Beiträge von Larry

    Der Zürcher Königstransfer

    Darum kann Andrighetto den ZSC zum Meister machen

    Der 27-jährige Nationalstürmer unterschrieb für fünf Jahre. Was ihn auszeichnet, weshalb er sich für die ZSC Lions entschied – und was das für die Konkurrenz bedeutet.


    Simon Graf (TA)

    Wieso entschied er sich für die ZSC Lions?

    Nebst den Zürchern bemühten sich auch der EV Zug und Lausanne ernsthaft um den Nationalstürmer. Ein lukratives Angebot dürften ihm alle drei Clubs gemacht haben, die ZSC Lions hatten aber einen entscheidenden Vorteil: Hier lernte er das Hockey-Abc. «Für mich gab es immer nur einen Club in der Schweiz: den ZSC», sagt Andrighetto. «Zudem habe ich hier noch viele gute Kollegen.» Mit Reto Schäppi und Chris Baltisberger spielte er noch bei den GCK Lions zusammen, mit Verteidiger Christian Marti ist er gut befreundet. In diesem Jahr wurde er Götti von dessen jüngsten Sohn Dion, der gerade mal 17 Wochen alt ist.

    Zudem liebe er die Stadt Zürich, «für mich die schönste der Welt». Als Hommage liess er sich vor vier Jahren das Grossmünster auf den linken Oberschenkel tätowieren. Mit 18 brach Andrighetto auf ins kanadische Junioreneishockey, danach spielte er in der AHL, NHL und zuletzt bei Omsk in Russland. Nun ist er nach neun Jahren im Ausland zurück. Im Sommer war er jeweils nur ein, zwei Monate in der Schweiz und hauste da bei seinen Eltern in Wermatswil. Jetzt sucht er sich eine Wohnung im Raum Zürich.

    Was sind seine Stärken?

    Weil er so früh auszog, kennen ihn die Schweizer Eishockeyfans nur vom Fernsehen. Andrighetto bestritt drei A-Weltmeisterschaften: 2016 in Moskau, 2018 in Kopenhagen und 2019 in Bratislava. Da skorte er in 22 Spielen 19 Punkte und zeigte, dass er fürs offensiv orientierte Eishockey in der Schweiz wie geschaffen ist: Mit seinem Speed kommen ihm die grösseren Felder entgegen, er mag kreative Freiräume und weiss sie zu nutzen. «Er ist ein Vollblutstürmer, der offensiv immer etwas bewegen will», sagt ZSC-Sportchef Sven Leuenberger. «Und er kann nicht nur Tore schiessen, sondern ist auch ein guter Vorbereiter. Das macht ihn unberechenbar.»

    Der Ustermer sagt selbst über sich: «Ich bin ein spielerischer Typ, kreativ, ein guter Läufer. Da ich nicht der Grösste bin, lege ich viel Wert auf Schnelligkeit und Beweglichkeit. Ich fighte um jeden Puck und habe mich in den letzten Jahren auch im defensiven Spiel entwickelt.» Andrighetto punktete überall wo er spielte regelmässig – auch in der NHL, wo er in 227 Spielen 84 Punkte erzielte. In der Schweiz ist ihm wie Pius Suter ein Punkt pro Spiel zuzutrauen. Oder mehr.

    Wieso die Rückkehr in die Schweiz?

    Von 2014 bis 2019 spielte er mehrheitlich in der NHL, zuerst bei Montréal, dann in Colorado. In Denver kam er zuletzt aber nicht über die vierte Linie heraus, weshalb seine Skorerwerte nicht mehr so gut waren und er keinen neuen NHL-Vertrag erhielt. Auch nicht anderswo. Er wechselte mit einem gut dotierten Zweijahreskontrakt zu Omsk und Bob Hartley, dem ZSC-Meistertrainer 2012. Letzte Woche wurde Andrighettos Vertrag aber aufgelöst. «Ich fühlte mich da nie richtig wohl», sagt er. «Sei es von der Sprache und der Kultur her, aber auch vom Eishockey. Es gibt da nicht viel Freiraum, um kreativ zu spielen. Für mich war es mehr ein Arbeiten als ein Spielen.»

    Bei den ZSC Lions unterschrieb er nun gleich für fünf Jahre – auch auf seinen Wunsch. Er würde hier gern (wieder) sesshaft werden. Seine Verlobte ist Amerikanerin, ihre Hochzeit war auf den 22. Juni geplant, in Florida, wegen des Coronavirus verschoben sie diese auf 2021. Die NHL ist noch nicht ganz aus dem Kopf Andrighettos verschwunden. «Wenn sich nochmals eine Möglichkeit ergäbe, müsste ich es anschauen», sagt er. Da die National League mit der NHL neu ein Abkommen hat, könnte er nach jeder Saison in die NHL wechseln. Bis zum 15. Juli müsste er jeweils den Vertrag bei den Zürchern kündigen.

    Was bedeutet das für die Konkurrenz?

    Die Verpflichtung Andrighettos ist eine Kampfansage der ZSC Lions an die Konkurrenz. Mit Pius Suter, der in die NHL wechselt, haben die Zürcher ja den Liga-Topskorer verloren. Andrighetto ist ein valabler Ersatz. Nicht ganz so komplett wie Suter, dafür noch etwas spektakulärer. Und die Zürcher haben durch den Abgang Suters, der ihnen eine Entschädigung von 230’000 Franken eintrug, die Möglichkeit, in der Meisterschaft fünf statt nur vier Ausländer einzusetzen.

    Diese Option dürften sie anfangs noch nicht ausschöpfen. Doch im Playoff, wenn sich ohnehin alle Teams mit zusätzlichen Ausländern als Absicherung bestückt haben, könnte dies zum entscheidenden Trumpf werden. Der EV Zug sicherte sich 2019 mit Leonardo Genoni und Grégory Hofmann die begehrtesten Schweizer Spieler auf dem Markt, nun machten bei Andrighetto die ZSC Lions das Rennen. Die Zuger dürften dann wieder in der Poleposition sein, wenn Sven Bärtschi aus Übersee in die Schweiz zurückkehrt. EVZ-Sportchef Reto Kläy war dessen Ziehvater beim SC Langenthal.

    Andererseits hatte ich zwei Minuten, bevor ich diesen Beitrag schreibe, einen Ex-Corona-Patienten am Telefon. Er ist etwas über 40 (weiss es nicht ganz genau - der arbeitet in der gleichen "Firma" wie ich) und er hat mir gesagt, dass er seit er die Krankheit durch hat (er war relativ früh dran damit) nicht mehr so fit ist, wie vorher. Er ist sehr schnell müde und kommt bei weitem nicht mehr an die vorherige Leistung bei körperlichen Arbeiten. Sei dies im Beruf oder zu Hause beim Hecken schneiden im Garten usw.)

    Eine weitere Ex-Patientin hat mir gestern erzählt, dass sie sich fühlt, wie wenn sie keine Reserven im Körper mehr hätte. Die Dame ist so um die 50 rum und es ist ja nicht so, dass ich wahnsinnig viel jünger wäre (snowcat ja auch nicht wirklich) und aus meiner persönlichen Sicht, ist es mir somit ganz recht, wenn sich Leute, denen ich im Alltag begegne, so verhalten, dass sie mich nicht mit diesem Virus anstecken.

    Kenne bis heute niemanden persönlich der betroffen war. Kenne nur Fälle vom Hörensagen und aus den Medien. Aber wenn es dich trifft kann es eben schon happig werden.

    https://www.blick.ch/news/ausland/n…id15992888.html

    ich hätte nie gedacht, dass ich mal hoffnung in wirtschaft und kapital setzen würde.

    Ich verstehe Dich ja ein bisschen. Ich bin der Meinung die Politik (!) muss aufhören nach der Pfeife von Experten, Kantonsärzten, etc. zu tanzen! Denn genau die Leute säen Panik! Die wollen den ewigen Lockdown! Sie bekommen ja ihre Kohle, was interessiert die wie es anderen Leuten geht oder der Wirtschaft. Ausserdem gefallen sie sich in ihrer Rolle, sieht man ja an unserem Koch, der kann es nun nicht mehr lassen in den Medien zu sein! Die Politik soll sich aus einem Gremium (!) von Fachleuten beraten lassen und dann Entscheide fällen mit denen wir leben können. Sich in die Hände von einer Person zu begeben wie z.B. die Schweden mit Tegnell (der zig von seinen Kollegen als Gegner hat!) finde ich schon fast Grobfahrlässig!

    PS: Ich habe natürlich nichts gelesen!:mrgreen:

    Bei aller Euphorie: Ghetto ist "nur" der Ersatz für Suter, und Suter war Top Skorer in der letzten Saison in der Schweiz! 30 (!) Tore schiesst nicht einfach so jeder! Von da her liegt die Latte für Ghetto ziemlich hoch. Aber um Suter zu ersetzten war es wohl der beste mögliche Deal.

    +++ Xamax - Sion verschoben! +++

    Die Fussball-Schweiz blickt weiter nach Neuenburg! Dort ist nach dem positiv gemeldeten Corona-Fall in der 1. Mannschaft noch immer ein Entscheid hängig. Was sagt das kantonale Gesundheitsamt? Muss der positive Spieler in Einzelisolation oder muss die ganze Mannschaft in Quarantäne? Und wie geht es in einem solchen Fall mit der Meisterschaft weiter?

    +++ Nach BLICK-Informationen ist ein erster Entscheid gefallen. Xamax wird heute nicht antreten – das Spiel gegen Sion wird wohl erst am Donnerstag, also einen Tag später als geplant, ausgetragen. Update folgt! +++


    mal ehrlich: welcher der titel seit einführung der playoffs hatte nichts mit geld zu tun?

    ambri und langnau werden nie meister! selbst dann, wenn sie alles richtig machen!

    Money talks, bullshit walks. Wo auf der Welt wird jemand Meister ohne Geld?

    Gestern haben die Panthers das Training wieder aufgenommen. Habe mich über die Bilder vom Eistraining gefreut, bekannte Gesichter wieder gesehen. Am 29.7. gibt es ein Testspiel gegen Tampa, am 1.8 beginnt die Qualifikation für die Playoffs, best of five gegen die Islanders. Man freut sich ein bisschen, Sport ist Mangelware geworden.

    Aber was ist nächste Saison? Ich denke das gleiche wie hier: Keine oder nur wenige Fans, immer wieder Spieler die positiv getestet werden. Denke hier wie dort und überhaupt Weltweit wird der Sport noch sehr lange darben!

    zurück zum fred saisonvorschau: solange eine mehrheit so irrational unterwegs ist, vergesst alles, was ihr bis februar 2020 gekannt und geschätzt habt! es gibt keine zuschauer in den stadien, nichts nada! alles geschichte! und wenn, dann ein paar wenige, selbstverständlich mit praktisch null catering. und zwar nicht nur bis ende saison, nein, für immer und ewig! denn: covid19 infektionszahlen wird es immer geben, immer!

    Irgendwann können all die Airlines nicht mehr mit Kohle der Regierungen gestützt werden, irgendwann ist jeder Ort auf der Welt der vom Tourismus lebt pleite und mit ihm alle Leute die dort leben. Irgendwann müssen alle Länder zurück zum Normalbetrieb. Nur scheint der Moment noch nicht gekommen zu sein. Die DDR Mutti will ihre Bürger nun einsperren, hat sie in ihrer alten Heimat ja nicht anders gekannt.

    https://www.20min.ch/story/merkel-s…us-996347325000

    Irgendwann werden die Leute genug davon haben! Irgendwann......

    Wenn sie sagen wir mal 1/3 der Stadionkapazität nutzen dürfen werden ausgeloste SK Inhaber zugelassen, zusätzliches Geld mit Einzeltickets verdienen sie nicht. Die Einnahmen aus der Gastro fallen komplett weg (spielt beim ZSC keine Rolle). Denke nicht das die Clubs so eine Saison überstehen. Im Winter werden die Corona Zahlen wieder steigen, und vor Ende Saison ist das Ganze eh nicht vorbei. Trübe Aussichten!

    ZSC Lions: Der Topskorer Pius Suter will in Nordamerika eine alte Rechnung begleichen

    Dank einer Ausstiegsklausel löst Pius Suter den bis 2023 gültigen Vertrag mit den ZSC Lions auf. Die Zürcher versuchen, den Stürmer Sven Andrighetto als Ersatz zu verpflichten.

    Ulrich Pickel(NZZ)

    In einer kurzen Videobotschaft sagt er offiziell, was seit langem erwartet wurde: Pius Suter verlässt die ZSC Lions und will in der NHL Fuss fassen. Dass er eine Karriere in Nordamerika anstrebt, erwähnte er in den letzten Jahren immer wieder. Zweimal war er schon an Saisonvorbereitungscamps eingeladen worden, bei den Ottawa Senators und den New York Islanders, doch zu einem weiterführenden Engagement kam es jeweils nicht. Jetzt aber sieht Suter den Moment gekommen. Er hat von einer Ausstiegsklausel im bis 2023 gültigen Vertrag Gebrauch gemacht.

    Wohin genau es ihn zieht, ist noch offen. Sicher ist nur, dass er Zürich verlässt, aber «ich habe noch nichts unterschrieben», sagt der 24-Jährige. «Ein paar Klubs» sollen Interesse zeigen, bestätigt er, aber wann es zu einem Vertragsabschluss kommen könnte, weiss er noch nicht. Doch klar ist, dass Suter mehr als nur unverbindliche Interessensbekundungen seitens der NHL-Klubs vorliegen, sonst hätte er seinen Vertrag mit den Zürchern nicht aufgelöst.

    Im Draft übergangen

    Suter hat jenseits des Atlantiks noch eine Rechnung offen. Denn was ihm nun bevorsteht, ist nicht ein Aufbruch in völlig neue Gefilde, sondern vielmehr eine Rückkehr. Er war bereits als Junior in Nordamerika, dort spielte er zwei Saisons für das kanadische Team Guelph Storm, wo er vor allem im zweiten Jahr viel Eindruck hinterliess. Doch trotz hervorragenden Skorerwerten wurde er beim Draft übergangen. Das war für Suter eine Kränkung, die ihn nie mehr losliess. Stets hatte er im Hinterkopf, den Scouts und Managern zu beweisen, dass sie falsch lagen, als sie ihm keine Karriere in der NHL zutrauten. In den fünf Jahren bei den ZSC Lions entwickelte er sich kontinuierlich zu einer Schlüsselfigur im Angriff, wurde WM- und Olympia-Teilnehmer und setzte mit dem Liga-Rekord von 30 Toren letzte Saison ein dickes Ausrufezeichen.

    Suter mag nicht der grösste und stärkste Stürmer sein, ist aber mit sehr viel Spielintelligenz und Kaltschnäuzigkeit ausgestattet, was ihm auf den kleineren Eisfeldern Nordamerikas entgegenkommen wird. Dass er sich in der NHL durchsetzen kann, ist nicht zuletzt auch die Meinung des ZSC-Coachs Rikard Grönborg. Dieser muss sich nun zusammen mit dem Sportchef Sven Leuenberger fragen, wie die Lücke gefüllt werden soll, die der Topskorer Suter hinterlässt. Eine Möglichkeit besteht darin, Sven Andrighetto zu verpflichten. Nachdem er bei Avangard Omsk mit dem ehemaligen ZSC-Trainer Bob Hartley ausgemustert wurde, strebt er ein Engagement in der Schweiz an. Der 27-jährige Zürcher spielte schon als Junior für die Lions, er ist seit 2011 im Ausland tätig, in der NHL konnte er sich nie dauerhaft etablieren, brachte es aber doch auf 216 Spiele und 31 Tore. Leuenberger bestätigt das Interesse an Andrighetto, es fanden schon Gespräche, auch mit Grönborg, statt. Andrighetto ist aber auch schon in Zug und Lausanne vorstellig geworden.

    Grönborg ist gefordert

    Kürzlich wurde zwar seitens des EVZ bekannt, es gebe einen Einstellungsstopp, weshalb man Andrighetto kein Angebot gemacht habe. Doch ob dies das letzte Wort ist, bleibt abzuwarten. Wohin es Andrighetto letztlich ziehen wird, ist derzeit noch offen. Suter ist nach Tim Berni (Columbus) der zweite gewichtige Abgang. Das werden die Zürcher spüren, dennoch sagt Leuenberger: «Ich bin nicht extrem beunruhigt.» Er verweist auf die eigenen jungen Spieler mit viel Potenzial. Und sollte Suter vor 2023 in die Schweiz zurückkehren, wird der soeben aufgelöste Vertrag mit den Lions wieder gültig werden.

    Leuenberger kann auch insofern beruhigt sein, als er unlängst mit Grönborg den Vertrag vorzeitig verlängert hat. Der Schwede mit amerikanischem Pass hat in der letzten Saison eindrücklich bewiesen, dass er es versteht, Spieler voranzubringen. Dass er nun sicher für die nächsten beiden Saisons in Zürich bleiben wird, verschafft den Lions wichtige Kontinuität. Vor fast unlösbaren Problemen scheint einzig Suters persönlicher Fanklub zu stehen, die «Sektion Pius». Was tun, wenn einem plötzlich das Idol abhandenkommt? Pius Suter weiss Rat: «Es gibt ja noch einen anderen Suter im Kader.» In der Tat. Die Bühne ist nun frei für seinen jüngeren Bruder Kaj, der auf die nächste Saison hin von den GCK Lions zum ZSC befördert wurde.



    Habe das Beispiel von der Katze sicher schon einmal aufgeführt:

    Wenn man zu Hause eine Katze hat und direkt an der Strasse wohnt, würde man das Tier am liebsten gar nie raus vor die Türe lassen, weil es einfach zu gefährlich ist.

    Düfte die Katze aber entscheiden, ob sie lieber ihr Leben lang in der Wohnung rumhängt und dafür alt und grau wird oder ob sie das Risiko auf sich nehmen soll, eines Tages blöderweise überfahren zu werden, dafür darf sie jeden Tag durchs Quartier "strielen", Mäuse jagen und andere Katzen treffen - für welche Variante würde sie sich wohl entscheiden?

    Schrödingers Katze?:mrgreen:

    KOMMENTAR

    Der FC Zürich tritt mit der U21 in Basel an - bis zur Farce ist es nur noch ein sehr kleiner Schritt

    In der Super League kommt es durch die Corona-Fälle im FC Zürich bisher grössten Wettbewerbsverzerrung. Es fehlt nicht mehr viel, bis diese Meisterschaft wertlos wird.

    Flurin Clalüna (NZZ)

    Gute Lösungen gibt es für den Schweizer Klubfussball schon lange keine mehr, nur noch weniger schlechte. Eigentlich kann er sich nur noch wie in einem Autorennen dafür entscheiden, wie er sich über die Ziellinie retten soll – mit zerstochenen Pneus oder einem zerbeulten Chassis. Schaden nimmt diese Meisterschaft sowieso. Der FC Zürich spielt nun also am Dienstag mit den U-21-Junioren in Basel, weil die Profis der ersten Mannschaft in Quarantäne sind. Es ist die nächste Wettbewerbsverzerrung seit der Wiederaufnahme der Saison, und es ist die bis anhin grösste. Es ist jetzt nur noch ein sehr kleiner Schritt bis zur Farce, bis alles keinen Sinn mehr ergibt und die Meisterschaft wertlos ist.

    Einige Klubs begannen mit dem Training früher als andere, einigen ist es gelungen, auslaufende Verträge mit ihren Spielern über Ende Juni hinaus zu verlängern, andere haben das nicht geschafft und wichtige Fussballer mitten in der Saison verloren. Das alles waren kleine Ungerechtigkeiten, alle nahmen sie mit Blick auf das übergeordnete Interesse in Kauf, und dieses hiess: weiterspielen, um jeden Preis. Dieser Preis ist jetzt noch deutlich höher geworden, weil man sich zu Recht fragen kann, ob der Sport nicht zu sehr verfälscht wird, wenn Junioren gegen Männer spielen.

    Rechtlich ist das in Ordnung, niemand kann dagegen rekurrieren. Aber man kann sich benachteiligt fühlen, so wie zum Beispiel der Leader FC St. Gallen. Basel, immer noch ein Konkurrent um den Meistertitel, wird von der Situation begünstigt, YB vielleicht ebenfalls, wenn der FCZ auch am Samstag noch immer nicht mit der besten Mannschaft spielen sollte. St. Gallen aber wird Ende Juli auf die gestandenen Zürcher Profis treffen. Sofern dann überhaupt noch gespielt wird.

    Denn klar ist: Es darf nun nichts mehr passieren, die Zeit der zähneknirschenden Kompromisse und der Zwängerei sollte mit diesem Ausnahmeentscheid vorbei sein. Weitere Zugeständnisse an die schwierigen Umstände erträgt es nicht mehr. Sonst werden die Liga und die Klubs irgendwann unglaubwürdig. Und dann wäre es ehrlicher, sich einzugestehen: Unter diesen Bedingungen geht es nicht – die Meisterschaft wird abgebrochen.

    ZSC-Star wechselt in die NHL

    Suter geht, kommt nun Andrighetto?

    Ligatopskorer Pius Suter hat sich mit einem NHL-Team geeinigt, vieles deutet auf Chicago hin. Der Wunschkandidat der ZSC Lions, um ihn zu ersetzen, ist Russland-Rückkehrer Sven Andrighetto.


    Simon Graf (TA)

    Am Freitag schloss Pius Suter seine Sportler-RS in Magglingen ab. 13 Wochen waren für ihn noch zu absolvieren gewesen. Am Montag gab er nun per Videobotschaft seinen Abschied von den ZSC Lions bekannt. Bis am Mittwoch (15. Juli) hätte er Zeit gehabt, seine NHL-Ausstiegsklausel zu ziehen. Davon machte er Gebrauch. Mehrere NHL-Teams hatten sich für den Schweizer Topskorer interessiert, mit einem einigte er sich. Wohin es ihn zieht, darf er noch nicht bekanntgeben. Er wird einen Einjahres-Vertrag unterschreiben.

    Man darf auf die Chicago Blackhawks spekulieren, wo sein ehemaliger ZSC-Coach Marc Crawford als Assistent wirkt. Unter Crawford schoss Suter in der Saison 2015/16 nach seiner Rückkehr aus dem kanadischen Junioreneishockey gleich 15 Tore in seiner Premierensaison für die Lions. Zudem haben die Blackhawks schon gute Erfahrungen gemacht mit einem Topskorer aus der National League: Ex-Ambri-Stürmer Dominik Kubalik erzielte in diesem Winter als Neuling in 68 Spielen 30 Tore und 46 Punkte – und war damit teamintern auf Anhieb die Nummer 3 hinter den Topstars Patrick Kane und Jonathan Toews.

    «Es war schon früh klar, dass ich jetzt den Schritt in die NHL wagen würde», sagt Suter. «Zuerst freue ich mich aber einmal auf zwei Wochen Ferien. Es war ein langer Sommer. Ich bin fit, und zum Glück bin ich auch gesund.» Die NHL-Saison 2020/21 geht ja frühestens im Dezember los, zuerst möchte man noch die aktuelle abschliessen. Ob er allenfalls die ersten Saisonmonate bei den ZSC Lions spielen könnte, weiss Suter nicht. «Im Moment ist ja noch so viel unklar. Auch, ob es in der Schweiz wirklich planmässig losgeht.»

    «Natürlich ist der Abgang Suters ein grosser Verlust», sagt Sportchef Sven Leuenberger. «Aber wir rechneten damit.» Der 24-Jährige besitzt bei den ZSC Lions einen Vertrag bis 2023. Würde er vorher in die Schweiz zurückkehren, käme er also wieder nach Zürich. Durch den Abgang Suters in die NHL haben die ZSC Lions die Möglichkeit, nächste Saison mit fünf statt vier Ausländern zu spielen. Doch der Wunschkandidat, um Suter zu ersetzen, ist ein Zürcher: Sven Andrighetto.



    Andrighettos ZSC-Connection

    Der 27-jährige Nationalstürmer hat seinen Vertrag bei Omsk aufgelöst und kehrt nach neun Jahren in die Schweiz zurück. Da dürfte er sich zwischen den ZSC Lions, Lausanne und dem EV Zug entscheiden. Andrighetto stammt aus Uster, wurde in der ZSC-Organisation gross und ist mit seinem Speed und seinen Abschlussqualitäten wie geschaffen für die National League. Er bestritt 227 NHL-Spiele für Montreal und Colorado (83 Punkte) und war eine Schlüsselfigur im Schweizer WM-Silberteam in Kopenhagen 2018. Nicht nur Sportchef Leuenberger, auch Coach Rikard Grönborg hat sich schon mit ihm unterhalten. Zudem ist Andrighetto Götti bei einem Kind von ZSC-Verteidiger Christian Marti.

    Es sind ohnehin spannende Zeiten im Schweizer Eishockey. Denn es ist gut denkbar, dass Andrighetto nicht der einzige prominente Rückkehrer bleibt. Auch die Tage von Sven Bärtschi, der auf das «Covid-Playoff» mit Vancouver verzichtet, scheinen in Nordamerika gezählt. Zudem hat Denis Malgin, aktuell bei Toronto, noch keinen Vertrag für die nächste Spielzeit. Wegen des stark verspäteten Saisonstarts in der NHL dürften mitten in der Saison in der Schweiz plötzlich noch interessante Spieler aus Übersee frei werden. Das Coronavirus mischt auch die Eishockeyszene gehörig durcheinander.

    Als FCSG und Sion (Spiel wurde vorschoben!) würde ich mir total verarscht vorkommen wenn dann wieder die 1. Mannschaft aufläuft!

    Nur noch lächerlich die Süper Lig und scheinbar darf SG nicht Meister werden!