernen, grossen und gleichwohl athletischen Goalie. Mit 1,86 Metern ist er sechs Zentimeter kleiner als Flüeler. Ähnlich wie jener ist er auch kein Spektakelgoalie, sondern versucht, Ruhe und Kontrolle auszustrahlen. «Die grosse Arbeit machst du vor dem Schuss», sagt er. «Damit du dich so positionierst, dass du bereit bist.»
Vorsingen bei Sprunger
Bei Gottéron traf er auf seine früheren Heroen. Als kleiner Junge ging er beim Maisingen – einem Brauch, gemäss dem die Kinder an Häusern klingeln und für ihren Gesang Süssigkeiten erhalten – bei den Sprungers vorbei und brachte sein Trikot der Nummer 86 mit. «Die Mutter von Julien öffnete die Tür und holte ihn, damit er es unterschrieb. Als ich dann plötzlich mit ihm im gleichen Team war, war das schon eindrücklich.» Zudem wurde NHL-Pionier David Aebischer sein Goalie-Trainer.
Doch Waeber musste in die Ferne ziehen, um zu wachsen. «Auch was die Erfahrungen neben dem Eis angeht.» Mit seiner Freundin Lisa und ihrem Hund, einem Cavalier King Charles Spaniel, mit dem er schon frühmorgens spazieren geht, wohnt er im Glattpark unweit des Hallenstadions. Wegen der Pandemie kehrt er aktuell kaum nach Freiburg zurück. Doch inzwischen weiss er ja: Es gibt auch nette Zürcher.
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Wie lange noch bis zum Ende des Geldes?
Schwarze FCB-Woche
Den FC Basel trifft es härter als jeden anderen Club
Nachdem bereits der Grossteil der Mannschaft in Quarantäne weilt, sorgt das kantonale Verbot von Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen für bange Fragen in ohnehin stürmischen rotblauen Zeiten.
Oliver Gut (TA)
Es musste erwartet werden. Doch es gibt Schläge, die sich abfedern lassen, weil man sie erwartet. Und es gibt Schläge, die hauen einen auch dann um, wenn man sie hat kommen sehen. So einen Schlag hat der FC Basel nun kassiert: Der Beschluss des Kantons Basel-Stadt, nun wieder die 1000er-Grenze für Grossanlässe einzuführen, schmettert den FCB in einer Woche zu Boden, in dem er durch die verordnete Quarantäne seiner Profi-Mannschaft zuvor schon in den Seilen hing. Und man darf nun gespannt sein, wie lange es dauert, bis er wieder aufsteht.
Zwar ist es zuvor schon den Berner Grossclubs in Fussball und Eishockey so ergangen, als sie am Sonntag zur Kenntnis nehmen mussten, dass ihre kantonalen Behörden vorpreschten und ein temporäres Verbot für Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen aussprachen. Aber den FC Basel trifft dieses Verbot derzeit härter als alle anderen Schweizer Sportclubs.
Logische Gründe, um dies festzustellen, gibt es mehrere. Da ist zum einen der Apparat, der nirgends so viel kostet wie beim FCB und der schon unter normalen Umständen ein strukturelles Defizit mit Europacup- und Transfereinnahmen auszugleichen hatte, das sich – zumindest per Ende 2019 – jenseits der 20-Millionen-Franken-Grenze bewegte. Zum anderen ist da die Zuschauer-Thematik: Gemeinsam mit YB ist das Potenzial beim FCB mit einem Schnitt von leicht über 20 000 Besuchern pro Match das grösste der Schweiz. Was vor Corona zählte, hat auch mit Corona und Schutzkonzept Gültigkeit, denn das grösste Stadion des Landes erlaubte den Baslern bis zum jüngsten Entscheid, rund 17 000 Besucher zuzulassen.
Bei vielen Stammkunden läuft das Abo aus
Auch wenn gegen den FC Luzern beim einzigen Corona-Heimspiel jenseits der 1000er-Grenze nur 9257 Zuschauer kamen, so ist die Diskrepanz doch enorm, welche die neuerliche Einschränkung bedeutet. Hinzu kommt aber im Spätherbst ein ganz anderes Problem, von dem befürchtet werden muss, dass es tief greifende Folgen hat: Mit dem Ansteigen der Covid-19-Fallzahlen und dem neuerlichen Kurswechsel des Kantons hin zur Restriktion wird der im Dezember startende Halbjahreskarten-Verkauf zur grossen Unbekannten und zur extremen Herausforderung. Der FCB hat sein System erst per Sommer auf Saison-Abonnemente umgestellt; beim Grossteil seiner Stammkundschaft läuft per Ende 2020 das Abo aus und müsste vorerst für ein halbes Jahr erneuert werden.
Wenn man als Fan bis auf weiteres keine Gewissheit hat, dass man den Platz dann auch besetzen darf, den man im Voraus bezahlt, dann werden sich viele Menschen fragen, ob sie sich primär aus Solidarität mit dem FC Basel dieses Abo leisten – oder ob sie nicht zumindest bis im Sommer zuwarten, um erst dann auf ein Saison-Abo umzusteigen. Dem FCB droht folglich – zumindest zwischenzeitlich – ein markanter Einbruch der Einnahmen. Und diese Gefahr steht umso deutlicher im Raum, als dass im und um Rotblau seit Monaten Unruhe herrscht, immer wieder von einer Entfremdung zwischen der Clubführung um Präsident Bernhard Burgener und der Basis die Rede ist. Es ist sehr fraglich, ob dies der Boden ist, auf dem die grosse Solidarität gedeiht.
Man darf gespannt sein, wie Präsident Bernhard Burgener diesen Herausforderungen begegnet. Die Ausgangslage auf finanzieller Seite ist bekannt und hat er kürzlich wiederholt: Nach diversen Abgängen und Zukäufen ist der FC Basel bis in den Februar liquid. Es wartet ein strenger Winter …
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Gibt es noch eine Nati? Wann hat die das letzte mal gespielt? Falls sie die WM nicht in einer Blase spielen (was sie ja nicht wollen) können sie auch die nächste WM heute schon absagen!
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Ziemlich unfair wie mit dem Profi Sport gerade umgegangen wird! Es gibt keine Anzeichen das dort Leute sich angesteckt haben! Reine Aktionitis, leider aber mit dem Applaus von sehr vielen, für mich die wahren Covidioten!
Profi Sport ist halt nicht mehrheitsfähig!
Wie lange noch bis zum Ende des Geldes?
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Basel-Stadt zieht nach und im Wallis sind Zuschauer sogar ganz untersagt (sport.ch)
Da wird sich CC aber freuen.........
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- Zudem würden Kontaktsportarten und alle Sportarten mit über 10 Teilnehmern verboten.
- Verbot von Kontaktsportarten (Fussball, Basketball, Hockey, Kampfsportarten usw.), mit Ausnahme des Profisports unter Ausschluss des Publikums und des individuellen Trainings;
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Schäppi ist vielleicht der beste Defensivcenter in der Schweiz. Auch in der Nati immer gesetzt. Zudem ist er nie verletzt! Wie gut er ist merkst du erst wenn er dann mal nicht mehr da ist!
Das bezweifelt niemand. Er könnte mit seinem Body einfach mehr machen, aber darum ist er vermutlich nie verletzt.
Denke man wird schon mit ihm verlängern. -
Das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt begrenzt die Anzahl Personen an Grossveranstaltungen per sofort auf maximal 1000 Personen. Betroffen sind davon der FC Basel und eine Kulturveranstaltung.
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habe immer das Gefühl er könnte mehr aber einer der wenigen mit Gardemass
Reto Schäppi
Schäppi macht nichts aus seinem Körper, das wird sich auch nicht mehr ändern. SL wird schon die richtigen weiter verpflichten.
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Corona-Welle in der Swiss League
Teams in Quarantäne: Das steckt hinter den Ansteckungen
Nach den GCK Lions muss auch der EHC Winterthur wegen zwei Covid-19-Fällen in Quarantäne. Arzt Gery Büsser nennt die grösste Gefahrenquelle.
Simon Graf (TA)
Die Corona-Welle hat auch das Zürcher Eishockey erfasst. Am Montag mussten sich die GCK Lions wegen zweier positiver Fälle für zehn Tage in die Quarantäne begeben, das Spiel gegen den SC Langenthal wurde verschoben. Am Dienstag traf es nun auch den EHC Winterthur. Ebenfalls wegen zwei positiv getesteten Spielern. Und auch die Betreuer, die nahe am Team sind, müssen in die Quarantäne. Beide Swiss-League-Clubs müssen ihre nächsten drei Spiele verschieben. Doch woher kommt diese Häufung? Hatten sich die beiden Teams, die am Dienstag vor einer Woche noch gegeneinander gespielt hatten, sogar untereinander angesteckt?
ZSC-Teamarzt Gery Büsser, der auch verantwortlich ist für die GCK Lions, geht nicht davon aus. Er sagt: «Die grösste Gefahrenquelle für die Spieler ist das Private.» Bei ihm meldete sich am Samstag ein erster Spieler des Farmteams mit Symptomen, dieser wurde darauf positiv getestet. Die GCK Lions bestritten am Samstagabend ihre Partie gegen La Chaux-de-Fonds trotzdem und siegten 4:3. Als am Sonntag aber ein zweiter Spieler positiv getestet wurde und man in Erwägung ziehen musste, dass es innerhalb des Teams zu einer Ansteckung gekommen sein könnte, wurde von Andreas Juchli, dem operativen Leiter des Zürcher Contact-Tracing, in Absprache mit Büsser für die Mannschaft und den Staff die Quarantäne verhängt.
In fünf Tagen alle testen
Getestet wurden die GCK-Spieler ohne Symptome nicht, das wird nach fünf Tagen erfolgen. Denn es könnte sein, dass jemand das Virus in sich trägt, aber noch nicht positiv ist. «Jetzt routinemässig alle zu testen, macht keinen Sinn», sagt Büsser. «In fünf Tagen erwischen wir alle.»
Grundsätzlich sei das Ziel, dass es bei Einhalten des Schutzkonzepts nicht zu Übertragungen innerhalb einer Mannschaft komme, so Büsser. So wurde am vergangenen Freitag der Bieler Tino Kessler positiv auf das Coronavirus getestet, das Team konnte nach Absprache mit dem Berner Kantonsarzt am Abend aber trotzdem gegen die ZSC Lions spielen.
In der Kabine und rundherum herrscht für die Spieler ja Maskenpflicht, nur auf dem Eis dürfen sie die Maske abnehmen. Und da ist gemäss den Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit der Kontakt zu flüchtig, als dass ein Übertragungsrisiko besteht. Sollte sich erweisen, dass dies nicht stimmt, müsste der Profisport zu Corona-Zeiten ohnehin überdacht werden. Dann wäre er wohl nur noch in einer Blase möglich wie im NHL-Playoff oder am US oder French Open im Tennis.
In unteren Ligen und bei den Junioren – der neuste Fall betrifft die U-15 des SC Bern – kommt es tendenziell zu mehr Ansteckungen als bei den Profis: «Amateure und Junioren, die noch arbeiten oder zur Schule gehen, haben mehr externe soziale Kontakte als Profis, die sich ganz dem Sport verpflichtet haben und entsprechend leben», sagt Büsser. «Die gehen nicht mehr an Feste oder auswärts essen.»
Die Schutz- und Trackingmöglichkeiten sind in einem Profiteam deshalb einfacher zu steuern und umzusetzen als in einer Amateur- oder Juniorenmannschaft. Büsser wirkt darauf hin, dass die Spieler der vier Proficlubs im Kanton Zürich – der ZSC Lions, der GCK Lions, des EHC Winterthur und des EHC Kloten – die Einschränkungen im Bereich des gesellschaftlichen Lebens mit ihrer Unterschrift unter einer Absichtserklärung festhalten. So erhofft man sich in Zusammenarbeit mit dem kantonsärztlichen Dienst eine differenziertere Beurteilung der Quarantänefestlegung. Doch bei mehreren Fällen in einem Team ist auch bei den Profis eine Quarantäne kaum abzuwenden.
Büsser macht sich keine Illusion: Es wird zu weiteren Ansteckungen kommen. Die Spieler können nicht komplett vom gesellschaftlichen Leben abgeschirmt werden. Die ZSC Lions wurden bisher weitgehend verschont, hatten im Team erst einen Fall, im Frühjahr. Doch bei täglich über 3000 positiven Tests schweizweit und einer Positivitätsrate von über 20 Prozent lauert das Virus momentan fast an jeder Ecke
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Es ist wieder so weit:
ZSC's Lukas Flüeler considered day-to-day
The 31-year-old goaltender is dealing with an upper-body injury.
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Die Legende der Woche: Andy Bathgate verhalf Ambri-Piotta zu Weltruhm
gen. (NZZ)
Die Stippvisite von Joe Thornton beim HC Davos trägt einen Hauch der NHL in die National League. Bis die Vorbereitung auf die neue Saison in Nordamerika beginnt, trainiert und spielt der mittlerweile 41-jährige Kanadier mit Schweizer Pass mit den Bündnern. Danach wird er sich den Toronto Maple Leafs anschliessen, bei denen er am Freitag einen Einjahresvertrag unterschrieben hat.
Dass NHL-Spieler in der Schweiz Pausen überbrücken oder ihre Karrieren ausklingen lassen, ist heute nicht mehr aussergewöhnlich. Anfang der 1970er Jahre war das noch eine Sensation. Umso grösser waren die Schlagzeilen, als sich Andy Bathgate 1971 dem HC Ambri-Piotta anschloss. Der damals 39-jährige Kanadier kam mit der Erfahrung aus über tausend NHL-Spielen für die New York Rangers, die Toronto Maple Leafs, die Vancouver Canucks, die Detroit Red Wings und die Pittsburgh Penguins in die Leventina und machte den kleinen Weiler südlich des Gotthards auf einen Schlag berühmt.
Selbst die «New York Times» schickte einen Korrespondenten ins Tessiner Bergtal und publizierte eine grosse Geschichte über die neue Heimat des Spielers, der zuvor während zwölf Jahren für die New York Rangers gespielt hatte.
Eingefädelt hatte den aufsehenerregenden Deal Jiri Kren, der damals für Ambri spielte und versprach, während des Sommers in Übersee die Augen nach einem Spieler offen zu halten, der Ambri helfen könne. Dass der Tscheche dann aber gleich einen der grössten Stars aus den Ferien mitbrachte, überraschte selbst seine Tessiner Freunde.
Bathgate war nicht nur ein Stanley-Cup-Sieger und Gewinner der Hart-Trophy, mit der die Liga jeweils den wertvollsten Einzelspieler der Saison auszeichnet. Er galt auch als einer der Erfinder des Slapshots, und als einer der ersten Spieler spielte er mit einer gebogenen Stockschaufel, die man damals «Banane» nannte.
Gleich im ersten Spiel in Kloten erzielte Bathgate vier Tore zum 8:3-Sieg für Ambri. In 21 Saisonspielen sammelte er 35 Skorerpunkte. Trotzdem verpasste Ambri den Sprung in die Finalrunde, verteidigte seinen Platz in der Nationalliga A gegen Sierre und Visp aber problemlos. Bathgate trat nach einer Saison im Tessin zum ersten Mal zurück, spielte später im Winter 1974/75 noch einmal für die Vancouver Blazers in der längst aufgelösten Western Hockey Association. 1978 wurde er in die Hockey Hall of Fame aufgenommen. Am 26. Februar 2016 verstarb Bathgate, 83-jährig, in seiner kanadischen Heimat. Er litt unter Parkinson und Alzheimer. In der Leventina bleibt er unvergessen.