Der Start der neuen NHL Saison wurde auf 1. Januar 2021 verschoben.
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Zwei (!) Deutsche und ein Österreicher in der ersten Runde, kein Schweizer.
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"Greift Canepa nicht mal in die Tasche, müsste der nächste Trainer ein Magier sein, um mit diesem Kader in den Europacup einzuziehen."

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Kolumne «Im Auge»
Texte machten damals eine Weltreise
232 Kolumnen schrieb Fredy Wettstein seit Herbst 2014, erst hiessen sie «Espresso», dann «Im Auge». Und diese ist nun die Letzte, Begegnungen und Erinnerungen an 44 Jahre «Tages-Anzeiger».
Fredy Wettstein (TA)
Er war Weltmeister. Europameister. Er hat viel gewonnen. Er war ein Name, nicht so klangvoll wie andere, er stand nicht für die Kunst im Fussball, nicht für die Tore, nicht für den Glamour, er war nicht der strahlende Held, den alle anhimmeln. Er passte eigentlich gar nicht in die Welt der Sieger, obschon auch er fast immer ein Sieger war.
Und jetzt stand er in diesem Schreibwarenladen in München an der Ohlmüllerstrasse 9 nahe der Isar, ein kleiner Laden mit ganz viel drin, Schreibzeug eben, Schulsachen, jede Ecke war vollgestopft, auch Zeitungen und Magazine und Kaugummis gab es, und die Lottoscheine konnte man abgeben. «Guten Tag», sagte er damals hinter dem Ladentisch, es war noch früh am Morgen, freundlich und zurückhaltend, keine laute Stimme. «Was kann ich für Sie tun?»
Ich wollte ihn einfach besuchen, an diesem Ort, in diesem Laden, seinem Laden, den er einst von seiner Tante übernommen hatte. Hans-Georg Schwarzenbeck, es war ein Frühlingsmorgen Ende der Neunzigerjahre, er war immer noch ein grosser, kantiger Mann, sah fit aus, so wie er es war früher als Fussballer. Der deutsche Lyriker Wolf Wondratscheck hatte ihm mal ein Gedicht gewidmet, es stand darin: «Merkwürdig, dass so einer, eckig wie eine leer gegessene Pralinéschachtel, etwas trifft, das rund ist.»
Schwarzenbeck war, bei Bayern München und in der deutschen Nationalmannschaft, der Mann fürs Grobe, der Aufräumer, der «Putzer des Kaisers», sagten sie, der Hund für Franz Beckenbauer, der beissen musste, wenn ein Gegner in seiner Nähe war, «Standbein, Schussbein, nichts für Geniesser, kein Jubel in den Fussgelenken» (Wondratschek), er war der «Katsche». Hinter seinem Ladentisch sagte er damals, und er wirkte zufrieden mit seinem Leben: «Ich habe immer gewusst, was ich kann und einmal will.» Als ihn Beckenbauer einmal anrief und zu einem Fest einladen wollte, antwortete er: «Woasst, Franz, i kann ned weg, ’s ist Schulanfang, do muass i in mei’m Laden sein.»
Es sind solche Geschichten und Erlebnisse, die bleiben, nach 44 Jahren in der Welt des Sports, der grossen, aber eben auch der kleinen, mit vielen Begegnungen irgendwann, zufällig, an vielen Orten aus verschiedenen beruflichen Gründen.
Wie diese. Anfang Juli 1982, in einem Dorf ganz in der Nähe von Barcelona, es war Fussball-WM, eine der schönsten von insgesamt zehn besuchten. «Ist er es?», fragten wir uns, doch wir waren sicher, er muss es sein, gestern Abend war er doch unser Kellner in einem Restaurant ganz in der Nähe gewesen, er hatte noch gesagt, morgen sei sein grosser Tag, doch mehr hatte er nicht erzählen wollen.
Und jetzt: Da stand er im Tor, schwarze Hose, roter Pullover – und jene, die auf ihn zurannten und schossen und tricksten und zauberten, hiessen Zico, Socrates, Eder oder Falcão; schöner und besser spielte vielleicht nie eine brasilianische Mannschaft als bei diesem Turnier. Sie machte, zur Ablenkung, ein Testspiel gegen eine regionale Auswahl mit unserem Kellner als Torhüter, einige Dutzend brasilianische Radioreporter berichteten live, brüllten «Goooooool» und «Ziiiiii-coooooo» in ihre Mikrofone, sehr oft schrien sie es, das Spiel endete 11:1, oder vielleicht waren es auch 15 Tore. Unser Kellner war der glücklichste Mensch: Seine Freundin schoss ein Bild, er und Zico, Arm in Arm, es hängt wohl im Restaurant, wenn es dieses im Hinterland von Barcelona noch gibt.
Oder das, es sagt auch viel aus über frühere Zeiten und wie wir arbeiteten. Es war 1978, die WM in Argentinien, Uli Hoeness, der wenige Monate zuvor seine aktive Karriere wegen Knieleiden früh hatte beenden müssen, schrieb Kolumnen für den «Tages-Anzeiger». Er hatte für sich und seine Frau eine Wohnung mitten in Buenos Aires gemietet, in der Avenida Maipu. Ich fuhr jeweils mit dem Taxi dorthin, Hoeness übergab mir sein handgeschriebenes Manuskript, ich tippte seine Kolumne auf meiner Hermes Baby ab, fuhr ins Pressezentrum, ein Fernkopierer übermittelte den Text in die Redaktion nach Zürich, dort wurde der Text von einem Setzer erneut abgeschrieben, ein Lochstreifen entstand, dann Bleisatz. Texte machten damals eine Weltreise.
Oder das: «Via Datamail in die Schweiz» hiess es, wir waren in Mexiko, die WM 1986, und das Bild bleibt im Kopf. Norbert Eschmann, einst ein Schweizer Nationalspieler, dann Journalist bei der welschen Zeitung «24 heures», sass im Pressezentrum, er schwitzte, er fluchte, obwohl er ein sehr feiner Mensch war, er warf vor Wut fast seinen klobigen Computer auf den Boden und mit ihm das mit einem Koppler verbundene Telefon. Seit zwei Stunden wollte er seinen Text in die Schweiz übermitteln, es gelang nicht. Er hatte eine Anleitung neben sich, sie hatten uns solche Rezepte von zu Hause aus mitgegeben: «Please type your name», stand geschrieben, dann brauchte es ein Passwort, auf dem Schirm erschien «password, thank you, your last login was…», dann «enter» drücken, «redakti» schreiben (alles klein, unbedingt), wieder «enter». Einiges mehr folgte, gegen 15 weitere Schritte, keiner konnte ausgelassen werden. Und dann eine Nummer wählen, auch sie war notiert, je nach Stadt in Mexiko war es eine andere: 518 03 87. Besetzt. Sehr oft war es besetzt. Wieder von vorn. Alles. Eschmann verzweifelte, im Medienzentrum, auf den Tribünen bei den Spielen, bei 40 Grad manchmal, es war eine heisse WM, wir alle verzweifelten immer wieder.
Auch solches war möglich: Daniel Jeandupeux, damals Trainer des FC Zürich, ich kannte ihn schon lange, er wurde zu einem guten Freund, weckte mich am frühen Morgen telefonisch, es war Anfang der Achtzigerjahre, ein Handy gab es noch nicht. Er brauche dringend einen, der sich ins Tor stelle, Heinz Lüdi, sein Verteidiger, Nationalspieler, war lange verletzt gewesen, er müsse mit ihm Schusstraining machen. Und so stand ich hinter dem alten Letzigrund im Schneematsch, es war ein kalter Wintertag, Jeandupeux legte die Bälle hin, Lüdi schoss, ich bückte mich ständig und holte die Bälle aus dem Netz.
Andere Zeiten. Auch das. 1998, WM in Frankreich. Die deutsche Nationalmannschaft hatte ihr Quartier in den Bergen oberhalb von Nizza. Eines abends fuhren wir, zwei deutsche Journalisten und ich, in unserem Mietwagen dorthin, Jürgen Klinsmann wartete schon beim Hoteleingang. Auf der Rückbank fuhr er mit, ins Restaurant Le Manoir in einem kleinen Dörfchen mit schönem Meerblick, an den Wänden hingen Bilder von bekannten Malern, auch von Claude Monet, draussen auf dem Platz spielten sie Pétanque, ein lauer Sommerabend. Wir blieben lange, bis nach Mitternacht, und irgendwann fragte Klinsmann: «Hat heute Abend eigentlich nicht England gespielt?» Wir lachten alle, hatten vergessen, dass eigentlich eine Weltmeisterschaft war.
Bilder von Verlierern erzählen oft die schöneren Geschichten. Wie dieses in der Rose Bowl von Pasadena, zwei Stunden nach dem WM-Final 1994, Roberto Baggio stand neben dem Bus der italienischen Mannschaft, seine dreijährige Tochter Valentina auf dem Arm. Sie trug eine Mickey-Mouse-Mütze und spielte mit den zum Zopf zusammengebundenen Haaren ihres Vaters, sie war vergnügt, die Haare bald nur noch gelockt und nicht mehr gebunden. Sein Blick: tieftraurig und leer. Baggio hatte zuvor versagt, den Ball beim Elfmeterschiessen in die Sonne über Los Angeles geschossen. Für Valentina war dies unwichtig.
Oder wie oft haben wir gelacht mit Gilbert Gress. Wie damals in seiner Wohnung in St-Blaise, morgens um zwei war es schon, eine schwüle Sommernacht, und plötzlich stand er auf, in kurzen Hosen, er schwitzte und versuchte sich zu bücken, hielt seine Arme vor seinen Körper, kam mit ihnen kaum auf Kniehöhe. «Der Heinz», er meinte Hermann, «der macht vor jedem Training solche Übungen, verrenkt sich minutenlang, das ist doch», und Gress sagte dieses Wort gern: «unmöööööglich.» Stretching, das Wort kannte Trainer Gress nicht, «nie bin ich mit meinen Armen weiter runtergekommen», er zeigte es in dieser Nacht nochmals, «und ich war doch als Spieler auch Meister mit Strassburg und Marseille».
Es waren viele Orte in diesen 44 Jahren, Seoul, Olympische Sommerspiele 1988 und der Anruf morgens um vier. Ben Johnson, über den wir am Tag zuvor noch bewundernd geschrieben hatten nach seinem Sprint in der Weltrekordzeit von 9,79 Sekunden, sei gedopt und wie ein Verbrecher abgeführt worden; Neapel und wie sie im Stadio San Paolo für einmal nicht «Diego, Diego» riefen, sondern «Luciano, Luciano» und dem Schriftsteller Luciano De Crescenzo huldigten, der so wunderbare Geschichten über die Stadt und auch Maradona schrieb und sich auf die Medienplätze setzte; Mailand, auch Maradona, in einem Hotel, die Lifttür öffnete sich, und er trat herein, allein, und ich war so verdutzt, dass ich ihn nicht einmal begrüsste – oder Bad Bertrich.
Ein kleines Dorf in der Eifel im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz in einem Seitental der Mosel, vorher nie davon gehört, aber nie fühlte ich mich anderswo bei einem grossen Anlass so wohl. Zu Gast bei Freunden, es stimmte. Ein Jahr nach der WM 2006 waren wir mit Köbi Kuhn nochmals dorthin gefahren, ins Hotel, in dem die Schweizer Fussballer logiert hatten. Im grossen Kurpark spielte das Salonorchester Hungarica, wie damals jeden Abend, die blauen Kostüme trugen sie immer noch. Kuhn bat, als die drei Feierabend machen wollten: «Geben Sie bitte eine Zugabe», und sie spielten für ihn einen Csardas, Kuhn applaudierte als einziger Gast – und wie schön wäre es gewesen, es hätte ein Jahr zuvor eine Zugabe gegeben, in diesem stümperhaften Elfmeterschiessen, das die Schweizer gegen die Ukraine verloren hatten.
Es war das Ende der schönen Träume.
The End.
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Wir verpflichten ja keine Spieler die wieder zurück in die NHL gehen....kann man sehen wie man will.......(Pius!).
Sehe das Problem aber schon wenn Leute wie Pius oder Malgin den anderen den Platz wegnehmen würden die dann später wieder gut genug sind. Ich sehe aber auch das wir die einzigen sind die so verfahren....
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NATIONAL LEAGUELeafs' Denis Malgin to suit up for Lausanne HC
The forward recently signed a one-year deal with the Toronto Maple Leafs.
Source: Sport-Center
Published: 06 October 2020 - 9:09 Updated: 2 hours ago
Denis Malgin soon to suit up for Lausanne HC
Monika Majer / RvS.MediaAccording to Grégory Beaud (Sport-Center, published on Le Matin), Denis Malgin is already in Lausanne and the deal with Lausanne HC is supposed to become official soon.
WERBUNG
Malgin will thus join players like Erik Brännström, Philipp Kurashev, or Calvin Thürkauf who will play in Switzerland until they will be recalled by their respective NHL clubs for their training camp.
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Die Mannschaft dürfte aufatmen, Magnin los zu sein. Sie war gegen ihn, weil er sie nur noch mit Kritik eindeckte. So wären allenfalls auch Nichtleistungen wie in Lausanne zu erklären, als gerade Spieler wie Schönbächler, Kryeziu oder Kololli mit ihrer negativen Körpersprache verstörten und mit ihrer fehlenden Bereitschaft, sich in einem Zweikampf zu engagieren. Ehrenvoller wird ihr Verhalten dadurch nicht. (TA)
Das zum Thema "Mannschaft spielt nicht gegen den Trainer". Irgendwann tut das jede Mannschaft oder Teile davon!
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Macht da einer beim Intro stimmlich auf Walter Scheibli??
Im Stadion dachte ich noch er ist es aber Du hast recht: Fake!
5 Minuten, meine Fresse
für mich würden es 30 Sekunden tun, aber dann knackig! -
Analyse zur Trainerentlassung
Magnin stürzt über Canepas Emotionen
Letzte Woche wollte FCZ-Präsident Ancillo Canepa noch nichts von einer Diskussion über Ludovic Magnin wissen. Nun hat aber auch er genug und setzt den Trainer ab.
MEINUNG
Thomas Schifferle (TA)
«Ich bin voller Elan, um den Kritikern zu zeigen, dass sie völlig falsch liegen.» Zweieinhalb Wochen ist es her, dass Ludovic Magnin das sagte. Jetzt hat er schon keine Zeit mehr, um Wort zu halten. Er ist beim FC Zürich als Trainer ab sofort freigestellt.
Überraschen kann das keinen. Überraschen kann höchstens, dass der FCZ so lange gebraucht hat, um diesen Entscheid zu treffen. Magnins Bilanz sagt alles: Der Club ist mit ihm kein wenig weitergekommen. 38 Siege in 108 Spielen sind kümmerlich.
Die Trennung verläuft kurz und schmerzlos. Dreizehn Zeilen lang ist das Communiqué, das der FCZ am Montagnachmittag auf seine Homepage stellt. Darin findet sich kein Wort der Erklärung, wieso es zur Trennung gekommen ist. Man könne sich ja vorstellen, was der Grund dafür sei, richtet der Clubsprecher aus. Und nein, der Präsident stehe an diesem Tag für Auskünfte nicht zur Verfügung.
Erstaunlich bei dieser kümmerlichen Art der Kommunikation ist nur, dass der FCZ Massimo Rizzo als interimistischen Nachfolger bekannt gibt. Der bisherige U-18-Trainer half vor fünf Jahren schon einmal für sechs Spiele aus, davon vier in der Meisterschaft. Eines gewann er, drei verlor er. Damit passt er von der Ausbeute her zu Magnin: Dieser hat in diesem Jahr von 21 Spielen nur 3 gewonnen, aber 13 verloren.
Das blamable 0:4 am Samstag in Lausanne konnte selbst Canepa als feuriger Fürsprecher Magnins nicht mehr ignorieren.
Magnin war der siebte Cheftrainer, den Canepa in seiner Amtszeit selbst einsetzte. Bernard Challandes war der erste, er schenkte dem Präsidenten 2009 die Meisterschaft und die Teilnahme an der Champions League. Urs Fischer verpasste den Titel nur knapp, Rolf Fringer wurde zum Missverständnis, Urs Meier holte immerhin einen Cuptitel, Sami Hyypiä dagegen war eine kolossale Fehlbesetzung. Uli Forte konnte den Abstieg nicht mehr verhindern, wurde aber Cupsieger und stieg danach souverän auf. Und als Forte nach 21 Monaten ausgedient hatte, wurde Magnin aus der U-21 nach oben befördert.
Der damalige Sportchef Thomas Bickel hatte für die Absetzung Fortes plädiert, weil er unter ihm keine Entwicklung der Mannschaft mehr gesehen hatte. Bickel war es auch, der Magnin vorschlug, weil er von seiner Arbeit im Nachwuchs überzeugt war. Canepa sagte am Tag der Vorstellung Magnins: «Es ist ein Glück für den FC Zürich, dass wir in Ludovic Magnin einen ausgewiesenen Fachmann, einen Trainer mit sehr grossem Potenzial bei uns haben.» Dem neuen Liebling gab er gleich einen Vertrag bis 2020.
Drei Monate war Magnin der Chef, als er gegen YB den Cupfinal gewann. Das war am 27. Mai 2018. Von diesem Sieg hat er bis heute gezehrt. Canepa hatte diesen Erfolg zuletzt am Tag vor dem Start in die laufende Saison wieder hervorgekramt, um zu erklären, wieso er von Magnin als Trainer überzeugt ist. Und er redete auch vom Erreichen des Sechzehntelfinals in der Europa League im Herbst 2018. Und von den sechs Siegen in sieben Runden im vergangenen Herbst. Und von der Wichtigkeit der Ausbildungsarbeit, die unter Magnin betrieben werde …
Magnin war bei diesem Pressetermin dabei und raunzte in die Runde, Journalisten sehe er selten auf der Allmend: «Ihr schreibt über mich, ohne beim Training zu sein.» In seinem Fall reichte es, sich die Spiele und Resultate anzuschauen, um zu wissen, dass der FCZ mit ihm keine Spur weiterkommt, sondern alles immer nur ein Warten auf die nächste Krise ist. Das 0:4 am Samstag in Lausanne lieferte dafür die letzte Bestätigung, die selbst Canepa als feuriger Fürsprecher des Trainers nicht mehr ignorieren konnte.
Der alte Sportchef Thomas Bickel riet von einem neuen Vertrag für Magnin ab. Und was machte Canepa? Er verlängerte mit Magnin gleich bis 2022.
Hätte Canepa auf seinen alten Sportchef gehört, den nun zum Scout heruntergestuften Thomas Bickel, wäre Magnin nie so lange Trainer geblieben. Bickel sah die Arbeit Magnins zunehmend kritisch, er liess sich auch nicht von der Serie mit sechs Siegen vor einem Jahr blenden. Das tat er, weil er keine spielerische Entwicklung der Mannschaft sah, jedenfalls keine positive. Deshalb riet er intern davon ab, Magnin über den Sommer 2020 hinaus an den FCZ zu binden.
Und was machte Canepa? Er machte genau das. Er handelte ohne jegliche zeitliche Not und gab Magnin einen Vertrag bis 2022. Er war der Einzige, der von diesem Entscheid überzeugt war. Selbst seine Frau Heliane war dagegen. Aber so ist das bei diesem Verein und bei diesem Präsidenten: Er ist unkontrollierbar in seinen Emotionen. Und die Emotionen beeinflussen seine Entscheide. Alles ist geprägt von seinem Ego. Canepa nimmt gern für sich in Anspruch, alles am besten zu wissen.
2010 kam Magnin als Spieler zum FCZ. Er war der linke Verteidiger, der auch ein Leader sein sollte. Eigentlich wollte ihn Canepa nicht, aber Magnin wusste, was er ihm sagen musste. Irgendwann bot Canepa ihm das Du an und dann einen Lohn weit über einer halben Million Franken. Drei Tage später schreckte er auf und fragte: «Was haben wir da bloss für einen Seich gemacht?» An der Frage stimmte nur eines nicht: das Wir. Canepa hat schon immer gern allein entschieden.
Am liebsten sind ihm die Mitarbeiter, die nicht widersprechen. Bickel ist darum nicht mehr Sportchef. Dafür ist das seit ein paar Wochen Marinko Jurendic, der offenbar akzeptiert, dass er nichts zu sagen hat. Jedenfalls, so hört man, zog es Magnin vor, lieber direkt mit dem Präsidenten zu kommunizieren und nicht mit dem neuen Sportchef.
Canepa war es, der Magnin intern durch alle Böden verteidigte. Noch letzte Woche war er intern nicht bereit, auch nur ein Wort über den Trainer zu verlieren. Dabei konnte er sich auf seine Frau verlassen, die sich auf einmal ebenfalls für Magnin aussprach.
Nun aber hat er nach dem Debakel von Lausanne radikal umgedacht. Das war auch eine der schlimmsten Blossstellungen, die der FCZ unter Magnin erlebt hat. Wie es Jurendic am Tag danach beim Bezahlsender Blue TV schaffte, in diesem Spiel noch gute Momente gesehen zu haben, war schon tollkühn.
Neu ist es beim FCZ nicht, dass ein Trainer nach drei Runden fortgeschickt wird. Das war schon bei Urs Meier 2015 so. Besser macht es das aber jetzt nicht, im Gegenteil. Es bringt nur zum Ausdruck, wie sehr das strategische und weitsichtige Denken fehlt. Canepa muss nun selbst für den kostspieligen Fehler geradestehen, Magnin so lange unter Vertrag genommen zu haben. 90 Prozent des Vereins gehören ihm und seiner Frau.
Schneider? Weiler? Petrosyan? Nur Canepa weiss, was Canepa will. Darum ist alles nur Spekulation.
Die Mannschaft dürfte aufatmen, Magnin los zu sein. Sie war gegen ihn, weil er sie nur noch mit Kritik eindeckte. So wären allenfalls auch Nichtleistungen wie in Lausanne zu erklären, als gerade Spieler wie Schönbächler, Kryeziu oder Kololli mit ihrer negativen Körpersprache verstörten und mit ihrer fehlenden Bereitschaft, sich in einem Zweikampf zu engagieren. Ehrenvoller wird ihr Verhalten dadurch nicht.
Zehn Jahre war Magnin nun bei den Zürchern. Zum Abschied schreibt der FCZ in seinem Communiqué: «Wir wünschen Ludovic Magnin auf seinem weiteren persönlichen und beruflichen Weg alles Gute.» So viel Wärme soll dann doch noch sein. Die Frage ist nun, wie es weitergeht beim FC Canepa. Die erste Spekulation ist an diesem Montag gleich: Marc Schneider, weil er beim FC Thun zurückgetreten ist. Schneider, ein ehemals verdienter Spieler des FCZ, lässt ausrichten, er schliesse nichts aus. Der zweite Reflex: René Weiler. Doch das Ego von Weiler ist nur schwer kompatibel mit jenem von Canepa. Artur Petrosyan, der Coach der U-21? Er würde zum Profil passen, dass der FCZ weniger Spitzenclub als vielmehr nur noch Ausbildungsverein ist.
Und sonst? Nur Canepa sitzt im Kopf von Canepa. Nur er weiss, was er will.
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Das nächste Spiel ist am 18.10. gegen Basel, in der Zwischenzeit sind viele Spieler mit irgendeiner Nati unterwegs.
Es eilt also nicht, der neue Coach hat sein Team eh nicht beisammen.
Denke auch Cillo tendiert auf einen wie Schneider, sicher nicht auf Weiler und der würde sich den FCZ auch nicht antun.
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Übrigens, d'Pre-Game Show isch ganz ok - aber so richtig umg'haue hät sie mich nöd/nonig...........
Viiiieeeel zu lange! :roll:
und hat mich nicht angesprochen. -
- schneider: schneider hat nicht noch nichts gewonnen! schneider schaffte während den ersten 2 jahren das unmögliche, nicht nur mit thun nicht abzusteigen, sondern ahnsehnlichen fussball zu spielen und sich phasenweise im (vorderen) mittelfeld zu tummeln. mit dieser no name, wenig talent und budget truppe, nicht ganz einfach. ob das ausreicht um den fcz wieder an die ersten 1-4 heranzuführen, weiss ich auch nicht. aber im vergleich zu hüpiä oder magnin, ist das risiko eines fehlgriffs massiv kleiner.
ausserdem hat er durchaus auch fcz blut. unvergesslich wie er dem car chauffeur in den morgenstunden vom 14. mai 2006 sagte, er solle durch den kreis 4 fahren. schneider mit meisterchübel in der offenen türe...ist natürlich keine referenz für eine anstellung, aber geil wars trotzdem!

Pro Schneider! Weiler wird sich Canepa nicht antun, es sei dahingestellt ob so einer überhaupt kommt, Rangnick wollte auch nicht zu Schalke....
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Peng!
Laut BLICK-Informationen hat sich der FCZ per sofort von Ludovic Magnin getrennt. Die Chance ist gross, dass Marc Schneider übernimmt.
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Schneider schmeisst in Thun hin....
Die Hoffnung steigt, aber ob er dann die Lösung ist.... mit dem unterdurchschnittlichen Kader?Dann hätte Schalke auch keinen neuen Trainer gebraucht! Das findet man nur heraus wenn man einen neuen machen lässt!
Zu verlieren hat man nichts, aber man kann alles gewinnen!
Canepa wird weiter stur bleiben, wenigstens wurde er von den beiden Zürcher Zeitungen mal so kräftig abgewatscht!
Blabla Canepa, keine Ahnung von Fussball, keine Ahnung von Transfers, keine Ahnung von Trainern! Der hat gesessen!
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Bucs Win!

Herrlich wie das Spiel gedreht wurde!

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Warum der FC Zürich nicht aus seiner chronischen Krise findet und was das mit dem Trainer Ludovic Magnin zu tun hat
Der FCZ entwickelt sich unter dem Coach Magnin nicht weiter, im Gegenteil. Warum hält der Präsident Canepa doch an ihm fest?
Flurin Clalüna (NZZ)
Fast tausend Tage ist Ludovic Magnin nun schon Trainer des FC Zürich, es sind 31 Monate, die sich anfühlen wie eine ewige Krisenzeit, durchbrochen nur von wenigen Hoffnungs- und Glücksmomenten. Und sie werden immer seltener.
Im Fussball wird die Trainerfrage zu schnell und zu oft gestellt, aber jetzt steht der FCZ schon wieder am falschen Ende der Tabelle, er ist Ranglistenletzter und spielt erneut um seine Glaubwürdigkeit als selbsternannter Spitzenklub. Man kann in Trainerfragen zu früh oder zu spät reagieren. Der FC Zürich fügt seit vielen Monaten noch eine weitere Variante hinzu: Er reagiert gar nicht. Ob aus Überzeugung oder Trotz und Rechthaberei, das weiss niemand so genau. Aber es geht im Fall Magnin schon lange nicht mehr nur darum, bloss nüchtern die Leistung und die Resultate als Trainer zu beurteilen. Sonst hätte man ihn schon lange mit guten Gründen freistellen können. Es geht dem FCZ-Präsidenten Ancillo Canepa mindestens so sehr darum, gegen alle Widerstände die Deutungshoheit über seinen Ziehsohn zu behalten: Irgendwann wird Magnin allen zeigen, dass sich Canepa nicht in ihm getäuscht hat. Wenn nicht heute, dann morgen. Aber dieses Morgen will einfach nicht kommen.
Während 108 Spielen durfte Magnin den FCZ coachen, 38 Mal hat er nur gewonnen. Neben dem Cup-Sieg 2018 gibt es noch eine weitere Partie, aus der er seine Legitimation als Trainer zieht: der Erfolg im Europacup gegen Bayer Leverkusen. Das ist zwei Jahre her, und man kann sich in diesem schnellen Fussballgeschäft kaum erinnern, dass ein fast schon vergessenes Spiel so lange nachwirkt, um einen Trainer bis heute zu schützen. Seither hat Magnin von 64 Spielen nur noch 19 gewonnen. Alles Gute, was man mit Magnin einmal verband, ist schon länger her und verblasst, alles Schlechte wird immer drängender.
Und die Frage ist, ob er dafür allein die Verantwortung trägt oder ob die Mannschaft nicht mehr hergibt. Klar ist: So schlecht wie zuletzt können diese Spieler eigentlich gar nicht sein. Und dann müsste man sich die Trainerfrage stellen und über eine Alternative nachdenken. Man könnte es nach so langer Zeit zumindest versuchen, niemand würde dies für übereilt halten. Den Nachweis, geduldig zu sein, hat der FC Zürich schon lange erbracht. Rund eineinhalb Jahre waren die Trainer unter Canepa jeweils durchschnittlich im Amt. Nur für Magnin gelten offenbar andere Regeln als für alle anderen vor ihm. Warum das so ist, ist schwierig zu sagen. Eine Interpretation hält sich hartnäckig: Magnins Dankbarkeit, seinen Job behalten zu dürfen, erlaubt es Canepa, auf ihn mehr einzuwirken als auf andere Trainer. Ob Canepa eine starke, selbstbewusste Persönlichkeit dulden würde, die ihm auch einmal widerspräche, ist ungewiss. René Weiler wäre ein solcher Trainer und verfügbar. Aber man kann sich die beiden kaum zusammen im gleichen Klub vorstellen.
Magnin hat zuletzt wenig dafür getan, seine Sonderbehandlung zu rechtfertigen. Mit einer Ausnahme. Der FCZ konnte zwei eigene Nachwuchsspieler teuer verkaufen, Kevin Rüegg für zweieinhalb Millionen Franken nach Verona, Simon Sohm sogar für kolportierte sechs Millionen nach Parma. Vielleicht liegt das tatsächlich an Magnins Fähigkeiten als Ausbildner. Vielleicht aber auch nur an der Spendierfreudigkeit der Italiener.
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Magnin: Wir wissen, dass wir gut arbeiten. Die Spieler sind daran, eine Mannschaft zu werden. Oder Ancillo Canepa, der Präsident: Natürlich sind wir ein Spitzenclub. Auf den Punkt gebracht ist das, was sie bis zu diesem Samstag sagen, ein einziges Blabla.
Die Zerbrechlichkeit des FCZ lässt Canepas Gerede vom Spitzenclub noch absurder erscheinen, als es ohnehin ist.
Canepa bewegt sich im dauernden Kampf mit sich selbst. Den Trainer kann er nicht entlassen, weil er sonst zugeben müsste, dass er sich in ihm geirrt hat. Der Mannschaft kann er die Qualität nicht absprechen, weil er sonst überführt wäre, dass seine Transferpolitik falsch ist.


